Thora da Zoltral

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Arkonidin. Für ähnliche Begriffe, siehe: Thora (Begriffsklärung).

Die Arkonidin Thora da Zoltral († 18. Oktober 2043) war eine Angehörige des Khasurn Zoltral, dem mehrere Imperatoren entstammten wie ihr Bruder Zoltral XII (Centauri 1 S. 31), und Ehefrau von Perry Rhodan.

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Silberband 10
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Thora
Lexikon I
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Sie war eine wunderschöne, faszinierende, hochgewachsene und schlanke Frau mit den typischen goldroten Augen und langen weißblonden Haaren. Sie war genauso groß wie Rhodan. In ihrer Zeit auf der Erde wurde ihre zuvor blasse Haut leicht gebräunt. (PR 1, PR 15)

Charakterisierung

Thora da Zoltral besaß einen aktivierten Extrasinn. (PR 2)

Die unter den Arkoniden weitverbreitete Dekadenz und Degeneration schien sie nicht betroffen zu haben.

Die auf Arkon I Geborene besaß einen messerscharfen Verstand, überragendes Wissen und einen extremen Stolz. Hierzu kam ihr ausgeprägtes Abstammungsbewusstsein, durch das sie, gepaart mit ihrem Zynismus, am Anfang ihrer Bekanntschaft mit den Terranern diese ihre Verachtung besonders spüren ließ. (PR 1) Im Laufe der Zeit und unter dem Druck der Notwendigkeiten kam es trotz einiger Ausreißer zum Verständnis und zur Einigung, insbesondere mit Perry Rhodan. Wenn etwas nicht so verlief, wie sie es sich gedacht hatte, reagierte Thora stets empfindlich.

Auf Bedrohungen reagierte sie meistens spöttisch und scheinbar äußerlich ungerührt. Ihre Empfindlichkeit bewies aber, dass sie sich viele Dinge sehr zu Herzen nahm.

Ihre Ausbildung half ihr, in kritischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Körperliche Strapazen nahm sie klaglos auf sich und ihre Kampffertigkeiten waren vielfältig. Dies befähigte sie zu ihrer Aufgabe eines Expeditionsleiters und dieser Hinsicht war sie sicherlich eine Ausnahmeerscheinung ihres Volkes.

Thora liebte terranische Lilien. (PR 2844)

Zitat

»[...] Thora [...] haßte Rhodan, weil er ein Mensch war. Und sie liebte ihn, weil er ein Mann war. Ihre Sehnsucht aber galt Arkon, ihrer Heimat. [...]« (PR 18)

Geschichte

Sie war als Raumschiffskommandantin geschult worden. Sie übernahm darum 1971 als einziges weibliches Besatzungsmitglied das Kommando des Forschungskreuzers AETRON, um die Welt des ewigen Lebens zu suchen. Über diese Welt berichteten verschiedene Legenden im Großen Imperium und versprachen ein Mittel gegen die zu dieser Zeit allgegenwärtige Dekadenz zu finden.

Begegnung mit den Terranern

Aufgrund eines Maschinenschadens musste das Schiff im Jahre 1971 irdischer Zeitrechnung auf dem Mond notlanden. Dort trafen die Arkoniden auf Perry Rhodan und Reginald Bull. (PR 1)

Thora weigerte sich zunächst, mit den Menschen zu sprechen, da diese »Kreaturen« unterhalb der Entwicklungsstufe C standen. Crest da Zoltral, der wissenschaftliche Leiter der Expedition Aetron, stufte die Menschen jedoch auf, weswegen Thora ihre Haltung leicht revidieren musste. Sie begegnete den Terranern jedoch weiterhin mit Ignoranz und Verachtung, auch wenn sie durch die hartnäckige und offene Art Rhodans sehr verunsichert wurde. (PR 1)

Trotzdem ließ sie zu, dass Crest mit der STARDUST auf die Erde gebracht wurde, um geheilt werden zu können. (PR 1)

