Positronik

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt den Computertyp der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für den Computertyp der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Positronik (PR Neo).

Eine Positronik ist eine allgemeine Computerstruktur. Diese hatte in der Milchstraße einige 10.000 Jahre Bestand, bis sie von den Syntroniken abgelöst wurde. Durch die Hyperimpedanz-Erhöhung 1331 NGZ und den damit einhergehenden Ausfall der Syntroniken griff man wieder auf Positroniken zurück.

Im Tai Ark'Tussan wurden sie üblicherweise als KSOL bezeichnet. (Traversan 10)

Aufbau

Der Aufbau einer Positronik ähnelt stark dem alt-terranischer PCs (eher Mainframes) – es gibt Prozessoren, Speicher und Eingabe/Ausgabe-Geräte. Positroniken können auch großflächig erbaut werden. Einheiten wie der Robotregenten oder Gomasch Endredde belegen mehrere Quadratkilometer große Flächen.

Positroniken werden auch zur Steuerung der vielfältigen Abläufe in Raumschiffen eingesetzt. Beispielsweise war der Kern der Bordpositronik der IMASO in einem silbern glänzenden Zylinder untergebracht. Dort wurde er von Fesselfeldern gehalten. Die Positronik war direkt unterhalb der Zentrale des Schiffes positioniert. Mit einem Kodeschlüssel konnte der Zugang in den Zylinder geöffnet werden. Allerdings musste beachtet werden, dass im Innern des Behälters ein Vakuum herrschte. (Monolith 2)

Der eigentliche Positronikkern wurde von mehreren Platten aus molekülverdichtetem Panzerterkonit geschützt. (Monolith 2)

Ein separater Kommandospeicher versetzt den Benutzer in die Lage, Unbefugten den Zugriff und die Abfrage von Daten zu verwehren. Je nach Packungsdichte sorgen zwei oder mehr Binärmodule dafür, dass der Rechner für Fremde »unbrauchbar« wird. (Atlan 789)

Diese Sperre kann beispielsweise durch zufällige Wechselfelder, Impulsdeformationen, Bitblocker, Rafferzeichen, Pufferbarrieren, Verfremdungssignale und ähnlichem erfolgen. (Atlan 789)

Positroniker

Personen, die sich mit der Wartung und Programmierung von Positroniken beschäftigen, werden auch als Positroniker bezeichnet.

Geschichte

Bereits die Lemurer setzten etwa 50.000 v. Chr. Positroniken ein. Ihre Nachfolger – Akonen, Arkoniden, Tefroder und andere – übernahmen das Prinzip und entwickelten es weiter.

Geschichte der terranischen Positronik

Erste Erfahrungen mit den positronischen Rechneranlagen sammelten die Terraner im Jahre 1971 bei ersten Kontakten mit den Arkoniden. (PR 1) Schnell stellte sich allerdings die Schwäche dieser Anlagen heraus, da sie nur auf Basis ihrer jeweiligen Programmierung und des verfügbaren Datenmaterials logische Entscheidungen treffen konnten. So waren sie anfällig gegenüber Überraschungen, Bluffs, logisch nicht nachvollziehbaren Ereignissen und Gebieten, die ihre Programmierung nicht abdeckte. So war es beispielsweise den Terranern möglich, durch den überraschenden Einsatz einer katalytischen Fusionsbombe die AETRON zu vernichten. (PR 3)

Trotzdem begann Rhodan, mit einer geschenkten Positronik zu arbeiten, als die Souveränität der Dritten Macht durch die restlichen Weltmächte anerkannt war. Er nutzte die ungeheure Rechenleistung, um sich über die nächsten Schritte für die Zukunft klarzuwerden. Ihm wurden zu Beginn 22,3 Milliarden Möglichkeiten angeboten, die er durch immer gezieltere Fragen nach Stunden schließlich auf 1000 einschränken konnte. Als ein Nebenprodukt seiner Bemühungen erfuhr er, dass die Erde bereits das Ziel einer weiteren Invasion außerirdischer Mächte war. (PR 6)

Auf der Venus fand Rhodan einen verlassenen Stützpunkt der Arkoniden, welcher von einem riesigen Positronikgehirn namens »Der Kommandant« gesteuert wurde. Dieses wartete seit 10.000 Jahren dort auf die Rückkehr eines Befehlshabers. Dankbar übernahmen die Terraner die Positronik, um ihn für den Aufbau der Dritten Macht zu nutzen. (PR 8)

In der Folge bauten die Terraner auch eigene große Positroniken. Im Jahre 2105 gab es beispielsweise ein Positronisches Rechenzentrum Terra, damals das größte Positronengehirn auf Terra. (PR 122)

Die von den Posbis genutzten Positroniken waren eine ganze Generation weiter entwickelt als die arkonidischen – nicht zuletzt durch die hypertoyktische Verzahnung genannte Verbindung mit dem biologischen Plasma. Deren Prinzip nannte man Hyperinpotronik.

