Venus

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Planeten des Solsystems

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem auch Lahamu, Larsaf II / Larsa oder Ishtar genannten Planeten sowie den Hornwühler genannten Tieren. Für weitere Bedeutungen, siehe: Venus (Begriffsklärung), Lahamu, Larsaf (Begriffsklärung), Ischtar, Hornwühler.


Die Venus (lemur.: Lahamu – Herrin der Schlachten, arkon.: Larsa) – auch als Abendstern bekannt – ist der zweite Planet der Sonne Sol. Sie ist ein etwa erdgroßer Gesteinsplanet und hat keinen eigenen Trabanten.

Anmerkung: Benannt wurde sie nach der römischen Liebesgöttin Venus.

Dschungelplaneten bestimmter Spezifikation werden als Venus-Klasse katalogisiert, da die Venus als exemplarisch für diese Planeten gilt. Die Venus ist eine Sauerstoffwelt.

Inhaltsverzeichnis

Venus.jpg
Astrophysikalische Daten: Venus
Andere Namen: Lahamu, Larsa, Ischtar, Aphrodite, Hesperos
Sonnensystem: Sol
Galaxie: Milchstraße
Monde: 0
Typ: Dschungelwelt, Sauerstoffwelt
Mittlere Sonnenentfernung: 108,204 Mio. km / 0,72 AE (Spartac 2.1)
Perihel: 107,468 Mio. km (Spartac 2.1)
Aphel: 108,94 Mio. km (Spartac 2.1)
Jahreslänge: 224,7 d (Spartac 2.1)
Rotationsdauer: 241 h
(5832 h rückläufig lt. Spartac 2.1)
Achsneigung: 178,78° (Spartac 2.1)
Durchmesser: 12.228 km
(12.104 km lt. Spartac 2.1)
Mittlere Dichte: 5,244 g/cm3 (Spartac 2.1)
Masse: 4,869×1021 t / 0,815 Erdmassen (Spartac 2.1)
Schwerkraft: 0,85 g
(0,907 g lt. Spartac 2.1)
Fluchtgeschwindigkeit: 10,1 km/s
Atmosphäre: erdähnlich
Mittlere Temperatur: +55 °C
(+50 °C lt. Spartac 2.1)
Bekannte Völker
Terraner, Venusier
Hauptstadt: Amonaris (um 8000 v.  Chr.),
Port Venus (PR-Action 27)


Überblick

Die Venus, die aus dem All als »Gelber Planet« erscheint, ist eine urweltliche, feucht-heiße Dschungelwelt. Der mittlere Abstand der Venus zur Sonne beträgt 108.000.000 km. Ein Umlauf der Venus um die Sonne dauert 224,7 Tage, ein Venustag dauert 241 Terra-Stunden.

Anmerkung: In PR 8 wird einmal von einer 480-stündigen Rotation berichtet, da sowohl Tag wie auch Nacht 240 Stunden dauerten. Dabei handelte es sich um einen Autorenfehler, da an anderer Stelle nach wie vor von einem 120-Stunden-Rhythmus berichtet wird.

Der Planet verfügt über eine Stickstoff/Sauerstoffatmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohem Kohlenstoffdioxidanteil. Die Atmosphäre ist wesentlich dichter als auf der Erde, sodass Menschen auch in größeren Höhen noch frei atmen können. Die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt 55 °C, während eine durchschnittliche Nachttemperatur von 13 °C gemessen wird. Die starken Temperaturunterschiede zwischen der Tag- und der Nachseite des Planeten führen zu Stürmen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 500 km/h. Gefährlich sind auch die Regengüsse, bei denen tiefer gelegene Gebiete schnell komplett unter Wasser gesetzt werden. Die Schwerkraft der Venus liegt bei 0,85 g.

Anmerkung: Die Beschreibung der Venus im Perryversum beruht auf populären Theorien von vor 1961. Auf die Sachverhalte in der Realität wird in diesem Abschnitt eingegangen.

Topografie

Charakteristisch für die Venus sind dichter, nahezu undurchdringlicher Dschungel sowie gefährliche Sümpfe. Der Urwaldbewuchs bedeckt nahezu sämtliche Oberflächen des Planeten, die Waldgrenze liegt bei 5500 Metern.

