Sigurd
Sigurd war der vierte und damit jüngste Sohn Odins. Er lebte in seinem Lichtheim an der Straße der Mächtigen zwischen Donkmoon und Aghmonth auf dem Weltenfragment Pthor. Er hatte einen Sohn namens Bördo.
- Mythologischer Hintergrund: Sigurd ist der Hauptheld der nach ihm benannten nordischen Sage und entspricht zum Teil dem deutschen Siegfried.
Erscheinungsbild
Er war ein großer schlanker Mann von circa 190 cm Größe, hatte einen muskulösen und athletischen Körper. Sein rotblondes Haar trug er meist halblang. Seine großen blauen Augen und sein jugendlicher Gesichtsausdruck - er wirkte wie ein etwa 25jähriger Pthorer - betonten seinen positiv eingestellten Charakter. Wie alle Odinskinder war er beim Auftauchen Pthors auf Terra vermutlich etwa 50 Millionen Jahre alt und relativ unsterblich.
Sigurd war nur selten in einer Rüstung zu sehen. Meist kleidete er sich in einfache zweckdienliche Leinengewänder. Im Kampf trug er einen weit ausladenden Flügelhelm. Seine bevorzugte Waffe war die Garpa, eine Kombination zwischen Schwert und Hellebarde.
Charakterisierung
Er war von fröhlicher, positiver Natur und strahlte eine Art freundliche Aufgeschlossenheit aus. Es heißt, dass er einst der Lieblingssohn Odins war. Er lebte nicht ganz so abgeschieden wie seine Geschwister; immer wieder zog es ihn zu den anderen Stämmen und Völkern auf Pthor.
Manchmal hatte er einen Hang zu derben Scherzen, der bei seinen Brüdern nicht immer auf Gegenliebe stieß.
Aufgabe auf Pthor
Seine eigentliche Aufgabe war es, die Straße der Mächtigen im Bereich zwischen Donkmoon und Aghmonth zu bewachen. Doch das war vermutlich nur ein »Schreibtisch-Job«, damit er nicht auf aufrührerische Gedanken kam. Denn zwischen den Odinssöhnen und den Herren der FESTUNG herrschte seit Jahrmillionen eine Art »bewaffneter Friede«.
Geschichte
Über seine Kindheit und frühen Jahre ist nichts bekannt, auch nicht, welche Rolle er während der Zeit einnahm, in der Pthor blühende Kulturen auf anderen Planeten zerstörte. Jedenfalls galt der jüngste Spross Odins als dessen Lieblingssohn.
Um das Jahr 2640 kam sein Sohn Bördo zur Welt, den er mit einer Valjarin zeugte. Offenbar dachte er, dass er nicht der richtige sei, um ein Kind groß zu ziehen, denn diese Aufgabe überließ er (nach dem mutmaßlichen Tod seiner Partnerin) dem Großvater des Jungen. Nämlich Kruden, dem einzigen Valjaren, der je das Goldene Vlies gesehen hatte und lebend die Dunkle Region verlassen konnte. Warum Bördo der Meinung war, das Goldene Vlies sei sein Erbe, ist unbekannt. Es befand sich nämlich davor niemals im Besitz von Sigurd.
Ragnarök
Im Jahre 2648 bemerkte Sigurd immer mehr Zeichen dafür, dass entscheidende Dinge auf Pthor bevorstanden. Darum schickte er Hugin und Munin aus, die seinen Brüdern die Botschaft überbrachten, dass Ragnarök unmittelbar bevor stünde und die Odinssöhne zusammenkommen sollten. Während er auf Heimdall, Honir und Balduur wartete, begann die Straße der Mächtigen zu vibrieren. Als er nach dem Rechten sah, entdeckte er eine wunderhübsche Frau, die auf ihn zukam. Es war Fongerreilson, die aus der FESTUNG geflohen war; er verliebte sich augenblicklich in sie und nahm sie bei sich im Lichthaus auf. Doch schon kurz darauf machte ihn Ratatöskr darauf aufmerksam, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Er entdeckte sie schließlich im Badezimmer, als sie mit einem aus ihrem Oberschenkel entnommenen Funkgerät mit unbekannten Auftraggebern sprechen wollte - Fongerreilson war also eine Androidin. Geblendet vor Zorn und Enttäuschung verstieß er sie aus seinem Haus. Doch bereits wenige Stunden später kam sie zurück - in Begleitung seiner Brüder Heimdall und Balduur (der vermeintliche Bruder Honir gab sich beim Wiedersehen sofort als seine bisher unbekannte Schwester Thalia zu erkennen). Er verzieh ihr, da sie ihn nur aufgrund einer Konditionierung ausspioniert hatte, und feierte mit ihr und seinen Geschwistern das Wiedersehen.
Am nächsten Tag beschworen sie unter Verwendung des Leuchters des Odin ihren verstorbenen Vater herbei, der ihnen prophezeite, dass ein Machtwechsel auf Pthor unmittelbar bevor stünde. Doch nicht die Odinssöhne würden danach über das Weltenfragment herrschen. Nach der Beschwörung waren Sigurd und seine Brüder so geschwächt, dass sie lange Zeit ihre Betten nicht verlassen konnten. Thalia, die der Zeremonie nicht beiwohnen konnte, da Odin sie immer noch ablehnte, sowie Fongerreilson kümmerten sich um sie. Doch während dieser Zeit griff Gruck, das vermeintlich zahme Monster aus den Horden der Nacht, das Lichthaus an. Dabei kam Fongerreilson ums Leben. Als Sigurd wieder bei Kräften war, steigerte sich seine Ablehnung gegenüber den Herren der FESTUNG zu loderndem Hass. Gemeinsam mit seinen Geschwistern zog er gegen die FESTUNG.
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Herrschaft über Pthor
ToDo: A 332 bis A 355
Odins Rückkehr
ToDo: A 356 bis A 372