Ritter der Tiefe
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Der Orden der Ritter der Tiefe wurde vor mehr als 2 Millionen Jahren als Wächterorden und als Nachfolgeorganisation der Porleyter gegründet, um die kosmische Ordnung zu wahren.
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Der Hauptsitz befindet sich im Dom Kesdschan auf dem Planeten Khrat in der Galaxie Norgan-Tur, wo sich nach dem Tod eines Ritters ein Teil seines Geistes einfindet. Hier erhalten auch die neuen Ritter den psionischen Ritterschlag. Danach haftet ihnen auf Dauer die so genannte Ritteraura an, ein psionisches Feld, das von vielen Wesen wahrgenommen werden kann. Diese Aura weist sie als hochrangige Diener der Ordnungsmächte aus und lässt sie mächtig und kompetent erscheinen.
- Anmerkung: Merkwürdigerweise sind es immer nur extragalaktische Völker und nie Galaktiker, die bei Perry Rhodan und Atlan die Ritteraura bemerken. Vermutlich ist dies ein Versäumnis der Autoren oder Expokraten.
Es ist Tradition, dass ein neuer Ritter nach der Weihe einen erfüllbaren Wunsch äußern darf, der auch sofort erfüllt wird. Perry Rhodan zum Beispiel wünschte sich, dass ein querschnittgelähmtes Mädchen wieder gehen könne.
Das Wappen des Ordens der Ritter der Tiefe ist eine kleine Flamme, die von zwei Händen behütet wird, vor silbrigem Hintergrund.
Eine Legende besagt, dass nach dem Tod des letzten Ritters alle Sterne erlöschen. Es wird vermutet, dass sich diese Legende auf das Element der Finsternis bezieht. Merkwürdigerweise kursiert unter den Völkern TRAITORS eine ähnliche Legende, die vom Ende allen Lebens spricht, sollte TRAITOR fallen.
Phasen der Geschichte
Die ersten Ritter
Die ersten Ritter, die Ritter vom alten Schlag, waren Einzelgänger. Sie kämpften im Grunde alleine, unabhängig davon welches Instrumentarium man ihnen mitgab und unabhängig davon, wieviele Orbiter sie zu ihrer Unterstützung rekrutierten. Im Endeffekt standen sie allein gegen die vielfältigen Mächte des Chaos. Sie bedienten sich jedoch neben den Orbitern verschiedener Helfer. Unter anderem wurden die Kosmitter als Kundschafter für sie tätig und die Yakonto dienten als Lieferanten hochwertiger Technik.
Sie waren in den Blütejahren des Ordens unersetzliche Streiter für die Sache der Kosmokraten. Aber letztendlich halfen sie nur dabei, brechende Dämme zu kitten. Bei der Lösung ursächlicher Probleme mussten sie versagen.
Trotz allem waren sie ein Bund engagierter Wesen aus dutzenden und aberdutzenden von Völkern, die unter einem Banner zusammen kamen und für die Sache der Ordnung stritten. Und ihre moralische Integrität war bei denjenigen, die die Mächte der Ordnung unterstützten, anerkannt und geschätzt.
Im Auftrag des Ordens, und letztendlich in dem der Kosmokraten, waren sie an vielen Brennpunkten in vielen Galaxien aktiv. So stritt Armadan von Harpoon gegen die Horden von Garbesch in der Milchstraße. Und Quidor von Tanxtuunra in der Großen Leere gegen die Ayindi aus dem Arresum.
Es ist anzunehmen, dass diese Ritter ihrer Berufung bewusst folgten und sich in den Dienst des Ordens stellten.
Erstarrung und Pervertierung
Aber die Jahrhunderttausende gingen am Ritterorden nicht spurlos vorbei. Es fanden sich immer weniger Streiter für seine Sache, viel zu wenig Ritter standen an viel zu vielen Krisenherden im Kampf. Und nach und nach fielen sie gegen die Helfer der Chaotarchen.
Aber auch das Umfeld des Ordens auf Khrat verfiel in eine Erstarrung, in der nur noch die Form und der Mythos zählte. Aber ein Mythos allein ist nicht genug, wenn es darum geht, die Dämme zu halten. Er allein ist nicht stark genug, um die Ordnung im bekannten Universum aufrecht zu erhalten.
In einer Phase der Geschichte wurden nicht mehr ausgewachsene Wesen zum Ritter geweiht, sondern Kleinkinder, Babys, die aus ehrwürdigen Familien auserwählt wurden und dann vermutlich in einer längeren Ausbildung zum selbstlosen Ritterdienst erzogen wurden. Auch dieses Prinzip war durchaus von Erfolg gekrönt, aber es trug den Kern des eigenen Untergangs in sich. Die Affäre um die Weihe des falschen Igsorian von Veylt führte dazu, dass der Orden auch in den Augen der Hohen Mächte als pervertiert betrachtet wurde, nachdem Fremde Zugang zu dem Orden fanden.
Aber nicht das allein führte zum Quasi-Untergang des Ordens. Vor allem die Tatsache dass es nicht mehr gelang, ausreichend neue Ritter zu finden, die ihrer Sache gerecht wurden, führte dazu, dass sich die Kosmokraten nach anderen Helfern umsahen.
In den letzten Jahrtausenden wurden statt Vertretern des Ordens vor allem Organisationen wie die UFOnauten (Androiden) oder einzelne Beauftragte wie Samkar oder andere Roboter der Kosmokraten aktiv. Dem Orden wurde stillschweigend die Unterstützung entzogen - und der letzte aktive Ritter Armadan von Harpoon starb in dieser Gewissheit. Verbittert stellte er fest, dass die Androiden Techniker wären. "Bar jeden Verständnisses für kosmo-mythologische Zusammenhänge. Ein Wesen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft - ein Arbeiter." Worauf sein Androide nur lakonisch erwiderte "Jede Zeit hat ihre Helden. Vielleicht sind nun die Pragmatiker an der Reihe."
