Zellaktivator

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt die Technologie der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für die Technologie der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Zellaktivator (PR Neo).
Für weitere Bedeutungen der Abkürzung ZA, siehe: ZA (Begriffsklärung).

Zellaktivatoren (ZA), eigentlich Zellschwingungsaktivatoren, dienen der Zellerneuerung und -regeneration sowie allgemein als Vitalenergiespender. Vereinzelt wurde für die sieben Zentimeter großen Geräte (Rudyn 1) auch die Bezeichnung Zellaktivierungsgenerator verwendet. (PR 253)

Von der Zeitstation der Meister der Insel auf Traversan wurde der Zellaktivator als Lebensspender bezeichnet. (Traversan 12)

Wirkungsweise

Die Ausstrahlung des Zellschwingungsaktivators besteht aus Dutzenden Arten von Emissionen, welche teilweise außerordentlich schwer zu kopieren sind. Eine davon beinhaltet eine Art Seele, beziehungsweise einen gesamthaften geistigen Abdruck einer Persönlichkeit. Zur Zeit des Solaren Imperiums wurden hunderte Versuche unternommen, diese Strahlung zu enträtseln und Zellaktivatoren selbst herzustellen. Sie blieben allesamt erfolglos. (Atlan 423, S. 17–19)

Relative Unsterblichkeit

Durch die Aussendung einer fünfdimensionalen Schwingung bewirkt der Aktivator, im Gegensatz zu der 62 Jahre anhaltenden Konservierung durch die Zelldusche (PR 19), eine ständige Regeneration des genetischen Kodes seines Trägers durch die Erzeugung eines Enzyms, das die verschiedenen Repressoren von den Molekülen der Desoxyrebonuklein-Säure (DNS) entfernt, wodurch die Zellen unendlich teilungsfähig werden. Dies führt zur relativen Unsterblichkeit. Da es viele Arten von Zellen gibt, ist diese Funktion des Zellaktivators sehr komplex gestaltet. Voraussetzung zum Funktionieren eines Zellaktivators ist also die grundsätzliche Fähigkeit eines Lebewesens zur Zellteilung. (PR 793 – Computer)

Der Träger eines Zellaktivators ist weitgehend immun gegen Gifte und Krankheiten, seine Wunden heilen schneller und sein Körper regeneriert schnell die verbrauchten Kräfte. Zudem benötigt er erheblich weniger Schlaf als ein Normalsterblicher.

Zitat: »[...] Perry war in der Tat seit fast zwei Tagen nicht mehr im Bett gewesen. Der Terraner lächelte in sich hinein. Dank seines Zellaktivators konnte er auch die doppelte Zeit durchhalten, ohne auf medizinische Unterstützung zurückgreifen zu müssen. [...]« (PR 2401)

Nichtsdestotrotz gab es im Laufe der Zeit eine nicht zu verachtende Fluktuation unter den Zellaktivatorträgern (ZA-Trägern).

Der Zellaktivatorträger stirbt nur durch Gewalteinwirkung, Verlust oder Versagen des Gerätes. Er kommt maximal 62 Stunden ohne Zellaktivator aus. Ein Verlust oder ein Versagen des Aktivators führt danach zum Tod durch Explosiven Zellverfall. Es wird angenommen, dass binnen acht Tagen nach erstmaligem, ununterbrochenem Tragen des ZAs dieser nicht mehr abgelegt werden kann, ohne dass die 62-Stunden-Frist abzulaufen beginnt. (Atlan 49)

Ein Zellaktivatorträger sollte seinen Aktivator zwar ununterbrochen tragen, allerdings genügt es, das Gerät nur alle vier bis fünf Stunden für etwa zehn Minuten anzulegen, damit die lebenserhaltende Wirkung nicht unterbrochen wird. Auf diese Weise kann ein Aktivator auch zwei oder gar mehr Personen dauerhaft am Leben halten, doch dies ist umständlich und kaum praktikabel. (PR 472, PR 1598)

