Gänger des Netzes

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Die Gänger des Netzes (GdN) waren eine Organisation, die in der Mächtigkeitsballung Estartu für die Erhaltung des Moralischen Kodes des Universums und gegen die Macht der Ewigen Krieger kämpfte. Von diesen wurden sie als Gorims bezeichnet.

Allgemeines

Sie waren in der Lage, die Präferenzstränge des Psionischen Netzes direkt zu nutzen, verfügten aber auch über Raumschiffe mit Enerpsi-Antrieb. Die Basiswelt der Gänger des Netzes war Sabhal. So genannte Gorim-Stationen waren an den Hauptknotenpunkten des Psionischen Netzes eingerichtet.

Ziele

Ursprünglich wurde die Organisation der GdN speziell zum Schutz des Kosmonukleotids DORIFER gegründet. Durch den Konflikt mit den Ewigen Kriegern wurden die Ziele der GdN später neu definiert. Im Wesentlichen lauten sie wie folgt:

  1. Die von den Ewigen Kriegern angerichteten Schäden am Psionischen Netz sollen behoben werden.
  2. Weitere Aktionen der Ewigen Krieger, die zu neuen Schäden am Psionischen Netz führen würden, sollen verhindert werden.
  3. Die Lehre vom Permanenten Konflikt soll zerschlagen werden.

Beitritt

Der Organisation der Gänger des Netzes konnte man sich nicht aus eigenem Entschluss anschließen, man musste vielmehr »eingeladen« werden. Nur wer über eine Geisteshaltung und Persönlichkeit verfügte, die den Zielen der GdN entsprach, konnte eine Einladung erhalten. Neue Gänger des Netzes wurden durch einen psionischen Imprint, dem Abdruck des Einverständnisses, als Mitglieder der Organisation gekennzeichnet. Der psionische Imprint führte zur einer Bewusstseinserweiterung des Neumitglieds und verlieh ihm eine psionische Ausstrahlung, die ihm den Zutritt zum Psionischen Netz erst ermöglichte. Über den Imprint konnten die Mitglieder der Organisation sich untereinander erkennen. Darüber hinaus scheint der Abdruck seinen Träger gegenüber suggestiver Beeinflussung zu schützen.

Das Netzgehen

Für das - auch Persönlicher Sprung genannte - Netzgehen wurden die Präferenzstränge des Psionischen Netzes genutzt. Überall dort, wo ein Netzgänger einen solchen Strang vorfand, konnte er sich in ihn einfädeln und sich an diesem entlang nach dem Prinzip der Absoluten Bewegung in Nullzeit an einen Zielort begeben, den er zuvor per Gedankenbefehl festgelegt hatte. Vor Erreichen des Zielortes konnte der Netzgänger diesen sehen und war in der Lage, den genauen Absetzpunkt zu bestimmen.

Üblicherweise wurde der Persönliche Sprung von Planetenoberflächen aus angetreten. Von Bord eines Raumschiffes, das sich mit dem Enerpsi-Antrieb entlang eines Normstrangs fortbewegte, konnten die Netzgänger sich nicht direkt ins Psionische Netz einfädeln. Sollte dies geschehen, musste das Raumschiff zuerst eine Kreuzung mit einem Präferenzstrang anfliegen.

Da Unfälle während des Netzgehens nicht ausgeschlossen werden konnten, trugen die Netzgänger spezielle Netzkombinationen. Diese Anzüge glichen in ihrer Funktionsweise den SERUNS und schützten ihre Träger, falls diese zum Beispiel aus dem Psionischen Netz herausgeschleudert wurden und im freien Weltraum rematerialisierten. In den Rechnern der Netzkombinationen war eine komplette Karte der Präferenzstränge gespeichert, mit der die Netzgänger sich neu orientieren konnten.

Gorim-Stationen

auch: Netzgänger-Station

Beschreibung

Stützpunkte der GdN waren an den Kreuzungspunkten von zwei oder mehr Präferenzsträngen des Psionischen Netzes zu finden. Sie waren meist auf Planeten stationiert, einige befanden sich aber auch im freien Weltraum. Die GdN konnten sich dort neu ausrüsten oder die Stationen als Einsatzbasen nutzen. Insgesamt existierten circa 5000 dieser Gorim-Stationen in allen Galaxien ESTARTUS. Manche lagen in den so genannten »Kalmenzonen« des Netzes und waren nicht mehr erreichbar, viele waren auch durch die Ewigen Krieger zerstört worden.

Der Aufbau der Gorim-Stationen war immer gleich. Eine solche Station glich einer vierfingrigen Hand mit einer Höhe von 300 Metern. Die Basis war 200 Meter hoch und 110 Meter breit, die Finger waren jeweils 100 Meter hoch mit einem Grundriss von 20 mal 20 Metern. Sie enthielten hauptsächlich Lagerräume für Ausrüstung und Hangars für Gleiter oder kleinere Raumboote. Die Zentrale sowie Wohnbereiche, Energieerzeuger und Lebenserhaltungssysteme befanden sich im Hauptteil der »Hand«.

