Ijarkor

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Ewigen Krieger. Für weitere Bedeutungen, siehe: Ijarkor (Begriffsklärung).

Ijarkor war einer der zwölf Ewigen Krieger. Er herrschte über die Galaxie Siom Som.

PR1339Illu 2.jpg
Der Pteru Ijarkor (links),
der Singuva Srolg (rechts)
Heft: PR 1339 – Innenillustration 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war ein Pteru und körperlich kaum von einem anderen seines Volkes zu unterscheiden. Ihm wohnte allerdings etwas Ehrfurcht Gebietendes inne, das ihn von seiner Umgebung abhob. Außerdem erwuchsen ihm immer wieder Zweifel am Kriegerkult, wenn der Einfluss des Kodexgases nachließ.

In der Öffentlichkeit und bei offiziellen Anlässen trug Ijarkor häufig eine imposante Rüstung. In ihren Eigenschaften ähnelten diese Rüstungen schweren Kampfanzügen mit integrierten Waffen, Individualschirmen und anderen Gimmicks.

Charakterisierung

Wie die anderen elf Krieger der Mächtigkeitsballung Estartu unterlag auch Ijarkor dem »Atem von Estartu«. Dabei handelte es sich um eine abgewandelte, äußerst potente Form des Kodexgases, die ihm die Erinnerung an sein früheres Leben vorenthielt und seine immer wiederkehrenden Zweifel unterdrückte. Unter seinem Einfluss wandelte sich Ijarkor zu einem wahren Verfechter des Permanenten Konfliktes, der den Anweisungen der Animateure bedingungslos folgte.

Vor seiner Berufung in den Kreis der Krieger war Ijarkor eine intellektuelle und freidenkende Person, die als Dichter, Musiker und Träumer gelten konnte. Zeichen dieser Vergangenheit traten vermehrt auf, wenn das Kodexgas seine Wirkung verlor.

Geschichte

Um 50.000 v. Chr. hieß Ijarkor noch »Kor« (eine Kontraktion des altpterischen Wortes Kahor für »der Starke«). Zu dieser Zeit betrieben die Pterus seit etwa 2500 Jahren interstellare Raumfahrt und hatten in der Galaxie Muun ein eigenes Sternenreich begründet. Kurz nach dem Ende seiner Ausbildung auf dem Planeten Anamuun wurde Kor, der wegen seiner technischen Begabung und seiner Führungsqualitäten zum Techniker eingeteilt worden war, zur Außenwelt Tiffoon geschickt, wo er an einem Projekt zur Nuklearsynthese arbeitete. Dort brachte er es schnell zum Schichtführer. Seinen persönlichen Ambitionen zum Komponieren von Liedern und Schreiben von Gedichten konnte er nicht nachgehen.

Drei Jahre später, kurz vor dem Ende seiner Dienstverpflichtung, wurde er vom Singuva Scharrolk mit der SOMBATH nach Etustar gebracht und erhielt von diesem den neuen Namen Ijar-Kor (»der kämpfende Starke«). Die Singuva waren zu dieser Zeit den anderen Pterus als mächtig, weise und gerecht bekannt. Auf Etustar traf Ijar-Kor auf den Kohortenführer Ayan (»der Kluge«), der den Namen Ayan-Neh (»der kluge Streiter«) zugewiesen bekam. Außerdem hielten sich der Wissenschaftler K'Almer und die Beamtin Shu-Fu auf Etustar auf. Wie diese wurde er von Tausenden Singuva, die sich als Rat der Statthalter von ESTARTU bezeichneten, mit Kodexgas konditioniert und zum Ewigen Krieger der Galaxie Siom Som gemacht. Die SOMBATH wurde sein Flaggschiff. Außerdem wurde ihm mit einer Zelldusche die relative Unsterblichkeit verliehen.

In regelmäßigen Abständen wurde Ijarkor, wie auch die anderen Ewigen Krieger, nach Etustar gerufen, um die Zelldusche zu erneuern und mit Kodexgas behandelt zu werden. Dadurch wurden seine immer wiederkehrenden Zweifel am Kriegerkult beseitigt. Von seinen Aufenthalten auf Etustar behielt er nie Erinnerungen zurück, er hatte jedoch immer das Gefühl, ESTARTU begegnet zu sein. Die Singuva hatten sich inzwischen aus dem Licht der Öffentlichkeit zurückgezogen und hielten aus dem Hintergrund die Fäden in der Hand.

Etwa 3000 Jahre später traf er bei einem dieser Besuche auf Etustar auf den Singuva Sh'rolk, einen Nachfahren von Scharrolk. Dieser erklärte ihm, das die Ewigen Krieger nur Marionetten der Singuva seien und ESTARTU schon seit langem nicht mehr hier leben würde. Daraufhin wurde Ijarkor mit einer doppelten Dosis Kodexgas behandelt, wodurch er diese Eröffnungen wieder vergaß und mit verstärktem Eifer an seine Aufgaben ging. Dazu gehörte die Errichtung der Heraldischen Tore als Wunder von Siom Som.

