Zuflucht auf Jankar

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2105)
PR2105.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Das Reich Tradom
Titel: Zuflucht auf Jankar
Untertitel: Terraner und Arkoniden in Virginox – sie treffen Freunde und Feinde
Autor: Arndt Ellmer
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Donnerstag, 27. Dezember 2001
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Ascari da Vivo, Roxo Quatron, Kattisch Melchya, Gucky
Handlungszeitraum: 1311 NGZ
Handlungsort: Jankar im Kugelsternhaufen Virginox
Clubnachrichten:

Nr. 338

Kommentar: Die Jankaron
Glossar: Ghadbuul / Jankar / Jannik / Jan-System / Kajiin-Lúr / Kischario / Olifirnon / PERUZ / Red Chy / Schlichterin von Kisch
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Der Handelsherr des Hauses Melchya wacht mit bohrenden Kopfschmerzen auf. Seine Assistentin, Vellki Otis, weckt ihn. Gleichzeitig entscheidet sich Perry Rhodan trotz des Widerstandes der Mascantin Ascari da Vivo für ein Versteck auf Jankar, dem Heimatplaneten der vier Jankaron, deren Kommandant Roxo Quatron ist. Ascari vertraut den vogelähnlichen Jankaron nicht und vermutet eine Falle, aber Rhodan ist sich seiner Sache sicher. Zu sehr erinnern ihn diese wagemutigen Raumfahrer an die Terraner zur Zeit der Dritten Macht. Welche Wahl haben sie auch. Die Eltanen, die sie treffen sollten, wurden mit ihrem Raumschiff von den Truppen des Reiches Tradom vernichtet, und das Sternenfenster ist blockiert. Sie brauchen einen sicheren Zufluchtsort, um die KARRIBO reparieren zu können, die beim Durchbruch durch die Katamar-Flotte am Sternenfenster schwere Schäden davongetragen hat. Also muss Ascari da Vivo schließlich einwilligen. Auch Roxo erwartet ein schwerer Gang, denn er muss sich beim Eintreffen seinen Behörden stellen, weil er die Koordinaten von Jankar an Außenstehende verraten hat. Niemand in Virginox kennt sonst die Position des Planeten.

Auf Jankar löst das Erscheinen der beiden Raumriesen, von denen jeder mehr als hundertmal größer ist als die jankaronischen Schiffe, Panik aus. Die im System befindlichen Schiffe werfen sich den vermeintlichen Invasoren entgegen. Auf dem Planeten gehen schwere Impulsgeschütze in Stellung und die Jankaron in Tiefbunker. Nur Rhodans Passivitätsorder, an die sich sogar Ascari hält, und die Funksprüche Roxos können die Situation entschärfen. Einem Kreuzer der LEIF ERIKSSON wird erst einmal Landeerlaubnis erteilt. Gleichzeitig ist die Assistentin von Kattisch Melchya sehr erstaunt über den Zeitpunkt des Erscheinens der Fremden.

Die Jankaron sind jedoch nach der Landung erstaunlich freundlich. Sie geleiten Perry Rhodan und seine Begleiter zu einer Sitzung der Handelsherren, die die Regierung innehaben. Sie sollen über das weitere Vorgehen entscheiden.

Zuerst tritt Roxo ans Rednerpult und erzählt die Geschichte von dem Zusammentreffen mit den Eltanen bis zu diesem Zeitpunkt. Kattisch unterbricht ihn mehrmals, um seiner Abneigung gegen die Fremden und gegen die Familie Quatron Ausdruck zu verleihen. Dann spricht Rhodan. Er erzählt von Terra und von der Milchstraße, von dem bevorstehenden Krieg und dem Terror des Reiches Tradom. Er bietet den Jankaron als Austausch für ein Versteck Technologien an, die dem in Virginox gängigen Standard weit überlegen sind. Die Handelsherren sind sich nicht einig und die Schlichterin von Kisch wird beauftragt, ein Urteil zu fällen.

