Salkrit

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Salkrit ist ein Hyperkristall, das von den Schutzherren bis zur Hyperkokon-Verbannung aus der Charon-Wolke bezogen worden ist.

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Geheimnisvolles Salkrit
Heft: PR 2315 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Herkunft

Nach der Theorie von Dr. Gregorian ist das Salkrit als Verwesungsprodukt eines Hyperorgans der Inyodur, das Psi-Materie enthielt, entstanden. Atlan erhielt am 9. April 1345 NGZ eine Bestätigung dieser Theorie, als er die Geschichte Raahon Alltangrads erfuhr. Nach diesen Informationen haben sich die Psior-Herzen der Inyodur nach deren Tod umgewandelt und gleichzeitig die Psi-Materie der vernichteten Entität QEON-KIN angezogen. So ist im Verlauf von Jahrmillionen das Salkrit entstanden.

Aufbau

Salkrit besteht aus Psi-Materie, die sich um fest-materielle Cluster aus Goldatomen herum manifestiert. Dieser als Normalraum-Anker dienende Grundstock macht aber im Durchschnitt nur 0,23% der Masse des Materials aus. Auf konventionellem Weg sind allerdings auch nur die Goldatome nachweisbar. Die restlichen Bestandteile sind eine Materieprojektion aus Psi-Materie in kristallisierter Form.

Salkrit emittiert Hyperstrahlung im SHF-Bereich des Hyperspektrums, 6-dimensionale Komponenten sind nachweisbar. Die Strahlungsintensität steigt bei 6×1015 Kalup an. Der Peak der Strahlung ist selbst mit einem Kantor-Sextanten nicht nachweisbar, da er oberhalb der Messgrenze von 8,54×1015 Kalup liegt.

Das Salkrit wird als ein allen anderen bekannten Hyperkristallen überlegenes Material angesehen.

Effekte

Große Mengen von Salkrit führen zu Verzerrungen der Raum-Zeit-Struktur, bei denen Raum und Zeit verschwimmen. Die Salkrit-Konzentration im Goldenen System ist daher für die Entstehung des Strukturgestöbers und damit der Charon-Wolke um das Goldene System herum verantwortlich.

Nach der Theorie Gregorians bewirken die SHF-Hotspots des Salkrits auch eine Verdickung des Psionischen Netzes im Goldenen System. Dadurch materialisierte über Jahrmillionen kosmischer Staub von entfernten Orten des Universums im Goldenen System. Aus diesen Staubkonzentrationen bildeten sich um die Salkritklumpen der toten Inyodur herum Asteroiden mit schwammartiger Struktur. Raahon Alltangrads Geschichte zufolge muss der größte Teil des kosmischen Staubs, der das Goldene System durchzieht, jedoch schon bei der Explosion QEON-KINS entstanden sein.

Die Verdickung des Psionischen Netzes durch das Salkrit begünstigt darüber hinaus die Entstehung von neuem Leben. Diese noch primitiven Lebensformen auf den Asteroiden des Goldenen Systems beziehen ihre Energie aus dem Psionischen Netz.

HS-Howalgonium kann weiter stabilisiert werden, wenn es in den Strahlungsbereich von Salkrit gebracht wird. Danach sind kaum noch Zerfallserscheinungen des HS-Howalgoniums feststellbar.

Salkrit hemmt in gewissem Maße Strangenesseffekte.

Abbau und Bearbeitung

Salkrit ist sehr instabil und reagiert auf mechanische Belastung mit rascher Auflösung, es verflüchtigt spurlos (in den Hyperraum?). Daher kann das Salkrit nicht maschinell abgebaut werden. Insbesondere verbietet sich die Verwendung von Desintegratoren. Selbst eine Berührung mit einem normalen Messer kann eine Deflagration auslösen, welche allerdings im Gegensatz zum Schaumopal keine zerstörerischen Energien im Normalraum freisetzt. Durch die Deflagration entstehen jedoch gewaltige Energiemengen im fünf- und sechsdimensionalen Hyperspektrum.

Zusätzlich spielt auch das Material der Bearbeitungswerkzeuge eine Rolle, einzig die Benutzung von Ynkelonium-Klingen hat sich bisher als praktikabel erwiesen. Diese sorgen zwar ebenfalls für eine Deflagration, diese beschränkt sich aber auf die von der Klinge berührten Bereiche.

Obwohl Salkrit sehr instabil ist, kann es problemlos mit Transmittern von Ort zu Ort versetzt werden.

Verwendung

Auf der SOL wird das Salkrit bereits ab dem Jahre 1342 NGZ zur Inbetriebnahme der Hypertakt-Triebwerke verwendet. Siri Solabas und Blo Rakane entwickeln im Oktober 1343 NGZ eine Ummantelung aus Khalumvatt für das Salkrit, mit dem seine Effizienz um 30% gesteigert werden kann, indem ein Teil der Deflagrationsenergie genutzt wird.

Geschichte

Der Todeszeitpunkt der Inyodur und die Dauer der Umwandlung ihrer Psior-Herzen zu Salkrit ist nicht bekannt. Dr. Arnie Siska vermutet, dass die Ereignisse, die zur Entstehung des Salkrits geführt haben, ungefähr 100 Millionen Jahre zurückliegen.

