Lemurer

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

17px-Qsicon exzellent.png Dieser Artikel wurde Ende Oktober 2007 in die Liste der Exzellenten Artikel aufgenommen.

Die Lemurer sind auch bekannt als die Erste Menschheit. Ihre Heimat ist der Planet Lemur, also Terra, ihre Sprache das Lemurisch.

Die Arkoniden nannten die Lemurer nach den Funden zahlreicher Artefakte auf vielen Planeten der Milchstraße und mangels genaueren Wissens, dass es sich um ihre mittelbaren Vorfahren handelt, Großes Altes Volk. (Blauband 14, Blauband 23, S. 9)

Erscheinungsbild

Der Körperbau der Ersten und der Zweiten Menschheit ist weitgehend identisch. Im Vergleich zu den Terranern besitzen die Lemurer allerdings einen weitaus leistungsfähigeren Geruchssinn und ein leistungsfähigeres Zwischenhirn (inklusive des ventralen tegmentalen Areals) sowie eine Paradrüse als Bestandteil des Kleinhirns. (PR 256)

Die Hautfarbe der Lemurer ist samtbraun, die Haare generell dunkel.

Anmerkung: In mehreren Quellen werden verschiedene Gesten (PR-TB 411, S. 93, 101, PR 264 IV, S. 43), Begriffe (PR-TB 411, S. 106) oder Kleidungsstücke (PR-TB 411, S. 102) der Lemurer mit denen der späteren Inder und Thais verglichen. Es ist anzunehmen, dass diese Volksgruppen den Lemurern am ähnlichsten sind – auch bedingt durch die räumliche (nicht allerdings die zeitliche) Nähe zu dem untergegangenen Kontinent Lemuria.


Stammbaum der Lemurer und der Lemuriden

Lemuriden ist die Sammelbezeichnung für die Lemurer und alle direkt und indirekt von ihnen abstammenden Völker.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Cappins
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Motana
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anakonen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
diverse >
 
Ganjasen
 
Takerer
 
 
 
 
 
Frühmenschen
 
Shuwashen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lemurer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tefroder
 
Shahano
 
Akonen
 
Raphanen
 
Ferronen
 
Vincraner
 
Terraner
 
diverse >
 
Lun-Clan
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lermunen, Laameres u. a.
 
Arkoniden
 
Báalols
 
Plophoser
 
Ertruser
 
Siganesen
 
diverse >
 
Gleamors
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Linguiden
 
Mehandor
 
Zaliter
 
Dryhanen
 
Ekhoniden
 
diverse >
 
Algustraner
 
Zaltis
 
Moduls
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aras
 
Überschwere
 
 
 
 
 
Bergharer
 
Trumper
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Praem
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bluul
 
 


Charakterisierung

Die auf Lemuria entstandenen Frühmenschen mussten sich im stetigen Überlebenskampf gegen die durch Genexperimente der Takerer im Rahmen des Unternehmens Tranat-System entstandenen Konkurrenten, die Konos (Zentauren, Zyklopen, Pseudo-Neandertaler, Argazaten), durchsetzen. Auch die urzeitliche Tierwelt Lotrons sorgte für eine dauerhafte Bedrohung der Lemurer und somit für ständigen Evolutionsdruck.

Hierdurch waren die Lemurer gezwungen, schnellstmöglich eine leistungsfähige und geschlossene Gesellschaft aufzubauen, die straff organisiert war und mit den vorhandenen Mitteln das Maximale zu erzeugen vermochte. Ein Untergang des lemurischen Volkes sollte um jeden Preis verhindert werden. Deshalb schufen die Lemurer eine nahezu ideale Gesellschaft, in der niemand darben musste, und sorgten – angeregt durch öffentlich unterstützte Programme – mit Großfamilien mit bis zu zehn Kindern für ein enormes Bevölkerungswachstum. Das Wohl der stark wissenschaftlich orientierten Gemeinschaft galt zugleich auch als Wohl des Einzelnen. Die Verdienste der einzelnen Lemurer um die Gemeinschaft und die Steigerung ihres Wohlergehens wurden durch Verdienstabzeichen honoriert, die offen sichtbar am Kragen getragen wurden.

Anmerkung: Eine extreme Form zur Sicherung des Weiterbestehens des lemurischen Volkes war das Überlebensprogramm oder Syntho-Projekt. (PR 579)

Innere Konflikte gab es in der lemurischen Kultur nicht. Solidarität wurde in dieser Gesellschaft groß geschrieben, was durch die Verwendung des Wortes insbesondere im politischen Bereich seinen Niederschlag fand. Privilegien verdiente man sich durch Leistungen für die Gesamtheit des Volkes.

Wandel der Gesellschaft

Gegen die zunehmend auftretende Bewegung der Sternensucher, welche die Expansion in den Weltraum propagierte, gab es anfangs teilweise heftige Gegenwehr, da für diese Pläne sehr viele Ressourcen verwendet wurden, die man lieber auf dem sich in einer Kälteperiode befindenden Planeten Lemur zur Verbesserung der Lebensumstände verwendet gesehen hätte.

Nur langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass die lemurische Gesellschaft aufgrund ihres Traumas und ihrer Bemühung, eine geschlossene Einheit zu bilden, zu erstarren drohte und langfristig untergehen würde, wenn sie nicht weiter expandierte und den Planeten verließ, um Kolonien zu bilden.

Nachdem sich die Idee der Besiedelung anderer Planeten durchgesetzt hatte, kam es zwischen 6100 und 6375 dT zu einer rasanten Expansion außerhalb Lemurs. Die Lemurer besiedelten in der Folge ab 6100 dT nahezu die gesamte Milchstraße und errichteten ihre 111 Tamanien. Begünstigt wurde die Expansion dadurch, dass es keine ernst zu nehmende galaktische Hochkultur außer den Lemurern gab. Diese trafen vereinzelt auf die Ruinen untergegangener Hochkulturen.

