Loower

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt das Volk der Perry Rhodan-Heftserie. Für das gleichnamige Volk der Perry Rhodan Neo-Serie siehe: Loower (PR Neo).

Die Loower sind ein uraltes Volk, das vor mehr als 18 Millionen Jahren am Bau eines Schwarms beteiligt war. Seit dieser Zeit versuchen sie, in den Raum hinter den Materiequellen vorzudringen. Angeführt werden sie von einem Quellmeister.

Inhaltsverzeichnis

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Heft: PR 878
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Sie sind auch als Trümmerleute bekannt, so genannt nach ihren Neunturmanlagen, die scheinbar in Trümmern liegen, in Wirklichkeit aber als Leuchtfeuer dienen. Die für eine Neunturmanlage zuständigen Türmer stehen rangmäßig unter dem Quellmeister.

Die Zahl Neun hat eine große Bedeutung für die Loower, da die einzige Materiequelle, die von ihnen als Zugang zum Raum hinter den Materiequellen genutzt werden könnte, neun »Ausgänge« hat. Die Loower haben deshalb viele Aspekte ihrer Kultur ganz auf die Zahl Neun ausgerichtet, verwenden in allen möglichen Bereichen ein neuneckiges Design für ihre Technik oder Gebrauchsgegenstände und so weiter.

Erscheinungsbild

Kinder

Die Loower sind eine eierlegende Spezies. Die Trennung von der Mutter erfolgt im Alter von vier Jahren, sobald die Jungen eine gewisse physische Unabhängigkeit erreicht haben. Die Entwicklung der Loower erfolgt nach der Trennung von der Mutter in neun Metamorphoseschritten.

Die drei so genannten Sprünge vom Dreier zum Vierer, vom Sechser zum Siebener und vom Neuner zum Erwachsenen sind mit besonders starken körperlichen Veränderungen verbunden. Aufgrund der großen Sprungschmerzen entwickeln die jungen Loower eine mitunter ungezügelte Aggressivität, zudem können sich die erwachsenen Loower nur nebelhaft an ihre Kindheit erinnern.

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Heft: PR 901
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In den jüngsten Kinderphasen, den Einern, Zweiern und Dreiern, sind die Kinder noch flugfähig. Sie sind sehr zart gebaut, haben voll ausgeprägte Flughäute und im Gegensatz zu den Stielaugen der Erwachsenen so genannte Flachaugen.

Beim Sprung vom Dreier zum Vierer, der im Alter von 14 Jahren erfolgt, werden aus den Flachaugen der Jüngeren die Facettenaugen der Älteren. Die Flughäute bilden sich zurück, die Haut erhält fast die Festigkeit eines Exoskeletts. Vierer, Fünfer und Sechser zeichnen sich durch einen besonderen Lerneifer aus.

Beim Sprung vom Sechser zum Siebener kommt es zum Übergang in eine amphibische Lebensform. Siebener und Achter verfügen über Lungen und Kiemen, Achter haben eine Schuppenhaut und Flossen. In den oberen Hautschichten befinden sich Konverterzellen, über die ebenfalls Gase aufgenommen werden können. Sie können auch eine für erwachsene Loower giftige Atmosphäre atmen.

Der Körper der Loower ist in den Kinderphasen nicht in zwei Hälften geteilt. Erst beim Sprung von Neuner zum Erwachsenen entsteht der typische Doppelkörper der Loower.

Erwachsene Loower

Die 1,50 bis 1,60 m großen Loower haben einen untersetzt wirkenden Körper. Die Hautfarbe der Loower ist grau, die Haut wirkt lederartig und widerstandsfähig.

Der Körper wird in der Mitte der Vorderseite von einem sichtbaren Knorpelstrang, einem Pendant zum menschlichen Rückgrat, in zwei Hälften geteilt. Dieses Rückgrat lässt sich kaum beugen und krümmen. Stattdessen funktioniert es wie ein Scharnier, mit dem die Loower ihre Doppelkörper um einige Grade zusammenfalten können.

