Selaron Merota

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Noral Atorem)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Selaron Merota, ein lemurischer Hyperphysiker, wurde um circa 24.500 v. Chr. geboren. Bezüglich seines Todes ist nichts bekannt.

Erscheinungsbild

Er war hochgewachsen und von muskulöser Statur. (Traversan 12)

Charakterisierung

...

Geschichte

Er war der Vater von Ermigoa und Mirona Thetin. Merota entdeckte mit Agaia Thetin auf einem namenlosen Planeten in Andromeda, der später von Agaia Tamanium getauft wurde, ein zellregenerierendes Hyperfeld, den Atem der Schöpfung, das durch nur dort vorkommende Hyperkristalle entstand. Unter Verwendung dieser Hyperkristalle entwickelte er für Agaia die Vorläufer der lemurischen Zellaktivatoren und die Multiduplikatoren. (PR-TB 288)

Anmerkung: Einer anderen Aussage zufolge wurden Nermo Dhelim die Zellaktivatoren von ES übergeben. Diese Aussage geht aber auf eine raumzeitlich-parareale Verwirrung von ES zurück und ist bestenfalls ein Möglichkeitsaspekt. (PR 1573)

Weitere Entwicklungen Merotas waren das Radiotrans-Gerät, mit dem die erste Kontaktaufnahme mit den Sonneningenieuren gelang, sowie die Entwicklung der Situationstransmittertechnologie. Ebenso entwickelte er den Anti-Rematerialisierungs-Feld, der den Planeten Tamanium vor dem Angriff von Raumschiffen schützte, insbesondere aber auch vor den Sonneningenieuren. (PR-TB 288)

Der manipulierte Wissenschaftler

Obwohl Selaron mit der Zeit feststellte, dass er Agaia mit diesen Mitteln die Macht gab, Andromeda zu unterwerfen, entwickelte er die Geräte immer weiter. Selbst relativ unsterblich geworden, zog er sich auf den Planeten zurück. Von Agaia manipuliert, realisierte er nicht, dass sie sich mit anderen nun relativ unsterblich gewordenen Wissenschaftlern der Lemurer zur Chefin der Terrororganisation der Meister der Insel aufschwang, die das neu-lemurische Reich übernahm.

Über Jahre hinweg wurde ihm nach und nach klar, dass er mit der Unterstützung Agaias einen schweren Fehler beging, und er geriet in eine seelische Krise:

Zitat: [...] »Bin ich für alles verantwortlich?« fragte Selaron leise. [...] »Ich komme mir vor wie ein Schmied, der seine ganze Kunstfertigkeit darauf verwendet, ein prachtvolles Schwert zu schmieden – und dann sehen muss, dass mit dieser Waffe Blut vergossen wird. Wer trägt die Schuld – der Schmied oder der, der die Waffe führt?« »Das Schwert«, antwortete Opran. »Es gehört zur Natur des Schwertes, Blut zu vergießen.« »Und ich habe das Schwert geschaffen«, murmelte Selaron. »Kann ich mich nun einfach davonstehlen?« »Es hängt davon ab, für wen du das Schwert geschmiedet hast«, sagte Opran ruhig. »Auch bei uns gibt es Schmiede, und sie stehen in hohem Ansehen wegen ihrer Kunst. Und kommt es zu Blutvergießen, so richten wir den Täter, nicht den Schmied. Es sei denn, der Schmied wußte, dass der Mann, für den er die Waffe schmiedete, ein schlechter Mann ist und damit töten würde.« Selaron versank wieder in tiefes Brüten. [...] »Ich werde zurückkehren«, sagte er. »Und ich werde feststellen, was Agaia wirklich plant. Danach werde ich entscheiden.« [...] (PR-TB 288)

Als Agaia ihm die Wahrheit offenbarte, sah er sich in der Problematik gefangen, die Zeitschleife, die zum Aufstieg der Meister der Insel führte, nämlich die Ermöglichung der Flucht der Lemurer aus der Milchstraße, mit erschaffen zu müssen.

Von den ebenfalls langlebig gewordenen Bewohnern des Planeten erfuhr Selaron, dass die zellregenerierende Wirkung der Aktivatoren auf Kosten der Lebenszeit aller Lemurer entsteht.

Nachdem ihm so die Augen geöffnet wurden, welche tiefgreifenden Auswirkungen seine Handlungen hatten, plante er alle Zellaktivatoren zu vernichten. Ferner plante er, sich und Ermigoa dem weiteren Zugriff Agaias zu entziehen.

Bei dem Experiment Mirona Thetins, den Zellaktivator ihrer Mutter mittels eines Multiduplikators zu vervielfältigen, um von den Diensten Selaron Merotas unabhängig zu sein, wurde dieser vernichtet. Da der anwesende Selaron ihr die ihm bekannte Folge des Versuches nicht eröffnet hatte und so den baldigen Tod Agaias verursachte, wollte Mirona ihn töten lassen.