Bis zur Hyperkokon-Verbannung wurde das Salkrit von den Seecharan geschürft und an die Charonii geliefert. Diese transportierten es aus der Charon-Wolke heraus zu den Schutzherren von Jamondi.

Gon-Orbhon hatte die Terraner erstmals am 10. Oktober 1335 NGZ von der Existenz des Materials unterrichtet. Nach Ansicht Gon-Orbhons könnte es für die Terraner wegen der Schwierigkeiten, die seit dem Hyperschock mit Hyperkristallen bestehen, extrem wertvoll sein.

Auch die Terminale Kolonne TRAITOR hatte Kenntnis von der Existenz des Salkrits und schien dieses Material auch zu verwenden. Bei der Untersuchung eines abgestürzten TRAI-Versorgers in Hangay entdeckte Ronald Tekener 1342 NGZ ein Material, bei dem es sich nur um Salkrit handeln konnte. 1344 NGZ wurden Kolonnen-Prospektoren entsandt, die das Material in der Charon-Wolke sicherstellen sollten. Diese scheiterten jedoch beim Versuch, das Strukturgestöber zu durchqueren. Eines der Prospektorenschiffe wurde durch gezielte Gegenmaßnahmen der Strukturpiloten vernichtet. Die Solaner bezeichneten das Material als T-Exagonium (TEX).

Salkrit wurde durch Terraner zum ersten Mal im Rahmen der von Atlan geleiteten VERACRUZ-Expedition im Juli 1344 NGZ auf Asteroiden im Goldenen System der Charon-Wolke abgebaut. Es wurde zum Solsystem transportiert, wo es unter anderem zur Steigerung der Effizienz der LORETTA-Tender verwendet wurde.

Mitte Oktober 1344 NGZ war noch nicht bekannt, wofür die Schutzherren von Jamondi das Salkrit benutzt hatten.

Kempo Doll'Arym benutzte eine geringe Menge Salkrit, um die Explosive Kraft auf eine fliehende Einheit TRAITORS zu fokussieren; es stellte sich dabei heraus, dass sich dafür kein Strukturpilot opfern musste, um den Letalimpuls zu geben. Dem alten Charon-Korps war diese Methode der Anwendung der Explosiven Kraft offenbar nicht bekannt.

6. Oktober 1344 NGZ

Die ersten 5000 Gramm Salkrit erreichten das Solsystem. Perry Rhodan bestand wegen der akuten Bedrohung durch TRAITOR darauf, dass Malcolm S. Daellian das Salkrit ohne die nötige ausreichende Grundlagenforschung als Ersatz für das HS-Howalgonium in den LORETTA-Tendern einsetzte. Auf diese Weise sollte der TERRANOVA-Schirm so schnell wie möglich einsatzbereit gemacht werden.

Schon am 7. Oktober kam es zum Einsatz des TERRANOVA-Schirms. 2500 Gramm Salkrit verbrannten dabei nahezu vollständig, obwohl der TERRANOVA-Schirm nur knapp eine halbe Stunde aktiviert blieb.

15. Oktober 1344 NGZ

Nach weiterer Optimierung der Technik zur Nutzung des Salkrits wurde der TERRANOVA-Schirm erneut aktiviert. Er sollte zehn Tage lang ununterbrochen aufrecht erhalten werden. Vermutlich wurde diese Frist sogar überschritten. Dieser Erfolg dokumentierte den Fortschritt in der Handhabung und Anwendung von Salkrit in der LFT-Technik, allerdings war man von der breiten Anwendung und dem genauen Verständnis des Materials und dessen Einsatzmöglichkeiten noch weit entfernt.

Bis Ende 1345 NGZ

Das Solsystem wurde von der Terminalen Kolonne belagert. Der TERRANOVA-Schirm wurde vom Nukleus stabilisiert. Millionen von Globisten, deren Tätigkeit durch Salkrit-Resonatoren verstärkt wurde, stellten dem Nukleus Psi-Energie zur Verfügung. Auf diese Weise konnte der Nukleus den TERRANOVA-Schirm gegen den Beschuss von annähernd 260.000 Traitanks stabilisieren.

Geringe Salkrit-Mengen wurden zur Vernetzung der Probanden in ESCHERS Gedankenkammer verwendet.

Salkrit wurde auch für den Betrieb des Carapol-Strukturbrenners benötigt, mit dessen Hilfe am 26. November die Parzellierung der Planeten Arkon I bis III und Urengoll verhindert werden konnte.

1346 NGZ

Große Mengen von Salkrit, das als Salkrit-Metamorphat bezeichnet wurde und möglicherweise auf noch unbekannte Weise verändert worden war, wurden für den Bau des Kontext-Wandlers auf Jonathon verbraucht. Vor Beginn der Operation Tempus wurde aus mit Salkrit dotiertem HS-Howalgonium erstmals Howalkrit hergestellt.

...

16. Jahrhundert NGZ

Salkrit wurde auch zur Herstellung der Legierung Ynkalkrit verwendet. Die Farbe dieses Materials wurde als »Terranisch Blau« bezeichnet. Die Außenhülle der im Jahre 1516 NGZ in Dienst gestellten RAS TSCHUBAI bestand aus Ynkalkrit. (PR 2750)

Quellen