Der Kristallpalast

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Perry Rhodan Neo
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Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 60)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Arkon
Titel: Der Kristallpalast
Autor: Rüdiger Schäfer
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 3. Januar 2014
Handlungszeitraum: 2037
Handlungsort: Kristallpalast auf Arkon I
Zusätzl. Formate: E-Book, Hörbuch

Kurzinhalt

Perry Rhodan, Onat da Heskmar, Ishy Matsu, Iwan Goratschin und Chabalh dringen bei ihrer Suche nach dem Epetran-Archiv bis in den Kristallpalast auf Arkon I vor. Die Familie da Heskmar besitzt als einstmals bedeutendes Adelshaus noch einen Khasurn, der als Ausgangsbasis für die Suche dient. Um das Geheimnis des Archivs zu entschlüsseln, muss Onat da Heskmar die Geschichte seines Weges mit Crest da Zoltral erzählen und die Gruppe muss sogar einen Weg in die Privatgemächer des Regenten finden. Keinen Schritt machen sie jedoch unbeobachtet. Am Ende erleben die Eindringlinge eine Überraschung. Ein weiterer Doppelgänger tritt auf.

Handlung

Perry Rhodan, Ishy Matsu, Iwan Goratschin und Chabalh sind zusammen mit Onat da Heskmar im Herzen des Großen Imperiums, auf Arkon I, angekommen. Von Shulukai, dem größten Raumhafen auf Laktranor sind sie mit einer Fähre zunächst zu einer Identitätskontrolle unterwegs. Mit den gefälschten Identitäten können sie passieren, danach fliegen sie mit Gleitern weiter zum Thek-Laktran, dem Hügel der Weisen. Die Gruppe landet in der Nähe des Gos'Khasurn. Im Kristallpalast soll sich, verschiedenen Indizien zufolge, der Ort befinden, an dem das Epetran-Archiv zu finden ist. Perry Rhodan und seine Gefährten wollen die Koordinaten der Erde aus dem Archiv tilgen, um sie dem Regenten und seiner Hand, Sergh da Teffron zu entziehen. Rhodan hegt immer noch Misstrauen gegen den Weggefährten Crest da Zoltrals. Er hat Zweifel ob es richtig war, die Hoffnung der Menschheit allein in die Hände dieses alten Arkoniden zu legen den er nicht mal kennt. Aber er muss auch eingestehen, dass er keine große Wahl hat. Das Eintreffen der fünf fällt mit dem Pekah ti Mestit zusammen, dem Fest der glücklichen Wiederkehr.

Der junge Aletai ter Irale ist Gardist der Palastwache im Gos'Khasurn. Im Trubel des Pekah ti Mestit tritt er seinen ersten Dienst an. Er ist einer der Besten seines Ausbildungsjahres und der Enkel von Cheroth ter Irale, Thantan und Oberbefehlshaber der Imperialen Leibgarde. Er muss sich zum Dienst im Gardebüro bei dem altgedienten, erfahrenen Soldaten Nobat da Terhuerne melden. Nachdem der den jungen ter Irale in Augenschein genommen hat, gibt er ihm einen Ratschlag. Viele Augen werden auf ihn schauen. Und nicht alle werden ihn als Enkel von Cheroth wohlwollend betrachten. Im Spiel der Kelche wird man ihm Fallen stellen und besonders hohe Militärs würden ihn, wegen seines Großvaters, gerne scheitern sehen. Dann wird er zur Einlasskontrolle eingeteilt und Aletai tritt ab.

Die Gruppe um Perry Rhodan und Onat da Heskmar reihen sich in den Strom der farbenfroh gekleideten Arkoniden und Besucher von anderen Welten des Imperiums ein. Sie alle wollen das Grußwort des Regenten hören. Als die fünf sich der Einlasskontrolle nähern, werden sie von einem jungen Gardisten der Palastwache herangerufen. Er teilt Onat da Heskmar mit, dass er und seine Begleiter ohne offizielle Einladung oder Sondergenehmigung des Gardebüros keinen Zutritt zum Gos'Khasurn hätten. Als Votanthar kann Onat jedoch jederzeit den Kristallpalast betreten. Er führt Perry Rhodan und die anderen in die, nur noch wenigen, Räume des Khasurns der da Heskmar. Alle großen Adelshäuser unterhalten solche Khasurns im Kristallpalast. Rhodan findet sich in einem Fesselfeld wieder. Das Misstrauen dem Anderen gegenüber beruht anscheinend auf Gegenseitigkeit. Der Derengar stellt Rhodan zur Rede. Er befürchtet sogar, Rhodan hätte Crest da Zoltral umgebracht.

