Y'Man

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Y'Man war ein von den Uralten von Chail erschaffener Roboter. In der Sprache der Chailiden bedeutete der Name »Geburtshelfer«. In der Robotersprache der Missgebauten von Osath bedeutete der Name soviel wie »Freiheit«, »Würde« und »Hoffnung«.

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Der Roboter war nach humanoidem Vorbild geformt. Er hatte eine Körpergröße von circa 1,35 Metern. Der gedrungene Rumpf glich einem Plattenpanzer mit Gelenkschalen und ringförmigen Elementen in der Körpermitte. Die Hülle war stumpfgrau. Der im Verhältnis zum Körper etwas zu große Kopf ähnelte dem eines Menschen mit Pagenschnitt, allerdings war das Gesicht völlig starr. Der Kopf sah deshalb aus wie eine auf den Robotkörper aufgesetzte Büste. Die Augen bestanden aus gelblichem, kristallinem Material. Sie waren ebenfalls starr und traten etwas hervor.

Arme und Beine waren im Verhältnis zum Körper etwas zu kurz. An den Händen hatte Y'Man fünf Finger, die Füße waren wie vorne abgerundete Schuhe geformt. Y'Man bewegte sich langsam und etwas unbeholfen.

Charakterisierung

Y'Man konnte völlig frei denken und war sogar zu Empfindungen fähig. Er half den Gefangenen in der Stadt der Freien und den Altwesen. Wenn er Wesen fand, die er für seine Zwecke gebrauchen konnte, holte er sie in sein Versteck. Er befreite immer wieder gestrandete Raumfahrer und half ihnen, die Stadt der Vergessenen zu erreichen.

Er hielt diese Rebellen gegen den Herrn in den Kuppeln aber bewusst unwissend und sorgte dafür, dass ihre Aktionen unkoordiniert waren, weil er wusste, dass der Herr in den Kuppeln sie vernichten würde, wenn er eine Bedrohung in ihnen erkennen müsste. Chaos und die Vernichtung einer Kultur wären die Folge. Y'Man wollte deshalb alles vermeiden, was auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Herrn in den Kuppeln hinauslief.

Y'Mans Ziel bestand darin, den Herrn in den Kuppeln durch die bloße Tatsache, dass immer wieder Lebewesen aus der Stadt der Freien flohen, zum Umdenken zu bewegen. Er meinte, der Herr in den Kuppeln handele nicht bewusst grausam gegen die Raumfahrer, sondern sei im Grunde friedliebend und suche nur nach einem Sinn für seine Existenz.

Besonderheiten

In technisch-maschineller Form trug Y'Man einen Teil der Uralten in sich, so dass er Gefühle empfinden konnte und besondere Fähigkeiten hatte. So schien er eine Gabe zu besitzen, die ihn zu einer Art Kosmospürer machte. Wenn er sich ins All begab, konnte er die geistigen Strömungen des Kosmos aufnehmen und dadurch Erkenntnisse über weit entfernte Ereignisse oder kosmische Zusammenhänge gewinnen.

Von seinen Erschaffern wurde Y'Man mit einer besonderen Erinnerungssperre versehen. Er trug Milliarden subatomarer Para- und Diamagneten in sich, die in direktem Kontakt mit seinem Bewusstsein standen. Sie blockierten seine Erinnerungen selektiv, das heißt nach und nach wurden bestimmte Erinnerungen freigegeben. Die entsprechenden Nanomaschinen wurden dann aus seinem Körper ausgestoßen, wobei sie in eine pseudo-kryogene Form eingebettet und in die Form kleiner Würfel gebracht wurden. Y'Man konnte diese Würfel auch für andere Zwecke nutzen. Um sie zu programmieren, musste er sich nur etwas vorstellen. Er konnte sie dann als Datenspeicher in Computersysteme einschleusen. Die Würfel lösten sich dabei in eine pulverige Substanz auf.

