Asteroid
Asteroiden oder auch Planetoiden sind kleine, planetare Objekte ohne Atmosphäre. Asteroiden haben ihren Namen aus dem Griechischen; übersetzt heißen sie sternenähnliche Objekte; dementsprechend sind Planetoiden planetenähnliche Objekte. Beide Bezeichnungen sind synonym, erstere eher historisch, letztere wissenschaftlich genauer.
Entstehung
Asteroiden entstehen bei der Geburt eines Sonnensystems in dessen protoplanetarer Scheibe, wenn einzelne Staubteilchen miteinander kollidieren, sich aber nicht ausreichend Objekte zusammenfinden, um einen Planeten zu formen. Es entstehen dabei häufig ganze Asteroidengürtel, die so genannt werden, da sich Tausende von Planetoiden auf annähernd derselben Umlaufbahn um das Zentralgestirn bewegen.
Asteroiden verschleifen innerhalb von Milliarden Jahren aufgrund der Erosion durch kleinste Zusammenstöße mit Nachbarn und Sonnenwind: Ihre eckigen Bruchformen nähern sich immer mehr runden Formen an.
Wesentlich spektakulärer ist das Entstehen eines Asteroidengürtels durch die Vernichtung eines Planeten. Ein Beispiel dafür ist das Ringo-System, welches drei solcher Gürtel besitzt, oder auch der planetare Schutt des im Jahre 3438 zerstörten Planeten Pluto im Solsystem, der sich gerade zu einem Ring formt.
Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter entstand im Perryversum durch die Vernichtung des fünften Planeten Zeut, nicht auf »normale« Weise bei der Entstehung des Solsystems.
- Anmerkung: Durch gravitative Störungen seitens des Jupiters konnten diese Brocken in der Realität niemals zu einem Planeten zusammenkommen.
Vorkommen
Der von den Trümmern Zeuts gebildete Asteroidengürtel umkreist die Sonne zwischen 2,0 und 3,4 Astronomischen Einheiten. Sein größter Körper ist Ceres, die 945 km Durchmesser hat.
Jenseits der Plutobahn gibt es im Solsystem den so genannten Kuiper-Gürtel, und noch weiter weg im Halo der Sonne die Oortsche Wolke, in denen es noch zahllose Himmelskörperchen gibt. Auch in vielen anderen Sonnensystemen sind Asteroidengürtel bekannt.
Losgelöste Asteroiden
Durch gravitative Störungen, beispielsweise durch vorbeiziehende Sterne, können sich Planetoiden aus dem Verband lösen und in das Sonnensystem eindringen. Hier stürzen sie nach einigen Umläufen als Kometen meistens in die Sonne, können aber auch stabile, wiederkehrende Umlaufbahnen einnehmen. Im schlimmsten Fall stürzen sie als Meteorit als todbringende kosmische Geschosse auf belebte Planeten.
Im seltensten Fall können sie sich, ähnlich wie auch Planeten, aus einem Sonnensystem herauslösen und danach als Dunkelwelten frei durch den interstellaren Raum ziehen.
Zusammensetzung
Die meisten Asteroiden bestehen aus »Urmaterie«, das heißt jenen Bestandteilen, die aus einem sich bildenden Planetensystem übrig geblieben sind. Dementsprechend enthalten sie viele Silikate, eisenhaltige Erze und gefrorene flüchtige Bestandteile. Für die meisten industriellen Zwecke sind diese »Schlacken« wenig brauchbar.
Überreste explodierter Planeten jedoch haben eine andere Zusammensetzung, da sich während der Bildung der planetaren Struktur deren Inhaltsstoffe teils aufgeschmolzen werden, folglich ausdifferenzieren, andere Minerale und Erze gebildet werden und sich selektiv anhäufen können. Im Solsystem beispielsweise sind die Überreste der Planeten Zeut und Pluto daher ergiebige Rohstoffquellen.
Aufgrund ihrer besonderen Vergangenheit können Asteroiden jedoch auch vollkommen andere Zusammensetzungen haben:
- Asteroiden des Solsystems enthielten Reste des PEW-Metalls.