Auf die Bitte von Crest und Rhodan nach der Landung der STARDUST in der Wüste Gobi schuf Thora mit einem Beibootgeschütz der AETRON einen Vulkan nördlich des Ahaggar-Gebirges in der Sahara, um den Weltmächten der Erde die Möglichkeiten der Arkoniden vor Augen zu führen. Bald darauf aktivierte sie einen Antineutronenschirm, der alle Kernreaktionen auf der Erde unterband. Ferner überwachte sie die Erde mit einem Beiboot im Orbit. (PR 2)

Die irdischen Mächte einigten sich nun darauf, den Energieschutzschirm um die STARDUST gemeinsam zu durchdringen. Dieser Angriff brachte den Energieschirm tatsächlich an den Rand des Zusammenbruchs, während Crest in der Leukämie-Behandlung Dr. Haggards war. Thora wusste von diesem Beschuss, weswegen sie äußerst zornig in einem Beiboot, der späteren GOOD HOPE auf Terra landete. Ihre hysterische Haltung verhinderte, dass Rhodan ihr von den Fusionsbomben berichten konnte, die von irdischen Raketen auf die AETRON abgefeuert werden sollten. Tatsächlich wurde die AETRON zerstört, ohne dass Thora noch hätte eingreifen können. (PR 3)

Diese Notsituation machte sie etwas zugänglicher, da sie von nun an mit den Terranern kooperieren musste, um wieder nach Arkon gelangen zu können. Dennoch sperrte sie sich dagegen, ausgewählten Terranern die Hypnoschulung zu gewähren, als Crest dies anordnete. Hingegen blieb sie stets bereit, Angriffe der irdischen Machtblöcke mit heftigen Gegenschlägen zu beantworten. (PR 4)

Die zweite Hypnoschulung, die Rhodan und Bull durchmachten, wurde von Thora dazu ausgenutzt, einen Versuch zur Rückerlangung der Befehlsgewalt über ihr Schiff durchzuführen. Sie plante, nach der Unschädlichmachung Rhodans und Bulls die irdischen Regierungen mit Waffengewalt dazu zu zwingen, ihr die Bestandteile eines Raumschiffs zu liefern. Crest konnte dies verhindern, indem er die beiden Terraner vorzeitig aus der Hypnoschulung entließ, womit er psychische Schädigungen bei ihnen riskierte. (PR 5)

Enttäuschte Hoffnungen

Als kurz darauf entdeckt wurde, dass die AETRON einen automatischen Notruf ausstrahlte, fasste Thora neue Hoffnung. Sie ging davon aus, dass eine Robotflotte von Myra IV eintreffen wird, und die Erde als Angreifer auf ein Schiff des Großen Imperiums verwüsten wird. Darum bot sie Rhodan an, ihn und einige weitere Terraner zu retten und ihnen Regierungsposten auf Arkon zu verschaffen. Sie begründet dies mit der enormen Tatkraft, die dem Imperium nützlich sein könnte. Rhodan lehnte hart ab, gestand ihr aber im selben Moment seine Liebe, die er ihr schenken wollte, wenn sie zugab, wie sehr sie sich in ihrer Verachtung für die Menschheit irrte. Ihr Stolz verbot es ihr. Mit dem Auftauchen eines Schiffs der Fantan-Leute als erste Reaktion auf den Notruf erkannte Thora allerdings, wie illusorisch ihre Hoffnung war. Sie erlitt einen Schock und fiel in Ohnmacht. Später erklärte sie Rhodan darum, seine Bemühungen in Zukunft wohlwollender begleiten zu wollen als bisher. (PR 5)

Erst später wurde langsam klar, dass sich Thora ebenfalls zu Rhodan hingezogen fühlte. Crest bemerkte jedoch, dass sie eifersüchtig auf Anne Sloane war. Als die Individualverformer mit der Invasion der Erde begannen, schlug Thora erneut vor, die Erde im Stich zu lassen und auf einen bewohnbaren Planeten zu flüchten. Rhodan lehnte wieder ab, was Thora mit kaum verhohlener Bewunderung quittierte. Langsam begann sie, die Ideale der Menschen anzuerkennen. Sie gestand schließlich offen ein, dass sie die Terraner unterschätzt habe und nahm ein Freundschaftsangebot Rhodans an. (PR 6, PR 7)

