Mikrokosmos

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Bei einem Mikrokosmos handelt es sich um einen im Standarduniversum eingelagerten Bereich, der in der Regel nur mit besonderen Hilfsmitteln – siehe Drugun-Umsetzer – zu erreichen ist. Man spricht auch von Miniatur-Universen – oder Mikro-Universen – das heißt von eigenständigen Universen innerhalb des Standarduniversums, die teilweise einen erheblich kleineren »Innenraum« haben als dieses.

Inhaltsverzeichnis

Anmerkung: Die Verwendung des Begriffs in der realen Welt hat hiermit nichts zu tun. In der realen Welt handelt es sich beim Mikrokosmos um die »Welt des winzig Kleinen«, also jene Welt, die vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen und nur mit Hilfsmitteln wie Mikroskopen betrachtet werden kann.

Beschreibung

Er ist damit ein eigenständiger Kosmos im Universum, ohne dabei den Status eines eigenständigen Universums zu haben. Er ist vielmehr eine im Hyperraum – oder einem ähnlichen Kontinuum? – eingebettete Raumnische, deren Volumen von "außen" um einiges kleiner erscheint als es in Wirklichkeit innen ist.

Für ein dem Hyperraum ähnliches, jedoch nicht verbundenes Kontinuum spricht, dass man in der Regel innerhalb der Strukturen des jeweiligen Mikrokosmos die standardmäßigen Überlichttriebwerke nutzen kann, seien sie nun auf Transitions-, Linear-, Metagrav- oder sonstiger Basis. Jedoch kann man den Mikrokosmos damit weder verlassen noch von außen anfliegen - man bleibt innerhalb des umschlossenen Raum-Zeit-Bereiches.

Der Übergang ist dabei, wenn überhaupt, nur von dem Standarduniversum aus möglich, aus dem der jeweilige Mikrokosmos stammt. Typischerweise gibt es eine hyperphysikalische Verankerung in der Region, zu der das eingeschlossene Raumgebiet früher einmal gehörte.

Viele der den Arkoniden und Terranern bekannten Mikrokosmen sind künstlichen Ursprungs. Wer diese aus welchen Gründen angelegt hat, ist allerdings zumeist unbekannt. Daneben mag es auch auf natürliche Weise entstandene Mikrokosmen geben. Dabei ist natürlich schon die Definition eines Mikrokosmos schwierig. Zuerst galt diese Bezeichnung in der arkonidischen wissenschaftlichen Literatur nur für den ursprünglichen Lebensraum der Varganen. Allerdings gibt es zahlreiche ähnliche verwandte Strukturen, denen man diese Bezeichnung zubilligen kann.

Im Verlauf ihres Weges durch weite Teile des Universums stießen gerade die Terraner auf zahlreiche im Hyperraum eingebettete Bereiche unterschiedlicher innerer Größe. Da diese über den direkten Weg des Hyperraums nicht anzumessen und zu erreichen bzw. zu verlassen waren, sondern nur mittels besonderer Hilfsmittel oder Übergänge, kann man diese durchaus unter der Bezeichnung Mikrokosmen zusammenfassen.

2047 führen arkonidische Wissenschaftler für solche Strukturen auch den Namen Hyperraumvakuole ein.

Bekannte Mikrokosmen

Dnofftrie-Mikrokosmos

Im 9. Jahrtausend v. Chr. (10.498 da Ark) stieß Atlan zum ersten Mal auf einen solchen Mikrokosmos. Dabei handelt es sich um eine riesige, leicht gewellte Ebene, die eine steppen- und wüstenartige Oberfläche hat. Der Luftraum ist von einem System gewaltiger Antigravfelder erfüllt, auf denen ganze Städte schwimmen können. Die Atmosphäre über dem Tiefen Land, wie die Ebene genannt wird, ist rotglühend. Heiße Winde werden von den Dnofftries als Antrieb für ihre Gravosegler genutzt. Die Nebelschlieren sind Gravoströme, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen. Der Große Strom ist ein Schwerefeld, das gigantischer als alle anderen ist.

In den so genannten Neutralen Zonen gibt es keine Schwerefelder. Gerät man in ein solches Gebiet, so ist der Sturz in das Tiefe Land unweigerlich. Die Dnofftries meiden daher die Neutralen Zonen.

