Anima

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person »Anima« und dem Raumschiff »ANIMA«. Für weitere Bedeutungen, siehe: Anima (Begriffsklärung).

Die Vardi Anima war eine Orbiterin des Ritters der Tiefe Hartmann vom Silberstern und zeitweise Gefährtin von Atlan da Gonozal.

Inhaltsverzeichnis

A699Illu.jpg
Atlan 699 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die Vardis sind ein humanoides Volk. Über Animas genaues Aussehen in dieser Zeit ist nichts Genaues bekannt.

Als lebendes Raumschiff hatte ANIMA in Ruhephasen die Form einer 45 Meter durchmessenden Kugel. Sie konnte sich bis auf 20 Meter zusammenziehen oder auf 100 Meter ausdehnen. Auch andere Formen waren möglich, nur die Masse war nicht zu beeinflussen. Wie sie ihre Energie bezog oder welches Medium sie für überlichtschnellen Flug nutzte, war unbekannt, dies lief auf instinktivem Wege. Ihre "Grundsubstanz" bestand aus circa 150 Tonnen Plasma. (Atlan 679)

Das lebende Raumschiff konnte sein Inneres nach den Wünschen des Passagiers umgestalten. Die widerstandsfähige Außenhülle trotzte dem Beschuss auch aus schwersten Energiewaffen. Allerdings verfügte ANIMA über keinerlei eigene Bewaffnung. ANIMA sprach mit weiblicher Stimme und verstand sich auch als weibliches Wesen. (Atlan 679)

Nach 3819 (232 NGZ) ist Animas Erscheinungsbild das einer normalen Arkonidin, allerdings mit schwarzem Haar (Atlan 795) und grünen Augen mit goldenen Pünktchen in der Iris. (Atlan 801)

Fähigkeiten

Anima hatte Parafähigkeiten, die sich durch die Unterweisungen von Hartmann im Laufe der Zeit erweiterten. Konnte sie zuerst nur lebende Materie in tote verwandeln, gelang ihr später auch noch die Rückverwandlung in lebende Materie. Noch später konnte sie Lebewesen heilen, selbst länger zurückliegende Verletzungen und Narben wurden von ihr kuriert. Vermutlich war sie eine Metabio-Gruppiererin – sie hatte diese Fähigkeit so weit entwickelt, dass sie dadurch auch zum Gestaltwandler werden konnte.

Geschichte

Anima, von Dämonen besessen

Anima wurde als jüngste Tochter des wohlhabenden und einflussreichen Salzhändlers Ninnok auf Crowhen, einer unbedeutenden und technisch zurückgebliebenen Welt der Galaxie Manam-Turu geboren. Eher durch Zufall wurden ihre psionischen Kräfte geweckt, mit denen sie auf die Zellen jeglicher biologischer Körper Einfluss nehmen kann (eventuell verwandt mit der Metabio-Gruppierung). (Atlan 680)

In ihrer Jugend verbrachte Anima viel Zeit bei der so genannten Höhlenfrau, die außerhalb von Misan lebte, und lauschte deren Geschichten. (Atlan 680)

Um ihrem Peiniger, dem Gärtner Chatio, der sie des Öfteren mit Peitschenhieben quälte, einen Streich zu spielen, versteckte sie auf einem Beet mit graubraunen Blättern, die zu kauen Chatio pflegte, einen Quolrot. Allerdings erkannte Anima zu spät, dass auch ihr Vater dieser Gewohnheit nachging. Durch ihren Rettungsversuch identifizierte sich Anima selbst als Täterin. Ninnok wurde nicht gebissen, doch Chatio verwandelte sich in einen größeren Zellklumpen. (Atlan 680)

Das abergläubische Volk der Vardis glaubte daran, sie sei von einem Dämon besessen. (Atlan 680)

Da sie ihre Fähigkeiten aber noch nicht unter Kontrolle hatte, glaubte das Volk, sie sei das unschuldige Opfer des unbekannten Dämons. Sie wurde als Besessene zum Tempel von Ushien gebracht, wo sich die Priester ihrer annahmen. Der mit der Austreibung des Dämons beauftragte Priester wollte den Vorgang beschleunigen und hielt Anima ein Messer an die Kehle. Auch er wurde zu einem Klumpen Materie. Der Fürst von Misan sah von der Hinrichtung des Mädchens ab, da nach dem Glauben der Vardis der Dämon so in einen anderen Körper schlüpfen konnte. Mit dem natürlichen Tod der Besessenen würde auch der Dämon sterben. Ein Unfall könnte diesen Vorgang allerdings beschleunigen. (Atlan 680)

Anima wurde zur Höhlenfrau in die Verbannung geschickt. Jahre vergingen, in denen Ninnok wie vereinbart regelmäßig einen Korb mit Fleisch und Früchten bereitstellen ließ. Der Fürst von Misan und Ninnok zettelten einen Krieg an, um die Herrschaft über das Tiefland zu erlangen. Der Krieg ging verloren. Der Fürst starb und Ninnok wurde an einen Salzhändler im Norden ausgeliefert. Die Höhlenfrau erkrankte und starb. (Atlan 680)

Die inzwischen zur jungen Frau herangereifte Anima erlebte einen Angriff auf Misan mit. Die Stadt wurde niedergebrannt. Die Angreifer drangen auch in die Schlucht vor und zwangen Anima zur Flucht. Sie wurde von Verrin gepackt und davongetragen. Animas Kräfte versagten bei dem Fremden. (Atlan 680)

Anima, die Orbiterin des Ritters

Der Orbiter brachte Anima in das Raumschiff des Ritters der Tiefe Hartmann vom Silberstern, in die SILBERSTERN, das sie erst für eine »Dämonenburg« hielt. Der Ritter, der ihre Fähigkeiten erkannt hatte, übernahm die Ausbildung des Mädchens. Anima lernte, Lebewesen und Pflanzen zu organischen Klumpen und wieder zurück in die ursprüngliche Form zu verwandeln. Mit einiger Übung konnte sie Verletzungen und Wunden heilen. Sie schaffte es auch, ihre eigene Körperform zu verändern, sodass sie einem Felsen, einem Kristall oder beispielsweise einem Stück Metall glich. Nebenbei vermittelte ihr der Ritter Allgemeinwissen. Nun waren Anima auch Begriffe wie Planeten, Sonnen und Raumschiffe nicht mehr fremd. Als sie mit Verrin und Hartmann vom Silberstern Crowhen verließ, war sie zu einer Orbiterin geworden. (Atlan 680)

Ihr erster Auftrag als Orbiterin sollte sie zu Vergalo führen. Dazu musste sie ihr Äußeres verändern, um als letzte Überlebende des Volkes der Laraben aufzutreten, die die unermesslichen Schätze, die diese angehäuft hatten, bewachte. Sie war angeblich auf der Suche nach einem Nachfolger, den sie in Vergalo gefunden zu haben glaubte. Anima operierte unter dem Namen Broga von den Blumenbergen. Die SILBERSTERN wurde von den Bo'oquiden aufgebracht. Hartmann vom Silberstern, Verrin und Broga gelangten auf Vergalo in den Palast. Als Anima endlich zu Vergalo vorgelassen wurde, fand sie Verrin in sämtliche Einzelteile zerlegt vor. Hartmann vom Silberstern war an eine Säule gefesselt. Doch es handelte sich lediglich um Illusionen, um Broga von den Blumenbergen zu verleiten, den wahren Grund ihrer Mission aufzudecken. (Atlan 680)

Als Anima wieder mit den echten Hartmann vom Silberstern und Verrin zusammentraf, wurde deutlich, dass Vergalo bei jedem von ihnen versucht hatte, die Position Larabs zu erfahren. (Atlan 680)

Broga wurde erneut zu Vergalo gebracht. Dabei wurde sie von Verrin und dem Ritter begleitet. Ein unscheinbares Kistchen aus dem Fundus der SILBERSTERN hatte Vergalos Interesse geweckt. Broga flunkerte ihm vor, dass darin der größte Schatz der Laraben aufbewahrt wurde. Vergalo assoziierte diese Aussage mit der Unsterblichkeit. Um allein in den Genuss der Unsterblichkeit zu gelangen, desaktivierte Vergalo den Schutzschirm um seinen Thron und ließ Broga dicht an sich herankommen. Im gleichen Moment erinnerte sich Anima an ihre wahre Identität und den Zweck ihres Aufenthaltes im Palast. Ebenso erkannte Vergalo die Gefahr in der er schwebte. Anima erkannte, dass Vergalo nicht nur das Wesen war, das in seinem Thron saß, sondern auch der Thron, die Palastbewohner und der Palast selbst. Vergalo ließ die von ihm erschaffenen Geschöpfe im Kampf gegen Verrin und Hartmann vom Silberstern antreten. (Atlan 680)

Anima konnte ihrem Ritter nicht zu Hilfe eilen, da sie selbst in einen Kampf verwickelt war. (Atlan 749)

Als Anima den Tod des Ritters der Tiefe mit ansehen musste, schlug sie mit all ihrer Kraft zu. Dadurch, dass Vergalo ständig mit der Kontrolle über seinen riesigen Körper beschäftigt war, war Anima leicht im Vorteil. Sie versuchte, die beiden Körper Vergalos zu verschmelzen, während dieser den Versuch unternahm, Anima aufzusaugen. Die Verschmelzung gelang, doch die Vardi war schon zu einem Teil Vergalos geworden, konnte allerdings ihren freien Willen behalten. Anima konnte sich von dem Tyrannen lösen, musste aber einen Teil seiner Körpersubstanz mitnehmen. (Atlan 680)

Anima ging an Bord der SILBERSTERN und nahm die Leiche des Ritters mit. Durch ihren monströsen Körper dauerte es lange Zeit, bis sie die SILBERSTERN erreichte. Es gelang Anima, einen langen Arm auszubilden, Hartmann in das Raumschiff hineinzuschieben und in einem Überlebenstank unterbringen. Dann ordnete Anima an, dass die SILBERSTERN augenblicklich startete und einen Planeten in der näheren Umgebung anflog, auf dem der Ritter einigermaßen in Sicherheit war. Die Orbiterin klammerte sich an die SILBERSTERN. Anima stellte fest, dass sie die Reibungshitze, den Start im Allgemeinen und sogar die Kälte und das Vakuum des Weltraums problemlos ertrug. Sie wurde sich auch bewusst, dass sie aus eigener Kraft ferne Planeten anfliegen konnte. Doch diese Erkenntnisse halfen ihr nicht darüber hinweg, dass ihr Ritter nicht mehr bei ihr war. (Atlan 749)

Die SILBERSTERN landete auf einer unbewohnten Sauerstoffwelt. Der Überlebenstank funktionierte klaglos. Die durch den Speer hervorgerufene Wunde war schon fast verheilt, das Herz schlug, die Atmung funktionierte. Als die Genesung so weit fortgeschritten war, dass sich der Tank öffnete, musste Anima allerdings zu ihrem Schrecken feststellen, dass Hartmann vom Silberstern nicht erwachte. Eine Untersuchung ergab, dass sein Gehirn biologisch reibungslos arbeitete, allerdings auf einer rein vegetativen Basis. Zornig wegen ihrer Hilflosigkeit zerstörte Anima den Überlebenstank. Sie rief mit dem Funkgerät der SILBERSTERN Payarus an und bat ihn um Hilfe. Dieser eilte innerhalb weniger Stunden herbei, erklärte Anima aber, dass es sinnlos war, den seelenlosen Körper des Ritters am Leben zu erhalten. (Atlan 749)

Payarus erklärte, dass Anima schlafen musste, um über den Schock hinwegzukommen. Er brachte sie an einen unbekannten, stillen Ort. Nach langem Schlaf erwachte Anima und erhielt den Auftrag nach Alkordoom zu gehen. Erst auf Lummensand war sie fähig, ihre Erinnerungen zu durchforsten. (Atlan 680)

ANIMA, das lebende Raumschiff

Gute 5000 bis 6000 Jahre existierte ANIMA nun als lebendes Raumschiff.

Die Kosmokraten schickten ANIMA um das Jahr 3748 (=151 NGZ) nach Alkordoom, um dort gegen den Erleuchteten zu erkunden. Die folgenden achtzig Jahre wurde sie kreuz und quer durch diese Galaxie gejagt.

Der Wunderkristall

A677Illu.jpg
Anima als Wunderkristall
Atlan 677 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Um 3818 (231 NGZ) fand Atlan sie auf Lummensand, wo sie als Wunderkristall wirkte (und zwar unfreiwillig, weil sie dort festgehalten wurde), bis sie vom Kristallkommando gestohlen wurde. Durch diesen Diebstahl konnte sie den Planeten verlassen und war danach frei. Der Wunderkristall wollte sich zunächst selbst in Sicherheit bringen und dann wieder mit Atlan zusammentreffen. (Atlan 677)

Der Kristall tauchte auf dem Planeten Thorrat auf. Dort landete er auf dem Gelände von Harborts Farm nahe der Stadt Edolhyt. Der Kristall verwandelte sich in eine unregelmäßig geformte Felskugel. Diese Kugel rollte davon, begann zu schweben und ging vor einem Wald zu Boden. ANIMA hatte sich in einen moosbewachsenen Hügel verwandelt, der sich in die Landschaft einpasste. Doch diese Tarnung hielt das lebende Raumschiff nicht lange aufrecht. Der Berg flog weiter bis in eine Schlucht. Nun hatte das Plasma, aus dem ANIMA bestand, die Form einer 15 Meter durchmessenden Halbkugel angenommen. Die dunkelgrüne Oberfläche hatte sich in eine harte, schwer zerstörbare Schicht mit Sprüngen und Rissen verwandelt. Unter den Ästen verkrüppelter Bäume verbarg sich die »Schlummernde«. (Atlan 679)

Doch ANIMA wurde von der Crynn-Brigade entdeckt. Aus der KORALLE bestrichen die Brigadisten das lebende Raumschiff mit Paralysestrahlen. Dadurch wurde ANIMA an ihren Standort gefesselt und an einer Kontaktaufnahme mit dem sich in der Nähe befindlichen Atlan gehindert. Da ANIMA über keine Bewaffnung verfügte, konnte sie sich gegen den Beschuss auch nicht wehren. (Atlan 679)

Kontaktaufnahme

Um dennoch mit dem Arkoniden in Kontakt zu treten, bildete ANIMA einen Ableger aus, der einem kaninchengroßen bepelzten graugelbgrünen Tier mit großen dunkelblauen Augen glich. Der Ableger war mit dem Raumschiff durch einen dünnen Faden verbunden. Atlan forderte die Schaffung zweier Hohlräume, in die sich er und Colemayn begeben wollten. In den Wirren eines ausbrechenden Feuergefechtes zwischen Thorratern und der Crynn-Brigade konnte Atlan die KORALLE erobern. Colemayn gelang es nicht mehr, an Bord zu kommen. Atlan steuerte die KORALLE in das Innere ANIMAS. (Atlan 679)

ANIMA, »die Schlummernde«, begrüßte den Arkoniden und stellte sich als dessen neue Weggefährtin, die ihn überall hinbringen würde, wohin er wollte, vor. Im Inneren des lebenden Raumschiffes entstanden Gänge, Kammern und leuchtende Flächen sowie Öffnungen, die Atlan einen Blick nach außen ermöglichten. Die KORALLE wurde in das Plasma integriert. Dadurch wurde ANIMA befähigt, auf die Ortungs- und Funksysteme des Gleiters zurückzugreifen. ANIMA selbst verfügte über keine Ortungssysteme. Sie handelte rein instinktiv, war dabei aber sehr zielsicher. (Atlan 679)

Auch die äußere Form wurde geändert. ANIMA präsentierte sich als silbergraues spindelförmiges Raumschiff mit etwa 100 Metern Länge und 15 Metern Durchmesser. Der Antrieb schien auf der Anzapfung eines höheren Energieniveaus oder des Hyperraums zu beruhen. ANIMA wusste zu diesem Zeitpunkt selbst nicht genau darüber Bescheid. (Atlan 679)

Das Raumschiff entfernte sich zunächst von Thorrat, um eventuelle Verfolger abzuschütteln. Dann kehrte ANIMA zu der Primitivwelt wieder zurück. Das Schiff verwandelte sich in eine Kugel und landete in unmittelbarer Nähe des Bürgerhauses von Edolhyt. Atlan verabschiedete sich von Kosh Unterseyn. Colemayn blieb verschwunden. Der Arkonide erhielt vom Bürgermeister einen Sack voller Lebensmittel, die sein Proviantproblem an Bord der ANIMA für einige Zeit mildern würden. Die ANIMA startete. Atlan gab als nächstes Ziel den Planeten New Marion an. (Atlan 679)

Bei den Celestern

Auf dem Weg zur Heimatwelt der Celester fing ANIMA einen Notruf auf. Am Rande eines schwach leuchtenden Nebelfeldes wurde ein kleines Raumschiffswrack ausgemacht. Die beiden Bithra Molina und Traumata wurden an Bord genommen. ANIMA war eifersüchtig auf die beiden Mädchen, die sich intensiv um Atlan bemühten. Das lebende Raumschiff ließ Sitzgelegenheiten verschwinden und Bodenunebenheiten entstehen, um die Bithra einigermaßen zu schikanieren. Erst als die beiden Frauen auf ihrer Heimatwelt abgesetzt wurden, normalisierte sich ANIMAS Verhalten. (Atlan 680)

ANIMA setzte ihren Anflug auf New Marion fort. Allerdings schien sich mit den beiden Schiffbrüchigen auch ein Unsichtbarer an Bord geschlichen zu haben, der einige Male Atlan attackierte, der aber nicht zu fassen war. Der Arkonide zog sich in die KORALLE zurück, wo er die Lebensgeschichte ANIMAS erfuhr. (Atlan 680)

Die ehemalige Facette

Es gelang Atlan und ANIMA, den Unsichtbaren aus dem Inneren des Raumschiffes zu vertreiben. ANIMA konnte den Fremden in Plasma einzuhüllen und bewegungsunfähig zu machen. Auf Alkordisch nahm das Fract-Cuzz widerwillig mit Atlan Kontakt auf. Als das Wesen erneut vehement angriff, warf ANIMA es in den Weltraum und beschleunigte sofort, um aus dessen Reichweite zu kommen. (Atlan 680)

Beim Anflug auf New Marion wurde im Orbit um den Planeten ein großes Raumschiff geortet, die ROULETTE. Nahe dem Haus der Briggs landete ANIMA. (Atlan 680)

In komprimiertem Zustand blieb ANIMA auf dem Kontinent Hain, während Atlan mit der KORALLE unterwegs war. (Atlan 681)

Nach dem Einsatz auf der ROULETTE kehrte Atlan zur KORALLE zurück. Mit Arien, Volkert, Spooner Richardson, Sarah Briggs und dem Minu-Cuzz flog er nach Edelkraut, wo die ROULETTE eine Atombrandbombe abgeworfen und gezündet hatte. (Atlan 682)

Atlan befahl ANIMA, die brennende Materie zu entsorgen. Die Schlummernde verwandelte sich in ein silbergraues zigarrenförmiges Gebilde von etwa 100 Metern Länge und 15 Metern Durchmesser. Die ANIMA flog direkt in die Flammenwand um das brennende Gebiet auf Palmwiese hinein. Als sie wieder auftauchte, schwankte sie heftig. Sie hatte die Kernbrandmaterie aufgenommen und versuchte sie mit aller Kraft zusammenzuhalten. Bevor sie Kurs auf den Weltraum nahm, löschte sie den Brand energetisch. Dann nahm ANIMA Kurs auf die Sonne Littoni. (Atlan 682)

Die ANIMA kehrte als weißglühender Materiebrocken nach Edelkraut zurück und versetzte die Besatzung der FLAMME, die die Stadt bombardierte und die KORALLE in arge Bedrängnis brachte, in Angst und Schrecken, da das Minu-Cuzz gleichzeitig den Brigadisten einsuggerierte, der Materiebrocken sei ein Bruchstück des auseinanderbrechenden Kontinents Palmwiese und New Marion wäre dem Untergang geweiht. Mit einem letzten Schuss aus den Kanonen der FLAMME wurde die KORALLE schwer beschädigt. Das Beiboot wurde an Bord der ANIMA genommen, wieder instand gesetzt und die Besatzungsmitglieder versorgt. Das Minu-Cuzz hatte ANIMA verlassen um auf New Marion auf die Ankunft des Fract-Cuzz zu warten. (Atlan 682)

Als das Cuzz in Celeste aktiv wurde, konnte es ANIMA mit seinen hypnotischen Kräften unter seine Kontrolle bringen. Hypnotisierte Celester gingen an Bord. Die Celestische Feuerwehr und Buster McMooshel konnten sich unter die Männer und Frauen mischen. Die ANIMA startete. (Atlan 683)

Buster McMooshel verabreichte ANIMA Injektionen mit Anti-Moosh. Die Schlummernde konnte einen Teil ihres Körpers von dem hypnotischen Einfluss befreien. ANIMA beschwerte sich darüber, dass der Wirkstoff einen scheußlichen Geschmack hatte und Schwindel hervorrief. (Atlan 683)

ANIMA, die Crynn ansteuern sollte, führte einen Kurswechsel durch und landete auf Morrbatt. Das Cuzz schöpfte Verdacht, als ANIMA in einem Gespräch die Beeinflussten als »Gefangene« bezeichnete. Während das Cuzz sich auf den Weg zu Atlan machte, der in einem Raum gefangen gehalten wurde, konnte der Arkonide von Sarah Briggs und den Richardsons befreit werden. Die ANIMA erhielt von Atlan den Auftrag, so bald wie möglich aus der KORALLE einen Notruf an Drei-B abzusenden. (Atlan 683)

Die ANIMA, die Kugelgestalt angenommen hatte, schuf Öffnungen in ihrer Außenhülle und beförderte die hypnotisierten Celester hinaus. Danach verwandelte sich das Schiff in einen bimssteinähnlichen Feldbrocken. Auch das Cuzz war aus dem Schiff befördert worden. (Atlan 683)

Mit dem Psi-Spalter gelang es dem Cuzz, die Kräfte der Celester zu sammeln und auf die ANIMA zu fokussieren. Das lebende Raumschiff veränderte seine Form. Es nahm die Gestalt einer blauen Glocke mit glatter Oberfläche an. (Atlan 683)

Das Auftauchen der PENNSYLVANIA ließ das Cuzz aufgeben. Das Fragmentwesen beging Selbstmord. (Atlan 683)

Vorstoß nach Crynn

Atlan, Sarah Briggs, Flora Almuth, Buster McMooshel und die Richardsons flogen mit der ANIMA nach Crynn. (Atlan 683)

Im Ortungsschutz eines Frachtschiffes näherte sich die ANIMA dem Südpolkontinent. Während des Anfluges erfuhren Atlan und die Celester von der Zerstörung der Raumüberwachungsstation durch Paul Namarro und seine Freunde. Nach der Landung änderte ANIMA ihr Aussehen. Sie glich nun einem Eisblock und verschmolz so mit der Umgebung. Das Raumschiff wurde von einigen Wespen, die das Gebiet überflogen, nicht geortet. Die KORALLE wurde ausgeschleust. Atlan, Arien Richardson und Flora Almuth, die darauf bestand, mitgenommen zu werden, machten sich auf die Suche nach Paul Namarro. (Atlan 684)

Macker, der Roboter des celestischen Agenten wurde am Fuße des Mauntenn gefunden. Er setzte auf Anweisung Arien Richardsons einen Funkspruch an die ANIMA ab. Die Gefährten wollten sich freiwillig in die Gefangenschaft der Crynn-Brigade begeben, um auf diesem Weg in das Pyramidon vorstoßen zu können. (Atlan 684)

Kampf gegen die Facette

Während Atlan, Arien Richardson und Flora Almuth im Pyramidon gegen Zulgea von Mesanthor kämpften, langweilten sich Spooner und Volkert Richardson mit Buster McMooshel an Bord der ANIMA. Plötzlich tauchten Crynn-Brigadisten auf und schossen auf das Raumschiff. ANIMA startete zum Pyramidon. Dort eröffneten die schweren Hochleistungsgeschütze der Residenz der Facette das Feuer. ANIMA zog sich in das Tal zurück, in dem sie die KORALLE geortet hatte. Die Richardsons und McMooshel wurden dort abgesetzt. ANIMA nahm erneut Kurs auf das Pyramidon. Dabei veränderte sie ihre innere Struktur so, dass sich eine Unmenge einzelner Brocken bildete, die für eine begrenzte Zeit allein existieren konnten und durch kaum sichtbare Fäden miteinander verbunden waren. (Atlan 685)

Beim nächsten Feuerstoß aus den Geschützen des Pyramidons zerbrach ANIMA. Die Trümmerbrocken lagen weit verstreut. Eines der Fragmente enthielt das Bewusstsein ANIMAS und versank in eine Bodenspalte. Ein Gleiter der Integrale landete, um die Trümmer zu untersuchen. Eines der Trümmerstücke wurde an Bord genommen. Zuvor transportierte ANIMA alles von ihr in dieses Fragment und trennte den Verbindungsfaden. Das Fragment besaß zwar keine Intelligenz, reagierte aber instinktiv im Sinne des Stammkörpers. (Atlan 685)

Das Fragment wurde zu Zulgea von Mesanthor gebracht. Als Atlan, Arien Richardson, Parillyon und Flora Almuth der Facette gegenüberstanden, begann sich das Fragment, das auf einem Experimentiertisch lag, zu bewegen. Es veränderte mehrfach sein Aussehen und kroch über die Tischplatte. Das erregte Atlans Aufmerksamkeit. Das Bruchstück ANIMAS kletterte die Wand hoch auf Zulgea zu. Der Wurm ließ sich fallen und landete auf den Schultern der Facette. Blitzschnell wickelte es sich um Zulgeas Hals. Erst eine Berührung Atlans veranlasste das Fragment, den Druck zu lockern. Doch im Verlauf des Gesprächs mit Zulgea von Mesanthor begann sich das Fragment wieder zusammenzuziehen. Dabei wurde es glühend heiß. Nach wenigen Sekunden war die Facette tot. (Atlan 685)

Die Trümmerstücke ANIMAS begannen sich wieder zu vereinen. Bald besaß die Schlummernde wieder ihre alte Form. Die Richardsons und McMooshel wurden von ihr abgeholt. ANIMA positionierte sich über dem Pyramidon, bis Atlan, Arien Richardson und Parillyon an Bord gingen. Dann startete die Schlummernde nach New Marion. (Atlan 685)

Doppelgänger

Einige Tage blieb ANIMA auf New Marion. Dann ging die Reise mit Atlan und Parillyon nach Kippelkart. Dort landete die Schlummernde auf dem Ruinenfeld eines zerstörten Raumhafens und nahm die Form eines annähernd runden Felsbrockens an. Ehe sie Atlan von Bord gehen ließ, bildete sie zahlreiche Pseudoarme aus, die den Arkoniden sanft umschlangen. Sie wollte dadurch ihre Zuneigung ausdrücken und die Freundschaft, die sie für Atlan empfand. (Atlan 686)

