Vurguzz
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Vurguzz ist ein alkoholisches Getränk.
Hergestellt wird er als alkoholischer Extrakt der Vurga-Frucht, die nur auf dem Planeten Vurga gedeiht. Er ist grün, und äußerst hochprozentig (»160% Alkohol, davon 60% im Hyperraum«).
Außerdem muss man anmerken, dass Vurguzz das Lieblingsgetränk vieler PR-Protagonisten ist. Es kursieren Gerüchte, dass der Konsument bei entsprechendem Genuss Gegenstände in dreifacher Ausfertigung bewundern konnte, und das ganz ohne Multiduplikator. Der Vorstandsvorsitzende des Regy Bullna Verlages verweigerte hierzu allerdings jeden Kommentar.
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Geschichte
Der Planet Vurga wurde von einem Schiff der Explorerflotte (EX-313) entdeckt, das dort abstürzte. Frank Sattros und Helen Mertens, zwei Besatzungsmitglieder des Schiffes, überleben den Absturz und entdecken die heilende Kraft der Vurga-Beeren. Da man kein Medikament daraus herstellen kann, verarbeitet man sie zu wohlschmeckendem Likör. Der Name »Vurguzz« stammt angeblich von Gucky; in der Ilt-Terminologie bedeutet »Uzz« soviel wie Himmelstränen.
- Anmerkung: Da Vurguzz bereits im 9. Jahrtausend v. Chr. im Großen Imperium bekannt und beliebt war, ist der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte jedoch zweifelhaft (Atlan 164:S.62). Vermutlich handelt es sich um ein zum Zweck der Verkaufsförderung erdachtes Märchen der PR-Abteilung der Vurguzz Company.
Im Jahr 2435 liegt das Herstellungsmonopol immer noch in Händen der Familie Sattros. (PR-TB 412)
Vurga-Frucht
Die Vurga-Frucht, auch Vurga-Beere genannt, ist eine faustgroße, Kiwi-ähnliche Frucht, die nur auf dem Planeten Vurga wächst. Ihr werden lebensverlängernde Fähigkeiten nachgesagt.
Reale Welt
In Fandomkreisen hält sich, wie es auch das Fan-Lexikon des SFCD von Jürgen Marzi (Jürgen Marzi: Das Fan-Lexikon des SFCD, Science Fiction Club Deutschland e.V., 1. Auflage, 1991) beweist, hartnäckig das Gerücht, der Erfinder des „literarischen“ Vurguzz sei der NASA-Pressesprecher und SF-Autor Jesco von Puttkamer gewesen, der das Getränk für einen seiner Romane erfand. Dafür kämen lediglich zwei in Frage, wie Wolfgang Thadewald in „Die Geschichte des Vurguzz“ (Wolfgang Thadewald: Die Geschichte des Vurguzz, SFGH-Chroniken Nr. 181, Science Fiction Gruppe Hannover, Dezember 1997) auch schlüssig nachweist: „Der Unheimliche vom anderen Stern“ (1957) und „Galaxis ahoi!“ (1959) beide im Dörner-Verlag, Düsseldorf, als Leihbücher erschienen. Spätere Romane können für genauere Recherchen außer acht gelassen werden, da nur diese vor der tatsächlichen Herstellung des Getränks erschienen sind. Leider konnte ich beide Werke trotz intensiver Suche bisher nicht für meine Sammlung erwerben, um dies nachprüfen zu können. Es gibt aber auch eine weitere Spur, auf die auch Wolfgang Thadewald (s.o) hinweist. In MUNICH ROUND UP, Nr. 8 vom Juni 1959, dem satirischen Mitteilungsblatt der SF-Gruppe München, veröffentlichte der MRU-Redakteur Waldemar Kumming eine „Anzeigenseite“, in der nach seiner Aussage erstmals der Begriff VURGUZZ erwähnt wird. „VURGUZZ-Verschnitt, das Getränk, das garantiert jeden umhaut, 250 Vol.%“ Im Zuge eines Briefwechsels mit Willi Diwo seit Anfang 1996 erwähnte Kumming dazu folgendes : „Die Sache mit Vurguzz fing eigentlich auch in MRU an. Dazu muß ich vorausschicken, daß MRU im Gegensatz zu allen anderen damals erscheinenden Fanzines nicht tiefernst war. Unter anderem erfand ich damals den Planeten Monstros und weil das für irgendeine Story notwendig war, das Getränk VURGUZZ, das 250 % Alkoholgehalt aufweisen sollte (die über 100 % hinausgehenden Prozente waren im Hyperraum).“ Dies ließ nun Franz Ettl keine Ruhe, bis er ein Gesöff zusammengebraut hatte, das neben etwa 80% Alkoholgehalt auch noch einen Wirkungsbeschleuniger in sich hatte, sodaß Fans nach Genuß größerer Mengen sehr schnell besoffen wurden; die Wirkung hielt allerdings nicht lange an. Was dieser Zusatz war, kann ich leider nicht mehr feststellen, da Franz Ettl schon bereits vor vielen Jahren gestorben ist. Auf vielen Cons der damaligen Zeit wurde VURGUZZ ausgeschenkt und da auch einige PR-Autoren auf diesen Cons waren, kam er wohl auf diesem Weg auch in PR-Hefte. Sehr viel später wurde auch von einem Getränkehersteller in Übersee (am Chiemsee) VURGUZZ verkauft. Er war aber lange nicht so stark wie das Original; ob er den Beschleuniger enthielt, weiß ich nicht. Auch ist mir nicht bekannt, ob der Hersteller noch besteht und ob er noch VURGUZZ herstellt.“ Die ersten, mit WK (=Waldemar Kumming) signierten Stories folgten denn auch bereits in den MRU-Ausgaben 9 und 10. Somit dürfte der literarische Erfinder des Vurguzz feststehen. Der Erfinder des realen (nach der obigen Schilderung aber hart an der Grenze des Genießbaren) Vurguzz aber war Franz Ettl, der den nach Pfefferminze schmeckenden Schnaps Mitte August 1960 aus neun verschiedenen Schnäpsen seiner Hausbar kreierte. Bei der Mixtur der ersten Flasche war auch der bereits genannte Wolfgang Thadewald zugegen, der das Etikett dieser Flasche gemalt hatte.
Eine mögliche Inspiration für Vurguzz könnte der italienische Kräuterlikör »Centerba72« sein, der nicht nur eine grünliche Färbung sondern auch stolze 70 Umdrehungen aufweist.
Mitte der 1990er Jahre gab es Vurguzz unter der Bezeichnung »Vurguzz medium« als Likör in Flaschen zu 0.5 l oder 20 * 0,02 l zu kaufen, siehe auch: Weblinks.
Quellen
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