Agaia Thetin

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Agaia Thetin war der erste Faktor I der Meister der Insel, eine der Frauen Selaron Merotas und die Mutter von Mirona Thetin.

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Planetenroman 288
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Agaia galt als bemerkenswert schöne Frau. Sie war hochgewachsen und schlank. Ihre Haut hatte die zarte Brauntönung, die sie als reine Lemurerin auswies. Ihre tiefschwarzen Haare trug Agaia glatt zurückgekämmt und im Nacken zu einem breiten und schweren Geflecht zusammengewirkt. Sie hatte auffällig volle Lippen und ausdrucksvolle, mandelförmige Augen.

Charakterisierung

Auch wenn sie jeder, der sie einmal zu Gesicht bekommen hatte, für eine bemerkenswert schöne Frau hielt, so war körperliche Schönheit nicht das, was Agaias eigentümlichen Reiz ausmachte, sondern ihre faszinierende Ausstrahlung, deren Zauber sich kaum ein männlicher Lemurer entziehen konnte. Agaia war hochintelligent, kompromisslos und entschlossen. Bei aller Machtgier und Rücksichtslosigkeit in der Durchführung ihrer Pläne war sie allerdings noch nicht die kalte, gefühllose Frau, zu der sich ihre Tochter Mirona entwickeln sollte. Ihr war bewusst, dass sich ihre Tochter zu einer Tyrannin entwickeln würde, brachte es allerdings nicht fertig dem Einhalt zu gebieten.

Zitat: »[...] Agaia lächelte. Sie bat damit um Verständnis. ›Ich sollte es tun‹, sagte sie. ›Ich weiß, dass es richtig wäre. Aber ich kann es nicht. Kannst du mich verstehen?‹ [...] Mirona würde Agaias Rolle als Faktor I übernehmen. Sie würde zur Geißel dieser Galaxis werden. Agaia wußte das – aber sie brachte es nicht fertig, diese Katastrophe aufzuhalten. Machtgierig und ehrgeizig war sie immer gewesen, aber ihre Skrupellosigkeit hatte immer noch eine Grenze gekannt. Diese Grenze bewahrte in diesem Augenblick Mirona vor dem Tod. [...]« (PR-TB 288)

Geschichte

Sie war die Enkelin eines Tamrats des neu-lemurischen Tamaniums in Andromeda und konnte ihre Ahnenreihe viele Jahrtausende bis auf Ahnen zurückführen, die noch in der ersten Galaxie geboren waren; möglicherweise war sie eine entfernte Nachfahrin von Yskador von Thetin. Als Mitglied der herrschenden Oberschicht war sie sehr begütert und verfügte über exzellente Kontakte zur Elite ihres Volkes.

Agaia entdeckte um 24.000 v. Chr. in der südlichen Randzone von Andromeda die von ihr getaufte Sonne Luum. Sie beauftragte ihren Freund und späteren Vater ihrer Tochter Mirona, Selaron Merota, mit der Entwicklung eines zellregenerierenden Gerätes. Dieses sollte auf einem auf dem zweiten Planeten des Luum-Systems – später Tamanium genannt – gefundenen Hyperkristall – dem so genannten »Atem der Schöpfung« basieren. Zeitgleich mit diesem, Zellaktivator genannten, Gerät entwickelte Selaron den Multiduplikator.

Nach Erhalt des Zellaktivators, den Selaron für sie schuf, baute Agaia ihr eigenes Reich auf. Zusammen mit 12 Renegaten aus der wissenschaftlichen Elite des lemurischen Volkes, denen sie ihre Zellaktivatoren verlieh, riss sie mit der Beseitigung politischer Gegner und anderer Widerständler die Macht über das Neu-Lemurische Tamanium in Andromeda an sich. Sie erschuf sich mithilfe des Multiduplikators ein Heer von ergebenen Wissenschaftlern und Zeitforschern, die ihre Macht weiter vergrößerten.

Nach dem Zusammentreffen mit den Sonneningenieuren schickte Agaia diese mit einigen lemurischen Zeitforschern über den zum Zeittransmitter Vario umgebauten Planeten Lemuria 26.000 Jahre weit in die Vergangenheit. Über die Sonnensechsecktransmitter-Strecke reisten sie in die Milchstraße, bauten dort einen kleineren Zeittransmitter und reisten noch einmal ein Stück in die Vergangenheit, wo sie den Sonnensechseck-Transmitter bauen sollten, durch den die Flucht der Lemurer vor den Halutern nach Andromeda erst möglich wurde. Ein zweites Kommando baute nach einer Zeitreise den Sonnenseckseck-Transmitter in Andromeda.

Mittels mehrerer Zeitschleifen machte Agaia wie auch später Mirona ihren Aufstieg zur Zwangsläufigkeit, da sie im Nachhinein die Grundlage für ihre Macht legte.

Agaia Thetin starb, als Mirona versuchte, den Zellaktivator ihrer Mutter mit einem Multiduplikator zu vervielfältigen, um unabhängig von den Fähigkeiten ihres Vaters, Selaron Merota, zu sein. Der Zellaktivator explodierte hierbei, und Agaia zerfiel bald darauf zu Staub. Mirona Thetin gab ihrem Vater die Schuld am baldigen Tod ihrer Mutter und befahl den anwesenden Duplos, ihn zu erschießen. Die bereits sterbende Agaia hob diesen Befehl allerdings auf und sicherte Selaron freies Geleit zu. Sie gab ihm so die Chance, vor der Rache seiner Tochter in die Vergangenheit zu fliehen.

Ihre Stellung als Faktor I der Meister der Insel wurde von Mirona Thetin übernommen.

Quelle

PR-TB 288