SERUN

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SERUN ist die Bezeichnung für einen Schutzanzug.

Auch wenn es sich bei dem Wort SERUN um eine Abkürzung aus der terranischen Sprache Englisch handelt - Semi-Reconstituent-and-Recycling-Unit - ist das Prinzip doch bei allen bedeutenden galaktischen Völkern bekannt und im Gebrauch.

Inhaltsverzeichnis

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Heft: PR 1563
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Funktionsweise

»... Von einem ‘semi-’ kann eigentlich nicht mehr die Rede sein. Aber SERUN hört sich besser an als vielleicht ‘Full-size-recycling-unit FUSRUN’ ...« (Rasta-al-Hammadi, Constructiondirector von Lund & Madison, 1288 NGZ)

Tatsächlich ist es so, dass eine SERUN-Einheit über 92% der vom Träger wieder ausgeschiedenen Stoffe in seinem Lebenserhaltungssystem (LES) wieder verwenden kann. Die dabei hervorragenden Bereiche sind die Versorgung mit Trinkwasser und frischem Sauerstoff. Nahrungskonzentrate werden dem Träger je nach Ausführung in fester Form (Suspensor im Helm) oder intravenös verabreicht und sind nur bedingt wiederaufbereitbar. Die medizinische Versorgung wird durch das Cybermed genannte System sichergestellt. Hierbei handelt es sich um ein selbstregelndes, programmierbares Gerät, das einen großen Vorrat an Pharmaka zur Behandlung von physischen und seelischen Wunden bereithält. Im extremen Notfall kann der Träger in einen komatösen Tiefschlaf versetzt werden, bis medizinische Hilfe verfügbar ist.

Im Rückenteil liegen Energieversorgung (langlaufende Kernzerfallsbatterie / 50 Kilowatt für 18.000 Stunden), Flugaggregat mit Antigrav (so genanntem Gravo-Pak mit polarisiertem Antigrav zur Fortbewegung) sowie Schutzschirmsysteme (Paratron/HÜ-Schirm, Deflektor) und die größeren Versorgungsaggregate und Speicher, besonders das Cybermed. Zu den weiteren Fähigkeiten dieses Anzugsystems gehören zum Beispiel Selbstabdichtung bei Hüllenlecks und ausfahrbare Sondententakel. Zudem ist ein SERUN auch ohne Schutzschirmsysteme in der Lage Temperaturen von 1200 Grad Celsius, und kurzfristig auch darüber hinaus, zu widerstehen. (PR 2674, S. 31) Bis zum Hyperimpedanzschock wurden die meisten SERUN-Ausführungen von einer mikrominiaturisierten Syntronik, dem so genannten Pikosyn, gesteuert.

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Modell 330-10 Warrior III
Heft: PR 2400
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Dank der chromatovariablen Außenbeschichtung entsteht ein Chamäleoneffekt, der den SERUN fast unsichtbar werden lässt. (PR 2602, S. 32)

Bei modernen SERUNS wird das Holster für zum Beispiel den Kombistrahler durch eine Träger-Signatur-Sicherung geschützt. (PR 2600, S. 18)

Zusammenfassend stellt der SERUN eine komplett geschlossene Ökosphäre dar, die von äußeren Einflüssen völlig unabhängig über lange Zeiträume aufrecht erhalten werden und mobil sein kann. Die dabei zugrunde liegende Technik schließt ein umfassendes Verständnis über Neukonfiguration von organischen Molekülketten, sanfte Trennung von Verbindungen und vollständige Vernichtung (Desintegration) von giftigen Reststoffen ein. All diese kernchemischen Prozesse laufen in den einzelnen, dezentral untergebrachten Aggregaten ab, die sich hauptsächlich in miniaturisierter Form in den Zwischenschichten des Anzugs befinden.

Entwicklungsgeschichte und Modelle

Mit dem Durchbruch in der syntronischen Kybernetik und siganesischen Miniaturisierungstechnologie im ausgehenden 5. Jahrhundert NGZ verwandelte sich das bisher klobige Exoskelett, das nur mittels Servomotoren und Gravitator bewegt werden konnte, in einen leichten, allen anderen Anzugssystemen nun auch in Puncto »Handling« überlegenen Schutzanzug. Seither werden innerhalb des Galaktikums, mit einigen Ausnahmen, nur noch SERUNS verwendet, den jeweiligen Körperformen und Einsatzanforderungen angepasst.