Y'Man trug außerdem etwas in sich, das als »Imager« bezeichnet wurde und nur auf Roxharen wirkte. Unter dem Einfluss des Imagers, den Y'Man auch deaktivieren konnte, glaubten die Roxharen, der Roboter wäre ein Lebewesen.

Geschichte

Entstehung

Nach der Etablierung des Mentalen Netzes durch die Roxharen verloren die meditierenden Chailiden die Fähigkeit, andere Planeten mental zu erreichen. Die mentalen Kontakte wurden ihnen von den Roxharen nur noch vorgegaukelt. Die Uralten, zu denen auch Mussumor gehörte, unternahmen mehrere Versuche, Informationen von außerhalb zu sammeln. Unter anderem erschufen sie fünf gepanzerte organische Wesen, die aber nicht lebensfähig waren. Sie wurden den Roxharen zugespielt, um sie davon abzulenken, dass ein weiterer Bote erbaut wurde - dieser Bote war der Roboter Y'Man. Er wurde mit einer Erinnerungsblockade versehen und gelangte auf ungeklärte Weise nach Osath.

Auf Osath

Y'Man und seine wenigen robotischen Helfer waren vom Herrn in den Kuppeln unabhängig, sie waren seine erbitterten Gegner. Sie hielten sich oft im Bezirk der Geister auf. Als Y'Mans Plan, den Herrn in den Kuppeln durch die Befreiung der Raumfahrer zum Umdenken zu bewegen, nicht erfolgreich war, war er ratlos. Er hoffte, dass experimentierende Gruppen in der Stadt der Vergessenen eines Tages eine Möglichkeit finden würden, den Herrn in den Kuppeln ohne ernsthaften Kampf zu beeinflussen.

Atlan erfuhr erstmals im April 3791 von Kelshur, dass der Herr in den Kuppeln in Y'Man einen Gegner hatte. Atlan versuchte, Kontakt zu Y'Man zu erhalten, um auf diese Weise zum Herrn in den Kuppeln gelangen zu können und ihn dazu zu bewegen, die SOL freizugeben. Y'Mans Sensoren sprachen auf Atlan an, er fühlte sich zu ihm hingezogen. Mit Hilfe des Kontrex' brachte Atlan Y'Man noch vor ihrer eigentlichen Begegnung dazu, die Buhrlos in den Weltraum zu bringen, den sie wegen ihres besonderen Metabolismus' aufsuchen mussten.

Wenig später erreichten Atlan und seine Begleiter die Stadt der Vergessenen, wo sie schnell durchschauten, dass Y'Man gar kein Interesse daran hatte, aktiv gegen den Herrn in den Kuppeln vorzugehen. Akitar, einer der hier gestrandeten Raumfahrer, war ein Vertrauter Y'Mans. Atlan brachte Y'Man dazu, wenigstens über Funk mit ihm zu sprechen, indem er mit der Vernichtung eines wichtigen Kommunikationszentrums drohte. Y'Man informierte Atlan über seine Einschätzung der Lage. Als die Stadt der Vergessenen am gleichen Tag von Robotern des Herrn in den Kuppeln angegriffen wurde, mussten Atlan, seine Begleiter und Akitar nach Viorvarden fliehen.

Als Atlan dort am 20. Mai den Häschern Ushannyns in die Hände fiel, wobei es zu Kämpfen zwischen Ushannyns Leuten und den Männern Forresjors kam, erschien Y'Man und hielt den Kontrahenten eine Moralpredigt. Dann verschwand er wieder. Aus Respekt vor ihm stellten Ushannyn und Forresjor die Kämpfe zumindest vorübergehend ein, Atlan konnte gehen. Es gelang Y'Man, das Tal der Kuppeln zu erreichen und mit Akitar in eine der Kuppeln einzudringen. Allerdings bestand er die Prüfungen des Herrn in den Kuppeln nicht und wurde nicht zu diesem vorgelassen.