Heilwirkung

Wie Atlan da Gonozals Roboter Rico ermittelte, reagierte der Zellaktivator auf die Gehirnströme seines Trägers. Im Falle Atlans nutzte dieser den Zellaktivator bei seiner Wanderung durch die Geschichte Terras mehrfach zur Heilung anderer Personen von Krankheiten oder Verletzungen. Dies war von der Intention Atlans abhängig. Wollte der Arkonide einer Person helfen, so heilte der Zellaktivator. Hätte Atlan einer Person, die seinen Zellaktivator trug, diese Hilfe versagen wollen, hätte der Zellaktivator diese Person getötet. (PR-TB 95)

Da Atlan im 11. Jahrhundert die Identität des Trägers seines gestohlenen Zellaktivators nicht kannte, reagierte dieser somit nicht tödlich. (Jubiläumsband 2, Story 1)

In Ausnahmefällen erkrankten Zellaktivatorträger dennoch. So erkrankte etwa Ras Tschubai 3581 an Krebs, gegen den zunächst weder der Zellaktivator noch Medikamente halfen. (PR 739)

Fatale Nebenwirkung

Aufgrund der permanenten Erneuerung des Gen-Kodes der Körperzellen durch den Zellaktivator verliert der Körper nach einiger Zeit – man vermutet acht Tage (siehe unten) – die Fähigkeit, seinen Gen-Kode selbständig zu erneuern. Innerhalb dieser Zeit ist es noch möglich den ZA abzulegen, ohne dass es zum Tod des Trägers kommt. Nach Ablauf dieser »Eingewöhnungszeit« kommt es – 60 bis 62 Stunden nach Ablegen des Zellaktivators – zum Explosiven Zellverfall, unabhängig davon, ob der Träger bereits seine natürliche Lebensspanne überschritten hat oder nicht.

Zitat: »[...] Der betreffende Organismus wird dadurch nach einer gewissen Zeit unfähig, seinen Genkode selbst aktiv zu erhalten. Daraus folgt, daß ein Aktivatorträger, dem man sein Gerät abnimmt, selbst dann innerhalb relativ kurzer Zeit stirbt, wenn seine natürliche Lebensspanne noch nicht abgelaufen ist. [...]« (PR 794)
Zitat: »[...] Sie sind an die ständig kommenden Reizimpulse Ihres Aktivators gewöhnt. Genaugenommen, sind Sie ein durch und durch Süchtiger. [...]« (PR 96)

An anderer Stelle ist der Zeitraum etwas länger, so starb Ovaron trotz einer jahrelangen – wenn auch nicht störungsfreien Phase – des Tragens des Zellaktivators nicht am Explosiven Zellverfall, sondern siechte über Jahre dahin. (PR 738) Das Ablegen eines lemurischen Zellaktivators hingeben verursachte unmittelbar einen extrem beschleunigten Alterungsprozess, der innerhalb einer Minute zum Tod führte. Dies erlebte Atlan 3460 bei Ermigoa Merota, die in seinen Armen starb. (PR 683)

Die linguidische Friedensstifterin Dorina Vaccer hatte ihren Zellaktivator ungefähr zwei Jahre getragen, als sie den ihren 1173 NGZ ablegte. Dorina Vaccer hatte danach wochenlang schwere Entzugserscheinungen, die sich in ständiger Übelkeit mit Schwindelanfällen bemerkbar machten. Sie und auch die anderen Linguiden, denen man den Zellaktivator abnahm, starben nicht. Vermutlich hat dieses mit dem Kima der Linguiden und dessen spezieller Verbindung zum Hyperraum, zu tun. (PR 1588, PR 1590)

Grenzen der Leistungsfähigkeit

Zellaktivatoren neutralisieren zwar die Wirkung der meisten Gifte, so dass ein ZA-Träger auch Schwierigkeiten hat, betrunken zu werden, allerdings sind auch sie gegen die Vergiftung mit einem hoch dosierten, besonders starken (tödlichen) Stoff machtlos. Da die Wirkung eines Zellaktivators gegen Gifte und andere in den Körper eingebrachte Schadstoffe erst »greifen« muss, kann seine Wirkung unterlaufen werden. (Ara-Toxin 6)

Den auf Paghal lebenden Hanumaya gelang es so im Jahre 447 NGZ beinahe, Atlan zu töten, indem sie ihn einem sich durch ihre Gabe der Materieumformung ständig veränderndem Gift aussetzten. (PR 1383)

