Chronik der Kartanin

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1349)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Die Gänger des Netzes
Titel: Chronik der Kartanin
Untertitel: Chaos im Tarkanium – die kosmische Katastrophe ist perfekt
Autor: Ernst Vlcek
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Freitag, 26. Juni 1987
Hauptpersonen: Ijarkor, Mia-San-K'yon, Eirene, Oogh at Tarkan, Perry Rhodan
Handlungszeitraum: 51. Jahrtausend v. Chr.,
50. Jahrtausend v. Chr.,
Januar 447 NGZ
Handlungsort: Tarkanium; NARGA SANT
Computer: Zu neuen Ufern
Zusätzl. Formate: E-Book

Kurzzusammenfassung

Die Lage im Tarkanium spitzt sich zunächst immer mehr zu, es scheint, als könne nur noch ein Wunder die Gefahr durch die Ephemeriden abwenden.

Mit Unterstützung Ijarkors gelingt es jedoch, eine Begegnung zwischen Kartanin und Nakken herbeizuführen. Die Nakken können dadurch davon überzeugt werden, dass sie und die Kartanin eigentlich Verbündete sind, und sorgen dafür, dass die Ephemeriden nicht weiter vorrücken.

In der Zwischenzeit berichtet Oogh at Tarkan Gucky und Fellmer Lloyd von den Ereignissen zwischen der Flucht der NARGA SANT aus der Mächtigkeitsballung ESTARTU und seinem circa 50.000 Jahre währenden Tiefschlaf.

Als sich bereits alles zum Guten gewendet zu haben scheint, geschieht die Katastrophe doch noch. Reginald Bull kann nicht rechtzeitig von den neuen Entwicklungen unterrichtet werden und führt daher zum Zwecke der Vernichtung der Ephemeriden eine Flotte von 12.000 Elfahder-Schiffen zum Tarkanium. Unbeabsichtigt lösen er und seine Verbündeten so eine spontane Deflagration der dort gelagerten vier Milliarden Paratautropfen und damit einen Psi-Sturm nie gekannten Ausmaßes aus.

Handlung

Gucky berichtet Perry Rhodan und anderen Gängern des Netzes von den Geschehnissen in der Milchstraße, der Niederlage Tyg Ians, der Zerstörung des Stygischen Netzes und der Warnung Peregrins vor DORIFER. Im Gegenzug bringt Rhodan den Ilt bezüglich der Entwicklungen bei den Gängern des Netzes auf den aktuellen Stand.

Perry Rhodan, Gucky, Fellmer Lloyd und Atlan suchen kurze Zeit später den auf die Seite der Gänger des Netzes übergelaufenen Ijarkor auf der SOMBATH auf. Ijakor berichtet, dass seine Versuche, mit den anderen Ewigen Kriegern Kontakt aufzunehmen, von den Singuva vereitelt wurden. Perry Rhodan überredet Ijakor, nun zu versuchen, einen Nakken aus Granjcars Gefolge zu entführen und nach Hubei zu bringen. Nur durch eine Begegnung zwischen Nakken und Kartanin scheint das dem Tarkanium durch die Ephemeriden drohende Unheil noch abwendbar.

Im Tarkanium sucht Eirene das im Tränennetz gelegene Silo 14 auf. Sie will sich persönlich einen Eindruck von der dortigen Lage verschaffen. Die Esper unter den Kartanin versuchen, mit ihren Psi-Kräften verzweifelt eine Barriere zwischen dem gelagerten Paratau und den sich dem Tarkanium nähernden Ephemeriden zu schaffen. Dies gelingt ihnen nur unter großen Opfern, viele der Psi-begabten Kartanin gehen unter dem geistigen Druck zugrunde. Zurück auf Hubei stellt Eirene Mia-San-K'yon zur Rede, jedoch ohne etwas zu erreichen.

Kurze Zeit später treffen Perry Rhodan und Atlan auf Hubei ein. Sie wollen Mia-San-K'yon über die von Ijarkor erhaltenen Informationen bezüglich der Ereignisse von vor circa 50.000 Jahren unterrichten. Als Mia-San-K'yon nicht bereit ist, sie zu empfangen, beginnen die Gänger des Netzes, die Informationen über Funk im gesamten Tarkanium zu verbreiten. Als es schließlich doch noch zu einem Gespräch mit Mia-San-K'yon kommt, wird klar, dass die Kartanin sich neben der äußeren Bedrohung durch die Ephemeriden auch internen Problemen gegenüber sehen: Die Kartanin an Bord der NARGA PUUR leben in einem Patriarchat, ihr Anführer Bao at Tarkan beansprucht die Befehlsgewalt. Die Kartanin im Tarkanium, in einem Matriarchat lebend, können und wollen sich dem nicht so ohne weiteres unterordnen.