Nach der Rückkehr aus den Ruinen Kippelkarts verhielt sich Atlan aggressiv, unfreundlich und beleidigend. (Atlan 686)

Um gegen Gentile Kaz vorgehen zu können, flog die ANIMA nach Neu-Kardoll, wo die Kaz-Fresser als Verbündete gewonnen werden sollten. (Atlan 686)

Während des Anfluges auf den Planeten wurde ein Raumschiff geortet. Die KARDOLLS ENDE eröffnete sofort das Feuer auf die ANIMA. Zwei schwere Treffer veranlassten die ANIMA einen Schrei auszustoßen. Für einen Moment versagten die Schwerkrafterzeuger und die Beleuchtung. Weitere Treffer erzielten keine Wirkung mehr. Atlan verlangte, den Angreifer zu rammen. ANIMA verweigerte den Befehl. Parillyon nahm mit der KARDOLLS ENDE Kontakt auf. Jirriigs ließ das Feuer sofort einstellen. (Atlan 686)

Auf Neu-Kardoll kam es zum Angriff der ORDARDOR. Der Schlachtkreuzer landete direkt neben drei aufragenden Felsklippen, in die sich ANIMA verwandelt hatte. Es gelang dem lebenden Raumschiff eines dieser drei Fragmente an Bord der ORDARDOR zu schmuggeln. Es gelang den Rebellen, die ORDARDOR zu erobern. (Atlan 686)

Einer Flotte von acht Schiffen, die Neu-Kardoll anflog, wurde die ORDARDOR entgegen geschickt. Atlan, Parillyon und Tess beobachteten den Einsatz von Bord der KARDOLLS ENDE aus. ANIMA hielt sich in einem Hangar des altersschwachen Schiffes als halbtransparenter Kristall auf. (Atlan 686)

Zurück auf Neu-Kardoll platzierte sich ANIMA erneut als Felsbrocken am Ufer des Sees. Dort musste sie miterleben, wie Atlan von Colemayn erschossen wurde. Der Tramp wendete sich an die Schlummernde und wollte mit ihr den wirklichen Atlan suchen. Bei dem Getöteten hatte es sich um ein fast identisches Duplikat gehandelt, das von den Maschinen der Yiker auf Kippelkart hergestellt worden war. Damit erklärte sich auch die seltsame Verhaltensweise des Arkoniden. ANIMA startete mit Colemayn von Neu-Kardoll. (Atlan 686)

Bei den Steppenforschern

Der Original-Atlan wurde auf Brusquez gefunden. Hier musste ANIMA Atlan und die Steppenforscher erst einmal gegen ein Zerstörungskommando der Quaitti verteidigen. Es gelang ihr, mit Atlan in Funkkontakt zu treten. Doch die Hilfsaktion wurde durch das Eingreifen der UNALASH erschwert, die immer wieder auf die ANIMA feuerte. Das lebende Raumschiff entschloss sich, das Schiff der Quaitti zu rammen. Es gelang dem Zerstörungskommando, die wracke UNALASH zu landen. Ein Bordgeschütz blieb dabei funktionsbereit. Atlan, Duun und Almergund konnten die Kanone mit Sprengladungen zerstören. Nun konnte die ANIMA gefahrlos landen und Atlan, Duun, Almergund, Dhonat, Kolport und Wasterjajn Kaz an Bord nehmen. Der Arkonide erfuhr, dass Colemayn die ANIMA auf dem Weg nach Brusquez verlassen hatte. Das nächste Ziel der ANIMA war die Sonnensteppe. (Atlan 687)

Die Sonnensteppe

Beim Einflug in die Sonnensteppe verspürte die ANIMA den Einfluss des Steppenwindes. Das Schiff verlor die Orientierung. Mit kurzen Linearetappen versuchte die ANIMA, dem verderblichen Einfluss zu entkommen. Die Luftqualität im Inneren des Raumschiffes verschlechterte sich rapide, die Beleuchtung erlosch. In einer Zeitspanne von Klarheit setzte die ANIMA die Lebenserhaltung wieder in Gang und konnte in den Sektor Ordardor zurückkehren. (Atlan 688)

Während sich die Steppenforscher mit Imustil versorgten, entging die ANIMA beim zweiten Anflug durch konzentrierte Passivität der Wirkung des Steppenwindes. Erneut wurde die ANIMA von der MYGULL-144 geortet. Die MYGULL näherte sich der ANIMA und ging auf Abfangkurs. Mit geschickten Manövern gelang es dem Piloten Shourad das lebende Raumschiff zwischen dem Ausleger und dem Zentrum des Scheibenkörpers zu verankern. Unter dem abgeschwächten Einfluss des Steppenwindes ließ es die Schlummernde geschehen. Während die ANIMA mit Fesselfeldern fixiert wurde, machten sich Außenkommandos der Jupter bereit. Dabei mussten sie erstaunt feststellen, dass das spindelförmige Beuteschiff nun einem annähernd kugelförmigen Asteroiden mit zerklüfteter Oberfläche glich. Die Piraten reagierten nicht auf Kontaktversuche Atlans. (Atlan 688)

Die ANIMA versuchte, ein Sonnensystem anzufliegen, um dort auf einem Planeten mit Sauerstoffatmosphäre zu landen. Die Schlummernde aktivierte ihren Antrieb und zwang so die MYGULL-144 zur Kursänderung. Die MYGULL-144 wurde zu einer harten Landung auf dem Planeten Jarad II gezwungen. Da die Fesselfelder abgeschaltet wurden, konnte sich die ANIMA von der MYGULL-144 entfernen. Allerdings benötigte die Schlummernde einige Zeit, um sich von der gewaltigen Anstrengung zu erholen. (Atlan 688)

Mit Hochdruck arbeiteten die Jupter daran, die MYGULL-144 wieder flott zu bekommen. Dabei wurden sie von katzenartigen Intelligenzen gestört, die sich untereinander bekämpften. Mit der KORALLE wurden Kosnach, der mit vier weiteren Juptern aus dem Schiff der Piraten geworfen worden war und ein verletzter Katzenartiger mit zwei Köpfen auf die ANIMA geholt. Kurz darauf schoss das Schiff der Steppenpiraten auf die ANIMA ohne Schäden anzurichten. Den Juptern gelang es, die Triebwerke zum Laufen zu bringen. Die MYGULL-144 startete und flog tiefer in die Sonnensteppe hinein. (Atlan 688)

Poltergeist wurde von Kosnach in Notwehr erschossen. Als Wasterjajn Kaz Wache hatte, bat er ANIMA, eine Treppe zu bilden, um den Planetenboden betreten zu können. Er wollte zu den Jaradern, um mehr Informationen über seine Herkunft zu erhalten. Twilter erzählte Kaz Teile der Geschichte der Jarader. Mit diesem Wissen kehrte Wasterjajn zur ANIMA zurück. (Atlan 688)

Vier Schiffe der Steppenpiraten befanden sich im Anflug auf Jarad II. Jullert nahm Funkkontakt auf und forderte die Übergabe Kosnachs. Der Jupter wurde aus dem lebenden Raumschiff gebracht. Noch deutlich geschwächt startete die ANIMA. Drei Schiffe der Steppenpiraten verfolgten die Schlummernde, während das vierte sich der Oberfläche von Jarad II näherte, um Kosnach aufzunehmen. Die ANIMA konnte entkommen. (Atlan 688)

Entführung

Nach den Ereignissen auf Jarad II trieb die ANIMA durch die Sonnensteppe. Dabei fühlte sie in den Schleiern kosmischen Staubes eine Bewegung, die sich ihr näherte. Kurze Zeit später wurde Kulumhart mit seinen Begleitern geortet. Sac-Say-Juaman hatte die KORALLE im Inneren von ANIMA bemerkt. Brugabischel empfing Gedankenimpulse aus dem seltsamen Gebilde. Jeffat-Vlür und Hailimai brachten mehrere Llodals an Bord der ANIMA. (Atlan 689)

Mit Paralysatoren gelang es Atlan und den Steppenforschern, die Angreifer auszuschalten. Ein kurzes Linearmanöver konnte die Plasmakugeln nicht abschütteln. Kulumhart näherte sich der ANIMA und klammerte sich an der Außenhülle fest. (Atlan 689)

Nur die beiden Teleporter kehrten zu Kulumhart zurück, der ihnen befahl Unter-Ober zur ANIMA zu bringen. Im letzten Augenblick konnte ANIMA den Llodal von Bord werfen, wo er in einer Explosion im Weltraum verging. (Atlan 689)

Ein weiterer Angriff Fultrak-Tenosas lähmte die ANIMA und die Steppenforscher. Nur Atlan und Wasterjajn Kaz erwiesen sich als immun. Die Beiden brachten ihre Gefährten in die KORALLE. Die ANIMA wurde von Kulumhart nach Boden geschleppt. (Atlan 689)

Nach der Landung ließ der Einfluss Fultrak-Tenosas nach, der sich auf angreifende Llodals konzentrierten musste. ANIMA nahm die Form eines länglichen Kristalls an. Gleich darauf verwandelte sie sich in einen moosbewachsenen Hügel, aus dem die KORALLE startete. Es kam zur Begegnung der Steppenforscher mit Loark und Fultrak-Tenosa, wodurch sich das traurige Schicksal der Psi-Potentiale offenbarte. (Atlan 689)

Die Jupter der MYGULL-981 versuchten, die KORALLE zu erobern. Der Angriff kam ins Stocken, als Fultrak-Tenosa seine Kräfte gegen die Steppenpiraten anwendete. (Atlan 689)

In der Zwischenzeit konnte ANIMA verhindern, dass Llodals in ihr Inneres eindrangen. Atlan und Wasterjajn Kaz kehrten mit der KORALLE zur ANIMA zurück. Die Schlummernde startete und flog zum Planeten Jarad, wo die beiden Körper von Fultrak und Tenosa gefunden wurden, Die ANIMA kehrte nach Boden zurück zum Versteck der Jupter und der Steppenforscher, die sich gegen Zehntausende Llodals zur Wehr setzen mussten. Das Erscheinen der ANIMA zwang die Llodals zum Rückzug. (Atlan 689)

Die Jupter und die Steppenforscher gingen an Bord. Die ANIMA startete sofort, noch ehe die Llodals wieder angreifen konnten. Modart lieferte noch vor seinem Tod Atlan einen Hinweis auf das MEMORIUM. Auf einer unbedeutenden Welt der Jupter wurden Pleffzar und seine Leute abgesetzt. (Atlan 689)

Todeskommandos

Der weitere Weg führte die Schlummernde nach Uruch, wo sich Atlan und die Steppenforscher einige Tage erholen wollten. Doch Dhonat hatte von einer mordlüsternen Bande geträumt, die diese Welt heimgesucht hatte. Der Hugerer befürchtete unangenehme Überraschungen, die in Form der Wandlerroboter auch eintrafen. Die Maschinen richteten unter den Uruchern ein Blutbad an. Kolport und Atlan wurden von schwarzen Kristallschlangen, die die Roboter freisetzten, angegriffen. Der Steppenforscher wurde von Erlfret gerettet. Atlan drohte von zwei der Schlangen erstickt zu werden. ANIMA eilte herbei, nahm den Arkoniden auf und konnte die Schlangen von Atlans Hals reißen. Sodann hielt sie ANIMA mit ihrer Körpersubstanz wie in einem Schraubstock fest. Die schwarzen Gebilde wurden so lange in die Länge gezogen, bis sie zu Kristallen zersplitterten. (Atlan 690)

Wandlerroboter und die drei Raumschiffe der Noos-Unoser eröffneten das Feuer auf die ANIMA, die gezwungen war, Uruch zu verlassen und die Steppenforscher auf dem Planeten zurückzulassen. (Atlan 690)

ANIMA tauchte in die Atmosphäre des grünen Planeten zurück und erhöhte immer mehr die Geschwindigkeit. Endlich blieben die Roboter zurück. ANIMA landete in einer Mulde einer riesigen Seenplatte und nahm das Aussehen eines kleinen Sees an. Wandler-7 positionierte sich über dem See und nahm mit Atlan Kontakt auf. Der Roboter berichtete von dem Auftrag, den der »Unbekannte« erteilt hatte und auch darüber, dass er sich selbst als der »Strahlende« bezeichnete.

Nach dem Abflug des Strahlenden und der Landung dreier Raumschiffe der Noos-Unoser gab die ANIMA die Form des kleinen Sees auf und nahm eine medusenähnliche Gestalt an, in der sie in Richtung KORALLE davonschwebte. Um eine möglicherweise notwendige Tarnung aufzubauen, bildete die ANIMA eine 100 Meter lange, grüne Plattform, auf der Steine, Bäume, Gras und Blumen zu finden waren. Im Flussdelta paralysierte Atlan einen Noos-Unoser. ANIMA bildete einen Greifarm aus und beförderte Unpjok an Bord. Als der Noos-Unoser Atlan attackierte, fesselte ihn ANIMA mit zwei Schlingen aus ihrer Körpersubstanz. In einem Tal wurde Unpjok von Bord geworfen und paralysiert. Die ANIMA wurde von den Noos-Unosern, die ihr gefolgt waren, angegriffen. Die Tarnung des lebenden Raumschiffes machte sich nun bezahlt. (Atlan 690)

Die ANIMA nahm die KORALLE mit den Steppenforschern an Bord. Kjok-Duun machte sich auf den Weg, um Atlan bei der Sprengung der NOOS-2 zu unterstützen. Zwei angreifende Raumer der Noos-Unoser zwangen ANIMA zum Start. Mit Traktorstrahlen wurde die Schlummernde festgehalten. (Atlan 690)

Atlan traf auf Kjok-Duun, die ihn per Transversal-Teleportation auf die ANIMA brachte. Das lebende Raumschiff wurde von Hyperfeldern, die von den Noos-Unosern eingesetzt wurden, beschleunigt und durch den Hyperraum geschleudert. Das Schiff materialisierte im Sektor Janzonborr, dem Herrschaftsgebiet der Facette Yog-Mann-Yog. (Atlan 690)

Kidnapping

Die ANIMA ging außerhalb der Umlaufbahn der äußersten Planeten der Sonne Doomhirn in eine Parkbahn, um neue Kräfte zu sammeln. Die KORALLE wurde ausgeschleust. Nur Dhonat blieb an Bord zurück. (Atlan 691)

Die ANIMA erregte das Interesse des Händlers Hunkle-Bha. Die ZAHRRAG nahm Kurs auf den vermeintlichen Meteoriten und überschüttete den Himmelskörper mit Lähmstrahlen. Die ANIMA wurde mit Traktorstrahlen nach Gaukler geschleppt. (Atlan 691)

Und wieder gelang ihr die Flucht, während der sie sich auf Hirnox versteckte. Hier versank sie immer mehr in Depressionen und Hoffnungslosigkeit, nach geraumer Zeit war sie nicht mehr in der Lage, für Dhonat, der an Bord verblieben war, Nahrung bereitzustellen. Sie reagierte auch nicht mehr auf seine Kontaktversuche, sie konnte lediglich die Sauerstoffversorgung sowie eine minimale Beleuchtung aufrechterhalten. (Atlan 698)

Schließlich wurde sie von Suchtrupps entdeckt und warf in Panik Dhonat von Bord. ANIMA sollte zum Adlerhorst gebracht werden, wo sie Yog-Mann-Yog untersuchen und für seine Zwecke einspannen wollte. Dafür wurde sie an Bord des jordobanischen Raumschiffes GRIFFONE gebracht. Allerdings übernahmen die Rebellen der Loge der Erkenner die Macht an Bord und leiteten die GRIFFONE nach Jordoban um. (Atlan 698)

Hier konnte Atlan ANIMA befreien. Kaum dass er an Bord war, kehrte ANIMAS Willenskraft zurück; sie verließ mit ihm Jordoban. (Atlan 698)

Der letzte Einsatz

Atlan drang mit ANIMA und der VIRGINIA erneut in die Sonnensteppe ein, an deren innerem Rand das MEMORIUM zu finden sein sollte. Während der Verfolgung eines Molayns wurde die ANIMA von Schiffen der Steppenpiraten umzingelt und mit Paralysestrahlen beschossen. Nach zwei Salven nahm ANIMA eine schwammartige Form mit vielen Öffnungen an. Atlan wurde von den Juptern aus der KORALLE geholt. (Atlan 699)

ANIMA konnte trotz der Paralyse einen dünnen Pseudoarm ausbilden und das Funkgerät der KORALLE aktivieren. Ein von Atlan bereits vorbereiteter Funkspruch wurde an die VIRGINIA abgestrahlt. Die Steppenpiraten bestrichen ANIMA erneut mit Paralysestrahlen. Eingedrungene Jupter schalteten das Funkgerät aus und zerstörten das Cockpit der KORALLE. (Atlan 699)

Die MYGULL-301 schleppte das Schiff nach Ghuurm und setzte es nahe dem Auge des Erleuchteten ab. Atlan wurde in eine der Blasen des Auges gebracht, das daraufhin immer heller in rötlichem Licht zu strahlen begann. Durch die Aktivität des Auges fielen die Jupter und auch die mit der VIRGINIA angekommenen Celester in tiefen Schlaf. (Atlan 699)

Obwohl ANIMA die von den Juptern hervorgerufene Paralyse überwinden konnte, versetzte die Aktivität des Auges des Erleuchteten das Schiff in eine ungewöhnliche Trägheit. Übergangslos tauchte Colemayn auf, der ANIMA wachrüttelte, um Atlan aus dem Auge retten zu können. Während der Weltraumtramp versuchte, in das Auge einzudringen, wollte ANIMA nicht länger warten und noch einen Ritter verlieren. Sie verwandelte sich in einen Kristall und stürzte sich auf die Blasen des Auges, um ihren Ritter zu retten. Gleichzeitig gelang es Colemayn, das Siegel des Erleuchteten zu öffnen und das Auge zu betreten. In diesem Moment zog sich der Erleuchtete in Panik aus Alkordoom zurück. (Atlan 699)

Atlan, der sich aus dem Auge befreien konnte, fand ANIMA als schwammähnliche Masse in unmittelbarer Nähe des zerstörten #Auges vor. Die KORALLE war unbrauchbar, die Schlummernde selbst tot. (Atlan 699)

Doch ANIMA hatte sich durch den Aufprall auf das Auge verändert. Die vor langer Zeit stattgefundene Verbindung mit Zellmaterial Vergalos wurde rückgängig gemacht. Der Zellklumpen, den Atlan gefunden hatte, starb ab. (Atlan 699)

Unter großen Schmerzen gelang es ANIMA die Gestalt eines jungen Mädchens anzunehmen, das sie einst gewesen war. Hinter einem Mauervorsprung beobachtete sie das Verschwinden Atlans. Das lebende Raumschiff war zu Anima geworden. (Atlan 699)

Anima, Kampfgefährtin Atlans

Die Suche nach ihrem Ritter

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Atlan 735 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Während dieses Ereignisses wurde Atlan von den Kosmokraten ortsversetzt. Anima war untröstlich über den Verlust des Mannes, den sie liebte. Die Orbiterin des Arkoniden hoffte zur Jahreswende 3818 / 3819 von den Kosmokraten von Ghuurm ebenfalls weggeholt zu werden und weiterhin an Atlans Seite gegen EVOLO kämpfen zu können. Doch die Versetzung geschah nicht. (Atlan 699)

Anima schlich sich an Bord eines celestischen Beibootes. Dabei nahm sie das Aussehen einer jungen Celesterin an. Sie war gezwungen, auch die Kleidung nachzubilden. Amina gelangte auf die VIRGINIA, wo sie sich versteckte und mit den Einrichtungen eines Beibootes vertraut machte. Mit dem Boot verließ sie die VIRGINIA, um ihren Ritter zu suchen. (Atlan 699)

Anima irrte mit der IGEL ziellos in ganz Alkordoom umher. Zufällig gelangte sie in die obere Hemisphäre der Galaxie. Das Schiff geriet dort in den Sog des gewaltigen Jetstrahls. Mit vielfacher Überlichtgeschwindigkeit wurde die IGEL in einen Mahlstrom aus n-dimensionalen Energien geschleudert. (Atlan 709)

Ein gewaltiger Schlag ließ die IGEL als Wrack in den Normalraum zurückstürzen. Das Schiff war mit der DSCHWINGG kollidiert und raste auf einen Meteoritenschwarm zu. Die IGEL konnte auf einem der Meteoriten landen. Anima richtete das Bordgeschütz auf die DSCHWINGG aus. (Atlan 709)

Sie brachte einen Treffer im Rumpf der DSCHWINGG an. Ein Kontaktversuch Neithadl-Offs schlug fehl, da Anima nur das Bild der Vigpanderin sah, jedoch nichts hörte. Die Orbiterin glaubte, hingehalten worden zu sein, damit der unbekannte Gegner seine Waffen neu ausrichten konnte, und unterbrach wutentbrannt die Verbindung. Mehrere Strahlschüsse schlugen in die DSCHWINGG ein. (Atlan 710)

Neithadl-Off konnte sich unbemerkt an die IGEL heranschleichen. Es kam zu einem Handgemenge mit der Vigpanderin, die sich mit ihrem Gravojet-Aggregat auf einen anderen Meteoriten zurückzog. Anima folgte ihr und fand die Gegnerin in einem künstlichen Stollen vor einem geschlossenen Stahlschott. Schwere Raumbeben erschütterten plötzlich den Meteoriten und brachten den Stollen zum Einsturz. Auslöser für die Beben war die Inbetriebnahme eines Überlichttriebwerk-Prototyps der Phyloser. Im letzten Moment konnte sich Anima durch das nun geöffnete Schott in die dahinter liegende Kammer retten, wo sie eng an Neithadl-Off geklammert, das Ende der Beben abwartete. Die Vigpanderin erlitt an und für sich tödliche Verletzungen, als sie von den furchtbaren Erschütterungen mehrmals gegen die Wandungen der Kammer geschleudert wurde. Mit ihren Fähigkeiten gelang es Anima, Neithadl-Off zu heilen. Endlich konnten sie miteinander kommunizieren und die gegenseitigen Fehleinschätzungen beseitigen. (Atlan 710)

Die Raumbeben vernichteten den Meteoritenschwarm. Die Kammer blieb unversehrt. Neithadl-Off stellte eine Funkverbindung zu Goman-Largo her. Anima flog zur IGEL um das Schiff zur DSCHWINGG zu bringen. Dort wollten sie aus Einzelteilen beider Schiffe zumindest ein Hyperfunkgerät zusammenbauen. (Atlan 710)

Anima meldete ihren Gefährten die Annäherung fremder Raumschiffe. Nach Neithadl-Off, die den Erstkontakt herstellte, wurden auch Anima und Goman-Largo an Bord der HORKA MALA ORKA gebracht. (Atlan 710)

Es kam zu einem Kommandowechsel an Bord des Schiffes. Bei einer Gegenmeuterei während des Testlaufes eines experimentellen Überlichtantriebes erlangte Tanc-Foll das Kommando über die HORKA MALA ORKA zurück und ließ Enerschi-Upp verhaften. Er drohte, die Phyloserin nackt aus der Schleuse stoßen zu lassen, sollten sich Anima und Neithadl-Off nicht unbekleidet ergeben. Als sich Tanc-Foll mit einem Trupp Phyloser näherte, stieß Neithadl-Off eine Wolke Pheromone aus. Die Phyloser reagierten unterschiedlich auf die Wolke. Anima verwandelte sich selbst für kurze Zeit in einen anscheinend männlichen Vigpander. Tanc-Foll und seine Getreuen wurden von den drei Gefährten festgesetzt. Enerschi-Upp übernahm wieder die Befehlsgewalt. (Atlan 710)

Die HORKA MALA ORKA flog nach Preet. Ein Beiboot brachte Anima und ihre beiden Gefährten sowie Enerschi-Upp zur FESTUNG. Dort war es zu einem politischen Umsturz gekommen. Der neue Imperator Krell-Nepethet ordnete die Beseitigung der drei Gefangenen in der Desintegrationskammer an. Mit von Robotern projizierten Fesselfeldern wurden sie an der Flucht gehindert. Die Roboter stießen sie in eine Pseudo-Vulkanlandschaft. Dort mussten sie sich mit materiell stabilen Tulocks auseinandersetzen. Vor den rasenden Bestien konnten sie sich in eine Kammer in Sicherheit bringen, die auf einem Metallsockel stand und eine direkte Transmitterverbindung zu jener Kammer im Innern des ehemaligen Meteoriten darstellte. Nach dem Tod Krell-Nepethets kehrten sie per Transmitter nach Preet zurück. (Atlan 710)

Die drei Gefährten halfen, den richtigen Imperator Brusch-Onoton wiedereinzusetzen, und wollten den Phylosern zwei überlichtschnelle Raumschiffe bauen – von denen sie eines als Gegenleistung für ihren Entwicklungsschub erhalten sollten. (Atlan 710)

Rückschlag

Goman-Largo unterstützte gemeinsam mit Neithadl-Off und Anima die Hyperphysikerin Enerschi-Upp auf dem Mond Niarmena bei der Weiterentwicklung des Hyperantriebes. Es kam zur Explosion des Teilchenbeschleunigers. Um der drohenden Verhaftung durch die Behörden zu entgehen, planten die drei unterschiedlichen Wesen die Flucht. Sie kaperten eine Mondfähre und flogen zum Planeten Phylos. Die Fähre wurde vom Raumjagdgeschwader Nerzell abgefangen und nach Preet umgeleitet. Dort landete das kleine Schiff auf dem Raumhafen der FESTUNG, die von Landungstruppen einer aufständischen phylosischen Kolonie angegriffen wurde. Die Orbiterin wurde von der Druckwelle einer in ihrer unmittelbaren Nähe explodierenden Rakete erfasst und durch ein offenes Tor in die FESTUNG geschleudert. Die bewusstlose Anima wurde von Goman-Largo getragen. Sie hatte innere Verletzungen davongetragen. Die Humanoide wurde an Neithadl-Off übergeben, damit der Modulmann nach Brusch-Onoton suchen konnte. Die Gefährten wurden von dem cholerischen Imperator in die Pseudolandschaft in den Tiefen der FESTUNG geführt, die sie vor etwa einem halben Jahr kennengelernt hatten. Die dort stationierten schwerbewaffneten humanoiden Roboter gestatteten Anima, dem Modulmann und der Vigpanderin den Zutritt zum Transmitter. Sie wurden abgestrahlt, landeten diesmal aber nicht in der Raumstation, sondern in einer Zeit-Transfer-Kapsel. (Atlan 726)