Auf der SOL

Y'Man befand sich Ende Mai vorübergehend auf der SOL, um Weicos zu unterstützen. Es gelang ihnen, die Übersiedlung von circa 5000 Solanern, Monstern, Extras und Buhrlos nach Osath zu ermöglichen. Y'Man begrüßte die Umsiedler auf dem Planeten und half ihnen mit seinen Mißgebauten während der Eingewöhnungsphase. Er begab sich danach auf die SOL und blieb an Bord, als das Schiff das Mausefalle-System am 20. Juni verließ. Er wollte sich bei Atlan für dessen Hilfe revanchieren, indem er nun dem Arkoniden half.

Akitar beobachtete Anfang Juli 3791, wie Y'Man kleine Würfel versteckte, die der Chailide für Nahrungskonzentrate hielt. Tatsächlich waren es die Nanoroboter, die Y'Mans Erinnerungen blockierten. Diese Blockade löste sich nun nach und nach, Y'Man schied die Würfel in immer kürzeren Abständen aus. Von Akitar ließ er sich über Chail und die Chailiden erzählen, weil er beabsichtigte, dem dort verschollenen Atlan zu folgen. Gleichzeitig klärte er die Solaner über die aktuelle Situation auf, worüber Chart Deccon nicht erfreut war.

Auf Chail

Y'Man landete mit einem Beiboot auf Chail und begab sich auf der Suche nach Atlan in die Blaue Stadt. Dort spielte er den Kommandanten Phin'Sar und dessen Gehilfen Beng'Tut gegeneinander aus und sorgte für diverse andere Ablenkungen, um sich ungestört umsehen zu können. Er wurde nicht behelligt, weil die Roxharen ihn für ein Lebewesen hielten und darauf bauten, dass er schon bald dem Einfluss des Mentalen Netzes unterliegen würde.

Er drang in den Turm ein, in dem alle Raumfahrer gefangen gehalten wurden, die vor circa 160 Jahren Expeditionen nach Chail entsandt hatten. Er schloss Freundschaft mit Vrix und Polaw, letzterer zeigte ihm fünf tote Lebewesen, die Y'Man glichen. Der Roboter ahnte noch nicht, dass er seine »Prototypen« vor sich hatte. Als Y'Man versuchte, in die Steuerkuppel des Mentalen Netzes einzudringen, wurde er durch ein von Ai'Synn erzeugtes Fesselfeld gefangen. Dann erschien Vrix und identifizierte Y'Man als Freund der Rebellen der Grünen Sichel von Nar'Bon, der auch Ai'Synn angehörte. Ai'Synn hatte schon Kontakt mit Bjo Breiskoll und Wajsto Kolsch, die auf Chail gefangen gehalten wurden. Von Ai'Synn erfuhr der Roboter mehr über die wahren Absichten der Roxharen und den Geistigen Faktor. Gemeinsam drangen sie in die Kuppel ein. Dort machte Y'Man sich mit der Steuerung des Mentalen Netzes vertraut und speiste mit seinen Nanomaschinen eine falsche Information ein, der zufolge ein Asteroid auf Chail einzuschlagen drohte.

Als die meditierenden Chailiden diese Information am Folgetag aufnahmen, strömten Massen von Chailiden in die Blaue Stadt, so dass ein Chaos auszubrechen drohte. Die Roxharen sperrten die Stadt daraufhin ab. Y'Mans Intrigen hatten inzwischen dazu geführt, dass Beng'Tut Phin'Sars Gefährtin Soon'Kum vergiftete. Y'Man verschaffte sich erneut Handlungsfreiheit, indem er einen seiner toten »Prototypen« in seinem Quartier unterbrachte. Er quetschte die Wahrheit aus Beng'Tut heraus und sorgte dafür, dass die Roxharin gerettet wurde, weil ihr Tod mit seinen moralischen Vorstellungen unvereinbar gewesen wäre. Dann half er Ai'Synn und den gefangenen Fremdwesen, aus der Stadt zu entkommen. Er schob Beng'Tut die Schuld für die Manipulation des Mentalen Netzes in die Schuhe und bot Phin'Sar seine Hilfe unter der Bedingunng an, dass dieser Bjo Breiskoll und Wajsto Kolsch freiließ. Der Roxhare ging auf diesen Handel ein.