Ewiges Trauma

Bedingt durch den allmählichen Wegfall der Konos-Gefahr – dank der zweiten Zeitexpedition der Terraner – konnten die Lemurer expandieren, blieben aber immer noch traumatisiert und befürchteten stets den Untergang ihres Volkes.

Durch diese permanente Erinnerung erklärt sich auch das große Interesse der Lemurer an ihrer Herkunft. Zahllose Expeditionen, so genannte Glazialforscher, suchten auf Lemur nach Zeugnissen aus ihrer Geschichte und fanden – großteils unter den Eismassen der abflauenden Eiszeit versunken – Relikte und Artefakte der Takerer, die sie in ihrer technologischen und technischen Entwicklung voranbrachten.

Die Erinnerung an das Konos-Trauma wurde von den Chronisten – auch Kuraten – immer wach gehalten. Die Lemurer errichteten beispielsweise auf Lemuria das Konos-Mahnmal, um immer an ihre Herkunft und die damalige existenzielle Bedrohung erinnert zu werden. (Lemuria 3)

Zur Speicherung und Weitergabe ihres Wissens bedienten sich die Lemurer nicht nur Zephalonen, sondern auch einer ausgefeilten Mnemotechnik. So wurde das Wissen auch von Person zu Person weitergegeben. Die Erste Menschheit erachtete das Wissen um ihre Herkunft als zu kostbar, als es nur toten Gegenständen anzuvertrauen. (Lemuria 3, S. 57)

Zitat: »[...] Besinne dich auf das, was geschehen ist. Vergiss nie. Trage die Vergangenheit mit dir in die Zukunft. [...]« (Lemuria 3, S. 56)

So findet auch die galaxisweit verbreitete Sage vom Sonnenboten Vhrato ihren Ursprung in dem ewigen Kampf gegen die Konos, ebenso wie die Sagen und Mythen um Drachen, Zentauren und Zyklopen der einzelnen Völker. (Lemuria 3)

Bekannte Lemurer

Gesellschaft

Sitten und Gebräuche

Die Lemurer kannten die Unsitte des Rauchens nicht.

Ebenso wenig das Kopfschütteln als Verneinung. Zur Verneinung streckten sie die rechte Hand aus und drehten sie hin und her. (PR 276)

Bei der öffentlichen Erinnerung an die Niederlage und die Vertreibung durch die Haluter war es Brauch, das Gesicht zu verziehen und auf den Boden zu spucken. (PR-TB 288, Monolith 5)

In weitläufigen Parks erhielten die Lemurer die ursprüngliche Flora und Fauna des Pleistozäns des Planeten. (PR 265)

Zahlen und Schrift

Die lemurische Schrift verläuft von rechts nach links. (PR 267)

Die Mathematik der Lemurer beruhte auf dem Duodezimalsystem, die Zahl 12 galt ihnen als heilig. (PR-TB 402, Monolith 2)

Justizwesen

Das lemurische Strafrecht war anscheinend sehr detailliert ausgearbeitet. So gab es beispielsweise den §740c des Kriegsrechts. (PR 265)

Verurteilte Verbrecher wurden je nach Straftat für begrenzte Zeit oder auf Lebenszeit auf den Strafplaneten Oskus verbannt. (PR 278)

Wissenschaft

Die Lemurer forschten besonders intensiv im Bereich der Humangenetik. (Lemuria 3)

Technik

Die von den Lemurern entwickelte Technik gilt als legendär. Zwar sind in der Milchstraße viele der lemurischen Errungenschaften noch in Gebrauch und wurden über die Jahrtausende hinweg gerettet und sogar weiterentwickelt, wie beispielsweise die Torbogentransmitter, in vielen Fällen jedoch konnte der technische Stand nie wieder an die Überlegenheit der Lemurer anknüpfen, wie etwa im Fall der Sonnentransmitter.

Bekannte Technik

Prototypen, die auf der geheimen Forschungswelt Scimor entwickelt wurden:

Werkstoffe:

Raumschiffe

Ebenso wie ihre Nachfahren unterteilten die Lemurer ihre Raumschiffstypen in verschiedene Klassen.

Bekannt wurden die 1800 Meter durchmessenden Superschlachtschiffe, die 1600 Meter durchmessenden Schlachtschiffe der GOLKARTH-Klasse – auch GOLKARTHE-Klasse genannt – und die 230 Meter durchmessenden Schweren Kreuzer der KOLOSCH-Klasse. Ferner die 350 Meter durchmessenden so genannten Pharao-Raumschiffe – aus denen die Terraner später die THEBEN-Raumer der PHARAO-Klasse entwickelten.

Die Lemurer waren zum Zeitpunkt ihrer galaxisweiten Expansion vermutlich das einzige hochentwickelte Volk in Apsuhol, das eine ausgedehnte Raumfahrt betrieb. Bei ihrer Expansion stießen sie auf keine ernstzunehmenden Gegner, lediglich auf die Überreste vergangener Hochkulturen. Dadurch bedingt, entwickelten sie nie eine schlagkräftige militärische Raumflotte – bekannt wurde nur eine relativ starke Flotte zur Systemverteidigung. (Centauri 11)

Dies sollte sich zu Beginn des lemurisch-halutischen Krieges bitter rächen. Den allgemeinen quantitativen Nachteil an Raumschiffen und Waffen sollten die Lemurer erst nach einer gewaltigen Rüstungsanstrengung aufholen können. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings die Verluste an qualifizierten Besatzungen zu hoch, um sie ausgleichen zu können. Den qualitativen Anschluss an die Waffensysteme der Bestien erreichten die Lemurer ebenfalls nie. (Lemuria 5, S. 79)