Aletai wird nach dem Dienst zu seinem Großvater gerufen. Er macht dem Arbtan Vorwürfe. Als Aletai sich mit dem unwichtigen da Heskmar und seiner Dienerschaft abgeben hat, ist ein Anhänger des Dardelion-Ordens mit am Körper versteckten, schwer auffindbaren Sprengstoff in den Kristallpalast eingedrungen. Nur durch die Aufmerksamkeit einer nachgeordneten Kontrolle konnte Schlimmeres verhindert werden. Wütend verlässt Aletai das Büro. Er nimmt sich vor, zu beweisen, dass mit dem alten da Heskmar und seinen Begleitern etwas nicht stimmt.

Rhodan erzählt die Geschichte von der gestrandeten AETRON, vom dem Kontakt mit Crest und Thora, der Suche nach der Welt des Ewigen Lebens und dass Crest da Zoltral den Zellaktivator und damit die relative Unsterblichkeit erlangt hat. Beide kommen zum Schluss, dass das Geheimnis des Archivs in Crests und Onats gemeinsamer Vergangenheit liegt. Sie wollen in den Schattenpalast der da Heskmars, um dort ohne Gefahr entdeckt zu werden mit Ishys Paragabe im Gos'Khasurn nach dem Schattenpalast Crests zu suchen. Onat vermutet dort weitere Hinweise auf das Epetran-Archiv. Chabalh kreist nervös um die Gruppe. Er wittert überall in den Gängen des Gos'Khasurns Gestank und Tod. Rhodan und Goratschin müssen feststellen, dass Crest gewusst hat, wo sich das Archiv befindet und dass der alte Derengar sie getäuscht hat, um das Geheimnis im Falle einer Gefangennahme zu schützen. Ishy kann ihre Suche beginnen. Erneut geht die Mutantin an ihre Grenzen. Sie hat Erfolg. Sie finden da Zoltrals Schattenpalast.

Aletai, vom Ehrgeiz gepackt, seinem Großvater zu beweisen, dass er richtig gehandelt hat, beobachtet nun da Heskmar. Er sieht wie der Alte seinen Khasurn mit seinen Dienern verlässt und folgt ihnen. Der junge Gardist sieht sie in einen Schattenpalast gehen und hält das bereits für einen Beweis, dass da Heskmar etwas im Schilde führt. Euphorisiert von seiner Entdeckung, sucht er wieder den Thantan Cheroth ter Irale auf und berichtet ihm von seiner Beobachtung. Doch wieder erhält der Arbtan eine Abfuhr mit dem Hinweis, dass alle Familien einen Schattenpalast besitzen. Wenn der vergreiste da Heskmar in den Erinnerungen seiner Familie stöbert, hätte das keine Bedeutung. Er bekommt den Befehl, die Sache ruhen zu lassen. Zur Disziplinierung wird er zur Außenparade abkommandiert, die dem Regenten defilieren wird. Desillusioniert stürmt Aletai aus dem Büro.

Der Zugang zum Schattenpalast der da Zoltrals befindet sich in der Höhle von Arbaraith. Mit dem Siegel der da Zoltrals öffnet Onat den Zugang. Doch plötzlich findet sich jeder einzeln in einer Metallkammer wieder, isoliert und ohne Chance zu entkommen. Nach ein paar Minuten erhöht sich die Schwerkraft in einem bedrohlichen Maß. In letzter Sekunde kann Iwan den Schwerkraftmechanismus mit seiner Zündergabe ausschalten. Alle kommen unbeschadet davon. Onat erklärt, dass die Kammern ein Sicherheitsmechanismus Crests sind. Die Schwerkraftfalle muss jedoch von einem Gegner der da Zoltrals eingebaut worden sein. Die Suche nach Hinweisen auf das Epetran-Archiv, ist ein Fehlschlag. Perry trifft es wie ein Schlag, als er auf die Lösung kommt. Sie ist so genial wie gefährlich. Das Epetran-Archiv muss sich in den Gemächern der Imperatoren befinden. Crest hat auf Onat da Heskmar verwiesen, weil der allein von der Wette weiß, die beide Freunde vor Jahren abgeschlossen hatten. Dann brechen sie in die Gemächer des Regenten auf. Sie bewegen sich zu den Antigravschächten im Zentrum des Kristallpalastes. Unterwegs steigen in einem von einem Deflektorschild geschützten Antigravschacht um. Diese Schächte sind für Notfälle gedacht und dienen der Evakuierung der Imperatoren. Offenbar hat Crest Kenntnis davon. Überwachungskameras können das Geschehen nicht mehr verfolgen. Mit Ishys und Iwans Hilfe überwinden sie die letzten Schutzschirme und befinden sich im persönlichen Bereich des Regenten.

