Loower
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Die Loower sind ein uraltes Volk, das vor mehr als 18.000.000 Jahren am Bau eines Schwarms beteiligt war. Seit dieser Zeit versuchen sie, in den Raum hinter den Materiequellen vorzudringen. Angeführt werden sie von einem Quellmeister.
Sie sind auch als Trümmerleute bekannt, so genannt nach ihren Neunturmanlagen, die scheinbar in Trümmern liegen, in Wirklichkeit aber als Leuchtfeuer dienen. Die für eine Neunturmanlage zuständigen Türmer stehen rangmäßig unter dem Quellmeister.
Die Zahl Neun hat eine große Bedeutung für die Loower, da die einzige Materiequelle, die von ihnen als Zugang zum Raum hinter den Materiequellen genutzt werden könnte, neun »Ausgänge« hat. Die Loower haben deshalb viele Aspekte ihrer Kultur ganz auf die Zahl Neun ausgerichtet, verwenden in allen möglichen Bereichen ein neuneckiges Design für ihre Technologie oder Gebrauchsgegenstände und so weiter.
Erscheinungsbild
Kinder
Die Loower sind eine eierlegende Spezies. Die Trennung von der Mutter erfolgt im Alter von vier Jahren, sobald die Jungen eine gewisse physische Unabhängigkeit erreicht haben. Die Entwicklung der Loower erfolgt nach der Trennung von der Mutter in neun Metamorphoseschritten.
Die drei so genannten Sprünge vom Dreier zum Vierer, vom Sechser zum Siebener und vom Neuner zum Erwachsenen sind mit besonders starken körperlichen Veränderungen verbunden. Aufgrund der großen Sprungschmerzen entwickeln die jungen Loower eine teilweise ungezügelte Aggressivität, zudem können sich die erwachsenen Loower nur nebelhaft an ihre Kindheit erinnern.
In den jüngsten Kinderphasen, den Einern, Zweiern und Dreiern, sind die Kinder noch flugfähig. Sie sind sehr zart gebaut, haben voll ausgeprägte Flughäute und im Gegensatz zu den Stielaugen der Erwachsenen so genannte Flachaugen.
Beim Sprung vom Dreier zum Vierer, der im Alter von 14 Jahren erfolgt, werden aus den Flachaugen der Jüngeren die Facettenaugen der Älteren. Die Flughäute bilden sich zurück, die Haut erhält fast die Festigkeit eines Exoskeletts. Vierer, Fünfer und Sechser zeichnen sich durch einen besonderen Lerneifer aus.
Beim Sprung vom Sechser zum Siebener kommt es zum Übergang in eine amphibische Lebensform. Siebener und Achter verfügen über Lungen und Kiemen, Achter haben eine Schuppenhaut und Flossen. In den oberen Hautschichten befinden sich Konverterzellen, über die ebenfalls Gase aufgenommen werden können. Sie können auch eine für erwachsene Loower giftige Atmosphäre atmen.
Der Körper der Loower ist in den Kinderphasen nicht in zwei Hälften geteilt. Erst beim Sprung von Neuner zum Erwachsenen entsteht der typische Doppelkörper der Loower.
Erwachsene Loower
Die 1,50 bis 1,60 m großen Loower haben einen untersetzt wirkenden Körper. Die Hautfarbe der Loower ist grau, die Haut wirkt lederartig und widerstandsfähig.
Der Körper wird in der Mitte der Vorderseite von einem sichtbaren Knorpelstrang, einem Pendant zum menschlichen Rückgrat, in zwei Hälften geteilt. Dieses Rückgrat lässt sich kaum beugen und krümmen. Stattdessen funktioniert es wie ein Scharnier, mit dem die Loower ihre Doppelkörper um einige Grade zusammenfalten können.
Am oberen Ende des Rückgrats, wo die beiden Körperhälften zusammenwachsen, hat sich anstelle eines Kopfes ein höckerartiger Wulst gebildet, in dem sich die Sinnesorgane befinden. Der Mund ist eine nässende Öffnung mit einem behaarten Schließmuskel im unteren Höckerbereich. Zum Sprechen dient eine Blase in der Öffnung, die im Rhythmus der Lautgebung zuckt und vibriert. Wenn der Ringmuskel zur Nahrungsaufnahme verwendet wird, verschwindet die Sprechblase. Die beiden Stielaugen befinden sich nebeneinander an der Höckerspitze. Sie können eingefahren werden, so dass nur noch zwei faltige Beulen zu sehen sind, aus denen die Augen nach oben blicken. In ausgefahrenem Zustand erlauben die beweglichen Stielaugen eine Rundumsicht von praktisch 360°.