Dennoch sah Thora in Perry Rhodan weiterhin eine Ausnahme von der breiten Masse der Terraner. Sie war nun beinahe krampfhaft um ein gutes Verhältnis mit ihm bemüht und führte mehrere längere Gespräche mit dem Terraner. Dabei nahm sie schließlich auch Abstand von ihrem Standpunkt, dass sie als Kommandantin der AETRON auch das Kommando über die GOOD HOPE behalten müsse. Allerdings kam sie wiederholt auf die Idee, ihr Recht durchzusetzen, als die Dritte Macht in ihren Augen Diebstähle arkonidischer Technik beging. (PR 8, PR 9)

Noch einmal glaubte Thora im Jahre 1975, dass eine arkonidische Expedition im Wega-System erschienen sei, da nur die Arkoniden eine solch große Flotte mobilisieren könnten. Doch wieder wurde ihre Hoffnung enttäuscht, als sich die Transitionen im Wega-System als Schiffsbewegungen der Topsider entpuppten. (PR 10)

Nach der Eroberung eines arkonidischen Schlachtschiffes taufte Thora auf Druck Rhodans das Schlachtschiff in einer Zeremonie auf den terranischen Namen STARDUST II – was sie einige Überwindung kostete. (PR 12)

Obwohl Thora und Crest nun darauf bestanden, nach Arkon gebracht zu werden, begaben sie sich gemeinsam mit den Terranern an die Lösung des Galaktischen Rätsels. Damit war Thora zunächst zufriedengestellt, da dies ja ihr eigentliches Missionsziel vor der Bruchlandung der AETRON gewesen war. Für die Zeit danach versprach Rhodan, Arkon anzufliegen, auch wenn er sich weiterhin vorbehielt, wann genau das sein würde. (PR 13, PR 14, PR 15)

Thora half sehr aktiv bei der Suche nach Wanderer mit, wenn sie auch kurz vor dem Ziel in einem Anflug von Pessimismus zur Umkehr drängte. ES verweigerte ihr und auch Crest die Zelldusche mit der Begründung, die Arkoniden hätten ihre 20.000-jährige Chance bereits gehabt und ungenutzt verstreichen lassen. (PR 19)

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Heft: PR 24
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Erlebnisse auf der Venus

Die Arkonidin drängte weiterhin auf eine Rückkehr nach Arkon, verlor aber im Jahre 1981 ihre Geduld, da sie weiterhin von den Terranern auf später vertröstet wurde. So fasste sie den Entschluss, mit einem der neu fertiggestellten Zerstörer zur Venus zu fliehen. Dort wollte sie per Hyperfunk mit Arkon Kontakt aufnehmen. Da die Zerstörer noch nicht mit den Codegebern zur Venus-Festung ausgestattet waren, wurden sowohl Thora wie auch die Verfolger unter Rhodan abgeschossen. Thora wurde von Angehörigen der Venus-Expedition des Ostblocks aufgegriffen. (PR 22)

Zunächst wurde sie von General Tomisenkow festgehalten. Dieser konnte sie nicht dazu überreden, ihm Zugang zur Venuspositronik zu geben. Allerdings musste sie widerwillig anerkennen, dass sie auch Tomisenkow unterschätzte, der aus kleinen, unüberlegten Bemerkungen scharf seine Rückschlüsse ziehen konnte. Als Tomisenkows Heer von Oberst Raskujans Truppen überwältigt wurde, war Thora dann sogar bereit, mit Tomisenkow zusammenzuarbeiten. Zwar konnte Raskujan die Fliehenden wieder einfangen, doch mit Thoras Hilfe gelang es Tomisenkow, Raskujan zu überwältigen. In dieser Zeit zeigte sich, dass sie aus hartem Holz geschnitzt war und nicht ohne Grund für langjährige außerirdische Expeditionen ausgewählt worden war. Alle Strapazen überstand sie nicht nur klaglos, sondern auch überaus professionell. (PR 23, PR 24)

