Psionisches Netz

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Das Psionische Netz durchzieht das Universum in Form psionischer Stränge. Es steht in engem Zusammenhang mit den psionischen Feldern des Moralischen Kodes und verbindet die einzelnen Bestandteile dieser Doppelhelix miteinander.

Geschichte

Im Bereich des Kosmonukleotids DORIFER war es durch die von DORIFER verursachte Erhöhung der Psi-Konstanten von circa 50.000 v. Chr. bis zum DORIFER-Schock im Jahre 448 NGZ möglich, diese Stränge als Transportmedium zu nutzen. Nutzer waren sowohl die Gänger des Netzes als auch Raumschiffe mit Enerpsi-Antrieb. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit war der Psifunk.

Das nutzbare Psionische Netz umfasste die Lokale Gruppe, den Virgo-Haufen mit den Galaxien der Mächtigkeitsballung Estartu und erstreckte sich bis Gruelfin und M 87. Das restliche Psionische Netz des Universums blieb verschlossen. (PR 1300)

Die Inyodur waren jedoch durch ihre besonderen Fähigkeiten in der Lage, das gesamte Psionische Netz als Transportmittel zu nutzen. Einzelne Inyodur waren sogar fähig, Netzstränge miteinander zu verbinden oder Netzknoten zu lösen. (PR-Extra 3)

Psionische Stränge

Es gibt zwei verschiedene Arten von Strängen, die sich durch ihre psionische Struktur unterscheiden.

Normstrang

Ein Normstrang stellt die übliche Form eines psionischen Strangs dar.

Entlang eines Normstrangs ist die Fortbewegung nur mittels Enerpsi-Antriebs möglich. (PR 1300)

Präferenzstrang

Ein Präferenzstrang ist wesentlich seltener als ein Normstrang.

Die Gänger des Netzes konnten sich im persönlichen Sprung - also ohne technische Hilfsmittel - nur entlang der Präferenzstränge bewegen. Sie besaßen ein umfangreiches kartographisches Werk, das sämtliche Präferenzstränge mit ihren Anfangs- und Endpunkten verzeichnete. (PR 1300)

Kalmenzone

Als Kalmenzone bezeichnet man eine Lücke im Psionischen Netz. Sie kann natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein. Im Umfeld von M 87 beispielsweise erzeugten der Jetstrahl und das blaue Zentrumsleuchten als Nebeneffekt eine Kalmenzone.

Sabhal, die Hauptwelt der Gänger des Netzes, liegt in einer natürlichen Kalmenzone, die nur die Normstränge betrifft. Da die Technologie der Ewigen Krieger nur Normstränge anpeilen kann, erscheint ihnen diese Gegend unwichtig.

In der Mächtigkeitsballung von ESTARTU wurden durch die jeweiligen Wunder der einzelnen Galaxien künstliche Kalmenzonen erzeugt. In der Galaxie Siom Som erreichte eine solche Kalmenzone einen Durchmesser von 3000 Lichtjahren. In diesen Zonen war das Reisen mit Enerpsi-Antrieb nicht möglich, und sie waren für die Gänger des Netzes im persönlichen Sprung unerreichbar.

Wer Kalmenzonen nicht rechtzeitig erkannte und ihnen auswich, stürzte ins Standarduniversum zurück, im ungünstigsten Fall auch in andere Dimensionen oder Universen. Obwohl Kalmenzonen auf große Entfernung angemessen werden konnten, stellten sie eine große Gefahr dar. (PR 1300)

Universale Schneise

Erst im 14. Jahrhundert NGZ wird bekannt, dass das Psionische Netz bzw. die entlang des Psionischen Netzes abfließende Quartale Kraft auch im Bereich der Universalen Schneise als Transportmedium genutzt werden kann. Die Aufladung des Psionischen Netzes in diesem Bereich wurde einer Theorie der Enthonen zufolge durch die vor rund 3,3 Millionen Jahren erfolgte Aktivierung der Materiequelle Gourdel verursacht. (PR 2335)

