Die Obsidian-Kluft erwacht

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Atlan-Miniserien
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Überblick
Serie: Atlan-Miniserien (Band 12)
(Fortlaufende Nummerierung erst ab Obsidian-Minizyklus)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Obsidian
Titel: Die Obsidian-Kluft erwacht
Autor: Uwe Anton
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Dietmar Krüger
Erstmals erschienen: Freitag, 8. Oktober 2004
Hauptpersonen: Atlan, Tamiljon, Lethem da Vokoban, Kythara, Sardaengar
Handlungszeitraum: 1. - 5. Mai 1225 NGZ
Handlungsort: Omega Centauri, Obsidian-Kluft
Zusätzl. Formate: E-Book

Handlung

Die Spiegelwelten lösen sich auf, nur Vinara I bleibt bestehen. Bis auf wenige Ausnahmen verschwinden alle Spiegelwesen. Die gesamte Obsidian-Kluft wird instabil, so dass Vinara im Sonnendodekaeder von Omega Centauri im Normalraum materialisiert.

Bis es soweit ist, muss Atlan Sardaengar gegenübertreten. Li da Zoltral betritt die Lichtsäule, die Vinara mit Vadolon verbindet, erreicht auf diese Weise den Kristallmond und versucht dort, eine Resonanzkatastrophe auszulösen, indem sie die mit dem Mond kollidierte Vergessene Positronik, die immer noch durch Mikro-Transitionen zu entkommen versucht, beeinflusst. Bevor sie geht, eröffnet sie Atlan noch, dass er von Samkar von Anfang an dazu ausersehen war, die Obsidian-Kluft zu erreichen. Nur deshalb sollte er nach Omega Centauri gelockt werden. Crest-Tharo da Zoltrals Aktionen und das Erscheinen der Vergessenen Positronik waren nicht eingeplant, durch beides wurde der Ablauf der Ereignisse nur beschleunigt.

Tamiljon hat den Sturz in die Tiefe überlebt. Er ist vom Mondsplitter, der sich im Innenhof der Turmanlage befindet, aufgefangen worden und konnte von den Kräften des Kristalls zehren. Die Macht des Kristallmonds strömt währenddessen auf Sardaengar über. Er soll sich mit dem Litrak-Bewusstsein vereinigen und die Re-Initialisierung des Urschwarms auslösen. Der neu entstehende Urschwarm würde dann die gesamte Milchstraße zerreißen oder vereinnahmen. Atlan empfängt Informationen vom Kristallmond und erfährt so die Geschichte des Urschwarms Litrakduurn.

Die Geschichte des Urschwarms

Litrakduurn war vor 546 Millionen Jahren in mehreren Wellen in der Nähe der Milchstraße erschienen und dort während des Vereinigungsprozesses und der ersten planmäßigen Ausstreuung der Biophore von den Chaosmächten angegriffen worden. Der Schmiegeschirm hatte sich aufgelöst, so dass die Sonnen und Planeten des Urschwarms keinen Zusammenhalt mehr hatten und teilweise von der Milchstraße »verschlungen« wurden. Die blauen Riesensonnen, die eigentlich als Energielieferanten für den Urschwarm hatten dienen sollen, waren aufgeheizt worden. Der Urschwarm hatte sich deshalb nicht per Nottransition retten können. Außerdem war er von Millionen fremder Raumschiffe eingeschlossen worden. Litrak hatte einen Notruf an die Kosmokraten abgesandt (der ignoriert worden war) und dann versucht, das Notfallsystem des Kristallmonds zu aktivieren, dessen Kern aus eine Kobaltblauen Walze besteht. Dieser Versuch war ebenfalls durch das Eingreifen der Chaosmächte vereitelt worden.

Zurück auf Vinara

Atlan greift Sardaengar mit bloßen Fäusten an. Der Cyno scheint dadurch noch einmal zu sich zu kommen, ergibt sich dann aber ganz dem Einfluss des Kristallmonds – und verwandelt sich prompt in einen Obelisken, der keinen Schatten wirft, was eigentlich ein Zeichen für den Tod eines Cynos ist. Sardaengar ist jedoch nicht tot im eigentlichen Sinn. Er hat die Lösung für sein Dilemma gefunden: Der Kristallmond musste Sardaengars Geist freigeben, damit dieser die Hochrang-Bevollmächtigung erlangen konnte. Sardaengar ist also wieder er selbst. Er übermittelt seine Lebensgeschichte auf mentalem Weg an Atlan.