Thora bereute ihre eigenmächtige Handlung allerdings, was sich auch an dem Gefühlsausbruch zeigte, als sie endlich befreit werden konnte: sie weinte sich an Rhodans Schulter aus. Damit zeigt sie ein weiteres Mal zutiefst menschliche Gefühle, nachdem sie schon kurz vor der Lösung des galaktischen Rätsels das erste Mal in Gegenwart des Terraners herzhaft gelacht hatte. (PR 19, PR 24)

Rückkehr nach Arkon

Nach diesen Erlebnissen war Thora gewillt, Perry Rhodan zu beweisen, dass sie auch zu harmonischer Mitarbeit fähig war. So assistierte sie Crest bei psychologischen Untersuchungen der Gefolgsleute des Overhead. Außerdem übernahm Thora einige repräsentative Aufgaben, wie etwa weitere Schiffstaufen. Trotzdem beharrten die beiden Arkoniden auf eine baldige Rückkehr nach Arkon. (PR 25, PR 27, PR 31, PR 33, PR 34)

Schließlich konnte Rhodan die Einhaltung des gegebenen Versprechens nicht weiter hinauszögern. Als die Vorbereitungen getroffen wurden, mit der GANYMED nach Arkon zu starten, blühte Thora regelrecht auf vor Tatendrang. Deshalb traf es sie umso schmerzlicher, als sich herausstellte, dass auf Arkon inzwischen der Robotregent die Macht übernommen hatte. (PR 38) Da sie nicht weiterhin der herrschenden Klasse angehörte, wurde sie selbst von Arkoniden nicht mehr völlig anerkannt, geschweige denn von dem Robotregenten. Auf eine Anfrage wurde ihr lediglich angeboten, einen Robotraumer zu leiten (nicht jedoch zu kommandieren), was sie zutiefst verletzte. (PR 39)

Nach einem Vordringen nach Arkon I, und einem Besuch bei Orcast XXI. war Thora endgültig davon überzeugt, dass sie an der Situation im Großen Imperium auf absehbare Zeit nichts ändern konnte. Darum ließ sie sich zusammen mit den Terranern von Admiral Kenos auf die VEAST'ARK schmuggeln, die anschließend von Rhodan zur Flucht benutzt wurde. (PR 39)

Auf diese Weise abermals in ihren Hoffnungen enttäuscht, sah Thora nun ihre einzige Chance bei den Terranern. Dabei zog sie sogar in Betracht, auf Terra glücklich werden zu können. Sie selbst gestand ein, dass auch die veränderten Verhältnisse auf Arkon ein Grund dafür wären, dass sie ein Zusammenleben mit Rhodan stärker in Betracht zog. Es kam dabei zu einer ersten Aussprache zwischen den beiden Liebenden, nachdem sie von Crest weiter ermutigt wurden. (PR 40, PR 41)

Nach den Ereignissen auf Zalit, bei denen Rhodan eine Verschwörung gegen den Robotregenten aufdeckte, gestattete dieser Thora und Crest eine Rückkehr nach Arkon, bestand allerdings vorläufig darauf, dass die beiden Arkoniden in leitender Position auf der TITAN blieben. Thora selbst hatte keine Lust mehr, nach Arkon zurückkehren. (PR 41)

Hyper-Euphorie

Thora wurde nun häufig von ihren Gefühlen übermannt, und wollte Perry Rhodan stärkere Signale der Zuneigung geben. Hier kam jedoch der Aufenthalt auf Honur dazwischen, bei dem fast die komplette Besatzung von den Nonus mit der Hyper-Euphorie infiziert wurde. Auch Thora war betroffen, sie nannte ihren geliebten Nonus »Ladolfina«. (PR 42)

