Schmied der Unsterblichkeit

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Perry Rhodan-Planetenromane
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Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 288)
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Titel: Schmied der Unsterblichkeit
Untertitel: Auf dem Planeten der Ewigkeit – die Meister der Insel entstehen
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Dirk Schulz / Horst Gotta (Taschenheft)
Erstmals erschienen: März 1987
Handlungszeitraum: 24.000 v. Chr.
Handlungsort: Andromeda
Bezug: PR 299, PR 683
Zusätzl. Formate: Autorenbibliothek 54, PR-Taschenheft 15 (Printausgabe und E-Book)

Handlung

Die Handlung dieses Romans, der die Hintergründe der Entstehung der Meister der Insel schildert, beginnt circa 20.000 Jahre nach dem Exodus der Lemurer in die Galaxie Andromeda. Fünf junge Lemurer, die von der bildschönen Agaia Thetin, der Enkelin eines Tamrats angeführt werden, machen einen Ausflug auf eine abgelegene Randwelt, die Agaia entdeckt hat. Zu ihnen gehören Agaias Geliebter, der Wissenschaftler Selaron Merota, sowie Gebdan Avalani und Gorn Fiaquor.

Auf dem Planeten treffen die fünf auf primitive Eingeborene, die offenbar von lemurischen Flüchtlingen abstammen. Ein Sandsturm trennt die Gruppe. Während Selaron und Agaia dank eines Individualschirms keine größeren Probleme haben, müssen ihre Gefährten aus dem Sand ausgegraben werden. Gorn Fiaquor bleibt verschwunden, und seine Freunde fürchten, dass er tot ist. Agaia erweist sich in der Situation als ungeheuer kaltblütiger Mensch.

Da gelingt es, eine Spur zu finden. Gorm ist offenbar in eine Schlucht gestürzt und verletzt von den Eingeborenen geborgen worden. Die Verfolgung der Spur führt zu einer 200 Meter hohen Pyramide mit seltsam glühenden Adern, die die Eingeborenen kaum selbst gebaut haben können.

Die vier Lemurer schleichen sich verkleidet in die Pyramide, wo sie ein Ritual der Eingeborenen beobachten: Der schwer verletzte Gorm liegt auf einem Altar, als ihn plötzlich ein gleißendes Feld einhüllt und seine Verletzungen heilt. Mehr noch, ein vor Jahren verlorener Finger regeneriert sich ebenfalls.

Agaia gibt sich zu erkennen und fordert und erhält von den Eingeborenen die Unterwerfung. Dann wiederholt sie zu deren Erstaunen die Geste zu ihren Gefährten hin, und auch diese geben ihr nach.

Später eröffnet Agaia Selaron ihre Pläne: Sie glaubt, dass auf diesem Planeten das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt wurde, und sie will dieses nutzen. Selaron ist einverstanden. Er bleibt auf dem Planeten zurück und kann das Vertrauen der Eingeborenen erhalten. Ein alter Priester erzählt ihm viele Hintergründe, bevor er in seinem Beisein stirbt. Insbesondere warnt der Priester vor seinem Tod, der Atem der Schöpfung sei in der Kraft begrenzt, und man müsse stets das Gleichgewicht wahren. Angeblich war der Mann bei seinem Tod 200 Jahre alt! Der Tote zerfällt sehr schnell zu Staub, und Selaron tritt seine Nachfolge als Priester an, was alle Eingeborenen ohne Fragen akzeptieren.

Als Agaia mit Kampfrobotern und umfangreicher Ausrüstung zurückkehrt, berichtet Selaron ihr seine Erkenntnisse. Er geht davon aus, dass man den Planeten nicht verlassen kann, ohne dass der Regenerationseffekt des Feldes endet. Die Forschungen gehen weiter.

Einige Wochen später ist Agaia sehr erschöpft. Selaron bringt sie in den Tempel, und es gelingt ihm, das Kraftfeld zu erzeugen und sie zu regenerieren. Agaia versucht es daraufhin ihrerseits, hat aber keinen Erfolg. Offenbar fehlt ihr die erforderliche schwache Parabegabung.

Selaron findet heraus, dass Material und Form des Tempels entscheidend sind und ein multidimensional schwingender Quarz im Tempel eingebaut wurde. Er baut Anhänger aus diesem Material, die eine starke regenerierende Wirkung haben und das Schlafbedürfnis auf zwei bis drei Stunden verringern. Diese Anhänger erhalten Agaia und enge Gefolgsleute. Dann konstruiert er eine Tempelkopie im Maßstab 1:10, die aus reinem Quarz besteht. Dieser Miniaturtempel ist um mehrere Zehnerfaktoren wirksamer als das Original und vermag selbst schwerste Verletzungen zu heilen. Nur Wiederbelebungen sind nicht möglich.