Aletai, der junge Gardist, ist nach der letzten Zurechtweisung vom Jagdfieber gepackt. Nach einigen Recherchen ist er davon überzeugt, dass die Verdächtigen einen Anschlag auf den Regenten verüben wollen. Aletai überwacht den Weg da Heskmars. Sie gehen nicht zum Kristallplatz sondern in den Innenraum des Kelchs zu den Antigravschächten, die bis hinauf zu den privaten Räumen des Regenten führen. Auf einmal sind die Verdächtigen verschwunden. Da fällt es Aletai auf. Sie wollen in die Privatgemächer des Regenten. Wegen der ständigen Abweisungen beschließt er, etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Damit geht er ein hohes Risiko ein. Er dringt in den Bereich vor, in dem der Regent sich auf seine Rede vorbereitet. Er trifft auf Histor da Hinom der dort Wachdienst hat, schlägt ihn nieder und stolpert plötzlich vor den Regenten selbst. Der Regent lädt den jungen Gardisten Aletai ter Irale zu einem Gespräch unter vier Augen ein.

Als Perry, Onat, Ishy, Iwan, und Chabalh weiter in die riesige Residenz vordringen, fragen sie sich wo sie, einen vielleicht winzigen Speicher mit dem Archiv, finden sollen. Auf einmal glaubt Rhodan seinen Augen nicht zu trauen. Vor ihm steht der Regent höchstpersönlich, flankiert von Kampfrobotern. Er lächelt und sagt, er habe sie bereits erwartet. Rhodan muss wieder einen Doppelgänger sehen, denn der Regent hält gerade vor vielen Milliarden Augen eine Rede. Ein kurzes Wort von Rhodan und Iwan zerstört zwei Roboter. Es entspinnt sich ein Feuergefecht. Onat ruft seine Gefährten, sie müssen aus den Räumen entkommen bevor sie abgeriegelt werden. Onat scheint einen Ausweg zu kennen. Der Zündermutant will den anderen den Rückzug decken und schickt sie voraus. Als sich Ishy und Perry noch einmal zurückwenden, sehen sie Iwan, am Ende seiner Kräfte, kniend vor dem Regenten. Der zielt auf Iwan, als plötzlich der Herrscher oder sein Doppelgänger, von Iwan angegriffen, in der Glut vergeht. Hinter Perry stürzt eine Wand ein. Iwan ist von ihnen abgeschnitten, vielleicht sogar tot. Der Versuch Chabalhs ihn noch zu holen scheitert. In Perry breitet sich Leere aus, ein Schmerz über den Verlust seines Freundes. Ishy laufen Tränen aus ihren milchigen Augen, sie sieht nichts mehr.

Der Regent will von Aletai wissen, weshalb er ihn vor der Rede stört. Aletai erzählt von seinen Beobachtungen und den Versuchen seinen Großvater darauf aufmerksam zu machen. Der Gardist soll außerdem seine Meinung zur gegenwärtigen Politik äußern. Wie sein Großvater ihm gelehrt hat, steht er zu seinen Überzeugungen. Nach einer kurzen Erwiderung und einem Lob für die Treue zum Imperium, zieht der Regent eine Strahlenpistole und erschießt Aletai. Dann geht er ohne sich umzudrehen und hält die Rede.

