Raumhafen
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Ein Raumhafen dient – analog einem Flugplatz – bei jedem raumfahrenden Volk dem Start, der Landung und der Wartung von Raumschiffen.
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Hierbei wird zwischen militärischen und zivilen Raumhäfen unterschieden. Die zivilen Raumhäfen lassen sich in Raumhäfen für den Personen- und solche für den Frachtverkehr unterteilen.
Während bei militärischen Raumhäfen die schnelle Ausrüstung und Wiederinstandsetzung vorrangig ist, sowie ggf. die Auswertung mitgebrachter Informationen jedweder Art, so sind Passagierraumhäfen auf die Bequemlichkeit der Passagiere und ihre schnelle Abfertigung ausgelegt. In den größten zivilen Raumhäfen sind darum auch dreiunddreißigstöckige Restaurants möglich.
Handels- und Frachtraumhäfen wiederum liegen meist getrennt von den Passagierraumhäfen und dienen dem möglichst schnellen Warenumschlag. Selbst kleinere Firmen wie die Intercosmic-Fruit-Company lassen sich auch innerhalb ihres Betriebsgeländes einen Raumhafen errichten.
Ferner gibt es noch den Unterschied zwischen planetaren und mobilen Raumhäfen. Obwohl die meisten Völker ihre Raumhäfen vorwiegend auf Planeten bauen, gibt es häufig große Raumstationen, auf denen Schiffe landen und starten können. Besonders die Paddler sind für ihre fliegenden Werftschiffe berühmt, die auch als Raumhafen und Flottenbasis dienen können. Mobilität und Fluchtmöglichkeit sind dabei vorteilhaft, allerdings sind die Kosten einer raumtüchtigen Station höher als die eines planetaren Raumhafens.
Ausstattung
Neben der eigentlichen Standfläche für die Raumschiffe umfasst das Areal eines Raumhafens noch die Werften, Wartungsanlagen, Kontrolleinrichtungen, Energieversorgungen, Unterkünfte, Absperrungen, Schutz- und Abwehreinrichtungen und sämtliche damit zusammenhängenden logistischen Einrichtungen. Umgeben wird ein Raumhafen meist von einem aufgeschütteten Wall, der als Sichtschutz dient.
Je nach Ausstattung des Raumhafens werden die Schiffe entweder von einem energetischen Startgerüst in die Atmosphäre transportiert, oder starten aus eigener Kraft. Energetische Startgerüste und Antigravhilfen werden bevorzugt auf Raumhäfen in der Nähe von Städten verwendet, um die beim Start eines Raumschiffes entstehenden starken Luftverwirbelungen zu vermeiden: Ein mit den Impulstriebwerken startendes Raumschiff kann durchaus die Bauten eines Raumhafens zerstören. Schon im Großen Tamanium der Lemurer fanden energetische Startgerüste Verwendung.
Dabei wird ein Prallfeldstrahl bis zur Hochatmosphäre projiziert. Er dehnt sich aus, bis er eine trichterförmige, evakuierte Röhre bildet. In dieser wird das Raumschiff mit Antigravprojektoren bis in die Hochatmosphäre transportiert, wo dann die eigenen Triebwerke gezündet werden.
Da zur Zeit der Verwendung von Teleskoplandestützen der Belag eines Raumhafens auch beim Abstellen eines Raumschiffes nach dem Abschalten sämtlicher energetischen Anlagen wie Antigravprojektoren nicht nachgeben durfte, wurden mit zunehmender Größe und Gewicht der Raumschiffe die Beläge verstärkt, bzw. komplett neu entwickelt.
Nach der Entwicklung der GALAXIS-Klasse im 25. Jahrhundert mussten beispielsweise die terranischen Spritzgusspisten überholt werden, da sie der mechanischen und thermischen Belastung nicht mehr gewachsen waren. Im Jahr 1311 NGZ verwendete die LFT für die Raumhäfen von Terrania molekular gehärteten Plastbeton.
Mit der Zeit wurde die Errichtung von Raumhäfen offenbar standardisiert und eine Typologie entwickelt. So gab es Mitte des 24. Jahrhunderts den Raumhafen vom Typ Kolonialplanet D, Standard, der – am Beispiel des Raumhafens von Shand'ong erläutert - einen Kreis mit sieben Kilometern Durchmessern vorsah, wovon das eigentliche Landefeld eine Fläche von sechs Kilometern Durchmesser beanspruchte. Diese Fläche war mit meterdicken, jeweils sechzehn Quadratmeter großen Platten ausgelegt. Große, reflektierende Nummern markierten die einzelnen Landeplätze. Zu dem Raumhafen gehörten Lagerhallen und Werkstätten für die Raumschiffwartung, ein Turm mit Zentrale, Verkehrsflächen, sowie Projektoren, um im Katastrophenfall einen abschirmenden Energiezaun errichten zu können. Das Fassungsvermögen betrug 27 Frachtraumer der STAATEN-Klasse. Eine verbesserte Exportversion dieses Typs besaß versilberte Radarantennen und eine um achtzehn Stück vermehrte Ausstattung an Robotern. (PR-TB 23 2. Auflg. S. 18)
Bekannte Raumhäfen
Im allgemeinen führen Raumhäfen den Namen der Stadt, der sie zugehörig sind. Raumhäfen wurden allerdings auch zu Ehren einzelner Personen entsprechend benannt.
siehe Liste der Raumhäfen
Darstellung
- Risszeichnung aus PR 301 (Teilansicht des Raumhafens MARS PORT (Schautafel))
- Datenblatt aus PR 1348 Report Nr. 149 (Raumhafenareal Sektor XII-B, Terrania Terranische Alltagswelt (Raumhafen I))
- Datenblatt aus PR 1356 & PR 515 IV Report Nr. 151 (Raumhafenareal / Containerhalle Terranische Alltagswelt (Raumhafen II))
- Datenblatt aus PR 1360 & PR 519 IV Report Nr. 152 (Raumhafenareal / An/Abflughalle Gate 18 Terranische Alltagswelt (Raumhafen III))
- Datenblatt aus PR 1364 & PR 523 IV Report Nr. 153 (Verlade- und Reparaturhangar Terranische Alltagswelt (Raumhafen IV))
- Datenblatt aus PR 1368 & PR 527 IV Report Nr. 154 (Raumhafenareal-Tower Terranische Alltagswelt (Raumhafen V))
- Datenblatt aus PR 635 IV Report Nr. 181 (Raumhafen des Siedlerplaneten Alrow)
- Risszeichnung aus PR 1571 (Raumhafen Arkon II mit Rohstofftransporter)
- Datenblatt aus PR 2340 Report Nr. 390 (Raumhafen)