Immer mehr Lemurer und Roboter gelangen in die von Agaia errichteten unterirdischen Forschungsanlagen. Der Kristallforscher Geolph arbeitet an der Synthese neuer Kristalle. Selaron macht eine überraschende Entdeckung, als er versucht, von Geolph erstmals hergestellte Kristalle nachzuzüchten: Bei ihm erfordert der Prozess sehr viel weniger Zeit! Bei einem Gespräch mit einem Priester der Eingeborenen, zu denen Selaron eine sehr enge Beziehung unterhält, meint dieser, es liege daran, dass die Natur den neuen Kristall jetzt kenne und daher die Herstellung schneller möglich sei. Selaron entwickelt hieraus eine Theorie von einem gestaltbildenden Feld.

Die nächste Generation der Anhänger wird fertig. Sie wirken in maximal 5 Lichtjahren Entfernung vom Planeten. Außerdem gelingt es Selaron, im Tempel perfekten Organersatz aus Einzelzellen zu züchten – und schließlich kann er einen Vogel kopieren, wobei es ihm sogar möglich ist, auf paramechanischem Wege dessen Sprachfähigkeit auf die Kopie zu übertragen!

Bei einem Fest der Eingeborenen kommt Selaron dem Mädchen Ermia näher. Das Produkt der gemeinsamen Liebesnacht ist seine Tochter Ermigoa. Aber auch Agaia erwartet ein Kind von Selaron, das Mirona genannt wird.

Selaron entwickelt auf Basis seiner Erkenntnisse eine Duplikationsmaschine, den ersten Multiduplikator. Agaia ist begeistert.

Jahre vergehen, die beiden Halbschwestern Ermigoa und Mirona sind herangewachsen. Auf dem Planeten leben mittlerweile über zwei Millionen Menschen. Duplikatoren reproduzieren wertvolle Handelsgüter, um Einnahmen zu erzielen. Golph wird zum Sicherheitschef ernannt.

Die beiden Schwestern streiten sich regelmäßig. Da kommt es bei einer Veranstaltung zu einem Attentat von Lemurern, die sich als Nomaden verkleidet haben, doch der Versuch scheitert. Ihr Anführer stellt sich als Golph heraus.

Selaron entwickelt die nächste Anhängergeneration, die mit einem speziellen Sender kombiniert ist und bereits eine Entfernung von 5000 Lichtjahren vom Planeten erlaubt. Er erwartet, auch bald galaktische Reichweite zu erreichen. Agaia tauft diese Anhänger, die ihren Träger relativ unsterblich machen, Zellaktivatoren. Allerdings haben die Geräte einen Nachteil: Zur Justierung auf den Träger ist es erforderlich, eine Atomschablone herzustellen, und diese könnte auch für die Herstellung von Doppelgängern mit einem Multiduplikator verwendet werden.

Selaron reist mit Agaia nach Lemuria, der Hauptwelt des Neu-Lemurischen Tamaniums, um Wissenschaftler für die Zeitforschung anzuwerben. Dort trifft er auf Proht Meyhet, Tamrat von Lemuria, und erfährt, dass bereits vor Jahren Gorn Fiaquor ermordet worden ist. Außerdem hört er erstmals von einer Gruppe von Renegaten, die im Untergrund offenbar die Fäden ziehen und für Attentate verantwortlich sind. Es soll sich um 13 Personen handeln, deren Anführer Faktor I genannt wird.

Das Rekrutierungsunternehmen scheitert. Auf dem Rückflug entdecken Agaia und Selaron einen Sonnentransmitter und erhalten Kontakt mit den Sonneningenieuren. Außerdem entdeckt Selaron in Agaias Kabine zu seiner Überraschung mehrere Atomschablonen.

Einige Zeit nach der Rückkehr auf den Planeten wundert Selaron sich, dass jetzt doch vier der Zeitforscher, die ihm abgesagt hatten, für das Projekt arbeiten. Er untersucht den Forschungsduplikator und findet einen versteckten Hypno-Projektor sowie Anhaltspunkte für zahlreiche Einsätze des Geräts. Selaron konfrontiert Agaia und muss erfahren, dass mit Ausnahme von ihm selbst, Agaia, Mirona, Ermigoa und den Nomaden nur noch Duplikate, von Agaia Duplos getauft, auf dem Planeten leben. Da die Duplos mittels einer hypnotischen Programmierung konditioniert wurden, sind sie absolut loyal. Auch Mirona ist schon lange eingeweiht.