Bekannte Raumschiffe

Geschichte

Vorwort zur Geschichte

Infolge der teilweise noch im Dunkel liegenden Geschichte der Lemurer können hier nur kurze, prägnante Ausschnitte wiedergegeben werden, soweit sie von den Historikern ermittelt werden konnten und mit der Geschichte der Lemurer in Verbindung stehen. Bedingt durch die Wirren im lemurisch-halutischen Krieg, gingen beispielsweise die Unterlagen über den exakten Verlauf der Ausbreitung der Lemurer über die Welten der Milchstraße, und weitere geschichtliche Ereignisse verloren. Es ist anzunehmen, dass mit der Erforschung langlebiger lemurischer Artefakte weitere geschichtliche Erkenntnisse gewonnen werden können.

Vorgeschichte

Ab circa 197.067 v. Chr. führten die Takerer Genexperimente mit Steinzeitmenschen – Frühmenschen, die sich mit den degenerierten Nachfahren der Shuwashen vermischt hatten – im Rahmen des Unternehmens Tranat-System durch. (PR 1716)

Durch massive Manipulationen der Sonneneinstrahlung mithilfe des Sonnensatelliten und andere Experimente mit den Cromagnons und Neandertalern kam es zu verschiedenen Mutationen.

Zitat: »[...] Er gestaltete die Sonnenstrahlung variabel. Ich erinnere mich, daß die Sonne ein ganzes Jahr lang mit etwa dreifacher Stärke geschienen hat. Damals muss eine Welle starker radioaktiver Strahlung die Erde überschwemmt haben. [...]« (PR 421)

Während aus den Neandertalern teilweise grauenhafte Monster wurden, aus denen später die Konos hervorgingen, entwickelten sich die Cromagnons rapide weiter, so dass es innerhalb einer Generation zu einem Evolutionssprung kam. Sie machten in kürzester Zeit eine körperliche und intellektuelle Entwicklung durch, die ihrer aktuellen Kultur um Jahrhunderte voraus war. (PR 421, PR 448)

Ein Angriff der ganjasischen Flotte unter Admiral Moshaken auf die takerischen Einrichtungen auf Lotron / Terra führte zum Tod aller Takerer. Allerdings wurden auch alle ganjasischen Raumschiffe während der erbitterten Raumschlacht so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fernflugtauglich waren und auf Lotron notlanden mussten.

In der Folge kam es zur Vermischung zwischen Früh-Lemurern und überlebenden Cappins, wobei sich herausstellte, dass beide Völker – trotz ihrer Herkunft aus unterschiedlichen Galaxien – untereinander genetisch kompatibel waren. Dabei nahmen die Cappins die Konos als ewige Gegner in Kauf, um den Evolutionsdruck auf die sich neu bildende Zivilisation aufrecht zu erhalten und so die kulturelle Entwicklung zu beschleunigen. (PR 448)

Geschichte der Lemurer

Expansion

Das Jahr 56.400 v. Chr. (0 dha-Tamar) ist der Beginn der lemurischen Zeitrechnung. Diese Zeitrechnung – »dha-Tamar«, lemurisch für »seit Reichsgründung« – wird auf das Erscheinen Vehraátos zurückgeführt, der aus der Sonne kommt und den Lemurern in ihrem Kampf gegen die Konos beisteht. (PR-TB 411, S. 32)

Im Jahre 52.288 v. Chr. (4112 dha-Tamar) traten die Kämpfe gegen die Konos in die Endphase. Erst der Sieg über die Konos ermöglichte den Lemurern endlich ihre weitgehend gefahrlose Ausbreitung über die eisfreien Gebiete des Planeten. (Centauri 11)

Die in dieser Zeit gestrandete erste terranische Nullzeitdeformatorexpedition leistete durch die Zerstörung der takerischen Anlagen auf Genetika, welche die Fortpflanzung der Konos regelten, einen wichtigen Beitrag. (PR 429) Es wurde nach dieser traumatischen Erfahrung das 1. Gesetz der Dissoziativen Ausbreitung postuliert. Hemmungslose Expansion und Ausbreitung waren die Folge. Großfamilien von zehn und mehr Kindern waren völlig normal, dazu wurden Aufzuchtprogramme massiv eingesetzt. Kein Feind sollte die Lemurer mehr in jene Notlage bringen, wie es den Konos gelungen war. Die Lemurer breiteten sich zunächst hauptsächlich über Lemuria und teilweise über die eisfreien Bereiche Lemurs aus und entwickelten eine wissenschaftlich orientierte Hochkultur. (Centauri 11)

52.000 v. Chr. (4400 dha-Tamar) entdeckten lemurische Glazialforscher die Ruinen der Cappinstadt Matronis auf Lemuria. Der technische Fortschritt der Lemurer wurde durch das Auffinden takerischer Artefakte und der Erfassung der fortschrittlichen Technik stark beschleunigt.

Bereits 100 Jahre später, im Jahre 51.900 v. Chr. (4500 dha-Tamar) fanden die Startvorbereitungen für die erste bemannte Suenlandung durch eine dreiköpfige Expedition statt.

Levian Paronn gelangte aus dem Jahr 49.983 v. Chr. mit dem Zeittransmitter von Torbutan in das Jahr 4500 dha-Tamar. (Lemuria 5) Beim Start des Raumschiffes fand das erste Treffen zwischen dem angehenden Chronisten Deshan Apian und Levian Paronn statt. (Lemuria 3) Innerhalb von 30 Jahren errichteten die Lemurer eine bemannte Station auf Suen.

Im Jahre 51.898 v. Chr. (4502 dha-Tamar) nahm Levian Paronn Deshan Apian als persönlichen Chronisten in seine Dienste.

