Spezialflotte TSUNAMI
Spezialflotte TSUNAMI ist die Bezeichnung für eine Sonderflotte der LFT, die ab 420 NGZ eingesetzt wurde. Den Namen hat Perry Rhodan geprägt, inspiriert von den Tsunamis der frühen Geschichte Terras, die sich fast unbemerkt den Küsten nähern, um dort dann zu Riesenwellen auzuschwellen. So stellte er sich die Einsatzweise der Schiffe vor. (PR 1011)
Allgemeine Daten
Besatzung
Auf den offiziellen Uniformen, sind neben den normalen Flotten-Emblemen, zusätzliche TSUNAMI-Embleme zu sehen. (PR 1404) Neben normalen Besatzungsmitgliedern gibt es auch sogenannte TSUNAMI-Spezialisten, die über eine gesonderte Spezialausbildung verfügen. (PR 1414)
Raumschiffstypen
Erste Generation
Die Flotte bestand zunächst aus insgesamt 120 Einheiten, und zwar Kugelraumern von 200 m Durchmesser, die äußerlich völlig denen der STAR-Klasse entsprachen. (PR 1007) Die Schiffe trugen die Bezeichnungen TSUNAMI-1 bis TSUNAMI-120, üblicherweise abgekürzt als TS-1 bis TS-120, oder nur T-XX. (PR 1128) Die Schiffe mit den "gerade" Nummern haben dabei das ATG-Gerät an Bord. (PR 1022)
Neben der speziell ausgebildeten Besatzung verfügten die Schiffe über eine besondere Technik, die dem aktuellen Stand der Forschung im 5. Jahrhundert NGZ entsprach. Sechzig der TSUNAMIS waren mit einem Mini-ATG ausgerüstet, das mit Hilfe der Siganesen auf der Basis des ehemaligen Hauptgezeitenwandlers erbaut wurde. Dieses Mini-ATG ermöglichte einem Schiff, sich um ein bis zwei Sekunden in die Zukunft zu versetzen und damit unsichtbar und quasi unangreifbar zu operieren. Die TSUNAMIS operierten stets zu zweit, jedes Paar bestand aus einer Einheit mit und einer Einheit ohne Mini-ATG. Über eine spezielle Transmitter-Verbindung war Kontakt zwischen den beiden Einheiten auch bei laufendem ATG möglich. (PR 1007) Die maximale Entfernung für die Transmitterverbindung war dabei auf nur 31,5 km beschränkt. (PR 1011)
Die Besatzung eines TSUNAMIS bestand aus jeweils 42 Spezialisten. Jedes Schiff verfügte neben der eigentlichen Positronik über einen unabhängigen zweiten Computer, den so genannten Kontracomputer. Zur Ausrüstung der TSUNAMIS gehörten nur schwache Waffen. Stattdessen wurde Wert auf Schnelligkeit und große Flexibilität gelegt. Bei der Ausstattung wurde das Modernste verbaut das zur Verfügung stand. Während die Offensivbewaffnung auf schwere Waffen verzichtete, war die Defensivausrüstung auf dem höchstmöglichen Niveau. (PR 1011) Das erzeugte ATG-Feld umfasste einen Raumkubus von 222 Metern Durchmesser. (PR 1011)
Die Produktionsdauer eines ATG-TSUNAMIS beträgt mehrere Jahre. Deshalb und wegen der Kosten ist nur jedes zweite Schiff mit einem Aggregat ausgerüstet. (PR 1139) Verloren gegangene Schiffe wurden, bei Beibehaltung der Nummerierung, durch neue ersetzt, wie etwa der TSUNAMI-81, 424 NGZ vernichtet (PR 1011) aber 426 NGZ wieder im Einsatz (PR 1128).
Zweite Generation
- → Hauptartikel: CORDOBA-Klasse.
