Lethem da Vokoban

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Lethem da Vokoban war ein Arkonide. Im Jahre 1225 NGZ war er zweiter Pilot der AT-TOSOMA und suchte zusammen mit Kythara in der Obsidian-Kluft nach Atlan.

Erscheinungsbild

Er war ein durchschnittlicher Arkonide, einziges besonderes Kennzeichen war sein weißer Schnurrbart. (Obsidian 1) Im Jahre 1225 NGZ war er 45 Jahre alt. (Obsidian 2)

Charakterisierung

Er war ein relativ junger Offizier, der von Ungeduld und Selbstzweifel geprägt wurde. Die Medo-Assistentin Tasia Oduriam hegte heimlich Gefühle für Lethem da Vokoban, der diese aber überhaupt nicht erwiderte. (Obsidian 1)

Geschichte

Neue Verantwortung

Lethem da Vokoban wurde von einem von der Kharag-Stahlwelt gesteuerten Situationstransmitter von der ATLANTIS auf die TOSOMA versetzt. In seiner Begleitung befanden sich weitere Spezialisten, die mehrere Besatzungsmitglieder ablösten. Die ATLANTIS kehrte nach Arkon zurück. (Obsidian 1)

Der Besucher

Im Zentrumsbereich des Kharag-Sonnendodekaeders materialisierte eine Plattform mit sechs Kilometern Länge, zwei Kilometern Breite und einem Kilometer Höhe. Das Objekt hatte nicht den Transmitter benutzt, sondern war aus eigener Kraft materialisiert. Ein angekündigter Transmittertransport von Kharba erreichte die TOSOMA nicht. January Khemo-Massais Rückfrage wurde dahingehend beantwortet, dass Atlan und seine Begleiter planmäßig abgestrahlt wurden. Sie waren auf der TOSOMA jedoch nicht angekommen. (Obsidian 1)

Lethem da Vokoban steuerte die TOSOMA auf die Plattform zu, von der eine nur für die Hyperortung erkennbare Feuerwalze auf das Raumschiff zuraste. Die Paratronschirme konnten die anbrandenden Energien nicht vollständig absorbieren. Die Besatzung litt unter starken Schmerzen. Die TOSOMA befand sich auf Kollisionskurs mit der Plattform. Ein Systemfehler hinderte da Vokoban, ein Bremsmanöver einzuleiten. Erst im letzten Moment entdeckte der Arkonide den Fehler und korrigierte ihn. Die anlaufenden Metagrav-Triebwerke rissen das Schiff aus dem Kurs. (Obsidian 1)

Starke Traktorstrahlen von der Kharag-Stahlwelt erfassten die Plattform. Der aktivierte Sonnentransmitter ließ die Vergessene Plattform ebenso wie die TOSOMA entmaterialisieren. (Obsidian 1)

In fremdem Raum

Die beiden Großrechner der TOSOMA fielen aus. Medoroboter kümmerten sich um die mit starken Rematerialiserungsschmerzen kämpfende Besatzung. Nur langsam begann sich das Bordleben zu normalisieren. Die TOSOMA war in einem sternenleeren Raum materialisiert, in dem es nur eine einzige, kleine, orangefarbene Sonne gab. Die Vergessene Plattform taumelte in knapp zwei Millionen Kilometern Entfernung durch den Raum. Die TOSOMA hielt sich im Innern einer Dunkelwolke auf. Über der Plattform entstand ein Hunderte Kilometer messender Trichter, der schnell rotierte. Aus der Dunkelwolke materialisierten gewaltige Mengen an Obsidian, die der Trichter Richtung Plattform steuerte. Auch die TOSOMA wurde von den Materiebrocken getroffen. Vakuumeinbrüche waren die Folge. Das Bombardement hörte auf, als der Materieschwall den Kristallmond Vadolon traf. Die TOSOMA hatte einige Schäden davongetragen. Eine Notlandung auf Vinara war erforderlich. (Obsidian 1)