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Heft: PR 915
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Am oberen Ende des Rückgrats, wo die beiden Körperhälften zusammenwachsen, hat sich anstelle eines Kopfes ein höckerartiger Wulst gebildet, in dem sich die Sinnesorgane befinden. Der Mund ist eine nässende Öffnung mit einem behaarten Schließmuskel im unteren Höckerbereich. Zum Sprechen dient eine Blase in der Öffnung, die im Rhythmus der Lautgebung zuckt und vibriert. Wenn der Ringmuskel zur Nahrungsaufnahme verwendet wird, verschwindet die Sprechblase. Die beiden Stielaugen befinden sich nebeneinander an der Höckerspitze. Sie können eingefahren werden, so dass nur noch zwei faltige Beulen zu sehen sind, aus denen die Augen nach oben blicken. In ausgefahrenem Zustand erlauben die beweglichen Stielaugen eine Rundumsicht von praktisch 360°.

An den seitlichen Enden gehen die nierenförmigen Doppelkörper in verkümmert wirkende Flughäute über. Die pergamentartigen, fledermausähnlichen Patagia werden durch ein Knochengerüst gehalten. Die Greifwerkzeuge an den Flügelspitzen haben nur eine Hilfsfunktionen. Die eigentlichen »Handlungsarme« sind zwei armlange Tentakel, die am oberen Flügelansatz herauswachsen und in je zwei feinnervigen Greiflappen enden. Sie sind besser zum Greifen und Hantieren geeignet als menschliche Finger. Die Beine wachsen an den unteren Enden auf jeder Seite des Doppelkörpers heraus, sind verhältnismäßig kurz und stämmig.

Bei ausgebreiteten Häuten sind Körperhöhe und -breite gleich. Sind die Flughäute so über der Brust gefaltet, dass die Greifarme darunter verschwinden, entspricht die Körperbreite eines Loowers etwa seiner halben Höhe.

Loower tragen keine Kleidung. Sie verwenden stattdessen neuneckige Haftplatten, die den Körper ganz oder teilweise bedecken und formvariabel sein können.

Kultur

Vor der Einkehr

In der Zeit ihrer Suche nach der Materiequelle sind die Loower ein nomadisierendes Volk, das zwar Stützpunkte auf zahlreichen Welten unterhält, jedoch auf keinem Planeten sesshaft ist. Ihre Identität als Volk wird durch das Tiefenbewusstsein und das hierdurch entstehende Verbundenheitsgefühl sichergestellt.

Obwohl die Loower nicht in Familienverbänden oder in Partnerschaften zusammenzuleben scheinen, sind ihnen Familienbezeichnungen nicht unbekannt. Einzelne Loower betrachten sich als zu einem Geschlecht oder einer Linie gehörig und können diese über zahlreiche Generationen hinweg zurückdatieren. Dies lässt darauf schließen, dass auch Aufzeichnungen über die Familiengeschichte existieren.

Tiefenbewusstsein / Entelechie

Die Loower besitzen ein doppeltes Bewusstsein. Das Ordinärbewusstsein entspricht der üblichen Intelligenz. Nur dieses Bewusstsein ist einem Telepathen zugänglich.

Das so genannte Sekundär- oder Tiefenbewusstsein ist die Quelle der besonderen Geisteshaltung und Weltanschauung der Loower, der so genannten Entelechie. Dieser Begriff der aristotelischen Philosophie, von griechischen en (in) und Telos (Ziel) und echein (haben), bedeutet sinngemäß: Was ein Ziel in sich selbst hat.

Mit diesem Tiefenbewusstsein prüft jeder Loower sein Leben, Denken und Handeln ständig dahin gehend, ob es dem Gesamtwohl des loowerischen Volkes dienlich ist, und korrigiert es dementsprechend. Aufgrund der Komplexität der Sinnzusammenhänge hinsichtlich der Geschichte und der Zukunft der Loower ist das entelechische Denken der Loower für andere kaum nachvollziehbar. Der gesamte Komplex der Entelechie wirkt auf andere geheimnisvoll und mystisch.

Nach der Einkehr

Mit dem Ende ihrer Suche nach der Materiequelle und mit Beginn der Sesshaftigkeit (der Einkehr) in der Sphärenstadt Schanha-Scha verlieren die Loower ihr ursprüngliches Tiefenbewusstsein. Viele Loower sind nicht mit der neuen Lebensweise ihres Volkes einverstanden und sehnen sich zurück nach ihrer Existenz als freie Raumfahrer.

