Metagrav

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Der Metagrav war von den ersten Jahrhunderten der Neuen Galaktischen Zeitrechnung bis zum Hyperimpedanzschock das Standardtriebwerk in der Milchstraße. Es basiert auf künstlichen Schwerkraftfeldern.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Hyperkon-Antrieb - später im allgemeinen Sprachgebrauch setzte sich jedoch der Begriff Metagrav durch - wurde theoretisch von dem großen terranischen Wissenschaftler Payne Hamiller zwischen 3586 und 2 NGZ (entspricht 3589 alter Zeitrechnung) entwickelt, in der Praxis wegen seines frühen Unfalltodes jedoch erst in den Jahren um 300 NGZ zur Vollendung geführt.

Der Einsatzbereich der Metagrav-Triebwerke lag anfangs vor allem bei den Schiffen der LFT und der Kosmischen Hanse. Die Idee zu diesem Antrieb ist jedoch keine terranische Errungenschaft, sondern wurde von den Laren und Wyngern übernommen, die ein ähnliches Prinzip für ihre Raumschiffe verwendeten. Es war nicht Trägheit, die dazu führte, dass die terranische Technik den Hyperkon-Antrieb erst mehr als vierhundert Jahre nach der Bedrohung durch die Orbiter als Standard-Ausrüstung für Raumschiff-Neubauten einführte. Das Prinzip musste terranischen Bedürfnissen angepasst werden – die wichtigsten Arbeiten in dieser Beziehung leistete damals noch Payne Hamiller. Die Entwicklung der Triebwerke mit ihrer umfangreichen peripheren Ausstattung war kostspielig. Und schließlich kamen die Kosmische Hanse und die Liga Freier Terraner, ohne sich dabei wehzutun, vorläufig noch bequem mit dem herkömmlichen Triebwerkssystem aus, so dass das Projekt HYPERKON lange Zeit auf kleiner Flamme gekocht wurde.

Nach den Begegnungen mit diesen beiden Völkern hat die terranische Technik gelernt, sich Energie durch Abzapfung energetisch übergeordneter Kontinua, also aus dem Hyperraum, zu beschaffen. Ein Anwendungsbereich dieser Energiequelle stellt nun der Hyperkon-Antrieb dar.

Nach dem Hyperimpedanzschock 1331 NGZ steht der Hyperkonantrieb infolge stark verschlechterter Wirkungsgrade nicht mehr zur Verfügung.

Funktionsweise

Das Metagrav-Triebwerk gehört zur Kategorie der Feldantriebe. Insofern ist seine Verwandtschaft zum Antigrav- und Lineartriebwerk sehr nahe. Das Metagravtriebwerk versetzt im aktivierten Zustand das Objekt in den freien Fall, das heißt, es wirken keine äußeren Kräfte mehr darauf ein. Dazu wird ein schwaches, unvollständig geschlossenes Hyperfeld aus dem HF-Band generiert, das infolge seiner Justierung im Bereich KAPPA = 103 mKl (1) nur eine schwache Absenkung der Manifestation (Teilentmaterialisation) bewirkt. Das Objekt besitzt nun eine Semi-Manifestation. Der Übertritt in diese Zone von außen (z. B. durch andockende Beiboote etc.) geschieht wegen der geringen Absenkung ohne merkliche Schwierigkeiten – analog der Benutzung eines Antigravschachtes.

(1) Der Bereich von Semi-Manifestation betrifft die Werte von 0 bis 999,99-Periode Millikalup (als mKl abgekürzt). Höhere Hyperfrequenzen auf der Kalupskala (dann als Kp abgekürzt) treten stets als ganzzahlige Vielfache des Grenzwertes 1 Kp auf – Millikalup-Werte geben also immer Semi-Manifestation an (eine der Besonderheiten, die Prof. Kalup zur Einführung dieser neuen Einheit brachten); Feinjustierung betrifft erst den sich asymptotisch dem Grenzwert annähernden Bereich oberhalb 999 mKl.

Leistungswerte

Das Metagrav-Triebwerk wurde sowohl als interstellares als auch intergalaktisch nutzbares Triebwerk ausgelegt. Der theoretisch maximal zu erzielenden Überlichtfaktor liegt bei etwa 2×109 (2 Milliarden); im interstellaren Flug wurden je nach vorherrschenden Bedingungen variable ÜL-Faktoren im Bereich einiger 106 (einstelliger Millionenbereich) verwendet. Technischer Standard des maximalen ÜL-Faktors bis 1331 NGZ waren etwa 8,5×107 (z. B. ENTDECKER-Klasse). Dem theoretischen Maximum konnte sich erst deutlich das GRIGOROFF-Triebwerk annähern (siehe dazu unter Verbesserungspotential).