Eine weitere Gefahr sind die Gravo-Wirbel, die unvermutet und plötzlich auftreten und Turbulenzen innerhalb der Schwerefelder darstellen. (Atlan 188)

In diesem Mikrokosmos gibt es einen Wechsel von Tag und Nacht. Dabei verändert sich das helle Rot des Himmels zu einem dunklen Orange. (Atlan 189)

Die intelligenten Bewohner dieser Welt, die alle den gleichen Ursprung zu haben scheinen, nennen sich Dnofftries und sind kegelförmige Gestalten mit ledriger Haut. Sie gelten als ausgesprochen unflexible Denker und abergläubische Wesen. Die Mehrzahl von ihnen lebt in den Gravoseglern. (Atlan 188)

Als Atlan den Rand der Ebene erreichte, überschritt er die Grenze dieser scheibenförmigen Welt und wurde in das Standarduniversum zurück geschleudert. (Atlan 189)

Varganischer Mikrokosmos

Ebenfalls 10.498 da Ark betrat Atlan erneut einen Mikrokosmos. Diesmal erreichte er den später als varganischer Mikrokosmos bekanntgewordenen kosmischen Bereich. In diesen Mikrokosmos ist unter anderen Milchstraßensystemen und anderen kosmischen Gebilden auch eine Galaxie eingebettet, die die ursprüngliche Heimat der Varganen darstellte, von der aus sie dereinst in die Milchstraße aufbrachen. Dabei entwickelten sie selbst einen als Stein der Weisen bekannten Umsetzer.

In dieser Galaxie gibt es Hinweise darauf, dass das Ursprungsvolk der Varganen, die Tropoythers, selbst die degenerierten Nachkommen einer einst mächtigen Zivilisation waren. Da die Konstruktion eines Drugun-Umsetzers seit Jahrtausenden verboten war (mit anderen Worten grundsätzlich bekannt), und man trotzdem auch die Möglichkeit besaß, Geschehnisse in der Milchstraße zu beobachten, lässt sich vermuten, dass dieser Mikrokosmos ein Rückzugsgebiet einer uralten Rasse darstellte.

Ob dieser Mikrokosmos nun künstlich erschaffen wurde oder sich die mysteriöse Urrasse nur ein natürliches Phänomen zunutze machte, ist unbekannt. Spätere Forschungen - oder Auskünfte der geheimniskrämerischen Varganen - mögen da neue Erkenntnisse geben.

Morschaztas

Im Prinzip stellte auch die im Hyperraum eingebettete Kleingalaxie Morschaztas, das Rückzugsgebiet der Ganjasen im Halo von Gruelfin, einen solchen Mikrokosmos dar, der vor etwa 200.000 Jahren künstlich erschaffen wurde. Nur mit Hilfe der Einrichtungen in der Terrosch-Rotwolke ist ein Wechsel zwischen Normalraum und Mikrokosmos möglich.

Die Terraner stießen im Jahr 3437 auf diese Struktur. Perry Rhodan und Atlan begaben sich mit Ovaron und Merceile in das freiwillige Exil der Ganjasen. 3438 stürzte Morschaztas zurück in den Normalraum.

Dakkardimballon

Der Dakkardimballon, der Lebensraum der Zgmahkonen, ist ein natürlich entstandenes Gebilde. Die vom Schwarzen Loch Samtauge eingefangenen Sonnensysteme wurden in die Dakkarzone ausgespien und bilden nach Jahrtausenden mittlerweile eine komplette Kleingalaxie. (PR 726)

Im Gegensatz zu anderen Mikrokosmen befindet sich dieser nicht im Hyperraum, sondern in der Librationszone zwischen dem fünf- und sechsdimensionalen Kontinuum. Vom Standarduniversum ist er über achtzehn Dimensionstunnel, deren Endpunkte durch Schwarze Löcher repräsentiert werden, zu erreichen. (PR 726) Insofern besteht eine latente Verwandtschaft mit dem System der Schwarzen Sternenstraßen.

Seit die Dimensionstunnel nicht mehr funktionieren seit (3581), besteht keinerlei Verbindung mehr zum Dakkardimballon.