Drei Jahre später, im Jahre 51.895 v. Chr. (4505 dha-Tamar), war Levian Paronn Leiter der Forschungsgruppe Impetus und somit zuständig für den Bau von Raumstationen. Deshan Apian fielen einige Ungereimtheiten auf, und er stellte Nachforschungen über Paronns Vergangenheit an.

Das Projekt EXODUS

51.891 v. Chr. (4509 dha-Tamar) trat Levian Paronn erstmals als Verkünder in der Maske des angeblichen Heroen Vehraáto auf, der vor einer Auslöschung der Lemurer durch Feinde aus dem All warnte. Die bisherige Solidargemeinschaft, basierend auf dem Trauma der Beinahe-Ausrottung durch die Konos, begann sich aufgrund der Gründung der von Vehraáto angeführten Sternensucher auszudifferenzieren.

Im Jahre 51.879 v. Chr. (4521 dha-Tamar) wurden erste Forschungen über das Neutrino-Antriebssystem unternommen. Der erste Prototyp des neuen Antriebssystems explodierte. Apian fiel auf, dass Paronn nicht alterte, und sprach ihn darauf an. Es gelang Levian Paronn, ihn zu beruhigen.

51.875 v. Chr. (4525 dha-Tamar) hatte Deshan Apian den Verdacht, dass der legendäre Verhaáto und Levian Paronn ein und dieselbe Person waren, und stellte Paronn zur Rede. Es gelang Levian Paronn, ihn zu täuschen.

Das koordinierende Konzil der Tamanen warf Paronn im Jahre 51.860 v. Chr. (4540 dha-Tamar) die inoffizielle finanzielle Unterstützung des Raumfahrtsolidars und damit des Projekts EXODUS vor, und entzog ihm in der Folge die Leitung von Impetus. Levian Paronn gab sich kurz darauf als Vehraáto zu erkennen.

Im Jahre 51.848 v. Chr. (4552 dha-Tamar) begann die offizielle Startphase des Projekts EXODUS. Es kam zu mehreren Anschlägen auf Paronns Leben.

51.845 v. Chr. (4555 dha-Tamar) übergab Levian Paronn Deshan Apian den ersten selbst hergestellten Zellaktivator.

Ein beschädigtes halutisches Schiff drang 51.840 v. Chr. (4560 dha-Tamar) in das Apsu-System ein. Es handelte sich um ein Schiff, das mit dem Zeittransmitter von Torbutan aus dem Jahre 49.983 v. Chr. in die Vergangenheit geschleudert worden war. (Lemuria 5) Das Schiff zerstörte beim Versuch einer Kontaktaufnahme die drei lemurischen Raumschiffe TIRHATO, HEGRION und DARLOS.

Entgegen des ausdrücklichen Befehls des 1. Solidartamans setzte Levian Paronn die ersten beiden EXODUS-Schiffe, die AKAN HATA und die HENTECK AVRAM zur Zerstörung des Haluterschiffes ein. (Lemuria 3)

Der 1. Solidartaman versuchte im Jahr 51.838 v. Chr. (4562 dha-Tamar), die Sternensucher und damit den weiteren Bau der Generationsraumschiffe des Projekts EXODUS zu verbieten. Hintergrund hierfür waren die ständig steigenden Kosten sowie der Vorwurf, dass eine friedliche Kontaktaufnahme mit dem halutischen Schiff verhindert worden war. Es erfolgte der Start des ersten Generationsraumschiffes, der AKAN HATA unter der Kommandantin Amelga Dalianta. Kurz vor dem Start erhielt sie, wie später alle weiteren Kommandanten, von Levian Paronn einen Zellaktivator.

Im Jahre 51.836 v. Chr. (4564 dha-Tamar) versuchte der 1. Solidartaman, Paronn töten zu lassen. Dieser trug allerdings den Prototyp eines Schirmfeldgenerators, wodurch der Anschlag durch einen Energieschutzschirm vereitelt wurde. In der Folge wurde der 1. Solidartaman von den restlichen Solidartamanen entmachtet. Dies war der Beginn einer wieder enger werdenden Zusammenarbeit im koordinierenden Konzil.

51.811 v. Chr. (4589 dha-Tamar) fand der erste Test von neu entwickelten Andruckabsorbern statt. In der Folge wurden alle zukünftigen EXODUS-Schiffe damit ausgerüstet.

Auf Anunna wurde im Jahre 51.779 v. Chr. (4621 dha-Tamar) ein außerlemurisches Artefakt gefunden. Bevor eine Entscheidung über eine Erforschung oder Zerstörung getroffen wurde, verschwand es wieder. (Lemuria 3) Deshan Apian stellte Paronn aufgrund seines »halboffiziellen« Status' als Vehraáto erneut zur Rede. Dabei zeigte ihm Levian Paronn, dass auch er nur durch einen Zellaktivator unsterblich war. Er erläuterte ihm, dass er nicht das ganze Wissen, welches er hatte, preisgeben durfte.

Im Jahre 51.747 v. Chr. (4653 dha-Tamar) fand der erste Test eines Überlichtantriebs statt. Damit wurde das Projekt EXODUS abgeschlossen und lief mit dem 47. Schiff, der ACHATI UMA, aus. Kommandant dieses Schiffes wurde Levian Paronn selbst. Als Kommandanten des vorletzten Schiffes, der GALAN BAL, setzte er Deshan Apian ein.

ZEUT und Großes Tamanium

Zwischen 51.747 v. Chr. und 51.400 v. Chr. wurden im Rahmen der Ausbreitung der Lemurer im Sonnensystem auf Zeut weitere Hinterlassenschaften des Projekts Proconis der Takerer entdeckt. Dadurch wurde der technische Fortschritt der Lemurer weiter beschleunigt.

