Barkoniden

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Die Barkoniden bewohnten den vor circa 1 Million Jahren durch die erste Ankunft des Lokalen Schwarmes aus der Milchstraße geschleuderten und abdriftenden Planeten Barkon.

Allgemeines

Die Barkoniden sind ein Teilvolk der Petronier (Oldtimer, Galaktische Ingenieure).

Seit sie die vom Suprahet ausgehende Gefahr gebannt hatten, werden sie auch als Bändiger des Suprahet bezeichnet. (PR 1384, S. 36)

Die Hüter der Stationen bzw. Kundschafter waren eine Teilgruppe der Barkoniden, die sich bildete, als die Barkoniden nach der Bändigung des Suprahet allmählich ihren Ursprung zu vergessen begannen (siehe Geschichte). (PR 1384, S. 47-48)

Erscheinungsbild

PR0827.jpg
Heft: PR 827
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Ihr Aussehen war entsprechend der angenommenen Gestalt absolut humanoid, so dass sie lange Zeit für das Ur-Volk gehalten wurden, aus der alle humanoiden Lebewesen der Milchstraße hervorgegangen sind. (PR 32) Dies wurde auch durch den Umstand unterstützt, dass der Name sehr nach Arkoniden klang, obwohl ihr Aussehen durch Haar- und Hautfarbe eher dem der Lemurer entsprach.

Sprache

Die Sprache der Barkoniden wird als Barkonidisch bezeichnet. (PR 1384, S. 66)

Bekannte Wörter

Relikte der Barkoniden

Von den Petroniern hinterlassene Relikte in der Milchstraße werden von Terranern in der Phase des Solaren Imperiums gefunden. Aufgrund ihres Alters von mehr als 1 Million Jahren und mangels weiteren Wissens wird das zu diesem Zeitpunkt unbekannte Erzeugervolk als "Oldtimer" bezeichnet.

Beispiele für Objekte der Petronier sind:

Bekannte Barkoniden

 

 

Geschichte

Anmerkung: Für eine andere Version ihrer Geschichte, siehe Geschichtlicher Widerspruch.

ca. 1,3 - 1,2 Mio. v. Chr.

Als die Sieben Mächtigen Ariolc, Bardioc, Ganerc, Kemoauc, Lorvorc und Partoc erkannten, dass der von ihnen beauftragte Schwarm beim Erreichen der Milchstraße durch das Suprahet bedroht werden würde, erteilten sie den Querionen den Auftrag, die Antimateriewolke zu stoppen. Etwa eine Million Mitglieder des vergeistigten Kollektivs der ehemaligen Schwarmerbauer nahmen wieder humanoide Gestalt an, besiedelten den Planeten Barkon und nannten sich fortan Barkoniden. (PR 1384, S. 46)

Die Barkoniden errichteten in weiten Teilen des Universums Stationen, die unter anderem auch dazu dienten, weiterhin Kontakt zum verbliebenen Kollektiv der Querionen zu halten. Einem Teil von ihnen wurde ferner von den Sieben Mächtigen die Nutzung der Zeitbrunnen gestattet, von denen sich einer auch auf Barkon befand. (PR 1384, S. 46-47)

Zur Bändigung des Suprahets bauten sie außerdem aus verschiedenen Himmelskörpern Planetenwälle als Fallen für das Suprahet. Aus diesem Grund bezeichnete sich auch ein Teil der Erbauer als Galaktische Ingenieure oder Petronier.

Als das Suprahet circa 1,3 Mio. v. Chr. die Milchstraße erreichte, stellten sich ihm die Barkoniden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegen. Sie konnten zunächst aber keine Erfolge erzielen. Erst als sie ihm in einem Sonnensystem nahe des Zentrums der Milchstraße eine Falle stellten, gelang es den Barkoniden, das Suprahet zu neutralisieren. Aus dabei freiwerdenden Energien entstand ein riesiger Planet, Herkules, den fortan die ursprünglichen Planeten des Systems als Trabanten umliefen. Auf der später von den Terranern Impos genannten Welt errichteten die Barkoniden eine riesige Anlage, in der sie eine verschlüsselte Warnung vor der in Herkules schlummernden Gefahr hinterließen. (PR 1384, S. 47)

Die Barkoniden kehrten nach Barkon zurück. Ein Teil entschied sich, ihre Körper wieder aufzugeben und zu den Querionen zurückzukehren. Die auf Barkon Zurückgebliebenen wurden sterblich und verloren bis auf einige Wenige mit der Zeit das Wissen über ihren Ursprung. (PR 1384, S. 47)

Die Wenigen, die noch über den wahren Ursprung der Barkoniden Bescheid wussten und als einzige die technischen Hinterlassenschaften der Vorfahren zu bedienen verstanden, nannten sich Hüter der Stationen oder auch Kundschafter. Sie alleine wussten auch vom Zeitbrunnen auf Barkon. Sie nutzten diesen weiterhin zum Reisen und hielten über ihre Stationen Kontakt zu den Querionen. Ihr Wissen reichten sie von Generation zu Generation weiter. (PR 1384, S. 47-48)

ca. 1 Mio. v. Chr.