Der Absturz

Die TOSOMA trat in die Atmosphäre des Planeten Vinara ein. Weder Antrieb, noch Notfall- und Hilfssysteme, Ortung und Schutzschirme funktionierten. Dieser Zustand war für Hurakin ebenso unverständlich wie für January Khemo-Massai, Lethem da Vokoban und die übrigen Mitglieder der Besatzung des Schiffes. Das völlig energielose Raumschiff wurde auf unbekannte Weise abgebremst, prallte hart auf und kam auf den sechs hydraulisch aus der Hülle des Schiffes ausgeklappten Stabilisierungssegmenten zum Stehen. Der größte Teil der Besatzung hatte den Absturz überlebt. Da der Kommandant verletzt war, übernahm Lethem da Vokoban das Kommando über die Überlebenden. Als die Männer und Frauen das Schiff verließen, erkannten sie, dass die TOSOMA auf einer flachen Staub- und Geröllebene gelandet war, auf der Tausende von Raumschiffswracks standen. Von deren Besatzung fehlte jede Spur. (Obsidian 2)

Entführung

Während sich die Führungsoffiziere bemühten, ein behelfsmäßiges Lager außerhalb der TOSOMA zu errichten und die Ordnung einigermaßen wiederherzustellen, näherte sich ein Schwarm Flugroboter dem Schiff. Die mit zwölf dicken Tentakeln bewährten Ovalroboter hüllten die Besatzungsmitglieder der TOSOMA in Fesselfelder und schleppten sie in die Stadt Viinghodor. Dort begrüßte sie Umrin Zeles Barbinor und führte Lethem durch die Stadt. Vier bronzehäutige Humanoide und zwei Blues lauerten dem Springer Ondaix auf. Die sechs Viinghodorer griffen an. Auch Lethem da Vokoban, der mit Umrin Zeles Barbinor dem Kampf zufällig beiwohnte, wurde in die Auseinandersetzung hineingezogen. Kythara beendete mit befehlsgewohnter Stimme schon nach wenigen Augenblicken den Kampf. Die Streithähne und die gaffende Menge zerstreuten sich schnell. (Obsidian 2)

Die Heilige

Lethem da Vokoban traf bei einer Audienz bei Kythara erneut auf Ondaix. Der Springer und die Akonin Enaa von Amenonter waren die Vertrauten der Varganin. Der Arkonide trug sein Vorhaben vor, Atlan finden und Vinara verlassen zu wollen. Lethem berichtete auch von der den Spiegelwelten drohenden Gefahr, die ihnen von den Obsidian-Trümmern drohte, die sich zu einem Ring zusammengeschlossen hatten und Brocken davon in naher Zukunft mit verheerenden Folgen auf die Planeten stürzen würden. Trotzdem Kythara selbst wusste, dass die Welten untergehen würden, verweigerte sie dem Arkoniden jegliche Hilfe. (Obsidian 2)

Kapermission

Die Maghalata beauftragte Umrin Zeles Barbinor jedoch, dem Arkoniden und dessen Leute bei den Nachforschungen in Viinghodor zu unterstützen. (Obsidian 3)

Am 26. März 1225 NGZ suchten sie eine Passage von der Insel der Verdammten auf das Festland. Auf der Windschnake erlitten sie eine Abfuhr, nicht zuletzt deswegen, weil sie keine Lithras für die Bezahlung zur Verfügung hatten. Koejoe war jedoch bereit, sie an Bord der VERDRANS GLUT mitzunehmen. Allerdings sollte Cisoph Tonk als »Lustsklave« für weibliche Passagiere dienen. Der Terraner sprang zornerfüllt den Kapitän an und begann ihn zu würgen. Lethem da Vokoban musste seinen Gefährten unterstützen und schaltete einige Besatzungsmitglieder aus. Ein Ovalroboter, der aus einer der Lagerhallen des Hafengeländes von Viinghodor schwebte, ließ die Matrosen die Auseinandersetzung einstellen. Als sich der Arkonide auf den angreifenden Roboter stürzte, löste sich dieser auf. (Obsidian 3)

Lethem stellte ein Team zusammen, das die VERDRANS GLUT kapern sollte. Tasia Oduriam, Cisoph Tonk, Scaul Rellum Falk, Hurakin, Zanargun und schließlich Lethem selbst, schlichen sich an Bord und schalteten die Besatzung aus. Lethem da Vokoban drang in die Kabine des schlafenden Kapitäns Koejoe ein. Dort wurde er bereits von Umrin Zeles Barbinor erwartet. Schnell war die Gruppe von den Begleitern des Barden gefangen genommen worden. Auch Kythara hielt sich an Bord auf. Sie unterstrich, dass sie den Warnungen des Arkoniden vor dem drohenden Untergang der Spiegelwelten Glauben schenkte und ihn gemeinsam mit Ondaix und Enaa von Amenonter auf der VERDRANS GLUT begleiten wollte. (Obsidian 3)

