Der Tamrat

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Atlan-Miniserien
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Überblick
Serie: Atlan-Miniserien (Band 11)
(eigenständige Nummerierung)
AO11.jpg
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Centauri
Titel: Der Tamrat
Autor: Rainer Castor
Titelbildzeichner: Hank Wolf
Erstmals erschienen: Dienstag, 3. Juni 2003
Hauptpersonen: Atlan
Handlungszeitraum: 1225 NGZ
Handlungsort: Kharag-Stahlwelt
Zusätzl. Formate: E-Book, enthalten in Centauri Hardcover-Ausgabe 3

Handlung

Atlan rematerialisiert in der Kharag-Stahlwelt und wird vom dortigen Zentralcomputer als Hochrang-Bevollmächtigter anerkannt, weil er den Umhang eines Tamrats trägt. Bei der Kharag-Stahlwelt handelt es sich um einen ausgehöhlten Planetoiden im geometrischen Mittelpunkt des Centauri-Sonnentransmitters, dessen eigentliches Zentrum auf der Zelle eines lemurischen Superschlachtschiffs aufgebaut wurde und der in den Halbraum eingebettet ist. Jede der zwölf Außenflächen des Sonnendodekaeders kann als eigenständiger Transmitter benutzt werden, alle 20 Sonnen zusammen bilden einen Super-Transmitter. Zur Abschlusseinstufung muss der Zentralcomputer auf Atlans Individualschwingungen und diejenigen seines Umhangs eingestimmt werden. Während dieser Prozedur werden ihm Informationen über die lemurische Vergangenheit vermittelt.

Zu diesem Zweck erlebt er die gespeicherten Erinnerungen eines Hohen Tamrats von Lemur, der in der Zeit der Haluterkriege (circa 50.000 vor Christi Geburt) gelebt hat, als wären es seine eigenen. Der Name dieses Mannes ist Nevus Mercova-Ban. Er ist ein auf Zeut geborener Zeut-Ellwe.

Auf Zeut gibt es enorme PEW-Metall-Vorkommen (lemur.: Drokarnam – Drachenmetall). Durch die Anwesenheit der Lemurer und die Auswirkungen ihrer Hypertechnik hat sich das PEW-Metall auf Zeut als ein eigenes Bewusstsein (Paradox-Intelligenz) entwickelt. Diese Megaintelligenz ZEUT geht eine enge Verbindung mit der lemurischen Zivilisation ein.

Die Zeut-Ellwen verfügen wegen einer erhöhten Konzentration dieses Metalls in ihrem Blut und der Paradrüse über stärkere Psi-Kräfte und stehen in ständigem mentalem Kontakt mit der Megaintelligenz ZEUT. PEW-Depots werden als Aussenstellen – sogenannte Mittler-Plattformen – auch auf anderen lemurischen Welten eingerichtet.

Mit Hilfe der Megaintelligenz ZEUT war es den Lemurern möglich, den überraschenden Angriff der Haluter am 11. Ty des Torlon Keub im Jahre 6320 dha-Tamar abzuwehren und auch weiterhin standzuhalten. Am 18. Ty des Torlon Ezrach im Jahre 6332 dT, als Nevus zwölf Jahre alt ist, wird Zeut durch einen gezielten halutischen Großangriff vernichtet. Nevus wird beim Angriff der Haluter von einer Frau gerettet, die sich Shurya nennt und Tochter des hohen Tamrats und Chefwissenschaftlers Noral Atorem ist.

Sie und ihr Vater scheinen nicht zu altern – sie tragen Zellaktivatoren. In Wirklichkeit handelt es sich bei diesen beiden um Ermigoa und ihren Vater Selaron Merota. Diese beiden sind Zeitreisende auf der Flucht vor den Meistern der Insel und versuchen, die Geschicke der Lemurer behutsam zu lenken. Parallel dazu agieren Zeitagenten der Meister der Insel.