Sublicht-Flug / Hamiller-Punkt

Die Projektoren des Metagravtriebwerks bilden die Startpunkte von bilateralen Korridoren, innerhalb der nun ebenfalls ein veränderter Manifestationszustand erzeugt wurde. Hier werden nun Wellenpakete ausgestrahlt – auch G-Vektoren genannt (wiederum aus dem HF-Band bzw. Hyperbarie – das hyperenergetische Pendant zu Masse und Gravitation). Im Schnittpunkt zweier oder mehrerer solcher Korridore bilden diese Wellenpakete durch Phasenüberlagerung ein Resonanzmuster. Durch geeignete Synchronisation der einzelnen Projektoren entsteht ein Maximum – es kommt dort zur spontanen Bildung von Masse und Gravitation durch Kondensation von Hyperbarie (Überschreitung des Grenzwertes von KAPPA = 1 Kp). Dieses künstlich erzeugte Gravitationsfeld ist von seiner Art her inhomogen, das heißt seine Stärke nimmt mit dem Quadrat des Abstandes ab (1/r2).

Diese kurzlebige Pseudomasse kann allerdings durch ihre Einbettung in die Semi-Manifestation nur auf Objekte einwirken, die in gleichem Maße entrückt sind. Der Korridorschnittpunkt wird auch Hamiller-Punkt oder »virtueller G-Punkt« genannt. Moderne Triebwerke generieren zu Manöverzwecken bis zu 16 dieser Punkte gleichzeitig. Bei einem gerichteten Beschleunigungsflug allerdings existiert nur ein einziger. Diese Abschirmung bewirkt auch, dass das Objekt nicht infolge des Gravitationsgradienten durch Gezeitenkräfte beschädigt wird.

Analogie: Man stelle sich den von Schwerefeldern freien Raum als halbwegs straff gespannte Leinwandfläche vor, das Fahrzeug als eine Murmel, die auf der Leinwand ruht. Das Hyperkon-Triebwerk wirkt nicht anders als ein Finger, der eine Delle in die gespannte Leinwand drückt (d. h. eine Raumkrümmung durch Erzeugung von Masse bewirkt). Die Murmel ist bemüht, in die Delle hinabzurollen. Aber der Finger wandert, und die Murmel hinter ihm her.

Das Objekt wird also infolge einwirkender Gravitationskräfte (exakt: konventionelles Wechselwirkungsspektrum der instabilen Hyperbarie) beschleunigt. Der Schnittpunkt wird immer in gleicher Entfernung vom Objekt projiziert. Vom Objekt gesehen bewegt sich der Schnittpunkt scheinbar von diesem fort. Das Objekt wird mitgerissen und verursacht durch seine nur unvollständige Entmaterialisation (Semi-Manifestation) eine geringe Raum-Zeit-Verzerrung (Analogie: ein Schiff auf dem Wasser (Raumzeit) taucht nur etwas ein und verursacht beim Fahren Wellen (Verzerrungen).

Für Notfälle, wie Triebwerksversagen, sind immer noch Andruckabsorber notwendig.

Die Größe der Pseudomasse – und damit des Beschleunigungsvermögens – ist abhängig von der Intensität (Energiegehalt) der Hyperbarie, die als Wellenpakete generiert werden. Der Ruck – das heißt die Änderung der Beschleunigung bzw. die Zeit bis zur Erreichung der gewünschten Beschleunigung wird bestimmt von der Dauer der Entstehung des 1. Maxima. In der Regel sind hier Größenordnungen von 10-6 Sekunden anzusetzen.

Anmerkung: Abweichend vom Originaltext des Datenblattes wurde hier eine korrigierte Fassung dargestellt, um die Konsistenz zur beschriebenen PR-Technik aufrechtzuhalten.

Überlicht-Flug / Metagrav-Vortex

Zur Einleitung der Überlichtflugphase wird das Hyperfeld des Objektes geschlossen. Dies geschieht einerseites durch spontane Verstärkung der Pseudomasse im Hamiller-Punkt unter Einhaltung ihrer Ausdehnung - es wird eine künstliche Singularität oder Schwarzes Loch erzeugt – andererseits durch eine Neujustierung des Feldes. Diese Singularität wird als Metagrav-Vortex bezeichnet.