Lethem holte sich vom Kommandanten die Erlaubnis zur Überfahrt auf das Festland. January Khemo-Massai ließ ihn mit aufschiebender Wirkung vom Dienst suspendieren, die nur zum Tragen kommen sollte, wenn Atlan nicht gefunden werden konnte. Die VERDRANS GLUT wurde unter Dampf gesetzt. Koejoe steuerte den Schaufelraddampfer aus dem Hafen Viinghodors auf das offene Meer hinaus. Während eines heftigen Sturms fiel zwischen den Inseln Karan und Salan die Dampfmaschine aus. An einem vorgelagerten Riff der Insel Salan schlug die antriebslose VERDRANS GLUT leck. Koejoe gab den Befehl, das Schiff mit den Beibooten zu verlassen. Der Dampfer brach auseinander und sank. Die Männer und Frauen ruderten um ihr Leben. Als der Sturm endlich nachließ, befanden sich die Boote vor der Halbinsel Maun. Kurz vor der Landung in einer kleinen Sandbucht, wurde der Rumpf der Boote von den scharfen Klippen aufgeschlitzt und die Besatzungen in das Meer geschleudert, wo sie der starke Sog sofort in die Tiefe zog. (Obsidian 3)

Fahrt mit der Eisenbahn

Kurz bevor Lethem die Luft ausging, ließ der Sog nach. Er erreichte die Wasseroberfläche. Dort traf er auf Tasia Oduriam, die im noch immer tobenden Sturm zu den Klippen abgetrieben wurde. Auch Enaa von Amenonter kämpfte gegen die Wellen. Die Akonin schaffte es ebenso wie Lethem, eine Felsklippe zu umklammern, um den Brechern zu widerstehen, die auf sie einstürzten. Da Vokoban machte sich auf die Suche nach Tasia. Er musste sein Vorhaben in der aufgewühlten See bald aufgeben. Völlig erschöpft und ziemlich lädiert erreichten Lethem da Vokoban und Enaa von Amenonter die Sicherheit einer Lagune. Der Sturm flaute ab. Auf dem Riff entdeckte Enaa den zerschmetterten Körper Tasias. In einer Bucht fanden sie Ondaix und Kythara. Auch Scaul Rellum Falk und Zanargun stießen bald zu ihnen. (Obsidian 4)

Am nächsten Morgen barg Lethem da Vokoban den Leichnam Tasia Onduriams und hob mit seinen Händen ein Grab aus. Stunden später entdeckte Ondaix die entstellten Leichen von Cisoph Tonk und Hurakin. Zwei weitere Gräber wurden ausgehoben. (Obsidian 4)

Kythara bestimmte das nächste Ziel – die Stadt Bulak. Kurz vor der Stadt wurde die Gruppe von Bulaki aufgehalten und dann in die Stadt gebracht. Erst als sich Kythara als Maghalata zu erkennen gab, wurden die Bulaki schlagartig zugänglich. Ein Festessen wurde ausgerichtet. Um ihre Reise nach Narador etwas bequemer fortsetzen zu können, verhandelte Kythara mit Adined über die Verfügbarkeit von Reittieren. Adined lieh Kythara und ihren Gefolgsleuten Darrikki. Auch zwei Bulaki nahmen an der Reise nach Narador teil. Am 13. April erreichte die Gruppe die Mauern Naradors. Die beiden Reptiloiden kehrten mit den Reittieren nach Bulak zurück. (Obsidian 4)