Auch der Einsatz intelligenter, transmutativer Virenstämme kann die Schutzwirkung des Zellaktivators unterlaufen. Da diese Viren sich ständig verändern und weiterentwickeln, können sie den Organismus des ZA-Trägers beeinflussen, ohne dass das Gerät etwas dagegen ausrichten kann: Bevor seine Wirkung »greift«, haben die Viren sich schon wieder verändert. Zheobitt entwickelt derartige Virenstämme, die durch Nanobewusstseine gesteuert werden, im Jahre 1340 NGZ. (Ara-Toxin 6)

Im Jahre 1463 NGZ gelang es der Kybernetikerin Urga Chremtaka im Auftrag der Vatrox Duleymon die Siebenundsechzigste, den Zellaktivatorchip von Julian Tifflor mithilfe eines Hyperblitzes abzuschalten. So zwangen sie Tifflor, den Zeitspeer zu durchwandern. Am Ende funktionierte Tifflors Zellaktivator wieder. (PR 2590, PR 2591, PR 2592, PR 2593)

Anmerkungen zu differierenden Angaben

Über die Zeitspanne, wie lange ein Zellaktivator getragen werden kann, ohne dass es für den Träger bei Verlust akute negative Folgen hat, gibt es keine exakten Angaben. So gab Hendrik Vouner während des Zyklus Das Zweite Imperium seinen Aktivator nach etwa 14 Tagen an das Solare Imperium freiwillig ab und hat dies anscheinend lange überlebt. (PR 811) Atlan, Ronald Tekener und andere gingen von acht Tagen aus (Atlan 49, Rudyn 2), Gucky hingegen 2436 von nur drei Tagen. (PR 371) Anscheinend wurde dies von den Autoren je nach Bedarf sehr flexibel gehandhabt und dem Handlungsbogen des jeweiligen Bandes/Zyklus angepasst. Letztlich erledigte sich dieses Problem durch den Ersatz der Zellaktivatoren durch Aktivatorchips.

Laut einer von Ronald Tekener geäußerten Hypothese kann ein Zellaktivatorträger zunächst nur sechs Stunden ohne das lebenserhaltende Gerät auskommen. War der Aktivatorträger schon mindestens 430 Jahre lang im Besitz des Geräts, dann tritt der Explosive Zellverfall erst nach 62 Stunden ein. (Atlan 73) Hierbei handelt es sich aber um einen eindeutigen Autorenfehler.

Es ist nicht anzunehmen, dass Tekener, der sich selbst auf zweifelhafte Weise in den Besitz eines Aktivators gebracht hat, von seinem Vorgesetzten Atlan bis dahin nie ausreichend über die Eigenschaften seines Aktivators informiert worden ist.

Mehrfach wird auch berichtet, dass die Degenerationserscheinungen bereits vor Ablauf der 62 Stunden einsetzen.

Zitat: »[...] Shilter trug erst seit zwölf Stunden keinen Zellaktivator mehr, aber schon zeichnete sich der Prozeß des Zellzerfalls deutlich ab. Die ehemals straffe Haut war welk geworden und eingefallen. Der sandfarbene Haarkamm hatte sich grau verfärbt und gelichtet. [...]« (PR 794)
Anmerkung: Das unter 1.1. angegebene Zitat gilt aufgrund einer Anfrage bei Rainer Castor mittlerweile als quasi-kanonisch (wobei RC selbst eher zu einer anderen Interpretation neigt, sich allerdings den geschaffenen Heftfakten beugt; siehe Diskussionsseite zu diesem Artikel). Inwieweit die diversen Duploschablonen der ZA-Träger und die Geschichte um den Dual Dantyren darin logisch eingebunden werden können, bleibt abzuwarten.