...

Im Jahre 430 NGZ begegnetete Ijarkor zum ersten Mal dem Singuva Srolg, als er in Begleitung von Veth Leburian, Roi Danton und Ronald Tekener mit der SOMBATH nach Etustar flog. Hier wurde der Ewige Krieger erneut mit Kodexgas behandelt, erhielt jedoch keine weitere Zelldusche. Nachdem die beiden Terraner den Morphogenerator zerstört hatten, mit denen das Bewusstsein neuer Sothos geformt wurde, verbannte Ijarkor sie auf Srolgs Betreiben in die Orphischen Labyrinthe von Trovenoor. Nach seiner Rückkehr widmete Ijarkor sich verstärkt dem Ziel, die verhassten Gänger des Netzes zu vernichten. Zu diesem Zweck gründete er zusammen mit den Ewigen Kriegern Ayanneh und Granjcar die Organisation Hatuatano und beauftragte dem Zwerg-Gavvron Lainish mit deren Leitung.

...

446 NGZ berief Ijarkor auf dem Mond Ijarkor eine Konferenz der Ewigen Krieger ein, um dem Gerücht entgegenzuwirken, dass ESTARTU nicht mehr hier leben würde. Dieses Gerücht wurde von den Gängern des Netzes verbreitet. Nachdem der Beschluss gefasst wurde, dass Ijarkor erneut nach Estartu gehen und einen Beweis für die Existenz ESTARTUS besorgen solle, traten die Singuva auf den Plan. Sie warfen den Ewigen Kriegern Versagen vor und verkündeten, dass jedem Krieger ein Animateur zugeteilt würde.

Ijarkors Animateur wurde Srolg, der ihn auch nach Etustar begleitete. Hier erfuhr Ijarkor vom Rat der Statthalter, dass sich ESTARTU seit langer Zeit nicht mehr in ihrer Mächtigkeitsballung aufhielt. Mit Billigung der Singuva verkündete der niedergeschlagene Ijarkor diese Nachricht nach seiner Rückkehr nach Som in der Öffentlichkeit. Durch Propaganda sollte die Bedeutung der Nachricht jedoch heruntergespielt werden. Srolg gab sich später als direkter Nachfahre von Scharrolk in 200-ster Generation zu erkennen.

Nach der Zerstörung der Heraldischen Tore und der großen Kalmenzone von Siom Som erlitt Ijarkor einen psychischen Schock, der seine Reaktion auf das Kodexgas veränderte. Anstatt dass sein Glaube an den Kriegerkult erneuert wurde, erlangte er verlorengegangene Erinnerungen zurück. Auf diese Weise erkannte Ijarkor als erster Ewiger Krieger, dass seinesgleichen die ganze Zeit nur Marionetten der Animateure waren, und wandte sich innerlich vom Kriegerkult ab.

Anfang Dezember 446 NGZ verbreiteten die Gänger des Netzes eine Nachricht für die Ewigen Krieger, in der das geplante Vorgehen gegen die Menetekelnden Ephemeriden angekündigt wurde und gleichzeitig die Ewigen Krieger zur Kapitulation aufgefordert wurden. Daraufhin bestellte Ijarkor den Urheber der Nachricht an Bord seiner SOMBATH. Perry Rhodan folgte der Aufforderung und fand einen psychisch zerrütteten Ijarkor vor, der gerade seinen Animateur getötet hatte. Ijarkor teilte mit Rhodan Informationen über die Entstehung der Lehre des Permanenten Konflikts, die er aus Srolg herausgepresst hatte.

Perry Rhodan gelang es schließlich, den verzweifelten Ijarkor davon zu überzeugen, dass niemandem damit gedient wäre, wenn er sich selbst tötete. Schließlich entschied sich Ijarkor, auf der Seite der Gänger des Netzes für die Zukunft zu kämpfen.

Im Januar 447 NGZ entführte Ijarkor auf Perry Rhodans Bitte hin den Nakken Dobaril, der für die Steuerung der Menetekelnden Ephemeriden verantwortlich war, und brachte ihn nach Hubei.

...

Am Ende seines Lebens bereiste Ijarkor als Dichter Kor die Galaxien Estartus und sang von der neuen Ordnung und den Taten ihres Repräsentanten, des Desotho. Schließlich starb Kor auf Etustar in Gegenwart Stalkers, sank in sein Grab und wurde von den Eidos und Morphen bedeckt.

Quellen

PR 1293, PR 1299, PR 1319, PR 1331, PR 1332, PR 1339, PR 1348, PR 1349, PR 1359, ..., PR 1576