In der Stadt organisierte Kythara eine Passage mit dem Zug nach Helmdor. Die Bahnverbindung wurde auch von drei Perlenträgern benutzt. Die Gruppe fand im Wagen hinter der rauchenden und rußenden Dampflok Sitzplätze vor. Im Abteil hatten auch Didaw, Raut, Effried und Ernsth Platz genommen. Bei einem Zwischenaufenthalt im Bahnhof von Iszuma erblickten die Gefährten drei Goldene Technostädte. Die nächste Station war Hain Elkarin. Dort verließen Didaw und seine Begleiter den Zug. In Qild entfernte sich die Maghalata am Nachmittag des 15. April vom Zug. Lethem folgte ihr heimlich. Die Varganin erreichte einen Steinkreis an einem See. Kythara setzte sich im Kreis auf den Boden und hob die Arme. Die Blitze über den Menhiren wurden länger, verzweigten sich und bildeten schließlich eine Lichtkuppel über dem Steinkreis. Aus den Menhiren schlugen Blitze direkt in Kytharas ausgestreckte Arme, ohne sie zu verletzen. Die in pulsierendes Licht getauchten Finger traten mit der Kuppel in Wechselwirkung. Ein Wirbel bildete sich über Kythara, in dem sich seltsame Bilder formten. Lethem erkannte zwei Galaxien, die miteinander verschmolzen. Von der kleineren elliptischen Galaxie verblieb nur der hell leuchtende Kern. Das Bild verblasste und Lethem hatte mit heftigen Kopfschmerzen zu kämpfen. Kythara drückte voller Zorn mit ihren Fingern auf den Kehlkopf des Arkoniden, ließ aber bald wieder los, mit der Warnung, sich nie wieder in ihre Angelegenheiten zu mischen oder hinter ihr herzuspionieren. Kythara kehrte wenig später zum Zug zurück, sehnlichst erwartet von ihren Begleitern. (Obsidian 4)

Der Zug fuhr an und rollte weiter Richtung Helmdor. In der Nacht prasselte Hagel auf den Zug. Vom Himmel stürzten Brocken aus dem Obsidianring auf Vinara nieder. Einer dieser glühenden Brocken raste direkt auf den Zug zu. (Obsidian 4)

Der Glutball zerplatzte und zerstörte lediglich die Geleise vor der Dampflokomotive. Im entstandenen Krater kühlte der Obsidianbrocken zusehends ab. Bläulich weiße Schwaden stiegen von ihm auf, verdichteten sich, bildeten winzige Kristalle, die sich gegenseitig umkreisten und Gestalten formten. Die teilweise humanoiden Kristallwesen bewegten sich auf skelettartigen Beinen, hoben die bläulichen aus scharfkantigen Knochen bestehenden Arme und zeigten die in den Kiefern glitzernden scharfen Kristallsplitter. Muskeln und Organe bildeten sich. Plötzlich kehrte sich der Prozess um. Fleischbrocken klatschten zu Boden. Splitter lösten sich und verpufften zu bläulichen Schwaden. Bald war der Spuk wieder vorbei. Unter tatkräftiger Mithilfe von Lethems Gruppe reparierten die Passagiere und die Zugbeleiter die Gleise. Die Fahrt konnte fortgesetzt werden. In einiger Entfernung war das Ograhan-Gebirge mit der Stadt Helmdor zu erkennen. (Obsidian 5)

Perlen

Die Gruppe stieß in Helmdor zur Schwarzen Perle vor. Sie bemerkten, dass sie von Perlenschleifern beobachtet wurden, die ihnen folgten. In einer verlassenen Gasse schlugen sie die beiden Arkoniden und die drei Blues nieder. Lethem und seine Gefährten legten die Kleidung der Perlenschleifer an und schritten ungehindert durch das Stadttor. Zwei Wachen hielten sie vor der Schwarzen Perle an. Die beiden Posten wurden mit gezielten Hieben ausgeschaltet. Im Inneren der Perle rammte Lethem da Vokoban einem humanoiden Perlenschleifer einen langen Dolch in die Kehle, um einen Warnschrei zu verhindern. Trotz aller Vorsicht wurde die Gruppe entdeckt. Lethem und seine Kameraden gerieten in Lebensgefahr. (Obsidian 5)

Es kam zu einem heftigen Kampf mit den Perlenschleifern. Enaa von Amenonter fand dabei den Tod. Die fünf Perlenschleifer starben unter den Dolchstößen und Streitaxthieben der Gefährten. Lethem verfiel in Selbstzweifel und gab die Führung an Kythara ab, die über gute Ortskenntnisse in der Schwarzen Perle verfügte. Eine große Bibliothek war ihr Ziel, wo sie einen Folianten mit einem Einband aus Reptilienleder und eine Karte von Grataar mit sich nahmen. Auf dem Weg zum Ausgang aus dem Sockelgebäude töteten Ondaix und Kythara zwei Blues, die sich ihnen in den Weg stellten. Außerhalb des Gebäudes tauchten sie in den Straßen Helmdors unter. Während Lethem und seine Freunde in einem neuen Quartier ihre Beute studierten, war Kythara in der Stadt unterwegs, um Xarrans zu besorgen. Picyarna verkaufte ihr sieben Tiere, mit denen sie in die Taneran-Schlucht reisen wollten. Noch in der Nacht brachen sie aus der Karawanserei auf. (Obsidian 6)

