Asporcos

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Die Asporcos sind ein Volk, das auf Asporc, dem vierten Planeten des Rattley-Systems, beheimatet ist.

Inhaltsverzeichnis

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Heft: PR 570
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Erscheinungsbild

Asporcos sind etwa 1,70 Meter groß und grob humanoid. Die untersetzt wirkenden Wesen sind kräftig und haben auffallend große Gelenke. Die an ihren zwei kurzen, sehr muskulösen Armen sitzenden Hände verfügen über sechs Finger, von denen der zweite Daumen jedoch verkümmert ist. An den Schultern sind noch entwicklungsgeschichtliche Reste von Flughäuten erkennbar. Diese Ansätze setzen sich über die Innenseiten der Arme bis zu den Füßen fort. Einige Asporcos sind noch imstande etwas zu fliegen bzw. zu gleiten.

Ihre Beine machen etwa die halbe Körpergröße aus und sind ebenfalls muskelbepackt. Die Füße haben wie die Arme sechs Endglieder, wobei auch hier das sechste Glied verkümmert ist.

Der Kopf hat etwa die Form einer Birne, ist 26 cm hoch. Die flache Rundung ist oben 24 cm, das Kinn elf Zentimeter breit. Der Mund wölbt sich in der Art eines terranischen Boxer-Hundes vor und verfügt über zwei Zahnreihen. Über dem Mund befinden sich zwei große, auffallende Nasenöffnungen. Der Kopf sitzt auf einem nur etwa fünf Zentimeter langen, muskulösen Hals.

Am auffallendsten dürften aber zwei Kämme auf dem Kopf sein. Normalerweise haben sie eine kräftige rote Farbe und stehen aufrecht. Sie sind 18 cm hoch und 1,6 bis zwei Zentimeter dick. Bei starker Erschöpfung oder gar Tod erschlaffen sie und nehmen einen Grünton an. Dabei hängen sie nach beiden Seiten herab. Die Kämme dienen sowohl als Sender wie auch als Empfänger von Schallwellen jeglicher Frequenz und Infrarotwellen.

Der Kopf birgt weiterhin zwei unbewegliche, zweigeteilte Augen mit sehr guter Nachtsichtfähigkeit. Die beiden Augensegmente sind keilförmig. Die tiefschwarzen, leicht vorgewölbten Augen ähneln Facettenaugen. Sie verleihen dem Asporco einen großen Sehwinkel.

Die haarlose Haut hat grundsätzlich eine Grünfärbung, kann sich aber je nach Körperzustand bzw. Gemütsverfassung extrem verändern. Bei größter Erregung nimmt sie einen hellgrauen Farbton an.

Die Sprache der Asporcos ist teilweise so schrill, dass sie in den Bereich der obersten Hörbarkeitsgrenze eines Terraners kommt.

Asporcos leben in der Staatsform einer Theokratie. Zur Zeit der Schwarmkrise entspricht ihre Zivilisation grob dem Entwicklungsstand der terranischen Menschheit des 20. Jahrhunderts.

Bekannte Asporcos

Geschichte

Seit rund 50.000 Jahren befand sich in einem, auf ihrem Heimatplaneten niedergegangenen, Meteoriten eine riesige Menge PEW-Metall. Der Meteorit stellte sich später als ein Raumschiff, bzw. ein zu einem solchen umgebautes Bruchstück des Heimatplaneten der Paramags heraus. Die Wirkungen des PEW-Metalls hatten großen Einfluss auf die Entwicklung der Asporcos. Aus religiösen Gründen bekamen sie in früher Jugend eine türkisfarbene Spange aus PEW-Metall zwischen den Schädelkämmen implantiert. Dazu wurden in den Kämmen kleine Einschnitte vorgenommen, in die anschließend die Spangen eingepflanzt wurden. Die Vier Leuchtenden, die religiösen Führer, trugen sogar zwei Spangen.

Während der Schwarmkrise unterlagen die Asporcos nicht der allgemeinen Verdummung in der Milchstraße. Ihre Spangen schützten sie nicht nur davor, sondern bewirkten sogar eine erhebliche Intelligenzsteigerung, das so genannte Jähbegreifen. Die Asporcos waren danach plötzlich in der Lage, Zusammenhänge zu verstehen und neue Ideen zu entwickeln, die ihnen zuvor völlig unverständlich bzw. unmöglich waren. Das war aber leider auch nicht problemlos, da die Asporcos vor lauter Kreativität ihre Existenzgrundlagen vernachlässigten; dies schloss in der extremsten Phase sogar die Nahrungsaufnahme ein.

Als Ergebnis dieser extrem schnellen technischen Entwicklung gelang den Asporcos auch der Sprung in den Weltraum. So wurde Ende März des Jahres 3444 durch die TIMOR im Anflug auf das Rattley-System ein Generationenschiff der Asporcos entdeckt. Dieses Asporc-Generationenschiff hatte schon einen beträchtlichen Teil der Strecke zum Nachbar-Sonnensystem zurückgelegt.

Den Asporcos gelang es, in benachbarten Sonnensystemen Siedlungen aufzubauen. So besiedelten sie auch das 6,9 Lichtjahre entfernte Bieytl-System. Die TIMOR entdeckte im Jahre 3444 den Planeten Portzschest, dessen Bevölkerung in der vierten Generation zurück in die Primitivität gefallen war. Sie wurden durch einen Alleinherrscher mit dem Titel Morlch beherrscht, der als Zeichen seiner Macht zwei Kopfspangen statt einer trug. Ein weiterer offizieller Rang war der des Parlk, gleichbedeutend mit einem Stadtkommandanten. (PR 572)

In den Jahren 3436 bis 3444 wurden die Asporcos von parapsychischen Impulsen der Altmutanten beeinflusst. Diese Stimmen der Qual genannten Impulse kamen in unregelmäßigen Intervallen und führten oft zu chaotischen Handlungen. Sie lernten mit den Beeinflussungsperioden zu leben und konzentrierten ihre Aktivitäten auf die Ruhephasen. Dabei vernachlässigten sie die Nahrungsaufnahme und die Lebensmittelproduktion. Die durch den Start des PEW-Metall-haltigen Meteoritenraumschiffs hereinbrechenden Naturkatastrophen verschlechterten die Ernährungssituation weiter. Man spricht allgemein von der Asporco-Krise. Kurz nach der Schwarmkrise griff das Solare Imperium unter Perry Rhodan mit einer riesigen Hilfsaktion ein, die Rhodan jedoch innenpolitische Probleme bereitete. Millionen von Asporcos wurden jedoch vor dem Verhungern gerettet.

Quellen

PR 570, PR 572, PR 574

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