Elfahder

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Titel Protektor der Elfahder. Für weitere Bedeutungen, siehe: Protektor.


Das Volk der Elfahder stammt vom Planeten Elfahd in der Galaxie Absantha-Shad.

Inhaltsverzeichnis

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Heft: PR 1267
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Heft: PR 1278
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Erscheinungsbild

Über die ursprüngliche Gestalt der Elfahder lagen lange Zeit keine gesicherten Daten vor. Die gängigste Theorie war, dass sie humanoid und recht menschenähnlich waren. Daneben existierten aber unter den Elfahdern noch weitere Theorien. Eine ging davon aus, dass die Körper der Elfahder aus zu Knoten bildenden Wurmfäden bestanden. Eine weitere Theorie sprach von faustgroßen Wesen, die zu lockeren Ballen zusammengeklebt waren. Einer anderen Theorie nach waren die Elfahder ursprünglich Kolosse. (PR 2569, S. 16-17)

Tatsächlich stammten die Elfahder von den Andury ab, deren humanoide Gestalt damit auch die Urform der Elfahder des »Goldenen Zeitalters« darstellte. Im Laufe der Geschichte wurde der Körper der Elfahder allerdings durch Genmanipulationen zu einer formlosen, schneeweißen Masse. Aus diesem Körper können Seh-, Hör-, Riech- und sonstige Organe sowie Gliedmaßen in Form von Pseudopodien ausgebildet werden. Diese sind allerdings nicht sehr »stabil«, so dass es eines Exoskeletts bedarf, um der Funktionsfähigkeit eines humanoiden Körpers zu entsprechen. Deshalb tragen die Elfahder überwiegend igelpanzerartige Rüstungen. (PR 2597, S. 46-47, ...)

Eine sexuelle Vermehrung findet seit der genetischen Umwandlung nicht mehr statt. Stattdessen schnüren Elfahder einen Teil ihrer Körpermasse ab. Der Ableger übernimmt die Charaktereigenschaften seines Elters ist ansonsten aber ein eigenständiges Individuum. Die Geburtenrate liegt auf einem niedrigen Niveau und reicht gerade die Population konstant zu halten.

Kultur

Auf ihrer Heimatwelt leben Elfahder zurückgezogen, beinahe eremitisch. Ihre jeweiligen Quartiere sind weit voneinander verteilt, mitten in den Wäldern und Sümpfen. Körperlicher Kontakt untereinander ist verpönt und gilt als Zeichen einer psychischen Störung. Zur Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten suchen Elfahder so genannte Gesprächshäuser auf, wo sie sich mit Bekannten auf einen Plausch verabreden oder mit Gleichgesinnten Diskussionsrunden führen.

Trotz ihrer hochentwickelten Technologie ziehen viele Elfahder es vor, sie nicht zu sehen und nur selten zu nutzen. So ziehen sie bar jeder Rüstung durch die Sümpfe und genießen die Vorzüge ihres protoplasmischen Körpers.

Gegenüber Fremden, im Besonderen falls es sich um Humanoide handelt, sind Elfahder extrem vorsichtig. Viele sehnen sich nach einer festen Gestalt. Charakterlich schwächere Individuen kann eine solche Begegnung an den Rande des Wahnsinns treiben.

Die Elfahder sprechen Sothalk. Sie haben eine sehr melodische Aussprache, ihre Stimmorgane verleihen dem Sothalk eine musikalische Eigenständigkeit.

Körperlose und Körperbewahrer

Als Perry Rhodan im Januar 1463 NGZ auf dem Polyport-Hof KREUZRAD auf ein Expeditionskorps der Elfahder stieß, das auf der Suche nach den »Ahnen« war, unterteilten sich diese in zwei Fraktionen: die Körperlosen und die Körperbewahrer.

Die Körperbewahrer stützten ihren gallertartigen Körper durch ein Exoskelett, das aus einer weitgehend humanoiden Panzerung bestand und den ganzen Körper bedeckte. Es erinnerte an eine mittelalterliche Ritterrüstung. Der Kopf oder Helm war zumeist oval geformt und ließ sich fast vollständig in den Körper einziehen. Auch im Gesichtsbereich bemühten sich die Körperbewahrer um einen möglichst humanoiden Eindruck und gestalteten ihn mit individuellen Merkmalen. Hinter der humanoiden Form des Exoskelettes steckte der Wunsch, der vermeintlichen Urform der »Ahnen« möglichst nahe zu kommen.

