Anthurianer

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Die Anthurianer waren ein Volk von geistig und moralisch hochstehenden, extrem paranormal begabten Intelligenzwesen, die das Polyport-Netz erschufen.

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Anthurianer in TALIN ANTHURESTA
Heft: PR 2551
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild und Lebensraum

Anthurianer glichen aufrecht stehenden, 50 Meter hohen Buckelwalen. Sie waren sauerstoffatmende Wasserlebewesen, die in entsprechend großmaßstäblichen wassergefüllten Siedlungen zu Hause waren. Ruinen von Anthurianersiedlungen wurden auf Eurydike, First Found und insbesondere auf Katarakt gefunden. Katarakt mit seinen vielen Ruinensiedlungen – wie die Ruinenstadt Marirthorn – diente möglicherweise den Anthurianern als Kolonie. (PR 2508, S. 23, PR 2510, S. 42, PR 2524, S. 57)

Zu Hochzeiten ihrer Kultur betrug die durchschnittliche Lebenserwartung eines Anthurianers mehrere tausend Jahre, einzelne Individuen konnten aber auch deutlich älter werden. (PR 2593, S. 47)

Parakräfte

Aufgrund der reichen und besonderen Vorkommen von hochwertigen Hyperkristallen (unter anderem Salkrit und Altrit) auf ihrem Heimatplaneten Anthuria und in der Galaxie Anthuresta verfügten die dort entstandenen Anthurianer über extrem starke paranormale Kräfte, was ihnen den Umgang mit Psi-Materie alltäglich machte. (PR 2536)

Die Anthurianer schienen dabei in dieselbe Kategorie von extrem psi-begabten Lebewesen zu fallen, wie die Inyodur, die in der Charon-Wolke starben und deren Psior-Herzen im Laufe der Jahrmillionen zum Hyperkristall Salkrit verweste:

  • Die Körper lebender bzw. konservierter, nicht verwester Anthurianer enthalten erhebliche Mengen von Psi-Materie und psionisch aufgeladenen Gold-Clustern. (PR 2524, S. 62)
  • Verweste / versteinerte Anthurianer entwickeln als Verwesungsprodukt den so genannten Schneekristall in den Tiefen ihres Körpers, einen vier Meter großen, perfekten und schneeweißen Kristall, der aus einem noch nicht bestimmten Hyperkristall, möglicherweise Salkrit, besteht. (PR 2508, S. 24)

Charakterisierung

Die Anthurianer galten als moralisch und geistig sehr hochstehend, die zu ihrer Zeit den durch eine extreme Hyperimpedanz-Erhöhung geschädigten Lebewesen und Zivilisationen ihres Umfeldes mit der Polyport-Technologie und Hyperkristallen umfassend und selbstlos und auf friedliche Art und Weise helfen wollten.

Mit ihrer friedfertigen Art stießen die Anthurianer allerdings nicht bei allen Völkern Anthurestas auf Gegenliebe. Die Sternenmarine Suicpathu sah in der technischen Überlegenheit der Anthurianer eine Bedrohung der eigenen Machtbestrebungen und empfand die Gutmütigkeit der Anthurianer eher als Erniedrigung. Die Suicpathu wären lieber in einem großen Krieg gegen die Anthurianer zugrunde gegangen, als zu einem Bittsteller für anthurianische Technologie zu werden. (PR 2586)

Die Anthurianer sprachen unter anderem das Handelsidiom. (PR 2571, S. 53)

Bekannte Anthurianer

Geschichte

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Ruinenstadt Marirthorn mit versteinertem
Anthurianer im Hintergrund rechts.

Heft: PR 2508
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Etwa um 14 Mio. v. Chr. erreichte die Intelligenz der Anthurianer auf ihrem Heimatplaneten Anthuria eine Stufe, die sie von Tieren unterschied. Die enorme Menge an Hyperkristallen ihrer Heimatwelt führten zur Ausbildung von paranormalen Kräften. Eine dieser Kräfte war die Fernwahrnehmung, die es den Anthurianern ermöglichte, Ereignisse wahrzunehmen, die weit außerhalb der Grenzen ihres Lebensraums lagen. Durch diese Fernwahrnehmung erfuhren sie auch von der Superintelligenz, die zu dieser Zeit noch aus den beiden Teilen ESTARTU und ES bestand. Obwohl es zu keinem direkten Kontakt zwischen ESTARTU und den Anthurianern kam, entstand aus Namensbestandteilen der Anthurianer und von ESTARTU der Name der Galaxie: Anthuresta. (PR 2593, S. 46)

