Agravarium

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Mit dem Ausdruck Antigrav-Aquarium ist sowohl die Herkunft der heutigen Bezeichnung Agravarium erklärt, als auch die Beschreibung dieser Einrichtung kurz umrissen.

Beschreibung

Agravarien stellen sich sehr oft als üppige Landschaft dar. Diverse gastronomische Lokale, sowie Bereiche für schwerkraftgebundene Aktivitäten ergänzen das Gesamtbild. Kernstück eines Agravariums ist eine Wasserblase, die durch den geschickten Einsatz von Zug- und Pressorstrahlprojektoren im Zentrum des Raumes zusammengehalten wird.

Geschichte

Schon kurz nach der Notlandung eines arkonidischen Forschungskreuzers auf dem irdischen Mond fand der Einsatz von künstlicher Schwerkraft bzw. künstlich erzeugter Schwerelosigkeit schnell Anklang auch in der terranischen Freizeitindustrie. 2078 entstanden die ersten Agravarien und erfreuten sich bald größter Beliebtheit.

Der Bereich der Mikrogravitation beginnt im Allgemeinen in zwei Metern Entfernung vom Boden, das heißt: sportliche Personen können den bodennahen Schwerkraftbereich einfach überspringen. Für weniger trainierte Personen stehen Türme, Rutschen und Schleudern bereit, die sie in den schwerelosen Bereich befördern. Personen, die aus dem schwerelosen in den schwerkraftgebundenen Bereich gelangen, werden durch Traktorfelder in speziell ausgewiesene Zonen abgelenkt und dort sanft abgesetzt. In abgeteilten Bereichen eines Agravariums gibt es meist einen kleinen Bereich mit reduzierter Schwerkraft, in dem sich der Ungeübte an die ungewohnte Schwerelosigkeit gewöhnen kann.

Grundsatz bei allen Agravarien ist ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, das die Besucher vor Gefahren schützt. Der klassische Bademeister ist zwar schon längst von robotischen Überwachungssystemen ersetzt worden, aber gerade in letzter Zeit geht der Trend wieder zum menschlichen Ansprechpartner.

Im Jahre 2085 tauchten neben diesen klassischen Sicherheitssystemen die ersten ALE (Aquatische Lebensrettungs-Einheit) auf: Kleine mobile Einheiten, vollgepfropft mit Rettungssystemen, die in der Wasserblase selbst patrouillierten. Das Neuartige daran war jedoch nicht die »Sicherheit vor Ort«, sondern das oft skurrile Äußere dieser Kleinroboter.

Neben der klassischen »Quietsche-Ente« und dem »Shark« gibt es Nachbildungen von fast allen aquatischen Lebensformen. Auch wenn es der Besucher nicht merkt, wird jeder Gast durch telemetrische Überwachung der Lebensfunktionen von einem ALE überwacht, da es in der schwerelosen Wasserblase sehr schnell zu einer lebensgefährlichen Desorientierung kommen kann.

Bis zum Jahre 2435 gab es an Bord der terranischen Flaggschiffe nur einfache Schwimmbäder für die Besatzungen. Zu diesem Zeitpunkt gab es an Bord der FRANCIS DRAKE bereits ein Antischwerkraftbad oder Antigravschwimmbad. Es war über eine Luftschleuse direkt mit den Umkleidekabinen verbunden, und bestand aus einer Halle die fast komplett mit Wasser gefüllt war. Das von Antigravfeldern gehaltene Wasser war mit großen Luftblasen gefüllt, die ständig mit neuer Luft versorgt wurden, und als Ruhezonen dienen konnten. Nach einer Einladung Roi Dantons erzählten Gucky und Jumpy Perry Rhodan begeistert von dieser Errungenschaft. Dieser überlegte daraufhin ebenso ein solches Antigravschwimmbad einrichten zu lassen. (PR 320)

Im Jahre 3442 wurde ein so genanntes Kugelbad an Bord der MARCO POLO erwähnt. Der Zugang erfolgte durch eine Sicherheitsschleuse, dahinter herrschte Schwerelosigkeit. In der Mitte befand sich ein schwacher künstlicher Gravoerzeuger, der mit Magnetankern fest im Raum verankert war und alles Wasser in der Halle zu einer 10 Meter durchmessenden Kugel zusammenhielt. (PR 549)

Im Jahre 1461 NGZ existierte in Galileo City auf dem Jupitermond Ganymed ein Agravarium, das Perry Rhodan während einer Stadtbesichtigung auffiel. (PR-Jupiter 3, S. 39-41)

Risszeichnung

»Terranische Freizeiteinrichtungen – Das Agravarium« (PR 1928 – Report) von Dieter Bohn

Quellen