Im Gegensatz zu den Körperbewahrern war es die Philosophie der Körperlosen, der tatsächlichen Körperform der »Ahnen« nicht vorgreifen zu wollen, bevor sie diesen nicht tatsächlich begegneten. Daher verzichteten sie auf den Versuch einer humanoiden Nachbildung, um keinen falschen Erwartungshaltungen Vorschub zu leisten. Ihr Exoskelett bestand aus eingekerbtem mattgrauen Metall und hatte einen Durchmesser von etwa 90 Zentimetern, wobei es ebenfalls den Körper komplett verdeckte. (PR 2521, PR 2568)

Protektoren und Oberprotektoren

Die Elfahder, denen Perry Rhodan auf dem KREUZRAD begegnete, trugen die Titel Protektor und Oberprotektor. Diese Titel leiteten sich von der schützenden Wirkung der Exoskelette der Elfahder ab. (PR 2568, S. 17). Dabei war der Oberprotektor zugleich der Anführer der Elfahder.

Namentlich bekannte Protektoren waren Cemblar, Gladyr, Volh, Warhl und Xorl. Einziger bekannter Oberprotektor war Bellyr.

Stammbaum

 
 
 
 
Andury
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Halbspur-Changeure
 
 
 
Elfahder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Körperbewahrer
 
 
 
Körperlose

Raumschiffe

Elfahder-Schiffe bestehen grundsätzlich aus zehn Kugelsegmenten und werden Perlkugelraumer genannt. (PR 2521)

Die mittleren vier Kugelsegmente bilden das Mutterschiff. Die drei Heck- und die drei Bugkugeln können ausgeklinkt und variabel eingesetzt werden. Sie können verschiedenste Aufgaben erfüllen, als Bei- und Erkundungsboote oder Laderaum, sie können auch in fliegende Bomben oder in vollsyntronische Spione umfunktioniert werden. Die vier Kugeln des Mutterschiffes, jede mit einem typischen Durchmesser von 20 Metern, sind starr miteinander verbunden. Die beiden Zentrumskugeln sind als Kommandozentrale ausgebaut, beherbergen aber auch die Triebwerksblöcke. In den Zeiten des Permanenten Konflikts wird Enerpsi-Technik verbaut, Lineartriebwerke besitzen nur die Schiffe, die oft in Kalmenzonen unterwegs sind.

Risszeichnung

Bekannte Raumschiffe

Bekannte Elfahder

Bekannte Kolonien

Geschichte

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Protektor Warhl und sein Kampf-Malter
Heft: PR 2521 - Innenillustration
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Die tiefste Vergangenheit der Elfahder, als sie noch ihre humanoide Körperform hatten, existiert nur noch in Form von Sagen und Legenden, Aufzeichnungen darüber gibt es keine mehr. Bekannt ist das so genannte Goldene Zeitalter. Es liegt im Zeitraum von 250.000 bis 50.000 v. Chr., damals verließen viele Elfahder ihre Heimatwelt, und es wurden Kolonien auf vielen Welten gegründet. Dieses Zeitalter endet mit der Großen Katastrophe. Diese Katastrophe überraschte das Volk der Elfahder und führte zu großen Veränderungen. Die Elfahder hatten zwar berechnet, dass die beiden Galaxien Absantha-Shad und Absantha-Gom sich irgendwann durchdringen würden, doch sie erkannten darin keine Gefahr für ihr Heimatsystem. Diese Gefahr wurde dann aber unvermittelt sehr akut, als ein Weißer Zwerg, ein Irrläufer aus Gom, entdeckt wurde, der sich rasend schnell näherte und innerhalb von dreißig Jahren das Aachd-System erreichen würde. Die Mittel, dies zu verhindern, überstiegen die Möglichkeiten der Elfahder, so begannen sie mit der Evakuierung des Systems. Die Wissenschaftler hatten errechnet, dass Maard Uyo, das Auge des Teufels, wie der Weiße Zwerg genannt wurde, die Planeten aus ihren Bahnen reißen, aber nicht zwangsläufig vernichten würde.