Dadurch erfolgt eine vollständige Transition (KAPPA >= 1Kp, M -> 0, höchste Entrückung). Gleichzeitig wird ein inneres Schutzfeld erstellt, welches innerhalb seines Perimeters eine vollständige Manifestation bewahrt (M ->1). Erste Tests von Prototypen erfolgten schon 295 NGZ. Dieses Grigoroff-Schicht oder Grigoroff-Feld bezeichnete Schutzfeld wurde nach dem auf Olymp tätigen Hyperphysiker Igor Grigoroff - 137 bis 312 NGZ - benannt, der die von Payne Hamiller hinterlassenen theoretischen Grundlagen des Metagrav-Konzeptes praktisch umsetzte. Das davon umschlossene Objekt entmaterialisiert nicht, sondern bleibt in seiner Form erhalten (Konservierung des 4D-Resonanzmusters des Objektes). Im Prinzip handelt es sich hierbei ebenfalls um ein geschlossenes Hyperfeld, das allerdings das Resonanzmuster des Objektes immer wieder generiert und auf diese Weise eine Enklave von raumzeitlicher 4D-Metrik generiert (Pulsbetrieb, der natürlich zu Lasten des Gesamtenergievorrates geht). Beide Felder werden über die gleichen Emitter projiziert.

Durch die Erzeugung der kurzlebigen Singularität erfolgt der Übergang in den Hyperraum weitaus sanfter als durch herkömmliche Transition. Je höher die Gesamtenergie des Systems Objekt-Pseudomasse ist (d. h. je schneller das Objekt und je größer die Pseudomasse), desto geringer ist die notwendige Energiemenge zur Erzeugung der spontanen Überlastung der Pseudomasse. Das Objekt stürzt in einen Potentialtrichter, den es selbst erzeugt hat. Die dabei wiederum frei werdende Energie dient zur Erreichung des Flugzieles. Eine Vektorierung (Größenbestimmung) der Singularität hinsichtlich seiner Masse beeinflusst also Flugweite und Geschwindigkeit (Überlicht-Faktor relativ zum EINSTEIN-Kontinuum).

Durch die Vermeidung der Entmaterialisation bleibt der Bezug des Objektes zu seinem Heimat-Universum erhalten. Es erfolgt also keine vollständige Auslöschung seines Interferenzmusters (siehe auch Transmitter), es ist quasi durch das Grigoroff-Feld konserviert worden.

Die Rückkehr geschieht durch kontrollierte Öffnung des Hyperfeldes nach Verbrauch der Energie, die beim Eintritt gewonnen wurde und der einhergehenden Deaktivierung des GRIGOROFF-Schirmes. Die Flugzeit entspricht objektiv der zurückgelegten Strecke (linearer Zusammenhang).

Verbesserungspotential der Leistungen

Der dynamische (oder vektorierbare) Grigoroff

Versuche mit dem vektorierbaren Grigoroff-Projektor hatten zuerst keine Verbesserung der Triebwerke als Ziel, sondern waren primär zur gezielten Ansteuerung paralleler Universen gedacht - letzteres bewirkte leider, dass Forschungen auf dem Triebwerkssektor erst ab Ende des 12. Jahrhunderts NGZ wieder vorangetrieben wurden. Während der Flugphase wird die Feldgeometrie des Grigoroff-Feldes verändert. Dies erfolgte zuerst mechanisch durch Verlagerung der Projektoren (Raumschiff FORNAX), dann durch Phasenvariation an den Emittern. Dies führt zu signifikanten Geschwindigkeitsverbesserungen (Widerstandsverringerung ?). Die Ursachenklärung dieses Phänomens ist noch weitgehend offen.

Grigoroff-Triebwerk

Mit der Einführung einer Dreifach-Projektion des Grigoroff-Feldes, bei denen sich jede Feldkalotte um eine andere Hauptachse des Objektes dreht (x-, y- und z-Achse) und zusätzlich noch die einzelnen Feldschwerpunkte verlagerbar sind, lassen sich ÜL-Faktoren bis zu 200 Millionen und mehr erreichen. Die Etappenflugstrecke ist beschränkt auf bis zu 30.000 Lichtjahre. Darüber hinaus gestattet dieses System einen stationären Aufenthalt im Hyperraum, der in etwa der maximalen Etappenflugdauer bei maximalem ÜL-Faktor entspricht. Der Aufbau der gestaffelten Grigoroff-Blase integriert schon den virtuellen G-Punkt, was den Synchronisationsaufwand deutlich herabsetzt. Diese Systeme werden auch als: »Grigoroff-Triebwerk« bezeichnet.