In den Jahrhunderten nach der Einkehr wandelt sich die loowerische Gesellschaft grundlegend. Der Quellmeister ist zwar immer noch Oberhaupt des ganzen Volks, der gesellschaftliche Stand wird jedoch durch so genannte Nominationen ausgedrückt. Es gibt 99 dieser Ränge. Die neunundneunzigste Nomination ist der höchste Rang, nur ein einziger Loower kann ihn innehaben: der Quellmeister. Die folgende Nomination bezeichnet die neun Hohen Vordenker des Quellmeisters.

Die Nominationen 97 bis 2 entsprechen den unterschiedlichsten Tätigkeiten, abgestuft nach dem Ansehen, das die Loower wegen diesen Tätigkeiten genießen. Typisch für die niedrigeren Nominationen ist, dass es sich um einfache Tätigkeiten handelt, für die keine Ausbildung oder Spezialkenntnisse benötigt werden. Loower der niedrigsten Nomination haben die Aufgabe, Rückstände aus Recyclern zu entfernen. Die niedrigste Tätigkeit von allen ist die der Kinderwärter.

In diesem Rangsystem entscheiden die so genannten Meriten über die Stellung innerhalb der Hierarchie. Meriten werden wie Punkte gezählt. Bei Erfolgen werden Meriten gutgeschrieben, bei Misserfolgen oder bei Regelverstößen werden Meriten vom Punktekonto abgezogen. Auch negative Meritenstände sind möglich. (PAN-THAU-RA 2)

Neo-Entelechie, Zweidenker, Eindenker und Neundenker

Mithilfe von Baya Gheröl, Joker und der Monaden entwickelt ein Teil der Loower in den Jahrhunderten nach der Einkehr ein neues Tiefenbewusstsein. Diese Loower bezeichnen sich selbst als Zweidenker. Die Zweidenker können sich mithilfe von Baya Gheröl, die eine mentale Verschmelzung mit den Monaden eingegangen ist, ins Kollektivbewusstsein der Monaden »einschalten«. Es dient ihnen als »Trägerwelle« für ihr neues Tiefenbewusstsein. Mit dem neuen Tiefenbewusstsein entsteht auch eine neue Lebensphilosophie der Zweidenker, die Neo-Entelechie. Kilan-Gerp, der Anführer der Zweidenker, gibt sich selbst den Titel Neundenker, da er für sich in Anspruch nimmt, ein neunfaches Bewusstsein zu besitzen.

Loower ohne neues Tiefenbewusstsein werden als Eindenker bezeichnet. (PAN-THAU-RA 2)

Kindererziehung

Nach einer ersten Phase, die die Kinder mit ihrer Mutter verbringen und in der sie unter anderem die loowerische Sprache erwerben, werden die Kinder im Alter von vier Jahren von der Mutter getrennt und als flugfähige Einer in den Kinderhort gebracht. Dabei werden sie in offenen Kokons transportiert, die die Nähe der Mutter simulieren sollen. Die Väter kümmern sich nach der Zeugung nicht mehr um ihre Nachkommen.

Ein Kinderhort ist eine abgeschirmte automatische Einrichtung mit 100 oder mehr Kindern, die nur durch einen Kinderwart und einige Helks überwacht wird. Kinderwarte stehen in der Gesellschaft der Loower auf der untersten sozialen Stufe.

Im Kinderhort werden die Kinder weitgehend sich selbst überlassen, bis sie als Neuner durch den letzten Sprung zum Erwachsenen werden. Dadurch soll es zu einer natürlichen Auslese kommen, bei der nur die stärksten und intelligentesten Jungen überleben.

Die Edukatoren, Lernmaschinen zum Wissenserwerb, werden hauptsächlich von den lernbegierigen Vierern benützt.

Aufgrund der Sprungschmerzen entwickeln die isolierten Kinder heftige Aggressionen. Es kommt zu vielen Unfällen und Todesfällen. Kinderwarte wagen sich daher nur gepanzert und unter dem Schutz ihrer Helks in die Kinderhorte.

Karn-Tergs Hort

Der nach einem Mord zum Tode verurteilte Pilot Karn-Terg wird begnadigt und in einen Kinderhort auf Alkyra II verbannt. Dort entwickelt er eine persönliche Beziehung zu einem Mädchen in der Altersgruppe der Einer. Nach ihrem Tod durch einen der Neuner beginnt er den Hort zu reformieren.

Durch das Erzählen von Geschichten kann er eine Beziehung zu den Kindern aufbauen und den Hort befrieden. Durch eine Verbesserung der Sprungkammern werden die Metamorphoseschmerzen und die damit verbundenen Aggressionen reduziert. Dies reduziert auch die Amnesien.

