Irrweg durch die Zeit

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 276)
PR0276.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: Irrweg durch die Zeit
Untertitel: Sie überlisten die Zeitfalle – doch sie verpassen das Rendezvous mit der CREST
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (2 x) / 4. Auflage: Themistokles Kanellakis (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 16. Dezember 1966
Hauptpersonen: Gerald Snigert, Rog Fanther, Festus Lennon, Major Gus Barnard, Amrog, Vidor, Porú, Karpon, Aiti
Handlungszeitraum: Juli 2404, 49.988 v. Chr.
Handlungsort: Andromeda, Milchstraße
Zusätzl. Formate: E-Book

Handlung

Als Reginald Bull, von Gleam kommend, auf KA-preiswert eintrifft, sind die Vorbereitungen für das Unternehmen HILFE FÜR DIE CREST abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Aktion steht der Flottentender DINO III unter Major Gerald Snigert, der vier Kalup-Konverter für die CREST III in die Vergangenheit bringen soll. Der Tender gehört zu den größten Einheiten der Solaren Flotte und besteht aus einer 2000 Meter durchmessenden, 400 Meter dicken Plattform sowie einer 750 Meter durchmessenden kugelförmigen Kommandosektion. Die Besatzung besteht aus nur 33 Personen, dazu kommen 42 Mann vom Technisch-Wissenschaftlichen Korps der Flotte unter Major Gus Barnard.

Am 9. Juli starten 5000 solare Kampfschiffe in Begleitung der DINO III unter Bulls Kommando und erreichen zwei Tage später das Big Blue-System mit dem Planeten Vario. Der Planet ist nicht wieder von den Maahks angegriffen worden, sicherlich weil die Methanatmer den Planeten als zu unwichtig in dieser Phase ihres Befreiungskriegs gegen die MdI eingestuft haben.

Zwischen den solaren Schiffen und der tefrodischen Wachflotte aus 12.000 Einheiten kommt es zu einer Schlacht, aus der sich der Tender vorerst heraushält. Erst nach fünf Stunden setzt sich die DINO III in Bewegung. Den Tefrodern (oder auch Duplos) und der Wachpositronik von Vario wird vorgegaukelt, der Flottentender würde, brennend und radioaktiv verseucht, drohen, auf den Planeten zu stürzen. Da die tefrodische Flotte von der Solaren Flotte daran gehindert wird, zur DINO III vorzustoßen und die Abwehr des Planeten den Tender ebenfalls nicht oberhalb der Atmosphäre zerstören kann, reagiert die Wachpositronik zur Sicherung der Zeitstation und aktiviert das Absolute Nullfeld.

Die DINO III stürzt planmäßig in die Vergangenheit, wird von einem Situationstransmitter zum Andro-Sechseck abgestrahlt, über den es ins Galakto-Sechseck und nach Tanta III/Kahalo geht. Die Lemurer dieser Epoche sind zu überrascht, das unter positronischer Kontrolle fliegende Schiff aufzuhalten. Trotzdem wird die Sonne Redpoint erst nach einem zweitägigen Umweg erreicht, also am 13. Juli.

Perry Rhodans Flaggschiff wird auch nach einer eintägigen Suche, die auch eventuell zurückgelassenen Sonden gilt, nicht gefunden und übrig bleibt der Planet, den es in der Realzeit nicht mehr gibt. Eine der bordeigenen Korvetten startet zu der marsgroßen Welt, die eine dünne Sauerstoffatmosphäre besitzt. Sie wird von Captain Rog Fanther, Snigerts Stellvertreter, kommandiert, der Sergeant Festus Lennon seinen Freund nennt.

Sie entdecken aus dem Orbit eine hundert Kilometer messende Felsformation, die wie der irdische Kontinent Afrika aussieht. Das kann kein Zufall sein und an geografisch relevanten Punkten, wo auf dem echten Afrika Städte liegen, wird nach Informationen oder Kontakten gesucht. Tatsächlich werden sie in Kapstadt fündig, allerdings in unerwarteter Form. Fanthers Gruppe trifft auf die Paddler Amrog und Vidor, die die Vernichtung der Werftplattform MA-genial überlebten.

