Schwarzes Loch

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit Schwarzen Löchern / Black Holes. Für weitere Bedeutungen, siehe: Black Hole (Begriffsklärung).

Ein Schwarzes Loch ist ein stellares Objekt mit so großer Schwerkraft, dass ein Loch in die Raumzeit gestanzt wird.

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Heft: PR 1986
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Natürliche Schwarze Löcher

Schwarze Löcher sind schwarz, weil sie die Zeit verzerren: Am Rand des Ereignishorizonts, auch Schwarzschild-Radius genannt (Monolith 2), wird die Zeit unendlich stark gedehnt, wodurch alle Wellen (Licht und Materie) unendlich stark gedehnt werden. Sie besitzen keine Wellenlänge mehr und somit auch keine Farbe. Das bedeutet, dass alles, was sich am Ereignishorizont befindet, in der Zeit eingefroren ist, und nichts kann ein Schwarzes Loch verlassen. (PR 712) Allerdings verdampfen Schwarze Löcher durch die Hawking-Strahlung. Dieser Prozess dauert allerdings bis zu 10100 Jahre.

Nachweis- und bereichsweise sogar sichtbar ist allerdings die so genannte Akkretionsscheibe um das Schwarze Loch herum, die aus der angezogenen Materie gebildet wird. Diese erhitzt sich durch die gegenseitige Reibung und die zunehmende Verdichtung. Die in der Akkretionsscheibe entstehende Strahlung (Wärmestrahlung durch Reibung) wird durch den Gravitationssog auf Röntgenstrahlung reduziert.

Wie es innerhalb des Ereignishorizonts, aus dem kein Licht entweichen kann, aussieht, ist unbekannt. Im Bereich der zentralen Singularität sind die Gesetze der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht mehr anwendbar. Auf die Singularität folgt eine Zone, in der Raum und Zeit die Rollen tauschen, verglichen mit dem normalen Universum. Man kann sich durch die Zeit bewegen, bewegt sich aber räumlich fix auf die Singularität zu. Weiter außen kommt dann die geschlossene Raumkrümmung, die diese Zone abschirmt und vom normalen Universum abgrenzt. Die Außenseite dieser Raumkrümmung ist mit dem Ereignishorizont, der kausalen Grenze eines Schwarzen Loches, identisch. (PR 712)

Entstehung

Im Realuniversum entsteht ein Schwarzes Loch dann, wenn ein Stern mit hoher Masse am Ende seines Lebens kollabiert.

Wird das Objekt fest genug zusammengepresst, so kollabiert es ab einer bestimmten kritischen Größe, die dem Schwarzschild-Radius entspricht, zu einem Black Hole. (Monolith 2)

Die Sonne Sol beispielsweise, zusammengedrückt auf etwa sechs Kilometer Durchmesser, würde zu einem Schwarzen Loch werden. Bei Terra genügt ein Durchmesser von zwei Zentimetern. (Monolith 2)

Wenn bei einer Sonne das hydrostatische Gleichgewicht, also die dem Druck der heißen Gase entgegen wirkende nach innen gerichtete Gravitation, durch den allmählichen Verbrauch an Wasserstoff aus den Fugen gerät, kühlt der Kern ab und der Stern zieht sich zusammen. Verfügt der Stern über weniger als 1,4 Sonnenmassen, steigt die Temperatur, die jedoch für die Initiierung einer neuen Fusion zu gering ist. Erreicht der Stern etwa die Größe der Erde, kommt es zur Entartung der Elektronen, die ihre Umlaufbahn um die Atome verlassen und Plasma entsteht. Durch den dabei entstehenden Druck kommt der Komprimierungsprozess zum Stillstand und ein stabiler Weißer Zwerg entsteht. (Monolith 2)

Bei Sonnenmassen zwischen 1,4 und 3 fusioniert der Kern bis zum gasförmigen Eisen. Durch die gewaltige Gravitation verschmelzen Elektronen und Protonen zu Neutronen. Da diese Neutronen entarten, kommt es zur Bildung eines Neutronensterns, der einen Durchmesser von etwa 20 Kilometern aufweist. Die Dichte der Materie ist so enorm, dass ein Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge ein Gewicht von einer Milliarde Tonnen aufweist. Die ausgebrannte Hülle des Sterns stürzt mit einer Geschwindigkeit von etwa 40.000 Kilometern pro Sekunde auf den ultraharten Kern. Eine Supernova entsteht. (Monolith 2)

Diese Fusionsvorgänge und die bei der Implosion freiwerdende Gravitationsenergie sorgen bei Supernovaexplosion für einen Strahlungsausbruch von einigen Stunden Dauer, so hell wie eine ganze Galaxie.