Mit den Androiden stellten die Kosmokraten die gesamte Verteidigung gegen die zerstörerischen Kräfte auf eine so genannte realistischere Ebene. Und den Anhängern des Ordens blieb lediglich die Hoffnung auf eine Renaissance...
Die neuen Ritter
Mit der Weihe von Jen Salik und Perry Rhodan - und später Atlan als Ritter auf Zeit - erschien eine neue Art von Rittern auf der Bildfläche. Es waren nicht mehr Einzelkämpfer, sondern Vertreter von Zivilisationen, die sie repräsentierten und die sie unterstützten. Auch schien trotz der Ritterweihe kein spezielles Ritterwissen und keine besondere Ausrüstung vergeben worden zu sein.
Diese neue Art von Rittern war dann aber auch dementsprechend selbstständiger und selbstbewusster als die Ritter vom alten Schlag. Und nur wenige Jahre nach der Weihe Rhodans kam es im Zuge der Entwicklung um die Tiefe zu einem Bruch zwischen ihnen und den Kosmokraten. Die Ritter wandten sich von den Mächten der Ordnung ab und entschlossen sich, ihrem eigenen Weg zu folgen. Dies führte zu ihrer Verbannung aus der Mächtigkeitsballung von ES, ihrer Heimat.
Der spätere Opfergang Jen Saliks und sein Aufgehen im Dom Kesdschan führte zur Aufhebung des Bannes. Aber das Verhältnis der (soweit bekannt) letzten beiden Ritter zu den Kosmokraten bleibt gespannt - und als Ritter fühlen sie sich eigentlich nicht mehr.
Aktuelle Entwicklungen
Über den aktuellen Status des Ritterordens ist nichts bekannt. Tengri Lethos-Terakdschan wacht weiterhin über den Dom Kesdschan. Die Ritteraura von Perry Rhodan und Atlan existierte noch ungeschmälert und wurde von vielen höher entwickelten bzw. sensiblen Wesenheiten als solche anerkannt. Auch sind die Sterne noch nicht erloschen...
Jedoch "opferte" Perry Rhodan seine Ritteraura im Kampf gegen die negative Superintelligenz KOLTOROC als Ablenkung, um diesen mithilfe von Biophore, welche als Degenerator diente, zu besiegen. Ab diesem Zeitpunkt besitzt nur noch Atlan eine intakte Ritteraura. Bei seinem Besuch bei ES, nach der Ankunft im Stardust-System, wies ihn die Superintelligenz darauf hin, dass er diese noch schmerzlich vermissen wird.
Unklar ist, ob der Orden dereinst eine neue Renaissance erlebt. Der Ritterkult wird zumindest auch im 14. Jahrhundert NGZ noch von den Yakonto in der Galaxie Tare-Scharm gepflegt.
Bekannte Ritter der Tiefe
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Weitere bekannt gewordene Ordensgemeinschaften
- Galaxie Xantharaan: Sitz des Doms Xanthar war der Planet Xanth. Dieser Ritterorden wurde bereits vor ca. 21 Millionen Jahren in der Heimat der Algorrian gegründet und war die dritte Vorläufer-Organisation des von den Porleytern gegründeten Ritterordens.
- Galaxie Ammandul (Milchstraße): Vor ca. 7 Millionen Jahren wurde der Orden der Schutzherren von Jamondi gegründet. Sitz war der Dom Rogan auf dem Planeten Tan-Jamondi II.
- Galaxie Kohagen-Pasmereix: Nach der Errichtung des Doms Dommrath auf dem Planeten Dommrathi durch die 300 bedeutendsten Völker der Galaxie Kohagen-Pasmereix wurde die Galaxie vor 2,8 Mio. Jahren durch den Kampf der Chaotender gegen die Kosmischen Fabriken zerstört.
Es gab Zeiträume von mehreren Millionen Jahren, in denen es keinen Orden gab. In diesen Zeiten wurden die Aufgaben der Ritter der Tiefe von besonders fähigen Hilfsvölkern mitübernommen. Nach dem Ausscheiden des Ordens der Schutzherren von Jamondi wurden zum Beispiel die Porleyter zu einer wichtigen Stütze der Kosmokraten in diesem Teil des Universums. Schon bald nachdem sie ins Exil gingen, wurde der derzeitige Orden gegründet.
Ritter der Tiefe - Historische Forschungen
Die Terraner, und damit die galaktischen Völker, erfuhren erstmals um 3587 von der Existenz des Ritterordens - während er im Grunde schon seinen Niedergang hinter sich hatte. Die erste quasi-wissenschaftliche Erwähnung findet sich in dem - zumindest bis 3587 - unveröffentlicht gebliebenen Buch Die Ritter der Tiefe des terranischen Amateurarchäologen Marcon Sarder. In diesem fasste er seine Theorien bezüglich einer für Ordnung eintretenden Organisation zusammen, auf deren Spuren er während seiner Arbeit in vielen Teilen der Milchstraße gestoßen war. Von der etablierten archäologischen Wissenschaft wurde diese Theorie im übrigen abgelehnt.
Die eigentliche Historie des Ritterordens, sein Aufstieg und sein Niedergang, ist bis heute - mit Ausnahme einiger weniger Begebenheiten und einiger weniger Namen - noch weitgehend unerforscht.