Aufgrund der minimalen Todesfälle und der gezielten Schulung in diesem Hort schicken immer mehr einflussreiche Mütter ihre eigenen Kinder in Karn-Tergs Hort. Dadurch wächst dieser auf mehr als 10.000 Kinder an. Um eine so große Anzahl von Kindern betreuen zu können, setzt Karn-Terg ältere Kinder als Helfer ein. (PAN-THAU-RA 2)

Bekannte Loower

Technik

Die Loower beherrschen die Technik der Hyperfeldzapfung zur Energiegewinnung.

Die Waffen der Loower beruhen auf 5-D-Basis. Eine der loowerischen Waffen ähnelt der Transformkanone.

Nach der Erhöhung der Hyperimpedanz nutzen die Loower eine Energieform, die aus einem fremden Universum stammt, welches auch die Heimat der Monaden war. Da diese Energieform von der Hyperimpedanz-Erhöhung kaum beeinträchtigt wird, sind ihre Raumschiffe jeder Einheit der anderen galaktischen Völker weit überlegen. Über die Weiterentwicklung der loowerischen Technologie nach dem Verschwinden der Monaden ist nichts bekannt.

Transmiterm-Rotator

Als Antrieb dient der Transmiterm-Rotator, mit dem man bei großen Raumschiffen eine Transition von maximal 5213 Lichtjahren ohne Entstofflichung erreicht. Ein Pulsationsverfahren sorgt für einen nahtlosen Übergang in die nächste Transition, die von der Besatzung nicht wahrgenommen werden kann. Loowerische Einheiten können mit dieser Antriebstechnik Sprünge durch den Hyperraum praktisch »aus dem Stand« durchführen.

Die 5-D-Energien des Zapfers werden ohne Umwandlung in ein Transmitterfeld geleitet. Der Transmiterm-Rotator erzeugt dann einen Strukturriss-Einlasssektor, der mit Nullfeld-Überschussabstrakten angereichert wird.

Der Vorteil dieses Verfahrens ist der geringe Raumbedarf des Antriebs, der den Einbau auch in kleinere Einheiten, selbst in Einzelelementen von Helks, möglich macht. (PR 879)

Helks

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Heft: PR 902
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Die meisten Loower haben einen persönlichen Roboter, der als Helk bezeichnet wird. Ein Helk besteht in der Regel aus mehreren Modulen, die sich in verschiedenen Konfigurationen zusammensetzen können.

Ein berühmter Helk, ein Höhepunkt der Technik der Loower, ist der Saqueth-Kmh-Helk, mit dem die Loower auf der Suche nach Laires Auge ins Solsystem vordringen.

Nistor, der Helk des Quellmeisters Pankha-Skrin, kann selbst intergalaktische Entfernungen zurücklegen. Er ist walzenförmig mit 16,8 m Länge und 6,4 m Durchmesser. Er besteht aus neun Elementen, von denen drei bewaffnet sind. Jedes der neun Elemente besitzt einen eigenen Hyperfeldzapfer und einen Transmiterm-Rotator mit einer Transitionssprungweite von 263 Lichtjahren. (PAN-THAU-RA 1, PR 878 ff., PR 903)

Raumschiffe

Loowerische Raumschiffe haben die Form eines Kegels. Das Verhältnis zwischen Höhe und Heckdurchmesser stieg im Laufe der Geschichte von 2,8:1 auf 4:1. Moderne loowerische Großraumschiffe erreichen bei einem Heckdurchmesser von 200 Metern eine Höhe von 800 Metern.

Die Einheiten der loowerischen Flotten, die im April 1341 NGZ in der Milchstraße erscheinen, sind keilförmig und bis zu einem Kilometer lang. Sie ähneln den Fragmentraumern der Posbis und wirken aufgrund ihrer chaotischen Oberflächenstruktur beinahe wie Wracks. Sie werden deshalb auch als »Trümmerschiffe« bezeichnet. (PAN-THAU-RA 1)

Neunturmanlagen

Diese aus neun Türmen bestehenden Anlagen werden stets in der typischen Bauweise der Loower errichtet, die dem ganzen Bauwerk den Anschein gibt, es würde sich um eine in Trümmern liegende Ruine handeln. Tatsächlich sind sie über lange Zeiträume hinweg voll funktionsfähig, der Trümmercharakter soll darüber hinwegtäuschen. Die Neunturmanlagen wurden nach den Grundsätzen der Entelechie konzipiert und sind auch ein Symbol für die Suche der Loower nach der Materiequelle, die neun Auslässe haben soll.