Unter Leitung von Perry Rhodan konnte die TITAN trotzdem von Honur entkommen. Thora wurde wie alle anderen Infizierten in ein künstliches Koma versetzt. Allen Kranken drohte der allmähliche Tod durch Zerstörung der Nervenganglien, insbesondere, da der Robotregent in Unkenntnis eines Gegenmittels keine Hilfe für die Infizierten anbieten konnte. Rhodan setzte nun auf die Hilfe der Aras, die die Nonus-Pest auf Honur verbreitet hatten. Julian Tifflor und Wuriu Sengu brachten Thora nach Aralon, wo sie Informationen sammeln sollten, während Thora geheilt würde. (PR 43, PR 44)

Die Aras hatten zu dem Zeitpunkt bereits von Thora wie auch Perry Rhodans Aufenthalt auf Honur erfahren. Tifflor musste darum eine gute Begründung dafür finden, mit nur einem Infizierten gekommen zu sein, und gab darum gegenüber dem Ara Themos vor, dass Thora und er sich lieben würden, dass aber Rhodan ihrer Liebe im Weg stehen würde. Darum sei er desertiert und habe Thora entführt. Thora wurde innerhalb eines Tages von der Nonus-Pest geheilt - Themos selbst befragte sie über ihr Verhältnis zu Tifflor und Rhodan. Auf die Fangfragen hereinfallend, gestand Thora die Liebe zu Rhodan ein. Als Themos sie darauf hinwies, dass sie nun Tifflors Todesurteil ausgesprochen hätte, versicherte ihm Thora, dass sie ein weiteres Todesurteil an Themos innerhalb von 24 Stunden vollstrecken werde. (PR 45)

Nachdem Thora von Rhodan in Begleitung von Gucky befreit werden konnte, hinterging Themos Rhodan, indem er ihn mit einem Lift in die Tiefe führen ließ. Der Ara, der die Führung übernahm, zerstörte im fallenden Lift die Steuerungseinrichtung. Als Rhodan der Falle entkam, war Themos entsetzt. Er floh, allerdings in den noch geöffneten Schacht mit dem zerstörten Aufzug. Nun sah Thora ihre Chance: Als Rhodan Gucky aufforderte, Themos zu retten, befahl ihm Thora, den Verbrecher fallen zu lassen. Gucky gehorchte der Arkonidin, da er sich ihr ebenso verpflichtet fühlte wie Rhodan - und Thora ihn häufiger gekrault hatte. Rhodan missbilligte diese Aktion zutiefst. Aber Thora hatte ihr Versprechen wahr gemacht. (PR 45)

First Lady im Solaren Imperium

In der Folgezeit unterstützte Thora Rhodan unter anderem bei der Planung der terranischen interstellaren Kolonisation. Erst in dieser Zeit hatte sich offenbar auch das Verhältnis zu Reginald Bull gewandelt, den sie lange Zeit überhaupt nicht ausstehen konnte, und im Gegensatz zu Perry Rhodan auch nicht schätzte. (PR 42, PR 48)

Längst hatte sich die eiskalte, stolze Arkonidin zu einer guten und auch verlässlichen Gefährtin Rhodans gewandelt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt willigte sie nun in die Ehe mit Rhodan ein (der Heiratsantrag geschah auf Eden (Kurzgeschichte "Der Flug nach Eden")), wofür sie ihren Adelstitel ablegte und den Nachnamen Rhodan annahm. (PR 50, PR 78)

In der Folgezeit wurden Thora lebensverlängernde terranische und aralonische Medikamente und Seren verabreicht, die ihr Altern hinauszögern sollten, da sie nicht an der Seite des ewig jungen Rhodan altern und sterben sollte. Allerdings wehrte sich ihr Körper gegen diese Therapien, und die Medikamente versagten immer früher. Die auf Tolimon durch John Marshall und Laury Marten besorgten Ampullen des lebensverlängernden Serums Immunserum X-1076 aus den Geheimlaboren der Aras schlagen zunächst an. (PR 56)

Sie brachte im Jahre 2020 Rhodans Sohn Thomas Cardif zur Welt. Dieser wurde von seinen Eltern getrennt, da sowohl Crest und Thora wie auch die Venuspositronik zu dem Schluss gekommen waren, er müsse in Unkenntnis seiner Herkunft aufwachsen, um sich voll entfalten zu können. Bull wandte sich mit scharfen Worten gegen diese Logik, die ihn keineswegs überzeugen konnte, und auch Rhodan hatte nur schwer überzeugt werden können. (PR 67)