Da den Anthurianern die geistige Entwicklung wichtiger war als die technologische, verfügten sie zunächst nicht über die Technik, ihren Heimatplaneten zu verlassen. Einfluss auf ihre galaktische Umgebung konnten sie nur mit Hilfe ihrer Fernwahrnehmung ausüben. Allerdings erlernten die Anthurianer, ihren Körper bewusst dauerhaft zu entmaterialisieren, zu vergeistigen und zu einem Teil der natürlichen Psionischen Netzes zu werden. Zurück blieb dabei die typische, an einen aufrecht stehenden Buckelwal erinnernde Versteinerung. (PR 2593, S. 47)

In den folgenden drei bis vier Millionen Jahren entwickelten die Anthurianer die Parafähigkeit, rein durch die Kraft ihres Geistes die Dinge materialisieren zu lassen, die sie für die Weiterentwicklung ihrer Kultur benötigten. Sie erfanden somit nicht die Technologie der Raumfahrt, sie »erdachten« sich einfach Raumschiffe, mit denen sie den Weltraum bereisen und neue Planeten besiedeln konnten. Schließlich hatten die Anthurianer rund 10.000 Wasserwelten in Anthuresta besiedelt, und ihre Gesamtpopulation betrug mehr als 50 Milliarden Individuen. (PR 2593, S. 47)

Während dieser Zeit entstand auch die Idee einer Schutzzone, um bedrohten Völkern eine neue Heimat zu geben. Die Anthurianer erschufen TALIN ANTHURESTA. Etwa zu dieser Zeit entstand aus einem missglückten Experiment der Anthurianer Fogudare und Tanfacher, bei dem es darum ging, intuitiv denkende, lösungsorientierte Maschinen zu erschaffen, der erste Esnur. Das Experiment galt deshalb als missglückt, da es nie das Vorhaben der beiden Anthurianer gewesen war, einen lebenden Organismus zu erschaffen. (PR 2571)

Außerdem entwickelten die Anthurianer in dieser Zeit die Sektorknospen sowie das Polyport-Netz mit seinen Polyport-Höfen, Distribut-Depots und Handelssternen. Die erste von den Anthurianern entwickelte Sektorknospe trug den Namen BATIOVREE und entstand etwa zu derselben Zeit wie das Forschungszentrum TZA'HANATH. (PR 2586)

Vor 9,87 Millionen Jahren kam es zu einer – von den Vatrox Erste Hyperdepression genannten – Hyperimpedanz-Erhöhung. Die Technologie der Anthurianer mit ihrem Polyport-Netz war der Erhöhung der Hyperimpedanz kaum betroffen. Die Anthurianer halfen den Völkern der Polyport-Galaxien mit Technologie, paranormalem Wissen und vor allem Hyperkristallen, um die Folgen der Hyperimpedanz-Erhöhung kompensieren zu können. (PR 2536, PR 2593, S. 47)

Als es im Jahre 9.865.984 v. Chr. zur Teilung von ES und ESTARTU kam, wurden die Anthurianer zu Geburtshelfern von ESTARTU, so wie es die Vojariden für ES wurden. Bei den Anthurianern kam es zum sogenannten Großen Gesang. Rund 50 Milliarden Anthurianer vergeistigten und gingen in ESTARTU auf. Zurück blieben etwa 500 Millionen Anthurianer. (PR 2593, S. 49, PR 2696, S. 35)

Im Jahre 9.865.082 v. Chr. erretteten die Anthurianer die Vatrox auf deren Flucht vor VATROX-VAMU und machten sie zu einem ihrer wichtigsten Hilfsvölker. (PR 2536, PR 2593, S. 48, PR 2696, S. 35)

Schließlich kam es im Jahre 9.820.104 v. Chr. zum Putsch der Vatrox gegen die Anthurianer. Die Vatrox verfolgten die Anthurianer gnadenlos und töteten alle 50 Millionen Individuen. Lediglich Fogudare, der sich in TALIN ANTHURESTA aufhielt, einem Ort, an den die Vatrox nie vorgedrungen waren, und Banlaroguel, der in einem Zeitkorn des Zeitspeers festsaß, überlebten diese Gräueltat. (PR 2593, S. 44, PR 2696, S. 35)