Die Neunturmanlagen strahlen alle dreiundzwanzig Stunden und achtzehn Minuten sechsdimensionale Signale ab, die sogar andere Universen erreichen können. Dabei sammeln drei Türme jeder Neunturmanlage die 5-D-Energie nahegelegener Sonnen auf und strahlen sie, in sechsdimensionale Impulse umgewandelt, wieder ab. (PR 815 Kap. 5)

Jede Neunturmanlage wird von einem so genannten Türmer geleitet. (PR 815, PR 890)

Geschichte

Augendiebe

Die Loower erbauten zusammen mit anderen Völkern einen Schwarm. Da sie fürchteten, aufgrund von Manipulationen der Kosmokraten nach Erledigung dieser Aufgabe zu degenerieren und in die Bedeutungslosigkeit zurückzufallen, trachteten sie danach, durch eine Materiequelle in den Lebensbereich der Kosmokraten vorzudringen.

Aus diesem Grunde stahlen sie vor etwa 18.000.000 Jahren dem Kosmokratenroboter Laire das Auge, das es ihm erlaubte, den Bereich hinter den Materiequellen zu erreichen. Da sie bald feststellten, dass das Auge ihnen nur bei einer bestimmten Materiequelle den Durchgang erlauben würde, versteckten sie es auf der Erde. Die Suche nach der richtigen Materiequelle wurde zum Lebensinhalt des gesamten loowerischen Volkes.

Die Loower überwachten das Auge aus der Ferne. Der Behälter des Auges strahlte dazu vermutlich alle 226.000 Jahre einen Impuls aus. Aus Tarnungsgründen verzichteten die Loower auf Siedlungswelten und bauten ihre Stützpunkte bei ihrer Suche nach der richtigen Materiequelle als halb in Trümmern liegende Neunturmanlagen. Sie entwickelten das Tiefenbewusstsein, um ihre Pläne unbeobachtet verfolgen zu können. (PR 900)

Kontakt mit den Terranern

Alaska Saedelaere gelangte 3442 auf Red Question Mark II, einer winterlichen Welt, auf der er von einem loowerähnlichen Volk mit einfacher Technik gefangen genommen wurde. Der Transfer erfolgte anscheinend über einen zeitbrunnenartigen Zugang über die Brücke in die Unendlichkeit.

In Erwartung des nächsten Impulses von Laires Auge siedelten sich fünf Generationen vorher einige Loower bei der Neunturmanlage auf der marsgroßen Ödwelt Alkyra II an, die 72.300 Lichtjahre von Sol entfernt im Halo der Milchstraße lag. Von dort aus überwachten sie Laires Auge. Sie unterwarfen sich zur Tarnung der Duade. Dieses amöbenartige Wesen konnte andere Lebewesen telepathisch beherrschen und war durch die Ausstrahlungen der Neunturmanlage intelligent geworden. Durch die Versetzung Terras in den Mahlstrom der Sterne blieb der erwartete Impuls zunächst aus.

Als der Impuls von Laires Auge 3586 verspätet und verändert eintraf, starteten die Loower Jarkus-Telft und Gnogger-Zam mit dem Saqueth-Kmh-Helk, um die Geschehnisse zu klären. Die Situation spitzte sich zu, weil ein Mutant namens Boyt Margor das Auge mittlerweile gefunden hatte und es für seine Zwecke missbrauchte.

Eine 18.000 Einheiten umfassende Flotte der Loower materialisierte 3586 unter der Leitung des Türmers Hergo-Zovran im Solsystem. Die Loower hatten als ehemaliges Dienervolk der Kosmokraten eine sehr hoch entwickelte Technik, der die Terraner nichts entgegenzusetzen hatten. Allerdings waren die Loower nicht auf Krieg aus. Sie besetzten den Mars und bauten dort eine Neunturmanlage auf. (PR 878, PR 879, PR 891, PR 892)

Pankha-Skrin, der Quellmeister

3586 identifizierte der Quellmeister Pankha-Skrin die Materiequelle Gourdel in der Galaxie Erranternohre als die gesuchte Materiequelle. Der Quellmeister schickte die GONDERVOLD, unter Kommandant Burnetto-Kup mit dessen Helk Nistor zum Versteck des Auges.