Bei einer Sonnenmasse über 3 wird bei einem Kollaps die Gravitation übermächtig. Hat ein Stern seinen Kernbrennstoff verbraucht, lässt der Hitzedruck nach, und die Gravitation zieht den Kern ruckartig zusammen. Der Mantel »klatscht« dabei auf den Kern, wobei die Dichte explosionsartig ansteigt, dass es zu einer Kettenreaktion von Teilchenfusionen kommt, wobei auch schwerste Elemente erzeugt werden und zum Teil bei der Explosion freigesetzt werden.

Der zusammenbrechende Stern unterschreitet die Größe eines Neutronensterns und wird immer kleiner. Die Dichte erhöht sich immer mehr. Am Ende des Zusammenbruchs ist alle vorhandene Materie in einem winzigen Punkt konzentriert – der Singularität. (Monolith 2)

Die Dichte der Masse und die Anziehungskraft ist nach dem Unterschreiten des Schwarzschild-Radius so gigantisch, dass nichts mehr dem Black Hole entkommen kann, egal ob Strahlung oder auch normales Licht. (Monolith 2)

Im Normalfall rotieren Schwarze Löcher, wodurch die geometrische Struktur der Raumzeit beeinflusst wird. Ein ruhendes Black Hole krümmt die Raumzeit, ein rotierendes Schwarzes Loch verzerrt die Raumzeit und reißt sie gewissermaßen mit. (Monolith 2)

Die Region um ein rotierendes Schwarzes Loch, die noch vor dem Ereignishorizont liegt, wird auch Ergosphäre genannt. In dieser Zone kommt es bereits zu massiven Verzerrungen der Geometrie der Raumzeit. Jeder Körper, der sich innerhalb der Ergosphäre aufhält, ist gezwungen, die Rotation des Black Holes mitzumachen. Selbst ein mit Lichtgeschwindigkeit fliegendes Raumschiff kann sich der Drehbewegung nicht entziehen. Das Schiff ist für immer verloren. Das Gravitationsfeld erlaubt eine maximale Annäherung an die statische Grenze, jenen Punkt, an dem die Raumzeitkrümmung gleich Null ist. (Monolith 2)

Eventuell sind Schwarze Löcher sogar der Ursprung des Multiversums.

Anmerkung: In PR 712 Am Rande der 7. Dimension erläutert der Astronom Peta Alahou die Theorie, das der Urknall (des Standarduniversums) durch ein zusammenbrechendes Schwarzes Loch eines anderen Universums ausgelöst worden sein könnte, das so massereich war, dass es Raum und Zeit aushebelte. Diese Theorie erwies sich zumindest teilweise als richtig, denn Schwarze Löcher können tatsächlich Räume in anderen (höhergelegenen?) Dimensionen erschaffen, so etwa die Große Schwarze Null, die einen Dakkardim-Ballon entstehen ließ, indem sich ein verborgenes Universum bildete. Es entstanden Dimensionstunnel, die in das Standarduniversum führten. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Schwarze Löcher auch Verbindungen in andere Universen schaffen können oder diese erst entstehen lassen, wenn sie nur groß und schwer genug sind.

Verbreitung

Da die massereichen Sterne als Schwarze Löcher enden, gibt es in einer großen Galaxie viele Millionen stellare Schwarze Löcher.

In den Kernen der meisten Galaxien existiert ein zentrales supermassives Schwarzes Loch von mehreren Millionen Sonnenmassen. Es enthält nach neuesten Erkenntnissen etwa 2 Promille der gesamten Materie des galaktischen Kerns – vereint in einer einzigen Singularität.

Im Fall der Milchstraße wird geschätzt, dass allein im galaktischen Zentrum 15 bis 20 Millionen stellare Schwarze Löcher das Zentrale Schwarze Loch von etwa 4 Millionen Sonnenmassen umkreisen.

siehe auch: Schwarze Löcher (Liste)

Besonderheiten im Perryversum

Innerhalb des Perryversums haben Schwarze Löcher weitere hyperphysikalische Eigenschaften. So können sie zum Beispiel auch ganze Hyperstürme aussaugen und damit den Stürmen die Kraft nehmen. (PR 2494)

In einem größeren Umfang wurden die Terraner damit konfrontiert, als die SOL im Jahr 3578 auf die Kelosker in Balayndagar stießen. Diese hatten die Große Schwarze Null im Zentrum der Kleingalaxie mit dem Altrakulfth gebändigt. (PR 712)