Reise auf der Nullzeit-Spur

Das Fahrzeug setzte seine unterbrochene Reise auf der Nullzeit-Spur fort. Bald drohten ein Engpass an Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Bevor es zu Komplikationen kam, tauchte die Zeit-Transfer-Kapsel in den Einsteinraum zurück und landete auf dem Planeten Mohenn. Dort wurden die Ankömmlinge gewissermaßen als Götter verehrt und zu einem Festessen eingeladen. Als Gegenleistung sollten sie den Signern Unterstützung in deren Kampf gegen die barbarischen Xorer bieten. Noch in der Nacht wurden Neithadl-Off, Anima und Donora von Xorern gefesselt und aus dem Lager getragen. (Atlan 726)

Im Lager der Xorer vergnügten sich die Krieger an der Musik, die Neithadl-Off mit ihrem Kombinationsgerät erzeugte. Währenddessen befand sich Anima auf der Flucht vor Narunn, der versuchte, sie zu töten. Der Xorer wurde von Nussels Horn aufgespießt. (Atlan 726)

Goman-Largo untersuchte den Xorer und stellte ein Zucken des linken Auges fest, doch Anima behauptete, dass Narunn nicht mehr lebte, obwohl etwas von diesem Körper oder in diesem Körper noch am Leben war, jedoch auf keinen Fall ein Xorer. Da jedoch nur Narunn über den Verbleib des verschwundenen Steuergerätes Bescheid wusste, ordnete der Modulmann die Heilung des Xorers an. Große Teile Narunns zerfielen zu Staub und wurden vom Wind davongewirbelt. Übrig blieb ein Zwischending zwischen Schlange und Amphibie. Im Kopf des Wesens hatte sich ein schwarzes, eiförmiges Auge gebildet, das die Abbilder einer Sumpflandschaft, aus dem eine stählerne Insel mit einer kreisförmigen Plattform zeigte. (Atlan 726)

Anima hatte sich an der Physiologie und dem Metabolismus eines Xorers gehalten, als sie die Wiederherstellung durchgeführt hatte. Dadurch war es zu Diskrepanzen gekommen, die das nunmehrige Aussehen Narunns hervorgerufen hatten. Narunn ergriff die Flucht. (Atlan 726)

Er war mit dem Steuergerät zur Tempelanlage unterwegs. Anima kam auf dem Rücken von Nussel angeritten und gesellte sich wieder zu ihren Gefährten. Der Modulmann erreichte die offene Schleuse vor seinen beiden Begleiterinnen. Das Wesen, das einst Narunn gewesen war, hatte das Steuergerät bereits wieder an seinen Platz installiert, doch die Zeit-Transfer-Kapsel reagierte nicht. Unter Animas Kräften starb der Fremde. (Atlan 726)

Aus dem Tempel holte die Orbiterin eine rechteckige Metallplastikplatte mit der Inschrift »This is a Time-shuttle«. Nussel identifizierte die Sprache als Englisch. Anima konnte die Bedeutung mit »Zeit-Pendler« erklären. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Kapsel nun als Time-Shuttle bezeichnet. Allerdings gab Anima zu denken, dass Englisch nur von den Terranern und den Celestern in Alkordoom gesprochen wurde. Es stellte sich also die Frage, wie diese Schrift auf das Trümmerstück einer Zeit-Transfer-Kapsel gekommen war. (Atlan 726)

Das Time-Shuttle war startbereit, reagierte jedoch nur mehr auf Berührungen von Anima. Die Suche nach ihrem Ritter konnte endlich weitergehen. (Atlan 726)

Unheil

Anima unterbrach die Reise des Time-Shuttles wegen eines Gefühls drohenden Unheils. Die Kapsel kehrte in den Normalraum zurück und befand sich im Sog eines Black Holes. Das Time-Shuttle würde das Zentrum des Schwarzen Lochs passieren und in einem anderen Universum herauskommen. Goman-Largo und Anima arbeiteten an der Steuerung des Antriebes, um dies zu verhindern. Die Zeit-Transfer-Kapsel schrammte gewissermaßen an der Öffnung des Schwarzen Lochs vorbei und kehrte auf die Nullzeit-Spur zurück. Das Time-Shuttle landete erneut auf Mohenn, wo es bereits von Nussel erwartet wurde. (Atlan 727)

Goman-Largo, Neithadl-Off, Anima und Nussel begannen, die Zeitgruft zu untersuchen. Dabei mussten sie feststellen, dass sie sich durch die Zeit bewegten. Als die Bewegung endete, erschien die Zeitgruft unversehrt. Das Time-Shuttle war verschwunden. Auch in dieser Gruft gab es wie auf Xissas Ringsektoren, deren Wände aus transparentem Material bestanden. Im fünften Ringsektor entdeckte Goman-Largo einen Wächter des Ordens der Zeitchirurgen, der in einem Stasisfeld gefangen war. Mithilfe seiner Module fand Goman-Largo einen Weg aus der Zeitgruft. Die Gefährten benutzten ihre Flugaggregate, während ihnen Nussel nachgaloppierte. Als sie die Treppe erreichten und die Zeitgruft verließen, fanden sie das Time-Shuttle unversehrt auf der Steinplatte vor. (Atlan 727)

In der Zwischenzeit hatten sich die Mohennas um den Tempel versammelt und ein großes Fest vorbereitet. Noch zwei Tage blieben die Zeitreisenden auf Mohenn, ehe sie mit dem Time-Shuttle erneut starteten. Nussel begleitete seine neuen Freunde. Das Shuttle näherte sich dem Punkt, an dem Anima die psionische Wellenfront verspürt hatte. Es gelang nicht, die Zeit-Transfer-Kapsel anzuhalten. Sie steuerte eine weitere Zeitgruft an. Auf den Bildschirmen wurde eine Eiswüste erkennbar. Das Time-Shuttle kam auf einer schrägliegenden Stahlplatte zum Stehen. Ein aktiver Wächter der Zeitgruft versuchte die Kapsel abzuschieben. Der Wächter aus dem Orden der Zeitchirurgen glaubte, Krell-Nepethet gefangen zu haben. Die Zeit-Transfer-Kapsel hatte inzwischen die Relativvergangenheit von Kamintze erreicht. In dieser Zeit war die Hohlwelt noch intakt. (Atlan 727)

Gefangen im Stasisfeld

Kontakt mit den Tufylls wurde hergestellt. Lanara berichtete von Kamintze, der letzten noch existierenden Satellitenstadt. Doch auch Kamintze drohte der Absturz auf den Planeten Stoma, da die Ankunft des Time-Shuttles durch die wenn auch geringe Massenvergrößerung eine Bahnveränderung verursachte, die mit den Mitteln der Tufylls nicht mehr korrigiert werden konnte. Die Tufylls teilten auch mit, dass die Massenvergrößerung inzwischen wieder zurückgegangen war, was gleichbedeutend mit dem Verschwinden des Time-Shuttles war. (Atlan 727)

Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo wurden von Lanara zu Allgorah geleitet. Dort hielt Salany Verbindung mit der Positronik. Goman-Largo konnte für eine Zeit lang mit Allgorah verschmelzen, während Salany sich völlig mit der Positronik vereinte. Während der Modulmann versuchte, die Satellitenstadt in eine stabile Umlaufbahn um Stoma zu bringen, kehrten Neithadl-Off und Anima in die Zeitgruft zurück. Sie wurden vom Wächter der Gruft in einem Stasisfeld gefangen. Goman-Largo gelang es, seine beiden Gefährtinnen mithilfe des Zeitchirurgen zu befreien. (Atlan 727)

Am Ziel der Reise

Goman-Largo und seine Gefährten machten sich auf, mit der Zeit-Transfer-Kapsel ein neues Ziel anzusteuern. Sie erreichten den Planeten Nasindra, auf dem es keine Zeitgruft gab. Diese Welt lag in der Galaxie Manam-Turu, in der sich auch Atlan aufhielt. Doch die Zeitepoche stimmte nicht. Das Time-Shuttle war zu weit in der Zukunft gelandet. Das Shuttle drohte von einem der Götter des Großen von Evoll begraben zu werden. Der vor dem gigantischen Wesen flüchtende Raman wurde an Bord genommen. Goman-Largo schoss mit dem Quintadimwerfer auf das Plasmawesen, das den Verlust an organischer Substanz mit unheimlicher Geschwindigkeit immer wieder kompensierte. Das Time-Shuttle tauchte wieder auf die Nullzeit-Spur ein. Die Kapsel landete auf Barquass. Goman-Largo schickte das Time-Shuttle zu einer Zeitgruft, die auf dem Flug nach Barquass tangiert worden war. Sicherheitshalber schickte er ein Modul mit, das ein Raum-Zeit-Signal aussendete, sobald es den Aktivierungsimpuls eines anderen Moduls empfing. So hoffte der Tigganoi, das Time-Shuttle wiederzufinden. (Atlan 727)

Die kleine Gruppe wurde von fünf bewaffneten Gleitern umringt. Barquass-Piraten entstiegen den Fluggeräten. Von Hatchiss erfuhr Neithadl-Off, dass die Piraten auf der Lauer lagen, um Atlan zu fassen. Goman-Largo, die Vigpanderin, Anima und Nussel schlossen sich den Piraten an. (Atlan 727)

Auf Schatzsuche

Gemeinsam mit ihren beiden Gefährten ging Anima an Bord der KOKAHU. Das Schiff geriet in den Einflussbereich der Lithragischen Synklinale, die die Barquass-Piraten auf Drängen der Vigpanderin erforschen wollten, nachdem Neithadl-Off von den Eloranischen Schätzen auf Nubal erfahren hatte. Anima stimmte dem Unternehmen stillschweigend zu, da sie hoffte, dass die Erforschung der 5-D-Mulde vielleicht ihrem Ritter nützen könnte. (Atlan 734)

Während Hatchiss, Tscha-Nom, Eltaso, Neithadl-Off und der Tigganoi mit einem Beiboot auf der Planetenoberfläche landeten, blieb Anima wegen angeblichen Unwohlseins auf der KOKAHU zurück. (Atlan 734)

Welt des Krieges

Die Orbiterin vermutete in Eltaso eine Person, die sich hinter einer Maske versteckte. Auf dem Planeten Gysal unternahm sie mit dem Kamota eine Rundfahrt durch die Lagerhallen des Handelskontors. In Gedanken versunken, sprach sie Atlans Namen aus. Eltaso reagierte hysterisch. Er verlangte von Anima, den Arkoniden zu vergessen, da sie ihn nie finden würden. Mit einem münzgroßen Gerät setzte er die Steuerung des Gleiters außer Kraft. Er holte sich eine Panzerfaust aus den Regalen und visierte Anima an. Reflexartig setzte die Orbiterin ihre Fähigkeit ein. Eltaso verwandelte sich in einen großen Gallertklumpen. Wieder bei Sinnen ließ sie Eltaso wiedererstehen. Der Kamota gab sich als Gesandter Gurays zu erkennen. Anima brach den Rundflug an und kehrte mit Eltaso zur KOKAHU zurück. Das Schiff war mit Waren für eine Primitivwelt beladen worden und flog nach Pechel. (Atlan 734)

Dort schnappte sie sich einen Gleiter und verfolgte Eltaso, der mit dem Auftrag zur Stadt Khoros flog, Kontakt mit den Pecheles herzustellen. Sie folgte dem Kamota nach Khoros, wo dieser sich mit der Stadtkommandantin treffen wollte. Da diese sich jedoch auf der benachbarten Erholungsplattform aufhielt, wendete sich Eltaso dorthin. (Atlan 734)

Nach dem Verschwinden der KOKAHU wurde Anima mitsamt ihren Gefährten zum Dienst in der Stadtarmee von Khoros gezwungen. Sie heilte mit ihren Fähigkeiten verwundete Soldaten, darunter auch Goman-Largo und Neithadl-Off. Anima selbst litt jedoch immer stärker unter der Abwesenheit ihres Ritters. (Atlan 735)

Das Piratenschiff MUGGEBRUGG baute eine Notlandung auf Pechel. Kurz darauf landete der angebliche Celester John Urko, zeigte jedoch keinerlei Reaktion, als sich ihm Anima vorstellte, die bei den Celestern wohl bekannt war. Auch bei dem folgenden Gespräch im Am Hammock, bei dem Urko versprach, Anima zu Atlan zu bringen, der sich irgendwo in Manam-Turu versteckt hielt, blieben Goman-Largo und Neithadl-Off misstrauisch. Es gab zu viele Ungereimtheiten in den Aussagen des Celesters. Sie bedrängten Anima, auf Urko einzuwirken, und sie mitzunehmen. Nur widerwillig ließ sich John Urko überreden. Das Schiff startete von Pechel. (Atlan 735)

Diener des Erleuchteten

Auf einer uralten Welt landete das Schiff. John Urko, Anima und Neithadl-Off gingen von Bord, während Goman-Largo in einen Laderaum eingesperrt wurde. Im Inneren einer uralten Festung versprach Urko, Anima mit Atlan zusammenzubringen. Doch Goman-Largo witterte eine Falle. (Atlan 735)

Urko lud Anima ein, einen Raum zu betreten. Goman-Largo stellte mithilfe seiner Module fest, dass in diesem Raum höchstwahrscheinlich ein Time-Shuttle vorhanden war, eine Art Tunnel in eine fremde Zeitebene. Der Tigganoi und Neithadl-Off hielten Anima zurück, diese Falle zu betreten. Urko ging durch den Eingang, um zu beweisen, dass sich Atlan in dem Raum befand. Tatsächlich trat eine hochgewachsene Gestalt in einem schwarzen Raumanzug mit weißblonden, schulterlangen Haaren aus der Öffnung. Goman-Largos Module verrieten, dass es sich auf keinen Fall um Atlan handeln konnte. Dieses Wesen, das seine Erscheinungsform nach Belieben ändern konnte, wollte Anima, Neithadl-Off und ihn vernichten. Der Modulmann gab den Auslösebefehl. Finsternis breitete sich aus. Als es wieder hell wurde, konnte man keine Veränderungen feststellen. Doch die Tür in der Metallwand war geschlossen. Ein seltsamer Roboter stürmte auf die Gefährten zu und forderte sie zur Eile auf. Sie gingen an Bord des Robotschiffes des Erleuchteten und verließen den Planeten. Der Roboter stellte sich als Traykon-6 vor. Gongschläge hallten in immer kürzeren Abständen durch das Schiff. Der Erleuchtete versuchte, mit dem Pre-Lo in Verbindung zu treten. Mit einem kleinen Beiboot verließen Anima, Goman-Largo, Neithadl-Off und Traykon-6 das Robotschiff, das in einer grellen Explosion vernichtet wurde. (Atlan 735)

Falsche Freunde

Auf der Station MANAM-PZAN schwelgte Anima in Erinnerungen an Hartmann vom Silberstern. Teilnahmslos ließ sie es geschehen, dass sie von Stahlmännern zum Born der Ruhe gebracht wurde. Auf dem Weg dorthin murmelte sie ständig über ihren Ritter und Atlan. Sie sprach von ihrer unerwiderten Liebe und hoffte, dass Hartmann noch existierte. (Atlan 736)

Der Born hatte sich in die Trauben »Flah« (»Frost«) und »Ux-Flah-Ah« (»Furcht-vor-dem-Frost«) gespalten. Zyzy fungierte diesmal als Besänftiger. (Atlan 736)

Es gelang dem Born der Ruhe, Anima durch Versprechungen, ihr bei der Suche nach ihrem Ritter beizustehen und sie zu beschützen, auf seine Seite zu ziehen. Der Born hatte klar erkannt, dass Anima der Grund für die Flucht des Erleuchteten aus Alkordoom war. Die Orbiterin sollte als Trumpf der Quellenplaner bei den Begegnungen mit dem Erleuchteten dienen. Die Waffe Anima sollte rücksichtslos eingesetzt werden, um in den Besitz EVOLOS zu gelangen. (Atlan 736)

Anima wurde zu ihren Gefährten zurückgebracht. Sie verhielt sich ruhig und gelassen, blieb aber sehr schweigsam. Sie weigerte sich, bei Plan Hypton-Schnippchen mitzumachen und blieb gemeinsam mit Goman-Largo und Neithadl-Off auf MANAM-PZAN zurück. (Atlan 736)

Angriff des Erleuchteten

Anima genoss auf MANAM-PZAN den Status eines Gastes und durfte sich frei bewegen. Allerdings war sie geistig abwesend und verzehrte sich vor Sehnsucht nach ihren Rittern Atlan und Hartmann vom Silberstern. (Atlan 747)

Nach der Rückkehr Goman-Largos und Neithadl-Offs von einem Erkundungsflug mit der REE-Z in das Varenzyn-System, wirkte Anima um einiges lebendiger. Sie berichtete von gefährlichen Nebeln, die auf Planeten innerhalb Manam-Turus aufgetaucht waren und auch wieder verschwanden, nachdem sie Erscheinungen und Veränderungen hervorgerufen hatten. Das Neue Konzil ging erfolglos gegen die vereinigten Daila vor, hatte aber auch mit dem steigenden Misstrauen zwischen Hyptons und Ligriden zu kämpfen. Außerdem hatten die Hyptons panische Angst davor, dass der Erleuchtete Animas Aufenthaltsort herausfand. (Atlan 747)

Der Erleuchtete forderte bald tatsächlich die Auslieferung Animas. Die Station MANAM-PZAN wurde von einer Traykon-Flotte angegriffen und von Strahlschüssen getroffen. (Atlan 747)

Flucht

Anima ging mit dem Born der Ruhe an Bord der WEISHEIT DER KÄLTE. Das Schiff der Hyptons wurde vorübergehend von drei Naktayern und drei Ury-Ligridinnen gekapert. Anima wurde in einen transparenten Behälter gelegt, über dessen Oberfläche andauernd Energieschauer liefen. Der Behälter war eine Art Gefriertruhe, die auf der Basis der elektrostatischen Fixierung von Molekülen funktionierte. Der Inhalt befand sich in einer kleinen Stasis. Dieser Zustand konnte maximal fünf Tage aufrechterhalten werden. (Atlan 747)

Ein Strahlschuss Goman-Largos traf eine Ecke des Behälters. Die Energieschauer verebbten, der Behälter zerbrach. Anima kletterte aus den Trümmern. Sie forderte Goman-Largo auf, unverzüglich zu starten, jedoch nur das Unterlichttriebwerk zu benutzen, um Neithadl-Off und Verzyll nicht zu gefährden. Diese hielten sich in einer Kammer zur Energieaufbereitung für das Überlichttriebwerk auf. Mithilfe von POSIMOL gelang der Start. Fünf Stahlmänner und drei Medoroboter brachten die Naktayer und die Ury-Ligridinnen aus dem Schiff. Die Roboter kehrten zurück und die WEISHEIT DER KÄLTE startete. Anima befreite die Vigpanderin und den Shynn aus ihrer gefährlichen Lage und brachte sie in die Kommandozentrale. Nach dem Verzyll POSIMOL die Koordinaten von Polterzeit übermittelt hatte, ging die WEISHEIT DER KÄLTE auf Überlichtgeschwindigkeit. (Atlan 747)

Nachdem die WEISHEIT DER KÄLTE der Traykon-Flotte entkommen war, verlangte Anima, die Hyptons von ihren Fesseln zu befreien. Goman-Largo versuchte mit den raumfesten Handschuhen die klebrigen Fäden zu lösen. Doch bald konnten die in den Handschuhen eingearbeiteten Senso-Rezeptoren wegen der extremen Verklebung den Tastsinn des Tigganoi nicht mehr unterstützen. (Atlan 748)

Kurz darauf begannen die Fäden von selbst abzufallen. Durch die erfolgte Programmierung verloren sie ihre Eigenschaft nach einer bestimmten Zeitspanne. Auch die Senso-Rezeptoren an Goman-Largos Raumhandschuhen erhielten ihre Funktionsfähigkeit zurück. (Atlan 748)

POSIMOL war schon vor langer Zeit mit einer Zusatzprogrammierung versehen worden, die die Positronik zwang, nur den Befehlen der Hyptons zu folgen. Diese Programmierung wurde aktiviert, um Goman-Largos Versuche zu vereiteln, die Kontrolle über die Positronik zu erlangen. Der Modulmann, Neithadl-Off und Verzyll wurden vor die Wahl gestellt, entweder als Gäste mit gewissen Einschränkungen sich dem Befehl der Hyptons freiwillig zu unterstellen oder arretiert zu werden. Die Quellenplaner bestimmten Gamura als Ziel der WEISHEIT DER KÄLTE. Beim Anflug wurde das Raumschiff von einer Raummine, die die Truppen des Erleuchteten zurückgelassen hatten, beschädigt. Neithadl-Off, die Verletzungen davontrug, wurde von Anima geheilt. Die Orbiterin musste Goman-Largo wiederbeleben. Der Tigganoi erholte sich danach in einem Plasmatank. (Atlan 748)

Polterzeit

Als das Raumschiff wieder linearflugfähig war, befahlen die Quellenplaner, die nächste geheime Stützpunktwelt anzufliegen – Agran im Mephel-System. Während des Landeanfluges tauchte ein Pulk aus 62 Traykon-Schiffen des Erleuchteten vor Agran aus dem Linearraum in den Normalraum ein und schwenkte in einen Orbit um den Planeten. Da Goman-Largo die WEISHEIT DER KÄLTE schon vor dem Auftauchen der fremden Schiffe auf relativ hohe Geschwindigkeit beschleunigt hatte, gelang es dem Raumschiff mühelos aus dem Feuerbereich der Traykon-Schiffe zu gelangen und zu entkommen. Der Erleuchtete meldete sich über Funk und forderte die Hyptons auf, ihre Intrigenspiele aufzugeben und ihm Anima zu übergeben. Andernfalls drohte er mit der Vernichtung. Der Born entschied, der Forderung Goman-Largos nachzugeben und Polterzeit anzufliegen. (Atlan 748)

Während der Tigganoi, die Vigpanderin und Verzyll beim Landeanflug aus der WEISHEIT DER KÄLTE ausstiegen, blieb Anima an Bord. Als die Hyptons, die eine Eishöhle in der südpolaren Region bezogen hatten, glaubten, Anima von den Robotern an Bord des Schiffes verhaften lassen zu können, erhielt POSIMOL einen Funkspruch von Goman-Largo, der die Positronik aufforderte, nach Ganafu-Kakana zu fliegen. So konnte der Befehl der Hyptons nicht in die Tat umgesetzt werden. Den Versuch der beeinflussten Shynn hatte Anima abwehren können. (Atlan 748)

Als Goman-Largo, Neithadl-Off und Verzyll aus der Zeitgruft zum Schiff zurückkehrten, verwehrte Anima dem Shynn, an Bord zu gehen. Sie selbst hatte langsam den Einfluss der Hyptons abgelegt und erkannt, dass die Fledermauswesen nicht daran interessiert waren, ihren Ritter zu suchen. (Atlan 748)

Verzyll erhielt als Abschiedsgeschenk den Gleiter der WEISHEIT DER KÄLTE. Allerdings standen vor dem Schiff insgesamt zwei Personengleiter und eine Frachtmaschine. Der Frachtgleiter war jener, der vor der Höhle der Hyptons bereits aufgetaucht war. An Bord des Raumschiffes befanden sich nun auch insgesamt 17 Roboter, unter ihnen auch jene 15 Maschinen, die den Hyptons gestohlen worden waren. (Atlan 748)

Anima bestimmte den Planeten Barquass als nächstes Ziel der WEISHEIT DER KÄLTE. (Atlan 748)

POSIMOL bestätigte Goman-Largo, dass die WEISHEIT DER KÄLTE früher den Namen STERNENSEGLER getragen hatte. Der Modulmann entschied, dass das Schiff ab nun wieder so heißen sollte. Die STERNENSEGLER setzte Kurs auf Barquass. (Atlan 748)

Welt der Piraten

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Atlan 749
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Die Orbiterin wurde sich schon während des Anfluges auf Barquass klar, dass sie nicht nach dem Ritter Atlan suchte, sondern nach Hartmann vom Silberstern. Bei der Stadt Barquass gelandet, verließ Anima die STERNENSEGLER. Ihr war aufgefallen, dass einer der drei hohen Türme der Stadt nicht mehr vorhanden war. Zudem standen mehr als 100 Raumschiffe der Barquass-Piraten auf dem Raumhafen. Tausende von Piraten hatten sich zwischen der Stadt und dem Raumhafen versammelt und schienen ein gewaltiges Fest zu feiern. Überall waren provisorische Zelte und Hütten errichtet worden. (Atlan 749)

Goman-Largo und Neithadl-Off folgten Anima, die sich einen Weg durch die grölende Menge zur Stadt bahnte. Der Tigganoi und die Vigpanderin wurden von den Piraten aufgehalten. Die Orbiterin meinte, die Anwesenheit Hartmanns vom Silberstern zu spüren. (Atlan 749)

Als sie die einsam und verlassen daliegende Stadt erreichte, betrat sie einige Häuser, ohne jedoch etwas zu finden, das ihr half. Als sie wieder einmal ein Gebäude verließ, bemerkte sie die Vigpanderin und den Tigganoi in der Nähe. Sie kehrte zurück in das Haus und versteckte sich im Keller, wo sie auch etwas zu essen fand. (Atlan 749)

Während Anima ein wenig Brot zu sich nahm, bemerkte sie plötzlich ein kleines, schwarzes vogelähnliches, aber flügelloses Wesen. Es schien ebenfalls hungrig zu sein. Mit etwas Brot fütterte sie das niedliche und zutrauliche Tier. Aufgrund der Laute, die es von sich gab, nannte sie es Urg. (Atlan 749)

Als sich die Orbiterin einem der Turmbauten in Barquass näherte und die Tür in das Gebäude öffnen wollte, überschwemmte grauenhafte Angst ihr Bewusstsein. Anima rannte in heller Panik davon. (Atlan 749)

Außerhalb der Stadt trafen Anima und Urg zwei Soldaten, die sie zum Mitkommen aufforderten. (Atlan 749)

Anima und Urg wurden von A 17 und dessen Leuten gefangen genommen. A 17 feuerte seine riesige Pistole ab. Die Kugel blieb in Animas Haut stecken, ohne Schaden anzurichten. Sie entwaffnete A 17, wurde aber gleich darauf von einer Horde von Männern mit Schlapphüten gepackt und gemeinsam mit Urg in eine schmutzige Zelle geworfen. (Atlan 749)

Von dort wurde sie von Butterblume und Moosrose durch einen unterirdisch angelegten Gang befreit. Sie verließ die ihrer Meinung nach verrückten Piraten. Als sie über eine Wiese ging, fiel ihr auf, dass dabei kein Grashalm geknickt wurde. Hinter einem Hügel fand sie in einem Tal eine Ruine und eine einfache, kleine Hütte, die ihr seltsam vertraut erschien. Auf einer weiter entfernten Ebene erblickte Anima ein riesiges Heer und gigantische Geschütze, die auf den »Feind« warteten, wer auch immer dies sein sollte. (Atlan 749)