Pankha-Skrin wurde von den Zaphooren in die Kosmische Burg des Mächtigen Murcon entführt. Pankha-Skrin wollte ohnehin in diese Burg gelangen, um dort einen der sieben Schlüssel für Laires Auge zu holen. Dort traf er auf die Besatzung der BASIS, die unter Leitung von Perry Rhodan ebenfalls auf der Suche nach den sieben Schlüsseln war. Auf getrennten Wegen gelangten die BASIS und der Quellmeister zur Kosmischen Burg Lorvorcs. Nach den dortigen Geschehnissen wechselte Pankha-Skrin mit auf die BASIS und begegnete dort Laire, der ihm zunächst feindlich gegenübertrat. Beide schlossen jedoch einen Waffenstillstand.

Als Pankha-Skrins Helk Nistor mit Laires Auge in Erranternohre eintraf, kam es erneut zum Streit zwischen dem Quellmeister und Laire. Laire übergab das komplettierte Auge an Perry Rhodan, nachdem er Pankha-Skrin in einem Psychoduell besiegt hatte. (PR 903, PR 904, PR 959)

Das Ende der Suche

Im Jahre 3587 drang der Quellmeister Pankha-Skrin mit Laire in das Vorfeld der Materiequelle ein. Dort traten die Kosmokraten über das Skri-marton des Quellmeisters mit ihm in Verbindung und überzeugten ihn, dass die Angst seines Volkes vor den Kosmokraten unbegründet sei. Da die Suche nach der Materiequelle beendet war, verloren die Loower ihr Tiefenbewusstsein. Manche Loower glaubten allerdings, dass das Tiefenbewusstsein ihnen von den Kosmokraten geraubt worden war.

Der Planet Alkyra II, von dem aus die Loower schon seit längerer Zeit Laires Auge auf Terra überwacht hatten und wo eine Neunturmanlage errichtet worden war, sollte zur neuen Heimat der Loower werden. Dort sammelten sich die Loower aus dem ganzen Universum. Millionen von loowerischen Raumschiffen sammelten sich über dem Planeten, wurden teilweise demontiert und zusammengekoppelt, bis innerhalb von rund 70 Jahren eine Kugelschale rund um Alkyra II entstand. Diese gigantische Stadt namens Schanha-Scha wurde zur Heimat des gesamten Volks der Loower.

In den folgenden Jahren kam es zu einer Spaltung des loowerischen Volkes. Hierfür waren nicht zuletzt die neuen Erziehungs- und Betreuungsmethoden des Kinderwartes Karn-Terg verantwortlich. Die Gruppen der Eindenker und der Zweidenker entstanden und verfolgten unterschiedliche Ziele. Während die Eindenker mit dem Zustand der Sesshaftigkeit zufrieden waren, wollten die Zweidenker den Weltraum wieder als Nomaden durchziehen. Einige Loower verdingten sich als Söldner, andere wurden vordergründig als Missionare für die Neo-Entelechie tätig. Sie errichteten auf über 700 Welten im Einflussbereich der LFT Missionsstationen für die Neo-Entelechie, in der Interessierte aus allen Völkern diese Denkweise als spirituellen Weg erlernen konnten. Die ersten Missionsstationen wurden sehr wahrscheinlich bereits während der Zeit der Monos-Diktatur gegründet. Eine solche Mission befand sich auch auf Terra. (PR 978, PAN-THAU-RA 2)

Der Lebenskrieg

Als sich im Jahre 1331 NGZ die Hyperimpedanz erhöhte, hatte dies katastrophale Folgen für Schanha-Scha. Die Zweidenker betrachteten dies als direkten Angriff der Kosmokraten auf das Leben an sich und aus ihrer Sicht war ein weiterer, finaler Schlag der Kosmokraten nur eine Frage von kurzer Zeit. In der Logik dieser Erwartungen war es für die Zweidenker folgerichtig und moralisch vertretbar, aktiv gegen die Kosmokraten vorzugehen und den »Krieg um das Leben«, kurz Lebenskrieg, hinter die Materiequellen zu tragen. Dieser Erstschlag sollte die Kosmokraten zur Aufgabe ihrer angeblichen Pläne zwingen.