Onat da Heskmar und Crest da Zoltral

18.878 bis 18.901 da Ark Die Familien da Zoltrals und da Heskmars sind seit langem befreundet. Gemeinsame Feste, Geschäftsbeziehungen und auch intime Beziehungen waren zwischen ihnen normal. Trotzdem waren die beiden Adelshäuser auch dem Spiel der Kelche unterworfen. Es legte sich also auch immer ein Schleier des Misstrauens über diese Familienfreundschaft. Die Freundschaft zwischen Crest und Onat sollte allerdings etwas Besonderes sein. Sie lehnten sich gegen dieses Spiel auf. Ihre Motivation war die Neugier und die Abenteuerlust. Sie trieben sich mit intellektuellen und praktischen Herausforderungen an, suchten die Schattenpaläste anderer Adelsfamilien und drangen in diese abgesicherten Bereiche sogar ein. So sind sie auch in den Besitz von Wissen gekommen, dass bei Bekanntwerden schwere politische Beben auslösen könnte. Das interessierte sie jedoch nicht. So kam es zu einer Wette. Sie debattierten darüber, ob die Lethargie die im Imperium um sich greift auch Imperatoren unvorsichtig werden lässt. Crest behauptete, dass er in der Lage wäre die Räume des Herrschers unbemerkt betreten und auch wieder verlassen zu können. Onat war gegenteiliger Ansicht und trotz der Gefährlichkeit der Unternehmung behauptete Crest, einen privaten Gegenstand aus der Residenz entwenden zu können. Angestachelt und mit der Vermutung Crest könnte seine Niederlage nicht eingestehen, ermutigte Onat Crest noch, anstatt ihm dies auszureden. Crest schaffte es und legte ein Schlafgewand des Imperators aus Rohinseide vor. Die unbeschwerten Zeiten gingen aber zu Ende. Die genauen Gründe bleiben im Dunkeln aber die beiden großen Familien fielen, die übriggebliebenen Angehörigen verstreuten sich in alle Richtungen. Beide orientierten sich neu. Crest wandte sich der Wissenschaft zu. Er sucht in der Vergangenheit der arkonidischen Kultur nach Zeugnissen ihres Wirkens in der Galaxis. Er suchte weiter nach Geheimnissen. Onat hingegen, schwer getroffen vom Untergang seines Geschlechts, widmete sich jetzt verstärkt dem Spiel der Kelche. Dank seiner Kenntnisse, die er auf den Streifzügen mit Crest erlangt hat, wird er schnell zum gefürchteten Gegner und kann wichtige Kontakte knüpfen. Dann fand Crest das Epetran-Archiv. Trotz aller Tricks gelang es Onat nicht, mehr darüber zu erfahren. Es mussten aber tiefgreifende Dinge sein. Crests Wesen änderte sich. Seine Leichtigkeit und seine Lebenslust wichen einer Düsternis, die nur dem Wissen im Archiv geschuldet sein konnte. Crest war davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg des Imperiums in den Zusammenbruch führen würde.

18.901 bis 18.951 da Ark Die Lebensinhalte der beiden Freunde änderten sich. Crest glaubte, nur wenn sich das Große Imperium änderte, flexibler auf Veränderungen reagierte, könnte es weiter bestehen. Onat dagegen war der Ansicht, dass ein so dominantes Sternenreich lediglich auf seine jahrtausendealten Traditionen setzen und diese notfalls auch verteidigen muss. Es diktiert anderen die Regeln. Das Große Imperium muss sich nicht anpassen. Crest wurde in seinem Denken und Reden zu einem unbequemen Arkoniden, der auch schon mal von der Imperialen Garde zur Ordnung gerufen wurde. Er hatte Kontakt zu dem antikolonial gesinnten Dardelion-Orden, Onats damaliger Meinung nach waren das politische Wirrköpfe. Da tauchte Thora auf. Sie sah in Crest den Vater den sie nie hatte. Crest ging immer höhere Risiken ein. Erst Recht, weil die schützende Hand des Imperators Orcast XXI. wegfiel. Der Sohn wurde unter dem Namen Orcast XXII. inthronisiert, da Orcast XXI. todkrank war. Crest hatte zu Orcast XXI. ein inniges Verhältnis und konnte die Macht dieses Imperators, vermutlich wegen des Wissens aus dem Epetran-Archiv, durch manche politische Stürme retten. Dafür genoss Crest unter seiner Herrschaft eine gewisse Narrenfreiheit. Mit dem Versuch, mehr darüber zu erfahren, scheiterte Onat. Er erkannte, dass sie sich entfremdet hatten. Der eigentliche Bruch erfolgte aber auf Iprasa. Crest hatte Onat als Ehrendiener durch die Ark Summia begleitet. Onat hatte diese auch bestanden. Er konnte aber seinen Extrasinn nicht aktivieren. Crest reagierte darauf in einer Art und Weise, die Onat erschütterte. Da Heskmar blieb auf Iprasa und redete mit da Zoltral seitdem kein Wort mehr. Thora konnte Crest zunächst ein wenig bremsen. Das war gerade jetzt wichtig. Der neue Imperator galt als schwach und hatte keinen Rückhalt bei den Militärs. Thora gelang es, in den unsicheren Zeiten Crest aus dem Blick des Regierenden zu nehmen. Das änderte sich jedoch als Orcast XXII. spurlos verschwand und der Regent auftauchte.

