Requiem für einen Ewigen

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2093)
PR2093.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Die Solare Residenz
Titel: Requiem für einen Ewigen
Untertitel: Der Architekt von ZENTAPHER – sein Leben ist Höherem geweiht
Autor: Ernst Vlcek
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 2. Oktober 2001
Hauptpersonen: Kintradim Crux, Torr Samaho, Zen-Skogo, Xiantopo, Der Richter
Handlungszeitraum: März 1304 NGZ
Handlungsort: Land Dommrath, Cluster 0057
Clubnachrichten:

Nr. 335

Kommentar: Mächte des Chaos (I)
Glossar: Anin An / Chaotarchen / Element der Finsternis / MASCHINE / Nega-Psi / Negasphäre / Xpomul
Zusätzl. Formate: E-Book

Handlung

Während Santade von Sonnbajir und Junker aufspielen, versenkt sich Torr Samaho in einen Traum der Erinnerungen, die Kintradim Crux ihn erleben lässt. Die geistige Präsenz Samahos ist so stark, dass auch die beiden Musiker des Traums wahrhaftig werden:

Kintradim wächst im Heim des Glücks auf, einem Waisenhaus, das der unförmige Ganorrer Votoregg auf einem Asteroiden betreibt. Er kennt seine Herkunft nicht und weiß auch nicht, ob er, wie Votoregg behauptet, ein Spinkaahn ist und ob sein Name wirklich Kintradim lautet. Votoregg verkauft seine Zöglinge, die er von Verbrechern erwirbt, als Sklaven oder Lustobjekte.
Mokko Oniok, dessen Körper in einem rüstungsartigen Raumanzug verborgen ist, kauft schließlich Kintradim und vernichtet anschließend das Heim. Er bringt den junge Spinkaahn auf den im Kampf zwischen Ordnungs- und Chaosmächten verwüsteten Planeten Zufragg, auf dem sich der sternförmige Bau der Akademie von Harcoy-Maranesh erhebt. Kintradim wird einer von 10.000 Schülern, die von robotischen Mentoren betreut und zu fähigen Kämpfern für die Chaotarchen ausgebildet werden. Zwischen den Rous genannten Schülern herrscht ein gnadenloser Konkurrenzkampf, denn alle wissen, dass nur einer von ihnen die Ausbildung beenden kann und zum Crux erhoben wird. So greift auch niemand ein, als der Phangene Xiantopo mehrere Rous ermordet. Kintradim, der auch einem Attentat erliegen soll, wird aber von einem Mentor gerettet.
Am Ende der Ausbildung müssen die noch 1000 Rous im Dom von Harcoy-Maranesch versuchen, über den Seelensee zu gehen, der petrolfarben ein 200 Meter durchmessendes Becken füllt und den Eindruck erweckt, das Element der Finsternis breite sich darin aus. Bis auf sieben Schüler, darunter Kintradim und Xiantopo, versinken alle Rous und gehen in dem Seelenpool auf. Gleichzeitig werden die Bewusstseine in einem Chip gespeichert. Danach betreten die sieben letzten Schüler den See gemeinsam, und nur Kintradim bleibt übrig und wird vom Richter, den er aber nicht zu sehen bekommt, als perfekter Kämpfer gelobt. Anschließend schwärmen kleine Schiffe aus, um neue Schüler zu holen, und Kintradim wird von einem großen Schiff in die Negasphäre gebracht.
Als er nach 1000 Jahren als Crux, als Gewährsmann der Chaotarchen, zurückkommt, leidet er unter einem Strangeness-Schock und hat alle Erinnerungen an die Negasphäre und die Begegnung mit dem Chaotarchen Xpomul verloren. Von jetzt an ist er aber gegen Strangeness-Effekte immun. Als Berater begleitet ihn der Roboter Zen-Skogo, ein Geschöpf der Negasphäre mit n-dimensionalem Bezug. Zen-Skogo macht Crux mit seiner Aufgabe vertraut, einen Chaotender, den 37. ZENTAPHER, zu bauen und zu lenken. In einer Hypnoschulung zeigt der Roboter ihm, wie der 36. ZENTAPHER in einer Nachbargalaxie Erranternohres während einer Schlacht zwischen Chaos- und Ordnungsmächten verloren ging. Dazu erfährt Crux: Um Erranternohre mit der EBENE des Roboters Laire und den Burgen der Sieben Mächtigen vor den Chaosmächten abzusichern, hätten die Kosmokraten die in einer weit entfernten Mächtigkeitsballung entstandene Materiequelle Gourdel veranlasst, sich dort niederzulassen. Im Gegenzug sorgten die Chaotarchen dafür, dass die Materiesenke Jarmithara nach Erranternohre gelangte. Um die Pattsituation zu beenden, setzten die Kosmokraten danach ihre Kosmischen Fabriken gegen die Chaotender der Chaotarchen ein. Doch auch diese Schlacht endete unentschieden, und beide Seiten verloren zwei Fabriken/Tender, darunter den 36. ZENTAPHER.