Mithilfe der Monaden entdeckten die Zweidenker das Versteck der PAN-THAU-RA und erkannten, dass es infolge der Hyperimpedanz-Erhöhung zu einer Lockerung der »Anker« gekommen war, die das Sporenschiff zwischen den Dimensionen hielt. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Eindenkern lösten sich immer mehr Raumschiffe aus Schanha-Scha. Die Zweidenker unter der Führung von Kilan-Gerp wollten die PAN-THAU-RA erobern, in den Normalraum versetzen und mit ihr als Waffe hinter die Materiequellen vordringen.

Die Eindenker, angeführt von Hisk-Mekang, befürchteten, dass die Kosmokraten erst aufgrund der Gefahr durch die Zweidenker einen Schlag gegen das Leben ausführen würden. Daher folgten sie ihren Artgenossen mit weiteren Schiffen, bis die Sphärenstadt nicht mehr existierte.

Millionen Loower und Helks führten ab 1337 NGZ einen Angriff gegen die PAN-THAU-RA. Die Kampftruppen arbeiteten sich im Inneren des Sporenschiffs zu den Zentralen vor und öffneten dabei alle erreichbaren Sektoren zum Vakuum, um die in der PAN-THAU-RA lebenden Biophore-Wesen zu vernichten. Kilian-Gerp rechtfertigte dies mit dem angeblichen Zeitdruck und der Priorität des Kampfs für das Leben. Dieser durfte nicht aufgehalten werden.

Im April 1341 NGZ erschienen loowerische Flotten an verschiedenen Punkten in der Milchstraße und fielen mit beispielloser Grausamkeit übereinander her. Beide Parteien versuchten zu den Planeten vorzudringen, auf denen sich Missionen der Neo-Entelechie und somit auch Transferstationen befanden. Die Eindenker wollten die Transferstationen in Betrieb nehmen, während die Zweidenker sie bewusst ausschalten wollten. Erreichte eine der Parteien ihr Ziel, so hüllte sie mit den Anlagen der Transferstation den gesamten Planeten in einen undurchdringlichen Energieschirm.

Da beide Loowerflotten nur mit sich selbst beschäftigt waren, bei ihren Kämpfen allerdings auch die Vernichtung ganzer Welten in Kauf nahmen, führten die Terraner zunächst keine Angriffe gegen sie. Als die Heimatflotte der Oxtorner einen unautorisierten Angriff auf zwei sich bekämpfende Loowerflotten flog, gingen diese gemeinsam gegen den neuen Feind vor. Praktisch die gesamte Flotte der Oxtorner wurde aufgerieben, Perry Rhodan galt seitdem als verschollen. Reginald Bull befahl die Evakuierung aller Welten, auf denen sich Missionen der Neo-Entelechie befanden, sobald diese in Gefahr gerieten.

Die Kämpfe erreichten einen neuen Höhepunkt, als es Kilan-Gerps Loowern tatsächlich gelang, die PAN-THAU-RA in der Nähe des LFT-Planeten Taura in den Normalraum zurückstürzen zu lassen. Die verbliebenen Loowerflotten beider Parteien wurden in diesem Gebiet zusammengezogen und kämpften weiter gegeneinander. Im Inneren des Sporenschiffs kam es zur Konfrontation der Brüder Kilan-Gerp und Hisk-Mekang. Letzterer drohte mit der Vernichtung Tauras, sollte Perry Rhodan sich weigern, die Selbstzerstörung der PAN-THAU-RA auszulösen.

Baya Gheröl, Joker und die Monaden bereinigten die Situation, indem sie mit Guckys Hilfe eine psionische Schockwelle ausstrahlten, durch die alle Loower miteinander versöhnt wurden. Kilan-Gerp gab seine Pläne auf. Es war schon immer Baya Gheröls Plan gewesen, auf diese Weise mit den Monaden in das Geschehen einzugreifen. Jetzt sollte die PAN-THAU-RA zur neuen Heimat für sie und die Plasmawesen werden. Die Loower transportierten bereitwillig alle Monaden auf das Sporenschiff und zogen ab, um Schanha-Scha neu zu errichten.

Durch die endgültige Inbesitznahme der PAN-THAU-RA wurde ein Selbstvernichtungsmechanismus in Joker aktiviert, der das gesamte Sporenschiff vernichtete. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Loower mehr an Bord. (PAN-THAU-RA 1, PAN-THAU-RA 2, PAN-THAU-RA 3)

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