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts NGZ wurde im arkonidischen Kristallimperium ein konkurrierender Entwurf mit dem Akronym TRUV entwickelt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um einen Schutzanzug mit SERUN-ähnlichen Eigenschaften, jedoch einem verlagerten Schwerpunkt auf Antriebs- und Waffenkomponenten. Eine Entwicklung, die auf terranischer Seite mit den Gefechtssystemen der BETA-, GAMMA- und C-Reihe beantwortet wurde. Ein bekannter terranischer Hersteller ist die Firma Lund & Madison.

Seit dem Hyperimpedanzschock des 14. Jahrhunderts NGZ sind diese Anzüge, nun PHIS-SERUN genannt, ohne syntronische Komponenten und mit gegenüber ihren Vorgängern teilweise reduzierten Leistungsdaten in Gebrauch.

Während der Operation Tempus im Jahre 1346 NGZ / 20.059.813 v. Chr. trug Perry Rhodan unter anderem das SERUN-Standardmodell 330-10 Warrior III, einen kombinierten Schutz- und Raumanzug.

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Modell Fighter IV
Heft: PR 2523
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Ebenfalls im Jahre 1346 NGZ war das Standardmodell 1340-05 Warrior III (PHIS) in Gebrauch. Der Zusatz Post-HyperImpedanz-Schock kennzeichnet das SERUN-Modell als für die Bedingungen nach der Erhöhung der Hyperimpedanz ausgerüstet. (PR 2437) Eine verbesserte Modul- und Komponententechnologie gestattet seit etwa 1340 NGZ eine größere Flexibilität und die Anpassung an Anforderungen hinsichtlich Einsatzart und -Umstand. Einer dieser neuen SERUN-Ansätze ist das modulare Raumanzugssystem – M3S abgekürzt (modular spacesuit-system). (PR 2468)

Der Stardust-Menschheit stand im Jahre 1463 NGZ für ihre Raumlandedivisionen das Modell Fighter IV zur Verfügung. (PR 2523, S. 52)

Die LFT nutzt im Jahr 1463 NGZ das Modell 1450-12 Warrior III als schweren Kampf- und Schutzanzug. Der Standard-SERUN der Neuen USO ist zu dieser Zeit der USO-Standard-SERUN 1462-05 mit dem Eigenname Samurai, welcher ebenfalls ein schwerer Kombinations-Schutz- und Kampfanzug ist und in etwa die gleichen Werte des Warrior III der LFT hat. (PR 2531)

Im Jahre 1469 NGZ waren Modelle mit der Bezeichnung 1465-05 Warrior III im Einsatz. (PR 2600, S. 18) An Bord der BASIS wurden SERUNS in »Expeditionsversion« verwendet. (PR 2601, S. 5)

Ausführungen

TSUNAMI-Spezial-SERUN

Die Besatzung von TSUNAMIS setzte so genannte TSUNAMI-Spezial-SERUNS ein. 447 NGZ waren diese im Zuge der Ereignisse rund um den Transfer Hangays von Tarkan nach Meekorah insbesondere für einen Einsatz unter wechselnder Strangeness optimiert. So besaßen sie neben der Syntronik eine zusätzliche Mikropositronik. Diese konnte bei einem Strangeness-Schock bedingten Ausfall der Syntronik deren Aufgaben übernehmen. Zudem war der Cybermed so ausgelegt, dass er einen aufgrund eines Strangeness-Schocks bewusstlosen Träger des SERUNS bis zu sechs Monaten am Leben erhalten konnte. Ein Nebeneffekt dieser Zusatzfunktionalität war die Notwendigkeit für einen relativ großen Rückentornister. (PR 1369, S. 49)

Gefechtseinheit aus dem Jahre 1288 NGZ

SERUN-Gefechtseinheit Typ C-06, 1288 NGZ
Heft: PR 1912, Datenblatt in PR-Report 290

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In der Darstellung sind die in der LFT-Flotte zu Kampf- und Kommandoeinsätzen verwendeten Gefechtsvariationen des SERUN zu sehen. Gezeigt wird eine typische AAC-Szene (After-Action-Check), bei der die von einem Einsatz kommenden Mitglieder ihre Anzüge und Waffen/Geräte mit Hilfe von Servicepersonal durchprüfen und abgeben.