Als die Gänger des Netzes Gelegenheit erhalten, mit Bao at Tarkan direkt zu sprechen, gibt sich der Kartanin schroff und abweisend. Er habe noch nie von ESTARTU gehört, und man habe keine Freunde in diesem kosmischen Abschnitt. Er macht klar, dass die weitere Entwicklung der Dinge Kartanin und Netzgänger zu Todfeinden machen könnte, nennt aber keine Details, warum dem so sein sollte.

Schließlich trifft Ijarkor mit einem von ihm entführten Nakken – Dobaril – im Tarkanium ein. Mia-San-K'yon fühlt sich zunächst verraten, ist aber schließlich doch bereit, sich an Bord der SOMBATH zu einem Treffen mit Dobaril zu begeben. Als sich die beiden sehen, erkennen sie schlagartig, dass sie eigentlich Verbündete sind. Dobaril ist nun bereit, dem Ewigen Krieger Granjcar den Dienst aufzukündigen und dafür zu sorgen, dass die Ephemeriden vom Tarkanium abgezogen werden.

Ohne von der Lösung der Probleme im Tarkanium zu wissen, verfolgt derweilen Reginald Bull weiter den ursprünglichen Plan: Mithilfe der Flotte der Elfahder sollen die Ephemeridenschwärme aus dem psionischen Netz gelockt werden. Die Elfahder gehen zunächst nur zögernd auf diesen Plan ein. Erst als Sotho Tal Ker mit der GOMSTAR im Dunklen Himmel eintrifft und von den Ereignissen in der Milchstraße berichtet, beginnt der Flottenaufmarsch, in rasantem Tempo voranzuschreiten.

Gucky und Fellmer Lloyd gelingt es inzwischen, an Bord der NARGA SANT zu gelangen und mit Oogh at Tarkan zu sprechen. Dieser berichtet von den nun circa 50.000 Jahre zurückliegenden Ereignissen.

ca. 54.000 Jahre früher

Die NARGA SANT befindet sich auf dem Weg nach Ardustaar. Oogh at Tarkan macht sich Selbstvorwürfe. Er hatte es versäumt, den Völkern der Mächtigkeitsballung ESTARTU die Rettungspläne für Hangay offen und ehrlich darzulegen. Stattdessen hatte er versucht, eine Machtposition zu erreichen, die es ihm erlaubt hätte diese Pläne über die Köpfe der ESTARTU-Völker hinweg zu realisieren. Oogh at Tarkan sieht die Schuld für die Machtergreifung durch die Singuva und der damit einhergehend notwendig gewordenen Flucht der NARGA SANT bei sich und seinem Verhalten.

Auch der eigenen Besatzung gegenüber ist Oogh at Tarkan zunächst nicht vollkommen ehrlich. Erst als ungefähr auf halben Weg eine Meuterei ausbricht, legt er alle Karten auf den Tisch. Nicht nur gesteht er offen seine Fehler ein, er legt auch dar, wie er gedenkt, zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe der Nakken, der Oogh-Statuen und der NARGA PUUR den ursprünglichen Plan doch noch zu realisieren. Als Grund für den Anflug Ardustaars gibt er an, dass Hangay in diesem Raumsektor materialisieren wird.

Als er den Anführern der Meuterei außerdem auch noch mitteilt, dass er über Tiefschlafbehälter verfügt, mit denen Auserwählte die Zeit bis zum Erscheinen Hangays überdauern können, hat er die Unterstützung seiner Mannschaft zurückgewonnen.

In Ardustaar angekommen, stellt die Besatzung der NARGA SANT fest, dass hier keinerlei raumfahrende Völker leben, was der Besiedlung Ardustaars durch die Völker der NARGA SANT sehr entgegen kommt. Tiroluif, ein Vennok, der sich im Laufe der Zeit als Gegenspieler Oogh at Tarkans profiliert hatte, legt nun einen Plan vor, der jeder Volksgruppe an Bord der NARGA SANT einen eigenen Planeten zuweist. Dem Kräftemessen zwischen Tiroluif und Oogh at Tarkan ist es dabei zu schulden, dass ein bewohnbares Sonnensystem im Raknor-Nebel, das Tiroluif für sein eigenes Volk ausgewählt hatte, zunächst unbewohnt bleibt.

Expeditionen in die Nocturnen-Galaxie führen zur Entdeckung des Parataus und dessen parapsychische Fähigkeiten weckende Wirkung auf weibliche Kartanin. Durch ein Gespräch mit dem Nocturnenstock Nachtschatten wird klar, dass das Paratau erst durch die Erhöhung der Psi-Konstante zu dem zugleich mächtigen wie auch gefährlichen Psichogon wurde. Oogh at Tarkan verspricht daher, bei der Entsorgung des überschüssigen Parataus zu helfen.

Später kommen ihm diesbezüglich Bedenken, weil er fürchtet, die weiblichen Kartanin könnten mithilfe des Psichogons die Macht in der kartanischen Gesellschaft übernehmen. Letztendlich sieht er aber doch die Vorteile überwiegen, die durch den Einsatz des Parataus entstehen. Unter anderem scheint es möglich, das Psichogon unterstützend bei der Versetzung Hangays nach Meekorah einzusetzen.