Vor der Hütte fand sie einen kleinen, alten Mann, der in ein weißes Gewand gekleidet war und sich auf einen Stock stützte. Auf Animas Fragen antwortete der Alte, dass Guray nicht genau gesagt hatte, wer der Feind wäre. Bei der Frage nach Guray wendete sich der Alte ab und verschwand in der Hütte, die Anima allerdings leer vorfand. (Atlan 749)

Als Anima das Gemäuer der Ruinen berührte, wurde ihr klar, dass dies die Nachbildung eines kleinen Teils von Vergalos Palast darstellte. Anima wurde klar, dass jeder Baum, die Armee, die Soldaten, die Zelte und Waffen, die Städte, Wiesen und Wälder Guray waren. Auch Urg war ein Teil von Guray. (Atlan 749)

Gedankenbilder ließen Anima erkennen, dass Barquass jene Welt war, auf der sie mit Hartmann vom Silberstern gegen Vergalo gekämpft hatte und dass Manam-Turu ihre Heimatgalaxie war. Vergalo war in den Weltraum geflohen, hatte jedoch einen Teil seiner selbst zurückgelassen – ebenso wie Anima und der Ritter. Der Feind, den Guray so fürchtete, war der Erleuchtete, die negative Komponente Vergalos. (Atlan 749)

Etwas später kam es zu einem echten Dialog zwischen Guray und Anima, diese erkannte, dass der Schutzpatron der Piraten unter Minderwertigkeitskomplexen litt. Außerdem spürte er den Feind jetzt doppelt, einmal den Erleuchteten, zum anderen EVOLO. Fragen der Orbiterin nach Hartmann vom Silberstern blieben unbeantwortet. Auf Anraten Gurays kehrte sie schließlich zurück in die Stadt. (Atlan 749)

Unterwegs bemerkte Anima, dass Guray seine Körpersubstanz zusammenzog und daraus ein gigantisches Geschütz errichtete. Wälder, Wiesen und Felder verschwanden einfach. Sie ging wieder in das Haus, in dem sie Urg gefunden hatte, dort konnte sie erneut mit Guray reden. Sie versuchte ihn zu überzeugen, sich wieder als normaler Planet zu tarnen, er behauptete aber, keinen Einfluss mehr auf Teile seiner selbst zu haben. (Atlan 749)

Am nächsten Morgen ging es Urg sehr schlecht, Anima wollte ihn mit seinen Lieblingsfrüchten füttern, durfte die Stadt jedoch nicht mehr verlassen. Über Nacht war eine gewaltige Bürokratie entstanden, man benötigte Genehmigungen für fast alles. Sie ging zurück in ihren Keller, Urg verschwand so wie er gekommen war. Als sie Guray nach einem Zusammenhang zwischen Urg und Hartmann fragte, sagte dieser, er wäre ein Hauch von Sehnsucht und dieser bestünde fort. Zudem teilte Guray ihr mit, dass es zu einem Kampf zwischen EVOLO und dem Erleuchteten kommen würde. (Atlan 749)

Als Anima später das Haus verließ, hörte sie die letzten Piratenraumschiffe starten, nur die STERNENSEGLER stand noch auf dem Raumhafen. Auch das Riesengeschütz war verschwunden, der Planet begann wieder zu ergrünen. Als sie Neithadl-Off und Goman-Largo traf, berichtete sie ihnen was sie erfahren hatte, und dass sie entschlossen war, vorerst auf Barquass zu bleiben. (Atlan 749)

Hilferuf des Ritters

Anima irrte ziellos durch die Stadt Barquass. Sie versuchte verzweifelt, mit Guray in Kontakt zu treten. Ein Schrei ließ sie zusammenfahren. Sie meinte, einen Hilferuf Gurays aufgefangen zu haben, doch Anima irrte sich. Bald wurde sie sich klar, dass es ihr Ritter gewesen sein musste, der sich in höchster Gefahr befand. (Atlan 758)

Die Orbiterin machte sich auf den Weg zum Raumhafen, wo noch immer die STERNENSEGLER stand. Guray hatte ihr zwei Anhaltspunkte übermittelt, an denen Atlan höchstwahrscheinlich zu finden sein würde. Es handelte sich um einen psionischen Knotenpunkt, an dessen Himmel eine dunkelrote Sonne stand. (Atlan 758)

Als sich Anima dem Raumhafen näherte, galoppierte ihr Nussel entgegen und brachte sie auf seinem Rücken zur STERNENSEGLER. Anima forderte Neithadl-Off auf, mit der STERNENSEGLER zu starten und nach ihrem Ritter Atlan zu suchen. Doch sie musste sich gedulden, bis Goman-Largo zurückkehrte. Die Orbiterin vermutete, dass der Spezialist der Zeit sich in der Stadt der Unauffindbaren aufhielt. (Atlan 758)

Während Nussel zurückbleiben musste, drangen Anima und Neithadl-Off in die Stadt der Unauffindbaren vor. Vor dem Tempel trafen sie auf Goman-Largo, der ihnen von Llokyr und Askyschon-Nurgh berichtete. (Atlan 758)

Nun, da alle versammelt waren, drängte Anima auf einen baldigen Start von Barquass. (Atlan 758)

Gefährliche Welt

Die STERNENSEGLER flog das Gumurrah-System an. Aus dieser Richtung hatte Anima den Hilferuf ihres Ritters vernommen. POSIMOL landete das Schiff auf Katloch. In Raumanzügen betraten die Orbitern, der Tigganoi und die Vigpanderin die Planetenoberfläche. Drei Stahlmänner begleiteten sie. Anima kniete sich nieder. Ihre Hände waren von einer klebrigen Masse bedeckt, die langsam an ihr hochkroch. Die Orbiterin war geistig weggetreten. (Atlan 758)

POSIMOL ordnete eine Rettungsaktion an. Nei, Go und An brachten ihre Schützlinge gegen deren Willen in die Schleusenkammer der STERNENSEGLER, wo sie die Raumanzüge von dem fremdartigen Leben befreiten. Während Goman-Largo und Neithadl-Off sich schnell von der geistigen Beeinflussung erholten, blieb Anima bewusstlos. (Atlan 758)

Als sie wieder zu sich kam, empfing Anima erneut Impulse von Atlan. Sie gab POSIMOL Informationen über das nächste Ziel. Nachdem Goman-Largo und Neithadl-Off ihre Zustimmung erteilt hatten, startete die STERNENSEGLER zum Raumsektor Ray-Canar. (Atlan 758)

Zwischenstation

Während des Fluges zog sich Goman-Largo in seine Kabine zurück. Er durchlebte einen Albtraum. Als er wieder erwachte, war Anima bei ihm und berichtete, dass er sehr hohes Fieber hatte. (Atlan 758)

Das Schiff hatte inzwischen den Raumsektor Ray-Canar erreicht. Der dort liegende Sternhaufen wurde von Anima als Schwert des Rächers bezeichnet. Die Orbiterin empfing den Ruf ihres Ritters wieder. Er kam nicht direkt vom Schwert sondern wurde von dem Planeten Relais nahe der Schwertspitze aufgenommen, verstärkt und reflektiert. Anima litt unter starken Schmerzen, die ihr die Intensität des Rufes bereiteten. Bei Annäherung an die Planetenoberfläche verebbten die Schmerzen, allerdings konnte die Orbiterin den Ruf nicht mehr empfangen. Auf der Welt Relais waren Roboter unermüdlich damit beschäftigt, riesige Stahlkonstruktionen ständig zu verändern. Nach der Rückkehr der STERNENSEGLER in den stationären Orbit, spürte Anima wieder den Ruf. Sie konnte nun den Ort anpeilen, von dem aus ihr Ritter sie rief. Die Orbiterin gab POSIMOL den Kurs vor. Der Weg führte von der Schwertspitze senkrecht durch die gebogene Klinge abwärts, dann durch den untersten Stern des Schwertgriffes wieder hinaus. Dabei musste der Griffstern mit der Schwertspitze eine Gerade bilden. Auf einer Verlängerung dieser Geraden war anscheinend das Ziel zu finden. Allerdings reichte diese Verlängerung etwa 70.000 Lichtjahre weit. Es war fraglich, an welcher Stelle dieser Strecke das Ziel lag. (Atlan 758)

Goman-Largo versuchte von Anima einen Anhaltspunkt zu erhalten. Nussel stellte sich ihm in den Weg. Sein Horn berührte das Zunftsymbol auf der Brust des Spezialisten der Zeit. Nussel brach zusammen. Anima, die psionisch ausgelaugt war, konnte dem Tier nicht helfen. Doch das Einhorn war nicht verletzt. Im Gebiet des grün leuchtenden untersten Schwertsterns legte die STERNENSEGLER einen Orientierungsstopp ein. Plötzlich wurde die Zentrale von einem intensiven grünen Leuchten erfüllt. Nussel reagierte mit einem Toben und wieherte ständig. POSIMOL war nicht ansprechbar. Anima kauerte vor dem Schiffsgehirn und reagierte nicht. Als das Leuchten erlosch, begab sich Goman-Largo in die Kanzel des Solo-Piloten. Das Raumschiff war zum Stern Schwertgriff versetzt worden. (Atlan 758)

Goman-Largo steuerte aus dem Cockpit für den Solo-Piloten die STERNENSEGLER über die so genannte »Brücke von Llokyr« zum Muruth-System. (Atlan 759)

Blinde Passagiere

POSIMOL kündigte plötzlich an, dass das Licht erlöschen würde. Es kam zu Kollisionen unter den Gefährten. Als das Licht wieder anging, war Nussel verschwunden und Goman-Largo und Anima lösten sich voneinander. Die Orbiterin war von der Vigpanderin weggeschleudert worden und auf den Tigganoi gestürzt. Seltsamerweise war sich POSIMOL nicht bewusst, dass die Positronik den Beginn und das Ende der Dunkelheit angekündigt hatte. Nussels Aufenthaltsort wurde ermittelt. Das Einhorn steckte mit seinem Horn in einer hölzernen Ersatzteilkiste fest, die sich im Ringkorridor zwischen Linearraumkonverter und Energieplasmatanks befand. Das Horn hatte zudem ein hominides Lebewesen festgenagelt. Es handelte sich um den Saltic Navak. Nussels Horn hatte seinen Körper unterhalb der Rippen durchbohrt. Anima stellte fest, dass es sich um eine relativ harmlose Fleischwunde handelte. Navak wurde aus seiner misslichen Lage befreit. (Atlan 759)

Anflugprobleme

Die Schiffszelle war plötzlich starken Erschütterungen ausgesetzt. So plötzlich wie diese aufgetreten waren, endeten sie wieder. Goman-Largo, der sich wieder im Solo-Cockpit aufhielt, erhielt die Kontrolle über die STERNENSEGLER zurück. Es drohte eine Kollision mit einem der zahlreichen Schiffswracks an der Peripherie des Muruth-Systems. Der Spezialist der Zeit flog einen Ausweichkurs und steuerte Cirgro an. Doch ein von dem Planeten ausgehender Einfluss zwang Goman-Largo auf Gegenkurs zu gehen, was Anima nicht akzeptieren wollte. Sie brachte POSIMOL dazu, die Roboter auf sie einzustellen und den Modulmann aus dem Cockpit zu holen. Die STERNENSEGLER wendete und flog wieder Cirgro an. Durch ein kurzes Linearmanöver wurde die Entfernung drastisch verringert. (Atlan 759)

Ein keilförmiges Raumschiff kreuzte ihren Weg. Durch Umgehung POSIMOLS gelang es Goman-Largo, Neithadl-Off, Navak und Sutok, die Kontrolle über die Ortungssysteme und die Triebwerke zu erlangen. Sie schafften es, die STERNENSEGLER sanft an das vermeintliche Wrack anzudocken und setzten in Raumanzügen über. Anima blieb auf der STERNENSEGLER zurück. (Atlan 759)

Als es den Gefährten gelang, aus dem Temporalschleusenschiff zurückzukehren, waren Goman-Largo, Neithadl-Off und die beiden Saltics nun bereit, Anima nach Cirgro zu folgen. (Atlan 759)

Welt der Bären

Der Modulmann übernahm wieder die Steuerung des Schiffes. Einige Lichtsekunden vor Cirgro wurde Goman-Largo die Kontrolle entzogen und die STERNENSEGLER nahe der Siedlung Daimarat gelandet. Krelquotten erwarteten das Schiff. (Atlan 759)

Nachdär und Sufrya begrüßten die Ankömmlinge. Vor etwa 2000 Krelquotten forderte Anima, sie zu Atlan zu bringen. Dogkhan wurde von den Bärenartigen ausgewählt, Anima zu Atlan zu führen. Der Tigganoi, die Vigpanderin und das Einhorn wurden von den Krelquotten abgedrängt und daran gehindert, der Orbiterin zu folgen. (Atlan 759)

Anima wurde zu halbschalenförmigen Gleitern gebracht, die sofort nach dem Einsteigen losflogen. Die Fahrzeuge wurden von den psionischen Kräften der Krelquotten angetrieben. Die Fahrt führte die Orbiterin durch einen Tunnel weit in die Tiefen des Planeten Cirgro. Vor zahlreichen kleinen Kammern mit vergitterten Öffnungen hielt der Konvoi an. In den Kammern hielten sich Krelquotten und Daila auf, deren Körper grauenhaft verformt waren. Eine Seuche, die nach dem Abzug von EVOLO ausgebrochen war, war für die Verformungen verantwortlich. Die Seuche war auch der Grund dafür, dass die Krelquotten alle Fremden von ihrem Planeten vertrieben hatten und jene, die auf Cirgro landen wollten notfalls gewaltsam fernhielten, um eine Ausbreitung auf andere Welten zu verhindern. (Atlan 759)

In der Nähe des Ritters

In einer der Kammern fand Anima Atlan in einem rechteckigen Behälter. Der Arkonide schlief, wie Chipol und Mrothyr auch. Atlan hatte den Krelquotten berichtet, dass Anima über die Fähigkeit verfügte, Krankheiten zu heilen. Das hatte die Bärenartigen veranlasst, die Orbiterin zu sich zu holen. Atlan und seine beiden Begleiter waren in Tiefschlaf versetzt worden, in dem sie von bedrohlichen Situationen träumten und im Traum um Hilfe riefen. Anima forderte Nachdär auf, Atlan zu wecken. Doch dieser knüpfte daran die Bedingung, die Kranken zuerst zu heilen. (Atlan 759)

Goman-Largo war über vier seiner Module, die er an Animas Gleiter geheftet hatte, über die Geschehnisse in den Tiefen des Planeten informiert. Der Modulmann und Nussel gingen an Bord der STERNENSEGLER und landeten auf einem Platz, auf dem auch ein diskusförmiges Raumschiff stand. Anima meldete sich über Funk und verkündete, dass Atlan frei war. Als Gegenleistung hatte sie die Kranken geheilt. Noch immer schlafend, wollten die Krelquotten Atlan an Bord der STERNSCHNUPPE bringen. Das Diskusschiff sollte danach in den Weltraum befördert werden. Neithadl-Off kam an Bord der STERNENSEGLER. Navak und Sutok baten Goman-Largo, ihre Anwesenheit an Bord dem Arkoniden vorerst vorzuenthalten. Anima stürmte in die Zentrale und verlangte, dass die STERNENSEGLER die STERNSCHNUPPE verfolgte. POSIMOL bestätigte den Befehl. (Atlan 759)

Wiedersehen

Nach dem Start von Cirgro nahm Anima Kontakt mit der STERNSCHNUPPE auf. Sie fragte Atlan, ob sie noch immer seine Orbiterin wäre, was der Ritter zu ihrer großen Freude sofort bejahte. (Atlan 760)

Fremde im System

Als die ENTE geortet wurde, nahmen die STERNENSEGLER und die STERNSCHNUPPE die Verfolgung des fremden Raumschiffes auf. Die beiden Schiffe landeten auf einer Ebene des Planeten Orgro, auf der auch die ENTE stand. Plötzlich war das fremde Schiff verschwunden. (Atlan 760)

Einige Zeit später bemerkten Anima, Goman-Largo und Neithadl-Off acht Gestalten, die sich der STERNENSEGLER näherten. Der Modulmann und Neithadl-Off verließen die STERNENSEGLER, um die fremden Raumfahrer zu begrüßen. Die Vigpanderin erklärte, dass sie sich auf einer Hochzeitsreise befänden. Der Bräutigam war Goman-Largo, der Anima geheiratet hatte. Die Gefährten aus der STERNSCHNUPPE stellten die Trauzeugen dar. Grablyn, der Anführer des Erkundungstrupps, konnte mit diesen Informationen nicht allzu viel anfangen. (Atlan 760)

Kampf gegen EVOLOS Ungeheuer

Mrothyr entfernte sich aus der STERNSCHNUPPE und gab über Funk einen verstümmelten Notruf ab. Atlan machte sich sofort auf, um dem Freund zu Hilfe zu kommen. In einer unterirdischen Höhle überwältigte der Zyrpher den Arkoniden. Mrothyr handelte nach dem absoluten Befehl, der ihn zu einem willfährigen Werkzeug EVOLOS machte. (Atlan 760)

Der Zyrpher machte sich auf den Weg zur STERNSCHNUPPE. Über Funk meldete er Atlans Verletzung, die er im Kampf mit einer Riesenspinne davongetragen haben sollte. Er verlangte, dass Anima sofort mit ihm kommen sollte, um den Arkoniden heilen zu können. Goman-Largo forderte Mrothyr auf, zunächst einmal an Bord zu kommen. Dort wurde er von einem Fesselfeld eingefangen. Atlan hatte dank seines Zellaktivators das Bewusstsein schneller wiedererlangt als Mrothyr gedacht hatte und über Funk seine Freunde informiert. Der Zyrpher setzte psionische Fragmente EVOLOS frei und schickte sie durch das Fesselfeld zu Goman-Largo. Doch die Module des Spezialisten der Zeit verhinderten, dass die Fragmente in seinen Körper eindrangen. (Atlan 760)

Die STERNSCHNUPPE holte Atlan mit einem Traktorstrahl aus der Höhle an Bord. Anima war erst fähig, die Verletzungen Atlans zu heilen, als ihr Ritter sie darum bat. An der Schulter blutete Atlan aus einer breiten Wunde. Die linke Hüfte war auch in Mitleidenschaft gezogen und am rechten Oberschenkel war eine tiefe Verletzung zu erkennen. Anima konnte ihren Ritter völlig wiederherstellen. Nun widmete sie sich dem Ungeheuer EVOLOS. Die Orbiterin griff mit ihren Sinnen nach Mrothyr. Dieser gab den Befehl zur Selbstvernichtung. Ein psionischer Schock warf Anima kurzfristig zurück. Die Vardi begann augenblicklich die Psi-Komponente im Körper des Zyrphers umzubauen. Diese brach zusammen und erlosch. Kleine Kügelchen verließen Mrothyr. Es handelte sich um die psionischen Teile EVOLOS, die den wertlos gewordenen Körper verließen, der über keine Psi-Komponente mehr verfügte. Anima wandelte nun all diese Kügelchen um, die ihre psionische Kraft verloren und als kleine, helle Murmeln zu Boden stürzten. Ein Reinigungsroboter saugte sie auf und zermahlte sie zu Staub. (Atlan 760)

Als die YOI 1, die STERNSCHNUPPE und die STERNENSEGLER Orgro verließen, nahm Atlan mit Soray Verbindung auf, um sich zu verabschieden. Goman-Largo wollte die Tessaler zu ihrer Heimatwelt begleiten. Atlan ließ ihn ziehen. Er schickte auch Anima an Bord der STERNENSEGLER. Die Koordinaten Aklards wurden in POSIMOL gespeichert. Die STERNENSEGLER und die YOI 1 verließen den Normalraum. (Atlan 760)

Die Schläferin

Die STERNENSEGLER folgte noch immer der YOI 1. Der Kontakt mit den Tessalern war mehr als dürftig. Anima, die auf Cirgro eine undeutliche psionische Strömung empfangen hatte, versuchte, diese Gefühlsschwingungen erneut zu orten. Plötzlich erhielt sie Kontakt. Sie hatte den Eindruck, dass diese Quelle schlief und krank war. Der unbekannte Schläfer musste sich in den Randgebieten von Manam-Turu aufhalten. Anima ließ ihren Kräften freien Lauf, für die die Distanz kein Hindernis darstellte. Sie begannen ohne Verzögerung ihre Wirkung zu entfalten. Das Etwas wurde geheilt und erwachte. Es nannte sich »Die Chadda«. (Atlan 766)

Rückkehr nach Cirgro

Der Flug der STERNENSEGLER nach Tessal wurde von den Ausläufern eines Sextadimschocks abrupt gestoppt. Als Ausgangspunkt des Phänomens ermittelte POSIMOL das Muruth-System. (Atlan 771)

Anima forderte vehement die Rückkehr nach Cirgro, da sie ihren Ritter in Schwierigkeiten fürchtete. Goman-Largo war jedoch nicht bereit, ihrer Forderung Folge zu leisten. (Atlan 771)

Erst das spurlose Verschwinden der Tessaler während eines Ausbruchs an fünfdimensionaler Energie bewog den Tigganoi zur Rückkehr in das Muruth-System. (Atlan 771)

Im Orbit um Cirgro wurde die STERNENSEGLER von den Krelquotten mit deren Psi-Kräften festgehalten. Neithadl-Off übernahm die Kommunikation mit Dschadda-Moi. Atlan sollte sich im Raumsektor Ray-Canar aufhalten. Die STERNENSEGLER setzte nach einer knappen Verabschiedung von Dschadda-Moi Kurs auf das Schwert des Rächers. (Atlan 771)

Erkundung

Kurz vor Ray-Canar ließ Goman-Largo die STERNENSEGLER anhalten. Durch seine Schulung in den Logikbeziehungen des Kausalnexus war der Tigganoi zu dem Schluss gekommen, dass die aufgefangenen Notrufe Fartuloons eigentlich extrem verdächtig waren. Anima protestierte. Goman-Largo ließ die Orbiterin Hyperfunksprüche mit höchster Sendeleistung ausstrahlen, die nach Atlan riefen. Eine Frist von drei Stunden wurde anberaumt, nach deren Ablauf das Schwert des Rächers systematisch abgesucht werden sollte. Nussel erschien in der Zentrale der STERNENSEGLER und sprach von einem Zeichen, das Unheil bedeutete. Als das Einhorn von Goman-Largo darauf angesprochen wurde, konnte sich Nussel nicht mehr daran erinnern, etwas gesagt zu haben. (Atlan 771)

Nach Ablauf der Frist begann die STERNENSEGLER, einen Stern nach dem anderen anzufliegen. Die nächste Sonne war Schwarze Witwe. In diesem System war kein Leben und auch keine Anwesenheit von Raumschiffen festzustellen. Das nächste Ziel war das System des Sterns Weiße Frau. In diesem System gab es einige riesige Orbitalstädte, von denen eine erkundet werden sollte. Nussel und die beiden Saltics Navak und Sutok nahmen neben Anima und Neithadl-Off ebenfalls an diesem Vorhaben teil. Goman-Largo blieb im Schiff als Wache zurück. (Atlan 771)

Die Gruppe drang in die Raumstadt ein und fand tief im Inneren einen Raum, der mit goldenen Statuen und Vitrinen voller Edelsteine gefüllt war. Mit ihrem Quintadimwerfer schoss Anima ein Loch in eine der Vitrinen. Das rief eine Schar kleiner Roboter auf den Plan, die mit Laserstrahlen auf die Gruppe feuerten. Durch die rechtzeitig aktivierten Schutzschirme stellten sie keine Gefahr für die Gefährten dar, die sich aus der Station zurückzogen. (Atlan 771)

Die zweite Expedition in eine weitere Orbitalstadt machte Goman-Largo mit. An seiner Stelle blieb Anima in der STERNENSEGLER zurück. In der Stadt wurde die WINDSBRAUT entdeckt. Der Spezialist der Zeit flog die WINDSBRAUT aus der Orbitalstadt und verankerte sie an der Unterseite der STERNENSEGLER. (Atlan 771)

Das nächste Ziel war die Sonne Hexenmeister. Während der Erkundung des Systems maß POSIMOL eine schwache Nuklearexplosion im System Schwertspitze an. Die STERNENSEGLER setzte sich sofort dorthin in Bewegung. Das Schiff schwenkte in einen Orbit um den Planeten Relais ein. Der Ort der Explosion wurde geortet. POSIMOL maß die Reststrahlung von drei Mini-Fusionsraketen an, wie sie in der STERNSCHNUPPE mitgeführt wurden. Mit der WINDSBRAUT landeten Goman-Largo, Neithadl-Off, Anima, Sutok und Navak an jener Stelle, an der die charakteristischen Energiemuster des Unterlichtantriebs der STERNSCHNUPPE festgestellt wurden. (Atlan 771)

Anima war in Sorge um ihren Ritter nicht mehr zu bremsen und übernahm die Führung der Gruppe durch das Gewirr der Stahlträger. Die Gefährten stießen auf zerstörte und führungslos herumirrende Stahlmänner. Auch eine kleine Gedenktafel mit dem Namen »Mrothyr« wurde gefunden. Die beiden Saltics Navak und Sutok entdeckten in den Gehirnen der Roboter Datengruppen, die mittels Subultraimpulsen eingespeist worden waren. POSIMOL wurde mit der Auswertung der Datengruppen beauftragt. Es handelte sich um Koordinaten, die auf den mittleren Stern der Klinge des Schwertes des Rächers hindeuteten. (Atlan 771)

Bei der Annäherung an Heißer Stahl wurde die Zentrale der STERNENSEGLER von dem intensiven Licht des Sterns geflutet. Die Intensität des Lichtes rief bei Goman-Largo Schmerzen, bei Neithadl-Off und Nussel Panik hervor. Von einem Augenblick zum anderen leuchtete Heißer Stahl wieder wie eine normale Sonne. Nussel spürte das Böse, das um das Schiff herum lauerte. (Atlan 771)

Goman-Largo steuerte die STERNENSEGLER in einen engen Orbit um die seltsame Energiekugel, die den Planeten Klingsor darstellte. Als er die Funkanlage aktivierte, dehnte sich Klingsor rasend schnell aus und verschlang das Schiff. Von einem Augenblick zum anderen schrumpfte die Energieballung wieder in sich zusammen und gab die STERNENSEGLER frei. Klingsor zog sich so stark zusammen, dass er verschwand und weder zu sehen, noch zu orten war. Auf den Bildschirmen der STERNENSEGLER war nichts mehr von den Sonnen des Schwertes des Rächers zu sehen. Zahlreiche Staub- und Gaswolken leuchteten in großer Entfernung in Blau und Rot. In den Lücken zwischen den Wolken funkelten unzählige Sterne. (Atlan 771)