Die Taneran-Schlucht

Am 21. April erreichten die Fünf die Taneran-Schlucht. Auf den erbeuteten Karten war ein Serpentinenweg zum Boden der Schlucht eingezeichnet. Lethem und Kythara legten ein Seil an, um sich über die Felskante hinabzulassen. Die beiden Gefährten schwangen hin und her, um den Beginn des Serpentinenpfades sehen zu können. Plötzlich riss das Seil des Arkoniden und er stürzte schreiend in die Tiefe. (Obsidian 6)

Mit den Fingern versuchte er, sich in der Erde und im Gestein festzukrallen. Während des Abrutschens riss er sich Gesicht und Hände blutig. Plötzlich verspürte er einen Ruck an seinem rechten Arm. Kythara hatte ihn gepackt, die mit dem Kopf nach unten an ihrem Seil hing und ihn mit letzter Kraft festhielt. Mit zwei Schwüngen landete Lethem auf einem schmalen Felssaum. Völlig entkräftet, verlor er für wenige Sekunden das Bewusstsein. Kythara baumelte mit nach unten gestreckten Armen an ihrem Seil hin und her und schlug immer wieder gegen die Felswand. Ondaix und Zanargun zogen die Varganin langsam in die Höhe. Lethem folgte dem Pfad nach oben. Durch einen Tunnel, der mitten im provisorischen Lager der Gruppe endete und von trockenen stacheligen Sträuchern abgedeckt war, erreichte er die Gruppe wieder. Bald ging es an den Abstieg. Am Ufer des Taneran wurde ein Nachtlager aufgebaut. Am nächsten Morgen machten sie sich an den beschwerlichen Aufstieg über die nordwestliche Flanke der Taneran-Schlucht. (Obsidian 7)

Grataar

Während des Rittes auf ihren Xarrans kam eine Goldene Technostadt auf sie zugeflogen – allerdings sehr niedrig. Die Männer und Kythara drohten von dem entstehenden Wind mitgerissen zu werden. Entwurzelte Bäume, Äste und Felsbrocken stellten eine große Gefahr dar. Sand rieb auf der Haut, elektrostatische Entladungen sorgten für Buschbrände. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis die Stadt über die Gruppe hinweg geflogen war. Drei Xarrans hatten überlebt, von denen eines lahmte. Große Teile der Ausrüstung waren verloren. Ein Obsidianmeteorit schlug nahe bei der Gruppe auf und riss sie von den Beinen. Plötzlich stürmte ein riesiger Saurier auf sie zu. Kythara begrüßte Dismeeder Bonweerd. Dieser erklärte sich nach einer kurzen Unterredung mit der Maghalata bereit, die Gruppe zur Bastion Grataar zu bringen. Während des Ritts mehrten sich die Zeichen des nahen Untergangs. Sternschnuppen fielen im Minutenabstand vom Himmel, Vulkane brachen aus, Buschbrände tobten. Am 29. April erreichten sie die Bergfestung. Die Goldene Technostadt schwebte plötzlich wieder über ihnen, kippte vornüber und kam direkt auf sie zu. (Obsidian 7)

Die Druckwelle schleuderte gewaltige Mengen an Sand- und Steinkörnern auf die Gruppe, die hinter dem Körper Dismeeder Bonweerds Schutz suchte. Nur langsam ließ der Sturm nach. Die Technostadt war zwei Meter über dem Boden zum Stillstand gekommen. Bald nahm die Stadt wieder Fahrt auf, stieg einige Meter höher und setzte mit geringer Geschwindigkeit ihren Weg fort. Die Gefährten lehnten Lethems Vorschlag ab, auf die Stadt aufzuspringen. Sie stiegen wieder auf den Rücken des Fonshoord, der sich in Bewegung setzte und der Goldenen Technostadt nach Grataar folgte. Die Stadt sank tiefer herab. Lethem verlangte erneut, auf die Plattform überzuwechseln. Diesmal erhielt er Zustimmung von Scaul Falk und Zanargun. Dismeeder galoppierte unter die Plattform. Li da Zoltral raste in einem eng anliegenden Schutzanzug auf die Gruppe zu. Sie landete direkt vor dem Arkoniden auf dem Rücken des Riesensauriers. Dismeeder hob Lethem hoch, der von einer unsichtbaren Kraft ergriffen wurde. Ovalroboter hoben die Gruppenmitglieder auf die Oberfläche der Technostadt, die in hohem Tempo an Höhe gewann. Die Technik ihrer Anzüge funktionierte wieder. Die Stadt führte eine Transition durch. (Obsidian 8)