In der Galaxie G-Ayscham ist im Verlauf von 26.000 Jahren bereits die Hülle des neuen Chaotenders entstanden, die aus Strangeness-Schichten, Energie und winzigen Spuren des Elements der Finsternis besteht und von der fliegenden Stadt MORHANDRA aufrecht erhalten wird. Die Stadt ist mit Zeitgeneratoren ausgerüstet, die unter Zuhilfenahme des Elements der Zeit konstruiert wurden.
Gebaut wird der 37. ZENTAPHER von den Anin An, dem Element der Technik des Dekalogs der Elemente. Neben den Basen BRÜTER, LAGER und VERSTÄRKER sowie den MASCHINEN der Anin An stehen dazu 15.000 Tender und 200.000 vollrobotische Schürfraumschiffe zur Verfügung, die G-Ayscham rücksichtslos plündern. Geschützt wird die Baustelle von den 14 KYR-Trägerschiffen der Zyronen, des dominierenden Volks der Galaxie.
Unterstützt von Zen-Skogo, entwirft Crux als Lenkzentrale Kintradims Höhe, lässt die Kabinette bauen und wählt unter den Völkern G-Ayschams und weiterer Galaxien Bewohner für sie aus. Um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten, werden überwiegend Klone eingesetzt, die die Pseutaren erzeugen. Auch das Genmaterial der Alpha-Ingenieur-Klone stammt aus G-Ayscham.
Lange vor der Fertigstellung setzen die Kosmokraten die Alliierten Ordnungskrieger gegen die Baustelle ein. Die Zyronen erleiden schwere Rückschläge, bis Crux erkennt, dass der Chip mit den gespeicherten Rous-Bewusstseinen, der in Zen-Skogo steckt, den Roboter zum Verräter macht. Xiantopo erweist sich als Schläfer, den die Kosmokraten in die Akademie eingeschleust hatten, um Schaden anzurichten. Crux schickt den Roboter in die Negasphäre, damit der Chip repariert wird, und lockt die Ordnungskrieger in eine Falle.
Die Zyronen haben sich sehr bewährt, und Crux lässt aus ihnen die Instinktkrieger kreieren. Aus dem letzten Ordnungskrieger lässt er die Archivare ZENTAPHERS klonen.
Nach 20.000 Jahren kehrt Zen-Skogo zurück, und nach weiteren 60.000 Jahren sind die Kabinette vollendet. Im Inneren des Chaotenders materialisieren, aus der Negasphäre kommend, die Entree-Station sowie Box-ZENTAPHER. Der Chaotender wird in Dienst gestellt und Crux im Namen Xpomuls zum Architekten ernannt. Als Zeichen seiner neuen Würde erhält er den Architektenstab und verpflichtet sich, ZENTAPHER im Sinne der drei Aufgaben zu führen, nämlich gegen die Kosmokraten und deren Vasallen zu kämpfen, Daten über das GESETZ und den Moralischen Kode zu sammeln und als Gegenstück zu den Leben verbreitenden Sporenschiffen Leben zu vernichten.
Der neue Chaotender, nach außen ein mobil gewordenes Schwarzes Loch, verlässt G-Ayscham, doch erst Jahrtausende später erhält Crux den ersten Auftrag der Chaotarchen. Er erfährt, dass die fassförmigen Nekrophoren in Box-ZENTAPHER Quanten der Nukleotiden Pest enthalten. In jeder Nekrophore befinden sich Abermillionen von Koagulaten aus 30 bis 40 Milliarden antipsionischen Wirkungsquanten in der Art der Negapsiqs, die Biozide. Mit der STERN, einem Spezialboot, das ihm erst jetzt vorgestellt wird und das aus der Negasphäre stammt, kann er direkt in ein Kosmonukleotid fliegen. Crux soll in DORIFER eindringen und die Nekrophore in Psiqs entleeren, die eine für die Chaotarchen unerwünschte Entwicklung widerspiegeln. In der betroffenen Galaxie, zu der die negierten Psiqs gehören, verbreiten sich die Biozide überlichtschnell entlang der Gravitationslinien und annihilieren die Vitalenergie der höchstentwickelten Lebensformen. Die betroffenen Wesen sterben durch unkontrollierbare Mutationen. Crux muss diese DORIFER-Pest jedoch nicht nur in den potenziellen Realitäten des Kosmonukleotids verbreiten, sondern auch in Galaxien des Standarduniversums, die für die Ordnungsmächte von besonderer Bedeutung sind. Die erste, die er entvölkert, ist Orkaru-Creer, wo eine Völkerallianz die Rückführung von TRIICLE-9 in Angriff nehmen will, was zum Ende der Negasphäre führen würde. Crux begreift den Kampf zwischen Chaos und Ordnung, versteht aber nicht, wieso er nicht häufiger zuschlagen darf. Zen-Skogo deutet an, das der Krieg zwischen Chaos und Ordnung sich mittlerweile verlagert hätte.