An den seitlichen Enden gehen die nierenförmigen Doppelkörper in verkümmert wirkende Flughäute über. Die pergamentartigen, fledermausähnlichen Patagia werden durch ein Knochengerüst gehalten. Die Greifwerkzeuge an den Flügelspitzen haben nur eine Hilfsfunktionen. Die eigentlichen »Handlungsarme« sind zwei armlange Tentakel, die am oberen Flügelansatz herauswachsen und in je zwei feinnervigen Greiflappen enden. Sie sind besser zum Greifen und Hantieren geeignet als menschliche Finger. Die Beine wachsen an den unteren Enden auf jeder Seite des Doppelkörpers heraus, sind verhältnismäßig kurz und stämmig.
Bei ausgebreiteten Häuten sind Körperhöhe und -breite gleich. Sind die Flughäute so über der Brust gefaltet, dass die Greifarme darunter verschwinden, entspricht die Körperbreite eines Loowers etwa seiner halben Höhe.
Loower tragen keine Kleidung. Sie verwenden stattdessen neuneckige Haftplatten, die den Körper ganz oder teilweise bedecken und formvariabel sein können.
Kultur
Vor der Einkehr
In der Zeit ihrer Suche nach der Materiequelle sind die Loower ein nomadisierendes Volk, das zwar Stützpunkte auf zahlreichen Welten unterhält, jedoch auf keinem Planeten sesshaft ist. Ihre Identität als Volk wird durch das Tiefenbewusstsein und das hierdurch entstehende Verbundenheitsgefühl sichergestellt.
Obwohl die Loower nicht in Familienverbänden oder in Partnerschaften zusammenzuleben scheinen, sind ihnen Familienbezeichnungen nicht unbekannt. Einzelne Loower betrachten sich als zu einem Geschlecht oder einer Linie gehörig und können diese über zahlreiche Generationen hinweg zurückdatieren. Dies lässt darauf schließen, dass auch Aufzeichnungen über die Familiengeschichte existieren.
Tiefenbewusstsein / Entelechie
Die Loower besitzen ein doppeltes Bewusstsein. Das Ordinärbewusstsein entspricht der üblichen Intelligenz. Nur dieses Bewusstsein ist einem Telepathen zugänglich.
Das so genannte Sekundär- oder Tiefenbewusstsein ist die Quelle der besonderen Geisteshaltung und Weltanschauung der Loower, der so genannten Entelechie. Dieser Begriff der aristotelischen Philosophie, von griechischen en (in) und Telos (Ziel) und echein (haben), bedeutet sinngemäß: Was ein Ziel in sich selbst hat.
Mit diesem Tiefenbewusstsein prüft jeder Loower sein Leben, Denken und Handeln ständig dahin gehend, ob es dem Gesamtwohl des loowerischen Volkes dienlich ist, und korrigiert es dementsprechend. Aufgrund der Komplexität der Sinnzusammenhänge hinsichtlich der Geschichte und der Zukunft der Loower ist das entelechische Denken der Loower für andere kaum nachvollziehbar. Der gesamte Komplex der Entelechie wirkt auf andere geheimnisvoll und mystisch.
Nach der Einkehr
Mit dem Ende ihrer Suche nach der Materiequelle und mit Beginn der Sesshaftigkeit (der Einkehr) in der Sphärenstadt Schanha-Scha verlieren die Loower ihr ursprüngliches Tiefenbewusstsein. Viele Loower sind nicht mit der neuen Lebensweise ihres Volkes einverstanden und sehnen sich zurück nach ihrer Existenz als freie Raumfahrer.
In den Jahrhunderten nach der Einkehr wandelt sich die loowerische Gesellschaft grundlegend. Der Quellmeister ist zwar immer noch Oberhaupt des ganzen Volks, der gesellschaftliche Stand wird jedoch durch so genannte Nominationen ausgedrückt. Es gibt 99 dieser Ränge. Die neunundneunzigste Nomination ist der höchste Rang, nur ein einziger Loower kann ihn innehaben: der Quellmeister. Die folgende Nomination bezeichnet die neun Hohen Vordenker des Quellmeisters.
