In geheimer Mission auf Lemuria

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Quelle:PR278)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Perry Rhodan-Heftromane
276 | 277 | 278 | 279 | 280


Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 278)
PR0278.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: In geheimer Mission auf Lemuria
Untertitel: Neun Weltraumtramps und Mausbiber Gucky – sie sollen den Fünfzigtausendjahressprung vorbereiten
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (2 x) / 4. Auflage: Themistokles Kanellakis (2 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 30. Dezember 1966
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Atlan, L. Papageorgiu, Don Redhorse, Tako Kakuta, André Noir, Brazos Surfat, Olivier Doutreval, Chard Bradon, Assaraf, Tannwander, Nevis-Latan, Gucky
Handlungszeitraum: 49.488 v. Chr. (Oktober 2404)
Handlungsort: Vario
Risszeichnung: Superschlachtschiff der IMPERIUMS-Klasse CREST II von Ingolf Thaler
(Abbildung)
Lexikon: Kybernetik, Kybernetiker, Elektronengehirn
Besonderes:

Folge 1 des Perry-Rhodan-Lexikons

Zusätzl. Formate: E-Book,
enthalten in Silberband 30

Handlung

Die CREST III und ihre Mannschaft befinden sich nach wie vor im Jahre 49.488 v. Chr. Anfang Oktober erreicht das Raumschiff die Randzone der Galaxie Andromeda. Aufklärungsflüge von Korvetten zeigen, dass die aus der Milchstraße geflohenen Lemurer vor allem das Zentrum des Andromedanebels besiedeln und dabei einen Vernichtungsfeldzug gegen die waffentechnisch unterlegenen Maahks führen. Diese haben ursprünglich Andromeda besiedelt und weichen jetzt auf die Nachbargalaxie, die Milchstraße, aus. Die große Entfernung überbrücken sie mit riesigen im Leerraum stationierten Versorgungsplattformen, die ihren Schiffen als Zwischenstation dienen.

Um einen Weg für die CREST III zurück in die Realzeit des Jahres 2404 zu finden, beschließt Perry Rhodan, das Machtzentrum der Lemurer in Andromeda anzufliegen, den Planeten Vario. 49.488 v. Chr. ist Vario kein von den Meistern der Insel als Zeitfalle missbrauchter Wüstenplanet, sondern ein Ort blühender lemurischer Kultur. Perry Rhodan nimmt an, dass die Meister der Insel auch auf Vario einen Zeitagenten als hohen politischen Würdenträger eingeschleust haben. Er soll den Terranern den Weg ins Jahr 2404 verraten.

Um möglichst unerkannt nach Vario zu kommen – das von den Lemurern Lemuria genannt wird – lässt Perry Rhodan am 17. Oktober ein kleines Raumschiff kapern, die ESKILA. In ihr befinden sich neun alarische Raumfahrer, ihr Anführer nennt sich Assaraf. Die Alarer werden in ganz Andromeda wegen ihrer mangelhaften Körperpflege und ihrem großspurigen Auftreten wenig geschätzt. Durch den Handel mit wertvollen Schwingquarzen, die der lemurischen Flotte zur Herstellung von Feuerleitgeräten dienen, haben sie aber eine gewisse Narrenfreiheit. Die Alarer werden auf der CREST III kaserniert, und an ihre Stelle treten neun Terraner, die ihre Identität und das Schiff übernehmen, um in geheimer Mission auf Lemuria zu landen: Perry Rhodan, Atlan, Major Don Redhorse, L. Papageorgiu, Tako Kakuta, André Noir, Brazos Surfat, Olivier Doutreval und Chard Bradon. Ebenfalls mit von der Partie: Gucky, der sich in einem Sack verstecken muss, um nicht aufzufallen.

Während sich die CREST III sechs Lichtjahre von Vario entfernt in den Ortungsschatten eines zerstörten, radioaktiv verstrahlten Planeten begibt, fliegen die neun Terraner unter Inszenierung eines gekonnten Ablenkungsmanövers (man lässt die ESKILA explodieren und gibt sich als Überlebende aus, die mit dem Rettungsboot geflohen sind) nach Vario. Sie können unbehelligt landen, werden aber sofort unter Beobachtung gestellt. Vulling, ein Mitarbeiter des Raumhafens, eskortiert sie zum Verwaltungsgebäude, wo ihre Papiere geprüft werden sollen. Sie werden Ostrum vorgeführt, dem stellvertretenden Leiter des lemurischen Sicherheitsdienstes und Tamrat in Angelegenheiten der Raumflotte. Er hat es auf Schwingquarze abgesehen. Als die Terraner drei Stück davon vorzeigen, kassiert er diese ein und lässt ihre Besitzer von bewaffneten Lemurern hinauswerfen.