Arten von Zellaktivatoren

Von ES verteilte Zellaktivatoren

Im Jahre 8002 v. Chr. erhielt Atlan da Gonozal von ES einen auf seine Zellschwingungen geeichten eiförmigen Zellaktivator, um die Kosmischen Ordnungsmächte in ihrem Konflikt mit den Chaotarchen zu unterstützen. Dieser an einer Halskette zu tragende Zellaktivator wurde – ebenso wie der für Perry Rhodan – schon Jahrmillionen vorher von den Baolin-Nda hergestellt und mit den Individualschwingungen seiner späteren Träger geeicht, um irgendwann seiner Bestimmung zugeführt zu werden. Die Individualschwingungen wurden dabei auf einem Memoring gespeichert, den der von Tiryk gesandte Carfesch ES lieferte. Nach der Feinjustierung begann ES mit der großangelegten Suche nach den beiden Trägern anhand der nun bekannten Individualschwingungen. (PR 1000)

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Hendrik Vouner (rechts) mit ZA, 2326
Heft: PR 154
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Ein »Ei« mit Kette
PR-Japan 397
© Hayakawa Publishing, Inc.
Anmerkung: In PR 50 wird erwähnt, dass sich Atlans Individualschwingungen während des biologischen Tiefschlafes leicht verändern. In der Medostation seiner Tiefseekuppel befindet sich eine Automatik, welche den Zellaktivator nach Beendigung des Tiefschlafes nachjustiert. Zudem lässt er für seinen ersten Besuch in Terrania seine Zellschwingungen abändern. Die Frequenzänderung muss folglich auch bei dem Zellaktivator erfolgt sein, andernfalls würde er unwirksam. Fraglich ist, inwieweit es möglich ist, einen einmalig justierbaren Zellaktivator beliebig nachzujustieren, da er ja ausschließlich von Atlan getragen werden sollte.

Nach der Lösung des Galaktischen Rätsels erhielt Perry Rhodan auf Wanderer, zusammen mit von ihm ausgewählten Mitstreitern, die relative Unsterblichkeit auf Raten mittels Zelldusche verliehen. (PR 19) Thomas Cardif forderte dann im Jahre 2103 in der Rolle seines Vaters von ES 21 Zellaktivatoren. 20 sollten an Antis gehen, in deren Schuld er stand; einen forderte er für sich. ES übergab ihm den Zellaktivator, der für Rhodan bestimmt war und der Cardifs Körper zur Explosiven Zellteilung anregte. (PR 112, PR 114) Nach Cardifs Tod erhielt Rhodan den Aktivator. (PR 116)

Anmerkung: Seit dem Jahre 2040 ist Perry Rhodan bekannt, dass ES an Atlan da Gonozal einen Zellaktivator ausgehändigt hat. In den 63 Jahren bis zum Jahr 2103 musste Rhodan sich mindestens einer Zelldusche unterziehen. Es ist nicht bekannt, warum er in dieser Zeit nicht bereits einen Zellaktivator für sich erbeten hat.

Die 20 Zellaktivatoren der Antis wurden von ES umprogrammiert und unbrauchbar gemacht. (PR 113) Sie wurden von Reginald Bull und ES in der Gestalt der kleinen Gwendolin Nuthar auf dem Planeten Arcomurth, auf dem Mitglieder des Báalol-Kultes versuchten, die Zellaktivatoren von ihrer »Umprogrammierung« zu befreien, wieder eingezogen. (PR-TB 179)

2326 verteilte ES vor seiner Flucht vor dem Schwarm 25 Zellaktivatoren in der Milchstraße, die sich bei der Annäherung eines intelligenten Lebewesens mit dem Peilsignal kurz-kurz-lang-kurz-kurz meldeten. (PR 150)

Darüber hinaus sandte ein Zellaktivator lichtschnelle und sehr starke Impulse aus, die über eine große Entfernung hinweg angemessen und auch identifiziert werden konnten. Eine Zuordnung der Impulse zu einem bestimmten Zellaktivator war somit möglich. Ein gestohlener Zellaktivator konnte angepeilt und eindeutig identifiziert werden, was eine abschreckende Wirkung auf mögliche Diebe hatte. (PR 371, S. 6)

Die meisten gefundenen ZA wurden an enge Vertraute Perrys (z. B. Mitglieder der Regierung, Wissenschaftler, Mutanten) verliehen und nur wenige fielen in die Hände von Nichtterranern. (PR 151) Ein ZA wurde versehentlich von Lemy Danger vernichtet. (PR 156)