Durch die Hyperstrahlung der von den Lemurern verwendeten Gerätschaften entstand auf dem PEW-Metall (lemur.: Drokarnam)-haltigen Planeten Zeut die Paradox-Intelligenz oder Megaintelligenz ZEUT. Die lemurische Zivilisation verband sich symbiotisch mit der Megaintelligenz ZEUT. Die Volksgruppe Zeut-Ellwen verfügte wegen einer erhöhten Konzentration dieses Metalls in ihrem Blut und ihrer Paradrüse über schwache Psi-Kräfte und diente als Kontaktpersonen zu ZEUT. (Centauri 11)

Im Jahre 51.400 v. Chr. (5000 dha-Tamar) wurde das Große Tamanium (lemur.: Kar'Tamanon) proklamiert.

50.950 v. Chr. (5450 dha-Tamar) kamen bereits erste primitive Sonnenzapfer zum Einsatz. Sie deckten den Energiebedarf, um Zeut, den fünften Planeten des Sonnensystems, im Rahmen des Projekts Zeut in eine neue Umlaufbahn zu zwingen. Davor umlief er die Sonne in einer stark elliptischen Bahn, deren Umlaufdauer über 200 Jahre betrug. Dieses Projekt, das durch die Megaintelligenz ZEUT forciert wurde, führte zum Aussterben der einheimischen Flora und Fauna Zeuts, wie zum Beispiel Arcker, Croccisoren und Spicoulos. (Centauri 11)

50.840 v. Chr. (5560 dha-Tamar) erreichte Zeut endgültig seine neue, kreisförmige Umlaufbahn mit einer mittleren Sonnendistanz von 425 Millionen Kilometern und einer Umlaufdauer von 2,98 Jahren. (Centauri 11)

Als Folge der Messungen lemurischer Wissenschaftler wurde 50.700 v. Chr. (5700 dha-Tamar) das 38. Tamanium Kharagtam mit seinem Zentrum im Kugelsternhaufen Omega Centauri (lemur.: Hol Annasuntha) gegründet. Hol Annasuntha war der übrig gebliebene Kern einer Kleingalaxie, die mit der Milchstraße kollidierte. Die lemurischen Wissenschaftler vermuteten, dass die fehlenden Sonnensysteme des Kugelsternhaufens in den Halbraum oder den Hyperraum ausgelagert worden waren.

Gemäß des 1. Gesetzes der Dissoziativen Ausbreitung wurde schließlich fast die gesamte Milchstraße von den Lemurern besiedelt. Sie wurden zur beherrschenden Zivilisation in Apsuhol. Die Lemurer fanden zahlreiche Hinterlassenschaften früherer Völker wie der Shuwashen, Cyén, Barkoniden und Varganen. (Centauri 11) Die Tamanien 82 bis 111 lagen alle in der Eastside der Milchstraße.

Im Jahre 50.547 v. Chr. (5843 dha-Tamar) stellte Levian Paronn an Bord der ACHATI UMA speziell auf die Zellschwingungen von Perry Rhodan ansprechende Datenträger über die Geschichte des Projekts EXODUS her. Es mehrten sich die Hinweise, dass er das Wissen um die Zukunft von dem in der Zeit zurückgereisten Icho Tolot erhalten hatte.

50.500 v. Chr. (5900 dha-Tamar) wurden im 21. Tamanium auf Atrut (Hayok) Hinterlassenschaften der Petronier entdeckt. (Centauri 11)

Selaron Merota entdeckte im Jahre 50.373 v. Chr. (6027 dha-Tamar) – unter seinem Pseudonym Lesal Atorem – im Apsuhol-Zentrum ein Sonnensechseck und erforschte es.

Im Jahre 50.350 v. Chr. (6050 dha-Tamar) benutzte Selaron Merota – wieder als Lesal Atorem – erstmals offiziell mit dem Schiff LEMUR die Transmitterstraße nach Andromeda.

50.270 v. Chr. (6130 dha-Tamar) wurde Drorah von den Lemurern besiedelt und die Hauptwelt des späteren 87. Tamaniums.

Anmerkung: Eine andere Quelle legt die Entstehung des 87. Tamaniums in die Zeit nach dem Jahr 6153 dha-Tamar. (PR-TB 411, S. 73)

Der Cyno Sardaengar wurde im Jahre 50.250 v. Chr. (6150 dha-Tamar) in einer seiner Tarnidentitäten Hoher Tamrat auf Lemur.

Im 38. Tamanium Kharagtam wurde mit dem Bau des Kharag-Sonnendodekaeders begonnen.

Das 87. Tamanium wurde 50.247 v. Chr. (6153 dha-Tamar) mit dem Beginn des Ökoforming-Programms auf mehreren Planeten des Akon-Systems gegründet.

Im Jahre 50.220 v. Chr. (6180 dha-Tamar) waren die 111 Tamanien des Großen Tamaniums konstituiert.

Selaron Merota entdeckte als Arsoen Atorem im Jahre 50.197 v. Chr. (6203 dha-Tamar) auf dem Planeten Darak die Lebenden Umhänge, die Krish'un. Einige brachte er nach Lemur. In der Folge wurden sie von den Tamräten des Großen Tamuniums als unverwechselbares Zeichen ihrer Macht und zur zusätzlichen Hochrangidentifikation zum Alphabefehls-Armband getragen.

50.140 v. Chr. (6260 dha-Tamar) errichtete der Tamrat Scimor im Scorch-System seine geheime Forschungsstation auf dem nach ihm benannten Planeten Scimor. Er plante eine (unblutige) Revolution gegen die seiner Ansicht nach aufgrund ihres dreifachen Stimmrechtes im Rat nahezu diktatorisch regierenden Hohen Tamräte von Lemur.