Ob es im Rahmen der Ausrottung der Anthurianer durch die Vatrox geschah oder bereits vorher, ist unbekannt, auf jeden Fall vergeistigten einige Anthurianer, verschmolzen dabei aber nicht mit dem natürlichen Psionischen Netz, sondern verwandelten sich mit der Zeit in Netzweber und waren so in der Lage, das Psionische Netz auch ohne technische Hilfsmittel für einen schnellen Wechsel des Standortes zu nutzen. Wie viele Netzweber es genau gab ist unbekannt, auf jeden Fall lag ihre Zahl bei mehr als 30.000. (PR 2598, PR 2599)

Die Anthurianer galten bei den Halbspur-Changeuren im 15. Jahrhundert NGZ als vor langer Zeit ausgestorben. Allerdings konnte der Halbspur-Changeur Ariel Motrifis nicht sagen, warum seine Vorfahren zu dem Schluss kamen, die Anthurianer seien ausgestorben. So blieb letztendlich offen, ob nicht doch noch Anthurianer existierten. (PR 2501, S. 54)

Im Jahre 1463 NGZ stießen die Terraner mit Gucky auf dem Planeten Eurydike auf den »Erschöpften Schöpfer«, einen möglicherweise noch lebenden oder konservierten Anthurianer, der die Atmosphäre seines Asyls mit winzigen Mengen Psi-Materie versorgte, was die Entwicklung der Gurmaer auf Eurydike ermöglichte. (PR 2524, S. 57)

Im April 1463 NGZ stieß ein Expeditionsteam um Perry Rhodan im Inneren des Handelssterns TALIN ANTHURESTA auf Fogudare, den möglicherweise letzten lebenden Anthurianer. Fogudare war zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig. Sein Diener, der Esnur Clun'stal, nahm an, dass diese auf die lange Phase der Einsamkeit zurückzuführen sei. Erst später stellte sich heraus, dass der Anthurianer Banlaroguel die Schuld an Fogudares Wahnsinn trug. Auf jeden Fall forderte Clun'stal Perry Rhodan auf, Fogudare zu töten, eine Bitte, der der Terraner auch nachkam. (PR 2551) Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass Fogudare nicht gestorben war, sondern vergeistigt und zu einem Teil des natürlichen Psionischen Netzes geworden war, das TALIN ANTHURESTA umgab. Dem Schattenmaahk Pral gelang es sogar, Kontakt zu Fogudare aufzunehmen. (PR 2583)

Julian Tifflor begegnete schließlich, vom 10. Mai 1463 NGZ kommend, auf seinem Marsch durch den Zeitspeer dem Anthurianer Banlaroguel und bekam von diesem die Geschichte der Anthurianer erzählt. Banlaroguel beabsichtigte, mit Hilfe der von Tifflor eingesammelten Perianth-Schlüssel aus dem Zeitspeer auszubrechen, in die Vergangenheit der Anthurianer zurückzukehren und diese daran zu hindern, die Vatrox zu ihrem Hilfsvolk zu machen. So wollte er die Anthurianer erretten, auch wenn er damit ein Zeitparadoxon herbeigeführt hätte. Tifflor erwies sich aber als mental zu stabil, um bis zum Schluss an Banlaroguels Plan mitzuwirken. Als Banlaroguel erkannte, dass sein Plan gescheitert war, beendete er sein Leben selbst. (PR 2593)

Am 11. Mai 1463 NGZ entdeckte die Ator-Wissenschaftlerin Sichu Dorksteiger anhand von Restemissionen der Schneekristalle genannten psi-materiellen Überreste verstorbener Anthurianer eine Verwandtschaft der Anthurianer zu den Netzwebern. (PR 2595) Kurz darauf bekam Gucky Kontakt zu einem Netzweber, aus dem heraus sich der Verdacht Sichu Dorksteigers einer Verwandtschaft von Anthurianern und Netzwebern bestätigte. (PR 2599)

Quellen

PR 2500, PR 2501, PR 2508, PR 2510, PR 2524, PR 2536, PR 2551, PR 2583, PR 2586, PR 2593, PR 2595, PR 2598, PR 2599, PR 2696