LEMCHA OVIR

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der lemurischen Sternenarche. Für das akonische Raumschiff, siehe LEMCHA OVIR (Akonen).

Die LEMCHA OVIR (lemur.: Hoffnungsstern ) war eine lemurische Sternenarche.

Allgemeines

An Bord des Generationenschiffes befanden sich beim Start circa 10.000 Siedler, die sich selbst als Lemcharoys bezeichneten. Das Schiff flog in einem Dilatationsflug nahe der Lichtgeschwindigkeit. Aufgrund der Zeitdilatation verging an Bord die Zeit um den Faktor hundert langsamer.

Aufbau

Die LEMCHA OVIR war das erste Schiff der zweiten Generation von Sternenarchen. Sie hatte deshalb einen anderen Aufbau und eine bessere Ausstattung als ältere Schiffe wie zum Beispiel die NETHACK ACHTON.

Zentralkörper

Der Zentralkörper war zylinderförmig. Hier befanden sich der Kommandobereich, die Wohnkabinen des Naahk und ein ringförmiger Block aus Versorgungs- und Überlebenssystemen. Der Zentralkörper war kardanisch-magnetisch gelagert und diente als »Nabe« für den ringförmigen Hauptkörper. An der Front des Zentralkörpers befanden sich auch Projektoren für Neutrino-Fangfelder.

Diese »Nabe« enthielt eine Überlebenseinheit für den Naahk. Hierbei handelte es sich um ein ebenfalls zylinderförmiges, 30 Meter langes Segment, das an der Front eine durchsichtige Halbkugel aus gerahmten Glaselementen hatte, die circa zehn Meter durchmaß. Die Überlebenseinheit verfügte über Feststofftriebwerke und konnte aus der Arche herausgesprengt werden. Für Notlandungen waren aufblasbare Aufprallkörper und Fallschirme aus Metallfolie vorhanden. In der Überlebenseinheit war die Zentrale der Sternenarche untergebracht.

Ringkörper

Der 1200 Meter durchmessende, circa 200 Meter dicke kantige Ring mit fünf Hauptdecks rotierte um den Zentralkörper. Er war in vier Quadranten unterteilt. Durch die Eigendrehung um die Längsachse wurde Schwerkraft erzeugt. Das Schiff bestand aus unterschiedlichen Stählen und Legierungen. Die Außenfläche des Ringkörpers war zur Tarnung schwarz verfärbt.

Antrieb, Bewaffnung usw.

Der Schiffsantrieb basierte wie bei allen Sternenarchen auf der Nutzung eines projizierten Neutrino-Fangfeldes. Der Schiffscomputer (genannt »Gespinst«) basierte auf einem elektromagnetischen Verarbeitungssystem. Die LEMCHA OVIR war minimal bewaffnet. Sie verfügte nur über einfache chemische Raketen mit konventionellen Sprengköpfen. Es gab keine Defensivbewaffnung oder Panzerung, nur ein einfacher vom Neutrino-Fangfeld erzeugter Ortungsschutz schützte das Schiff auch vor Meteoriten. Als Beiboote waren vier Planetenfähren vorhanden. In einem geheimen Lagerraum befand sich Icho Tolots Schiff. Von Icho Tolot oder Levian Paronn wurde ohne Wissen der Lemurer, die beim Start der Archen noch nicht über die entsprechende Technologie verfügten, ein Hyperfunksender installiert, der seine Tätigkeit aufnahm, sobald Fremde in die Zentrale eindrangen.

Die LEMCHA OVIR war die erste Sternenarche, die mit einem Andruckabsorber ausgestattet war. Dadurch wurden höhere Beschleunigungswerte und kürzere Bremsphasen als bei den älteren Modellen möglich.

Bekannte Besatzungsmitglieder

Geschichte

Die LEMCHA OVIR startete als achtzehnte von 47 Sternenarchen im Jahre 4590 dha-Tamar (51.811 v. Chr.) aus dem Orbit von Lemur.

Unter der Besatzung kam es infolge des unzureichenden Schutzes gegen interstellare Strahlung im Laufe der Zeit zu Mutationserscheinungen - im Schiffsgebrauch »Gebrest« genannt. Die Mutierten hatten die unterschiedlichsten Körpermerkmale, viele waren auch unfruchtbar. Von den ursprünglich 10.000 Besatzungsmitgliedern lebten im Jahre 1327 NGZ, also nach circa 500 Jahren Bordzeit, was circa 50.000 Jahren real vergangener Zeit entsprach, deshalb nur noch etwas mehr als 1000 Personen. Viele davon waren krank oder mutiert, 50% aller Neugeborenen waren verkrüppelt und starben. Die Lemcharoys erinnerten sich kaum noch an die lemurische Vergangenheit. Auch eine Medrovir-Behandlung brachte keine durchgreifende Besserung.

Die LEMCHA OVIR steuerte deshalb das Ichest-System (lemurisch für Zwischenhalt) an, um der Besatzung eine Regenerations-Phase zu ermöglichen. Fähren wurden zur Erkundung vorausgeschickt, wenig später wurde die Sternenarche von einem Asteroiden getroffen und stürzte auf Mentack Nutai ab. Nur die Hälfte der Lemurer blieb am Leben, der Naahk wurde beim Absturz getötet. Die Überlebenden richteten sich auf der erdähnlichen Welt ein und trafen dort auf die energetische Lebensform der Menttia.

An Bord der LEMCHA OVIR befand sich ein halutischer Kugelraumer, dieser wurde in einem versiegelten Bereich der Arche versteckt. Beim Absturz der Sternenarche löste es sich aus dem Hangar und versank im Eis der Polarregion von Metack Nutai.

Quellen

Bücher der Lemuria-Serie, insbesondere Lemuria 2 und Lemuria 3