Dieses Prinzip wurde von den Terranern übernommen, die beispielsweise ihre TARAS den Posbis nachempfanden, oder ihre großen Rechneranlagen wie NATHAN oder SENECA dem Zentralplasma nachmodellierten. Nicht zuletzt wegen der schlechten Erfahrungen mit dem Robotregenten, der kurzerhand den Imperator der Arkoniden absetzte, wollte man eine biologische Komponente zur Kontrolle der kalten Maschinenlogik haben.

Durch den enormen Platzaufwand und den hohen Energieverbrauch wurden sie in den ersten Jahrhunderten neuer galaktischer Zeitrechnung mehr und mehr durch die im Hyperraum angesiedelten und zudem noch überlichtschnellen Syntroniken abgelöst.

Durch die seit dem November 1331 NGZ wirkende Hyperimpedanz waren jedoch alle Syntroniken ausgefallen, womit die als veraltet geltenden Positroniken als Low Level-Technik plötzlich wieder heiß begehrt waren. Ein Beispiel war der Logikpositronikverbund (LPV) mit Eigennamen Stellatrice an Bord der STELLARIS, die aber auch einen menschlichen Charakterzug hatte. Sie war arrogant, wie ein Roboter in einer Folge sagte.

Einzelne Positroniken

Einzelne Positroniken erlangten eine mehr oder weniger große Bedeutung:

  • Im Jahre 3587 wurde auf dem terranischen Schlachtkreuzer HARMOS eine Hauptpositronik der Bauserie Nidda-LPP-Coryph I eingesetzt. Kennzeichnend für diese war ein quasi sensibler Charakter, der dazu führte, dass sie durch die Kämpfe mit den Laboris vorübergehend einen Schock erlitt. (PR 984)

Außerhalb des Perryversums

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Heft: PR 15 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Das Wort »Positronik« geht auf Isaac Asimov zurück, der in den 1940er Jahren in seinen Androiden-Büchern Positroniken (also mit Positronen statt Elektronen rechnende Computer) als einzige Möglichkeit beschrieb, ein mechanisches Wesen mit menschlicher Psyche auszustatten.

Clark Darlton und K. H. Scheer übernahmen den »modernen« Namen in die Rhodan-Serie, sahen darin aber eher einen Rechner, wie er zu der Zeit üblich war – somit waren die haushoch überlegenen Computer der Arkoniden Häuser füllende Ungetüme, in denen jedoch wie damals üblich die Relais klackerten und die am Ende der Berechnung eine Lochkarte ausspuckten.

Zitat: »[...] Irgendwo hinter den massiven Wänden klickten Kontakte und Relaisstationen. Auf der Schalttafel leuchteten Lämpchen auf. Im Lautsprecher der Übertragungsanlage knackte es vernehmlich. [...] Rhodans Hand zitterte unmerklich, als er den kleinen Hebel unter der roten Lampe nach unten legte. Das Licht erlosch, dafür knackte es erneut im Lautsprecher. Eine mechanische und seelenlose Stimme sagte metallisch: [...] ›Bitte, bedienen Sie die entsprechende Schaltung. An der endgültigen Entschlüsselung wird weitergearbeitet. Ende der Durchsage.‹ [...] Er [Anm.: Perry Rhodan] ließ seine rechte Hand über die Kontrollen des Computers gleiten und drückte mehrere Knöpfe ein. Lämpchen erloschen, andere flammten auf. Irgendwo begann es zu ticken. Ein breiter Spalt öffnete sich. Die drei Männer starrten erwartungsvoll auf diesen Spalt. Aus ihm mußte nun der Klartext herausgleiten. [...]« (PR 15)

In den nachfolgenden Auflagen und Ausgaben wurden diese Anachronismen ausgemerzt bzw. ausgebessert.

Das Positron ist das Antiteilchen des Elektrons, Positronik ist also Elektronik aus Antimaterie. Würde man tatsächlich ein positronisches Gerät bauen, dann hätte es exakt dieselben Fähigkeiten wie das äquivalente, aus herkömmlicher Materie bestehende elektronische Gerät.

Weblink

Quellen