Gefährliche Gefilde

Das Verschlingen der STERNENSEGLER durch die Energieballung Klingsor hatte Anima nicht gut getan. Es waren keine Atmung und keine Herztätigkeit feststellbar. Lediglich extrem schwache Hirnströme konnten von Neithadl-Off mit einer Medobox erkannt werden. Anima befand sich in einem Zustand des Scheintodes, der jedoch unbedingt massiv behandelt werden musste, damit sie nicht starb. (Atlan 772)

Auf Goman-Largos Befehl ließ POSIMOL aus einer Wandöffnung einen Cyborg-Tank ausfahren, in den der Modulmann Anima sorgsam hineinlegte. Transparentes Kontaktgel schmiegte sich um den Körper der Humanoiden, das sie perfekt mit den Cyborg-Einrichtungen verband. Eine Maske stülpte sich über ihr Gesicht. Die Lebensfunktionen Animas konnten dadurch auf einem Minimum stabilisiert werden. (Atlan 772)

Nach der Rückkehr aus Askyschon-Nurgh in den Normalraum des Systems Heißer Stahl, begann Anima wieder zu erwachen. (Atlan 772)

Trennung

Goman-Largo wollte unbedingt die Zeitgruft auf Tessal besuchen, während Atlan mit der STERNSCHNUPPE nach Aklard fliegen wollte. Anima war nicht bereit, an Bord der STERNENSEGLER zu bleiben, sondern wollte auf die STERNSCHNUPPE gebracht werden. Gleich nach ihrem Überwechseln beschleunigte die STERNENSEGLER und verschwand zwischen den Sternen. (Atlan 775)

Visionen

Anima wurde von Atlan freundlich begrüßt. Die Orbiterin trug die Bitte vor, den Flug nach Aklard zu unterbrechen. Neuigkeiten könnten die Daila auch per Funk berichten. In ihren Augen war ein Besuch Aklards daher nicht notwendig. Auch die STERNSCHNUPPE selbst war für eine kleine Tankpause, um die Energievorräte wieder aufzufüllen. Atlan hatte selbstverständlich die innere Unruhe Animas bemerkt, die sich in ihre Kabine zurückzog. (Atlan 775)

Dort begann sie zu meditieren. Plötzlich entstand vor ihrem inneren Auge das klare Bild eines Planeten, der sie zu rufen schien. Sieben helle Monde umliefen diese friedliche Welt. Der größte Trabant wies ein rotschimmerndes Muster aus Kratern und strahlenförmig auseinanderstrebenden Linien auf. Das Bild veränderte sich und zeigte nun eine Insel in einem Fluss, auf der ein uralter halb verfallender Tempel zu finden war. Auf einem steinernen Podest saß ein neunbeiniges Wesen, das eine Einladung aussprach. Das Bild verschwand übergangslos. Fünf Stunden waren vergangen. (Atlan 775)

Als Anima in die Zentrale der STERNSCHNUPPE zurückkehrte, hatte Atlan in der Zwischenzeit tatsächlich Funkkontakt zu den Daila aufgenommen und von EVOLOS Schwierigkeiten mit dem Psionischen Tor erfahren. Der Ikuser Promettan hatte mit seiner Familie auf Aklard Schutz gesucht und den Daila diese Informationen überbracht. Atlan hatte vor, das Psionische Tor zu vernichten. Eine schlagkräftige Flotte der Daila würde die STERNSCHNUPPE unterstützen. (Atlan 775)

Anima äußerte Bedenken gegen dieses Vorhaben, das außerdem ihren eigenen Plänen widersprach. Sie hielt eine gewaltsame Lösung des Problems EVOLO für nicht zielführend und befürchtete, dass sich die Gefahr, die von der Entität ausging, noch verschärfen würde. Sie war der Meinung, EVOLO müsste in eine Situation gebracht werden, in der er seine Fähigkeiten nicht mehr nutzen konnte. Wie dies geschehen sollte, war ihr selbst nicht klar. Atlan beharrte jedoch darauf, EVOLO zu vernichten. Anima fühlte, dass ein großes Unglück geschehen würde, sollte sich Atlan nicht umstimmen lassen. (Atlan 775)

Die Orbiterin schlug vor, die Zeit bis zum Eintreffen zu nutzen, um sich auszuruhen. Dazu sollte die STERNSCHNUPPE zum Planeten Siebenmond fliegen, dessen Position und einige Details dem Schiff bekannt waren. Durch die Entfernung von nur 38 Lichtjahren zu Yumnard war das Psionische Tor in Reichweite der Hyperortung. (Atlan 775)

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Atlan 775 - Innenillustration
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Paradieswelt

Auf Siebenmond landete die STERNSCHNUPPE nahe der Stadt der Quarner. Sechs Reiter auf ihren echsenähnlichen Tieren hielten vor dem Schiff an. Mit Gesten wurden Atlan und Anima, die die STERNSCHNUPPE verlassen hatten, eingeladen, in ihre Siedlung zu kommen. Ehe sich der Arkonide und die Orbiterin entschließen konnten, der Einladung zu folgen, wurden sie von den Quarnern gepackt und auf die Tiere gehoben. In schnellem Ritt ging es in die Stadt. Dort wartete ein von Quattermarna ausgerichtetes Festmahl auf sie. An der reichlich gedeckten Tafel trafen Atlan und Anima auch auf vier Wodoker. Atlan war von den Künsten der Wahrsager nicht gerade überzeugt und begeistert. Als das Festmahl von einem Augenblick zum anderen vorbei war, wurden Atlan und Anima aufgefordert, den Saal zu verlassen. Während die Wodoker ihre flugfähigen Tiere bestiegen, nahmen der Arkonide und die Orbiterin erneut auf den Echsenwesen Platz. Kylo war bereit, einen Blick in Atlans Zukunft zu werfen, die nach seiner Aussage dunkel und gefährlich war. Mehr konnte der Wodoker nicht sagen. Auf Atlans Frage nach Jaha und Mulo gab er deren Aufenthaltsort bekannt. Die beiden Wahrsager waren in der Stadt der Gyrten am Ufer des Sees Tomawara zu finden. Kylo, Xana, Tomo und Gyla schwangen sich auf dem Rücken ihrer Flugechsen in die Lüfte, während Atlan und Anima zur STERNSCHNUPPE gebracht wurden. Dort verschwanden die Quarner bereits wieder in der Dunkelheit, noch ehe Atlan und Anima die Schleuse betreten konnten. (Atlan 775)

Am nächsten Morgen statteten Atlan, Anima und Chipol der Tempelanlage hoch über der Stadt der Quarner einen Besuch ab. Die Tempel waren seit langer Zeit verlassen, wurden nach Atlans Meinung jedoch von irgendjemand gepflegt. (Atlan 775)

Weissagungen

Das nächste Ziel der STERNSCHNUPPE war der See Tomawara. Auf einem freien Feld nahe der Stadt der Gyrten setzte das Schiff auf. Die Wodoker hatten mit ihren Tieren bereits die Stadt erreicht. Atlan, Anima und Chipol wurden durch die Stadt geführt. Im Garten des Hauses von Graschmon trafen sie auf acht Wodoker. Noch während Atlan um eine Weissagung bat, verursachte aufkommender Wind einen Regen von Nüssen, der auf die Gäste Graschmons niederprasselte. Jaha sagte Atlan voraus, dass dieser einen schweren Fehler begehen würde, sich aber nicht nach ihrer Warnung richten würde, da er die Fähigkeiten der Wodoker ohnehin anzweifelte. Die Gyrten öffneten die für sie wertvollen Nüsse und verzehrten die Früchte. Graschmon sah seinen Besitz in Gefahr und ließ zottelige schwarze Ungeheuer, so groß wie Doggen, aus den Ställen um den Diebstahl zu verhindern. Die Wodoker zogen sich schnell aus dem Garten zurück und vereinbarten mit Atlan noch einen Treffpunkt im Tal der Steine. Die drei Gefährten wurden von Trukjoh durch eine schmale Pforte aus dem Garten geleitet. Ein Boot brachte sie in eine schmale Bucht. Der Gyrte gewährte ihnen Gastfreundschaft und brachte sie in der Nacht zur STERNSCHNUPPE zurück. (Atlan 775)

Im Tal der Steine sagte Jaha, »die Heimliche«, Atlan voraus, dass er einen schweren Fehler begehen würde. Er würde etwas zerstören, das nicht zerstört werden durfte. Die Wodokerin konnte nur sagen, dass das Ding, das Atlan zerstören würde, etwas völlig Fremdes war. Was danach geschehen würde, konnte Jaha nicht voraussagen. Dann wendete sich die Wahrsagerin ab. (Atlan 775)

Atlan wendete sich nun an Mulo, »den Ahnenden« und forderte diesen auf, Chipol die Zukunft vorauszusagen. Auch Anima erfuhr eine Weissagung. Auch ihr Schicksal war eng mit Atlan verbunden. Mehr als dass ihre Zukunft von dessen Entscheidungen abhängig war, vermochte Mulo nicht zu sagen. (Atlan 775)

Atlans Vergangenheit war unter einem dunklen Schleier vergraben. Mulo berichtete von der Ermordung von Atlans Vater, der Rache und der Machtübernahme des Bruders seines Vaters. Der Lehrmeister Atlans hatte dafür gesorgt, dass er den Mord und die Rache für lange Zeit vergessen musste. Doch auch in der jüngsten Vergangenheit gab es einen dunklen Schleier. Die Frage, wo Atlan in dieser Zeit gewesen war, beantwortete der Arkonide nicht. Im Übrigen war Atlan dabei, einen folgenschweren Fehler zu begehen, wie ihm bereits Jaha gesagt hatte. Doch da der Arkonide den Wodokern nicht glaubte, würde er die Warnungen nicht ernst nehmen. (Atlan 775)

Mit diesen Worten zogen sich alle Wodoker in ihre kleinen Zelte zurück. Anima fragte nach dem Schicksal von Atlans Vater. Atlan erzählte von Fartuloon, der ihn aufgezogen hatte. Dieser hatte ihm einen kleinen Omirgos-Kristall vor die Augen gehalten und ihm befohlen, einige Dinge anders zu sehen, als sie sich wirklich ereignet hatten. Erst Jahrtausende später hatte sich Atlan an die tatsächlichen Ereignisse erinnern können. Unbehagen plagte den Arkoniden, woher der Wodoker dies alles hatte wissen können. (Atlan 775)

Die STERNSCHNUPPE machte sich auf den weiten Weg über einen Gebirgszug zu jener Insel, auf der Ojujo lebte. Das Schiff landete am Ufer. Einige Zeit später trafen Wodoker mit ihren Flugwesen ein. Zwei der Wahrsager holten Atlan und Anima ab. Chipol blieb auf Animas Rat in der STERNSCHNUPPE zurück – zu Atlans großem Erstaunen ohne Widerrede. Im Tempel am höchsten Punkt der Insel eröffnete Ojujo dem Arkoniden, dass er ein Ding zwischen den Sternen zerstören wollte, was ungeahnte Folgen haben würde. Es würde auch viele Opfer kosten, um das Böse zum Guten zu wenden. Hilfe von sehr vielen und mächtigen Wesen würde notwendig sein. Diese Hilfe würde nur unter sehr großen Gefahren gewährt werden. Atlan sollte versuchen, jeden Fehler zu vermeiden, da seine Situation schon schlimm genug war. Auch Ojujo sprach von Atlans Vergangenheit. Plötzlich veränderte sich anscheinend Atlans Umgebung. Er sah ein vierjähriges Kind, das von einem kahlköpfigen Mann mit schwarzem Bart durch eine Geheimtür davongetragen wurde. Er erlebte die Aktivierung seines Extrasinnes und sah den geheimen Stützpunkt auf Kraumon. Er sah die Mörder seines Vaters sterben, den Omirgos-Kristall Fartuloons, den Untergang von Atlantis und den Roboter Rico, Perry Rhodan, den Robotregenten von Arkon, Razamon, Laire, die SOL, den Wasserpalast von Krandhor, die Spoodiewolke, Alkordoom, Sarah Briggs, Colemayn, das lebende Raumschiff Anima, das Auge des Erleuchteten und die STERNSCHNUPPE. Anima konnte an diesen Ereignissen teilhaben. (Atlan 775)

Ojujo berichtete von einem Verlust, den Atlan erleiden würde, der für ihn aber sehr angenehm sein würde, obwohl er ihn in manchen Situationen bedauern würde. Zu weiteren Aussagen wart die Wodokerin nicht bereit und schickte Atlan und Anima fort. (Atlan 775)

Atlan und Anima machten sich auf den Rückweg zur STERNSCHNUPPE. Chipol erwartete sie bereits mit der Nachricht, dass die Flotte der Daila eingetroffen war. (Atlan 775)

Das Psionische Tor

Wieder im Raum näherte sich ein ballförmiges weißes Flugobjekt der STERNSCHNUPPE. Anima war sich sicher, dass es sich nicht um EVOLO handelte. Schließlich konnte es als Traykon-Schiff identifiziert werden. Dharys nahm psionischen Kontakt mit der STERNSCHNUPPE auf. Er forderte die Schaltung einer Strukturlücke im Schutzschirm der STERNSCHNUPPE. Das Schiff, Don Quotte, Anima und auch Chipol drängten Atlan, dem Begehren statt zu geben. In der Zentrale wurde ein rötlicher Paratronschirm aufgebaut, der eine Projektion des ehemaligen Daila umhüllte. Das Hologramm beteuerte, dass keine Gefahr von ihm ausging. Auf Atlans Einwand, dass EVOLO Stabilisierungsprobleme hatte, erklärte Dharys, dass die Ikuser bereits mit Erfolg an einer Dauerstabilisierung arbeiteten. Der Daila warnte davor, gegen Yumnard, die Ikuser oder das Psionische Tor vorzugehen, was gleichbedeutend mit dem Untergang Atlans wäre. Atlan gab den Feuerbefehl auf das Traykon-Schiff. Das Hologramm löste sich auf und das Traykon-Schiff floh. (Atlan 776)

Obwohl Anima meinte, dass Atlan einen schweren Fehler beging, hielt der Arkonide am Angriff auf das Psionische Tor fest. (Atlan 776)

Als ein Himmelfahrtskommando unter dem Befehl Atlans zusammengestellt wurde, das versuchen sollte, in das Psionische Tor einzudringen und es zu zerstören, bat Anima, von der STERNSCHNUPPE auf die KERZENSCHEIN überwechseln zu dürfen, die sich an dem Unternehmen nicht beteiligen sollte. Sie sprach von einem schwachsinnigen Vorhaben. Chipol nahm sie mit. (Atlan 776)

Nach dem Eingreifen der TZUKU-PZAN und der Abschottung des Psionischen Tores durch einen neuartigen Schutzschirm meldete sich Anima aus der KERZENSCHEIN. Die augenblickliche Pattsituation fand sie gut. Atlan sollte versuchen, die Besatzungen der CERRI und der POLOR zu bergen. Falls EVOLO erschien, sollte der Arkonide es ihr ermöglichen, mit ihm zu sprechen. (Atlan 776)

Das Kommando startete zum Psionischen Tor. Nach der Rückkehr explodierte das Tor. Als auch die TZUKU-PZAN das Ukenzia-System verlassen hatte, kehrten Anima und Chipol auf die STERNSCHNUPPE zurück. Atlan unterhielt sich dort mit EVOLO, der in dem Sonnensystem eingetroffen war. Die Entität machte Atlan klar, dass die Stabilisierung unbedingt nötig war. Sollte sie nicht gelingen, würde sich EVOLO durch Absonderung von psionischen Paketen weiter ausbreiten. Diese Pakete, von denen ihn drei bereits verlassen hatten, würden ihre eigenen Machtbereiche aufbauen und das Universum überschwemmen, womit sich der ursprüngliche Plan des Erleuchteten erfüllen würde. Atlan wäre dann der Verursacher dieser Katastrophe. (Atlan 776)

Station der Hyptons

Die STERNSCHNUPPE unterbrach ihren Flug durch Manam-Turu. Anima und ihre Freunde waren auf der Suche nach einer Spur EVOLOS. Die Orbiterin hielt noch immer an ihrer Ansicht fest, dass es gelingen müsste, EVOLO zu bekehren. Die STERNSCHNUPPE hatte Aktivitäten der Ligriden ausgemacht, die eine Flotte zusammenzogen. Das Schiff kehrte nach Aklard zurück. (Atlan 781)

In den Randbezirken Manam-Turus wurden starke Flottenverbände der Hyptons aus Chmacy-Pzan verlegt. Einzelne Schiffe stießen in den Einflussbereich der Daila vor. Einzug und allein die Einheiten der Daila-Mutanten eilten herbei, um die gemeinsame Heimatwelt zu schützen. Die Hyptons kreisten die 100 Lichtjahre durchmessende Raumkugel ein, die den Machtbereich der Daila darstellte. Atlan, Anima, Chipol und Don Quotte verließen mit der STERNSCHNUPPE Aklard und steuerten die Hypton-Verbände an. Nach mehreren Fehlversuchen erklärte sich eine Traube der Hyptons bereit, mit dem Arkoniden zu sprechen. Der STERNSCHNUPPE wurden Koordinaten übermittelt, die etwa 100 Lichtjahre vom Zentrumssektor Manam-Turus entfernt lagen. An diesem Ort war eine kleine Relaisstation positioniert. Ein neuer Treffpunkt wurde auf Drängen des Arkoniden angeboten, der einen Kampf verhindern wollte, den die Daila nicht überstehen würden. Auf Tobly-Skan sollte Atlan die Traube treffen. (Atlan 781)

Während des Anfluges auf diese bedrohlich wirkende Welt stiegen Atlan, Anima und Don Quotte nach einem Plan des Großwesirs schon beim Eintauchen in die Atmosphäre aus. Chipol blieb für Notfälle in der STERNSCHNUPPE zurück. Das Schiff drehte ab und verließ das Sonnensystem. (Atlan 781)

Die drei Gefährten kollidierten während ihres Fluges in niedriger Höhe mit einem bläulichen Energieschirm. Nach ihrem Absturz, den sie unverletzt überstanden, näherte sich ein Gleiter. Ein Fesselfeld fixierte Don Quotte. Stahlmänner forderten Atlan und seine Freunde auf, sie zum Dom der Ruhe zu begleiten. (Atlan 781)

In NEO-PZAN wurden sie von der Traube der Sturmreiter empfangen. Die Hyptons verlangten die Überstellung der Ikuser, die kampflose Übergabe des Suuma-Systems, die Installierung von Stützpunkten auf allen wichtigen Welten der Daila, sowie den regelmäßigen Kontakt der führenden Persönlichkeiten zu den Trauben. Zudem forderten sie die Unterstützung Atlans, dessen Gefährten, der Daila und anderer wichtiger Völker und Personen im Kampf gegen EVOLO, der vernichtet werden sollte. (Atlan 781)

Anima war entschieden gegen eine Zerstörung EVOLOS und tat ihre Meinung auch kund. Nur Atlans Beschwichtigungsversuchen war es zu verdanken, dass die Hyptons die Verhandlungen nicht sofort als gescheitert abbrachen. Dem Arkoniden wurde eine Frist von drei Stunden eingeräumt, um sich mit den verantwortlichen Daila zu beraten. Doch das kleine Hyperfunkgerät, das Atlan mit sich führte, funktionierte nicht. Da eine Verbindung mit der STERNSCHNUPPE nicht hergestellt werden konnte, war auch die Beratung mit den Daila auf Aklard unmöglich. Die Hyptons, die die Gefährten nach dem Ablauf der Frist befragten, wiesen jede Verantwortung für die Funkstörung von sich. Sie drohten mit dem Angriff auf Aklard. (Atlan 781)

Eine außergewöhnliche Waffe

Don Quotte machte Atlan auf einen Dolch aufmerksam, der wie aus dem Nichts aufgetaucht und ebenso wieder verschwunden war. Erneut materialisierte der Dolch und wurde nun auch von Anima und Atlan gesehen. Der Arkonide erinnerte sich an den Geisterdolch von Cairon, dessen damaliger Besitzer Chossoph gewesen war. Anima gelang es, durch Konzentration den Dolch willentlich sichtbar oder unsichtbar zu machen. Auch Atlan war in dieser Hinsicht erfolgreich. Anima veranlasste den Dolch, eine viereckige Öffnung in die Metallplatte ihrer Zellentür zu schneiden, in der sie die Hyptons untergebracht hatten. Unsichtbar schwebte der Dolch vor der Vardi durch den Korridor. Während sie durch die Gänge eilten, meldete das Hyperfunkgerät plötzlich Bereitschaft. Um eine Ortung zu verhindern, schaltete Atlan das Gerät zunächst ab. Der Arkonide hatte nun den Beweis, dass die Hyptons sie betrogen hatten und nie wirkliche Verhandlungen aufnehmen wollten. Die Fledermauswesen wollten die Gefährten nur in ihre Gewalt bringen. Doch Atlan aktivierte das Gerät bald wieder, um Chipol zu informieren und eine Warnung an die Daila abzusetzen. (Atlan 781)

Der neue Kampfgefährte

Auf ihrer weiteren Flucht schnitt der Dolch nochmals ein Loch in eine Wand. Geräusche deuteten auf die Anwesenheit von Ligriden hin. In einer kleinen Zelle hielt sich tatsächlich ein Ligride auf. Der Dolch ging wieder an die Arbeit und schnell war die Zellentür aufgeschnitten. Der Ligride Raspor gab sich als Diener des Gwyn aus, der von den Hyptons gefangen genommen wurde. Er hatte angeblich schon von Atlan und zwei Begleitern gehört, die sich als Gefangene in dem Stützpunkt aufhielten. Schroff verlangte Anima von Raspor, dass er Einzelheiten über seine Herkunft preisgab, was Atlan jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben wollte. Bei der Nennung der STERNSCHNUPPE geriet Raspor in Verzückung und konnte es gar nicht mehr erwarten, das Schiff zu betreten. (Atlan 781)

Relativ unsanft stieß Anima den Ligriden zurück. Sie begann am ganzen Körper zu zittern. Der Dolch wurde sichtbar. Die Waffe wich vor Raspor zurück. Der Ligride wollte nun in seiner Zelle bleiben. (Atlan 781)

Atlan und seine beiden Getreuen erreichten das Ende des Korridors, als ihnen Raspor nacheilte und anbot, sie zu der ihnen abgenommenen Ausrüstung zu führen. Er wollte als Gegenleistung zu seinem Volk zurückgebracht werden. In einem Raum in einem Seitengang wurden die Einsatzanzüge und die übrigen Ausrüstungsgegenstände gefunden, die ihnen die Stahlmänner abgenommen hatten. Atlan beobachtete misstrauisch das oberflächliche Verhalten des Ligriden, der Äußerungen von sich gab, die zu auffällig waren, um nicht bemerkt zu werden. Raspor führte die Gruppe zu einem Hangar für kleinere Fahrzeuge. Der Dolch schnitt ein ovales Stück aus der dreischichtigen Metallwand heraus. Ein deaktivierter Antigravschacht diente als weiterfolgender Fluchtweg. Don Quotte nahm den Ligriden unter den Arm und trug ihn nach oben. (Atlan 781)

An der Oberfläche angekommen, rammte Don Quotte mit seinem Körper die Tür ins Freie so weit auf, dass die Gefährten hindurchschlüpfen konnten. Gleiter starteten und rasten auf die Felswand zu, die das Tal umgab. Eine von Don Quotte geworfene Hochenergiegranate ließ die Fahrzeuge mit den Stahlmännern an Bord abstürzen. Dicht über den Steppenboden fliegend, nähern sich Atlan, Anima, Don Quotte und Raspor dem ersten grünlich leuchtenden Schutzschirm. Der Geisterdolch berührte den Schirm und glühte dabei auf. Eine bogenförmige Lücke öffnete sich. Don Quotte durchquerte mit Raspor im Arm als erster die Öffnung, Atlan und Anima folgten ihm. Die Orbiterin holte den Dolch zurück und die Lücke im Schirm schloss sich wieder. (Atlan 781)

Höhlendasein

Um den verfolgenden Stahlmännern ein Schnippchen zu schlagen, flog die Gruppe nicht direkt zum zweiten Schutzschirm, sondern steuerte ein ausgedehntes Waldgebiet an. Dort schalteten sie die Flugaggregate aus und gingen zu Fuß weiter. Es gelang ihnen, in den Rücken der Stahlmänner zu gelangen, die die Suche zu Fuß aufnahmen. Sie liefen auf den Gleiter der Roboter zu. Ein zweites Fahrzeug eröffnete das Feuer. Don Quotte erwiderte es und schoss den Angreifer ab. Für Atlan überraschend, blieb Raspor trotz des Trümmerregens erstaunlich gelassen, als mache ihm die Bedrohung überhaupt nichts aus. Ein zweiter Gleiter schoss ebenfalls auf die kleine Gruppe. Trotz all dieser Widerwärtigkeiten erreichten Atlan, Anima, Don Quotte und Raspor den abgestellten Gleiter der Stahlmänner und flüchteten mit dem Fahrzeug, dessen Tank nur wenig Treibstoff beinhaltete. In dem bläulich schimmernden Schutzschirm bildete sich eine Strukturlücke und ließ den Gleiter ungehindert passieren. Als der Treibstoff zu Ende ging, warf sich Raspor auf Atlan, stieß ihn zur Seite, aktivierte das Funkgerät und rief im Namen Atlans die STERNSCHNUPPE. Da der Gleiter nur über ein Normalfunkgerät verfügte, war das Handeln des Ligriden sinnlos. (Atlan 781)

Nach der Landung wendeten sich Atlan und seine Gefährten zu einem Höhlengebiet in einem nahen felsigen Gelände, das Raspor bekannt war. (Atlan 781)

Nachdem sie sich in einer Höhle eingerichtet hatten, warf Raspor die Frage auf, warum die STERNSCHNUPPE nicht herbeigerufen wurde. Atlan eröffnete ihm, dass sie dem Ligriden nicht über den Weg trauten. Raspor gab sich als Unterhändler der Ligriden aus, der zu den Hyptons geschickt worden war, um mit ihnen über den Abzug seines Volkes aus Manam-Turu und die Auflösung des Neuen Konzils zu verhandeln. Anima glaubte seinen Ausführungen nicht. Die Aussage, dass er erst seit 20 Stunden ein Gefangener der Hyptons war, ließ Atlan stutzig werden. Der Abzug der Ligriden aus Manam-Turu war bereits vier Tage her. Der Arkonide beauftragte Anima, den Dolch sichtbar werden zu lassen. Raspor sah in der Waffe eine wichtige Hilfe für die Ligriden. Er bot an dafür zu sorgen, dass die Freunde endgültig die Freiheit erlangten. Er glaubte nicht mehr, dass die STERNSCHNUPPE in der Nähe war. Raspor wollte sie von Tobly-Skan wegbringen, wenn ihm dafür der Dolch überlassen wurde. (Atlan 781)