Ungefähr drei Jahre nach der Ankunft in Ardustaar beginnt sich das so genannte Vergesslichkeits-Syndrom unter der Besatzung der NARGA SANT auszubreiten. Die krankhafte Vergesslichkeit legt sich nach circa einem Jahr aber, und alles scheint wieder normal. Der Gryole Sthortem untersucht das Phänomen aber weiter und liefert ein halbes Jahr nach der Normalisierung erschreckende Ergebnisse: Durch eine Wechselwirkung mit der Strangeness kommt es zu einer weiterhin andauernden degenerativen Mutation bei allen Besatzungsmitgliedern der NARGA SANT. Der Mediziner vermutet, dass diese Devolution frühestens mit der zweiten Nachfolgegeneration gestoppt sein wird.

Oogh at Tarkan lässt daraufhin von jeder Volksgruppe zwei Drittel auf die zuvor von Tiroluif ausgesuchten Planeten siedeln. Mit dem Rest seiner Mannschaft fliegt er in den Raknor-Nebel, in dem er eine riesige Robotanlage aufbauen lässt. Die so geschaffene Robot-Dynastie soll den verschiedenen Volksgruppen nach Ende der Devolution helfen, sich wieder an ihre eigentliche Mission zu erinnern.

Danach fliegt die NARGA SANT in die Nocturnen-Galaxie. Oogh at Tarkan plant, sich in der Schwarmphase befindliche Nocturnen anzulocken und auf der NARGA SANT einen Nocturnenstock bilden zu lassen und anschließend den Stock als Wissensspeicher zu nutzen.

Zunächst läuft auch tatsächlich alles wie geplant, die Paratau-Sammler werden ausgeschleust, die Nocturnen angelockt. Doch dann kommt es zur Katastrophe: Die Nocturnen bilden eine immer dicker werdende Hülle um das Schiff, nehmen den ausgesendeten Ernteschiffen damit jede Möglichkeit zur Rückkehr. Schließlich führen die von dem angelockten Megaschwarm ausgestoßenen Paratautropfen zu einem gewaltigen Psi-Sturm, ein ein viertel Lichtjahr entfernter Nocturnenstock verfällt dadurch in Psiphrenie, sämtlich Ernteschiffe der NARGA SANT werden zerstört und alle Psi-Frauen der Kartanin getötet.

Oogh at Tarkan begibt sich nach dieser Tragödie zurück nach Ardustaar. Er wählt zwölf Kartanin aus, die zusammen mit ihm die Zeit bis zum Stopp der degenerativen Mutation per Tiefschlaf überbrücken sollen, wobei immer abwechselnd einer Wache halten soll, während die anderen schlafen.

Zunächst läuft alles nach Plan, doch dann wird die NARGA SANT von einer Gruppe Tefroder unter Kommando von Flottenadmiral Nermo Dehlim gekapert. Oogh at Tarkans zwölf Gefährten werden von den Tefrodern getötet, doch ihm gelingt es, die Eindringlinge mithilfe des Nocturnenstocks der NARGA SANT zu überlisten und schließlich zu vernichten.

Danach begibt sich Oogh at Tarkan wieder in Tiefschlaf, einen Tiefschlaf, aus dem er durch unerwartete Ereignisse erst circa 50.000 Jahre später wieder erwacht.

Gegenwart

Der Vormarsch der Menetekelnden Ephemeriden wird durch die Nakken gestoppt. Gucky und Fellmer Lloyd berichten Perry Rhodan und den anderen, was sie von Oogh at Tarkan erfahren haben. Perry Rhodan sucht daraufhin DORIFER auf, um erneuten heftigen Aktivitäten im Kosmonukleotid nachzugehen.

Am 31. Januar 447 NGZ kommt es dann aber doch noch zur bereits abgewendet geglaubten Katastrophe: Reginald Bull, der von den aktuellen Entwicklungen noch nicht verständigt werden konnte, trifft mit einer 12.000 Einheiten großen Flotte der Elfahder ein. Als die Schiffe das psionische Netz im Bereich des Tarkaniums verlassen, ziehen sie die Ephemeriden mit in den Normalraum. Die dadurch entstehenden psionischen Kräfte entzünden das gesamte im Tarkanium gelagerte Paratau und lösen so einen Psi-Sturm zuvor nicht bekannter Stärke aus.

Über DORIFER breiten sich die Auswirkungen dieser Katastrophe über den gesamten Einflussbereich des Kosmonukleotids aus. 880.000 Lichtjahre von Pinwheel entfernt, entsteht ein Riss im Raum-Zeit-Gefüge und Millionen Sonnensysteme einer fremden Galaxie gelangen in das Standarduniversum.

Innenillustration