OSA MARIGA
Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem Raumschiff. Für die gleichnamigen Orte auf dem Planeten Thea siehe Osa Mariga (Insel).
Der Weltraumzirkus OSA MARIGA war ein mobiles Unterhaltungszentrum mit Arenavorstellungen, Tierschauveranstaltungen und einem Glücksspielbereich.
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Technik und Aufbau
Das Schiff war ein modifizierter arkonidischer 300-Meter-Kugelraumer mit einem 25 Meter herausstehenden Triebwerks-Ringwulst und einem an der Unterseite angeflanschten 80 Meter hohen Konus, der einen Bodendurchmesser von 250 Metern besaß.
Statt einer kompletten Arkonstahl-Struktur wurden aus Kostengründen nur das Kernskelett und die Hauptverstrebungen aus Arkonstahl erstellt, alle anderen Teile, zum Beispiel die Außenhaut, bestanden aus einer Ferroplastiklegierung minderer Güte, deren Temperaturbeständigkeit bei circa 1000 bis 1200 Grad lag.
In der oberen Kugelhälfte waren Schutzschirmprojektoren und -Generatoren, ein Hangarring sowie im Kernbereich die Positronik, die Kommandoräume und die Privatquartiere der Besatzung untergebracht.
Ein 75 Meter hoher Bereich in der Schiffsmitte barg unter anderem die Transitionskonverter sowie die Reaktoren und die Direktstrahlmeiler der Impulstriebwerke.
Im unteren Teil des Schiffes befanden sich die Tiergehege und Vorratsräume und ein zweiter Hangar- und Schleusenring. Im Konusabschnitt des Schiffspoles war Raum für die Requisiten, die Arenatechnik sowie für Bereitschaftsräume und Garderoben der Artisten. Sechs Hauptschächte, jeweils 16 Meter im Durchmesser, verbanden den Konusboden mit der eigentlichen Schiffszelle und erstreckten sich fast bis zum oberen Pol. Die Antigravschächte konnten auch auf Prallfeld- oder elektromagnetischen Betrieb mit Aufzugskapseln umgestellt werden; Erstes meist für den Tiertransport, das Letztere für den Schnelltransport.
Die obere Hälfte des Konus barg den Bereich der Polzelle des Raumers, so dass eine Gesamthöhe von 340 Metern erreicht wurde. Der Konus bildete die Landefläche, sodass keine Teleskopstützen benötigt wurden. Im unteren Teil war auch der 100 Meter durchmessende Dom der Zirkusarena, mit Platz für 27.000 Besucher untergebracht. Rund um die Arena standen auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern Kasinos, Vergnügungssäle, multimediale Amüsierbetriebe sowie Bars und Restaurants den Gästen zur Verfügung.
Im Jahre 12.402 da Ark lag die Indienststellung der OSA MARIGA bereits mehr als 30 Arkonjahre zurück. Zunehmend gab es Probleme unter anderem mit den optopositronischen Datenleitungen. Eine zeitnahe Überprüfung in einem Trockendock erschien angebracht.
Tierbereich
Die Tiere wurden in durch Energieschirme isolierten und damit von Außeneindrücken abgeschirmten Gehegen gehalten. Mittels Holo-Projektionen und Psychostrahlern wurde ihr gewohntes Ökosystem simuliert. Dazu gehörten auch die positronisch geteuerte Ausbringung von Duftstoffen sowie die Erstellung einer passenden Geräuschkulisse. Sobald sich die Tiere innerhalb dieser Simulation in Bewegung setzten, wurden sie von Kraftfeldern ergriffen, die ihnen, ähnlich der Funktion eines Rollbandes, einen scheinbar unbegrenzten Bewegungsspielraum vortäuschten.
In die Gangbereiche vor den Gehegen wurden die Geräusche aus den Gehegen übertragen. Für den Fall eines Transports der Tiere wurden mittels ferngesteuerter Gatter und Prallfeldbarrieren die Tiere voneinander getrennt und zu den Hauptschächten, in die Arena oder zu Frachtcontainern im Hangarbereich geleitet. Dabei wurde auf einen sanften, nur allmählichen Übergang der Umweltbedingungen geachtet.