Kontinente

Die größten Landmassen bestehen aus vier Kontinenten und verschiedenen Großinseln. (PR-Action 27)

Aphrodite-Terra / Merima

Der Äquatorialkontinent Aphrodite-Terra oder Merima, etwa so groß wie Südamerika, erstreckt sich zwischen den Breitengraden 16°S und 22°N sowie zwischen den Längengraden 45° und 0°W. Die östlichste Landspitze des Kontinents ist das markante Hundekopf-Kap. Der Kontinent ist bis in die höchsten Bergspitzen mit undurchdringlichem grünem Dschungel bedeckt.

Der so genannte Tausend-Bogen-Fluß verläuft mäandrierend in einer Unzahl von Schleifen und Windungen durch den Kontinent, bis der zehn Kilometer breite Strom an der Nordküste des Kontinents ins Meer mündet. Dort wurde die arkonidische Kolonie gegründet, später die von Terranern errichtete Stadt Venus City. (PR-Action 27) Zwei Zuflüsse des Tausend-Bogen-Flusses im Zentrum Aphrodite-Terras sind Grippis und Bhaun. An deren Mündung befindet sich die Metallsternenstadt. (PR-Extra 6)

Die Tomisenkow-Halbinsel reicht weit nach Süden bis ins Äquatorialmeer hinein. In der Nähe liegt auch der Tomisenkow-Fjord. (PR-Action 27)

Ishtar-Terra / Robyn

Der nördlicher gelegene Kontinent Ishtar-Terra oder Robyn hat seine südliche Küstenlinie auf 38°N und liegt 3000 - 4000 m über der mittleren Oberflächenhöhe. Die höchsten Gipfel ragen bis zu 10.000 Metern in die Höhe. Der Kontinent ist äußerst gebirgig und wird umrahmt von den Gebirgen Maxwell Montes im Osten, Freya Montes im Norden und Nordwesten, Akna Montes im Westen und Danu Montes im Süden. Ein beliebtes Ausflugsziel in den Freya Montes ist der Mount Tropnow – vermutlich zur Erinnerung an Gregor Tropnow benannt. (PR-Extra 6) Die Gegend im Süden ist im Allgemeinen flacher, dort münden auch zwei Flüsse ins Meer. An der Südküste liegen die Hauptstadt Port Venus und der Raumhafen, der sich mit einem Durchmesser von 30 Kilometern am Fuße eines 850 Meter hohen Tafelberges erstreckt. Von Port Venus aus führt die Strada Roma nach Norden. (PR-Action 27)

200 Kilometer nördlich von Port Venus befinden sich die Marshall-Fälle des fünf Kilometer breiten Stroms Hondo River, die größten Wasserfälle des Planeten. Sie stürzen 4800 Meter in die Tiefe.

In den höchsten Bergmassiven im Norden liegt die Venus-Festung mit der Venuspositronik und die Stadt Port Teilhard, die auf 49°18''N und 15°48''O liegt und die Para-Akademie beherbergt. In dem Gebiet gibt es auch einige aktive Vulkane und den terranischen Militärstützpunkt und Flottenraumhafen Raumfeld Nord.

Auf Ishtar-Terra wurde auch die Stadt Tomisenkowgrad errichtet – unter einer klimatisierten Kuppel, die permanent einen russischen Winter simuliert. (PR-Extra 6, S. 15) Im Jahre 1469 NGZ errichteten die Auguren in der Stadt eines ihrer Gnauplon und entführten etliche junge Menschen. (PR 2607)

Anmerkung: Auf Seite 44 desselben Romanes befindet sich Tomisenkowgrad auf dem Kontinent Aphrodite-Terra.