Die Hüter der Stationen errichteten auf dem später unter dem Namen Kembayan bekannt gewordenen Planeten zwölf Tiefschlafanlagen, die jeweils 158 Schläfer beherbergen konnten. Schließlich zogen sie sich von Barkon ganz nach Kembayan zurück. Von hier aus dienten sie dem Geisteskollektiv der Querionen als Bindeglied zum Standarduniversum. (PR 1384, S. 48, S. 66)

Ungefähr 1 Mio. v. Chr. erreichte der Schwarm die Milchstraße. Zu dieser Zeit kam es aufgrund von Manipulationen Bardiocs zu einer Revolution der Karduuhls gegen die Cynos. Ein Seiteneffekt dieses Machkampfes war, dass das Barkon-System anstatt vom Schwarm lediglich etwas zur Seite geschoben zu werden, regelrecht aus der Milchstraße in den Leerraum zwischen Andromeda und Milchstraße geschleudert wurde. Das Barkon-System begann danach wieder langsam in Richtung Milchstraße zu treiben. (PR 1384, S. 47)

Die Hüter der Stationen suchten zwar manchmal heimlich Barkon auf, griffen aber soweit bekannt nicht weiter in die Geschicke der dort lebenden Barkoniden ein. (PR 1384, S. 46-48)

1982

Im Jahre 1982 wurde Perry Rhodan von ES mit einem Raumschiff zum Planeten Barkon gebracht. Die Überlieferungen der damals lebenden Barkoniden sprachen davon, dass sie einst in der Milchstraße eine wichtige Rolle spielten, bis sich ihr Sonnensystem vor Jahrmillionen aus der Milchstraße löste. Einzelheiten über ihre Vergangenheit waren komplett in Vergessenheit geraten. (PR 32)

Die Barkoniden hatten ihren Planeten inzwischen zu einem riesigen Fernraumschiff umgebaut: Sie hatten ihn ausgehöhlt und mit starken Antriebssystemen versehenen. In den unterirdischen Kammern fanden die Bevölkerung und eine Unzahl an Aggregaten Platz. Ausgeklügelte Verkehrsmittel verbanden die einzelnen Siedlungskomplexe, und Atomreaktoren sollten über Jahrtausende Strom liefern. Allein das Antriebssystem brauchte viel Energie und Zeit, um den Planeten auf Lichtgeschwindigkeit zu bringen. So wollten sie den langen Rückweg aus dem Leerraum in die Milchstraße antreten. (PR 32)

Die Aufgabe Rhodans war es nun, unbemerkt einen Fehler im Triebwerk zu beheben, der in einer alternativen Realität zur Vernichtung des Planeten geführt hatte. Dank des so geschaffenen Zeitparadoxons konnte der Fehler vor dem Abflug behoben werden, und der Untergang der Barkoniden ungeschehen gemacht werden. (PR 32)

2044

Als Perry Rhodan 2044, wieder auf Veranlassung von ES, den Barkoniden erneut einen Besuch abstattete, fand er die Bewohner im Tiefschlaf unter der Planetenoberfläche vor. Gemeinsam mit einigen erwachten Barkoniden wehrte er einen Angriff von Unsichtbaren ab. (PR 95)

2404

Die letzte Begegnung der Terraner mit den Barkoniden fand 2404 statt. In der Zwischenzeit war Barkon von einer Sonne im galaktischen Leerraum zwischen der Milchstraße und Andromeda eingefangen worden. Dort wurde sie von den Tefrodern entdeckt und unter Vorspiegelung guter Absichten mit Stoßimpuls-Generatoren für einen Transmittersprung in die Milchstraße ausgerüstet. Zur Speisung der auf Sonnenzapfung angewiesenen Generatoren schufen die Tefroder eine künstliche Sonne.