Probleme mit der Technostadt

Die bisher still verharrenden Ovalroboter setzten sich in Bewegung und wickelten die Mitglieder der Gruppe mit ihren Tentakeln blitzartig ein. Auch Dismeeder wurde unter Zuhilfenahme von Prallfeldern abtransportiert. Durch Antigravschächte ging es tief in das Innere der Technostadt. In einer Halle wurden sie abgesetzt. Kythara befahl den Robotern, sie augenblicklich loszulassen. Die Maschinen kamen der Aufforderung sofort nach. Dismeeder blieb bei Li da Zoltral, während alle anderen sich in der Stadt umsehen wollten, begleitet von Ovalrobotern. Sie bewegten sich auf das Zentrum der Technostadt zu. Ihr Vormarsch wurde in einer Halle von Ovalrobotern gestoppt, die den Weg versperrten und auch auf direkt ausgesprochene Befehle nicht reagierten. Im Gespräch kamen Kythara und Lethem zu dem Schluss, dass die Technostadt zwar auf Giascon zuraste, den Bewohnern aber kein Schaden drohte, da sich zuvor die Selbstzerstörungsanlage aktivieren würde. Mit einem gebrüllten Befehl des Arkoniden zogen sie sich zurück. Lethems Plan ging auf. Die Roboter forderten sie auf zurückzukehren und die Systeme der fliegenden Stadt zu korrigieren. Im Inneren eines Prallfeldes überwanden sie die Entfernung bis zum Zentrum in wenigen Minuten. In der Steuerzentrale blinkten die Anzeigen in grellem Rot. Die Systeme waren laut Kythara zu schwer beschädigt, um eingreifen zu können. Die Roboter wollten sie nicht weglassen, ehe sie die Stadt nicht gerettet hatten. Ein heftiger Stoß erschütterte die Stadt. Die Roboter zeigten keine Reaktion, als Lethem und seine Begleiter zwischen ihnen hindurchgingen. Zurück bei Dismeeder mussten sie feststellen, dass Li nicht mehr da war. Ohne die Arkonidin kehrten sie an die Oberfläche zurück. Funkkontakt mit Li kam nicht zustande. Die Gruppe trennte sich, um nach Li zu suchen. Sollte die Stadt abstürzen, wurde vereinbart, sich in Giascon zu treffen. Lethem fand Li, die von Robotern umringt wurde und in verkrümmter Haltung auf dem Boden lag. Der Arkonide rief die Gefährten zu sich. Die Stadt wurde von mehreren schweren Erschütterungen durchlaufen. Nach Lethems Schätzung würde sie in der Lagune vor Giascon aufschlagen. Die Plattform bohrte sich in den Boden der seichten Lagune und kam zum Stillstand. Trotz der Zerstörungen an den Aufbauten war niemand von Lethems Gruppe verletzt worden. Li erlangte das Bewusstsein wieder und verspürte die Annäherung Sardaengars. Prallfelder der Roboter stützten Li, die von ihrem Auftrag sprach, den Untergang der Obsidian-Kluft aufhalten zu müssen. (Obsidian 9)

Das Kristallinsekt

Die Ovalroboter brachten Lethem, Ondaix, Scaul, Zanargun, Kythara, Dismeeder und Li in die Stadt Giascon. Ein mehrere Meter langes kristallenes Insekt tauchte auf. Li stürmte auf Sardaengar los, der anscheinend völlig unter Kontrolle des Kristallmondes stand. Aus dem vorderen Fangbeinpaar des Insekts schossen grellweiße Strahlen, die Li da Zoltral einhüllten und zu Boden zwangen. Sardaengar stürmte davon. (Obsidian 9)