Die Nominationen 97 bis 2 entsprechen den unterschiedlichsten Tätigkeiten, abgestuft nach dem Ansehen, das die Loower wegen diesen Tätigkeiten genießen. Typisch für die niedrigeren Nominationen ist, dass es sich um einfache Tätigkeiten handelt, für die keine Ausbildung oder Spezialkenntnisse benötigt werden. Loower der niedrigsten Nomination haben die Aufgabe, Rückstände aus Recyclern zu entfernen. Die niedrigste Tätigkeit von allen ist die der Kinderwärter.
In diesem Rangsystem entscheiden die so genannten Meriten über die Stellung innerhalb der Hierarchie. Meriten werden wie Punkte gezählt. Bei Erfolgen werden Meriten gutgeschrieben, bei Misserfolgen oder bei Regelverstößen werden Meriten vom Punktekonto abgezogen. Auch negative Meritenstände sind möglich. (PAN-THAU-RA 2)
Neo-Entelechie, Zweidenker, Eindenker und Neundenker
Mithilfe von Baya Gheröl, Joker und der Monaden entwickelt ein Teil der Loower in den Jahrhunderten nach der Einkehr ein neues Tiefenbewusstsein. Diese Loower bezeichnen sich selbst als Zweidenker. Die Zweidenker können sich mithilfe von Baya Gheröl, die eine mentale Verschmelzung mit den Monaden eingegangen ist, ins Kollektivbewusstsein der Monaden »einschalten«. Es dient ihnen als »Trägerwelle« für ihr neues Tiefenbewusstsein. Mit dem neuen Tiefenbewusstsein entsteht auch eine neue Lebensphilosophie der Zweidenker, die Neo-Entelechie. Kilan-Gerp, der Anführer der Zweidenker, gibt sich selbst den Titel Neundenker, da er für sich in Anspruch nimmt, ein neunfaches Bewusstsein zu besitzen.
Loower ohne neues Tiefenbewusstsein werden als Eindenker bezeichnet. (PAN-THAU-RA 2)
Kindererziehung
Nach einer ersten Phase, die die Kinder mit ihrer Mutter verbringen und in der sie u.a. die loowerische Sprache erwerben, werden die Kinder im Alter von vier Jahren von der Mutter getrennt und als flugfähige Einer in den Kinderhort gebracht. Dabei werden sie in offenen Kokons transportiert, die die Nähe der Mutter simulieren sollen. Die Väter kümmern sich nach der Zeugung nicht mehr um ihre Nachkommen.
Ein Kinderhort ist eine abgeschirmte automatische Einrichtung mit 100 oder mehr Kindern, die nur duch einen Kinderwart und einige Helks überwacht wird. Kinderwarte stehen in der Gesellschaft der Loower auf der untersten sozialen Stufe.
Im Kinderhort werden die Kinder weitgehend sich selbst überlassen, bis sie als Neuner durch den letzten Sprung zum Erwachsenen werden. Dadurch soll es zu einer natürlichen Auslese kommen, bei der nur die stärksten und intelligentesten Jungen überleben.
Die Edukatoren, Lernmaschinen zum Wissenserwerb, werden hauptsächlich von den lernbegierigen Vierern benützt.
Aufgrund der Sprungschmerzen entwickeln die isolierten Kinder heftige Aggressionen. Es kommt zu vielen Unfällen und Todesfällen. Kinderwarte wagen sich daher nur gepanzert und unter dem Schutz ihrer Helks in die Kinderhorte.
Karn-Tergs Hort
Der nach einem Mord zum Tode verurteilte Pilot Karn-Terg wird begnadigt und in einen Kinderhort auf Alkyra II verbannt. Dort entwickelt er eine persönliche Beziehung zu einem Mädchen in der Altersgruppe der Einer. Nach ihrem Tod durch einen der Neuner beginnt er den Hort zu reformieren.