Kosmische Burgen

Die Kosmischen Burgen der Sieben Mächtigen waren jeweils in einem künstlichen Mikrokosmos eingelagert. Nur an speziellen Übergängen war ein Wechsel in den Normalraum möglich. Diese Mikrokosmen waren nicht komplett isoliert. 3587 wurden sämtliche Burgen von den UFOnauten mit Hilfe von Drugun-Umsetzern ins Standarduniversum zurückgeholt und demontiert.

Beim Übergang von Partocs kosmischer Burg in den Normalraum blieben Perry Rhodan und Atlan kurzzeitig im Mikrokosmos zurück, wo sie auf ballgroße subatomare Teilchen trafen. (PR 930)

Zeitmauer-Universum

Zwar nicht explizit so genannt, wird auch das Zeitmauer-Universum als Mikrouniversum beschrieben, das in sein Paralleluniversum eingebettet liegt. Räumliche Übergänge sind an allen Stellen der Zeitmauer möglich, allerdings muss anschließend eine langwierige Anpassung an die Eigenzeit des anderen Raums durchgeführt werden.

Margors Hyperraumnischen

Auch die von Boyt Margor mit Hilfe von Laires Auge geschaffenen Hyperraumnischen stellten abgeschlossene Mikrokosmen dar, in die man nur mit Hilfe des Auges eindringen konnte.

Zeitfestung Alkordoom

Gegen 233 NGZ stieß Atlan im Zentrum der Galaxie Alkordoom auf die Zeitfestung, in deren Innerem sich der Internkosmos genannte künstlich geschaffene Mikrokosmos befand, in dem auch zahlreiche Sonnensysteme eingebettet waren. Hier entdecken Atlan und seine Gefährten eine Werftplattform der Paddler (Raanaks RA-PERFEKT) und nehmen den Kampf gegen die Zeitchirurgen und die Schwarzen Sternenbrüder auf.

Paradiso nirwana

Die Scheibenwelt Paradiso nirwana befand sich in einem Miniatur-Universum, dessen Ausdehnung nur 244 Lichtjahre beträgt. Der Schalter leitete im Jahre 3792 einen Überlichtflug der SOL dorthin um. Er wollte im Auftrag von HIDDEN-X versuchen, die Besatzung der SOL aus dem Hantelraumer zu locken und diesen für die Superintelligenz in Besitz zu nehmen. (Atlan 561  ff.)

Garrons Hyperraumsenken

(...) Vincent Garron

Raum-Zeit-Falten der Nakken

(...) Raum-Zeit-Falte

ZENTAPHERS Kabinette

Jedes der 700.000 Kabinette des Chaotenders ZENTAPHER stellt einen eigenen, in sich geschlossenen Mikrokosmos dar. Ihre innere Struktur ist um ein vielfaches größer als ihre äußere. Zudem ist es möglich, die Naturgesetze in den einzelnen Kabinetten zu manipulieren.

Räumlich sind sie in der inneren Struktur der 36 Kilometer durchmessenden Kugel des Chaotenders fest verankert. Die Kabinette sind jedoch nur mit speziellen Gondeln zu erreichen. Es ist zu vermuten, dass in diesen Fahrzeugen ähnliche Geräte wie Drugun-Umsetzer installiert sind, beziehungsweise deren chaotarchische Entsprechungen.

Sternenozean von Jamondi

Auch die Hyperkokons, in die ES vor mehr als sieben Millionen Jahren den Sternenozean von Jamondi und die anderen Sternhaufen verlagerte, stellten im Prinzip Mikrokosmen dar. Mit Hilfe ungeheurer technischer Machtmittel wurden diese Hyperkokons geschaffen und die Völker ohne Kontakt zur Außenwelt - und ohne Kontakt untereinander - eingesperrt. In diesem Fall wurde sogar der Zeitablauf innerhalb des Mikrokosmos manipuliert.