Inzwischen hat Juvenog, ein auf Lemuria lebender alarischer Unterhändler, den Terranern im Quaiong-Hotel ein Quartier besorgt, und sie fahren nach dem Abenteuer beim Tamrat erst einmal ins Hotel. Kaum sind sie dort angekommen, erpresst Juvenog Perry Rhodan und seine Mannschaft, weil er sich sicher ist, dass es sich bei ihnen um keine Alarer handelt. André Noir entschärft mit einem Hypnoblock die Situation. Wenig später stellt sich heraus, dass das Hotel dem Tamrat Nevis-Latan gehört, verantwortlich für das gesamte Transportwesen, und dass er alle Hotelbewohner überwachen lässt.

Am Abend machen Atlan, Tako Kakuta und L. Papageorgiu einen Erkundungsspaziergang. In einem Lokal, wo sie mit ihrem trampmäßigen Auftreten zuerst auf Ablehnung stoßen, machen sie die Bekanntschaft mit Greinsch, Tamrat für Industrie auf Lemuria. Auch er hofft auf Schwingquarze. Als er von Atlan erfährt, dass sich schon Ostrum die Quarze geschnappt hat, ist er wenig erfreut. Greinsch schlägt vor, sich in vier Stunden in seinem Haus zu treffen, um dort weiter zu verhandeln.

Als Atlan, Tako Kakuta und L. Papageorgiu das Lokal verlassen, werden sie betäubt und entführt. Rutoz, ein im Sold von Nevis-Latan stehender Psi-Spürer, hat vorsorglich gehandelt, weil er bei den Alarern untypische psionische Energien geortet hat. Er lässt die drei in einen Kellerraum des Hotels bringen, um sie zu verhören. Rutoz, der letzte Vertreter seines Volkes und psychisch labil, wird von Atlan aber »umgedreht« und begeht kurz darauf Selbstmord. Als Atlan, Tako Kakuta und L. Papageorgiu auf ihr Zimmer zurückkehren, ist Greinsch schon da und verhandelt mit Perry Rhodan über die Schwingquarze. Über das Ergebnis des Gespräches wird nichts berichtet.

Am nächsten Morgen taucht Vulling mit einer Polizeieskorte auf und möchte die Alarer festnehmen, was ihm nach einem kurzen Kampf auch gelingt. Nur Gucky, der bis jetzt zur Tatenlosigkeit verdammt war, kann sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Es stellt sich heraus, dass Ostrum die neun Männer wegen Aufwiegelei und Betrug zu zehn Jahren Verbannung auf einem Strafplaneten verurteilt hat. Auf dem Raumhafen wartet schon das Schiff, mit dem sie deportiert werden sollen. Doch der Gleiter, der sie zum Raumhafen bringt, wird im Flug von einem anderen, schwarzen Gleiter angegriffen und zu einer ziemlich rauen Landung gezwungen. Perry Rhodan und seine Leute wechseln das Gefährt, während ihre Bewacher von der Besatzung des schwarzen Gleiters mit Waffengewalt zur Untätigkeit gezwungen werden.

Es ist aber nicht Greinsch, der seine Finger im Spiel hat, sondern eine kriminelle lemurische Untergrundorganisation, deren Chef Tannwander heißt. Tannwander ist ebenfalls an den Schwingquarzen interessiert. Er hat die vermeintlichen Alarer entführen und in sein Hauptquartier bringen lassen. Dort einigt er sich mit Perry Rhodan auf ein Gegengeschäft: Tannwander bekommt die Quarze, dafür ermöglicht er den Terranern die Flucht vom Planeten. Außerdem verschafft er ihnen die Möglichkeit, an einer öffentlichen Sitzung der Tamräte teilzunehmen. Perry Rhodan möchte dort mittels eines Impulsaufzeichners nachmessen, ob einer der anwesenden Tamräte einen Zellaktivator trägt – und sich dadurch als Meister der Insel entlarvt.

Zwei Tage später fliegen sie zur Tamratssitzung nach Stolark, und das Gerät schlägt wirklich aus – einer der zehn anwesenden Tamräte besitzt einen Zellaktivator. Aber welcher? Weil sich die Sitzungen über mehrere Tage hinziehen, beschließt Perry Rhodan, die Hotels abzuklappern, in denen die lemurischen Würdenträger abgestiegen sind. Tannwander ist bei der Adressfindung behilflich. Zuerst machen sie sich zum Quartier von Trahailor auf, dem Tamrat für Nachrichtenwesen und Polizei. Im Hotel werden auch wirklich Impulse von einem Zellaktivator empfangen, doch plötzlich hören die Impulse auf. Als Perry Rhodan ins Zimmer des Tamrats vordringt, liegt dieser tot auf dem Boden – die Tatwaffe war ein Katapultmesser. War ein MdI der Mörder?

Tannwander wird die Sache inzwischen unheimlich, und er verdächtigt Perry Rhodans Leute, den Mord begangen zu haben. Wieder muss André Noir mit einem Hypnoblock eingreifen. Dann machen sie sich auf zum Taru-Hotel, in dem Nevis-Latan abgestiegen ist – erneut summt das Ortungsgerät. Damit ist klar, dass es sich bei Nevis-Latan um den gesuchten Meister der Insel handelt. Doch noch ehe das terranische Kommando zuschlagen kann, hat Nevis-Latan das Hotelzimmer verlassen und ist entkommen.

Innenillustrationen