Ondaix verfolgte Sardaengar, während Zanargun dem Springer hinterher rannte. Lethem, Scaul und Kythara fanden Dismeeder in einer Halle. Der Fonshoord war in die Betrachtung eines Holos vertieft, das eine riesige Gottesanbeterin am Rand eines Gletschers zeigte. Kythara erkannte Litrak, den Untoten Gott. Die Bilder wechselten und zeigten zunächst Savannenreiter und Echsenwesen, die auf Vinara IV Opfer einer gewaltigen Feuersbrunst wurden, und dann Sah'Gohen, deren Siedlung von dem Ascheregen ausgebrochener Vulkane heimgesucht und von sintflutartigen Wassermassen zerstört wurden. Immer schneller wechselten die Szenarien und zeigten Naturkatastrophen, die Tod und Verderben mit sich brachten. (Obsidian 10)

Die Obsidiankugel

Ondaix und Zanargun wurden von zehn Cheborparnern mit Helm, Schwert und Schild umstellt und angegriffen. Sie, die »Dämonen der Außenwelt«, sollten auf dem Scheiterhaufen landen. Dismeeder, der aus dem Meer auf die Kaimauer kletterte, sorgte für deutliche Entlastung. Von Angst getrieben stoben die Cheborparner der Stadtwache und zahlreiche schaulustige Stadtbewohner davon. Kythara drängte darauf, zum Selonad-Tempel auf Eian vorzustoßen, wo eine riesige Obsidiankugel als Selonad verehrt wurde. Die Stadtwachen eröffneten mit Armbrüsten das Feuer auf die Gruppe. Ondaix wurde von einem Pfeil in den Oberarm getroffen, ein weiterer bohrte sich in Zanarguns Brust. Die etwa 50 Cheborparner griffen an. Dismeeder wurde von Tongefäßen mit Petroleum getroffen, denen Fackeln folgten. Der Fonshoord warf sich in das Wasser. Die Gefährten wurden von den Cheborparner umstellt. Der Hauptmann der Wache stürmte auf Kythara mit gezogenem Schwert zu. Der Ovalroboter, der die Varganin ans Ufer gebracht hatte, aktivierte seinen Thermostrahler und verbrannte den Hauptmann. Der Roboter setzte sein Vernichtungswerk fort. Erst als Lethem Kythara dazu bringen konnte, dem Roboter einen Befehl zu erteilen, hörte die Maschine auf. Die Varganin gab den gedanklichen Befehl, Ondaix und Zanargun in die Goldene Technostadt zu bringen, um dort ihre Verletzungen zu behandeln. Der Roboter hüllte die beiden Männer in ein Fesselfeld und flog davon. Kythara, Scaul und Lethem wollten weiterhin nach Eian, um dort die Obsidiankugel zu zerstören, die ein Körperfragment Litraks war. Auf dem Rücken Dismeeders überbrückten sie die zehn Kilometer Entfernung. Während der Reise wurden sie von einer Flutwelle vom Rücken des Fonshoord gerissen. Mit einem heftigen Ruck wurde Lethem in die Tiefe gerissen. Kythara kämpfte gegen die Sogwirkung eines Strudels, wurde von Dismeeder aber aus der Gefahrenzone geschoben. Scaul suchte verzweifelt nach Lethem und tauchte dabei ziemlich tief. Er glaubte bereits unter dem Sauerstoffmangel zu halluzinieren, als er eine Ansammlung fluoreszierender Quallen entdeckte, die sich vor einem Höhleneingang versammelt hatten, aus dem Luftblasen aufstiegen. Der Terraner schwamm durch die Öffnung und erreichte eine mit Luft gefüllte Höhle. Pilze sorgten mit ihrem Leuchten für Helligkeit. In einem weiteren Hohlraum entdeckte er den Arkoniden, der in einer Art Nest lag, von Lianen umwickelt. Während Scaul die Gewächse mit seinem Dolch zu bearbeiten begann, kehrte der Höhlenbewohner zurück – ein drei Meter großer, fünfzackiger Seestern, der zwei Extremitäten als Beine benutzte. Scaul rammte sein Messer in eine empfindliche Stelle des Wesens, das nach hinten kippte und verendete. Lethem und Scaul kehrten zu ihren Gefährten zurück. (Obsidian 10)