- Der Planetoid Charlemagne hat einen Kern aus reinem Howalgonium.
- Der Schwarze Stein bestand komplett aus Diamant.
- ...
Wirtschaftliche Bedeutung
Asteroiden enthalten, wie oben erwähnt, oft interessante und leicht abbaubare Ressourcen, so dass ein Bergbau lohnenswert scheint. Zudem ist ihre Eigengravitation meist vernachlässigbar gering. Es ist daher sehr leicht, per Raumschiff an einen Asteroiden oder einen anderen kleinen Weltraumkörper heranzufliegen; der energetische Aufwand für Landungen oder Starts ist gering.
Gelegentlich werden Asteroiden als private Habitate genutzt von jenen, die sich das leisten können.
Politische Bedeutung
Gelegentlich dienen Asteroiden oder Asteroidenverbände als Standort für eine diplomatische Vertretung. (PR 1167)
Militärische Bedeutung
Asteroiden können als Standort für militärische Stützpunkte genutzt werden. Liegen die Asteroiden in einem Sonnensystem, dienen sie hervorragend für Zwecke der Ortung oder Fernortung, als Standort für Raumforts oder um Energie zu sammeln.
Vor allem die Terraner und die USO nutz(t)en Asteroiden gerne für geheime Projekte. Hierbei dienen Asteroiden als verborgene, fernab von Sonnensystemen gelegene Geheimdepots oder -stationen oder als unauffällige, weil natürlich erscheinende Spionagestationen oder -raumschiffe, um damit in feindliche Sonnensysteme vorzudringen.
Beispiele
- Anorrom
- CEKO-338-Gunnipa: Eine Geheimstation der ZGU im Solsystem.
- Ceres: Standort eines Monolithen (Monolith 5)
- Geheimsatellit Troja: Ein ausgehöhlter Asteroid aus dem Schrotschuss-System dient im Jahre 2402 den Terranern als Späher.
- Intern-Alpha: Sonnensystem im Schwarm, das von einem Netz aus 6000 Asteroiden eingehüllt war.
- Kalif von Bagdad
- MOSA-Nord 444: Geheime USO-Station, von 2 Mann besetzt.
- Perikles: Im Solsystem, Standort von Forschungsstationen. Durch Atombrand vernichtet. (PR 608)
- Quinto-Center: Das geheime USO-Hauptquartier in einem 62 km durchmessenden ausgehöhlten Asteroiden.
- Ural: Wohnort mutierter Maahks im Schrotschuss-System. (PR 231)
- Vrinos: Bewohnt durch die Morker
Bekannte Sonnensysteme mit Asteroidengürteln
Mehr oder wenig stark ausgebildete Asteroidengürtel sind sehr häufig. Oftmals werden sie nicht erwähnt. Zahlreiche Asteroidengürtel sind künstlichen Ursprungs, das heißt sie bestehen aus meist absichtlich (vorwiegend militärisch begründeten) zerstörten planetaren Körpern.
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Besonders gestaltete Asteroiden- oder Planetoidensysteme
Asteroidenverbände ohne Sonnensystem
Bekannte Asteroiden
Für eine Übersicht über namentlich bekannte Asteroiden und Planetoiden siehe Monde und kleinere Himmelskörper.
Quellen
- Monde und kleinere Himmelskörper
- Das Zweite Imperium
- Die Meister der Insel
- M 87
- Der Schwarm
- Die Altmutanten
- Das Kosmische Schachspiel
- Das Konzil
- Die Aphilie
- Bardioc
- PAN-THAU-RA
- Die Kosmische Hanse
- Die Endlose Armada
- Die Cantaro
- Negasphäre
- Neuroversum
- Im Auftrag der Menschheit
- Der Held von Arkon
- König von Atlantis
- Die Abenteuer der SOL
- Im Auftrag der Kosmokraten
- Arkon-Trilogie
- Traversan
- Demetria
- Rudyn
- Illochim
- Monolith
- Taschenbuch-Handlung
- Fehlende Quellenangaben