Durch das Erzählen von Geschichten kann er eine Beziehung zu den Kindern aufbauen und den Hort befrieden. Durch eine Verbesserung der Sprungkammern werden die Metamorphoseschmerzen und die damit verbundenen Aggressionen reduziert. Dies reduziert auch die Amnesien.
Aufgrund der minimalen Todesfälle und der gezielten Schulung in diesem Hort schicken immer mehr einflussreiche Mütter ihre eigenen Kinder in Karn-Tergs Hort. Dadurch wächst dieser auf mehr als 10.000 Kinder an. Um eine so große Anzahl von Kindern betreuen zu können, setzt Karn-Terg ältere Kinder als Helfer ein. (PAN-THAU-RA 2)
Geschichte
Augendiebe
Die Loower erbauen zusammen mit anderen Völkern einen Schwarm. Da sie fürchten, aufgrund von Manipulationen der Kosmokraten nach Erledigung dieser Aufgabe zu degenerieren und in die Bedeutungslosigkeit zurückzufallen, trachten sie danach, durch eine Materiequelle in den Lebensbereich der Kosmokraten vorzudringen.
Aus diesem Grunde stehlen sie vor etwa 18.000.000 Jahren dem Kosmokratenroboter Laire das Auge, das es ihm erlaubte, den Bereich hinter den Materiequellen zu erreichen. Da sie bald feststellen, dass das Auge ihnen nur bei einer bestimmten Materiequelle den Durchgang erlauben würde, verstecken sie es auf der Erde. Die Suche nach der richtigen Materiequelle wird zum Lebensinhalt des gesamten loowerischen Volkes.
Die Loower überwachen das Auge aus der Ferne. Der Behälter des Auges strahlte dazu vermutlich alle 226.000 Jahre einen Impuls aus. Aus Tarnungsgründen verzichten die Loower auf Siedlungswelten und bauen ihre Stützpunkte bei ihrer Suche nach der richtigen Materiequelle als halb in Trümmern liegende Neunturmanlagen. Sie entwickeln das Tiefenbewusstsein, um ihre Pläne unbeobachtet verfolgen zu können. (PR 900)
Kontakt mit den Terranern
Alaska Saedelaere gelangt 3442 auf Red Question Mark II, eine winterliche Welt, auf der er von einem loowerähnlichen Volk mit einfacher Technik gefangen genommen wird. Der Transfer erfolgt anscheinend über einen zeitbrunnenartigen Zugang über die Brücke in die Unendlichkeit.
In Erwartung des nächsten Impulses von Laires Auge siedeln sich 5 Generationen vorher einige Loower bei der Neunturmanlage auf der marsgroßen Ödwelt Alkyra II an, die 72.300 Lichtjahre von Sol entfernt im Halo der Milchstraße liegt. Von dort aus überwachen sie Laires Auge. Sie unterwerfen sich zur Tarnung der Duade. Dieses amöbenartige Wesen kann andere Lebewesen telepathisch beherrschen und ist durch die Ausstrahlungen der Neunturmanlage intelligent geworden. Durch die Versetzung Terras in den Mahlstrom der Sterne bleibt der erwartete Impuls zunächst aus.
Als der Impuls von Laires Auge 3586 verspätet und verändert eintrifft, starten die Loower Jarkus-Telft und Gnogger-Zam mit dem Saqueth-Kmh-Helk, um die Geschehnisse zu klären. Die Situation spitzt sich zu, weil ein Mutant namens Boyt Margor das Auge mittlerweile gefunden hat und es für seine Zwecke missbraucht.
Eine 18.000 Einheiten umfassende Flotte der Loower materialisiert 3586 unter der Leitung des Türmers Hergo-Zovran im Solsystem. Die Loower haben als ehemaliges Dienervolk der Kosmokraten eine sehr hoch entwickelte Technik, der die Terraner nichts entgegen zu setzen haben. Allerdings sind die Loower nicht auf Krieg aus. Die Loower besetzen den Mars und bauen dort eine Neunturmanlage auf. (PR 878, PR 879, PR 891, PR 892)
Pankha-Skrin, der Quellmeister
3586 identifiziert der Quellmeister Pankha-Skrin die Materiequelle Gourdel in der Galaxie Erranternohre als die gesuchte Materiequelle. Der Quellmeister schickt die GONDERVOLD, unter Kommandant Burnetto-Kup, mit seinem Helk Nistor zum Versteck des Auges.