Der Zirkus führte Tierarten von mehr als 50 Planeten mit sich. </br> Darunter befanden sich beispielsweise:
- Coons
- Karz-Riesenschlangen
- Kjörk
- Ongtrees
- Pathandokhs
- Pfakofte-Schneekaimane
- Quarrls
- Riesenvoger
- Schleimspeier
- verschiedenste Schudenarten
- Skylls
- Steinwürfe
- Zamuccs
Besatzung
Die Besatzung setzte sich aus 507 Personen zusammen, von denen 300 für den Schiffsbetrieb zuständig waren und weitere 200 sich als Ausstatter, Techniker, Tierbetreuer und Artisten um den Zirkusbetrieb kümmerten. Zu dieser zweiten Gruppe zählten etwa 100 Arkoniden, der Rest gehörte insgesamt 27 verschiedenen Völkern an. Oftmals übernahm die Zirkusbesatzung mehrere Funktionen in der Tierpflege, in der technischen Ausstattung oder als Zirkusdarsteller.
Bekannte Besatzungsmitglieder
- Direktorin Farfanee
- Kommandant Jautiasch dom Cicol
- Zweiter Offizier Qandoar
- Navigator Therk
- Techniker und Clown Hisollo
- Tierpfleger und Dompteur Helpart
- Tierpflegerin und Trapezartistin Ishirea
- Bühnen- und Wartungstechniker, Holojongleur und Magier Kemprey
- Tierpflegerin Miscyri
- Tierpfleger Mahoff
Geschichte
Im April 5772 v. Chr. (Ansoor des Jahres 12.402 da Ark) hielt der Weltraumzirkus ein Gastspiel auf dem Planeten Links-Aubertan vor der Imperatorenfamilie von Reomir IX., der mit seinem Jagdpalast und seinem gesamten Hofstab hier zur Jagd weilte. Die Vorstellungen und Ausstellungen verliefen problemlos bis kurz vor dem Ende des Gastspiels ein Feuer ausbrach. Es konnte rasch gelöscht werden, einige Tiere wurden aus Sicherheitsgründen paralysiert und in ihre Gehege zurückgebracht. (Traversan 5)
Noch am selben 18. Prago des Ansoor startete die OSA MARIGA mit Ziel Couratto IV, dem in sieben Pragos dann Vorstellungen zunächst auf Kalak III und dann ohne Pause auf Jacinther IV folgen sollten. Nach dem Start stellte sich der Blinde Passagier Altao Ta-Camlo der Direktorin vor und offerierte ihr für die Mitnahme nach Couratto IV ein erkleckliches Entgelt, das Farfanee annahm. Die nächste Vorstellung sollte in wenigen Tagen bereits auf Couratto IV stattfinden, so dass Farfanee Kommandant Jautiasch dom Cicol zur Eile ermahnte - auch wenn dieser vor einem aufkommenden Hypersturm warnte.
Kaum bei dem Leuchtfeuer 12-Lokorn angekommen, wurde die OSA MARIGA ohne Vorwarnung von dem arkonidischen Schlachtschiff ROMAN angegriffen und getroffen. Die von Jautiasch eingeleitete Nottransition führte durch den Hypersturm und endete nahe Couratto III. Die OSA MARIGA stürzte auf den Planeten ab und kam schließlich im Meer auf dem Gipfel eines aktiven Vulkans zur Ruhe. Nur 204 Personen hatten den Absturz überlebt, etliche schwerst verletzt. Nach und nach drang Lava in die unteren Sektionen ein und Altao Ta-Camlo riet dazu, sich in Container einzuschweißen und ins Meer spülen zu lassen. Die Ausschleusung übernahm Kommandant Jautiasch, der dies mit seinem Leben bezahlte. Von den sechs umgebauten Containern wurden zwei von der Druckwelle des eruptierenden Vulkans zerstört, so dass schließlich nur 114 von 507 Besatzungsmitgliedern den Absturz überlebten.
Ein Kreuzer von Couratto IV barg die Überlebenden aus dem Meer und flog sie zum Nachbarplaneten.