In den Folgejahren und -jahrzehnten wird ein Zeittransmitter entwickelt und der Planet Tamanium getauft. Agaia hat die Absicht, die Macht über das lemurische Reich zu übernehmen und es zu erneuern. Sie ist nämlich kein anderer als Faktor I!

Selaron und Agaia arbeiten aber gezwungenermaßen weiter zusammen, denn sie erkennen, dass eine Zeitschleife geschlossen werden muss. Die Sonneningenieure haben die Sonnentransmitter gebaut, selbst aber keine Raumfahrt entwickelt. Also ist es erforderlich, sie per Zeittransmitter in die Vergangenheit zu senden, damit sie dort die für den lemurischen Exodus erforderlichen Sonnentransmitter errichten.

Das Projekt erfordert 270 Jahre, aber es gelingt. Inzwischen ist das lemurische Tamanium zerfallen. Seine Hauptwelt Lemuria wurde entvölkert und hat eine neue Aufgabe: Sie ist jetzt der Standort des großen Zeittransmitters. In vielen Jahrtausenden werden Terraner diesen Planeten unter dem Namen Vario kennenlernen.

Selaron schließt sein letztes großes Projekt ab, einen autarken Zellaktivator. Er stellt 15 bis 20 Stück her und übergibt die meisten an Agaia. Aber auch er selbst und Ermigoa bekommen einen Aktivator. Dann will er sich aus dem Geschehen endgültig zurückziehen.

Bei einem Gespräch mit einem alten Priester der Nomaden wundert dieser sich über Selarons Zellaktivator. Als Selaron ihm erzählt, wozu das Gerät dient, ist der Priester entsetzt. Er eröffnet Selaron, dass alle diese Geräte von der Lebenskraft des Volkes des Trägers gespeist werden. Die Aktivatoren und Duplikatoren sind also verantwortlich für den Niedergang der Lemurer! Selaron ist erschüttert und will mit Ermigoa fliehen.

Im Forschungslabor trifft er auf Mirona und Agaia. Mirona beabsichtigt, zur Ausweitung ihrer Macht Zellaktivatoren zu duplizieren. Selaron weiß, dass dieses Vorhaben scheitern und zur Zerstörung des Aktivators führen wird, sagt aber nichts, da er glaubt, Mirona werde sich selbst richten, indem sie ihren Aktivator vernichtet. Der Multiduplikator wird aktiviert und wie erwartet wird der Aktivator zerstört. Doch da muss Selaron zu seinem Schrecken erkennen, dass Mirona nicht ihren eigenen Aktivator, sondern den ihrer Mutter Agaia verwendet hat. Damit ist Agaia zum Tode verurteilt.

Mirona befiehlt den anwesenden Duplos, Selaron zu töten. Die sterbende Agaia nutzt aber ihre Autorität ein letztes Mal, und gestattet Selaron und Ermigoa die Flucht. Die beiden verlassen den Planeten mit einem Raumschiff. Sie wollen den Zeittransmitter benutzen, damit Mirona sie nicht wieder finden kann.

Anmerkungen

  • Die Handlung des Romans steht bezüglich der Hintergründe zu den Meistern der Insel im Widerspruch zu den Aussagen während des Linguiden-Zyklus. Auf die entsprechenden Erläuterungen im Eintrag zu den Meistern der Insel wird hingewiesen.
  • Der Nachname »Thetin« für Agaia wird im Roman nicht verwendet, sondern Agaia nur mit Vornamen bezeichnet. Die Annahme, ihr Familienname sei Thetin, wird davon abgeleitet, dass Mirona den Nachnamen bei ihren Begegnungen mit den Terranern geführt hat.

Namentlich aufgeführte Personen

Agaia Thetin Die Lemurerin verfolgt eigene Pläne.
Selaron Merota Wissenschaftler
Gebdan Avalani Ein junger Lemurer
Gorn Fiaquor Ein junger Lemurer
Geolph Kristallforscher
Ermia Mutter von Ermigoa Merota
Ermigoa Merota Tochter von Selaron Merota und Ermia
Mirona Thetin Tochter von Selaron Merota und Agaia Thetin
Proht Meyhet Tamrat