Inday Anuun-Drazin wurde im Jahre 50.131 v. Chr. (6269 dha-Tamar) geboren.

Die Lemurische Sternengarde, die Raumflotte der Lemurer, wurde ab dem Jahre 50.110 v. Chr. (6290 dha-Tamar) weiter aufgestellt. (PR-TB 411, S. 52)

50.088 v. Chr. (6312 dha-Tamar) wurde die erdrückende Mehrheit der Hohen Tamräte von Lemur gegenüber den anderen Tamräten bei politischen Abstimmungen endlich als schwerwiegendes innenpolitisches Problem erkannt. (PR 264, IV, S. 58) Bereits vorher schwelte die Unzufriedenheit in den Tamanien angesichts dieses machtpolitischen Ungleichgewichtes.

Der lemurisch-halutische Krieg

In ihrer Expansionswut wurden die Lemurer schließlich im Jahre 50.080 v. Chr. (6320 dha-Tamar) durch die Bestien/Haluter gestoppt. Deren Herren, die Uleb, waren durch Zeitexperimente der Meister der Insel, der Wissenschaftler auf Scimor oder des Luna-Klubs auf den Plan gerufen worden. Es begann der lemurisch-halutische Krieg, der über hundert Jahre andauerte und zur Vernichtung des Großen Tamaniums sowie schlussendlich zum fast vollständigen Exodus der Ersten Menschheit führte.

Der völlig überraschende erste Angriff der Haluter mit 100.000 Raumern auf Lemur im Jahre 50.080 v. Chr. (genauer des 11. Ty des Torlon Keub 6320 dha-Tamar) wurde durch das Eingreifen der Megaintelligenz ZEUT zurückgeschlagen. (PR 2364, Centauri 11)

Anmerkung: Andere Quellen sprechen von einem Beginn der halutischen Groß-Offensive im Jahre 50.100 v. Chr. und einer Kriegsdauer von 92 Jahren. (PR 379, S. 60, PR 380, S. 8)

Bereits zu Beginn der Auseinandersetzung mit den Bestien bot die Ayindi Moira einigen Tamräten, die sie mit der STYX entführt hatte, eine Kostprobe ihres Könnens dar, indem sie sich den Bestien zum Nahkampf stellte. Allerdings lehnten die von der Grausamkeit der Kämpferin abgeschreckten Lemurer die Hilfe der Ayindi ab. In der Folge beobachtete Moira lediglich den Genozid, ohne für die eine oder andere Seite einzugreifen.

Die Haluter zerstörten am 23. Oktober 50.068 v. Chr. (6332 dha-Tamar) den Planeten Zeut mit der Megaintelligenz. Dieses Ereignis ging als Großer Vernichtungsschlag in die Annalen der Lemurer ein. Aufgrund der Instabilität des PEW-Metalls löste sich Zeut fast vollständig auf. (Centauri 11) Diese Störung des Gravitationsgefüges des Apsu-Systems veränderte die Umlaufbahnen der ersten vier Planeten zwar nur geringfügig, bewirkte aber, dass Lahmu stark abkühlte und zu einer Eiswelt wurde. Die auf Lemur beginnende Eiszeit wurde durch die nun vergrößerte Entfernung zu Apsu, durch die das Sonnenlicht abschirmende Wirkung der Staubwolke der Reste Zeuts, und durch die dadurch herbeigeführte rapiden Abkühlung des globalen Klimas, massiv verstärkt.

Die Staubwolke schützte aufgrund ihrer Hyperstrahlung Lemur weitgehend vor Angriffen der Haluter. Eine Beseitigung der Staubwolke und damit die Verhinderung der Eiszeit war durch die permanente Bedrohung durch die Bestien/Haluter nicht möglich. (PR 2395)

Kurze Zeit später flog ein Verband der Haluter Lemur direkt an. Bis auf ein Schiff konnte der Verband vernichtet werden. Dieser letzte Halut-Raumer durchbrach alle Schutzmaßnahmen und zerstörte mit einer HHe-Bombe die einzige lemurische Großtransmitteranlage, von der aus man unmittelbar – ohne den Umweg über Tanta III – zum Sonnensechsecktransmitter gelangen konnte. (PR 265, Centauri 11) Somit blieb nur noch die gefahrvolle Evakuierung mittels Raumschiffen über Tanta III nach Andromeda.

Das Jahr 50.066 v. Chr. (6334 dha-Tamar) war der Zeitpunkt der dritten halutischen Großoffensive.

Im Jahre 50.064 v. Chr. (6336 dha-Tamar) begann die vierte halutische Großoffensive.

Nach seinem körperlichen Tod am 6. Ty des Torlon Adomet 50.044 v. Chr. (6356 dha-Tamar) ging Inday Anuun-Drazins Geist in der Drokarnam-Sphäre auf.

50.027 v. Chr. (6373 dha-Tamar) erhöhte das Kosmonukleotid DORIFER nach der Ankunft der NARGA SANT aus dem Universum Tarkan im Standarduniversum die Psi-Konstante in seinem Einflussbereich. Dadurch wurde für die Lemurer die Herstellung der Psi-Materie u. a. für die Psionischen Bastionen erleichtert.

Eine Flotte von 22.000 Schiffen verschwand am 28. Ty des Torlon Illhach 6375 dha-Tamar (4. September 50.025 v. Chr.) während des Transports vom Nysoor-Sonnenfünfeck (Gercksvira) nach Kahalo. (Centauri 11) Diese Schiffe wurden 3460 im Mahlstrom entdeckt.

Selaron Merota ließ als Hoher Tamrat Noral Atorem etwa zu dieser Zeit den Mikrozwerg Kobold, dessen Hyperspektrum mit dem von Sol identisch war, im Tergham-Sonnendreieck (Archi-Tritrans) platzieren.