Die zweite Generation der TSUNAMI ging auf einen Prototypen von Ratber Tostan zurück. Die neuen Schiffe besaßen einen Durchmesser von 500 m und operierten ohne Begleitschiff. Im Gegensatz zu den früheren, kleineren Einheiten führten diese Schiffe nun mehrere Großbeiboote mit. (PR 1369, S. 8) Des Weiteren wurde auf eine fortlaufende Nummerierung verzichtet und die Schiffe bekamen wieder Eigennamen denen ein TS- vorangestellt wurde. (PR 1369)
Geschichte
Die Erprobung der ersten TSUNAMIS begann unter strengster Geheimhaltung Anfang des 5. Jahrhunderts NGZ, wobei es zu vielen Fehlschlägen und Schiffsverlusten kam. So existierten im Jahre 403 NGZ von ehemals 20 Versuchsschiffen nur noch acht. (PR-TB 385) Das Vorhandensein der Flotte und ihre Ausrüstung war lange ein großes Geheimnis, mit nur wenigen Eingeweihten. In erster Linie Hanse-Sprecher im STALHOF, Perry Rhodan und seine engsten Mitarbeiter, sowie einige führende Persönlichkeiten der Liga Freier Terraner. (PR 1011) Obwohl die Flotte formal der LFT unterstand, wurde über die Einsätze überwiegend im STALHOF entschieden. (PR 1007)
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Die TS-80 und T-81 waren 424 NGZ bei OUTPOST-4271 im Fall Marcel Boulmeester im Einsatz. Bei der Rückkehr in das Solsystem wird die TS-81 auf Höhe der Marsbahn vernichet. (PR 1011) Wenig später sind die TS-36 und TS-97 im Arx-System im Einsatz. (PR 1022) Beim nächsten Einsatz ging es um die Erforschung einer Zeitweiche, dabei kam eine Flotte von zehn TSUNAMIS zum Einsatz. (PR 1031) Bei der Vernichtung der Zeitweichen spielten sie dann auch eine wichtige Rolle. (PR 1054)
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Der Galaktischen Flotte gehörten zwanzig TSUNAMI Raumschiffe (1-20) an, sie standen unter dem Kommando von Ronald Tekener und Jennifer Thyron. (PR 1100) Im Jahr 426 NGZ waren alle TSUNAMIS, außer 1 bis 20 im Solsystem stationiert, um den Kontakt zur Außenwelt zu halten, da das System durch den Zeitdamm vor Vishna geschützt wurde. Darunter alle fünfzig verfügbaren ATG-TSUNAMIS. Bei Versuchen mit dem Zeitdamm wurden dabei die KIZANGA und zwei weitere TSUNAMIS 300 Millionen Jahre in die Vergangenheit geschleudert. (PR 1126) Beim Versuch den Zeitdamm zu durchstoßen, ging die TSUNAMI-80 durch einen zeitgleichen Angriff Vishnas verloren. (PR 1128) Die TSUNAMIS 33 und 34 waren wenig später bei Maahkora im Einsatz. (PR 1139)
Nach der Rückkehr der Galaktischen Flotte in die Milchstraße erhielt Ronald Tekener das Kommando über die gesamte Tsunami-Flotte. (PR 1752)
Zum Ende des Jahres 428 NGZ teilte sich die Flotte in drei Aufgabengebiete auf, die Schiffe 3 bis 20 flogen Patrouilleneinsätze in der Nähe des Solsystems. Die Schiffe 21 bis 100 waren gleichmäßig über die Milchstraße verteilt, auf der Suche nach Spuren des Dekalogs der Elemente. Die Schiffe 101 bis 120 waren zu einem Sondereinsatz unter dem Kommando der Kosmischen Hanse abkommandiert. (PR 1242)
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Im Jahre 429 NGZ erfolgte eine Einstufung der Flotte als »ersatzbedürftig«. Insbesondere die Notwendigkeit des Zusammenwirkens zweier Einheiten wurde als problematisch angesehen. (PR 1369, S. 8)
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Im Jahre 447 NGZ wurde eine neue Generation von TSUNAMI-Raumschiffen eingeführt: die CORDOBA-Klasse.
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Im Februar 448 NGZ startet Galbraith Deighton mit fünf Raumern der CORDOBA-Klasse das Unternehmen Ragnarök. Ziel ist es die Materiewippe Urian zu vernichten. Das Unternehmen gelingt, allerdings werden dabei die BELEM, die BOGOTA und die CARTAGENA vernichtet. (PR 1395)
Raumschiffübersicht
Erste Generation
Zweite Generation
| Eigenname | KommandantIn | Bemerkungen | Erwähnt in folgenden Quellen |
|---|---|---|---|
| BELEM | Teil des Ragnarök-Verbands | PR 1395 | |
| BOGOTA | Kommandant Corem Helderley | Teil des Ragnarök-Verbands | PR 1395 |
| CARTAGENA | Kommandantin Martha O'Niell | Teil des Ragnarök-Verbands | PR 1395 |
| CHETUMAL | Kommandant Zotto K'hari | Teil des Ragnarök-Verbands | PR 1395 |
| TS-CORDOBA | Kommandant Ratber Tostan | Die Projektbezeichnung dieses Neubaus war EXPER-I-202, der ursprüngliche Name sollte TS-122 lauten | PR 1368, PR 1369, PR 1372, PR 1379, PR 1380, PR 1382, PR 1383, PR 1391, PR 1392, PR 1393, PR 1394, PR 1395, PR 1397, PR 1398, PR 1400, PR 1402, PR 1403, PR 1404, PR 1405, PR 1406, PR 1408, PR 1413, PR 1414, PR 1415, PR 1416, PR 1423, PR 1434, PR 1445, PR 1456, PR 1465, PR 1498 |
| TS-WALHALLA | PR-TB 375 | ||
| TS-WYOMING | PR-TB 375 | ||
| TS-NARNA | Kommandant Elf Naym | PR-TB 375 | |
| VALLARTA | Kommandant Mustafa Hacifazlioglu | Flaggschiff des Ragnarök-Verbands | PR 1395 |
Experimental
| Eigenname | KommandantIn | Bemerkungen | Erwähnt in folgenden Quellen |
|---|---|---|---|
| TSUNAMI X | Jupiter |