Dione-Astarte

Der Doppelkontinent ist durch eine zerbrechlich wirkende Landbrücke verbunden. (PR-Action 27)

New Atlantis

Im Hyperborea-Zentralgebirge lag die Stadt Plonkforth. (PR-Action 27)

Weitere bekannte Landschaften und Städte

  • die Großinseln Thule und Valusia (PR-Action 27)
  • die Sagadka-Sümpfe
  • Valta-Gebirge
  • das Baummeer von Schöschu
  • die Ebene von Ghaon
  • Concordia City, Sitz der Nexial Academy (PR-TB 90)

(PR 7, PR 8, PR 54, PR-Extra 6)

Bewohner

Intelligenzen

Auf der Venus ist eine intelligente Art beheimatet. Diese etwa seehundähnlichen Robben wurden von der Venuspositronik als Kundschafter eingesetzt. Ihre Sprache liegt im Ultraschallbereich. Sie leben in halb unter Wasser stehenden Höhlen am Meeresufer. Im Wasser atmen sie durch Kiemen. Eine wenig entwickelte Lunge erlaubt ihnen kurze Landausflüge. (PR 8)

Die halbtelepathisch begabten Gara-Shaly'ud (Die Zweiten, deren Exil begann) sind Lungenatmerfische mit einer bemerkenswerten Ähnlichkeit mit Schota-Magathe und Solmothen. Auf eigenen Wunsch wurden sie im 21. Jahrhundert auf die Wasserwelt Miramar umgesiedelt. (PR 2360)

Fauna

Einer der ersten, der die Arten der Venus katalogisierte, war der Arkonide Digcson. Als Mos-zaddah bezeichnete er eine der pflanzenfressenden Saurierarten, vielleicht eine Art Stegosaurus. Zudem gibt es die Schnarrfledderer, flugfähige Echsen mit Gefieder. Sie sind grün und haben hellrote Bäuche. Dazu kommt der Flugskern, ein fleischfressender Affe mit silbrigem Pelz, hellblauen Zähnen und großen Augen. Zu deren Nahrung zählen die Ankerpeitschenschlangen. Ebenfalls erwähnt werden die Schneckenwürmer und die Shatunda-Spinne. (PR 22)

Ein recht seltenes Insekt ist der Venusianische Zitteraugenfalter. Ein anderes Insekt ist die Stinkmücke. (PR 27, PR 189)

Beliebte Haustiere von der Venus sind das Dackelschwein und der Venus-Dingo. (PR 76, PR 1045)

Wie der Ostblock-General Tomisenkow feststellte, lässt sich der Dschungel der Venus in vier Etagen unterteilen:

Wurzeletage

Die etwa zwei Meter langen Zweigfüßler und die Hornwühler (auch Hornfresser), bis zu 100 m lange Würmer, leben in Symbiose. Die Beute der fleischfressenden Würmer wird von Zweigfüßlern enthäutet, so dass sie von den Würmern verdaut werden kann. Die Zweigfüßler profitieren von dem proteinreichen Schleim der Würmer.

Die etwa 1,50 m großen Landpolypen bauen höhlenartige Fallen in Trichterform, die sie regelmäßig kontrollieren. Sie jagen aber auch außerhalb der Höhlen in der Bodenschicht. (PR 20)

Darüber hinaus ist der Venusische Maulwurf bekannt. (Hörbuch »Erbe der Cappins«)

Bodenetage

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Heft: PR 22
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Der Boden ist von den vielseitigsten Organismen belebt. Es gibt zum Beispiel Schraubenwürmer, fünf Zentimeter große fleischfressende Ameisen, sechsfüßige Schlangen, und auch Schlangen ohne Beine. Eine kaum zu überschätzende Gefahr ist der Carata-Vampir, der sich als harmloser Baum tarnt. (PR 20, PR 24)

Die venusischen Dinosaurier sind äußerst träge, besonders die großen Pflanzenfresser. Der etwa 10 m lange Stegosaurus ist ein Pflanzenfresser. Zu diesen zählen auch diverse sauropodische Arten, die an den Brachiosaurus erinnern. Ein besonders großes Exemplar hatte 1972 eine Breite von sieben Metern, der Bauch befand sich sechs Meter über dem Boden. Nach einer Schätzung Rhodans und Bulls war dieses Exemplar 200 Meter lang und hatte eine Höhe von sechzig bis siebzig Metern. (PR 8)

Anmerkung: Zwar erlaubt die geringere venusische Gravitation größere Lebensformen, als auf der Erde möglich wären, doch hier sollte davon ausgegangen werden, dass sich die Terraner schlicht verschätzt haben. Bei sieben Metern Breite ist eine Länge von maximal circa 80–100 Metern anzunehmen – den Hals mitgerechnet. Die angegebene Höhe von sechzig Metern erscheint hingegen durchaus plausibel für einen Vertreter der Brachiosauridae. In diesen Maßen überschreitet der Venus-Saurier immer noch jedes irdische Pendant.