Der Handelsherr Kattisch Melchya fühlt sich krank, er will, dass die Fremden verschwinden, und fühlt sich zu seiner Assistentin hingezogen. Doch irgendetwas ist merkwürdig. Inzwischen informiert sich Rhodan über Jankar. Die Jankaron sind nur in der Raumfahrttechnik auf dem aktuellen technischen Stand von Virginox angekommen. Im Alltag ist das Niveau noch nicht so hoch. Die Wirtschaftskraft des Planeten reicht nicht aus, um den Standard innerhalb von ein paar Jahrzehnten so extrem anzuheben, wie es möglich wäre. Rhodan will außerdem, dass ihm der CoJito-Planetenjäger überlassen wird, damit sie den Paradim-Panzerbrecher des Jägers untersuchen können, doch Roxo lehnt erst einmal ab und bittet um Bedenkzeit. Er nutzt die Zeit, um sich zusammen mit Gucky um diesen Kattisch Melchya zu kümmern und herauszufinden, warum er so gegen die Fremden eingestellt ist. Zu diesem Zweck erhält Roxo auch einen Einsatzgürtel modernster Fertigung mit eingebautem Antigrav und Deflektor-Generator. Die Jankaron sind bei ihrem technischen Stand nicht in der Lage, Psi-Fähigkeiten zu blockieren oder die Energiesignatur des Deflektors anzumessen. Für Gucky ist es schon zu leicht, in den Palast der Melchya einzudringen. Sie finden Kattisch Melchya bewusstlos vor, doch Gucky kann seine Gedanken nicht lesen, obwohl nichts auf irgendeine Art von Abschirmung hinweist. Das Rätsel ist vorerst nicht zu lösen. Dann müssen beide auch zurückkehren, denn die Schlichterin ist eingetroffen. Sie hört sich die Standpunkte der einzelnen Handelsherren und den der Galaktiker an. Rhodan bietet den Jankaron die Pläne für Bau und Bedienung des HÜ-Schirms, eines modernen Hyperorters und des Linearantriebs an. Die Schlichterin ist beeindruckt, will sich aber nicht sofort entscheiden.

Ascari wartet indessen nicht auf das Urteil der Schlichterin, sondern beginnt sofort mit den Reparaturarbeiten an der KARRIBO, und Roxo überlässt Rhodan für die Technologien den Planetenjäger zur Untersuchung. Die LEIF ERIKSSON will zum Sternenfenster aufbrechen, um zu sehen, ob es noch undurchdringbar ist, und am Treffpunkt der Eltanen nach Überlebenden suchen.

Gucky bleibt zurück, um sich weiterhin dem Problem Kattisch Melchya zu widmen. Dieser fühlt sich indes immer schlechter. Er vermutet, er sei vergiftet worden – vielleicht von diesen Quatrons. Seine Assistentin nimmt ihn mit in ihre Räume. Gucky erkennt, dass sie mehr weiß als sie wissen dürfte, und wenig später, dass sie eine Rotiererin ist – eine Jankaron, die mit ihren Augen hypnotisieren kann. Kattisch Melchya soll zu einem bestimmten Zeitpunkt die Raumabwehr sabotieren. Sie flößte ihm schon lange Drogen ein, um ihn gefügig zu machen.

Roxo und Gucky kehren zum Palast der Melchya zurück. Sie können gerade noch den Tod von Kattisch Melchya verhindern und Vellki Otis' Klauen entreißen. Sie bringen ihn zum Raumhafen. Doch der Angriff ist schon im Gange. Eine Flotte der Red Chy taucht im System auf. Es sind 102 Schiffe. Ein Schiff der Jankaron hat die Koordinaten an sie verraten. Die acht übrigen Schiffe starten und sammeln sich im Raum. Die SIGMUNDSON, der zurückgebliebene Kreuzer der LEIF ERIKSSON, startet ebenfalls. Gucky versucht, Ascari zum Eingreifen ihrer Beibootflotte zu überreden. Erst sträubt sie sich, doch dann lässt sie doch 30 Kreuzer starten und die Red Chy angreifen. Die Arkoniden tun das dann auch schnell und konsequent. Nur ein Schiff der Red Chy entkommt der umfassenden Vernichtung. Dieses Schiff wird aufgebracht, die Positionsdaten ihrer Stützpunktwelt werden extrahiert und das Schiff in die Sonne gesteuert. Jankar ist gerettet.

Die LEIF  ERIKSSON erreicht das Sternenfenster. Beim Treffpunkt der Eltanen können keine Überlebenden ausgemacht werden. Sie feuert 300 Raumtorpedos auf das Sternenfenster ab, um eine Botschaft im Morsecode in die Milchstraße zu übermitteln, dann setzt sie sich ab. Die Botschaft lautet: »Treffpunkt verpasst, sitzen in Tradom fest.« Auf Jankar zurück, findet Rhodan die Reste der Schlacht vor. Er ist wütend auf Ascari und ihre Skrupellosigkeit. Jedoch musste sie so handeln, um ihr Versteck sicher zu halten. Sechs ihrer 200-Meter-Kreuzer hatten außerdem den Auftrag, die Werften und Raumhäfen der Red Chy auf ihrer Stützpunktwelt zu vernichten. Von ihnen sollte in den nächsten Jahren keine Bedrohung mehr ausgehen.

Die Schlichterin der Jankaron entscheidet sich nach der Schlacht für die Galaktiker und ihr Angebot. Denn Jankar steht tief in ihrer Schuld.

Innenillustration