Sardaengars Lebensgeschichte

Sardaengar ist einer jener Cynos, die nach der Machtübernahme der Karduuhls über den Milchstraßen-Schwarm zur Erde geflohen sind. Das war vor etwa einer Million Jahren. Als die Varganen ins Standarduniversum vorgestoßen waren, hatte Sardaengar die Erde verlassen, um unter den Varganen zu leben. Während eines Hypersturms in Omega Centauri war er mit einem Varganenschiff in die Obsidian-Kluft geraten, wo nur wenige Jahrtausende vergehen, während im Standarduniversum Jahrhunderttausende vorbeirauschen. Die Spiegelwelten waren entstanden, Sardaengar hatte mit Litraks Reinkarnation gekämpft. Vor gut 200.000 Jahren war Sardaengar die Flucht aus der Obsidian-Kluft gelungen. Möglicherweise waren dabei Biophore freigesetzt worden, die später von den Cappins als Bedrohung erkannt worden war. Jahrtausendelang hatte Sardaengar immer wieder vergeblich versucht, in die Obsidian-Kluft zurückzukehren. Er hatte als Tamrat unter den Lemurern gelebt und war dann mit Hilfe des Kharag-Sonnendodekaeders wieder in die Obsidian-Kluft vorgedrungen. Nach einigen Jahrtausenden war er wieder hinausgeschleudert worden, als in der ganzen Galaxis gewaltige Hyperstürme tobten – es war das von den Arkoniden so genannte Zeitalter der Archaischen Perioden. Ungefähr in dieser Zeit ist Kythara auf der Flucht vor Magantilliken, dem Henker der Varganen, in die Obsidian-Kluft gelangt. Sardaengar hatte sich wieder auf die Venus und auf die Erde begeben, wo er Atlan als arkonidischer Wissenschaftler und später als Echter Cagliostro begegnet war. Er war im Jahr 3443 nicht mit den anderen Cynos in den Schwarm zurückgekehrt, sondern hatte als Agent von ANTI-ES agiert, bis die Superintelligenz in die Namenlose Zone verbannt worden war. 618 NGZ ist er während eines Hypersturms letztmals in die Obsidian-Kluft versetzt worden.

Das Ende der Obsidian-Kluft

Lis Bemühungen haben Erfolg: Der Kristallmond explodiert, die Biophore verpufft harmlos in den Hyperraum. Ein Psi-Sturm wird entfesselt, durch den Sardaengar eine höhere Existenzstufe erreicht. Er verwandelt sich in die energetische Zustandsform eines Imaginären. Auch Atlans Ritteraura scheint dabei eine Rolle zu spielen. Zusammen mit Atlan sorgt er dafür, dass Vinara I zur Ruhe kommt und sich stabilisiert. Die Vergessene Positronik setzt ihre Reise mit unbekanntem Ziel fort. Sardaengar will jetzt zusammen mit Tamiljon über den im Normalraum angekommenen Planeten Vinara wachen.

Der wiedergeborene Cisoph Tonk und die Seherin Anee gehören zu den wenigen Spiegelwesen, die sich nicht auflösen. Tonk verfügt über alle Erinnerungen seines Originals. Er kehrt auf die AT-TOSOMA zurück und nimmt Anee mit. Lethem da Vokoban bittet den Kommandanten der AT-TOSOMA, ihn vom Posten des Zweiten Piloten zu entbinden – er leidet immer noch unter den Fehlentscheidungen, die er getroffen zu haben glaubt.

Mit der Vernichtung des Kristallmonds ist jegliche Gefahr gebannt. Was aus Li geworden ist, bleibt unklar. Dagegen taucht Kythara plötzlich wieder auf. Atlan geht mit ihr an Bord des varganischen Schiffes AMENSOON, das auf der Ebene der Wracks geparkt war. Da wird auf der Kharag-Stahlwelt Alarm ausgelöst: Die Bewusstseins-Transferanlage hat sich aktiviert – sie reagiert auf irgendetwas.