Im Jahre 2040 wurde Thora bei einem Urlaub auf dem Mars von dem Mutanten Gregor Tropnow entführt, der auf diese Weise Perry Rhodan erpressen wollte. Der sehr aufgebrachte Großadministrator leitete persönlich einen Mutanteneinsatz, bei dem er Thora befreien konnte. Er drohte Tropnow an, ihn zu erwürgen, sollte er nicht Thoras Versteck verraten. (PR 56)

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Heft: PR 67
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Im Oktober 2041 wollte Thora ihren Sohn auf Rusuf besuchen und ihm dabei seine Herkunft offenbaren. Zuvor wurde sie jedoch im Auftrag des Robotregenten entführt. Den Suchteams unter Julian Tifflor gehörte auch Cardif an, der seiner Mutter schließlich auch begegnete. Als sie ihn mit Rhodan verwechselte, begann Cardif, seine eigenen Überlegungen anzustellen, und kam zu dem Schluss, dass Rhodan ihm die mütterliche Zuneigung entziehen wollte, die Thora ihm hätte geben wollen. Zwar versuchten Thora und Rhodan, ihm die Wahrheit zu sagen, doch zu diesem Zeitpunkt glaubte Cardif bereits fanatisch an seine eigene Schlussfolgerung und brachte Thora mit seiner Härte den Eltern gegenüber zum Zusammenbruch. (PR 67)

Thoras Opfergang

Die Ara-Medizin, die Thoras Leben verlängern sollte, zeigte bald unerwartete Nebenwirkungen. Thora wurde zwar weiterhin von terranischen Ärzten nach allen Regeln der Kunst untersucht und behandelt, jedoch verloren alle angewandten Mittel sehr schnell an Wirkung. Ende Juni / Anfang Juli 2043 begann Thora plötzlich, rapide zu altern, und zog sich daraufhin in ihren Bungalow Arkon im Valta-Gebirge auf der Venus zurück.

Am 4. Oktober wurde diagnostiziert, dass sie unter einem Lymphosarkom Typ F Arkon litt, also einem sehr aggressiven Lymphdrüsenkrebs mit einer Geschwulst. Aufgrund dieser Geschwulst hatten die bisher verwendeten lebensverlängernden Seren keine Wirkung mehr gehabt. Ihre Lebenserwartung wurde nur noch auf maximal wenige Monate geschätzt. Die Diagnose erleichterte sie insoweit, dass nicht ihr Körper unfähig gewesen sei, auf die Medikamente und Seren zu reagieren, sondern dass eine Krankheit ihr Leben beenden werde. Allerdings wurde ihr vorenthalten, dass das Lymphosarkom wegen einer Unverträglichkeit entstanden war.

Kurz nach der Diagnose bat Rhodan seine Frau, nach Arkon zu reisen und Verhandlungen über die Überlassung von Raumschiffen zu führen, um sie von den düsteren Gedanken an den Tod abzulenken. Thora fasste nun neuen Mut, war begeistert von der Aussicht, Arkon wiederzusehen und reiste an Bord der BURMA unter Begleitung von General Conrad Deringhouse und der Telepathin Ishy Matsu nach Arkon.

Sie blühte während des Fluges und bei der Aufdeckung einer Intrige gegen Terra auf Mutral sichtlich auf und schien im wahrsten Sinne des Wortes jünger zu werden.

Als Thora am 18. Oktober die bei der Intrige festgenommenen Aras verhören wollte, entwendete einer von ihnen Ishy Matsus Dienstwaffe und erschoss Thora, bevor Deringhouse es verhindern konnte. Im Tode war sie wieder zu der kerngesunden strahlend schönen Frau geworden, die sie früher war. Die Ärzte sagten eine derartige überraschende Verjüngung Thoras als letztes Aufbäumen vor dem Tod voraus - doch die Ärzte an Bord der BURMA konnten von einem Sarkom nichts mehr feststellen und stellten hervorragende Messergebnisse fest, die zu einer kerngesunden Zwanzigjährigen gepasst hätten.