Zu den fleischfressenden Arten gehören die 30 m lange fleischfressende Sprinterechse, eine gewaltige bärenähnliche Saurierart und schließlich der Tyrann, der an Tyrannosaurus Rex erinnert. (PR 20, PR 24, PR 51)

Untere Baumkronengrenze

Zehn Meter über dem Boden liegt das Reich der Spinnen. Diese übermannsgroßen Tiere bauen gewaltige Netze, die man aber mit bloßem Auge nicht erkennen kann, da die Spinnen ihre Netze sehr gut tarnen können. (PR 20)

Obere Baumkronengrenze

Die oberste Schicht des Dschungels wird von eher harmlosen Tieren bewohnt. Dazu gehören kleine Flugechsen bis etwa Taubengröße, sowie weitere kleine Mischwesen zwischen Echse und Säugetier. Oberhalb der Baumgrenze gibt es jedoch große und gefährliche Flugechsen. Diese verfügen über einen spitzen Schnabel und können sich an Land auf zwei Klauen-Beinen fortbewegen. Die lederhäutigen Flugechsen können die Größe eines Hauses erreichen und haben handtellergroße Augen. Weitere Bewohner der oberen Baumkronengrenze sind die Schnarrfledderer – gefiederte Echsen – und die gleitflugfähigen Shatunda-Spinnen. (PR 20)

Wasserbewohner

Im Venusischen Ozean gibt es schillernde Riesenquallen, die einen Durchmesser von mehreren Kilometern haben. Sie lauern gerne an der Meeresoberfläche auf Beute, die sie mit sich in die Tiefe reißen, sobald diese in Nähe kommt. Ein kleinerer Verwandter dieser Tiere lebt in engen Fjorden und Flüssen und tarnt sich als harmloser Algenteppich. In der Nacht leuchten sie zuweilen, wenn sie Beute anlocken wollen. (PR 24)

Im Wasser lebt ferner ein Tier, welches einem Äffchen ähnlich sieht, allerdings am Körper mit kleinen Schuppen bedeckt ist. Die Augen sind durch zusätzliche Hornhaut vor dem Wasser geschützt, sodass sie wie weiße Glaskugeln aussehen. Der Schwanz besitzt zwei kurze und spitze Stacheln, mit denen es bei Gefahr um sich schlägt. Außerdem hat es ein äußerst kräftiges Gebiss mit scharfen Giftzähnen. (PR 23)

Weitere Wasserbewohner sind dünne, flugfähige Fische, sowie große Kraken. Ob bei letzteren eine Verwandtschaft zum Landpolypen besteht, ist unbekannt.

Zu den von Digcson katalogisierten Arten zählen auch die im Meer lebenden Porpin sowie die Vortex, 36 m lange Strudler, die sich von Kleinsttieren und Algen ernähren. (PR-TB 271)

Bekannte Venusier

Geschichte

Bereits die Lemurer hatten auf der Venus Kolonien eingerichtet.

Arkonidische Kolonisation

Das später so genannte Solsystem wurde im Jahre 8009 v. Chr. von einem Forschungskreuzer Kerlons unter dem Kommando von Larsaf entdeckt und in der Folge Larsaf-System genannt. Der zweite Planet, Larsa, wurde kurze Zeit später unter der Führung von Amonar da Cirol mit zwei Millionen Kolonisten vom Planeten Visal IV kolonisiert. 500 Millionen Kolonisten waren auf Anordnung des Kolonialamtes des Großen Imperiums ausgewandert, da ihre Heimatwelt extrem überbevölkert war. Zu den zwei Millionen kamen noch Wissenschaftler und Techniker, sowie 50.000 Zakrebern von der Trockenwelt Zakreb V, für die das feuchtwarme Klima allerdings keine ausreichenden Lebensbedingungen bot. (PR 60)

