Arkon I
Dieser Artikel befasst sich mit dem Planeten Arkon I. Für weitere Bedeutungen, siehe: Arkon (Begriffsklärung).
Arkon I, auch Gos'Ranton genannt, die Kristallwelt, ist einer der drei Hauptplaneten des Großen Imperiums der Arkoniden. Zusammen mit Arkon II und Arkon III bildet er im Arkon-System Tiga Ranton (d. h. drei Welten), das Wahrzeichen des Machtanspruches des arkonidischen Volkes. Arkon I dient den Arkoniden ausschließlich als Wohnwelt und beherbergt seit jeher das Regierungszentrum der arkonidischen Reiche.
| Astrophysikalische Daten: Arkon I | |
|---|---|
| Andere Namen: | Gos'Ranton, Kristallwelt |
| Sonnensystem: | Arkon |
| Galaxie: | Milchstraße (M 13) |
| Entfernung zum Solsystem: | 34.000 Lichtjahre |
| Monde: | 0 |
| Rotationsdauer: | 28,37 h (20 Tontas) |
| Durchmesser: | 12.980 km |
| Schwerkraft: | 1,05 g |
| Atmosphäre: | erdähnlich: Stickstoff, Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlendioxid, ... |
| Bekannte Völker | |
| Arkoniden | |
Übersicht
Arkon I hat einen einzigen, zusammenhängenden Großozean, der den Namen Tai Shagrat trägt. Der größte Kontinent liegt am Äquator, erstreckt sich über den halben Planeten und trägt den Namen Laktranor. Auf diesem Hauptkontinent befinden sich die meisten wichtigen Einrichtungen und Raumhäfen. Vier weitere Kontinente sind über den Planeten verteilt: Shrilithra, Shargabag, Krysaon und Kator-Arkoron. Zudem gibt es noch kleine Inselgruppen.
Die Rotation von Arkon I liegt nach dem Entstehen der drei Synchronwelten bei 28,37 terranischen Stunden, mithin also ein arkonidischer Prago. Durch die nicht vorhandene Achsenneigung und die manipulierte ideale Umlaufbahn um die Sonne, besitzt Arkon I keine Jahreszeiten. Hierdurch - und durch perfekte Wetterkontrolle - besitzt der Planet ideale Wetterbedingungen. Das Temperaturmittel beträgt 35 °C.
- Anmerkung: Auf Terra herrschen circa 15 °C als globales Temperaturmittel (global mean surface air temperature, die globale Durchschnittstemperatur der bodennahen Luftschichten). Eine mittlere Temperatur von 35 °C auf Arkon im Zusammenhang mit den ausgedehnten Eiskappen an den Polen müsste zwangsläufig bedeuten, dass es am Äquator regelmäßig Tagestemperaturen zwischen 50° oder 60° C gäbe. Von idealen Wetterbedingungen könnte man dann auch als wärmegewohnter Arkonide nicht mehr sprechen. Ganz zu schweigen davon, dass Arkon I mehr zusammenhängende Landfläche und weniger Ozeanfläche hat als Terra, was auf dem Hauptkontinent ein starkes Kontinentalklima erzeugt. Wahrscheinlich meinten die Autoren nicht das globale Temperaturmittel, sondern die mittlere oder die im Normalfall zu erwartende Tagestemperatur in bestimmten Regionen.
Die Oberfläche von Arkon I gleicht einer riesigen Parklandschaft. Generationen von Landschaftsarchitekten und Planetendesignern haben hier eine Welt geschaffen, die der überzüchteten Zivilisation eines alten Kulturvolkes Rechnung trägt. Sämtliche Landstriche des Planeten sind anthropogen beeinflusst, naturbelassene Landschaften gibt es nicht.
Auf Arkon I leben circa 10 Milliarden Arkoniden. Da dieser Planet allein den Wohnzwecken dient, verteilen sie sich großzügig über die Oberfläche. Über den ganzen Planeten sind die typisch arkonidischen Trichterbauten weitläufig verstreut. Es gibt genügend Regionen, wo man lange laufen kann (falls ein Arkonide läuft), bis man einen Nachbarn trifft. Dort sind auch die wenigen produzierenden Farmen der Essoya angesiedelt, in denen einige exklusive Luxusgüter, wie zum Beispiel der Nettoruna-Wein, produziert werden. Besiedelt sind auch Teile der Polkappen, die nicht vereist sind.
Auf Arkon I gibt es keine großen Ansiedlungen nach terranischen Muster, was dem maximalen Individualismus geschuldet ist, der auf Arkon herrscht. Zwar gibt es auch auf Arkon Millionenstädte, doch diese sind völlig anders aufgebaut als terranische Metropolen. Selbst die »bescheidenen« Behausungen, die das einfache Volk bewohnt, sind von einer Pracht und einer luxuriösen Ausstattung, die man sich als Terraner nur schwer vorstellen kann.
Großartige Prachtstraßen umlaufen den gesamten Planeten, wobei sie weniger als Verkehrsverbindungen, sondern eher der Erholung und Entspannung dienen. Für Schnellverbindungen existieren tief unter der Oberfläche Rohrbahnen, nach 2048 wurden auch die alten Transmitterverbindungen reaktiviert, deren Benutzung einst von Imperator Nardonn XX. verboten wurde.
Kontinente
|
Bekannte Landschaften
|
GebirgeDie 18 höchsten Erhebungen (ohne Nachbargipfel):
Bekannte Ortschaften
Bekannte Familiensitze
Berühmte Sehenswürdigkeiten
|
Geschichte
Ursprünglich war Arkon I der zweite Planet des Sonnensystems. In den Jahren 6320 bis 6330 da Ark wurde von Imperator Gonozal III. ein ehrgeiziges Projekt gestartet, das letztlich zu der Drei-Planeten-Konstellation Tiga Ranton führen sollte. Da die Kristallwelt (urspr.: Arkon III) für den Handel, die Wohnflächen und die Industrie zu klein wurde, wurden der zweite und der vierte Planet mit riesigen Impulstriebwerken versehen und innerhalb von drei Jahrtausenden auf eine gemeinsame Umlaufbahn mit Arkon III gebracht. Die vorher auf dem dritten Planeten beheimateten Arkoniden siedelten sich nach der Planetenverschiebung auf dem ehemals zweiten Planeten (Arkon I) an, während die eigentliche Heimatwelt, der dritte Planet (nun Arkon II), nun industriell und wirtschaftlich exzessiv genutzt und zu einem lebensfeindlichen Moloch wurde.
Nach dem Abschluss des Projekts wurden im Laufe der Zeit die Tiga Ranton als ursprünglich existierende Konstellation propagiert, um den Stellenwert der Arkoniden unter den Bewohnern der Milchstraße zu erhöhen. Das Wissen um diese Umsiedlung ging im Lauf der Jahrtausende plangemäß verloren.
...
Im Jahr 1290 NGZ ließ Bostich I. auf Arkon I die Prunkstadt Mirkandol errichten, um dem Galaktikum einen neuen Versammlungsort zu bieten. (PR 1921)
Arkon I sollte im November 1345 NGZ in eine Parzelle des Chaotenders VULTAPHER umgewandelt werden. Dies konnte von den Terranern durch den Einsatz von Carapol-Strukturbrennern verhindert werden.
Weitere Karten
Eine Karte der Kristallwelt Gos'Ranton in Zylinderprojektion findet sich in PR 2050 Arkon I.
Eine Karte von Arkon I in Merkator-Projektion findet sich auch im PR-Sternenatlas