Die Gefechtseinheit verfügt über alle Merkmale eines zivilen SERUN, ist aber noch zusätzlich ausgestattet:

Rechts im Vordergrund sind Rückenteil mit Flugaggregaten und LFT-Hoheitssymbol zu erkennen. Darüber hinaus ist der MVH-Automat als kugelartiger Schulterfortsatz zu sehen. Er wird im aktivierten Zustand wahlweise vom Pikosyn als Entlastung oder vom Träger über dessen Blickrichtung, die Sensoren im Helmkranz ablesen, gesteuert. In diesem Fall ist der vom Träger im Auge scharf fokussierte Gegenstand das Ziel. Feuerkommando wird akustisch oder manuell (Doppelaugenaufschlag) gegeben. Weiterhin besitzt der Anzug einen Holster mit Wiederaufladeanschluss für eine rein manuell geführte Handwaffe.

Der Kommando-Leiter gibt gerade seine Handwaffe, ein MRCB V-B, ab. Man sieht, neben einem Bart als Zeichen der Einsatzdauer, seine Rangabzeichen und das immer noch gültige terranische Sonnenabzeichen. Zu erkennen sind auch die Panzerungen seiner Handschuhe, die je ein ausfahrbares Zwillingsvibratormesser enthalten.

Die Servicebesatzung trägt einen normalen Bordanzug, ebenfalls mit Rang-, Hoheits- und Schiffsabzeichen. Dieser verfügt über Rettungsmechanismen wie ein Sauerstoffsystem für 20 Minuten und einen abdichtenden Prallfeldschirm bei Dekompressionen.

PHIS-SERUN M3S-I Typ 1 aus dem Jahr 1346 NGZ

PHIS-SERUN M3S-I Typ 1
=Heft: PR 2468, Datenblatt in PR-Report 418

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Bei diesem Anzug wird bewusst auf gemeinsame standardisierte Grundsysteme der Einsatz-, Transport-, Schutz- und Kampfanzüge gesetzt, die trotz der unterschiedlichen spezifischen Systeme in ihren Funktionen identisch sind. Unterschieden wird in Basis- und Missionsmodule, wobei zum Beispiel das zur Anwendung kommende Lebenserhaltungssystem (LES) allen Versionen gemeinsam ist. Genormte Anschlüsse und Verbindungen sowie das Modulkonzept an sich ermöglichen beste Kompatibilität und rasche Anpassungen an den jeweiligen Einsatzbedarf.

Die zugrundeliegende Technik – vor allem mit Blick auf Regeneration, Aufbereitung, Ver- und Entsorgung – beruht auf einem inzwischen erstklassigen Verständnis der Neukonfiguration anorganischer und organischer Moleküle, der sanften Trennung und Rekombination von Verbindungen auf engstem Raum in nanorobotischen Mikro-Clustern nach Art lebender Zellgruppen sowie der vollständigen Vernichtung durch Ausscheidung oder Desintegration giftiger Reststoffe. Über die vielfältigen Nanoroboter kommen bei der Wiederaufbereitung chemische, physikalische wie auch bakterielle Prozesse zum Einsatz, in einigen Fällen auch solche auf hyperenergetischer Basis.

Basismodul

Das M3S-Basismodul besteht aus einer mehrschichtigen Anzugkombination, die bei längeren Missionen auf der nackten Haut getragen wird. Sie setzt sich aus einem zu Reinigungs- und Wartungszwecken heraustrennbaren Innenanzug, einem Außenanzug und dem Aggregatgürtel zusammen.

Zusatzmodule

Diese bestehen aus einem zusätzlichen Tornister sowie zusätzlichen Modulen in Westen- oder Überanzugsformen.

Weitere Details bitte den einschlägigen Datenblättern (siehe Quellenverweise) entnehmen.

Trivia

Darstellungen

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