Mesoport-Netz

Die Andury erzeugten circa 105.000 v. Chr. eine lokale Verdickung und energetische Aufladung des Psionischen Netzes im Orellana-Sternhaufen, die als Mesoport-Netz bezeichnet wird und von den Telomon mithilfe der Kamhalox als Transportmittel genutzt werden kann. (PR 2385, PR 2386)

Negasphären / Grenzwälle / Vibra-Psi

Die Abtrennung des Psionischen Netzes vom Netz des umliegenden Kontinuums ist eine der Voraussetzungen für die Entstehung einer Negasphäre. Da es meist nicht oder nicht dauerhaft zu dieser Abtrennung kommt, entstehen Negasphären relativ selten auf »natürlichem« Wege. Dieser Prozess kann aber künstlich manipuliert werden. Die Chaotarchen setzen hierzu Gebilde wie z. B. GLOIN TRAITOR ein. Durch die Manipulation des Psionischen Netzes im großen Maßstab verändert es seine Charakteristika und Parameter, so dass es schließlich das Vibra-Psi emittiert, welches zur Chaotischen Evolution führt.

Ein (erwünschter) Nebeneffekt dieser Manipulation ist die Interferenz des manipulierten Psionischen Netzes mit dem normalen: Beim Aufeinandertreffen bildet sich eine instabile, nahezu undurchdringliche Zone, die Grenzwall genannt wird und das Eindringen Kosmischer Messenger verhindert. (PR 2447, PR 2449)

Vamu-Transportsystem / PARALOX-ARSENAL

Um die Rückkehr des Vamus verstorbener Vatrox zu den Hibernationswelten zu erleichtern, hatte die Frequenz-Monarchie einen ansonsten nicht genutzten Teil des Psionischen Netzes so adaptiert, dass sich das Vamu entlang der Stränge des Netzes bewegen konnte. Perry Rhodan stieß im März 1463 NGZ im Zuge seiner Rettung vor dem Tod durch die Schattenmaahks und seiner Reise durch die Niemandswelt auf dieses Netz, während er sich in einem Reflektorischen Feld befand. (PR 2533)

Zwischen den Zeitaltern der Hyperdepression lagerte die Frequenz-Monarchie auch das PARALOX-ARSENAL in einer Depotblase in das Psionische Netz ein. (PR 2591)

Anthurianer / Netzweber / TALIN ANTHURESTA / Fogudare

Anfang Mai 1463 NGZ entdeckte die Besatzung der JULES VERNE, dass sich beim Handelsstern TALIN ANTHURESTA zwei besonders verdickte Knoten des Psionischen Netzes befanden, einer im Zentrum des Handelsstern selbst, einer bei einer Scheibenwelt, die sich später als Wanderer herausstellte. Alles deutete darauf hin, dass TALIN ANTHURESTA selbst ins natürliche Psionische Netz integriert war und einen der beiden Knoten bildete. Der Geist des von Perry Rhodan auf eigenen Wunsch hin getöteten Anthurianers Fogudare war so erhalten geblieben und hatte sich an den Knoten im Zentrum von TALIN ANTHURESTA angelagert. (PR 2582, PR 2583, PR 2595)

Dann fand man heraus, dass es den Anthurianern vor etwa 10 Millionen Jahren gelungen war, das natürliche Psionische Netz für die Fortbewegung zu nutzen. Die Technologien des Polyport-Netzes und der Sektorknospen basierten in Teilen darauf. Einigen Anthurianern gelang es, zu vergeistigen und das natürliche Psionische Netz auch ohne technische Hilfsmittel für die Fortbewegung zu nutzen. Aus ihnen entstanden mit der Zeit die Netzweber. (PR 2586, PR 2599)

Der Generex

Las Quar, der Generex der Hegemonie von Pahl, hatte während seines 180.000 Jahre andauernden Heilschlafs die Parafähigkeit des Netzspürens entwickelt. Mit dieser Fähigkeit konnte er entlang des Psionischen Netzes viele Lichtjahre weit sehen, Sterne erkennen und sogar Leben entdecken. (PR-Stardust 1)

Quellen