Nur 21 der ursprünglich 25 verstreuten Aktivatoren wurden von Angehörigen des Solaren Imperiums aufgefunden. Die vier restlichen Zellaktivatoren wurden von einem terranischen Schiffbrüchigen und von Angehörigen planetengebundener Völker gefunden. Im Jahre 3583 vernichtete das Gen-Kode-Destruktionsfeld der Laren diese vier sowie den von Nos Vigeland. (PR 795)

Anmerkung: Warum die Laren nicht versuchten, die beschriebenen, charakteristischen lichtschnellen Impulse der Zellaktivatoren zur Ortung der terranischen Zellaktivatorträger zu nutzen, ist ungeklärt.

Abschaltbare Aktivatoren

Als Sonderform der Zellaktivatoren verlieh ES auch abschaltbare Aktivatoren. Mindestens einen davon übergab ES an Atlan da Gonozal, der das Gerät Alexander dem Großen verlieh. Dieser zeigte sich allerdings als des Gerätes unwürdig, so dass es von Atlan zerstört wurde. (PR-TB 242, PR-TB 245)

Zellaktivatorchips

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Heft: PR 2292
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Im Jahre 1169 NGZ forderte ES in verwirrtem Zustand alle Zellaktivatoren zurück. (PR 1500, PR 1501) Sie wurden von den Nakken im Jahre 1174 NGZ zur Heilung der Superintelligenz eingesetzt und dabei zerstört. (PR 1598) Als Ersatz verteilte im Mai 1174 NGZ ES 14 Zellaktivatorchips (ZAC), zwei weitere im Jahre 1201 NGZ. (PR 1599, PR 1648) Im Unterschied zur ersten Generation der eiförmigen Aktivatoren haben sie die Form eines flachen, zwei Quadratzentimeter großen Chips und werden in die linke Schulter implantiert. (PR 1599)

Im Gegensatz zu den alten eiförmigen Zellaktivatoren können die Zellaktivatorchips nicht übertragen werden. Wird der Träger gewaltsam getötet (Vandemar-Zwillinge (PR 1851), Myles Kantor (PR 2287)) oder gibt seine Körperlichkeit auf (Ennox Philip, Nakk Paunaro (PR 1749)), so löst sich der Zellaktivatorchip vom Träger. Hierbei entsteht am Ort des Todes eine Projektion mit dem Aussehen einer kleinen Spiralgalaxie, die sich immer weiter ausdehnt bis sie scheinbar die gesamte Milchstraße umfasst, um dann zu verpuffen. Wahrscheinlich wandert der Zellaktivatorchip wieder zu ES zurück, beziehungsweise an Lotho Keraete, der sie aufbewahrt, bis ein neuer Träger gefunden wird. (PR 1749)

Am 13. November 1346 NGZ verkündete Lotho Keraete den Beginn des Zweiten Galaktischen Rätsels: Als Geschenk von ES an die Stardust-Menschheit hatte er zwei Zellaktivatorchips im Stardust-System versteckt. (PR 2439) Schon kurz darauf begann die Jagd der Stardust-Menschen nach diesen Zellaktivatoren, angestachelt zum einen von der Entdeckung der Halle des Galaktischen Rätsels in der Stardust-Felsennadel im Juli 1347 NGZ, zum anderen von den Inseln im Nebel. (PR 2508, PR 2509) Allerdings konnten bis in das Jahr 1513 NGZ hinein diese Aktivatoren nicht gefunden werden. (PR-Stardust 1)

Lemurische Zellaktivatoren

Levian Paronn

Levian Paronn war im Besitz eines Zellaktivators, den er von einem Unbekannten erhielt. Er konnte um das Jahr 4600 dT (um 51.800 v. Chr.) nach dem Konstruktionsprinzip dieses Aktivators weitere Zellaktivatoren bauen, musste allerdings wegen Materialmangels einige Materialien ersetzen. Dadurch war die volle Funktionsfähigkeit dieser Zellaktivatoren nicht gewährleistet. Sie erhielten zwar ihre Träger am Leben, konnten jedoch nicht einen schleichenden Verfall der körperlichen Leistungsfähigkeit verhindern. Die Zellaktivatorträger blieben zwar geistig rege und vital, der Körper verfiel allerdings immer mehr. (Lemuria 1)