Die Haluter wurden von den Uleb auf die Lemurer gehetzt, weil diese lemurische Zeitexperimente angemessen haben. Möglicherweise sind die Zeitreisen aus dem Umfeld der Meister der Insel, zum Beispiel zur Schaffung der galaktozentrischen Sonnentransmitter, für den Ausbruch der Haluterkriege verantwortlich.

Nevus hat des Öfteren Visionen von bunten Schmetterlingen und von homerischem Gelächter. Auch Noral Atorem erwähnt ES und ANTI-ES – offenbar stecken die Lemurer mitten in einem früheren kosmischen Schachspiel der Superintelligenzen. Nevus verliebt sich in seine schöne Retterin, kommt ihr aber niemals näher.

Die Überreste des Planeten Zeut, die auf Lemur zusammen mit der leichten Verschiebung der Umlaufbahn für den langsamen Beginn einer Eiszeit sorgen, sind der letzte Schutz der Zentralwelt des Großen Tamaniums vor den Halutern, denn der Drokarnam-Staub stört zwar die Technik, hält jedoch auch die vierarmigen Riesen fern.

Als Assistent des Chefwissenschaftlers Atorem erforscht Nevus diverse Hinterlassenschaften der Cappins, die auf Lemur entdeckt worden sind. Er versucht, die Fähigkeit des Pedotransfers künstlich nachzuahmen, um auf diese Weise Einfluss auf die Haluter nehmen zu können. Auf Atrut wird künstlich Psi-Materie hergestellt. Damit werden einige Planeten zu Psi-Bastionen gemacht. Durch die so entstehende Strahlung sollen die Haluter lethargisch gemacht werden.

Währenddessen laufen die Vorbereitungen für eine Evakuierung der lemurischen Zivilisation mit Hilfe der Sonnentransmitter nach Andromeda (Karahol) auf vollen Touren, denn die Haluter erobern bzw. vernichten ein lemurisches Sonnensystem nach dem anderen. Parallel dazu werden auf vielen Welten Tarvian-Fluchtstationen errichtet, die aus einem hyperenergetisch aufgeladenen Hyperkristall-Drokarnam-Gemisch bestehen. Dieses Material widersteht sogar den halutischen Intervallstrahlern.

Als die Haluter, mit neuer Paratron-Technologie ausgestattet, zu einer weiteren Großoffensive ansetzen, fliehen die Lemurer endgültig aus der Milchstraße. In Omega Centauri haben die Lemurer mit Hyperschwall-Generatoren die natürlichen Emissionen des Sternhaufens so verstärkt, dass für Raumschiffe kaum ein Durchkommen ist. Nur einige von Lemurern bewohnte Systeme wurden davon freigehalten. Die Hyperschwallfronten, mit denen die AT-TOSOMA so schwer zu kämpfen hatte, sind also künstlich verstärkt worden!

Nevus, mittlerweile Hoher Tamrat von Lemur für Abjin-Projekte, stirbt im Jahre 6412 dha-Tamar auf Kharag-Stahlwelt bei dem Versuch, einen Haluter mit einer Bewusstseinstransferanlage zu übernehmen. Bei seinem Übernahmeversuch stößt er auf einen bereits von einem Uleb übernommenen Haluter. Der Uleb kann sich gegen die Übernahme wehren und Nevus die Lebenskraft aussaugen. Dessen Erinnerungen gehen auf den Kharag-Computer über.

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des gezielten Bewusstseinstransfers besteht darin, das eigene Bewusstsein auf Androiden- oder Klon-Körper zu übertragen; dies wäre gleichbedeutend mit Unsterblichkeit!

Atlan erwacht als anerkannter Tamrat, er macht sich sogleich auf den Weg zurück nach Kharba. Gerade als er den Transmitter betreten will, erschallt über die interne Kommunikationsanlage die hasserfüllte Stimme von Crest-Tharo da Zoltral.