Abschirmung der Triebwerksanlagen

Eine verbesserte Justierung in der Projektorphalanx während der Transitionsphase (effektiv im Bereich 10-6 .. 10-7 Kl) bewirkt eine optimalere Ausnutzung der Potentialenergie und damit die Erzielung höherer Überlichtfaktoren. Tests dazu liefen erstmals mit dem verschollenen Raumschiff NOVELTY. (PR-TB 395)

Beschreibung der einzelnen Bauelemente

DB Metagrav-Antrieb.jpg
Metagrav-Antrieb
© 

Gravitraf

Der Gravitraf-Speicher stellt die benötigte Hyperenergie in Form einer Potentialdifferenz zum Raumzeitkontinuum zur Verfügung. Seine Funktionsweise wird gesondert beschrieben.

Konventionelle Feldleiter

In Folge der extrem anfälligen Wellenstruktur der Hyperenergie wird diese zu den Triebwerkskomplexen in abgeschirmten Feldleitern übertragen (im Gegensatz zur normalen Bordstromversorgung, die nur zur Redundanz Feldleiter verwendet, sonst keine physisches Übertragungsmedium benutzt).

Frequenzmodulator und -transformator

Die vom Gravitraf-Speicher zur Verfügung gestellte Hyperenergie ist im Bereich von 721×106 bis 360×109 Kalup anzusiedeln (Hyper-Elektromagnetik). Für die Zwecke des Metagrav muss sie in den Bereich von 9,5×1012 Kalup gewandelt werden (Hypergravitation oder Hyperbarie). Dies leistet der Frequenzmodulator.

Abschirmung

(normal- und hyperenergetisch)

Alle internen Vorgänge im Triebwerk finden in einem teilmanifestierten Zustand statt. Um die Stabilität dieser Abläufe zu gewährleisten, werden alle beteiligten Aggregate intern (d. h. unter ihrer Verkleidung) nochmals gruppenweise aus Redundanz- und Sicherheitsgründen abgeschirmt. Diese Abschirmung betrifft die hyperenergetischen und die normalenergetischen Teile der Aggregate. Neben einer mechanischen Abschirmung (geschäumte, mit Hyperkristallen dotierte Poly-Kunststoffe) greift hier eine feldenergetische Abschirmung durch die Erzeugung von Gegenresonanzschwingungen, die einen Auslöschungseffekt mit den Störschwingungen erzielen.

Dämpfer

Mechanische Aufhängung der Aggregate und Schutz vor Schäden durch Vibrationen und Schläge.

Kühlungssysteme

...

Energiekupplungen

...

Backup-Speicher

Miniaturisierte Gravitrafspeicher als Zwischenspeicher zur Überbrückung von Engpässen und Erhaltung der Betriebsfähigkeit in Notfällen.

Steuerungselemente

Systeme zur Überwachung, Steuerung, Regelung und Synchronisation der Triebwerksanlage

Resonator

Nach dem Prinzip der stehenden Welle wird in diesem Feldresonator eine stehende Hyper-Welle aus Hyperbarie erzeugt. Diese wird dann gepulst während des Sublichtfluges abgegeben (siehe oben; Taktrate im Bereich 10-6 Sekunden).

Projektor(en)

Bestehend aus Fokussierungselementen für die gepulste Hyperbarie-Wellenpakete, Ansteuerelemente für die Emitterspulen (Phasensteuerung) und Spulentorus für das bilaterale Röhrenfeld.

Boostersystem(e)

Separates Speichersystem für Spitzenleistungen. Besteht aus einem Resonator zur Erzeugung von zusätzlicher Hyperbarie, die dann über die Fokussierung in den eigentlichen Hyperbarie-Strom eingespeist wird. Bezieht seine Energie direkt aus dem Zwischenspeicher.

Hyperfeld-Schirmgenerator(en)

Er generiert ein objekteinhüllendes Hyperfeld (offen während des Sublichtfluges, geschlossen in der Überlichtphase) sowie die Röhrenfelder (geschlossene Hyperfelder) der Projektoren.

Grigoroff-Feldgenerator(en)

Erzeugt ein Musterpuffer-Feld zur »Konservierung« des »4D-Resonanzmusters« des Objektes.

Feldemitter

Erzeugen während des Sublichtfluges das vom Hyperfeld-Schirmgenerator produzierte offene Hyperfeld (»Semi-Manifestation«), während des Überlichtfluges erzeugen sie einerseits das vollständig geschlossene Hyperfeld (Entmaterialisation) und gleichzeitig das interne Schutzfeld zur »Konservierung« des »4D-Resonanzmusters« des Objektes (Grigoroff-Feld).

Quintadim-Wandler

Im Gegensatz zum bekannten Thermalkonverter werden hier Quintronen in Elektronen umgewandelt. Dies geschieht durch einen abgewandelten hyper-photographischen Effekt auf mit Losol-dotierten Fulerenfaser-Graphitnetzen (Dicke 1–5 µm). Wirkungsgrade liegen hier bei 93–98,9%.

Weblinks

Quellen

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