Paronn verteilte seine mindestens 47 nachgebauten Zellaktivatoren an die Kommandanten der auf seine Idee hin konstruierten Sternenarchen. (Lemuria 3)

Anmerkungen: Fraglich ist, ob es sich bei dem Unbekannten um Selaron Merota handelte. Es ist unklar, ob Paronn weiterhin über die Baupläne verfügt. Falls ja, eröffnet das den überlebenden Lemuren, die mit Paronns Hilfe eine neue Zivilisation gründen wollen, völlig neue Perspektiven.

Meister der Insel

Ab circa 24.000 v. Chr. entwickelte Selaron Merota auf dem zuerst namenlosen – später von Agaia Thetin Tamanium getauften – Planeten mittels des dort gefundenen Hyperkristalls Altrit und dessen Hyperfeld, dem Atem der Schöpfung, eine, bedingt durch die Anfertigung von Prototypen, unbekannte Anzahl von – teilweise abschaltbaren – Zellaktivatoren. Diese sicherten zuerst ihm, seiner Frau Agaia und seinen Töchtern Mirona Thetin und Ermigoa Merota die relative Unsterblichkeit. Später schuf er dadurch unbeabsichtigt die Grundlage für die Herrschaft der Meister der Insel (MdI). Agaia Thetin (die als Faktor I durch ihre Tochter Mirona Thetin ersetzt wurde) sowie 12 weitere Personen bildeten den Kreis der unsterblichen MdI. (PR-TB 288)

Im Unterschied zu den eiförmigen ES'schen Zellaktivatoren, die mit Mikrotechnik arbeiteten, waren diese am Ende der langen Entwicklungsreihe stabförmig und bestanden aus einer vier Zentimeter langen und anderthalb Zentimeter durchmessenden leeren Hülle – in der das Hyperfeld des Altrit eingeschlossen war – und wurden zunächst auf dem Körper getragen. (PR-TB 288) Die Meister der Insel ließen sich ihre Zellaktivatoren allerdings später in den Körper oberhalb des Herzens oder in dessen Nähe implantieren.

Zitat: »[...] Sie fühlte, wie sie ihr Zellaktivator mit neuer Energie versorgte, Das Herz, mit dem er gekoppelt war, sollte niemals aufhören zu schlagen. [...]« (PR 299)

Beim körperlichen Tod eines MdI, oder der Entfernung des Zellaktivators aus dem Körper, vergingen diese Zellaktivatoren, bis auf den Mirona Thetins, in einem gleißenden Licht oder lösten sich auf. (PR 267, PR 298)

Anmerkungen: Die auf Basis des geheimnisvollen Minerals Altrit arbeitenden Zellaktivatoren wurden lediglich in dem Planetenroman »Schmied der Unsterblichkeit« genauer beschrieben. Diese Version steht im krassen Widerspruch zu späteren Aussagen der Erstauflage. In einer Vision (PR 1573), die allerdings auf die raumzeitliche Verwirrung von ES zurückzuführen ist, erlebte Perry Rhodan mit, wie ES einem Meister der Insel die Zellaktivatoren übergibt. Sie sollten als Vorläufer der Terraner für Ordnung im Kosmos sorgen. Diese Vision kann als parallele Realität angesehen werden.
Die Zerstörung der Zellaktivatoren wird in Silberband 32 nachträglich mit einer eingebauten Vernichtungsschaltung erklärt, die sich beim körperlichen Tod des Trägers aktiviert. Diese Vernichtungsschaltung soll beim ZA Mirona Thetins nicht vorhanden sein.

Vitalenergiespeicher

Die Vitalenergiespeicher des Tiefenlandes stellen – sowohl von der Größe, als auch der Funktionsweise – eine Sonderform der Zellaktivatoren dar. In ihnen wurde das Vagenda akkumuliert, welches das Tiefenland vor dem Graueinfluss schützen sollte.

