NARGA SANT

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Die NARGA SANT (altkartanisch für »ein Stück Heimat«) war ein gewaltiges Großraumschiff der 22 Völker der Kansahariyya, das als Teil des Projekts Meekorah 50.027 v. Chr. aus dem sterbenden Universum Tarkan in das Meekorah genannte Standarduniversum überwechselte.

Anmerkung: Laut PR 2328 – Kommentar datiert dieses Ereignis auf das Jahr 50.035 v. Chr.

Die Besatzung der NARGA SANT war das Vorauskommando, das den Wechsel Hangays vorbereiten sollte. Das Schiff stand unter dem Kommando des Kartanin Oogh at Tarkan. Das Schwesterschiff NARGA PUUR folgte erst 445 NGZ.

Übersicht

Die NARGA SANT war etwa 90 Kilometer lang und 30 Kilometer dick, sie hatte die Form eines langgestreckten unregelmäßigen Ovals. Die Hülle war unebenmäßig und schien aus Fels zu bestehen. Der maximale Überlichtfaktor des Gigantschiffes betrug 20 Millionen. Die Kommandozentrale der NARGA SANT bezeichnete man als Sco-ta-ming.

Als Navigatoren, Steuermänner, Feinjustierer, Hyperorter, Funker und in diversen anderen Funktionen dienten ursprünglich die Nakken. Ihr Lebensbereich lag im Bug des Schiffes. Von hier aus konnten sie direkt in die Steuerung des Schiffes eingreifen. Den Flug der NARGA SANT betreffende Befehle hatten Vorrang vor im Sco-ta-ming gegebenen Anweisungen. Bei der Flucht aus Estartu mussten die Nakken zurückgelassen werden, wodurch die NARGA SANT nur noch eingeschränkt manövrierfähig war. (..., PR 1370, S. 29)

Geschichte

ESTARTU war dem um 50.700 v. Chr. abgestrahlten Hilferuf der Kansahariyya nach Tarkan gefolgt und initiierte dort das Projekt Meekorah für den Transfer Hangays nach Meekorah. Als Vorauskommando sollte die NARGA SANT dienen, zu deren etwa einhunderttausend Individuen starken Besatzung Mitglieder der 22 Völker der Kansahariyya sowie der Zataras gehörten.

Als die NARGA SANT 50.027 v. Chr. mithilfe von DORIFER von Tarkan nach Meekorah wechselte, materialisierte sie am Standort des Kosmonukleotids in der Mächtigkeitsballung von ESTARTU.

Nach Konflikten mit den Singuva flüchtete die NARGA SANT in die 40 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie M 33 in der Mächtigkeitsballung von ES. Die mit der NARGA SANT gekommenen Nakken und Zataras blieben in Estartu zurück. Die Reise dauerte zwei Jahre, eine von dem Vennok Tiroluif angeführte Meuterei von zwölf Völkern konnte von Oogh at Tarkan durch Argumente beendet werden.

Als Tiroluif nach der Ankunft in Ardustaar ein in einer Dunkelwolke gelegenes Sonnensystem für sein Volk beanspruchte, erklärte Oogh at Tarkan die Wolke aus Widerspruchsgeist als »raknor«.

Bei einer Expedition nach Fornax wurde Kontakt mit dem Weisen von Fornax aufgenommen und die Wirkung des Parataus auf weibliche Kartanin entdeckt. Zu dieser Zeit zeigten sich bei allen Völkern der NARGA SANT Mutationen, die durch die andere Strangeness Meekorahs ausgelöst wurden. Auf eine vorübergehende Phase der Vergesslichkeit folgte eine Intelligenzsteigerung, die schließlich in einen unaufhaltsamen Verlust der Erinnerungen mündete. Erst die dritte Folgegeneration würde sich an die andere Strangeness angepasst haben.

Daraufhin ließ Oogh at Tarkan zwei Drittel der Besatzung auf zwanzig Welten Ardustaars ansiedeln. Im Raknor-Nebel ließ er den Rest der Besatzung nach Plänen der Vennok eine Roboterdynastie erbauen, die die Hangay-Völker nach dem Ende der Degeneration unterstützen sollte.