Im Jahre 50.009 v. Chr. (6391 dha-Tamar) begann die zehnte halutische Großoffensive. 59 der 111 Tamanien waren bereits zerstört. (PR 2395)

Die Sphero traten mit den Lemurern in Kontakt. Sie stellten fest, dass der Gen-Code der Lemurer Anakonen-Gene enthielt. Sie evakuierten Millionen Lemurer in die Spektralen Inselstaaten und siedelten sie auf dem Planeten Valianess an. Nach einem Angriff dieser Lemurer auf die Sphero wurden ihre 1300 Schiffe in den Normalraum verbannt, wo sich im Verlauf der Jahrtausende aus den zusammengefügten Raumschiffen die so genannte Gemenge-Stadt Inkar-Durn entwickelte. Die Lemurer von Valianess starben nach circa 31.000 Jahren aus. (PR 2395)

Etwa im Jahre 50.000 v. Chr. (6400 dha-Tamar) wurden die Versuche der Lemurischen Sternengarde zur Trennung von Bewusstsein und Körper von Touja Kehoe intensiviert und vorangetrieben. Zudem übernahm das 103. Tamanium später in den letzten Kriegsjahren eine immer wichtigere Rolle bei der Evakuierung der lemurischen Elite nach Andromeda, da es durch die Sternengarde besonders vor halutischen Angriffen geschützt war. (PR-TB 411)

6400 dha-Tamar wurden das Tarlora-System und die Temur-Dunkelwolke von den Lemurern zu gigantischen Fallen ausgebaut. Auch in Hol Annasuntha entstanden vergleichbare Schutzmaßnahmen. (Centauri 11)

Die Haluter zerstörten im Jahre 49.989 v. Chr. (6411 dha-Tamar) das Ulbradan-Sonnendreieck im 21. Tamanium durch einen Paratronaufriss. Auch der Planet Atrut (Hayok) wurde weitgehend zerstört.

Im Jahre 49.988 v. Chr. (6412 dha-Tamar) begann die vierzehnte halutische Großoffensive.

Die CREST III wurde 2404 durch die Zeitfalle Vario in das Jahr 49.988 v. Chr. versetzt und über das Andromedasonnensechseck nach Kahalo in der Milchstraße transportiert. Ihr gelang kurze Zeit später über den Zeittransmitter auf Pigell im Wega-System ein Sprung über 500 Jahre in die Zeit nach dem Ende des lemurisch-halutischen Krieges. Das von Reginald Bull entsandte Hilfskommando der DINO III konnte die CREST III daher nicht mehr erreichen. (PR 264, PR 270, PR 276)

Der lemurische Wissenschaftler Levian Paronn erhielt von einem Unbekannten einen Zellaktivator und die Pläne, um weitere Zellaktivatoren zu bauen. (Lemuria 5)

Im Jahre 49.985 v. Chr. (6415 dha-Tamar) wurden schließlich angesichts der ausweglosen Lage des Krieges die Hauptsiedlungswelten des Großen Tamaniums evakuiert. Mangels Tonnage wurden die Lemurer in Klassen eingeteilt. Evakuiert wurde daher in den letzten Kriegsmonaten lediglich die Elite der Lemurer. (PR-TB 411)

Icho Tolot benutzte im Jahre 1327 NGZ unfreiwillig den Zeittransmitter auf Gorbas-IV und landete im Jahr 49.983 v. Chr. (6417 dha-Tamar) in dem Zeittransmitter auf Torbutan in einem Stützpunkt des Luna-Klubs. Die Wissenschaftler des Luna-Klubs waren angeblich bei einer Raumschiffsreise verschwunden, einige waren unter mysteriösen Umständen gestorben. Anscheinend war auch Regnal-Orton, der Faktor VII der Meister der Insel, an den Forschungen beteiligt. Er galt als Ideenlieferant des Projektes und als enger Vertrauter des Tamrats Markam. (Lemuria 5)

Anmerkung: Die Wissenschaftler wurden mit ihren Familien im Auftrag der Meister der Insel nach Greenish-7 in Andro-Beta deportiert. Die überlegene Technik des Zeittransmitters weckt Zweifel, ob es sich um eine Eigenentwicklung des Luna-Klubs oder um ein Fundstück des Luna-Klubs handelt. (PR-TB 79)

Icho Tolot verteidigte den Zeittransmitter gegen angreifende Althaluter. Levian Paronn ließ den Zeittransmitter und Icho Tolot nach Lemur transportieren. Ein von den Halutern in der Gefangenschaft konditionierter Lemurer informierte die Haluter über die Zeitmaschine. Levian Paronn entkam den angreifenden Halutern durch den Zeittransmitter in das Jahr 4500 dha-Tamar.

Die Althaluter brachten den erbeuteten Zeittransmitter und Icho Tolot auf eine Stützpunktwelt. Tolot sabotierte einen Testlauf des Zeittransmitters, bei dem ein von ihm insgeheim beschädigtes halutisches Schiff in das Jahr 4560 dha-Tamar versetzt wurde. Dabei wurde der Zeittransmitter beschädigt, und Icho Tolot gelang die Flucht mit einem halutischen Raumschiff. (Lemuria 5)

Icho Tolot flog die Sternenarchen des Projekts EXODUS an, trat als Hüter auf und gelangte schließlich mit dem halutischen Schiff an Bord der Sternenarche LEMCHA OVIR zurück ins Jahr 1327 NGZ.