Der Fonshoord ging mit seinen Passagieren auf der Insel Eian an Land. Im Inneren des Selonad-Tempels fanden sie Nitimar Minallarun vor einer zwei Meter durchmessenden Obsidiankugel. Doch für das Ritual für die Vernichtung Selonads war es zu spät. Die Kugel verwandelte sich in ein tiefschwarzes Loch. Auch die Hohepriesterin fiel der Zerstörung zum Opfer. Der Selonad-Tempel stürzte in sich zusammen. Scaul, Lethem und Kythara konnten im letzten Augenblick entkommen. Der Tempel wurde ein Opfer der schwarzen Streifen. Ein über 300 Meter hohes Loch von unfassbarer Dunkelheit klaffte in der Realität und dehnte sich immer weiter aus. Alles was die Streifen berührten, verschwand einfach, als ob es niemals existiert hätte. Auch vor Wasser und Luft machte das Phänomen nicht Halt. Ovalroboter kamen den Gefährten zu Hilfe und brachten sie im Schutz von Fesselfeldern zur Goldenen Technostadt. Dort wurden sie von Li da Zoltral erwartet. Mit hoher Geschwindigkeit entfernte sich die Plattform von dem schwarzen Nichts. Lethems Multifunktionsarmband sprach an. January Khemo-Massai meldete sich und teilte mit, dass die Geräte an Bord der AT-TOSOMA wieder funktionierten. Der Kommandant hoffte, das Schiff wieder flott machen zu können. Danach brach die Verbindung auch schon wieder ab. Li steuerte die Stadt zum Torfelsen von Giascon. Die Ovalroboter fielen aus. Eine gewaltige Explosion ließ die Technostadt kippen. Ondaix und Zanargun konnten sich nicht halten und stürzten in das Nichts. Li stieß sich ab, stürzte in die Tiefe und tauchte in das Nichts ein. Lethem da Vokoban wurde ebenfalls von der Schwärze erfasst. Mit unvorstellbaren Schmerzen stürzte er in die Tiefe und hörte auf zu existieren. (Obsidian 10)

Wiedersehen

Doch Lethems Bewusstsein verwehte nicht. Er empfand enormen Schmerz. Der Arkonide stand plötzlich am Boden der Taneran-Schlucht vor dem von Kristallen überzogenen Tamiljon. Neben diesem stand Atlan. Lethem brach bewusstlos zusammen. Scaul Falk, Zanargun und Ondaix teilten sein Schicksal. Li da Zoltral kümmerte sich um ihre Gefährten. (Obsidian 11)

Lethem und seine Gefährten erlangten das Bewusstsein wieder und gesellten sich zu Atlan und Li. Nur Tamiljon blieb reglos am Boden liegen. Kythara war nicht materialisiert, was Li da Zoltral aber überhaupt nicht interessierte. Sie ließ sich jedoch zu einigen Erklärungen bewegen. So war durch die Fehlfunktionen des Kristallmondes der Technik hemmende Einfluss überall verschwunden. Die schwarze Wand war der optische Eindruck der Notfall-Transitionseinrichtung, mit der alle echten Lebewesen nach Vinara zurücktransportiert wurden. Li da Zoltral war es mithilfe ihrer Anzugsmodule gelungen, den Ort der Rematerialisierung im Canyon der Visionen zu bestimmen. Durch die Auflösung von Vinara III war auch das Shainshar-Problem gelöst. Auch die Braune Pest war nur ein Spiegel-Phänomen gewesen. (Obsidian 11)

Rückkehr an Bord

Lethem erhielt Kontakt mit January Khemo-Massai. Atlan ordnete an, mit der TOSOMA zum Ograhan-Gebirge zu fliegen und zum Canyon der Visionen zu kommen. Li da Zoltral mischte sich in das Gespräch ein und schlug Sardaengars Gebirgsbastion als Treffpunkt vor. Atlan stimmte sofort zu. Die Gefährten sollten mithilfe von Lis Mikro-Strukturfeldkonverter dorthin transportiert werden. Die Arkonidin brachte Lethem, Scaul Falk, Zanargun, Ondaix, Tamiljon und Atlan nacheinander in die Nähe der Bergbastion Grataar, die unter einem etwa 2,5 Kilometer hohen und circa fünf Kilometer durchmessenden Schutzschirm lag, der sich auch in den Boden erstreckte. Den Gefährten blieb nur, auf die TOSOMA zu warten. January Khemo-Massai steuerte das Schiff zur Bergfestung Grataar, wo Atlan und seine Begleiter an Bord genommen wurden. (Obsidian 11)

Quellen

Obsidian 1, Obsidian 2, Obsidian 3, Obsidian 4, Obsidian 5, Obsidian 6, Obsidian 7, Obsidian 8, Obsidian 9, Obsidian 10, Obsidian 11