Mit den wenigen Verbliebenen flog er mit der NARGA SANT nach Fornax, wo das Schiff mit 18 Nocturnenstöcken als lebendem Wissensspeicher direkt über dem Sco-ta-ming versehen wurde. Dabei kam es durch eine ungewollte Paratau-Deflagration zu einem Psi-Sturm, durch den der Narr von Fornax der Psiphrenie verfiel und alle Psi-begabten weiblichen Kartanin starben.

Anschließend zog Oogh at Tarkan sich mit zwölf ausgewählten Kartanin, den »Erleuchteten«, in die dafür vorgesehenen Tiefschlafkammern der NARGA SANT zurück, die in der Peripherie Ardustaars trieb.

20 Jahre später betrieb keines der 21 Hangay-Völker mehr Raumfahrt.

Weitere zehn Jahre später wurde Oogh at Tarkan mit den Tefrodern des Flottenadmirals Nermo Dehlim konfrontiert, welche die zwölf übrigen Schläfer getötet hatten und die NARGA SANT in ihrem Krieg gegen die Maahks einsetzen wollten. Mit Hilfe der Nocturnenstöcke konnte er die Eindringlinge vertreiben und deren Schiffe anschließend vernichten. Anschließend sicherte er die Tabuzone, in der sich seine Tiefschlafkammer befand. Er wollte erst wieder erwachen, wenn die Roboterzivilisation im Raknor-Nebel den erneuten Aufstieg der degenerierten Hangay-Völker meldete.

Nach dem Auftauchen des Parataus in M 33 im Jahre 3587 wurden die Ctl-Roboter und die NARGA SANT von besonders Psi-begabten Kartanin-Frauen wiederentdeckt. Aus diesen Frauen wurden die ersten Voica, die von der NARGA SANT aus als Stimme von Ardustaar für die nächsten Jahrhunderte die Geschicke der Kartanin lenkten.

446 NGZ entdeckte eine Gruppe von PIG-Mitarbeitern unter der Führung von Nikki Frickel mit der gefangenen Voica Dao-Lin-H'ay im Raknor-Nebel die Ctl-Roboter und in der Folge auch die NARGA SANT. Als Zeichen der Zusammenarbeit zwischen Kartanin und Galaktikern durften Nikki Frickel und die tefrodische Paratensorin Poerl Alcoun auf der NARGA SANT bleiben. (PR 1338)

Zwölf Tage später meldete das Sco-ta-ming die Bedrohung des Parataus im Tarkanium durch die Menetekelnden Ephemeriden. Daraufhin entschlossen sich die Voica, Oogh at Tarkan aus seinem Tiefschlaf zu wecken und ihn um Hilfe zu bitten. Dieses schwierige Unterfangen gelang durch die Zusammenarbeit von Nikki Frickel, Poerl Alcoun und Dao-Lin-H'ay. (PR 1345)

...

Als durch die Absenkung der Psi-Konstante der Paratau seine Eigenschaften als Psichogon zu verlieren begann, wirkte sich das auf 17 der Voica verheerend aus. Sie flogen die NARGA SANT in den Raknor-Nebel zum Planeten der Roboter von Ctl und versuchten in geistiger Umnachtung, das Schiff in die Sonne des Systems zu steuern. Nur durch das Eingreifen von Nikki Frickel und Gucky konnte dies verhindert werden. (PR 1370)

...

Die NARGA SANT wurde zerstört, als sie im 5. Jahrhundert NGZ auf Betreiben Ernst Ellerts versuchte, durch das Siragusa-Black Hole zu fliegen und so den Wall um die Milchstraße zu überwinden. Dabei zerbrach das Schiff in fünf Teile, von denen vier in das Schwarze Loch gesaugt wurden.

Das fünfte Bruchstück trieb durch den Leerraum davon. Es wurde im Jahre 1143 NGZ von einer Expedition unter Dao-Lin-H'ay, die zu Perry Rhodans zurückgekehrter Tarkan-Flotte gehörte, aufgefunden. Man stellte fest, dass die überlebenden Kartanin ihre Herkunft vergessen hatten und degeneriert waren. Sie folgten einem Kult, in dem die Mutter Illu – abgeleitet von dem terranischen Gruß »Illu sei mit euch!« – verehrt wurde.

Quellen

PR 1338, PR 1345, PR 1348, PR 1349, PR 1370, PR 1427