Die Hauptstadt der Kolonie wurde Amonaris getauft. In dem Kernstück der Kolonie, der Venus-Festung, wurde unter großen Aufwand und mit brutaler Härte gegenüber den Arbeitern auf Befehl Amonars eine Groß-Positronik aufgebaut, die leistungsfähiger werden sollte als die Positronik auf Arkon III. Atlan trieb ihren Bau unter dem Druck der Angriffe der Druuf bis zur Vollendung weiter voran. (PR 60)

Anmerkung: In PR 54 sagt Atlan zu Perry Rhodan: (Zitat) [...] »Das venusische Robotgehirn ist unter meiner Leitung erbaut worden.« [...]

Atlan verhaftete 8005 v. Chr. den Administrator (Erster Tato) von Larsa, Amonar da Cirol, nach einem Notruf des dort lebenden Kolonisten Tonth. Amonar wurde später vor Gericht gestellt. Die Kolonisten wurden teilweise – darunter alle Zakreber – zur von Atlan gegründeten Militärkolonie Atlantis auf Larsaf III umgesiedelt.

Anmerkung: Nach einer anderen Quelle war Amonar, der erste Administrator, im Jahre 8004 v. Chr. noch immer im Amt.

Nach den Angriffen der Druuf auf Larsaf III kehrten nur 5% der Siedler wieder nach Larsa zurück. Die Führungsebene der Arkoniden entschied, den Planeten wieder zu verlassen. Daher brachen die meisten Arkoniden von Larsa auf, um in einem anderen Sonnensystem zu siedeln. Ihr Schicksal ist unbekannt, da man von ihnen nie wieder hörte. Da der Großteil der arkonidischen Flotte zerstört worden war, mussten 2000 Arkoniden auf Larsa zurückbleiben. Sie machten trotz vorhandener technischer Möglichkeiten keinen Versuch, ein Raumschiff zu bauen und den Planeten zu verlassen. (PR 8)

Anmerkung: In PR 60 erzählt Atlan es als Augenzeuge so: Nach einem Angriff der Druuf auf Larsa erließ das arkonidische Erfassungskommando die Anordnung, 1,8 Millionen Auswanderer nach Arkon zu transportieren; die Siedler selbst waren einverstanden, ihnen waren die Angriffe der Unsichtbaren so unheimlich, dass sie sogar den Dienst in der Kriegsflotte gegen die Maahks vorzogen. Es blieben nur etwa 150.000 Siedler auf Larsa zurück.

Um das Jahr 6000 v. Chr. starb der letzte arkonidische Kolonist.

Die Venuspositronik allein

Mit einem aus Bronze und Arkon-Stahl zusammengezimmerten Raumschiff, der LARSAF DREI, landete Atlan im Jahre 194 auf der Venus. Die Venus-Positronik, von den Arkoniden stets nur »Der Kommandant« genannt, leitete ihn in die Station. Dort erfuhr er, dass alle verbliebenen Kolonisten längst gestorben waren. Die Station war jedoch noch immer komplett intakt. Atlan entnahm eines der Raumschiffe der Station, um zur Erde zurückzukehren, und hinterlegte in der Positronik einen Hilferuf, den diese auf seinen Befehl hin abschicken sollte. Um den Befehl jederzeit erteilen zu können, entnahm er dem Arsenal ebenfalls einen Hyperfunksender mit Reichweite bis zur Venus. (PR-TB 271)

Am 17. Juni 1971, drei Tage vor der historischen Mondlandung Perry Rhodans, zerstörte die Venus-Festung das tefrodische Raumschiff RAWTHOR, das vom Faktor II auf Befehl des Faktor I der Meister der Insel ausgesandt wurde, um die Begegnung zwischen Arkoniden und Menschen zu verhindern. Hierdurch sollte ein Zeitparadoxon geschaffen werden, das den drohenden Untergang der Meister der Insel zu verhindern.