Thoras Körper wurde einbalsamiert und auf Luna in einem kristallenem Schrein in einem dezenten Mausoleum bestattet, das an der Stelle errichtet wurde, an dem die AETRON notgelandet und sie das erste Mal mit Rhodan zusammengetroffen war. (PR 78, Datum: LKS 4. Aufl., PR 391, PR-TB 187)

Anmerkung: In PR-TB 187 wird berichtet, dass das Ara-Serum letztendlich gewirkt habe und Thora somit als Relativ Unsterbliche erschossen worden sei.
Anmerkung: In der Amerikanischen Übersetzung führt Thora mit Deringhouse einen längeren »Sterbedialog«, der im Original nicht vorkommt.
Anmerkung: Obwohl Atlan da Gonozal noch vor Thora Rhodans Tod aus seiner Fluchtkuppel auftauchte, trafen beide niemals in einem der Heftromane PR 50 bis PR 78 zusammen - anders dagegen Atlan und Crest da Zoltral. Es ist anzunehmen, dass von Seiten der Exposé-Redaktion ein gemeinsames Auftreten von Thora und Atlan vermieden wurde.

Nachwirkungen ihres Todes

Der Tod Thoras unter diesen Umständen verstärkte die Verschwörungstheorie Thomas Cardifs, dass sein Vater ein Diktator sei, der Thora aufgrund ihrer plötzlichen Gebrechlichkeit hätte beseitigen wollen. Somit wurde mit Thoras Tod 2043 der Grundstein für eine abgrundtiefe - wenn auch einseitige - Feindschaft Cardifs gegen Rhodan begründet.

Bei Thoras Begräbnis war auch Thomas Cardif ein Platz neben seinem Vater zugedacht. Cardif weigerte sich, die Hand seines Vaters zu ergreifen, der sich mit ihm versöhnen wollte - was zu einer Szene führte, die später noch von großer Bedeutung sein sollte: der über den verstockten Sohn erboste Reginald Bull zerrte Cardif in die zweite Reihe und stellte sich selbst an die Seite Rhodans.

Thomas Cardif hasste Rhodan bis zu seinem Tod im Jahre 2103. (PR 89, PR 116)

Rhodan selbst brauchte sehr lange, um den Tod Thoras zu überwinden. Erst knapp 200 Jahre später ging er im Jahr 2328 eine neue Ehe mit Mory Abro ein. (PR 199) Noch Jahrhunderte später blitzten Erinnerungen auf, die er eher mit Thora als mit Mory verband, obwohl er mit dieser wesentlich mehr Zeit verbrachte – immerhin rund 602 Jahre. (PR 2400)

Ehrungen

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Statue von Thora im PC-Spiel
© Deep Silver

Zur Erinnerung an den ersten Kontakt mit einer fremden Spezies und an Rhodans erste Ehefrau errichteten die Terraner nahe des lunaren Südpols mit dem Thora-Memorial eine Gedenk- und Begegnungsstätte in der Nähe des Landeplatzes der AETRON.

Zu Thoras Ehren wurden zwei Raumschiffe der Solaren Flotte, das Flaggschiff THORA wie auch der spätere Bau THORA II, nach ihr benannt. (PR 184, PR 233)

Eine Hauptstraße Terranias, die vom Flottenraumhafen nach Atlan Village führt, trägt den Namen Thora Road. (PR 398) Auf Plophos befindet sich die Thora-Allee. (Atlan 113) Ebenso wurde eine Sonne auf den Namen Thora getauft. (PR 1436) Im Stardust-System befindet sich der in Thora umbenannte Mond Avedas, sowie die auf dem Planeten gelegene Stadt Thora City. (PR 2439)