Die Evakuierung ging nur schleppend voran, so dass nur etwa sieben der insgesamt achtzehn Milliarden Elfahder ihr Heimatsystem verlassen konnten. Deshalb fassten Mikrobiologen und Genetiker einen entscheidenden Plan. Ihre Idee sah vor, durch Genmanipulation eine neue Spezies von Elfahdern zu schaffen, die Jahrtausende der Weltraumkälte, der Atmosphärelosigkeit und des Nahrungsmangels im Tiefschlaf überstehen würde. Das Projekt lief an, obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung ablehnend verhielt, auch weil die Genetiker keinen Hehl daraus machen, dass das Produkt der Mutation ein Klumpen Plasmasubstanz ist. Doch auch diese Idee wurde zu langsam umgesetzt, erst drei Milliarden Elfahder waren okuliert, als die Katastrophe sich bis auf fünf Zeitjahre genähert hatte. Da erschien der Ewige Krieger Ayanneh. Er griff zugunsten der Massenmutation ein, und das Projekt gelang, zehn Milliarden Elfahder lagen die nächsten 5000 Jahre im Tiefschlaf, während ihr Planet aus dem System herausgerissen wurde, aber auch wieder zurückfand. Nur vier Milliarden Elfahder überlebten diese Periode, die anderen starben einen gewaltsamen Tod durch Naturkatastrophen. Nach dem Erwachen aus ihrem Tiefschlaf besiedelten die Elfahder erneut ihre Heimat. Sie lebten aber ab sofort im Dschungel und gingen ihrer Arbeit in den Fabriken, den Laboratorien, den Verwaltungsstellen und den Dienstleistungsbetrieben nach. Städte gründeten sie keine mehr. Sie bauten Raumschiffe und nahmen wieder Verbindung mit anderen Sternenvölkern auf. Doch sie gründeten keine Kolonien mehr.

Einige Jahrtausende später, etwa um 30.000 v. Chr., kehrte dann Ayanneh zurück und gründete die erste Upanishad. Die Elfahder wurden zu den treuesten und engsten Dienern des Kriegerkultes.

Erst ab 429 NGZ begann mit der Mission Volcayrs das Umdenken, das im Jahr 447 NGZ darin gipfelte, dass sich alle Elfahder von den Singuva und dem Irrglauben des Permanenten Konflikts abwandten.

1463 NGZ traf Perry Rhodan auf KREUZRAD auf Elfahder-Abkömmlinge, die als Körperbewahrer und Körperlose auftraten. Diese Elfahder unter der Führung von Oberprotektor Bellyr befanden sich auf der Suche nach ihren sogenannten »Ahnen«. (PR 2521)

In der Folge unterstützten die Elfahder die Stardust-Terraner beim Kampf gegen die Frequenz-Monarchie und gegen VATROX-VAMU. So begleitete Bellyr an Bord seines Flaggschiffs ELFA im Februar 1463 NGZ Stuart Lexa und Sean Legrange ins Stardust-System, wo die Elfahder am 8. Februar zunächst Zeuge der Auseinandersetzung zwischen VATROX-DAAG und VATROX-VAMU wurden, bevor am 11. Februar der Sextadim-Schleier um das System zusammenbrach und VATROX-VAMU in das System eindringen konnte. (PR 2541)

Ende März begab sich Bellyr an der Seite von Stuart Lexa zunächst zurück nach KREUZRAD, bevor die Reise weiterging zum Planetoiden P-17-25-1463. Auf dem Weg dorthin erinnerte sich Bellyr an die Legenden der »Ahnen« und deren Suche unter der Führung von And-Elfa-Ury nach den Hütern des Lichts, wie sie ihm mündlich von seinen Vorfahren überliefert worden waren. (PR 2569)

...

Am 11. Mai 1463 NGZ fand Bellyr bei seiner ersten Begegnung mit dem Halbspur-Changeur Akika Urismaki heraus, dass die Andury, aus denen die Halbspur-Changeure hervorgegangen waren, gleichzeitig die »Ahnen«, also die Vorfahren der Elfahder waren. (PR 2597, S. 47).

Quellen

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