Die Friedenszelle

Nach der Reparatur des Mentalen Netzes wurden Y'Man, Wajsto Kolsch und Bjo Breiskoll nach Ushun gebracht. Die bisherigen Erlebnisse hatten einen Teil der Sperren gelöst, durch die bisher Y'Mans Erinnerungssektoren blockiert wurden. Als Atlan eintraf, berichtete Y'Man ihm von seinen Erkenntnissen. Plötzlich kam Y'Man zu Bewusstsein, dass er Atlan eine wichtige Nachricht überbringen musste: Der Arkonide sollte auf seinem Weg nach Varnhagher-Ghynnst Friedenszellen aufbauen. Woher Y'Man dies wusste, blieb unklar. Chail sollte zum Kern der ersten Friedenszelle werden. Mit Gurdonars Hilfe nahmen Atlan und Y'Man Kontakt mit Mussumor auf und begaben sich nach Hashilan. Auch dort berichtete Y'Man von seinen Erkenntnissen. Sandun und Targar wollten ihm nicht glauben, aber dann eröffnete Mussumor ihnen und dem Roboter, wie und warum er wirklich entstanden war.

Es wurde veranlasst, dass alle Uralten sich aus dem Mentalen Netz zurückzogen. Allerdings wurde es von den Roxharen künstlich weiter stabilisiert. Y'Man begab sich mit Gurdonar zum Versteck der Faktorverbrecher. Diese sollten eine Keimzelle des Widerstands gegen die vom Geistigen Faktor beeinflussten Roxharen bilden. Auf Wunsch der Uralten sollte der Prozess ohne Gewalt ablaufen. Nur Y'Man durfte sich mit Billigung der Uralten erneut in die Blaue Stadt begeben. Dort begegnete der Roboter Chybrain, der ihn zu Zaygers Gefängnis führte. Gemeinsam vernichteten sie die Steuerkuppel des Mentalen Netzes, das somit endgültig zusammenbrach. Sie flohen mit einem Gleiter, dieser wurde aber abgeschossen. Sie wurden von Mussumor gerettet, der sie in Sicherheit teleportierte, dabei aber selbst verletzt wurde. Die drei wurden von den Rebellen der Grünen Sichel von Nar'Bon aufgenommen. Y'Man berichtete auch ihnen von seinem Plan, eine Friedenszelle zu erschaffen.

Als das Mentale Netz nicht mehr existierte, erhielten alle Meditierenden plötzlich mentalen Kontakt zu jenen Chailiden, die von den Roxharen zu anderen Planeten gebracht worden waren. Y'Man überredete Gurdonar, Akitar von der SOL nach Chail zu teleportieren, damit dieser zum neuen Anführer der Rebellen werden konnte, nachdem die Uralten auch ihn von seiner Erinnerungsblockade befreit hatten. Zusammen mit Akitar befreite er Atlan und die immunen Roxharen, die zwischenzeitlich wieder gefangen genommen worden waren. Dann entführten die beiden Phin'Sar, dieser konnte jedoch nicht von den Faktorverbrechern vom Einfluss des Geistigen Faktors »geheilt« werden. Er erhielt jedoch vom Geistigen Faktor den Befehl, Chail zu räumen.

Nach dem Erscheinen Nar'Bons, Phin'Sars Ende und dem Abzug der Roxharen blieb Y'Man auf Chail, um beim Aufbau der Friedenszelle zu helfen. Er wurde jedoch irgendwann zwischen 3791 und 3804 deaktiviert.

Quellen

Atlan 512 bis Atlan 515, Atlan 518 bis Atlan 521, Atlan 524, Atlan 527, Atlan 530 bis Atlan 532, Atlan 584

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Formatvorlagen
Werkzeuge