Der Kommandant des Schiffes, Admiral Hakolin, nutzte die verbleibende Zeit zu einem Erkundungsflug und entdeckte die großen Rohstoff-Vorkommen der Venus. Die Positronik der Venus-Festung ließ das Schiff landen, allerdings verhinderte sie mit einem Traktorstrahl das Verlassen der Atmosphäre. Zum Ende der Kampfhandlungen vernichtete die Festung die RAWTHOR. Die überlebenden Tefroder fielen der Fauna der Venus zum Opfer, im Jahre 1972 fand man keine Spuren von ihnen. Admiral Hakolin und einige seiner Begleiter wählten den Freitod. (PR 297)

Aus unbekannten Gründen wurden diese Vorkommnisse von der Festungs-Positronik nicht gespeichert und den Terranern daher im Jahr 1972 nicht bekannt.

Erkundung durch Terraner

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Heft: PR 8
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

1972 wurde die Venus bei einem ersten Erkundungsflug Perry Rhodans mit der GOOD HOPE vermessen und kartiert. Dabei wurde der Nullmeridian des Gradnetzes durch das Hundekopf-Kap gelegt. Die Geschehnisse auf der Erde, wo die IVs eine Invasion starteten, zwangen Rhodan jedoch zur Rückkehr nach Terra. Wenige Monate später leitete er die zweite Expedition zur Venus, um dort einen Stützpunkt und Ausbildungslager für die terranischen Mutanten zu schaffen. Die GOOD HOPE wurde von der Venus-Festung zur Landung auf Ishtar-Terra gezwungen.

Auf der Suche nach dem Gegner machten die Terraner zwangsläufig erste Bekanntschaften mit der urtümlichen Fauna des Planeten, beispielsweise den Robben. Schließlich stießen sie auf die circa 10.000 Jahre alte Venus-Festung und das Robotgehirn als Überrest der Venuskolonie. Die Festung wurde fünf Wochen lang erkundet, wobei auch sechs Raumjäger der Arkoniden entdeckt wurden. Ein erneuter Vorstoß der IVs zwang die Terraner wieder zur Rückkehr zur Erde. (PR 7, PR 8, PR 9)

In einem Teil der Festung wurde von Crest da Zoltral und John Marshall die Ausbildungsstätte des Mutantenkorps eingerichtet und wurde seitdem Port Teilhard genannt. Sie bildete dann auch die Keimzelle der Para-Akademie.

Die Venuspositronik wurde, als größtes Rechengehirn des Solsystems, in der Folgezeit regelmäßig von den Terranern konsultiert. Nach der Ausbildung der Mutanten auf Venus 1975 wurden sie von dort abgeholt – die Station stand danach leer. (PR 10, PR 12, PR 28)

Terranische Kolonisation

Während Perry Rhodans Abwesenheit stieß 1980 eine Flotte des Ostblocks zur Venus vor. Dieses Expeditionskorps wurde kurz nach der Landung vom zurückkehrenden Rhodan zermürbt. Außerdem installierte Rhodan eine Sicherheitsschaltung, damit die Ostblock-Soldaten nicht in die Venus-Festung eindringen konnten. Danach wurden die Truppen sich selbst überlassen. Dies führte 1981 noch einmal zu Problemen, als die Sicherheitsschaltung die Raumjäger Thora da Zoltrals und Rhodans abschoss und sie zwischen die Fronten des Ostblock-Generals Tomisenkow und des Abtrünnigen Oberst Raskujan geraten. (PR 20, PR 22)

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Heft: PR 20
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt
Siehe hierzu den Hauptartikel Venus-Expedition.