Bei seinen Einsätzen im Standarduniversum haben die Instinktkrieger die zusätzliche Aufgabe, eine Dunkle Geburt zu finden, ein Wesen, das den Bioziden zu widerstehen vermag. Doch in keiner der 5000 Galaxien, deren Leben er vernichtet, haben die Instinktkrieger Erfolg. Stattdessen stoßen sie zuweilen auf grauenvoll verformte Wesen, die ohne Vitalenergie weiter existieren. Crux bringt einige von ihnen in Lebenstanks des Kabinetts Kintradims Heim unter und lässt sie vom Majordomus betreuen. Als dieser stirbt, übernimmt Inkaty Chirpagnon die Betreuung der Biozid-Mutanten bzw. Ewigen.
Endlich finden sie eine Dunkle Geburt, der sich Crux nicht nähern darf. Die Aura des Wesens verstrahlt Beklemmung, Depression und Panik. Es erinnert Crux an den Richter der Akademie. Das Wesen wird von Xpomul persönlich abgeholt.
Als ZENTAPHER in einer Galaxie die Anwesenheit MATERIAS ortet, setzt Crux dort Nekrophore frei. Das Leben dort erlischt zwar, doch die Kosmische Fabrik trägt keinen Schaden davon.
Eines Tages werden die Architekten aller neun Chaotender von Xpomul auf ZENTAPHER zusammengerufen. Die anderen acht bleiben Crux verborgen, und auch Xpomul erscheint nur in der Gestalt eines Humanoiden mit Kapuzenmantel. Der Chaotarch berichtet, dass in Kohagen-Pasmereix auf Dommrath ein neuer Orden der Ritter der Tiefe entstanden sei. Die Entwicklung wäre schon vorangeschritten, und die Kosmokraten hätten dort ihre Fabriken versammelt. Der Einsatz von Nekrophoren reiche darum nicht aus, die Chaotender selbst müssten angreifen. So geschieht es, und eine gewaltige Schlacht entbrennt, bei der Ultimater Stoff zum Einsatz kommt, aber auch das Element der Finsternis, auf dem der Ausspruch zurückführt: Wenn der letzte Ritter stirbt, werden alle Sterne erlöschen.
Als das Raumzeit-Gefüge der Galaxie zusammenbricht, werden auch die Fabriken und Tender in Mitleidenschaft gezogen. MATERIA und NOKTUA greifen ZENTAPHER mit einer Intervallwaffe an, die Große Verheerung setzt ein. Zen-Skogo wird zerstört, die Alpha-Ingenieure sterben, Crux befiehlt die Flucht.
In Pooryga versucht der Architekt, die überschüssigen Intervallenergien, die weiterhin in ZENTAPHER toben, abfließen zu lassen. Zuletzt und aus Verzweiflung löst er eine Zeitschaltung aus, die den Chaotender in eine Not-Stasis versetzt. Zuvor will er den Tender verlassen und sucht die STERN auf. Doch dort tritt ihm eine Dunkle Geburt entgegen, der Richter von Harcoy-Maranesch. Er erklärt, es sei ein Irrtum gewesen, ihn zu fördern und zum Architekten zu machen. ZENTAPHERS Flucht hätte die anderen Chaotender derart geschwächt, dass sie den eigentlich schon geschlagenen Fabriken doch noch unterlagen. Dies hätte die Mächte des Chaos in diesem Teil des Universums um Jahrmillionen zurückgeworfen. Der Richter stößt Crux in einen tiefen Abgrund, doch da er ein Ewiger ist, erlischt sein Geist nicht völlig.

Die Geschichte über einen Zeitraum von 3,1 Millionen Jahren ist zu Ende, und Samaho spürt, dass der Bewusstseinssplitter des gescheiterten Architekten ihm nicht mehr gefährlich werden kann. Er weiß jetzt auch, dass die Seuche im Land Dommrath die Folge einer undichten Nekrophore sein muss. Die entweichenden Biozide entmaterialisieren und finden, entsprechend dem Zufallsprinzip, entlang der Gravitationslinien den Weg zu den Welten Dommraths.

Erst als die zwei Musiker erschöpft ihr Spiel beenden, nimmt der Verstoßene zur Kenntnis, dass die Keyrettler die Ankunft einer Supergondel gemeldet haben. Es müssen die Menschen sein, und er muss handeln.

Innenillustration