Zitat: »[...] Ja – das war der große Vitalenergiespeicher, ein ellipsoides Gebilde von einem Kilometer Höhe, eingebettet in eine Höhle, deren Ausmaße wahrhaft gigantisch waren. Das riesige Ei erstrahlte in intensivem, goldenem Glanz. Majestätisch ragte es fast bis zum Zenit der Höhlung empor – ein zeitloses Produkt einer längst vergangenen Ära. [...]« (PR 1226)

Zellaktivatoren des Atopischen Tribunals

Im Juni 1514 NGZ lobte das Atopische Tribunal einen Zellaktivator für denjenigen aus, der entscheidende Hinweis für die Einbringung der JULES VERNE lieferte. Dabei handelte es sich um ein taubeneigroßes Gerät an einer dünnen Kette (PR 2704), das jedoch nach der Zerstörung der JULES VERNE nicht vergeben wurde. (PR 2715) Später lobte das Atopische Tribunal einen Zellaktivator für die Ergreifung Bostichs aus. (PR 2717) Nachdem der Imperator durch das Tefrodische Mutantenkorps gefasst und den Atopen ausgeliefert werden konnte, erhielt Vetris-Molaud diesen Zellaktivator. (PR 2725) Dieser Zellaktivator konnte entgegen der Hoffnung von Vetris-Molaud seine Krankheit Morbus Schaspander nicht heilen. Bei einer von seinen Technoskorpionen durchgeführten Operation, die notwendig wurde, um die Krankheit vorübergehend zu lindern, stellte sich heraus, dass der Zellaktivator den durch die Krankheit verursachten Zustand für normal hielt und versuchte, die Operation rückgängig zu machen. Er musste daher für die Dauer der Operation entfernt werden. (PR 2788)

Einen weiteren Zellaktivator erhielt der an Morbus Khesdar erkrankte arkonidische Vizeimperator Tormanac da Hozarius im Gegenzug für seine Kooperation mit dem Atopischen Tribunal bei der Evakuierung des Arkon-Systems, welches nunmehr Baag-System genannt wurde. Allerdings durfte er den Zellaktivator nur immer wieder für kurze Zeit anlegen, was zu wenig war, um seine Krankheit zu stoppen. (PR 2744)

Nachdem Perry Rhodan und Bostich einige Monate oder Jahre in der Gefangenschaft des Atopischen Tribunals verbracht hatten, gelang es Perry Rhodan mithilfe Neacue, zwei gefälschte Zellaktivatoren, die mithilfe von tt-Progenitoren hergestellt worden waren, in Besitz zu bringen. Diese wurden im Zuge ihrer Flucht in den jeweiligen Bußklausen versteckt, um die Onryonen nach der Flucht von der vermeintlichen Anwesenheit von Perry Rhodan und Bostich zu überzeugen. Nach einigen Monaten ließ die Intensität der von den Fälschungen ausgesandten Vitalimpulse merklich nach. (PR 2731, PR 2732)

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Ein sanduhrförmiger Zellaktivator aus
dem Bestand der WEYD'SHAN

Heft: PR 2832 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Ein weiterer Typ von Zellaktivatoren lagerte an Bord des havarierten Richterschiffs WEYD'SHAN. Richter Matan Addaru Jabarim hatte den Tesqiren Veyqen und Elmtroq diese Zellaktivatoren versprochen, wenn sie Atlan in der Synchronie verfolgten und verhinderten, dass er mit Hilfe des Pensors in die Jenzeitigen Lande vordrang – als Unterstützung gab der Richter den Tesqiren einen Balg mit. (PR 2828) Atlan wiederum nahm an Bord der WEYD'SHAN Kontakt mit einem Fauthen auf, der ihm einen dieser Zellaktivatoren versprach, wenn er den Balg, der das Schiff gefährdete, ausschaltete. Der Fauthe gab Atlan noch folgende Warnung mit:

Zitat: »[...] Aber wähle gut, Pilot. Denn was Leben geben kann, kann auch Leben nehmen. Lange Wellen sind nicht gleichbedeutend mit langem Leben. [...]« (PR 2831)