Im Jahre 1289 NGZ musste sich Perry Rhodan kurzzeitig in Schlaf versetzen lassen, um nicht der Aggressionsstrahlung zu unterliegen. Er wählte dazu ein Codewort aus, welches A-Caliform sprechen sollte, sobald er sich anormal verhielt. Das Codewort lautete »Thora«. (PR 1875)

Reinkarnationen, Wiederbelebungen

Im Jahre 425 NGZ vermuteten unter anderem Atlan da Gonozal und Clifton Callamon, dass Gesil eine Reinkarnation Thoras sein könnte. Selbst Perry Rhodan war über die Ähnlichkeit der beiden Frauen erstaunt. Gesil stellte jedoch eine Inkarnation Vishnas dar. (PR 1066, PR 1075, PR 1081)

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Perry Rhodan: zwischen den
Frauen-Fronten (Thora und Mondra)
Heft: PR 2550 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Im Jahre 427 NGZ verhalf der »Erwecker« Le So Te der einbalsamierten Thora wieder zum Leben. Es handelte sich allen Tests zufolge – darunter Hirnwellenfrequenz, Zellkernstrahlung, Organproben, Hypnostrahler-Verhöre – um die echte Thora. Sie sprach mit den einstigen Bekannten eher über belanglose Dinge, und versicherte, dass sie ihre Kraft erneut in den Dienst der Menschheit stellen werde. Was Galbraith Deighton jedoch Sorgen bereitete, war ihr umfassendes Wissen um die galaktopolitische Situation des Jahres 427 NGZ. Über zwei Millionen Menschen drängten nach Terrania, um die wiederbelebte Legende zu sehen, die sie nur aus Geschichtsbüchern und Trividfilmen kannten. Galbraith Deighton zweifelte jedoch an der Echtheit der Arkonidin, und entdeckte im Sarkophag auf dem Mond den Leichnam Thoras, wie er ursprünglich einbalsamiert worden war. Somit war seine Vermutung bestätigt, dass Le So Te die dritte Plage Vishnas war. (PR 1155)

Als sich Perry Rhodan im Jahre 1147 NGZ im Solsystem in das Simusense einklinkte, traf er dort in der Identität des Frank Lindorn auf Thora und lebte mit ihr einige Zeit zusammen. Die virtuelle Arkonidin starb schließlich bei einem Gleiter-Rennen. (PR 1491)

In einer alternativen Realität, die aus der Verwirrung von ES entstand, verschwand Thora bald nach der Inthronisierung von Gonozal VIII., so dass ihr Tod angenommen wurde. Tatsächlich jedoch wurde sie die Partnerin Atlans, der sie mit seinem Zellaktivator jung halten konnte. Atlan entführt 2103 den Rhodan-treuen Sohn Thomas Cardif nach Trakarat, um einen Zellaktivator für Thora zu erlangen. Dabei begegneten sich Rhodan und Thora, welche nicht bedauerte, dass sie Rhodan verlassen hatte. Dies war der endgültige persönliche Bruch zwischen Rhodan und Atlan, die jedoch auf Staatsebene weiterhin zusammenarbeiteten. Nach jahrhundertelanger, förmlicher Koexistenz zwischen Solarem Imperium und Großem Imperium griff eine Flotte der Blues im Jahr 2329 das Arkon-System an und zerstörte Arkon III. Arkons Bündnispartner, allen voran die Solare Flotte, kamen zu spät. Auf Arkon II kam es zu einer Begegnung, bei der Thomas Cardif versehentlich seine Mutter erschoss. Atlan, dem der Schuss galt, schwor danach ewige Rache. (PR 1598)

Im Jahre 1290 NGZ waren einige Menschen durchaus erstaunt, wenn sie erfuhren, dass die legendären Gestalten Crest und Thora tatsächlich gelebt hatten. (PR 1935)

Eine quasi »Wiedergeburt« fand 1463 NGZ statt, als eine Psi-Folie Thora aus Perry Rhodans Erinnerungen rekonstruierte. Die Thora Psi-Folie half dabei, die Myles Kantor Psi-Folie zu zerstören. Danach wurde die Folie von MIKRU-JON aufgenommen. (PR 2550, PR 2551)

Quellen