Dies diente aber nicht wirklich dem langersehnten Ziel der Barkoniden. Die Meister der Insel planten vielmehr, mit Barkon als einer Art Trojanischem Pferd die tödliche Erupseuche, die auf dem Planeten in virusinfizierten Plasmalebewesen ausgesetzt wurde, in die Milchstraße einzuschleusen. Als die zwar immunisierten, aber ebenfalls unwiderruflich verseuchten Barkoniden schließlich von diesem Plan erfuhren, transmittierten sie ihren Planeten in die erzeugte Sonne, um so die Milchstraße vor dem Anschlag der Meister der Insel zu retten.

Damit galten die Barkoniden als ausgestorben. (PR 275)

Anmerkung: Laut PR 725 nahm im Jahre 3580 eine Delegation der Barkoniden an der Konferenz der vom Konzil der Sieben unterdrückten Völker teil. Es wurde erwähnt, dass die Barkoniden mit dem Aufbau ihres Planeten beschäftigt seien. Wahrscheinlich handelt es bei dieser Schilderung aber um einen Autorenfehler.

3583

Im Jahr 3583 begegnete Ernst Ellert in einer unterirdischen Station auf dem Planeten Fogha wieder einem Barkoniden. Der weißhaarige Humanoide nannte sich selbst Barkon und bezeichnete sich als Kundschafter seines Volkes. Allerdings hatte er den Großteil seiner Erinnerungen verloren. (PR 827)

447 NGZ

Im Jahre 447 NGZ trafen Ernst Ellert und Testare in der Galaxis Absantha-Gom in einer Station der Barkoniden erneut auf den Kundschafter Barkon. Zusammen gingen sie auf die Suche nach dem »Ort der Erfüllung«, einer barkonidischen Station in der Mächtigkeitsballung ES. Dort sollten Ellert und Testare barkonidische Körper erhalten. Ihre Suche führte sie über eine Reihe von Transmitterstationen schließlich auf den Planeten Kembayan (Erinnerung) im Kugelsternhaufen M 70. Hier stellte sich heraus, dass der »Ort der Erfüllung« identisch war mit den Tiefschlafanlagen der Hüter der Stationen. (PR 1366PR 1384)

Wenn die Bewusstseine der Kundschafter zur Berichterstattung das Geisteskollektiv der Querionen aufsuchten, ließen sie ihre Körper in den Tiefschlafbehältern ohne Bewusstsein zurück. Durch die Übernahme von zwei unbesetzten Körpern erhielten Ellert und Testare Zugang zu deren Gedächtnis und erfuhren so von der Geschichte der Barkoniden. (PR 1384)

1170 NGZ

Letztmals kamen Saedelaere, Ellert und Testare im Jahre 1170 NGZ während ihrer Mission als ES-Sucher nach Kembayan, wo sie in der Station der Barkoniden auf Schläfer trafen, die durch den Nakken Paunaro aufgeweckt worden waren.

1463 NGZ

Im Mai 1463 NGZ traf Perry Rhodan in der Galaxie Anthuresta auf die Tryonische Allianz, zu der auch das Volk der Arki gehörte. Rhodan vermutete, dass es sich bei den Arki um Nachkommen der Barkoniden handeln könnte und dass die Superintelligenz ES vor langer Zeit Barkoniden nach Anthuresta gebracht haben könnte, aus denen sich dann die Arki entwickelt hätten. (PR 2567)

Geschichtlicher Widerspruch

Während Clark Darlton in PR 32 schrieb, dass die Barkoniden ursprünglich aus der Milchstraße stammen und ihr Planet durch einen Unglücksfall aus dieser in den Leerraum Richtung Andromeda herausgeschleudert wurde, wird die Geschichte in PR 275 vom selben Autor komplett anders dargestellt:

Ihrer Sage nach stammen die Barkoniden nun aus Andromeda und verließen die Galaxie als Rest eines großen Volkes auf der Flucht vor einer großen unbekannten Gefahr. Nachdem der Planet zu einem Raumschiff umgebaut worden war, verließen sie Andromeda und steuerten die Milchstraße an. Zudem sind sie nun die letzte von mehreren Teilgruppen des Volkes, die bereits geraume Zeit vorher vor dieser unbekannten Gefahr geflohen waren. Der Verbleib der anderen Gruppen ist unbekannt.

In PR 1384 wurde die gesamte Geschichte der Barkoniden noch einmal zusammengefasst wiedergegeben. Diese Version orientierte sich wieder an dem in PR 32 Geschriebenen.

Quellen

PR 32, PR 95, PR 275, PR 827, PR 1366, PR 1384, PR 1519, PR 2567