Mit den technischen Möglichkeiten der Jamondi-Bewohner war es nicht möglich, einen Weg nach außen zu finden, obwohl ihnen im Grunde Machtmittel zur Verfügung standen, die zumindest denen von Kosmokratenhelfern nahe kamen. Aber entweder fanden sie nicht die Grundlagen für einen Drugun-Umsetzer, oder die Struktur der Raumnische unterschied sich enorm von denen ähnlicher Mikrokosmen. Unter diesen Gesichtspunkten verdient die Schaffung einer Verbindung zwischen Jamondi und Arphonie mit Hilfe der DISTANZSPUR unbedingt Bewunderung.

Verwandte Strukturen

Den bekannten Mikrokosmen verwandte oder ähnliche Strukturen sind zum Beispiel die Paratron-Arsenale der Zweitkonditionierten (vernichtet 2437) oder in neuerer Zeit die Yobilyn-Werft über Arkon III (1306 NGZ in Betrieb genommen).

Beide wurden mit Hilfe der Paratron-Technologie im Hyperraum verankert. Aber beide sind relativ leicht vom Standarduniversum anzupeilen und mit entsprechender Technik (im Fall der Paratron-Arsenale zum Beispiel mit einem Dimetranstriebwerk) anzufliegen. Dementsprechend gilt diese unbedingte Abgeschiedenheit vom normalen Universum für diese Strukturen nicht. Auch sind hier die Raum-Zeit-Bedingungen des Heimatuniversums mitgegeben und nicht zu verändern.

Mit einer ähnlichen Technik scheint die Hyperraumblase um die Raumstation TIMBADOR erschaffen worden zu sein. Allerdings ist hier zu bemerken, dass die Veränderung der Hyperimpedanz anscheinend keine Auswirkungen auf diese Verankerung hatte.

Auch das Antitemporale Gezeitenfeld schafft einen abgetrennten Bereich in einer Labilzone, wobei dieser im Vergleich zum Standarduniversum zeitlich versetzt ist. Hier ist auch erwiesen, dass die geschaffene Struktur ihr eigenes in sich geschlossenes Raum-Zeit-Kontinuum bildet. Die Naturgesetze entsprechen denen des Standarduniversums.

In begrenzten Maße kann man auch bei den von verschiedenen Ferntriebwerken erzeugten Feldstrukturen von faktischen Mikrokosmen sprechen. Sie bilden für das umschlossene Objekt einen eigenen abgeschlossenen Bereich:

Hyperimpedanz

Die Auswirkungen der erhöhten Hyperimpedanz auf die meisten bekannten Mikrokosmen ist derzeit noch unbekannt. Als gesichert gilt, dass sich die Hyperkokons des Sternenozeans von Jamondi ebenso aufgelöst haben wie die Paratronblase um die Yobilyn-Werft.

Auf die natürlich entstandenen Mikrokosmen dürfte die Erhöhung vermutlich keine größeren Auswirkungen haben. Wie sich die hyperphysikalischen Verhältnisse in deren Inneren verändern, dürfte jedoch von Mikrokosmos zu Mikrokosmos unterschiedlich sein.

Bei den künstlich geschaffenen Mikrokosmen dürfte es davon abhängen, mit welcher Technik sie errichtet wurden und ob sich die zur Aufrechterhaltung benötigten Einrichtungen inner- oder außerhalb der Strukturen befinden. Die Jamondi-Hyperkokons lösten sich beispielsweise auf, als Niedertechnologieteile der Energieversorgung versagten und daher das sie umgebende Feld nicht mehr gespeist werden konnte. Es bleibt Spekulation, ob die erhöhte Hyperimpedanz am Sternenozean unbemerkt vorbei gegangen wäre, wenn die Energieversorgung von innerhalb der Kokons erfolgt wäre. Aufgrund der Umstände, die zur Erschaffung der Hyperkokons führten, war dies natürlich auch aus langfristigen Sicherheitserwägungen nicht möglich.

Ob andere vermutlich künstliche Mikrokosmen (siehe Varganischer Mikrokosmos) von der Erhöhung betroffen sind und sich eventuell dem Standarduniversum annähern, beziehungsweise wieder in dieses zurückfallen, werden zukünftige Forschungen zeigen müssen. Auch ob der Wechsel in diese mit Hilfe von Drugun-Umsetzern - oder ähnlicher Technik - weiterhin möglich ist, wird sich zeigen müssen.

Quellen

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