Die Ostblock-Truppen wurden schließlich unter Tomisenkow geeint und begannen mit der Kolonisierung der Venus, von der Dritten Macht mit Hilfslieferungen unterstützt. Ab 1980 wurde aussiedlungswilligen Menschen die Besiedlung des Planeten ermöglicht. Die Ausrüstung eines Kolonisten auf der Venus kostete das Solare Imperium 150.000 Solar. Naturgemäß kam es zu leichten Unzufriedenheiten, da sich die Kolonisten nicht gut genug unterstützt und ausgerüstet fühlten. (PR 24, PR 54)

Im Jahre 1982 landeten Springer auf der Venus. Ihren Robotagenten gelang es, die Venus zu infiltrieren. Rhodans Befürchtungen, sie könnten Unruhen unter den Kolonisten anstiften, bewahrheiteten sich aber nicht. (PR 29, PR 31)

Ein Aufstand von venusischen Siedlern in Venus City, die keine Steuern mehr zahlen wollten, wurde 2040 von Gucky mit aller ihm zur Verfügung stehenden Sanftheit niedergeschlagen. Anschließend sprach Gucky bei einem Fest mit den nun wieder imperiumstreuen Venusiern dem Venuswein zu. (PR 52)

Im Jahre 2040 floh der Arkonide Atlan da Gonozal mit dem Pendler GLORIA auf dem Venusflug 118 vor der SolAb zur Venus, um dort eine Fluggelegenheit nach Arkon zu finden. Im Erdmuseum von Port Venus kam es schließlich zu einer weiteren Auseinandersetzung mit Perry Rhodan. (PR 54)

2042 wurden die Kolonisten von Gray Beast zur Venus evakuiert, da der Planet als Flottenstützpunkt nahe der Überlappungsfront benötigt wurde. (PR 73)

In 2000 m Höhe befinden sich zahlreiche Sanatorien, da in dieser Höhe die ideale Erholungslage auf der Venus ist. Auch Thora und Perry Rhodan hatten 2043 ein Ferienhaus auf der Venus in dieser Höhe. Die mit einem Energiezaun gut vor gefährlichen Tieren geschützte Parkanlage lag am Hang des 4000 m hohen Valta-Gebirges, das aus zerklüfteten Felsen und auch aktiven Vulkanen besteht. (PR 78)

Nach dem Fall Kolumbus 2044 wurden auch Raumer der Arkoniden und Springer auf Raumhäfen der Venus überholt. Der Springer Cokaze besetzte mit einer 4000 Walzenraumer zählenden Flotte unter anderem die Venus, um eine Wiederherstellung des Handelsmonopols zu erzwingen. Mit Sabotageakten unterstützten die Springer Thomas Cardif bei seiner Forderung nach Übergabe der Inthronisation. Sollte seine Forderung nicht erfüllt werden, drohte er mit dem Einsatz von Fusionsbomben. Gucky sabotierte die Zünder, und eine Robotflotte Arkons beendete die widerrechtliche Besetzung. (PR 89)

Weitere Geschichte

Nachdem die Venuspositronik durch NATHAN abgelöst wurde und der Handel im Solsystem vorwiegend über Mars abgewickelt wird, spielte die Venus eine immer nebensächlichere Rolle im Solaren Imperium. Allenfalls als Produktionsstandort von diversen meist landwirtschaftlichen Gütern wird sie erwähnt:

2404 konnte auch mit den Mitteln eines spezialisierten Robotlabors auf der Venus die Falschheit von duplizierten Solar-Noten nicht nachgewiesen werden.

Im Jahre 2435 hatten sich bei den Bewohnern bereits erste Unterschiede zu Terrageborenen herausgebildet. Sie hatten eine fast bläulich wirkende, blasse Haut. Aufgrund der immer noch harten Auseinandersetzung mit der Dschungelwelt waren sie in der Regel besonders kräftig. (PR 321, PR 491)

2436 wurden einige Schlachten mit den Dolans bei der Venus geschlagen. (PR 398)

3432 wurde immer noch nach Mitteln gegen die verschiedenen Sumpffieber auf der Venus geforscht, da die Krankheiten äußerst schwer auszurotten sind. Sie scheinen sogar derart typisch für den Planeten zu sein, dass der Longdrink »Venusisches Sumpffieber« danach benannt wurde. (PR 406)

Die steigende Aktivität der Sonne im Jahre 3434 aufgrund der Einwirkung des Todessatelliten führte zu schweren Klimastörungen auf der Venus. Zur Zeit des Höhepunkts wurde der Planet durch einen Paratronschirm geschützt und die Bevölkerung vorübergehend auf die äußeren Planeten evakuiert. (PR 449)