Amrog und Vidor retteten sich zu dem Planeten und legten die Spur. Von Afrika wissen sie durch einen Techniker der CREST, der dort geboren wurde und viel auf der Werft weilte. Über die Absichten der Terraner ist den beiden Paddlern jedoch wenig bekannt. Die CREST wollte einen Planeten namens Tanos VI anfliegen, wo ein temporaler Kurzstreckentransmitter über eine Distanz von 500 Jahren existieren soll. Wo Tanos VI steht, wusste man auf MA-genial bis zur Vernichtung nicht, denn so weit waren die Verhöre des Zeitagenten Frasbur noch nicht gediehen. Allerdings sprachen die Terraner davon, dass der Planet nahe des Apsu/Solsystem stehen müsse, und die Spekulationen gehen in Richtung Wega-System.

Zurück auf dem Tender, setzt Snigert Kurs auf Wega, das nach einer Schleichfahrt am 20. Juli erreicht wird. Schnell steht fest, dass der sechste Planet, in der Gegenwart Pigell genannt, von 2000 lemurischen Schiffen abgeriegelt wird und damit unerreichbar ist. Aber Snigert und Fanther gehen davon aus, dass Tanos VI mit Pigell identisch ist und die CREST sich 500 Jahre weit aus dieser Epoche abgesetzt hat. Die Lemurer sind sicherlich von den MdI unter falschen Voraussetzungen hierher gelockt worden in der Hoffnung, die CREST zerstören zu können, falls sie wieder auftauchen sollte.

Doch auf der DINO III glaubt niemand an die Rückkehr des solaren Flaggschiffes, und Hoffnungslosigkeit macht sich langsam breit. Der Tender bleibt trotzdem vier Tage in einer Entfernung von 1000 Astronomische Einheiten zu Tanos/Wega stehen, dann meldet sich Barnard mit einer Idee beim Kommandanten. Kurz darauf werden im Rahmen der Unternehmen Vergißmeinnicht genannten Aktion an Bord mechano-telepathische Memosender produziert, die auch nach 500 Jahren aktiv sein werden und der CREST mitteilen können, wo der konservierte Tender versteckt worden ist. Damit hätte zumindest die Besatzung des Flaggschiffes eine Chance, in die Gegenwart zurückzukehren.

Die Memosender sollen an Orte deponiert werden, die die CREST in 500 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach einfliegen wird: Tanos VII/Wega, Apsu/Sol, Redpoint, dem Sektor Morgenrot (einem geheimen Aufmarschgebiet der Solaren Flotte, erst vor einem Jahr bestellt), und 26 weiteren Bezugspunkten innerhalb der Milchstraße.

Der erste Memo-Sender wird am 26. Juli auf Tanos XII versteckt, danach fliegt der Tender weiter. An Bord diskutieren die Männer derweil, wie sie sich selbst helfen können. Innerhalb von vierzehn Tagen werden an 29 Bezugspunkten Memosender deponiert. Es bleibt das Apsu/Solsystem, wo drei Sender hinterlegt werden sollen.

Am 11. August steht die DINO III im Gasring des zerstörten Planeten Zeut, wo sie zwei Tage innehält und beobachtet. Dann startet erneut Fanther mit einer Korvette, die sich den lemurischen Schiffen im Flugkorridor Lemur IV/Mars-Lemur/Terra anschließt. Das Beiboot soll Lemur einmal umrunden, zum Mars zurückfliegen und abermals Lemur anfliegen. Drei zuvor ausgeschleuste Gleiter haben in dieser Zeit die Gelegenheit, die Berge Gaurisankar im Himalaya, den Kilimandscharo und den Cerro Negro in den Anden anzusteuern, um dort die Sender zu hinterlegen.

Die Aktion verläuft bis auf einen kleinen Zwischenfall glimpflich. Fanthers Gleiter stößt in den Anden auf die lemurischen Jugendlichen Porú, Karpon und Aiti. Der Sender kann trotzdem versteckt werden. Die Gleiter werden von der Korvette abgeholt, die wiederum zur DINO III zurückkehrt. Der Tender setzt sich aus dem Apsu/Solsystem ab.

Am 17. August hat die DINO III ihren letzten Standort erreicht, der in den Memosendern verkündet wird. Es ist die grüne Sonne mit der Kodebezeichnung E-CK-121288-31. Sie steht in der Eastside und in der Realzeit befindet sich dort eine USO-Station. Im Verlauf der nächsten Tage wird der Tender, aber vor allem die mitgeführten Kalups, konserviert, damit sie 500 Jahre überdauern. Danach bleibt der Besatzung nur noch das Warten – oder die Umsetzung einer Idee von Barnard und Fanther, nämlich ein Dilatationsflug in einer Korvette, um die Zeit zu überlisten und das solare Flaggschiff doch noch zu erreichen.

Innenillustrationen