Die Stahlmänner hatten in der Zwischenzeit das Versteck gefunden und die Höhleneingänge besetzt. Während Raspor dem Arkoniden erneut die Freiheit gegen den Dolch anbot, begann sich sein Körper aufzulösen und verschwand. Die Stahlmänner nahmen die drei Gefährten fest. Sie wurden wieder in die in Stand gesetzte bekannte Zelle gesperrt. Allerdings waren die Wände nun von paratronähnlichen Sperrschirmen gesichert. Als Anima den Dolch gegen die Tür steuerte, begannen dessen Konturen zu verschwimmen. Er wurde halb transparent, verfestigte sich aber wieder. Dann löste er sich vollständig auf und konnte nicht mehr zurückgeholt werden. Trotz ihrer Anzüge und der Ausrüstung war ihnen eine Flucht nicht möglich. Sie wurden von den Stahlmännern mit Lebensmitteln, Getränken und Hygieneutensilien versorgt. (Atlan 781)

Ein alter Bekannter

Am dritten Tage ihrer Gefangennahme fand Atlan auf dem Fußboden der Zelle plötzlich einen Fetzen Papier mit einer Nachricht Raspors. Dieser wiederholte sein Angebot, sie gegen den Dolch zu befreien. Außerdem verlangte er die volle Unterstützung EVOLOS bei dessen Kampf gegen die Hyptons. Atlan musste dabei helfen, EVOLOS Stabilisierung zu erneuern. Der Zettel zerfiel zu Staub. Der Arkonide vermutete hinter Raspor, einen Agenten EVOLOS – Dharys. Dem Arkoniden blieb nur die Hoffnung, dass ihre Gefangenschaft bald ein Ende finden würde, zumal Guray ein augenscheinliches Interesse am Geschehen um die Hyptons an den Tag legte, und EVOLO dringend Helfer für die Lösung seiner eigenen Probleme benötigte. (Atlan 781)

Befreiungsaktion

Anima und Don Quotte wurden in der Station JIKO-PZAN inhaftiert. Dharys, Atlan und Fartuloon machten sich mit der ARIE auf den Weg, um die Gefährten zu befreien. Es kam zu heftigen Kämpfen mit den Stahlmännern, die die Station schützten. Dharys teleportierte mit Atlan und Fartuloon zum Schaft der Sendeantenne unweit des Eingangs. Von dort aus nahmen der Arkonide und der Calurier die Stahlmänner unter Feuer. Das Skarg baute um die beiden Freunde einen transparenten, kugelförmigen Schutzschirm auf. Kurz vor den paratronartigen Schirmsystemen, die den Eingang in die Kuppel schützten, materialisierte der geheimnisvolle Geisterdolch erneut. In den ersten Schirm schnitt der Schattendolch eine kreisförmige Öffnung, durch die Atlan und Fartuloon schlüpfen konnten. Auf dieselbe Art und Weise wurden die nächsten Sperren überwunden. Im Innern der Kuppel fanden sie einen kastenförmigen Bau, der von schimmernden paratronähnlichen Schirmen gesichert wurde. Der Geisterdolch schaffte es wieder, die Energiefelder zu öffnen. Nach wenigen leeren Zellen fanden die Freunde zuerst Don Quotte. In der letzten Zelle wartete Anima auf ihre Befreier. Als die Gruppe auf den Ausgang zuhastete, war der Geisterdolch wieder verschwunden. Draußen materialisierte Dharys und verschwand mit dem Roboter und Anima. Bald darauf wurden auch Atlan und Fartuloon abgeholt. Mit der Bemerkung, anderswo gebraucht zu werden, verschwand Dharys aus der ARIE. Fartuloon startete das Beiboot. Atlan nahm Kontakt mit Chipol auf und forderte den jungen Daila auf, sich mit der STERNSCHNUPPE in Sicherheit zu bringen. Dann sprach er mit der MASCAREN, die ihnen entgegenfliegen und ein Schleusenmanöver vorbereiten sollte. Die Abwehreinrichtungen der Station JIKO-PZAN schienen nach dem Verschwinden von Dharys wieder einwandfrei zu funktionieren und nahmen die ARIE unter Feuer. Immer wieder schlugen die Energiestrahlen in die Schutzschirme des Beibootes ein. Hypton-Schiffe, die von Tobly-Skan starteten, kamen zu spät, um die ARIE noch abzufangen. Mit einem kontrollierten Manöver landete Fartuloon das Beiboot im Hangar der MASCAREN. (Atlan 782)

EVOLO manifestierte sich und baute eine überdimensionale Nullfront auf. Die Hypton-Schiffe von Tobly-Skan und weitere aus Manam-Turu heranrückende Verbände konnten die MASCAREN nicht mehr aufhalten, die in den Linearraum übertrat. EVOLO hatte sich an die Abmachung gehalten. (Atlan 782)

Angriff

Die STERNSCHNUPPE und die MASCAREN landeten auf Aklard. Die dailanischen Aufklärer meldeten, dass sich die Verbände der Hyptons noch immer an denselben Stellen aufhielten, untätig und drohend. Auf Aklard aufgefangene Funksprüche sagten aus, dass die Krelquotten und die Bathrer keine Chance sahen, gegen die Übermacht der Hyptons etwas auszurichten. Daher würden sie den Daila nicht helfen. (Atlan 782)

Die mehr als 5000 Kampfschiffe der Hyptons bildeten fünf Angriffskeile, die mit mäßiger Geschwindigkeit in das Zentrum von Manam-Turu vorstießen. Der mittlere Teil umfasste rund 800 Schiffe, deren Flugrichtung direkt auf Aklard zeigte. Fliehende Raumschiffe der Daila wurden von einzelnen Kampfschiffen verfolgt. 280 Raumschiffe der Daila stellten sich den Hyptons entgegen. Atlan und Fartuloon blieb nur zu warten. Anima war davon überzeugt, dass EVOLO ihnen helfen würde. (Atlan 782)

Kontaktversuch mit EVOLO

Anima reiste an Bord der STERNSCHNUPPE nach Cirgro. Doch bei einem Orientierungsmanöver wurde das Schiff von Einheiten der Hyptons entdeckt und verfolgt. Als auch die URIA-ZUGAN in diesem Raumgebiet materialisierte, wurde das Schiff der Chadda unter Feuer genommen und beschädigt. Die STERNSCHNUPPE schleppte die URIA-ZUGAN nach Gezzel-7. (Atlan 783)

Während der Reparaturarbeiten unternahm die STERNSCHNUPPE einen Flug über die Planetenoberfläche. Eine nur undeutlich erkennbare Gestalt wurde von der STERNSCHNUPPE entdeckt, die jedoch verschwand, noch ehe sie erreicht werden konnte. Das Schiff kehrte zum Landeplatz der ZUKUNFTSBOTE zurück, wo inzwischen die Nacht angebrochen war. Leuchten rissen das Gebiet aus der Dunkelheit. Nach der Landung der STERNSCHNUPPE wurde deutlich, dass die Krelquotten sich nicht mehr bewegten. Auch Dschadda-Moi saß in der Schleuse der URIA-ZUGAN und starrte bewegungslos vor sich hin. Anima gelang es, Dschadda-Moi aus ihrem Trauma zu befreien. (Atlan 783)

Die Orbiterin war mit der Wiederherstellung der Krelquotten beschäftigt, als die Hyptons im System von Gezzel-7 auftauchten. Aufklärer der Fledermauswesen waren nicht imstande, die STERNSCHNUPPE und die ZUKUNFTSBOTE auszumachen. Auf einem Hügel tauchte abermals eine grob menschenähnliche Gestalt auf, die aber im nächsten Sekundenbruchteil wieder verschwunden war. (Atlan 783)

Anima vermutete die Anwesenheit EVOLOS in diesem System, der darauf wartete, dass Atlan das Versprechen einlöste, das Fartuloon der Entität gegeben hatte. Sie empfahl die Kontaktaufnahme mit EVOLO ohne Beisein der Krelquotten. Dschadda-Moi bekräftigte Animas Vorschlag und gab ihnen Tylak als Unterstützung mit. (Atlan 783)

Die STERNSCHNUPPE hob ab und landete nur einige Kilometer von der ZUKUNFTSBOTE entfernt. Plötzlich begann die Luft in der Kommandozentrale zu flimmern. Eine Gestalt formte sich im Rücken der Telepathin, packte die Krelquottin und verschwand mit ihr. (Atlan 783)

Das geheimnisvolle Wesen erschien abermals in der Zentrale der STERNSCHNUPPE. Es überbrachte die Botschaft, dass die Hilfe dringend benötigt wurde, die versprochen war. Die Zeit drängte. Für die Nichterfüllung wurde der Tod angedroht. Die Gestalt verschwand wieder. (Atlan 783)

Anima wollte die STERNSCHNUPPE verlassen und in der Wildnis auf EVOLO warten. Nur widerwillig stimmte Atlan zu. (Atlan 783)

Neuigkeiten

Die STERNSCHNUPPE näherte sich erneut Gezzel-7. Anima meldete sich per Funk. Sie wartete an jener Stelle auf die STERNSCHNUPPE, wo Atlan sie abgesetzt hatte. Anima ging an Bord. Die Orbiterin berichtete von ihrem geistigen Kontakt mit EVOLO. Sie hatte ihm einen Teil ihrer Energie übertragen, um ihn zu stabilisieren. Diese Übertragung befähigte EVOLO, sich für eine unbestimmte Zeit selbst zu erhalten und auch wieder handeln zu können. Auch hatte Anima Fartuloons Versprechen erneuert – auch in Atlans Namen. Zwei schwere Robotkreuzer der Hyptons, flankiert von etwa 100 kleineren Schiffen, vertrieben die STERNSCHNUPPE von Gezzel-7. (Atlan 784)

Nach der vollkommenen Niederlage der Hyptons in Manam-Turu bestätigte Anima gegenüber Atlan, gewusst zu haben, dass EVOLO in den Kampf gegen die Hyptons und das Neue Konzil eingreifen würde. EVOLO hatte in Manam-Turu ein Zeugnis seiner Macht abgelegt. (Atlan 784)

Auflösungserscheinungen

Am 4. Juli 3820 hielt sich Anima an Bord der STERNSCHNUPPE auf Aklard auf. Sie bereitete Atlan Sorgen. Die Orbiterin gab sich verträumt und sehr verschlossen. Übergangslos erschienen einige der schon seit längerem beobachteten seltsamen Gestalten in der STERNSCHNUPPE. Diese hominiden, jedoch unfertig wirkenden Gesellen ließen sich nicht berühren. Das Material des Mobiliars stellte für sie kein Hindernis dar – sie glitten einfach hindurch. Plötzlich erstrahlte das Licht dunkelrot, wurde schwächer, dumpfe Trommelwirbel ertönten. Die Positronik des Schiffes konnte keine Gefährdung erkennen. Die Einrichtungsgegenstände verfärbten sich und leuchteten in den verschiedensten Farben. Das Grollen verstärkte sich zu einem Donnern, Blitze zuckten, Lichtkugeln zerplatzten zu Farbkaskaden. Atlan zog seinen Strahler und richtete ihn auf die Gestalten. Anima bat ihn, die Waffe nicht abzufeuern. Sie wirkte entspannt. Die unfertigen Geschöpfe verschwanden unter Leucht- und Knalleffekten. Vor den Augen ihrer Gefährten löste sich auch Anima auf. (Atlan 789)

Gefangen auf Tobly-Skan

Es gelang Anima, aus ihrem Gefängnis für einige Zeit zu entkommen. In der Zwischenzeit hatte die STERNENSEGLER die ehemalige Sternenfalle Askyschon-Nurgh hinter sich gelassen und hörte einen Funkspruch zwischen der KARRATOS und einer planetaren Station ab. In einem weiteren verstümmelten Funkspruch wurde Anima erwähnt, die sich an Atlan um Hilfe für alle Gefangenen wendete. Der Standort des Senders konnte von den Modulen des Tigganoi und POSIMOL ermittelt werden. Der Modulmann glaubte an eine Falle. Neithadl-Off drängte darauf, der Freundin zu Hilfe zu kommen, worüber Goman-Largo nicht begeistert war, der lieber der Spur der Agenten vom Orden der Zeitchirurgen gefolgt wäre. (Atlan 794)

Nach der Bruchlandung der STERNENSEGLER auf dem Planeten Flüchtiger Dieb, nahm Anima telepathischen Kontakt auf. Pzankur hielt sie hier auf Tobly-Skan gefangen. Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos drangen in den unterirdischen Stützpunkt ein, wo sie auf Kaytaber trafen. Die beiden von dem Modulmann umprogrammierten Traykon-Roboter gaben an, die »Gefangenen« zu den anderen zu bringen. Einer der Kaytaber warnte noch vor den neuen Sperren, die nach dem Fluchtversuch der Frau aufgebaut worden waren, ehe die Bärenartigen ihren Weg fortsetzten. (Atlan 794)

In einer von mehrfach gestaffelten Schirmfeldern geschützten kleinen Halle überwand Goman-Largo vier der Sperren, ehe er einen schwachen Funkspruch Animas auffing. Ein Spezialroboter versorgte sie dreimal am Tag die Mahlzeiten, immer zur selben Zeit. Zurück bei seinen Gefährten entwickelte der Modulmann den Plan, diesen Spezialroboter umzuprogrammieren und in seinem Inneren Errenos zu verstecken. Der Saltic sollte das innere Energiefeld ausschalten. Der Roboter wurde einem Modul abgefangen und von Goman-Largo umprogrammiert. Errenos versteckte sich im Inneren. Es gelang dem Meisterdieb, den Energieschirm abzuschalten. Allerdings wurde dabei Alarm ausgelöst. Anima und Errenos stießen zu Goman-Largo und Neithadl-Off. Heranstürmende Traykon-Roboter wurden mit den Quintadimwerfern ausgeschaltet. (Atlan 794)

Auf dem Rückweg trafen sie die Stele SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG, die sich auf die Suche nach den Freunden gemacht hatte. Die Verfolger kreisten die Gruppe ein. Goman-Largo setzte einen Hyperfunkspruch ab, den SCHLÜSSEL ZUR WANDLUNG an Tuschkan weiterleitete. Neithadl-Off entdeckte einen uralten Stollen. Die Verfolger waren ihnen dicht auf den Fersen. (Atlan 794)

Gefahren der Unterwelt

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Atlan 795 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Das Höhlensystem, durch das sich Anima, Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos bewegten, schien uralt zu sein. Anima verspürte Gefühle tiefer Trauer und Verzweiflung. Den Ursprungsort vermochte sie nicht zu lokalisieren. Plötzlich wurde Anima von heftigen Stößen getroffen, verlor das Gleichgewicht und stürzte mehrmals zu Boden. Aus dem Boden und den Wänden zuckten dünne, grüne Linien hervor. Das geisterhafte Gespinst hüllte Errenos, Goman-Largo und Neithadl-Off ein und raubte ihnen die Bewegungsfreiheit. Mühsam und schwankend versuchte Anima, dieser Falle zu entkommen. Hinter dem grün leuchtenden Gitter erkannte sie drei Klumpen. Völlig erschöpft versuchte sie ihre Selbstheilungskraft zu aktivieren, stieß dabei aber auf einen inneren Widerstand. Auch eine Änderung ihrer Gestalt funktionierte nicht. Sie konnte ihre derzeitige ideale Gestalt einer Arkonidin (allerdings mit schwarzem Haar) nicht verändern. Ein grüner Blitz schoss auf sie zu und grüne Linien hüllten nun auch Anima ein. (Atlan 795)

Die Vardi spürte, dass irgendetwas an ihrem Kokon schob und zog. Von einem Moment zum anderen verschwand das Gebilde. Anima befand sich in einem Käfig, einem Würfel von drei Metern Kantenlänge und einer massiven Metallplatte als Boden und Decke. Die Wände bestanden aus einem Gewirr von metallenen Ranken mit Blüten und Blättern. Der Käfig stand in einer riesigen Halle, die rohe Felswände, einen unebenen Boden und zwei Eingänge zu dunklen Stollen aufwies. Neben ihrem Gefängnis befanden sich drei weitere Käfige, in denen ihre Gefährten untergebracht waren. Allein Goman-Largo bewegte sich nicht und war auch nicht ansprechbar. (Atlan 795)

Unvermittelt sauste der bisher unter der Decke der Halle auf und ab hüpfende leuchtende Ball in einen der Stollen. Mit hoher Geschwindigkeit rasten ihm die vier Käfige nach. Beschleunigungsphänomene waren von den Gefangenen nicht zu bemerken, obwohl es oftmalige Richtungswechsel gab. Mit einem heftigen Ruck kamen die Käfige zum Stehen. Sie befanden sich wieder in einer fünf Meter hohen Halle, in der der leuchtende Ball unter der Decke hing, zunächst auf und ab hüpfte und schließlich stillstand. Eine primitiv wirkende Maschine kam aus einem der Stollen, kroch durch die Halle und gab den Eingang wieder frei. Die Käfige bewegten sich wieder, diesmal jedoch deutlich langsamer. Sie kamen in einem quadratischen Raum zum Stehen. (Atlan 795)

Goman-Largo war inzwischen wieder handlungsfähig. Neithadl-Off und Errenos begannen ihre Gefährten als unfähig und unwillig zu bezeichnen. Ein handfester Streit drohte auszubrechen. Die beiden versuchten aus ihren Käfigen auszubrechen, schafften es aber nicht. Als Sündenböcke waren schnell Goman-Largo und Anima gefunden, die sich heftigen verbalen Attacken ausgesetzt sahen. (Atlan 795)

Herr des Höhlensystems

Anima verspürte in ihrem Inneren warme, freundliche und beruhigende Gefühle, die in ihr wuchsen und bald über sie hinausreichten. Neithadl-Off und Errenos begannen sich zu beruhigen. Auch Goman-Largo ging es besser. Ein Fremder betrat die Kammer und musterte die Gefangenen. Ein Roboter, der seinem Herrn völlig ähnelte, materialisierte in einem grellen Licht, das von den Punkten der Kombination des Fremden ausging. Mit einem leisen Murmeln verließ der Fremde die Kammer. Auf Krelquanisch hatte er gesagt: »Bald wirst du nicht mehr alleine sein, du Verlorene Seele«. Der schwarze Roboter stand noch reglos im Raum. (Atlan 795)

Die Verlorene Seele kehrte bald zurück. Wortlos starrte der Fremde vor allem Errenos an. Ein blaues Wabern begann den Käfig des Saltic einzuhüllen. Auch die schwarze Maschine wurde von dem blauen Licht umgeben. Errenos brach mit einem Aufschrei zusammen. Das Licht verschwand. Anima erklärte den Meisterdieb für tot. Der Roboter begann sich zu bewegen. Er drehte sich im Kreis, was die Verlorene Seele sichtlich erschreckte. Sie fing den Roboter ab und führte ihn im Kreis herum. Die Maschine bewegte sich immer sicherer und gab nun auch ein unverständliches Murmeln von sich. Der Fremde sagte zu dem Roboter, dass die Verlorene Seele jetzt nicht mehr allein wäre. Der Roboter nannte seinen Namen: Errenos. Die Verlorene Seele hatte das Bewusstsein des Saltic auf den Roboter transferiert. Dartfur, wie sich die Verlorene Seele nannte, kündigte an, dass auch die anderen Gefangenen echte Körper erhielten, wenn sich das »Schlafende Arsenal« aufgefüllt hatte. (Atlan 795)

Anima überprüfte mit ihren Sinnen psionisch Dartfurs Anzug. Sie stellte fest, dass die Verlorene Seele den Körper eines Roboters hatte, sein Geist aber organischen Ursprungs war. Anima empfand Mitleid mit der Verlorenen Seele. Dieses Empfinden wurde immer stärker und schwappte auch auf Goman-Largo und Neithadl-Off über. Die Vigpanderin hatte nun Mitleid mit Errenos. Goman-Largo, sich selbst und auch mit Dartfur. Dieser war verunsichert und ratlos und im Augenblick unfähig, einen weiteren Roboter herbeizurufen. Anima befahl der Verlorenen Seele, sich an die eigene Vergangenheit zu erinnern. Dartfur musste gehorchen. Er bestätigte, dass er den Tausch von Errenos Bewusstsein rückgängig machen konnte. Einige der Punkte auf Dartfurs Anzug begannen zu flimmern. Um den Roboter und dem Käfig entstand ein blaues Leuchten. Als es erloschen war, konnte Anima erreichen, dass Dartfur sie durch eine Lücke aus dem Käfig ließ. Dann verließ die Verlorene Seele die Kammer. Anima betrat durch eine Lücke den Käfig von Errenos. Der Saltic kam wieder zu sich und verließ mit Anima den Käfig. Dartfur kam zurück. Zwischen den Punkten von Dartfurs Anzug und den Teilen des Roboters entstanden dünne Linien, die bald wieder erloschen. Der Roboter war verschwunden. Goman-Largo und Neithadl-Off durften nun auch ihre Käfige verlassen. (Atlan 795)

Pzankurs Schergen

Ein Alarm zeigte Dartfur die Annäherung von Wesen von der Oberfläche Tobly-Skans an. Er beruhigte Anima, dass ihr und ihren beiden Gefährten nichts passieren würde, da kein Weg hierher führte. Nur die Käfige kamen durch, und diese wurden von Dartfur kontrolliert. Die in den Stollen verlaufenden Energiebänder dieser uralten Anlage, auf denen sich die Käfige fortbewegten, vernichteten alles, was sich in den Stollen bewegte. Die fremden Eindringlinge sprengten jedoch eine Kammer, in der eines der Bänder seinen Ursprung hatte, woraufhin das Energieband verschwand und der Stollen frei zugänglich wurde. Dartfur ließ 30 der schwarzen Roboter aus seinem »Schlafenden Arsenal« erscheinen, die Pzankurs Helfer entgegen eilten. Die Roboter wurden vollständig vernichtet. Dartfur wollte selbst gegen die Eindringlinge vorgehen, konnte aber von Anima daran gehindert werden. Die Verlorene Seele war bereit, mit Anima, Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos zu fliehen. Dartfur ließ einen Käfig materialisieren. Mit seinen Passagieren setzte sich der Käfig in Bewegung und raste zum Stützpunkt GLIKK AMUN. Dort stießen sie auf defekte und zerstörte Stahlmänner. Kampfspuren waren überall zu sehen. Ein noch funktionierender Antigravschacht – von Dartfur vor einiger Zeit repariert – brachte die Gruppe in die oberen Bereiche der Station der Hyptons. In der Kommandozentrale funktionierten noch ein großer Bildschirm und ein Normalfunkgerät – ebenfalls von Dartfur repariert. Dem Hyperfunkgerät fehlten ein paar Teile. Auf dem Bildschirm wurden große Gleiter sichtbar, die sich näherten. Dartfur platzierte zwei seltsame Kästen, die einen Schutzschirm aus Mischenergie projizierten mit fünfdimensionaler Struktur und einer psionischen Komponente. Entgegen Goman-Largos Erwartung, konnten Pzankurs Helfer den Schirm nicht überwinden. (Atlan 795)

Pzankur ließ Chipol und Dschadda-Moi nach GLIKK AMUN bringen. Ihnen folgten Bathrer, Daila, Krelquotten und andere Vertreter der verschiedensten Völker. Alle waren mit derben Ketten gefesselt. Sie wurden gezwungen, sich in einer Reihe vor dem Schirm aufzustellen. Hinter jeder Geisel stand ein Bewaffneter. Die Helfer Pzankurs gaben Anima und ihren Gefährten eine Stunde Zeit, sich zu ergeben. Nach Ablauf der Frist würden alle Gefangenen getötet. Anima war bereit, sich in die Gewalt Pzankurs zu begeben, um ihre Freunde zu retten. Dartfur wollte mit ihr gehen. (Atlan 795)

Der Magier

Plötzlich stand Tuschkan mitten in der von Trümmern übersäten Kommandozentrale. Nach einer Berührung seines Gürtels, verschwand der Magier wieder. Die bewaffneten Helfer Pzankurs, die Geschütze und die Gleiter waren ebenfalls verschwunden. Die Gefangenen standen ohne Fesseln bewegungslos da. Alles schien erstarrt zu sein. Die Gefährten verließen die Station. Die Geiseln schüttelten die Erstarrung ab. Plötzlich befanden sich alle im Gebirge nahe dem Stützpunkt. Tuschkan kehrte zurück, mit der Behauptung, dass alle Geiseln auf Tobly-Skan befreit wären. Er hatte auch ein Raumschiff organisiert. Anima und die Gefangenen wollten damit nach Barquass fliegen. Goman-Largo, Neithadl-Off und Errenos gingen an Bord der startbereiten STERNENSEGLER. Als er von einer Zeitgruft hörte, wollte Dartfur sie begleiten. Die MASCAREN wollte ohne den spurlos verschwundenen Fartuloon nach Aklard aufbrechen. Eine Funkverbindung mit Atlan gelang weder Anima noch Goman-Largo. (Atlan 795)

Schemen

Anima und die ehemaligen Gefangenen Pzankurs waren von Tobly-Skan nach Barquass unterwegs. Auf Wunsch Dschadda-Mois wurde der Kurs nach Cirgro geändert. Während des Fluges erschütterten heftige Stöße das Schiff. Eine schemenhafte Gestalt bewegte sich auf die Besatzung zu. Die Bathrer wendeten ihre Psi-Kräfte an, die aber von dem Schemen zurückgeworfen wurden. Einrichtungsgegenstände gingen zu Bruch und im Boden bildete sich ein Riss. Das unbekannte Wesen stürzte sich auf Don Quotte. Der Pelz des Roboters löste sich von dem Robotkörper ab, der auch einen Arm und ein Bein verlor. Mit dem restlichen Körper Don Quottes verschwand der Schemen. Anima ließ den Flug nach Cirgro fortsetzen. Ohne zu wissen, was Anima wirklich wusste und wollte, stimmte Dschadda-Moi der Bitte zu, Anima in das Modell des Berges Cirgrum zu bringen. (Atlan 796)

