MOSES (Raumschiff)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Raumschiff namens MOSES. Für weitere Bedeutungen, siehe: Moses (Begriffsklärung).


Die MOSES war ein von den Solanern erbautes Container-Trägerschiff. Sie wurde nach dem biblischen Moses benannt, weil auch er ein Volk in eine neue Heimat geführt hatte.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Das Schiff war 320 Meter lang und 120 Meter breit. Die Höhe betrug einschließlich der Containerabstützungen ebenfalls 120 Meter. Es war mit einem Linearantrieb ausgestattet, dessen Reichweite 85 Millionen Lichtjahre betrug. Der Containerträger war mit Desintegratoren bewaffnet.

Das Schiff transportierte fünf würfelförmige, 50 m3 große Container, die in zahlreiche Decks unterteilt waren. Ein Viertel des Raumes war mit Versorgungsgütern gefüllt, der Rest war zu Wohnkabinen ausgebaut worden.

Besatzung

Die Besatzung bestand aus 24 Solanern. Bekannte Besatzungsmitglieder:

Hinzu kamen knapp 100.000 Molaaten, die in den Containern untergebracht waren.

Geschichte

Die MOSES wurde im All in zwei Lichtminuten Entfernung zur Grenze von Zone-X montiert. Sie war der Nachbau eines Typs, der seinerzeit für die Transmitterstraße zwischen Olymp und dem Solsystem eingesetzt worden war. Mit der MOSES sollten die aus dem Flekto-Yn und der Zone-X befreiten Molaaten nach Bumerang gebracht werden.

Der Start erfolgte vermutlich am 20. Oktober 3804. Die MOSES wurde von OGGARS HORT eskortiert. Der Flug war mit großen Schwierigkeiten verbunden, weil sich ein Amöbenwesen an Bord befand, das die Molaaten für die Vernichtung seines ganzen Volkes verantwortlich machte und alle Molaaten töten wollte. In Wahrheit war HIDDEN-X der Schuldige, doch dies erkannte das Amöbenwesen zu spät. Beim ersten Etappenstopp nach zehn Millionen Lichtjahren entdeckten Drux, Filbert und Pina die Leiche David Calmans. Cynthia Swister war das zweite Opfer des Wesens, das nicht nur die Gestalt der Menschen annahm, sondern auch ihre Erinnerungen in sich aufnahm. Sternfeuer spürte die Anwesenheit eines Fremdwesens, wurde von ihm aber mental paralysiert. Oggar wechselte vom HORT in die MOSES über, um das Fremdwesen zu bekämpfen. Die Existenz dieses Wesens wurde zunächst vor den Molaaten verheimlicht.

Das Amöbenwesen tötete Michelle Depallier, um ihren Platz einzunehmen. Es teilte sich und tötete Sergey Dobrikow. Es sabotierte die Triebwerke der MOSES, so dass die Reichweite des Schiffes auf 30 Millionen Lichtjahre eingeschränkt wurde. Damit war klar, dass die MOSES nicht wieder zur SOL würde zurückkehren können. In Wahrheit waren die Schäden schwerer als gedacht; kurz vor Ende der zweiten Linearetappe stürzte die MOSES in den Normalraum zurück, während Insider mit dem HORT weiterflog und Bumerang erreichte. Oggar ließ alle Solaner in der MOSES betäuben, um sie zu untersuchen, und sagte den Molaaten die Wahrheit. Das Amöbenwesen konnte inzwischen aber auch Molaaten nachbilden oder zeigte sich ganz offen.

Die Triebwerke konnten zwar repariert werden, aber die Reichweite betrug jetzt nur noch neun Millionen Lichtjahre. Bumerang war somit unerreichbar weit entfernt. Oggar lenkte das Schiff deshalb nach Dynur, wo es am 28. Oktober ankam. Das Amöbenwesen löste die Waffen der MOSES aus, so dass Dynur beschossen wurde. Die Dynurer feuerten zurück, so dass das Schiff abstürzte. Jard Neru konnte den Absturz in eine Notlandung verwandeln, kam dabei aber ums Leben. Die MOSES schlug in unbewohntem Gebiet auf. Nur neun Solaner und Oggar überlebten die Notlandung, unter den Toten war auch die Schiffsärztin.

Die Container waren zuvor abgekoppelt worden. Cpt'Carch löste sich aus dem Bewusstseinsverbund mit Oggar und hielt sie solange in der Schwebe, bis alle Molaaten mit Raumanzügen aussteigen konnten. Dann stürzten die Container ebenfalls ab. Auch sie gingen in unbewohntem Gebiet nieder, so dass es zu keinen Opfern unter den Dynurern kam. 1888 Molaaten überlebten dieses Ereignis nicht.

Die Molaaten wurden schließlich nach Klärung der Vorfälle über einen Raumschlauch nach Bumerang versetzt, wo sie sich mit Hilfe der Dynurer ansiedelten.

Risszeichnung

»Container-Träger der SOL« (Atlan 584) von Günter Puschmann

Quelle

Atlan 584

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