Während der Schwarmkrise wurde die Venus 3442 mit dem restlichen Solsystem für mehrere Monate in den Schwarm aufgenommen. Bei einer Versetzung des Solsystems im Zuge eines Angriffes der Schwarminstallateure wurden auf allen Planeten tektonische Erschütterungen registriert, auch die Venus dürfte nicht verschont geblieben sein. (PR 558)

Im Jahre 3456 starben zahlreiche Venusianer, als sie aufgrund der PAD-Seuche durch einen defekten Transmitter nach Terra gelangen wollten. (PR 610)

Bei der Evakuierung von Terra und Luna durch den Twin-Sol-Transmitter ereigneten sich heftige Gravitationsstörungen auch auf der Venus. (PR 673)

Im Jahre 424 NGZ war die Venus nach wie vor als Urlaubswelt bekannt. (PR 1010)

Im Jahre 1217 NGZ, während der Bedrohung durch die Abruse, wurden im Südpolarbereich riesige Unterkünfte für die Flüchtlinge vom Mars bereitgestellt, der bald darauf ins Arresum versetzt wurde. (PR 1716)

Der venusianische Fußballclub Maxwell Montes Robben Venus stand im Jahre 1303 NGZ als Absteiger fest. (PR 2020)

Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde auf der Venus das Ovaron-Institut gegründet. Im 15. Jahrhundert NGZ forschte dort unter anderem der Hyperphysiker Ponson Merez auf dem Gebiet der Pedophysik. (PR 2524, S. 15)

1463 NGZ fanden auf der Venus regionale Terraforming-Projekte unter weitspannenden Energiefeldern statt. Es gab Städte und Raumhäfen auf der Venus. (LKS in PR 2541)

Im Jahre 1469 NGZ errichteten die Auguren in Tomisenkowgrad eines ihrer Gnauplon und entführten etliche junge Menschen. (PR 2607)

Namensgeber

Schiffsklassen, die nach der Venus benannt wurden

Diskrepanz zur Realität

  • Die Venus in der Realität unterscheidet sich wie kein zweiter Planet des Solsystems von dem gleichnamigen Planeten des Perryversums.
  • In der Realität ist die Rotation um ihre Achse retrograd und dauert 243 Erdtage. Mit einem Äquatordurchmesser von 12.228 km und 0,81 Erdmassen ist die Venus fast genauso groß wie die Erde. Die Atmosphäre besteht aus 96,5% Kohlendioxid, 3,5% Stickstoff, 0,002% Wasser und 0,015% Schwefeldioxid. Der Druck an der Oberfläche beträgt 90 Atmosphären, die Temperatur + 475 °C.
  • Im späteren Verlauf der Perry Rhodan-Serie wurden mehrfach Bemühungen unternommen, die neueren Erkenntnisse über die Venus mit der Venus des Perryversums in Übereinstimmung zu bringen. Dabei flossen einige Randbemerkungen in die Romane ein. Eine Erklärung seitens der Autoren für die widersprüchlichen Angaben steht noch aus, anders als über den Mars wird über die Venus wenig berichtet.
  • In PR 1477 wird die Venus zum erstmals ausdrücklich als höllische Glutwelt erwähnt, wie sie sich in der Realität darstellt. Bereits in einigen zuvor erschienenen Heften gilt die Venus als unbequeme Welt mit zu dichter Atmosphäre und starken Gewittern, ohne dass von ihr als Dschungelplanet gesprochen wird. In PR 1553 wird von einer Terranisierung gesprochen, die auf der Venus durchgeführt worden sei. Auch in PR 2199 wird die Venus als umgeformt bezeichnet und in PR 2245 und in PR-Extra 6 wird beiläufig von venusischen Städten unter klimatisierbaren Hochdruckkuppeln berichtet.
  • Bei diesen Nebenbemerkungen handelt es sich nach Lesart vieler Fans um Autorenfehler. Einige Spekulationen, wie die Unstimmigkeiten zwischen Realität und Perryversum in Einklang zu bringen wären, finden sich unter anderem auf der Diskussionsseite.

Weblink

Quellen

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