Bestimmung

Nach der Rückkehr der Chadda nach Cirgro übergab Vetti die Regierungsgewalt an Dschadda-Moi. Die Herrscherin ließ sich mit ihren vier Wesiren, Vetti, Anima, Questror und den übrigen Bathrern aus dem Schiff mit einem Gleiter zum Berg fliegen. Manthey verweigerte Questror den Zutritt in das Modell. Die Steueranlagen im Inneren des Modells waren irreparabel zerstört. Doch Manthey brauchte sie nicht mehr. Das LINK wurde benötigt und Dschadda-Moi musste sich ihrer Aufgabe bewusst werden. Um Manam-Turu vor dem drohenden Zerfall zu retten, durften weder Guray noch EVOLO zu Manthey gelangen. Nach dem Verlassen des Berges stürzte das Gebäude endgültig zusammen und begrub das Modell unter sich. Mit der beinahe bewusstlosen Anima auf den Armen stürmte Dschadda-Moi an den Rand der Stadt der tausend Wunder. Die Chadda wusste nun, dass sie das LINK-Bewusstsein wecken musste. Jeder Krelquotte musste zu einem Fragment-LINK werden. Die Stadt war jedoch wie leergefegt. Dschadda-Moi und Anima trafen auf Burlom, an den, wie auch an alle Bathrer und Krelquotten auf Cirgro, der Ruf ergangen war. Lediglich die Daila waren davon ausgenommen. Bei der Beseitigung des Problems EVOLO würde es zahlreiche LINKS geben, die alle aktiv würden, da die Krelquotten ihre selbstgewählte Isolation aufgegeben hatten. (Atlan 796)

Die Krelquotten hatten sich in der östlich der Stadt liegenden Ebene versammelt. Eine kilometerlange Gasse in das Zentrum der Menge wurde freigelassen. Alle Krelquotten Cirgros waren hier zu finden. Dschadda-Moi begabt sich zum Zentrum der Ebene. Anima blieb zurück. Dschadda-Moi sprach zu ihrem Volk, den Torquanturs. Sie verkündete, dass EVOLO nicht der Feind wäre, der bekämpft werden musste. Es würde aber zu einer Auseinandersetzung mit ihm kommen. Die Krelquotten verfielen in einen eigentümlichen Singsang, in dessen Verlauf ihr Pelz heller wurde und für alle Individuen eine einheitliche Farbe annahm. Anima verstärkte Dschadda-Mois Kräfte. Die Chadda löste sich in Millionen psionischer Teilchen auf, von denen jedes ein winziges Fragment ihres Bewusstseins trug und in die in die Körper der Krelquotten eindrangen. (Atlan 796)

Nach der Auflösung Dschadda-Mois beschäftigte sich Anima mit ihrer neuen Aufgabe als das LINK. Sie war sich sicher, dass EVOLO unbedingt notwendig war, damit die Vardi »normal« werden konnte. Eine ihrer Vermutungen war auch, dass sie die Rolle des Steuer-LINK würde übernehmen müssen. (Atlan 796)

Die Gießkanne

Anima traf bei ihrer Wanderung durch die Stadt der Tausend Wunder, deren Bauwerke wie auch alle anderen auf Cirgro von den Krelquotten zerstört wurden, auf Questror, der bereit war, mit Guray in Verbindung zu treten. Dieser war einverstanden, die Krelquotten und die Bathrer auf Barquass aufzunehmen. Guray übermittelte die psionischen Koordinaten des Planeten. Anima leitete sie umgehend an Vetti weiter. Guray wollte von Anima wissen, wer den verlorenen Bruder – EVOLO – finden konnte. Auch fragte er nach Schutz vor dem Abtrünnigen – Pzankur. Die Vardi hatte keine Antwort. Questror löste sich auf. (Atlan 796)

Anima rief laut nach EVOLO. Das abtrünnige Paket Pzankur griff Cirgro an. Überall tauchten Schemen auf, die sich rasch verfestigten und somit zu einer Gefahr für die Krelquotten wurden. Es gab Tote und Verwundete. Jener Teil Pzankurs, der sich in der Gestalt eines Daila auf Cirgro befand, entdeckte Anima. Die Vardi setzte all ihre Kraft gegen den Pzankur-Teil ein. Der Körper zerfloss, nahm alle möglichen Formen an und verlor einen Teil seiner Substanz. Dann wurde er transparent und unsichtbar. Ein mentaler Hilferuf erreichte Anima. Sie eilte zum Modell des Berges Cirgrum. Die Berieselungsanlage funktionierte nicht mehr und das gläserne Dach war zerbrochen. Der unversehrt gebliebene Berg brauchte unbedingt Wasser. Eine goldgelb leuchtende Gießkanne erschien, die von Anima an einem geborstenen Rohr gefüllt wurde. Wie ein Schwamm saugte der Berg die Flüssigkeit auf. Nach zahlreichen Kannen schleuderte der Berg psionische Eruptionen davon. Die Schemen wurden weggefegt und teilweise in den Wahnsinn getrieben. Nun hatten die Krelquotten genügend Zeit, um in den Raumschiffen der Daila ihre Heimatwelt zu verlassen. Anima war die nächsten Tage damit beschäftigt, den Berg zu gießen. Als der letzte Krelquotte den Planeten verlassen hatte, forderte Manthey Anima auf, an Bord der ZUKUNFTSBOTE zu gehen. (Atlan 796)

Der Weg nach Barquass

Die ZUKUFTSBOTE erreichte Barquass. Die Schiffe der Daila mit den Krelquotten an Bord wurden von Pzankurs Traykon-Schiffen angegriffen. Einen dringenden Anruf von der STERNSCHNUPPE nahm Anima zunächst nicht an. Die ZUKUNFTSBOTE flog jenen Teil der Flotte an, der die Krelquotten aufgenommen hatte. Endlich stellte Anima einen Funkkontakt zu Atlan her. Sie verlangte, dass der Arkonide vorerst nicht eingreifen sollte. Die Krelquotten würden ihre vollen Psi-Kräfte zurückerlangen und könnten sich daher selbst helfen. Mit dem Hinweis, dass sie selbst nicht wüsste, was geschehen würde, schaltete die Vardi ab. (Atlan 796)

Ein psionischer Kampf zwischen den Krelquotten und Pzankur entbrannte. Ein gewaltiger psionischer Blitz entlud sich und ermöglichte der Flotte der Daila mit der ZUKUNFTSBOTE den Durchbruch und die Landung auf Barquass. Die Traykon-Schiffe Pzankurs wendeten sich nun gegen die STERNSCHNUPPE und die Daila-Einheiten mit den Bathrern an Bord. Atlan ordnete den Rückzug an. (Atlan 796)

Anima musste auf Barquass mitansehen, wie die ZUKUNFTSBOTE in einem See verschwand. Chossoph überbrachte die Nachricht, dass EVOLO die psionischen Sperren um Barquass durchbrochen hatte und sich nun auf dem Planeten aufhielt. Anima wusste, dass EVOLO Hilfe suchte. All das in ihm verankerte Übel hatte sich schon längst in Pzankur gesammelt. Anima erhielt von Guray eine Frist von 100 Tagen zugestanden, um ihre Thesen zu beweisen. Chossoph teilte der Vardi auch mit, Atlan einen Besuch abgestattet zu haben, wobei der Arkonide aber nicht allein gewesen war. Ein Unbekannter hatte abgewartet, bis Chossoph wieder gegangen war und hatte sich dann in Atlans Bewusstsein eingeschlichen. (Atlan 799)

Pzankurs Kampf

Nachdem Chossoph gegangen war, versuchte Anima mit Guray, EVOLO und Vetti telepathischen Kontakt aufzunehmen – erfolglos. In einem auf einem Plateau liegenden steinernen Gebäude traf Anima wieder auf Chossoph, der sie aufforderte, ihn in das Bauwerk mitzunehmen. Anima schöpfte Verdacht. Der angebliche Chossoph griff die Orbiterin mit psionischen Impulsen an. Anima, das LINK, wehrte sich nicht gegen Pzankur. Aufgrund der der psionischen Evolution eigenen ewigen Gesetze konnte Pzankur Anima nicht töten. Das Teilwesen Pzankurs änderte erneut seine Gestalt in jene Atlans. Kurz darauf teilte sich Pzankur-C in Atlan und Chossoph. Die beiden Gestalten schleuderten Anima in das grelle Licht am Eingang des Gebäudes. Die Vardi verschwand. (Atlan 799)

Während ihres Sturzes erlebte Anima Pzankurs Trugbilder. Riesige Blütenkelche drohten sie zu verschlingen, ein krokodilähnliches Wesen zog sie in einem Sumpf unter die Wasseroberfläche. Wieder an der Oberfläche, begann sie zu laufen, bis sie in einen leuchtenden Schlund stürzte. Nach einem endlos erscheinenden Fall tauchte sie in absoluter Finsternis in einen Wasserfall ein. Trotzdem konnte sie problemlos atmen – ein weiterer Beweis für die von Pzankur erzeugten Irrealitäten. Das Wasser gefror und verurteilte das LINK zur Bewegungslosigkeit. Als sie die Augen öffnete, fand sich Anima in einem kreisrunden Dom wieder. Neben ihr stand eine abgrundtief hässliche zwergenhafte Gestalt, die Anima eine Waffe übergab. Die Vardi feuerte einen Schuss auf den Zwerg ab. Der Schuss schlug in die Wand ein, ohne der Gestalt Schaden zuzufügen. Der Zwerg verschwand. Chossoph erschien. Anima hatte mit ihrem Schuss Guray verletzt. Obwohl Anima den entstandenen Schaden heilte, zog sich die Entität zurück. Die Vardi befand sich im HEIM DER VOLLENDUNG. Chossoph verschwand wieder. Anima war nun so stark, dass sie die von Pzankur erzeugte fiktive Welt mit ihrem neu gewonnenen Selbstwertgefühl als solche erkennen und ihr Bewusstsein davon abkapseln konnte. Sie erkannte, dass all die Lebewesen, die sie auf ihrem Weg getroffen hatte, sie zu dem LINK hatten werden lassen, zu einem Bindeglied mit anderen Wesen, die ihre psionischen Komponenten im Komplott der Liebe vereinigen wollten. (Atlan 799)

Pzankur setzte seine psionischen Quälereien fort. Die Sinne der Vardi fanden auf der Oberfläche von Barquass das Steuer-LINK. Eine Kontaktaufnahme war jedoch nicht möglich. Pzankur gab schließlich seine Bemühungen auf, Anima in den Wahnsinn zu treiben. Das Psionische Paket versetzte die Orbiterin aber in einen Raum, der hermetisch von der Umwelt abgeschlossen war und den auch Anima mit ihren übersinnlichen Kräften nicht verlassen konnte. Auch von außen drang nichts in diesen Raum. Pzankur hatte Anima isoliert. Ohne ihre Kräfte war das psionische Komplott zum Scheitern verurteilt. Anima blieb nur, auf das Steuer-LINK zu warten, dass sich zu ihr durchkämpfen würde. (Atlan 799)

Der von Pzankur gegen die Umwelt abgeschottete Raum, in dem sich Anima aufhielt, wurde von einer Energiewand in zwei Hälften geteilt. In der für die Vardi nicht zugänglichen Hälfte löste sich die Wand auf und die dahinter liegende Dunkelheit spuckte einen Körper aus – Atlan. Die Energiewand löste sich auf, sodass Anima zu Atlan gelangen konnte. Als der Arkonide zu sich kam, wurde er von der Vardi als Steuer-LINK begrüßt. Sie erklärte Atlan, dass EVOLOS Heilung allein durch das psionische Komplott erfolgen konnte. Dabei würde ein neues Wesen in der psionischen Evolution entstehen. (Atlan 799)

Anima versuchte Atlan auf seine Rolle als Steuer-LINK vorzubereiten. Sie selbst wollte versuchen im Verlauf des psionischen Komplotts »normal« zu werden – arkonidisch. Da dem Steuer-LINK im HEIM DER VOLLENDUNG als Einzigem erlaubt war, Gewalt anzuwenden, feuerte Atlan mit seinem Kombistrahler auf die Wand des Gefängnisses. Doch das von Pzankur erzeugte Sperrfeld absorbierte die Energien. Mit dem Geisterdolch gelang es Atlan, das Sperrfeld teilweise zu beseitigen und die dahinter liegende Wand zu öffnen. In einem kleinen Raum fanden der Arkonide und die Vardi eine drei Meter hohe in mattem Gold glänzende Gestalt, die einem Buddha ähnelte. Die Augen waren geschlossen, zwei Armpaare über dem dicken Bauch verschränkt. Die beiden Gefährten setzten ihren Weg fort. In einem Gang materialisierte Vetti und forderte sie auf, das HEIM DER VOLLENDUNG zu verlassen, um draußen Guray und EVOLO zu treffen. Eine Unmöglichkeit für den Extrasinn. Ein starker mentaler Druck legte sich auf Atlans Bewusstsein. Pzankur-B näherte sich dem Arkoniden. Anima stellte sich zwischen Atlan und dem Krelquotten. Vetti, alias Pzankur-B, zerfloss zu einem grauen Schleier. Atlan stieß mit dem Dolch zu, prallte jedoch gegen ein unsichtbares Hindernis zwischen Anima, der Wolke und ihm. Dharys tauchte auf und griff in die Auseinandersetzung ein. Mit ins Riesenhafte gewachsenen Händen versuchte er, die Wolke einzufangen. Der Daila forderte Atlan und Anima auf, zu verschwinden. Der Geisterdolch schnitt eine Öffnung durch die sie wieder in den labyrinthartigen Teil des HEIMES gelangten. Anima wusste, dass EVOLO Dharys bewusst opferte. In jenem Raum, in dem sie den goldenen Buddha getroffen hatten, schnitt sich Atlan mit dem Dolch durch den Boden. In dem darunter liegenden Ort der Geburt gab es ein naturgetreues Modell der Oberfläche von Barquass. Fumsel erschien und verwandelte sich in einen kleinen goldenen Buddha, und gleich darauf in einen Mini-Ikuser, der zweifelsfrei Jaka Jako glich. (Atlan 799)

Das Komplott der Liebe

Atlan und Anima schwebten mit dem Antigrav durch die Öffnung und landeten in der kreisrunden Halle mit dem großen Tisch, auf dem sich die Landschaft befand. Eine Stimme begrüßte das Steuer-LINK. In der Miniaturlandschaft bildete sich das Plateau mit dem HEIM DER VOLLENDUNG. Da Atlan als Steuer-LINK die Kontrolle über all die übrigen Akteure hatte, verlangte er, dass Fumsel erschien, was augenblicklich geschah. Als er Guray sehen wollte, verwandelte sich die Wildkatze wieder in den kleinen Buddha. Wunschgemäß entstand auch eine Kleinausgabe von Vetti. Jetzt fehlte nur noch EVOLO. Als das Kind erschien, mischte sich Pzankur ein. Das HEIM DER VOLLENDUNG explodierte in der Kunstlandschaft. Die drei Minigestalten verschwanden ebenso wie Anima. (Atlan 799)

Nach dem Ende Pzankurs bildete sich auf einem neu entstandenen Tafelberg das HEIM DER VOLLENDUNG neu. Atlan betrat das HEIM. Er durchquerte im Inneren des Gebäudes eine eigenartige Landschaft, in der er auf zwei Buddha-Gestalten traf – Guray und EVOLO. Anima führte den Arkoniden in den Kuppelsaal des HEIMES DER VOLLENDUNG. Dort bildete sich eine Brücke zwischen Anima und dem Erhalt-LINK. Vetti und EVOLO vereinigten sich. Guray verschmolz ebenfalls mit ihnen. Anima verlor einen Teil ihrer Persönlichkeit. Das psionische Komplott war erfolgreich verlaufen. (Atlan 799)

Das HEIM DER VOLLENDUNG verschwand ebenso wie der Tafelberg. Am Ufer eines kleinen Sees traf Atlan auf spielende Amphibien – Teile von BARQUASS. Die STERNSCHNUPPE holte Atlan ab. Anima, nun nur noch eine normale Arkonidin, begleitete ihn, da, sie sich nun bereit fühlte, ihr weiteres Leben an der Seite Atlans zu verbringen. (Atlan 799)

Die STERNSCHNUPPE mit Atlan, Anima und Chipol startete. Ein Funkspruch rief Atlan in den Sektor Garpand. Dort würde er einen Verwandten von jemanden treffen, den er vor 1414 Jahren in Andromeda auf dem Weg nach Tamanium getroffen hatte. (Atlan 799)

Der Weg nach Tiggan

Am 2. September 3820 um 12:11:19 Uhr erreichte die STERNSCHNUPPE das System Magadan und nahm Kurs auf den vierten Planeten. Von dort wurden Hyperfunkimpulse von geringer Intensität angemessen. Neben einer verfallenen Pyramide setzte der Diskus auf. Der Sender war unter dem Bauwerk geortet worden Ein Gang führte die drei Gefährten zum Eingang einer Zeitgruft, bei der allerdings das typische Lamellenschott als Eingang fehlte. Außerdem schien die Gruft energetisch tot zu sein. Technische Einrichtungen, Markierungen und die Ringkorridore waren nicht vorhanden. In einer riesigen Halle stand ein Time-Shuttle. Anima glaubte den Time-Shuttle zu kennen und mit ihm gemeinsam mit Goman-Largo und Neithadl-Off unterwegs gewesen zu sein. Die junge Frau öffnete ein Schott und ermöglichte so, sich selbst und ihren Begleitern den Zutritt in das zylindrische Transportmittel. Konserven, Nahrungskonzentrate und Ausrüstungsgegenstände untermauerten Animas Aussagen, dass sie diesen Time-Shuttle kannte. Sie verließen das Fahrzeug wieder. In der riesigen Halle entdeckte Chipol einen Memowürfel. (Atlan 801)

Eine Nachricht Tuschkans informierte sie darüber, dass sie mit dem Time-Shuttle zur Zeitgruft von Tiggan und dann in die Zeitfestung reisen sollten. Der Time-Shuttle war vorprogrammiert worden und erreichte selbständig einen Zeitgruft-Operator, der völlig intakt zu sein schien. Die drei Freunde verließen die Kapsel, die in einer engen Röhre steckte. Düsteres lila Licht ballte sich zu Farbwolken zusammen und bildete faserige Schlieren aus. Vor ihnen stand ein weiterer Time-Shuttle. Als sie sich ihm näherten, verschwand das Transportfahrzeug übergangslos. Eine transparente Scheibe verschloss die Röhre. Dahinter war ein milchiges Wallen zu sehen. Doch anscheinend war nur für Atlan der Shuttle verschwunden. Anima und Chipol sahen weiterhin den Ausstieg der Kapsel. Erst als sie sich ihm näherten und die Position des Arkoniden erreichten, war auch für sie die Kapsel weg. Es handelte sich bei dem merkwürdigen Phänomen lediglich um eine optische Spiegelung ihres eigenen Time-Shuttles. Durch Handauflegen öffnete Atlan die durchsichtige Abtrennung des Ganges. Dahinter befand sich ein breiter, in sich gekrümmter Korridor, in allen Rotschattierungen gehalten, die in ständiger Bewegung waren. Anima übernahm die Führung. Es gelang ihr, sich und ihre Begleiter vor Zeitstrudeln, Überlappungen und Einbrüchen zu bewahren und eine transparente Halle zu erreichen. Mit Lichtstrahlen testete Atlan die zahlreichen Ausgänge, ob sich der dahinter liegende Korridor auf der gleichen Realitätsebene befand oder nicht. Sie benutzten den neunten getesteten Gang und ließen sich auch nicht von Erschütterungen und Donnerschlägen aufhalten. Erst eine Wand aus Formenergie stoppte ihren Marsch. Zwei Abzweigungen bildeten sich. Der Unsterbliche entschied sich für den linken Weg. Atlan, Anima und Chipol erreichten wieder die durchsichtige Halle, in die sie der Ringkorridor geführt hatte. Eine Wiederholung ihres Marsches war nicht möglich, da sich der Lichtstrahl im neunten Ausgang nun verformte und verschwand. Die Zeitströmung in dem Gang hatte sich auf ein anderes Niveau verlagert. Jetzt war es das elfte Tor, das in ihrer eigenen Realität weiterführte. Sie gelangten in eine Art Liftkabine, die in halsbrecherischem Tempo nach oben raste. Als der Aufzug zum Stehen kam, befand sich die Gruppe in einem mit Nischen übersäten Raum. Durchsichtige Säulen mit murmelgroßen, verschiedenfarbigen Kugeln in einer wasserähnlichen Substanz lenkten die Lichtstrahlen bogenförmig um sich herum. Nach einigem Suchen fanden sie einen Durchgang, der sie in einen sicheren Korridor führte. Doch nach wenigen Metern begann sich der Gang aufzulösen. Atlan und seine beiden Freunde entkamen dem Zeiteinbruch nur knapp. Erschöpft erreichten sie den Vorhof des Zeitgruft-Operators. Aber das Lamellenschott war geschlossen. Auf Anraten des Logiksektors versetzte sich der Arkonide in Trance. Vor seinem geistigen Auge wurden zwei Kreisflächen sichtbar. Wenn er sich auf das helle Feld konzentrierte, öffnete sich das Lamellenschott und schloss sich bei Konzentration auf das dunkle Feld. Ehe Atlan das Schott nun öffnete, wurden die Schutzanzüge geschlossen und die Flugaggregate aktiviert. Sie schwebten über die Oberfläche eines atmosphärelosen Steinbrockens, der eine gelbgrüne Sonne umkreiste. (Atlan 801)

Atlan entdeckte einen metergroßen Quader, der nur wenige Zentimeter aus dem Boden ragte. Chipol und Anima fanden noch drei weitere Quader, die die Ecken eines Quadrats bildeten. Es handelte sich um Verankerungen für Raumschiffe. Atlan war überzeugt, dass sie sich tief in der Vergangenheit befanden und Tiggan erst besiedelt werden würde. Atlan konnte seine Gefährten überreden, nicht den Weg zurück nach Rawani zu gehen, sondern zu versuchen, die Zeitfestung zu erreichen. Durch einen langgezogenen Korridor und einen senkrecht in die Tiefe führenden Schacht, die sie mit ihren Flugaggregaten überwanden, gelangten sie zu ihrem Time-Shuttle. (Atlan 801)

Module

Nun übernahm Atlan die Steuerung der Zeit-Transfer-Kapsel. Nach dem Experiment befand sich der Time-Shuttle wie von dem Aktivatorträger beabsichtigt, noch immer auf Tiggan. Weitere Simulationen folgten. Ein letzter Versuch sollte die Kapsel in die Zeitfestung bringen. Doch noch bevor er den Startbefehl geben konnte, wurde der Transporter von einem Sog auf eine Nullzeit-Spur gerissen. Am Ziel ihrer Reise verließen sie den Time-Shuttle um herauszufinden, wo sie gelandet waren. Sie befanden sich in einem Zeitgruft-Operator, was die Ringkorridore, der Vorhof und das Lamellenschott bewiesen. Sie betraten eine farbenfrohe Wüste mit bis zu zehn Meter hohen Wanderdünen. Eine geheimnisvolle Sphärenmusik war zu hören. Die 5-D-Schwingungen wirkten sich sowohl auf Lebewesen als auch auf Positroniken aus und versetzten daher Chipol in einen Rauschzustand. (Atlan 801)

Die Freunde landeten und versanken knöcheltief in unterschiedlich geformten und farbigen Gebilden. Anima erkannte in den kleinen Objekten Module. Chipol wurde von dem Modul-Treibsand in die Tiefe gezogen, nachdem er seinen Schutzschirm ausgeschaltet hatte. Mit auf Volllast laufendem Flugaggregat konnte Atlan den Daila langsam aus dem Sand ziehen. Nun musste der Unsterbliche Anima zu Hilfe kommen, die ebenfalls zu versinken drohte. Doch ehe er sie noch erreichen konnte, zischte ein Strahlschuss dicht an ihm vorbei. Anima kam selbst frei, wurde aber von Unbekannten ebenso wie Chipol unter Feuer genommen. Drei unbewaffnete humanoide Gestalten in weißen Overalls tauchten auf. Ihnen folgten drei weitere Paddler, allerdings mit Strahlern bewaffnet. Die Kosmischen Ingenieure zwangen die Freunde, sich in Richtung des Zeitgruft-Operators in Bewegung zu setzen und negierten Atlans Verständigungsversuche mit dem Translator. Erst als der Aktivatorträger den Namen »Kalak« nannte, zeigten die Rotbärte eine heftige Reaktion. Sie umringten den Arkoniden und redeten aufeinander ein. Nun sprach auch endlich der Translator an. Mastrak erklärte, dass Atlan und seine Begleiter für Feinde gehalten worden waren, die es galt, von diesem Planeten zu vertreiben. Er und die Paddler konnten es kaum erwarten, von einem Augenzeugen die Ereignisse der Vergangenheit erzählt zu bekommen. Atlan berichtete von dem Zusammentreffen mit Kalak, von der CREST III, Perry Rhodan, den Terranern und dem Kampf gegen die MdI. Mastrak seinerseits berichtete, dass die Paddler von Unbekannten hierher gebracht worden waren – in die Zeitschule von Rhuf. Atlan war sich sicher, in der Zukunft gelandet zu sein. Mastrak war bereit, die Freunde in die Zeitschule von Rhuf zu bringen. Dort hielt sich in einer Cybermed-Einheit Corloque auf, dessen gesundheitlicher Zustand allerdings bedenklich war. (Atlan 801)

Corloque

Mastrak führte mit seinen Paddlern Atlan, Anima und Chipol in die Zeitschule. Dabei durchquerten sie Korridore und Hallen mit den unterschiedlichsten technischen Anlagen, deren Funktionen ihnen verborgen blieb. Ein den Paddlern bekannter und funktionsfähiger Transmitter ersparte ihnen eine Strecke des Weges zu der Cybermed-Einheit. Nur Atlan und seine beiden Begleiter betraten den Raum, in dem Corloque lag und vollständig von der Einheit umhüllt wurde. Nur der Kopf war frei gelassen. Anima erschrak, da sie glaubte Goman-Largo vor sich zu haben. Der Tigganoi öffnete die Augen und erkannte Atlan. Er forderte den Arkoniden auf, für ihn die Zeitfestung zu suchen. Bis auf die Nachricht mit den Koordinaten Rawanis, die von Tuschkan stammte, waren alle weiteren Hinweise von ihm gewesen und hatten so Atlan zu ihm geführt. Der Sterbende wusste, dass sich Atlan und seine Gefährten hoffnungslos zwischen den Zeitebenen verirrt hatten. Der einzige Weg, in die eigene Realzeit zurückzukehren, führte über die Zeitfestung. Corloque starb. (Atlan 801)

Abenteuer im Intern-Kosmos

Der Arkonide saß zusammen mit Anima und Chipol auf Rhuf fest. Gemeinsam mit den Paddlern wollten sie einen Weg in die Zeitfestung finden, da diese vermutlich die einzige Möglichkeit bot, in die Realzeit zurückzukehren. Atlan stellte ein fünfköpfiges Kommando aus Paddlern zusammen, mit dem er in der Zeitschule nach Informationen suchte. (Atlan 807)