Dimensionstunnel

Hetos der Sieben

Von der Großen Schwarzen Null im Zentrum Balayndagars führte ein Dimensionstunnel in den Dakkardimballon der Zgmahkonen. Dort endeten insgesamt 18 Dimensionstunnel, die unter anderem in die Galaxien der Laren, der Hyptons, der Greikos und der Mastibekks, der übrigen Völker des Hetos der Sieben, führten. (PR 726)

Auch die Zgmahkonen sind über einen Dimensionstunnel mithilfe der Spezialisten der Nacht in den Dakkardimballon gelangt und lernten, mit einer Art Dimesextatriebwerk die Dimensionstunnel zu befahren und dadurch das Konzil der Sieben zu gründen. (PR 727)

Die Spezialisten der Nacht waren im Parablock auch fähig, ein künstliches Schwarzes Loch zu erschaffen. Dies taten sie, als sie 3581 die SOL verließen. Sie kreierten ein Mini-Black-Hole in einem Lagerraum und begaben sich hinein. Seither hat man nie etwas von ihnen gehört. Alaska Saedelaere, der ihnen folgte, landete auf dem Planeten Derogwanien. Danach schloss sich das Schwarze Loch wieder. (PR 746)

Simulations-Null

Mit Hilfe des Beraghskolth verwandelten die Kelosker 3581 einen Asteroiden in ein künstliches Schwarzes Loch, das sie Simulations-Null nannten. (PR 753)

Achtzig-Jahres-Plan

Im Rahmen des Achtzig-Jahres-Planes überzeugten die Kelosker die larischen Besatzungstruppen in der Milchstraße, über einen Dimensionstunnel Verbindung zum Hetos der Sieben aufzunehmen.

Dazu beschleunigten sie die Entwicklung des sterbenden Sterns Arcur-Beta zu einem Schwarzen Loch. Die Kelosker nutzten die transmitterartigen Effekte bei der Bildung des Schwarzen Loches, um zu der Gruppe um den keloskischen Rechenmeister Dobrak bei der Kaiserin von Therm zu gelangen.

Die larische Flotte flog im März 3585 durch das Arcur-Beta-Black Hole und landete für immer im mittlerweile isolierten Dakkardimballon der Zgmahkonen.

Medaillon und Kobold

Im Laufe des Jahres 3585 verwandelten sich der Weiße Zwerg Kobold im Solsystem und die Sonne Medaillon in der Galaxie Ganuhr im Rahmen des Planes der Vollendung, initiiert durch ES, in zwei Schwarze Löcher.

Durch den sich zwischen beiden Schwarzen Löchern bildenden, fünfdimensionalen Transmittertunnel gelangte am 28. Juni 3585 Terra wieder in das Solsystem. Das Kobold-Black-Hole wurde dabei mit hoher Geschwindigkeit senkrecht zur Ekliptik in den interstellaren Raum geschleudert.

Super-Black Holes

Super-Black Holes bilden die interdimensionale Grenzschicht zwischen den Raum-Zeit-Kontinua des Multiversums - die Tiefe. Sie besteht aus ebenso vielen Super-Black Holes wie es Universen gibt. Dabei liegen die Universen hinter den Ereignishorizonten der Black Holes und werden so voneinander getrennt und vor den interuniversellen chaotischen Zuständen geschützt. (PR-TB 311, PR 712)

Schwarze Sternenstraßen

Die Archäonten bauten mit den Schwarzen Löchern Schwarze Sternenstraßen. So bezeichnet man ein interstellares und intergalaktisches Transportsystem mit einem Radius (?) von 100.000.000 Lichtjahren, das auf Einstein-Rosen-Brücken zwischen Schwarzen Löchern basiert.

Unterhalb des Ereignishorizonts eines jeden Schwarzen Tores befindet sich eine Schaltstation, die die Singularität umkreist. Das Innere des Ereignishorizonts ist dabei größer als der äußere Durchmesser.

Die Zeit verläuft oft anders als im Standarduniversum. Beim Durchgang durch die Schwarzen Sternenstraßen kann sie manipuliert werden, und es ist insbesondere neben einem Sprung in die Zukunft auch eine Reise in die Vergangenheit möglich.

Die Lokale Gruppe befindet sich am Rande des Gebiets der Schwarzen Sternenstraßen, und in den Karten der Schwarzen Sternenstraßen sind keine Verbindungen in die Galaxien der Lokalen Gruppe verzeichnet.