Alle Gorim-Stationen waren durch ein Informationssystem vernetzt, in dem die Netzgänger neue Erkenntnisse speichern und untereinander austauschen konnten. In den Stationen konnten sich die körperlosen Querionen mithilfe besonderer Geräte in Körperprojektionen materialisieren. Die Gorim-Stationen konnten durch Ankopplung eines externen Enerpsi-Antriebs zu anderen Standorten verlegt werden.

Darstellung

Risszeichnung: »GORIM-STATION« (PR 1311) von Christoph Anczykowski

Bekannte Stationen

Geschichte

Vorgeschichte

Die Möglichkeit, die Stränge des Psionischen Netzes als Transportwege zu benutzen, war schon vor sehr langer Zeit von den Querionen entdeckt worden. Eine Gruppe von Querionen spaltete sich vom Hauptvolk ab, widmete sich ganz dem Netzgehen und vollzog dadurch im Laufe der Zeit den Entwicklungsschritt zur körperlosen, rein geistigen Existenzform. Sie gewannen tiefe Einblicke in die Struktur des Kosmos und die Wirkungsweise des Moralischen Kodes. Sie entdeckten das Kosmonukleotid DORIFER und machten dieses zum Objekt einer beinahe religiösen Verehrung.

Die Organisation der Gänger des Netzes wurde von Wybort und zwölf weiteren Querionen (darunter Tornybred, Lobad und Caneasi) im Jahre 49.990 v. Chr. gegründet. Letztendlicher Auslöser für die Umsetzung der bereits seit längerem von dieser Gruppe von Querionen gehegten Idee war dabei die Erhöhung der Psi-Konstante im Einflussbereich DORIFERS im Jahre 50.027 v. Chr.

Zunächst bestand die Organisation nur aus den sie gründenden Querionen. Die sich in der Mächtigkeitsballung Estartu nach dem Weggang der Superintelligenz ausbreitende Lehre vom Permanenten Konflikt ließ diese aber erkennen, dass es schwierig sein würde, die sich selbst gestellte Aufgabe alleine zu lösen.

Als die Querionen die Entwicklung des Enerpsi-Antriebs durch die Nakken und die Pterus beobachteten, wurde ihnen klar, dass durch die Veränderung der Psi-Konstante nun auch nicht vergeistigte Wesen in der Lage waren das psionische Netz als Transportmedium zu nutzen. Die Querionen luden deshalb Angehörige verschiedener Völker ein, sich den Gängern des Netzes anzuschließen und mit ihnen zusammen DORIFER vor dem Zugriff der Ordnungs- und Chaosmächte zu schützen. Zu diesem Zweck richteten sie eine Station in unmittelbarer Nähe DORIFERS ein, von wo aus das Kosmonukleotid beobachtet und mit Dorifer-Kapseln sogar im Inneren erkundet werden konnte.

5. Jahrhundert NGZ

Im Jahr 445 NGZ gab es, nachdem Eirene den Abdruck des Einverständnisses erhalten hatte, 483 Gänger des Netzes (PR 1300), darunter jedoch nur noch zwölf Querionen. Folgende Zellaktivatorträger und Personen aus deren Umfeld gehörten zu den Netzgängern:

Reginald Bull und Geoffry Abel Waringer waren selbst zwar keine Netzgänger, arbeiteten aber eng mit ihnen zusammen.

In dieser Zeit war die Tätigkeit der Gänger des Netzes geprägt durch den Konflikt mit den Ewigen Kriegern. Wichtige Völker aus der Mächtigkeitsballung ESTARTUS, vor allem die Elfahder, konnten auf die Seite der Gänger des Netzes gezogen werden. Nach und nach konnte der Kult um die Ewigen Krieger und die Lehre des Permanenten Konflikts geschwächt werden.

Als DORIFER 446 NGZ erneut eine erhöhte Aktivität aufzuweisen begann, weil Teile der Galaxie Hangay aus dem sterbenden Universum Tarkan ins Einsteinuniversum versetzt werden sollten, und als 447 NGZ gewaltige Mengen von Paratau in unmittelbarer Nähe des Kosmonukleotids deflagrierten, kam das Ende der Organisation der Gänger des Netzes. DORIFER machte die von ihm selbst vorgenommene Manipulation des Psionischen Netzes rückgängig, so dass das Netzgehen nicht mehr möglich war.

Am 22. März 447 NGZ erklärte Wybort in der Halle des Anfangs auf Sabhal auf einer Generalversammlung die Organisation für aufgelöst. Auf einen Redebeitrag Atlans hin entschlossen sich die bisherigen Gänger des Netzes, ihr Wirken neu auszurichten. Sie wollten sich zukünftig darum bemühen, dem durch den Ausfall des technisch nutzbaren psionischen Netzes im Reich der Zwölf Galaxien entstehenden Leid entgegen zu wirken. (PR 1356)

Quellen

..., PR 1348, PR 1356