Vulgata
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Vulgata ist eine Siedlung, die im Jahr 440 NGZ von einer religiösen Splittergruppe, die von Terra geflohen ist, auf Vanderbeyten gegründet wurde. Diese Kolonie wünscht keinen Kontakt zur Außenwelt. Ihre Bewohner nennen sich Vulgater.
- Anmerkung: Die Siedlung wurde wohl nach der Vulgata, der allgemein verbreiteten lateinischen Bibelfassung, die die älteren lateinischen Übersetzungen der Bibel abgelöst hat, benannt.
[Bearbeiten] Übersicht
Vulgata ist eine Kleinstadt mit etwa 10.000 Einwohnern. Alle Häuser bzw. Familien sind nach Büchern der Bibel benannt. Die Häuser des Alten Testaments und die des Neuen Testaments sind durch den so genannten Testamentswall getrennt. Zum Schutz vor Raubspinnen ist die Siedlung von einem Wall und einem Wassergraben umgeben.
Vulgata wird vom Patriarchen regiert, der im Haus Offenbarung lebt, sein Wort sowie die 520 Gebote sind Gesetz. Verstöße gegen das Gesetz werden mit Stockhieben oder mit dem Tod bestraft.
Die Bewohner von Vulgata benutzen keine technischen Geräte, diese sind im Haus Genesis eingesperrt und werden von einem Diener des Patriarchen streng bewacht. Die Siedler betreiben mit einfachsten Mitteln Ackerbau (Getreide) und die Zucht von Ziegen, weiterhin dienen Zirnen und Fische als Zubrot. Nur der Patriarch hat Kenntnis von der High-Tech, die er unter Verschluss hält. Er verwendet einen kleinen Desintegrator, um sich den Anschein magischer Kräfte zu geben.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 440 NGZ flieht eine religiöse Splittergruppe, die sich nicht an das Leben auf Terra anpassen will, nach Vanderbeyten und gründet dort die Siedlung Vulgata. Perry Rhodan lässt die Siedler ziehen. Die Siedler entscheiden sich für eine einfache Lebensweise und sperren alle technischen Geräte im Haus Genesis ein. Weiterhin wird die Bibel in diesem Haus versteckt und eingesperrt, so dass die Namen der Häuser sowie die Unterteilung der Siedlung in Altes und Neues Testament die einzigen Erinnerungen an die Bibel bleiben. Es ist nicht bekannt, ob die 520 Gebote bereits vom ersten Patriarchen geschaffen wurden, oder ob sie im Lauf der Jahrhunderte entstanden sind.
In Abständen von mehreren Jahrzehnten versucht die LFT, mit den Siedlern Kontakt und Handelsbeziehungen aufzunehmen, wird jedoch immer wieder vom Patriarchen zurückgewiesen. Jeder Aufruhr, der jeweils nach den Besuchen der LFT entsteht, wird vom Patriarchen brutal niedergeschlagen.
Im Jahr 1338 NGZ gelingt es Arrick, den Besuch der LFT beim Patriarchen zu belauschen, er wird jedoch letztlich ertappt und vom Patriarchen gezwungen, diesem die Aufrührer ans Messer zu liefern. Arrick widersetzt sich diesem Zwang, dringt in der Nacht ins Haus Genesis ein, und stiehlt mehrere technische Geräte sowie die Bibel, die in einem als Funkgerät getarnten Gehäuse versteckt war. Anschließend flieht er aus Vulgata und gründet wenig später zusammen mit anderen Gleichgesinnten auf einem Felsplateau die Siedlung der Ausgestoßenen.
Im Jahr 1344 NGZ landet eine Gruppe Galchinen in der Nähe der Siedlung der Ausgestoßenen und bittet um Asyl. Arrick kann die Bewohner von Vulgata in letzter Minute, bevor die Schergen der Terminalen Kolonne landen, überzeugen, den Galchinen Asyl zu gewähren und diese zu verstecken. Die Orter der Schergen werden dadurch getäuscht, dass sich in unmittelbarer Nähe jedes Galchinen ein Mensch befindet. Dieser Trick gelingt, allerdings zerstören die Schergen der Kolonne sämtliche technischen Geräte der Siedler.
Nach dem Abzug bleibt die Beziehung zwischen beiden Völkern angespannt. Die Galchinen beginnen mit der Errichtung einer Eisenhütte. Sie soll der Produktion von Arbeitsgeräten dienen, aber die Führer der Schmelze planen die Unterwerfung der Menschen mit geschmiedeten Waffen. Es kommt zu Kämpfen, in deren Verlauf viele Siedler und die meisten Galchinen den Tod erleiden. In dieser dunklen Stunde gelingt es Arrick, die Kampfhandlungen zu beenden und die Galchinen zu einem drastischen Lebenswandel im Dienst eines höheren Ideals zu verpflichten.