Pankha-Skrin wird von den Zaphooren in die Kosmische Burg des Mächtigen Murcon entführt. Pankha-Skrin wollte ohnehin in diese Burg gelangen, um dort einen der sieben Schlüssel für Laires Auge zu holen. Dort trifft er auf die Besatzung der BASIS, die unter Leitung von Perry Rhodan ebenfalls auf der Suche nach den sieben Schlüsseln ist. Auf getrenntem Wege gelangen die BASIS und der Quellmeister zur Kosmischen Burg Lorvorcs. Nach den dortigen Geschehnissen wechselt Pankha-Skrin mit auf die BASIS und begegnet dort Laire, der ihm zunächst feindlich gegenübertritt. Beide schließen jedoch einen Waffenstillstand.
Als Pankha-Skrins Helk Nistor mit Laires Auge in Erranternohre eintrifft, kommt es erneut zum Streit zwischen dem Quellmeister und Laire. Laire übergibt das komplettierte Auge an Perry Rhodan, nachdem er Pankha-Skrin in einem Psychoduell besiegt hat. (PR 903, PR 904, PR 959)
Das Ende der Suche
Im Jahr 3587 dringt der Quellmeister Pankha-Skrin mit Laire in das Vorfeld der Materiequelle ein. Dort treten die Kosmokraten über das Skri-marton des Quellmeisters mit ihm in Verbindung und überzeugen ihn, dass die Angst seines Volkes vor den Kosmokraten unbegründet ist. Da die Suche nach der Materiequelle beendet ist, verlieren die Loower ihr Tiefenbewusstsein. Manche Loower glauben allerdings, dass das Tiefenbewusstsein ihnen von den Kosmokraten geraubt wurde.
Der Planet Alkyra II, von dem aus die Loower schon seit längerer Zeit Laires Auge auf Terra überwacht hatten und wo eine Neunturmanlage errichtet worden war, soll zur neuen Heimat der Loower werden. Dort sammeln sich die Loower aus dem ganzen Universum. Millionen von loowerischen Raumschiffen sammeln sich über dem Planeten, werden teilweise demontiert und zusammengekoppelt, bis innerhalb von rund 70 Jahren eine Kugelschale rund um Alkyra II entsteht. Diese gigantische Stadt namens Schanha-Scha wird zur Heimat des gesamten Volks der Loower.
In den folgenden Jahren kommt es zu einer Spaltung des loowerischen Volkes. Hierfür sind nicht zuletzt die neuen Erziehungs- und Betreuungsmethoden des Kinderwartes Karn-Terg verantwortlich. Die Gruppen der Eindenker und der Zweidenker entstehen und verfolgen unterschiedliche Ziele. Während die Eindenker mit dem Zustand der Sesshaftigkeit zufrieden sind, wollen die Zweidenker den Weltraum wieder als Nomaden durchziehen. Einige Loower verdingen sich als Söldner, andere werden vordergründig als Missionare für die Neo-Entelechie tätig. Sie errichten auf über 700 Welten im Einflussbereich der LFT Missionsstationen für die Neo-Entelechie, in der Interessierte aus allen Völkern diese Denkweise als spirituellen Weg erlernen können. Die ersten Missionsstationen werden sehr wahrscheinlich bereits während der Zeit der Monos-Diktatur gegründet. Eine solche Mission befindet sich auch auf Terra. (PR 978, PAN-THAU-RA 2)
Angriff auf die PAN-THAU-RA
Als die Kosmokraten die Hyperimpedanz erhöhen, was katastrophale Folgen für Schanha-Scha hat, betrachten die Zweidenker dies als direkten Angriff und wollen zurückschlagen. Mithilfe der Monaden entdecken sie das Versteck der PAN-THAU-RA und erkennen, dass es infolge der Hyperimpedanz-Erhöhung zu einer Lockerung der »Anker« gekommen ist, die das Sporenschiff zwischen den Dimensionen halten. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Eindenkern lösen sich immer mehr Raumschiffe aus Schanha-Scha. Die Zweidenker unter der Führung von Kilan-Gerp wollen die PAN-THAU-RA erobern, in den Normalraum versetzen und dann mit ihr als Waffe hinter die Materiequellen vordringen, um die Kosmokraten anzugreifen. Die Eindenker, angeführt von Hisk-Mekang, folgen ihren Artgenossen mit weiteren Schiffen, bis die Sphärenstadt nicht mehr existiert.