Später, als Atlan den Raum, wo die zwei Zellaktivatoren erreicht hatte, stellte sich heraus, dass die Zellaktivatoren wie sechs Zentimeter lange Sanduhren aussahen – einer war mit roten Kügelchen gefüllt, die abwechselnd nach oben und nach unten rieselten, der andere mit blauen. Plötzlich erschien Veyqen und nahm Shukard Ziellos als Geisel. Atlan kapitulierte zum Schein und gab die Worte des Fauthen leicht abgewandelt wieder: »Lange Wellen sind gleichbedeutend mit langem Leben.« Der Tesquire, der geau wie Atlan an langwelliges rotes und kurzwelliges blaues Licht dachte, wählte den Zellaktivator mit den roten Kügelchen und zerfiel innerhalb von Sekunden zu Staub. Daraufhin nahm Atlan den Zellaktivator mit den blauen Kügelchen an sich. Diesen benötigte er, da die Gefahr bestand, dass sein eigener Zellaktivatorchip beim Flug durch die Zehrzone ausbrannte, und Atlan sich mit dem nun erlangten zweiten Zellaktivator gegen diese Gefahr absichern wollte. (PR 2831)

Spekulation: Atlan stellt hier möglicherweise eine Art Rekord auf, da es ihm gelingt, einen Tesqiren zu belügen. Möglicherweise hatte Veyquens Gier nach der Unsterblichkeit überhand genommen, sodass er vergaß, seine Spiegelneuronen einzusetzen, um Atlan zu überprüfen, ob er die Wahrheit sprach oder log.

Besonderheiten

Auswirkungen auf Nachkommen

Die Kinder von Zellaktivatorträgern erwiesen sich als besonders langlebig. So ist es gesichert, dass Jasmyne da Ariga, die uneheliche Tochter von Atlan und Theta da Ariga, erheblich langsamer altert als normale Arkoniden.

Eine Besonderheit stellt hierbei Suzan Betty Rhodan dar, die als Tochter zweier ZA-Träger mit dem ZA-Träger Geoffry Abel Waringer verheiratet war. Ihr maximales Alter konnte durch ihren gewaltsamen Tod während des Panither-Aufstandes nicht ermittelt werden. Sie starb im Alter von 526 Jahren. (PR 400)

Spekulation: Es kann angenommen werden, dass ein Zellaktivator optimierend auf die epigenetischen Bestandteile von Zellen wirkt. Damit einhergehend dürften auch die Geschlechtszellen von Zellaktivatorträgern und Zellaktivatorträgerinnen optimiert sein – und damit wiederum sämtliche Nachkommen deren Nachkommen zum jeweiligen mendel'schen Bestandteil des Erbguts.

Von ES verteilte Zellaktivatoren

Analog zur Zelldusche setzte 62 Stunden nach der Entfernung des Aktivators eine rapide Alterung ein, die binnen kurzen zum Tode führte.

Zitat: »[...] Danach würde der Zerfall ungeheuer schnell einsetzen. Direkt sterben würde ich noch nicht, aber mein Körper würde welken wie eine Blume, die man plötzlich der Hitze eines Ofens aussetzt. [...]«

Lemurische Zellaktivatoren

Von einem der auf Tamanium lebenden lemurischstämmigen Nomaden erfuhr Selaron Merota, dass die lebensverlängernde und heilende Wirkung des Hyperkristalls darauf beruhe, dass er auf die Lebensenergie des gesamten Volkes des zu Heilenden zurückgreife. Der Inanspruchnahme dieser Energien durch eine oder mehrere Personen, dem so genannten Einatmen müsse auch später die Rückgabe, das so genannte Ausatmen, also der Tod, folgen. (PR-TB 288)

Ob die in den Zellaktivatoren der Meister der Insel gespeicherten Energien des veränderten Hyperkristalls nach deren gewaltsamen Tod wieder über den Hyperraum in den Energiepool der Lemurer und ihrer Nachkommen floss, ist unbekannt.

Defekte

Zumindest in einem Fall ist ein Defekt des Zellaktivators bekannt. So schützte das Gerät, das von Reginald Bull getragen wurde, nicht vor der Strahlung der Sonne Medaillon. Dadurch wurde Bull im Jahre 3540, wie die meisten Bewohner der Erde und Luna, zum Aphiliker. (PR 700, S. 65)

Bekannte Zellaktivatorträger

Darstellungen

Quellen