Raumanzug

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Heft: PR 449
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt
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Innenillustration
Heft: PR 11 - Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Ein Raumanzug - auch Raumkombination oder Skaphander - ist ein funktioneller Anzug für Raumfahrer, welcher sie vor den lebensfeindlichen Bedingungen des Alls wie Vakuum, Strahlung, Hitze und Kälte, schützen und ihr Überleben für einige Zeit sichern soll.

Übersicht

Raumanzüge jedweder Fertigung sind meist gleichartig aufgebaut. Sie bestehen aus einer druckfesten Außenhülle, welche den Träger vor Dekompression schützt. Weitere Lagen verschiedener Werkstoffe sorgen für eine Isolierung gegen Strahlung und Temperaturunterschiede. Der Kopf des Raumfahrers wird von einem Helm geschützt. Das Helmvisier ist durchsichtig und ermöglicht so eine Betrachtung der Außenwelt.

Um den Träger eines Raumanzuges auch bei geschlossenem Anzug medikamentös versorgen zu können, wurden in die Anzüge zwei so genannte Injektorkammern eingearbeitet. Dabei wurde über die Kammer am linken Arm der intravenöse und über die Kammer am Gesäß der intramuskuläre Zugang sichergestellt. Unbekannt ist, ob sich der intravenöse Zugang bei Linkshändern auf der rechten Seite befindet. (PR-Action 1)

Jeder Raumanzug der Arkoniden und Terraner enthält unter anderem ein Multifunktionsarmband, das vor allem Kommunikationsmöglichkeiten enthält.

Bei Einsätzen in der Atmosphäre oder unter Schwerelosigkeit im Weltraum kommt ein Rückentornister mit Impulsaggregat zum Einsatz; auch der Einsatz von Antigravaggregaten ist belegt.

Die Möglichkeiten technischer Modifizierungen und Verbesserungen sind schier endlos. Sie reichen von einfachen Lufterneuerern und Antriebsaggregaten über komplexere Sensoren und Schutzschirmsystemen bis hin zu den wirklich komplexen Anlagen der SERUNS. Diese Art Raumanzüge ist so weit fortgeschritten, dass sie die Abfallprodukte des Raumfahrers recyceln und ihn so auch auf unbestimmte Zeit am Leben erhalten kann.

Durch eingebaute Notsender mit einer eingeprägten Seriennummer in der linken Seite in Brusthöhe ist es möglich, die Identität des Träger eines personalisierten Raumanzuges auch ohne die obligatorische Identifizierungsmarke festzustellen. (PR 225)

Prüfroutine

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Heft: PR 1
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

In der »Allgemeinen Terranischen Verordnung zur Normung und Standardisierung technischer Wartungsintervalle für autonome Erhaltungssysteme« vom 27. August 2877 wurde festgelegt, in welchen Abständen automatisierte Prüfroutinen innerhalb positronisch gesteuerter Regelkreisläufe gefahren werden müssen.

Demzufolge wird jeder Raum-, Schutz- oder Kampfanzug mit eigener Luftversorgung alle zwei Minuten und 36 Sekunden, dem rechnerisch ermittelten so genannten »optimalen Intervall«, einer automatischen Routineüberprüfung unterzogen. Die Positronik des Anzuges initiiert ein einfaches Diagnoseprogramm, das den technischen Zustand des Anzugs überprüft. Wird dabei ein Defekt festgestellt, der von den internen Reparatureinrichtungen nicht behoben werden kann, informiert die Anzugspositronik bei nächster Gelegenheit den Wartungsdienst.

Dem Wartungsintervall wurde Vorrang vor allen anderen Programmbefehlen eingeräumt. Erst wenn ein Anzug total zerstört oder ohne jegliche Energieversorgung ist, wird auch das Intervall abgeschaltet. (Monolith 2)

Bekannte Seriennummern

  • C-l 2654Ü8/A - Seriennummer des Raumanzuges von Bing Hallgan

Geschichte

Schon vor Beginn der bemannten Raumfahrt sorgten die meisten Völker für ein Überleben im freien Vakuum vor, so auch die Terraner. Schon während der ersten bemannten Raumflüge trugen die Astronauten Raumanzüge. Leider waren diese Modelle nicht sehr sicher. So kam es bei einem Routineflug zu einem Todesfall, als ein schlecht sitzender Helm bei einer Beschleunigung von 11,3 Gravos einen Genickbruch verursachte. Trotz dieses Unfalls und weiterer Unglücksfälle hatten diese und nach dem Erstkontakt mit den Arkoniden weitaus modernere Anzüge vielen Menschen das Leben gerettet. (PR 1)

Bei vielen Außeneinsätzen (bei Reparaturen oder der Landung auf atmosphärelosen Raumkörpern) hatten sie sich als notwendig herausgestellt. So wäre der Erstkontakt der Terraner mit den Arkoniden im Jahre 1971 auf Luna ohne den Einsatz von Raumanzügen undenkbar gewesen.

Während seiner Zeit als Risikopilot der U.S. Space Force verzichtete Perry Rhodan bei seinen Missionen auf das Tragen eines Raumanzuges. Ebenso trug die Crew der STARDUST während des Starts keine Raumanzüge, sondern nur ihre zartblauen Uniformkombinationen. Die Raumanzüge legten die Raumfahrer erst nach dem Einschwenken in den Mond-Orbit an. (PR 1)

Quellen

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