Die Althaluter legten angesichts der fortschreitenden Pazifizierung durch die Psychogen-Regeneratoren mehrere Arsenalwelten an, um den Kampf gegen die Zeitverbrecher in der Zukunft gegebenenfalls weiterzuführen. Der von den Halutern reparierte Zeittransmitter wurde auf der Arsenalwelt Gorbas-IV deponiert. Einige Sternenarchen wurden mit Hypersendern präpariert, die die Arsenalwelten aktivieren sollten. (Lemuria 6)

Zwischen 49.988 v. Chr. und 49.488 v. Chr. versuchte ein Kommando mit Gus Barnard und Rog Fanther, im Rahmen des Unternehmen Vergissmeinnicht die 500 Jahre durch einen Dilatationsflug einer in GOOD HOPE umgetauften Korvette des Flottentenders DINO III zu überbrücken. Dabei stießen sie nach einem Maschinenschaden auf Scimor-Lemurer aus dem Scorch-System. Zusammen mit diesen begannen die in der Zeit gestrandeten mit dem Bau von OLD MAN, um den Terranern der Zukunft im Endkampf gegen die Meister der Insel beizustehen. (PR 276, PR 378, PR 379, PR 380)

Aufgrund von ausgestreuten Memosendern auf dem inzwischen eiszeitlichen Planeten Lemur entdeckte die CREST III im Jahre 49.488 v. Chr. (6912 dha-Tamar) die DINO III auf einer Parkbahn im Profus-System. Mittels der konservierten Kalups an Bord der DINO III flog die CREST III nach Andromeda und kehrte dort über Vario – damals nach dem untergegangenen Heimat-Kontinent »Lemuria« getauft – in die Relativgegenwart des Jahres 2404 zurück. (PR 277PR 279)

Die Flucht nach Andromeda und das Neu-Lemurische Tamanium

Nach der Evakuierung der wissenschaftlichen Elite – unter anderem in das Tefa-System – bildete sich in Andromeda zunächst ein kleines Sternenreich. Die Kolonisten schickten zwar sporadisch Kugelraumer, um ihre Verwandten im aussichtslosen Kampf gegen die Bestien zu unterstützen – ihre Hilfe wurde jedoch abfällig beurteilt. Im untergehenden Großen Tamanium sah man die fernen Kolonisten als feige und verweichlicht an, da sie in Sicherheit lebten, während die in der Milchstraße zurückgebliebenen Lemurer den Althalutern mit aller Macht den Weg nach Andromeda verwehrten – auch um den Preis des eigenen Untergangs.

Obwohl die Lemurer fieberhaft nach Möglichkeiten forschten, um den drohenden Untergang aufzuhalten – sei es durch die Errichtung von Psionischen Bastionen, die Entwicklung von Psychogen-Regeneratoren oder die Aufstellung der Lemurischen Sternengarde – erlebte ihr Großes Tamanium seine längste Nacht.

Die letzten Lemurer, die nicht auf ihren Planeten ausharrten, flohen durch den zentralgalaktischen Sonnentransmitter nach Andromeda, ohne von den Halutern verfolgt zu werden. Es ist unbekannt, weshalb die Flüchtigen nicht verfolgt und am Wiederaufbau ihrer Zivilisation gehindert wurden. Vermutlich war die Umformung durch die Psychogen-Regeneratoren bereits so weit fortgeschritten, dass die Haluter von weiteren Grausamkeiten Abstand nahmen. In der Folge wurden die Kenntnisse über die Existenz des Sonnentransmitters auf halutischer Seite zum Tabu erklärt.

In der Folge verbreiteten sich die Lemurer – die sich nun Neu-Lemurer nannten – in Andromeda und vertrieben die dort dominierenden Maahks. Diese flohen in die Milchstraße. Ohne ernsthafte Konkurrenten bauten die Lemurer ihr neues Reich, das Neu-Lemurische Tamanium auf. Nach einer kurzen Blütezeit begannen sie zu degenerieren, Forschung und Wissenschaft galten ihnen mehr und mehr als sinnlose Bemühung. Einige Neu-Lemurer nannten sich bereits Tefroder, nach Tefrod, einem der Hauptplaneten des neuen Reiches. (PR-TB 288, PR-TB 402)

Der Aufstieg der Meister der Insel

Nach der lange im Geheimen vorbereiteten Unterwanderung der politischen Struktur des Neu-Lemurischen Reiches durch Mord und andere geeignete Maßnahmen, trat die mysteriöse Renegaten-Organisation der Meister der Insel unter der weiterhin anonym bleibenden Agaia Thetin etwa im Jahre 17.600 v. Chr. an das Licht der Öffentlichkeit und übernahm im Handstreich die politische und militärische Gewalt.

Bald darauf wurden die Lemurer-Nachkommen von Lemuria, nun der Zentralplanet der Meister der Insel, evakuiert. In der Folge nannten sich alle Nachkommen der Lemurer Tefroder. Der Planet Tefrod avancierte zur Zentralwelt des Reiches der Tefroder. Nach der Beseitigung der Reste des Neu-Lemurischen Tamaniums begann nun die 20.000 Jahre währende Schreckensherrschaft der Meister der Insel. (PR-TB 288, PR-TB 402)

Das Schicksal der Archen

Im Jahre 1327 NGZ wurden die im Rahmen des Projekts EXODUS hergestellten Sternenarchen von Terranern und Akonen gefunden und ihre Geschichte aufgeklärt. Um den Siedlern einen Neuanfang zu ermöglichen, stellten die Akonen ihnen mehrere besiedelbare Welten zur Verfügung. Levian Paronn brach mit drei befriedeten Bestien auf, um die noch nicht aufgefundenen Archen zu suchen und die Kolonisten zu den neuen Welten zu führen. Der Standort der Kolonien war nicht bekannt. Über das weitere Schicksal der Lemurer liegen bisher keine weiteren Informationen vor. (Lemuria 6)

Quellen