Asteroid

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Planetoid)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Asteroiden oder auch Planetoiden sind kleine, planetare Objekte ohne Atmosphäre. Asteroiden haben ihren Namen aus dem Griechischen; übersetzt heißen sie sternenähnliche Objekte; dementsprechend sind Planetoiden planetenähnliche Objekte. Beide Bezeichnungen sind synonym, erstere eher historisch, letztere wissenschaftlich genauer.

PR0599.jpg
Heft: PR 599
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Entstehung

Asteroiden entstehen bei der Geburt eines Sonnensystems in dessen protoplanetarer Scheibe, wenn einzelne Staubteilchen miteinander kollidieren, sich aber nicht ausreichend Objekte zusammenfinden, um einen Planeten zu formen. Es entstehen dabei häufig ganze Asteroidengürtel, die so genannt werden, da sich Tausende von Planetoiden auf annähernd derselben Umlaufbahn um das Zentralgestirn bewegen.

Asteroiden verschleifen innerhalb von Milliarden Jahren aufgrund der Erosion durch kleinste Zusammenstöße mit Nachbarn und Sonnenwind: Ihre eckigen Bruchformen nähern sich immer mehr runden Formen an.

Wesentlich spektakulärer ist das Entstehen eines Asteroidengürtels durch die Vernichtung eines Planeten. Ein Beispiel dafür ist das Ringo-System, welches drei solcher Gürtel besitzt, oder auch der planetare Schutt des im Jahre 3438 zerstörten Planeten Pluto im Solsystem, der sich gerade zu einem Ring formt.

Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter entstand durch die Vernichtung des fünften Planeten Zeut, nicht auf »normale« Weise bei der Entstehung des Solsystems.

Anmerkung: Durch gravitative Störungen seitens des Jupiters konnten diese Brocken in der Realwelt niemals zu einem Planeten zusammenkommen.

Vorkommen

Der von den Trümmern Zeuts gebildete Asteroidengürtel umkreist die Sonne zwischen 2,0 und 3,4 Astronomischen Einheiten. Sein größter Körper ist Ceres.

Jenseits der Plutobahn gibt es im Solsystem den so genannten Kuiper-Gürtel, und noch weiter weg im Halo der Sonne die Oortsche Wolke, in denen es noch zahllose Himmelskörperchen gibt. Auch in vielen anderen Sonnensystemen sind Asteroidengürtel bekannt.

Losgelöste Asteroiden

Durch gravitative Störungen, beispielsweise durch vorbeiziehende Sterne, können sich Planetoiden aus dem Verband lösen und in das Sonnensystem eindringen. Hier stürzen sie nach einigen Umläufen als Kometen meistens in die Sonne, können aber auch stabile, wiederkehrende Umlaufbahnen einnehmen. Im schlimmsten Fall stürzen sie als Meteorit als todbringende kosmische Geschosse auf belebte Planeten.

PR0233.jpg
Heft: PR 233
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Im seltensten Fall können sie sich, ähnlich wie auch Planeten, aus einem Sonnensystem herauslösen und danach als Dunkelwelten frei durch den interstellaren Raum ziehen.

Zusammensetzung

Die meisten Asteroiden bestehen aus »Urmaterie«, das heißt jenen Bestandteilen, die aus einem sich bildenden Planetensystem übrig geblieben sind. Dementsprechend enthalten sie viele Silikate, eisenhaltige Erze und gefrorene flüchtige Bestandteile. Für die meisten industriellen Zwecke sind diese »Schlacken« wenig brauchbar.

Überreste explodierter Planeten jedoch haben eine andere Zusammensetzung, da sich während der Bildung der planetaren Struktur deren Inhaltsstoffe teils aufgeschmolzen werden, folglich ausdifferenzieren, andere Minerale und Erze gebildet werden und sich selektiv anhäufen können. Im Solsystem beispielsweise sind die Überreste der Planeten Zeut und Pluto daher ergiebige Rohstoffquellen.

Aufgrund ihrer besonderen Vergangenheit können Asteroiden jedoch auch vollkommen andere Zusammensetzungen haben:

Wirtschaftliche Bedeutung

Asteroiden enthalten, wie oben erwähnt, oft interessante und leicht abbaubare Ressourcen, so dass ein Bergbau lohnenswert scheint. Zudem ist ihre Eigengravitation meist vernachlässigbar gering. Es ist daher sehr leicht, per Raumschiff an einen Asteroiden oder einen anderen kleinen Weltraumkörper heranzufliegen; der energetische Aufwand für Landungen oder Starts ist gering.

Gelegentlich werden Asteroiden als private Habitate genutzt von jenen, die sich das leisten können.

Politische Bedeutung

Gelegentlich dienen Asteroiden oder Asteroidenverbände als Standort für eine diplomatische Vertretung. (PR 1167)

Militärische Bedeutung

Asteroiden können als Standort für militärische Stützpunkte genutzt werden. Liegen die Asteroiden in einem Sonnensystem, dienen sie hervorragend für Zwecke der Ortung oder Fernortung, als Standort für Raumforts oder um Energie zu sammeln.

Vor allem die Terraner und die USO nutz(t)en Asteroiden gerne für geheime Projekte. Hierbei dienen Asteroiden als verborgene, fernab von Sonnensystemen gelegene Geheimdepots oder -stationen oder als unauffällige, weil natürlich erscheinende Spionagestationen oder -raumschiffe, um damit in feindliche Sonnensysteme vorzudringen.

Beispiele


Autorenbibliothek 5
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bekannte Sonnensysteme mit Asteroidengürteln

Mehr oder wenig stark ausgebildete Asteroidengürtel sind sehr häufig. Oftmals werden sie nicht erwähnt. Zahlreiche Asteroidengürtel sind künstlichen Ursprungs, das heißt sie bestehen aus meist absichtlich (vorwiegend militärisch begründeten) zerstörten planetaren Körpern.

Besonders gestaltete Asteroiden- oder Planetoidensysteme

Asteroidenverbände ohne Sonnensystem

Bekannte Asteroiden

Für eine Übersicht über namentlich bekannte Asteroiden und Planetoiden siehe Monde und kleinere Himmelskörper.

Quellen