18.951 bis 18.993 da Ark Der Regent erschien praktisch aus dem Nichts. Orcast XXII war ein glückloser Herrscher. Er verprellte die ihm wohlgesonnenen Kräfte. Er hielt sich sogar einen Xisrapen, dem er die Geheimnisse des Imperiums verriet. Es brodelte am Hof. Viele sahen den Tag an dem er verschwand als ein Glückstag an. Der Staatsstreich, so vermutete Onat, musste schon monatelang minutiös von den mächtigsten und ältesten Adelshäusern vorbereitet worden sein. Anders ist nicht zu erklären, warum ein namenloser Flottenoffizier namens Herak da Masgar an die Spitze dieses Sternenreichs kommen konnte. Die Wahrheit wurde offenbar umfassend manipuliert. Der Hochadel hätte niemals einen Militär, sogar aus niederem Adel geduldet. Da Masgar schien auch kein Strohmann zu sein. Da Heskmar der viel Zeit bei den Taa verbrachte, beobachtete die Entwicklungen auf Arkon I mit Sorge. Der Regent herrschte mit eiserner Faust. Er beseitigte alle imperialen Institutionen und setzt den Kristallkreis ein, später dann seine Hand Sergh da Teffron. Der Kristallkreis war ein Sondertribunal, das Todesstrafen am Fließband verhängte. Eine besonders grausame, die Infinite Todesstrafe, wurde gegen die altgedientesten, imperiumstreuesten Arkoniden wegen abstrusen Anschuldigungen vollzogen. Der von Crest unterstützte Dardelion-Orden wurde verboten, seine Unterstützung war jetzt Hochverrat. Das Vorgehen zeigte Wirkung. Der Widerstand gegen den Regenten und gegen das Imperium wurde ausgemerzt. Der Stolz über das Erstarken des Großen Imperiums, seiner neuen militärischen und moralischen Überlegenheit, führte auch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Die Maßnahmen nutzten vor allem den Essoya, dem einfachen Volk. Crest war inzwischen an einer seltenen Leukämie erkrankt. Die könnte aber auf Aralon erfolgreich behandelt werden. Thora hatte schon den Besuch dort vorbereitet. Unter einem Vorwand wurde aber gegen Crest eine Untersuchung eingeleitet und ihm der Abflug untersagt. Das wäre das Todesurteil für den kranken Derengar gewesen. Thora suchte Onat auf Iprasa auf und bat ihn seine Beziehungen spielen zu lassen. Er konnte jedoch nichts erreichen. Erst Charron da Gonozals Einfluss ermöglichte es Crest, unter dem offiziellen Vorwand einer Forschungsmission, die Kristallwelt zu verlassen. Dem Regenten wurde untergeschoben, Crest wolle würdevoll abtreten. Der war damit ganz zufrieden. Die AETRON erhielt die Starterlaubnis.

Anmerkungen

  • Als Onat da Heskmar die Geschichte erzählt, geht er auf die 200 Arkonjahre zu und der Regent ist zwölf Arkonjahre an der Macht. Seine Erzählung umfasst 115 Arkonjahre. Die Erzählung geht somit höchstens 127 Jahre in die Vergangenheit. Man kann davon ausgehen, dass Crest da Zoltral und Onat da Heskmar zu Beginn der Erzählung bereits mindestens um die fünfzig Jahre alt sein müssen.
  • Eine Leseprobe ist als Download erhältlich.