Millionen Loower und Helks führen ab 1337 NGZ einen Angriff gegen die PAN-THAU-RA. Die Kampftruppen arbeiten sich im Inneren des Sporenschiffs zu den Zentralen vor und öffnen dabei alle erreichbaren Sektoren zum Vakuum, um die in der PAN-THAU-RA lebenden Biophore-Wesen zu vernichten. Auf die Tatsache, dass dort auch intelligente Wesen leben, nehmen die Loower keine Rücksicht.
Die meisten Schiffe steuern jedoch die angeblichen Neo-entelechetischen Missionen an, denn diese sind nur Tarnung für darunter verborgene Transferstationen, mit deren Hilfe das Sporenschiff in den Normalraum versetzt werden soll. (PAN-THAU-RA 1 ff.)
Bruderkrieg der Loower
Im April 1341 NGZ erscheinen Flotten, die aus Millionen loowerischer Schiffe bestehen, in der Milchstraße und fallen mit beispielloser Grausamkeit übereinander her. Die Flotten sind in zwei Gruppen unterteilt: Die Zweidenker versuchen, zu den Planeten vorzudringen, auf denen sich Missionen der Neo-Entelechie und somit auch Transferstationen befinden. Die Eindenker versuchen das zu verhindern. Erreicht eine Loowerflotte einen Missionsplaneten, so nimmt sie Anlagen unter der Station in Betrieb und hüllt dadurch den gesamten Planeten in einen undurchdringlichen Energieschirm.
Da beide Loowerflotten nur mit sich selbst beschäftigt sind, bei ihren Kämpfen allerdings auch die Vernichtung ganzer Welten in Kauf nehmen, führen die Terraner zunächst keine Angriffe gegen sie. Als die Heimatflotte der Oxtorner einen unautorisierten Angriff auf zwei sich bekämpfende Loowerflotten fliegt, gehen diese gemeinsam gegen den neuen Feind vor. Praktisch die gesamte Flotte der Oxtorner wird aufgerieben, Perry Rhodan gilt seitdem als verschollen. Reginald Bull befiehlt die Evakuierung aller Welten, auf denen sich Missionen der Neo-Entelechie befinden, sobald diese in Gefahr geraten.
Die Kämpfe erreichen einen neuen Höhepunkt, als es Kilan-Gerps Loowern tatsächlich gelingt, die PAN-THAU-RA in der Nähe des LFT-Planeten Taura in den Normalraum zurückstürzen zu lassen. Die verbliebenen Loowerflotten beider Parteien werden in diesem Gebiet zusammengezogen und kämpfen weiter gegeneinander. Im Inneren des Sporenschiffs kommt es zur Konfrontation der Brüder Kilan-Gerp und Hisk-Mekang. Letzterer droht mit der Vernichtung Tauras, sollte Perry Rhodan sich weigern, die Selbstzerstörung der PAN-THAU-RA auszulösen.
Baya Gheröl, Joker und die Monaden bereinigen die Situation, indem sie mit Guckys Hilfe eine psionische Schockwelle ausstrahlen, durch die alle Loower miteinander versöhnt werden. Kilan-Gerp gibt seine Pläne auf. Es war schon immer Baya Gheröls Plan, auf diese Weise mit den Monaden in das Geschehen einzugreifen. Jetzt soll die PAN-THAU-RA zur neuen Heimat für sie und die Plasmawesen werden. Die Loower transportieren bereitwillig alle Monaden auf das Sporenschiff und ziehen ab, um Schanha-Scha neu zu errichten.
Durch die endgültige Inbesitznahme der PAN-THAU-RA wird ein Selbstvernichtungsmechanismus in Joker aktiviert, der das gesamte Sporenschiff vernichtet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich keine Loower mehr an Bord. (PAN-THAU-RA 2 f.)
Technik
Die Loower beherrschen die Technik der Hyperfeldzapfung zur Energiegewinnung.
Die Waffen der Loower beruhen auf 5-D-Basis. Eine der loowerischen Waffen ähnelt der Transformkanone.