Agaia widerrief jedoch diesen Befehl, und gewährte ihm und Ermigoa kurz vor ihrem Tod freies Geleit. Mirona schwor, an ihnen Rache zu nehmen. (PR-TB 288)

Flucht

Um sich und seine Tochter Ermigoa zu schützen, floh Selaron über Lemuria (Vario) mit ihr in die lemurische Vergangenheit und über die Sonnensechsecktransmitter in die Milchstraße. Selaron und Ermigoa beeinflussten dort in verschiedenen Tarnidentitäten die lemurische Geschichte. Ein Teil ihres Planes war es, Mirona langfristig zu entmachten.

ES oder ANTI-ES

Selaron Merota wurde nach seiner Flucht mit seiner Tochter in die Vergangenheit mehrfach von ES oder von ANTI-ES kontaktiert, insbesondere während der Ausführung oder des Abschlusses von wissenschaftlich-technischen Projekten. (Centauri 11) Ob auch die Entdeckung der Möglichkeit der technischen Nutzung des Atems der Schöpfung in der Form von Zellaktivatoren oder der Multiduplikatoren durch Selaron Merota bereits von einer der beiden Superintelligenzen initiiert wurde, ist unbekannt, aber wahrscheinlich.

Unter anderem diente Merota bei der Installation des Galaktischen Rätsels um circa 10.000 v. Chr. als Leiter einer angeblichen Expedition, die scheinbar auf Ferrol notlanden musste. Nach der Konstruktion der Käfigtransmitter übergab er dem damaligen Thort die Geräte und deponierte die Konstruktionspläne in der Zeitgruft unter dem Roten Palast. Zudem hinterließ er einen Hinweis auf das ewige Kosmische Schachspiel zwischen ES und ANTI-ES, indem er erklärte: Zitat: [...] »Wir leben länger als die Sonne, aber es ist gerade die Sonne, die das verhindern möchte.« [...] (PR 12, PR 2048)

Anmerkung: In PR 12 wird Merota noch nicht beim Namen genannt.

Tarnidentitäten

Lesal Atorem

Um 50.373 v. Chr. »entdeckte« Selaron den Weg nach Andromeda über die Sonnentransmitter in einer lemurischen Tarnidentität als Lesal Atorem. Im Jahre 50.350 v. Chr. benutzte er wiederum als Lesal Atorem erstmals offiziell mit dem Schiff LEMUR die Transmitterstraße nach Andromeda. (Centauri 11)

Arsoen Atorem

Selaron Merota entdeckte im Jahr 50.197 v. Chr. (6203 dha-Tamar) als Arsoen Atorem auf dem Planeten Darak die lebenden Umhänge, die Krish'un. Diese wurden in der Folge von den Tamräten des Großen Tamaniums als Zeichen ihrer Macht und zur zusätzlichen Hochrangidentifikation getragen. (Centauri 11)

Noral Atorem

In der Zeit des lemurisch-halutischen Krieges trat Selaron in der Gestalt des lemurischen Chefwissenschaftlers und Hohen Tamrates Noral Atorem auf. In dieser Tarnexistenz ließ er den Mikrozwerg Kobold, dessen Hyperspektrum mit dem Apsus identisch war, um 50.025 v. Chr. (6375 dha-Tamar) im Tergham-Trio platzieren. Der Hohe Tamrat Nevus Mercova-Ban vermutete, dass der Mikrozwerg dazu dienen sollte, einen Sonnentransmitter im Solsystem aufzubauen, sobald die durch die Zerstörung Zeuts entstandene Wolke aus Planetentrümmern und Staub verschwunden sei, um die Flucht aller Lemurbewohner zu ermöglichen. (Centauri 11)

Des Weiteren rief Selaron das Projekt Fremdkörper ins Leben, das mit den Abjin-Sinnen der Zeut-Ellwen experimentierte, und nach dem Vorbild der pedotransferierenden Cappins die Trennung von Körper und Geist anstrebte. Auf diese Art sollten Führungspersönlichkeiten der Bestien übernommen werden. Noral Atorem sabotierte das Projekt, das die Erschaffung von Psionischen Bastionen zum Ziel hatte. Unter anderem entwendete er Nevus Mercova-Bans Exemplar des Lemurischen Kriegskalenders. (Centauri 11)

Weit später, im Jahre 42.125 v. Chr., versuchten Selaron und Ermigoa erfolglos, die Zeitstation Regnal-Ortons, des Faktor VII der Meister der Insel, in der Yssods-Wüste auf Traversan zu benutzen. (Traversan 12)

Nachdem sie von der auf Stand-By geschalteten Schaltung Sternentau in die Vergangenheit gerissen wurden, gelang es ihnen erst beim Stopp der Reise durch den Zeitläufer der Ganjasen, die Rückkehrschaltung zu aktivieren, wobei die Automatik beschädigt wurde. Nach ihrer Rückkehr hüllten sie die Zeitstation in ein schwaches Labilfeld das auf einer modifizierter Nullfeldbasis ähnlich dem Antitemporalen Gezeitenfeld beruhte. Damit entrückten sie die Station für 47.000 Jahre aus dem Standarduniversum. (Traversan 12)

Über das weitere Schicksal von Selaron ist nichts bekannt.

Quellen