Vor zwei Millionen Jahren übertrugen die Archäonten die Verwaltung der Schwarzen Sternenstraßen den Anoree und zogen sich in das riesige Schwarze Loch Amagorta nahe dem Milchstraßenzentrum zurück.

Schwarzes Loch als Mond

Anansar ist ein mit einem Ereignishorizont von 1,5 Millimetern winziges Schwarzes Loch, das als Mond des Planeten Nansar gilt. (PR 1375)

Anansar ist ein mit einem Ereignishorizont von 5 Millimetern winziges Schwarzes Loch, das als Mond des Planeten Akkartil gilt. (PR 1594)

Dengejaa Uveso

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Heft: PR 1972 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Dengejaa Uveso bezeichnet das zentrale Schwarze Loch der Milchstraße. In der Sprache der Ewigen Krieger bedeutet es Der Abgrund voller Kraft.

Die Anhänger des Permanenten Konflikts zapften dessen Energien mithilfe der Nakken an, um den Gordischen Knoten bzw. die Faust des Kriegers und das Stygische Netz aufzubauen.

Als der Sotho Tyg Ian im Dezember 446 NGZ die Kontrolle über die Milchstraße verlor, plante er deren Vernichtung. Der frühere Sotho Tal Ker konnte ihn jedoch besiegen, und die Nakken stellten wieder die Verbindung zwischen dem Stygischen und dem Psionischen Netz her, und die Faust des Kriegers erlosch.

Auch unter Monos wurde das zentrale Black Hole mithilfe von Nakken manipuliert, um die Milchstraße vom Rest des Universums zu isolieren. Nach dem Sieg über Monos 1147 NGZ schalteten die Nakken den Funkwall ab. Willom sagte einen Zerfall des Chronopuls-Walls und des Virenwalls vorher.

Im Jahre 1289 NGZ wurde durch den Plan Bré Tsingas, Goedda mitsamt ihrer Tolkanderflotte im Rahmen der Operation Wunderkerze in das zentrale Schwarze Loch gelockt und damit diese kosmische Gefahr gebannt.

Im Jahre 1291 NGZ verbarg sich die Superintelligenz ES mit Wanderer vor der Kosmischen Fabrik MATERIA im zentralen Schwarzen Loch.

Das Schwarze Loch, das singt

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Heft: PR 2578
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Das »Schwarze Loch, das singt« bildete mit dem Planeten Tolmar und einer vom Konstrukteur Sholoubwa künstliche geschaffenen Hyperperforation ein gleichseitiges Dreieck mit einer Kantenlänge von 1,8 Lichtjahren. Die Strahlung, die von dem überwiegend aus Hyperkristallen bestehenden Planeten Tolmar ausging, führte zu einer harmonischen Schwingung des Schwarzen Loches, der es seinen Namen verdankte. Die Strahlung war im Zentrum des Dreiecks am stärksten. Dort war die frei im Weltall schwebende Bühne für das Mahnende Schauspiel vom See der Tränen installiert. (PR 2578, PR 2579)

Etwa um das zweite Halbjahr 1463 NGZ oder etwas später besuchte Alaska Saedelaere mit dem Raumschiff LEUCHTKRAFT auf der Suche nach der verschollenen Samburi Yura den Planeten Tolmar und wohnte einer Aufführung des Mahnenden Schauspiels bei. (PR 2578, PR 2579)

Energiegewinnung

Im Perryversum bilden Schwarzschildreaktor und Nug-Schwarzschild-Reaktor die effektivste Methode, um Materie in Energie zu verwandeln. Beide beruhen auf dem Sturz von Materie in eine Art Schwarzes Loch. (PR 712)

Mit dem Ausfall der Hypertropzapfer durch die erhöhte Hyperimpedanz erleben diese Kraftwerkstypen eine Renaissance.

Die Endlose Armada führt mittlere und kleine Schwarze Löcher mit sich um ihnen Energie abzugewinnen. In den so genannten Energieweiden wird der Abfall der Armada eingefangen und in Energie für die Goon-Blöcke umgewandelt.

Raumschiffsantrieb

Der Metagrav erzeugt ein künstliches Loch, auf das das Schiff permanent zufällt.

Schwarze Löcher als Waffe

Die Koltonen entwickelten in der Zeit, als sie noch Körper besaßen, eine Waffe, mit der sie künstlich Schwarze Löcher erschaffen konnten. Sie nutzten diese zur Vernichtung gegenüber jedem Volk, das Widerstand gegen sie erwog. (PR 744)

Weblink

Quellen