Nach der Erhöhung der Hyperimpedanz nutzen die Loower eine Energieform, die aus einem fremden Universum stammt, welches auch die Heimat der Monaden war. Da diese Energieform von der Hyperimpedanz-Erhöhung kaum beeinträchtigt wird, sind ihre Raumschiffe jeder Einheit der anderen galaktischen Völker weit überlegen. Über die Weiterentwicklung der loowerischen Technologie nach dem Verschwinden der Monaden ist nichts bekannt.
Transmiterm-Rotator
Als Antrieb dient der Transmiterm-Rotator, mit dem man bei großen Raumschiffen eine Transition von maximal 5213 Lichtjahren ohne Entstofflichung erreicht. Ein Pulsationsverfahren sorgt für einen nahtlosen Übergang in die nächste Transition, die von der Besatzung nicht wahrgenommen werden kann. Loowerische Einheiten können mit dieser Antriebstechnik Sprünge durch den Hyperraum praktisch »aus dem Stand« durchführen.
Die 5-D-Energien des Zapfers werden ohne Umwandlung in ein Transmitterfeld geleitet. Der Transmiterm-Rotator erzeugt dann einen Strukturriss-Einlasssektor, der mit Nullfeld-Überschussabstrakten angereichert wird.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist der geringe Raumbedarf des Antriebs, der den Einbau auch in kleinere Einheiten, selbst in Einzelelementen von Helks, möglich macht. (PR 879)
Helks
Die meisten Loower haben einen persönlichen Roboter, der als Helk bezeichnet wird. Ein Helk besteht in der Regel aus mehreren Modulen, die sich in verschiedenen Konfigurationen zusammensetzen können.
Ein berühmter Helk, ein Höhepunkt der Technik der Loower, ist der Saqueth-Kmh-Helk, mit dem die Loower auf der Suche nach Laires Auge ins Solsystem vordringen.
Nistor, der Helk des Quellmeisters Pankha-Skrin, kann selbst intergalaktische Entfernungen zurücklegen. Er ist walzenförmig mit 16,8 m Länge und 6,4 m Durchmesser. Er besteht aus neun Elementen, von denen drei bewaffnet sind. Jedes der neun Elemente besitzt einen eigenen Hyperfeldzapfer und einen Transmiterm-Rotator mit einer Transitionssprungweite von 263 Lichtjahren. (PAN-THAU-RA 1, PR 878 ff., PR 903)
Raumschiffe
Loowerische Raumschiffe haben die Form eines Kegels. Das Verhältnis zwischen Höhe und Heckdurchmesser stieg im Laufe der Geschichte von 2,8:1 auf 4:1. Moderne loowerische Großraumschiffe erreichen bei einem Heckdurchmesser von 200 Metern eine Höhe von 800 Metern.
Die Einheiten der loowerischen Flotten, die im April 1341 NGZ in der Milchstraße erscheinen, sind keilförmig und bis zu einem Kilometer lang. Sie ähneln den Fragmentraumern der Posbis und wirken aufgrund ihrer chaotischen Oberflächenstruktur beinahe wie Wracks. Sie werden deshalb auch als »Trümmerschiffe« bezeichnet. (PAN-THAU-RA 1)
Risszeichnung in PR 923 (Raumschiff der Loower)
Neunturmanlagen
Diese aus neun Türmen bestehenden Anlagen werden stets in der typischen Bauweise der Loower errichtet, die dem ganzen Bauwerk den Anschein gibt, es würde sich um eine in Trümmern liegende Ruine handeln. Tatsächlich sind sie über lange Zeiträume hinweg voll funktionsfähig, der Trümmercharakter soll darüber hinwegtäuschen. Die Neunturmanlagen wurden nach den Grundsätzen der Entelechie konzipiert und sind auch ein Symbol für die Suche der Loower nach der Materiequelle, die neun Auslässe haben soll.
Die Neunturmanlagen strahlen sechsdimensionale Signale ab. Dabei sammeln drei Türme jeder Neunturmanlage die 5-D-Energie nahegelegener Sonnen auf, und strahlen sie, in sechsdimensionale Impulse umgewandelt, wieder ab.
Jede Neunturmanlage wird von einem so genannten Türmer geleitet. (PR 815, PR 890)