Nach deren Rückkehr aus der Kosmischen Burg des Mächtigen Sethrar trafen sich die 91 Paddler, Atlan, Anima, Chipol und auch Neithadl-Off in einer Adaptionsschleuse im Inneren der Zeitfestung und blickten auf den Intern-Kosmos. Sogar RA-perfekt war in Sichtweite, jedoch gab es keinen Funkkontakt. (Atlan 809)

Als die RA-perfekt schnell zu verblassen begann und verschwand, waren die 91 Paddler von Rhuf, Atlan, Anima und Chipol sichtlich beunruhigt. Neithadl-Off berichtete, dass Goman-Largo unterwegs war, um seine Sternenprinzessin abzuholen. Sie hatte eine kurze Hyperfunkverbindung mit ihrem Modulmann aufgebaut und sendete in regelmäßigen Abständen ein Peilsignal aus, an dem er sich orientieren konnte. Tatsächlich näherte sich der Tigganoi der Adaptionsschleuse mit einem Kleintender der RA-perfekt. (Atlan 809)

Die wartenden Personen waren eindeutig zu viele, um sie alle an Bord des Beibootes unterzubringen, zumal RA-perfekt verschwunden war. So unternahmen Goman-Largo, Atlan, Chipol, Mastrak, Hallan, Perdan, Anima und Neithadl-Off einen Erkundungsflug durch den Intern-Kosmos. Die restlichen Paddler blieben zurück und würden die nähere Umgebung im Inneren der Zeitfestung erkunden. Anima fing Funkwellen auf einer kurzwelligen Normalfrequenz auf. Der RA-perfekt/87-3 Spitzenprodukte flog den Planeten Kristall an. Es wurde festgestellt, dass der Ursprung der Funkimpulse auf dem sonnennäheren Planeten Dusty lag. Auf einer von Geröll übersäten Hochebene wurden zwei Gittermaste einer unterirdisch angelegten Funkanlage entdeckt. Atlan, Chipol, Neithadl-Off und Mastrak verließen das Beiboot in Schutzanzügen. Die Vigpanderin verschaffte sich mit ihrem Quintadimwerfer Zugang zu den unterirdischen Bereichen der Sendeanlage. In einem quadratischen Raum von 30 Metern Höhe entdeckte die Gruppe die Abbildung eines Sternenhimmels, der dicht mit Sonnen, Sternhaufen und Galaxien bedeckt war. In einem weiteren Raum befanden sich Plastiken von Raumschiffen, Gleitern, Strahlwaffen, Raumanzügen und das Modell eines Sonnensystems mit drei Planeten. Im dritten Raum gab es das Standbild eines vierbeinigen, pferdeähnlichen Wesens, das in einen silberfarbenen Raumanzug mit einem großen Helm gehüllt war. Neithadl-Off musste sofort an Nussel denken, das Einhorn von Mohenn. Zwischen den Vorderhufen der Statue lag die verwesende Leiche eines hageren, etwa 2,30 Meter großen Humanoiden. In einer Metallkapsel fanden die Gefährten ein zusammengefaltetes, vergilbtes Blatt Papier mit einer Zeichnung des vierbeinigen Raumfahrers, eines Sonnensystems und mit Koordinaten. Der Kleintender verließ den Planeten und setzte Kurs auf Mystery. (Atlan 809)

Dort wurde eine Schaltanlage für die Programmierung eines Teils des Intern-Kosmos zum Nullzeit-Transfer entdeckt. Doch die Zerstörungen konnten auch die Paddler nicht mehr reparieren. Goman-Largo berechnete einen Punkt, an dem sich die Grenze des Intern-Kosmos befinden musste. Mit mehreren Linearetappen bewegte sich der RA-perfekt/87-3 Spitzenprodukte darauf zu. Sechs Milliarden Kilometer vor dem Kollisionspunkt stürzte der Tender aus dem Linearraum. Er drehte bei und flog in die Tiefen des Intern-Kosmos zurück. In der Korona der Sonne Socket wurde die Station NUTRAK gefunden. Dort führte Neithadl-Off trotz eines Verbots von Atlan heimlich Schaltungen durch, als deren Folge RA-perfekt materialisierte. Raanak nahm Funkkontakt auf. Der Paddler hatte Dartfur beauftragt, die Notschaltstation zu deaktivieren. Atlan konnte den Befehl nicht mehr widerrufen. Ein überlichtschneller Energiestrahl raste von Socket auf die NUTRAK zu und hüllte das Schaltpult ein, an dem die Vigpanderin gearbeitet hatte. Goman-Largo und Mastrak wurden etliche Meter weggeschleudert. Atlan und Neithadl-Off waren spurlos verschwunden. (Atlan 809)

Goman-Largo, Anima und Raanak machten sich auf, um mit einem Time-Shuttle nach den Vermissten zu suchen. Sie waren tagelang von einem Zeitgruft-Operator zum anderen unterwegs, um Atlan und Neithadl-Off zu finden Auf dem Planeten Rhuf wurden sie fündig. Der Arkonide und Neithadl-Off gingen an Bord des Shuttles. Mit dem Time-Shuttle wollten die Gefährten in die Zeitfestung zurückkehren. (Atlan 810)

Der Arkonide und die Vigpanderin wurden von Goman-Largo, Raanak und Anima mit einem Time-Shuttle auf Rhuf gefunden. (Atlan 810) Gemeinsam kehrten sie zur RA-perfekt zurück, wobei die STERNSCHNUPPE im Schlepptau des Shuttles flog. (Atlan 812)

Die STERNSCHNUPPE war jedoch verschwunden. Mit einem Tender der RA-perfekt machten sich Raanak, Atlan, Anima, Chipol, Goman-Largo und Neithadl-Off auf die Suche nach Dartfur und der STERNSCHNUPPE. Der Blitzmonteur übermittelte Atlan jenen Funkspruch, den er beim Auftauchen von Blödels Magengrube empfangen hatte. Über eine Adaptionsschleuse flog die STERNSCHNUPPE einige Zeit später in den Intern-Kosmos ein. Antriebs- und steuerlos torkelte sie durch den Leerraum, jedoch in den Schutzschirm gehüllt. In Raumanzügen setzten Atlan, Anima und Chipol vom Tender über. Erst im letzten Moment schaltete die STERNSCHNUPPE den Schirm ab. Das Schiff erstattete Bericht. Die Zeitfestung hatte sich gegen das Eindringen der SCHNUPPE als Fremdkörper gewehrt. (Atlan 812)

Ankunft in Alkordoom

Mit der STERNSCHNUPPE kehrten Atlan und seine Begleiter zur RA-perfekt zurück. Mit Atlan, Anima, Chipol, Goman-Largo und Neithadl-Off startete die STERNSCHNUPPE. Raanak aktivierte von der Werftplattform aus den Nullzeit-Transfer. Die SCHNUPPE kam wohlbehalten am Rand Alkordooms an. Während das Diskusschiff auftankte, griffen Schiffe fremdartiger Bauweisen und Energiephänomene an. Ein Linearmanöver über 1000 Lichtjahre schuf Erleichterung. Allerdings materialisierten zahlreiche schattenartige Gestalten in der Zentrale, die sofort angriffen. Ein neuerliches Linearmanöver brachte die STERNSCHNUPPE in das Innere der Galaxie. Die Schemen lösten sich auf. Atlan ordnete an, Kurs auf Crynn zu nehmen. Das Schiff landete beim Pyramidon. Nach einem gegenseitigen Informationsaustausch traf auch die VIRGINIA III mit der Nachricht ein, dass neben Sarah Briggs auch Arien Richardson verschwunden war. Die STERNSCHNUPPE verließ gemeinsam mit der VIRGINIA III Crynn und setzte Kurs auf New Marion. (Atlan 812)

Doppelgänger

Nach der Landung der STERNSCHNUPPE auf New Marion zogen es Chipol und Anima vor, an Bord bleiben. Als die Regierungsmitglieder im Volksthing wegen der andauernden Gefahr durch auf New Marion aufgetauchte Doppelgänger zunehmend unruhig wurden und Atlan mit der Lösung des Problems zu beschäftigt war, vor dem Thing zu sprechen, erklärte sich Anima bereit, für den Arkoniden einzuspringen. Geduldig beantwortete sie die Fragen, während Chipol, der sie begleitete, auf Nachrichten wartete. Schließlich erfuhr der Daila, dass Atlan und Goman-Largo mithilfe von Funkimpulsen eines erbeuteten Steuergerätes einen Ort hatten anpeilen können, an dem sie den Feind vermuteten. Rob Lorenzen brachte Anima und Chipol an Bord seines Kampfgleiters DRAGON zurück zur STERNSCHNUPPE, wo sie bereits von Atlan und Flora Almuth erwartet wurden. Nach der Ausschaltung der Doppelgänger stellte sich das nächste Ziel der STERNSCHNUPPE heraus – das DOMIUM. (Atlan 814)

Zwischenstation APSIDION

Im November 3820 erreichte die STERNSCHNUPPE das APSIDION. Ein blaues Leuchten erfüllte den Raum, das auch in die STERNSCHNUPPE eindrang, die Zeit anzapfte und sich dadurch selbst regenerierte. Als Auswirkung verlangsamte sich der Zeitablauf im Bereich des blauen Leuchtens. Plötzlich sprach das Funkgerät an. Geselle meldete sich und warnte vor der großen Gefahr, in einem Stasisfeld eingefroren zu werden. Der Roboter riet dazu, die beiden Kapseln aus der RA-perfekt zu benutzen. Atlan, Anima, Chipol, Neithadl-Off und Goman-Largo begaben sich in diese Kapseln. Die STERNSCHNUPPE blieb im Stasisfeld im APSIDION zurück. (Atlan 815)

Im Dynamo-System

Eigentlich sollte ihre Flucht im Intern-Kosmos der Zeitfestung, genauer an Bord der RA-perfekt, enden. Stattdessen fanden sich die Gefährten in einem unbekannten Teil des Universums wieder. Sie konnten nicht einmal sagen um welche Galaxie es sich handelte. Die Kapselbesatzungen orteten nach einiger Zeit 6-D-Potentiale aus dem System der Sonne Big Sister. Die beiden RA-perfekt-Kapseln drangen in die Lufthülle des Planeten Little Brother ein, nachdem kurz zuvor die 6-D-Potentiale schwere Schäden angerichtet hatten. Die Kapseln wurden von gewaltigen gesteuerten Blitzen getroffen. Dieser Belastung waren die Schutzschirme nicht mehr gewachsen. Bei Atlans Kapsel versagten die Triebwerke. Der Arkonide, Chipol und Anima stiegen in 5000 Metern Höhe mit ihren Raumanzügen aus. Auch Neithadl-Off und Goman-Largo mussten die zweite Kapsel verlassen. (Atlan 816)

Neithadl-Off entdeckte eine Ansammlung würfelförmiger Gebäude, in deren Nähe sich die Schiffbrüchigen in einer Höhle trafen. Umfangreiche Antennenanlagen auf den Dächern ließen auf eine hochstehende Technik schließen. Gleich darauf zeigte sich ein Bewohner des Planeten, ein quallenartiges Wesen schwebte im Schutz eines Energieschirms in geringer Entfernung vorbei und verschwand in der Station. Goman-Largo schickte einige seiner Module zur Erkundung aus. Es stellte sich heraus, dass die Quallenwesen sich als Cransurger bezeichneten und Alkordisch sprachen. Während einer Unterhaltung fiel unter anderem der Begriff Dulugshur. Die Module konnten auch herausfinden, dass die Planetarier über Psi-Fähigkeiten verfügten und dass sich in rund einhundert Kilometern Entfernung eine deutlich größere Station befand. Dorthin machten die fünf Gestrandeten sich auf. (Atlan 816)

Invasionsvorbereitungen

Als sie die große Ansammlung kubischer Gebäude erreichten, landeten sie erneut auf einem Dach. Goman-Largo schickte wieder einige Module voraus, die in Erfahrung brachten, dass die Station von einem Zgmahkonen namens Nogurschan geleitet wurde. Plötzlich strömten einige Dutzend Roboter aus den Gebäuden, es kam zu einem Feuergefecht. Die angreifenden Maschinen wurden vernichtend geschlagen. Wütend wegen dieses Fehlschlags schickte Nogurschan fünfzig Cransurger aus. Wenngleich die Quallenwesen über keine Kampferfahrung verfügten, sollten sie als natürliche Multidimschalter in der Lage sein, die Fremden zu töten, so meinte er. Während sie von den Cransurgern mit Blitzen attackiert wurden, gelang es Atlan und seinen Leuten, das Chaos des Kampfes zu nutzen und in die Station einzudringen. Die einzelnen Gebäude waren durch ein Labyrinth unterirdischer Röhren verbunden. Auf dem Weg in das Hauptgebäude wurden die Eindringlinge immer wieder in Kämpfe verwickelt, konnten sich aber letztendlich durchsetzen. (Atlan 816)

Goman-Largo fand mithilfe seiner Module heraus, dass sie sich in einer Gegenpolstation befanden, mit dieser sollte der Invasionsflotte Dulugshurs der Weg nach Manam-Turu bereitet werden. Dafür sprach auch die Vielzahl komplizierter Gerätschaften zur Kontrolle multidimensionaler Energien, die von den Cransurgern virtuos bedient wurden. Außerdem hatte Nogurschan einen Verbündeten, einen Saboteur im Intern-Kosmos. Dieser hatte offenbar im falschen Moment den Zeitfaden unterbrochen, und damit die beiden Zeitkapseln in der Nähe dieser Station stranden lassen. (Atlan 816)

Als Goman-Largo nach einiger Zeit ermittelte, dass die Roboter zentral gesteuert wurden, ließ er diese Steuerung von seinen Modulen umprogrammieren. Die Maschinen erhielten den Befehl, Nogurschan festzusetzen. Sie benötigten nicht lange, dies in die Tat umzusetzen. Daraufhin stellten auch die Cransurger ihre Kampfhandlungen ein. Atlan und seine Begleiter erreichten schließlich Nogurschans Wohnbereich, wo der Zgmahkone von seinen eigenen Robotern festgehalten wurde. Die Eindringlinge nutzten die Gelegenheit sich zu erfrischen. Plötzlich schlug ein Transmitter Alarm. Raanak hatte den Zeitgruft-Operator erreicht, von dort gab es eine Transmitterverbindung nach Rutensteine. (Atlan 816)

Während der Paddler sich mit Anima, Neithadl-Off und Chipol auf den Weg zum Time-Shuttle machte, entschlossen sich die Cransurger endlich einzugreifen. Sie befreiten Nogurschan, der daraufhin den »Totalen Befehl« gab. Die Multidimschalter sollten den Weg für Dulugshur öffnen. Atlan und der Modulmann waren unterdessen in der Zentrale, um dort noch möglichst große Schäden anzurichten. Als sie mit ihren Quintadimwerfern Teile der Einrichtung in den Hyperraum schleuderten, wurden sie plötzlich von Nogurschan beschossen. Die beiden flüchteten zum Transmitter. Als alle im Time-Shuttle versammelt waren, beobachteten sie, wie sich gewaltige Energiemengen zwischen Big Sister und Little Brother austobten. Der Planet war den Gewalten nicht lange gewachsen, er wurde zerstört. (Atlan 816)

Rückreise

Die Rückreise zum Intern-Kosmos erwies sich vermutlich wegen der freigewordenen Energien als äußerst anstrengend für den Piloten des Time-Shuttles, so dass Raanak beschloss, einen Zwischenstopp einzulegen um sich zu erholen. In einer Fantasiewelt, einem Knotenpunkt der Verbindungen zwischen den Zeitgruft-Operatoren, kam der Shuttle zum Stehen. Die Insassen des Time-Shuttles begannen nach einigen Stunden Pause damit, ihre Umgebung zu erkunden. Sie befanden sich anscheinend auf einem Asteroiden, der aber über eine atembare Atmosphäre ebenso verfügte wie über die gewohnte Schwerkraft. Statuen unbekannter Personen standen verteilt in einem parkähnlichen Gelände. Eine große Steinplatte mit einer Vielzahl merkwürdiger Symbole gab den Reisenden Rätsel auf. Atlan erinnerte sich, in Tharn Corm-City eine ähnliche Parklandschaft gesehen zu haben. Dann entdeckten Atlan und Anima Säulen, die ihnen bekannte Personen darstellten, Colemayn, Geselle, Raanak und auch Goman-Largo. Auch Skulpturen eines Einhorns und eines Zgmahkonen waren vorhanden. Eine Erklärung für diese Funde gab es nicht. Atlan entschied, die Reise fortzusetzen. (Atlan 816)

Falsches Ziel

Die Reise des Time-Shuttles endete nicht wie geplant in der RA-perfekt, sondern in einer Halle innerhalb der Zeitfestung. Ein eher harmlos aussehender Roboter näherte sich dem Shuttle. Atlan, Anima, Goman-Largo, Neithadl-Off und Chipol verließen die Zeit-Fähre. Raanak, der den Shuttle gesteuert hatte, war verschwunden. Atlan schloss blitzschnell, dass sie angegriffen wurden. Er konnte seine Gefährten gerade noch aus der Halle schicken, schaffte es aber nicht mehr, hinter sich ein Schott zu schließen. Die Transfer-Kapsel verging in einer heftigen Explosion. Der Aktivatorträger und seine Begleiter hatten es nur ihren Schutzschirmen zu verdanken, dass die folgende Druckwelle sie nicht an einer Wand zerschmetterte. Die Druckwelle raubte den Gefährten aber das Bewusstsein. Raanak, der der Explosion entging, kümmerte sich um sie. Der Paddler berichtete, dass er die von dem Roboter ausgehende Gefahr rechtzeitig erkannt hatte. Er hatte sich in das Innere der Maschine begeben, wo er positronisch gesteuerte Kompensatorfelder manipulierte. Das führte zur vorzeitigen Explosion. Die Verteidigungspositronik der Zeitfestung hatte das Time-Shuttle als unbefugten Eindringling identifiziert und daraufhin entsprechende Abwehrmaßnahmen eingeleitet. (Atlan 817)

Verteidigungsmaßnahmen

Mit Atlan an der Spitze verließen sie die riesige Halle. Da die Verteidigungspositronik erkannte, dass ihr Vorhaben fehlgeschlagen war, ergriff sie weitere Maßnahmen. Ein sich plötzlich aufbauendes Energie-Potential sorgte, dass das Licht erlosch, die IV-Schirme zusammenbrachen und die Antriebsaggregate ausfielen. Die Gefährten machten Bekanntschaft mit dem Boden. Die Dunkelheit wich. Sowohl die Gravojet-Aggregate als auch die Schutzschirme nahmen ihre Arbeit wieder auf. Halborganische Roboter tauchten unvermittelt auf. Das Feuer aus den Strahlwaffen blieb wirkungslos. Die tentakelähnlichen Arme der Roboter trafen Atlan und Chipol mit extremer Wucht. Die beiden brachten auch Anima und Raanak zu Fall. Die Quintadimwerfer von Goman-Largo und Neithadl-Off lösten die Bio-Automaten mit den skelettierten Echsenschädeln auf. Doch jeder verschwundene Kämpfer wurde sofort ersetzt. Goman-Largo erkannte, dass die Angreifer durch 5-D-Reflektionsfelder geschützt wurden. Atlan ließ die IV-Schirme abschalten. Nun setzten die Bio-Roboter manipulierte Schocker ein. Atlan, Anima und Chipol gingen unter den schmerzhaften Stromstößen in die Knie, während Goman-Largo, Neithadl-Off und Raanak lediglich ein unangenehmes Kribbeln spürten. Durch einen Raum mit zwei Ausgängen gelang es, aus dem Gefahrenbereich zu entkommen. Der Angriff der Roboter war jedoch eine Finte. Die Sicherheitsautomatik der Zeitfestung vermutete inzwischen einen Zusammenhang zwischen den Fremden und einem Eindringling in den Intern-Kosmos. Einer der Roboter kam für einen Moment dicht bei Atlan aus der Wand. Im Auftrag einer Kontrolleinheit der Zeitfestung analysierte er den Ablauf der ana- und katabolischen Prozesse im Körper des Arkoniden. Die Züchtung von Viren wurde begonnen, die zu winzigen Kristallgeschossen umgeformt wurden. Der Plan der Kontrolleinheit ging in die dritte Phase. Nach der Abschaltung der IV-Schirme und der Herstellung der Viren sollten die sechs Eindringlinge infiziert werden. Als die halborganischen Maschinen wieder auftauchten, ließ Atlan die Waffen auf Paralysatorstrahlung umstellen. Die Roboter wurden in ihren Bewegungen zwar deutlich langsamer, blieben aber handlungsfähig. Die Gefährten flüchteten aus dem Raum. Nach einigen hundert Metern erschienen groteske Gestalten, die mit altertümlich aussehenden Waffen, die abgesägten Schrotflinten ähnelten, angriffen. Sie verschossen die kristallisierten Viren. Das einzige Ziel war Atlan, was allerdings unbemerkt blieb. Durch die Atemluft gelangten die Viren in den Körper des Arkoniden. (Atlan 817)

Die Sicherheitsautomatik ließ die Besatzung des Time-Shuttles in Richtung Intern-Kosmos dirigieren. Obwohl Atlan eine gewisse Zurückhaltung der Angreifer bemerkte, wusste er nicht, was er davon halten sollte. Bald erreichten sie eine Adaptionsschleuse, wo sie von der RA-perfekt aufgenommen wurden. (Atlan 817)

Zurück in Alkordoom

Nach einer Erholungsphase wurde ein Flug mit der RANIKI zum DOMIUM vorbereitet. Die Paddler begannen, den Intern-Kosmos so zu schalten, dass ein Nullzeit-Transfer zwischen Manam-Turu und Alkordoom möglich wurde. Raanak blieb in der RA-perfekt zurück. (Atlan 817)

Ein Hyperfunkspruch an Colemayn wurde auf allen Frequenzen und in alle Richtungen abgestrahlt. Die RANIKI erreichte das DOMIUM. Sie landete in einer etwa 120 Meter durchmessenden Halle. Der Sauerstoffgehalt in dem Hangar war ausreichend, die Temperatur lag bei 21,1 Grad Celsius. Nach einer Wartezeit verließen die Gefährten das Expeditionsschiff. In einem mit Regalen vollgestopften Raum, der anscheinend als Depot und Werkstatt diente, trafen sie auf Geselle, der Atlan stürmisch begrüßte. Der Roboter war auf der Suche nach einem Raumschiff. Er berichtete, dass alle Sicherheitseinrichtungen gleichzeitig ausgefallen waren, wodurch er fliehen konnte. Geselle bestätigte, dass sie sich im DOMIUM aufhielten. Er erzählte auch von einem Ferntransmitter und wollte bei einer Erkundung des DOMIUMS behilflich sein. Der Extrasinn des Arkoniden warnte Atlan vor allzu viel Vertrauen in den Roboter. Der Logiksektor riet, Grüße von Hage Nockemann auszurichten und die Reaktion zu beobachten. Tatsächlich ging Geselle auf eine Bemerkung über Nockemann gar nicht ein. Atlan stieß einen lauten Warnruf aus, dass sie sich von einem Doppelgänger hatten täuschen lassen. Fesselfelder hüllten die Gefährten ein. Die Kopie Geselles teilte mit, dass der echte Roboter eingesperrt war und er nur dazu da war, sie in eine Falle zu locken. Sie wurden in Einzelzellen gesperrt. Dartfur konnte sich bald aus seinem Gefängnis befreien. Auf dem Weg zur Zentrale des DOMIUMS begegnete er einem synthetischen Vogelwesen, Das zwar misstrauische, aber dennoch redselige Wesen berichtete von einem geheimen Ferntransmitter. Dartfur entdeckte eine Art Kommunikationszentrum mir Normal-, Hyperfunk und einem Dakkarkom. Über Interkom gelang es dem Blitzmonteur eine Verbindung mit der Zentrale herzustellen. So hörte er mit, dass Geselle über die Inhaftierung Atlans und dessen Begleiter in Kenntnis gesetzt worden war. Ein Modul Goman-Largos kannte die Lage der Zellen der Inhaftierten und auch den Standort des Ferntransmitters. Mit diesem Wissen konnte Dartfur den Rückweg antreten. (Atlan 817)

Prüfung

Derart informiert befreite der Paddler-Robot zunächst Goman-Largo. Anschließend suchten die beiden Atlan in dessen Zelle auf. Dort besprachen sie das weitere Vorgehen. Mithilfe des Schlafenden Arsenals war es ein Leichtes für Dartfur alle Gefangenen zu befreien und ihnen ihre Waffen zu besorgen. Goman-Largo wollte die Gruppe zur Zelle Geselles führen. Doch Kampfroboter versperrten ihnen den Weg. Es blieb nur noch übrig die Waffen wegzulegen und sich zu ergeben. Seltsamerweise reagierten die Angreifer völlig irrational. Ein Teil verharrte bewegungslos, manche torkelten ziellos umher, andere ruckten vor und zurück. Völlig verblüfft nahmen die Eindringlinge ihre Waffen wieder auf und setzten ihren Weg fort. (Atlan 817)

Was sie nicht wissen konnten war, dass die biologischen Komponenten der Roboter sehr empfindlich auf die von der Zeitfestung eingeschleppten Viren reagierten. Viren, die so genau auf Atlan abgestimmt waren, dass sie seine Begleiter nicht infizierten. Goman-Largo, Neithadl-Off, die Paddler und Anima hatten einen deutlich abweichenden Metabolismus. Der Arkonide war als Aktivatorträger ohnehin immun. Die biologische Komponente der Roboter im DOMIUM reagierte durch ihren vereinfachten Metabolismus auf die Erreger. Das Bioplasma verfiel ins Koma und blockierte dadurch die Positronik. So war kein Roboter im DOMIUM mehr handlungsfähig. Die Module des Tigganoi hatten bei ihrer Erkundung ermittelt, wo der echte Geselle untergebracht war. Auch dieser wurde befreit – und von Atlan einer kurzen Prüfung unterzogen. Er fragte den Roboter nach Merlitong, was Geselle mit »Schwiegermutter« beantwortete. Nun stand seiner Befreiung nichts mehr im Wege. (Atlan 817)

Etwas später erreichten Atlan und seine Gefährten den Ferntransmitter. Goman-Largo, Geselle und der Blitzmonteur benötigten mehr als eine Stunde, um das Gerät für das Ziel APSIDION sendebereit zu machen. Anschließend machte sich Dartfur allein auf den Weg zur RANIKI. Er konnte das ihm anvertraute Schiff nicht zurück lassen. Kurz bevor der Rest der Gruppe abgestrahlt wurde, bemerkte Atlan, dass die Zielkoordinaten geändert wurden. (Atlan 817)

Fehlsprung

Goman-Largo, Neithadl-Off, Atlan, Anima und Chipol sowie Geselle materialisierten in einer Transmitterstation auf einer unbekannten Welt und nicht wie geplant im APSIDION. Eine freundliche, Krelquanisch sprechende Stimme, die direkt aus der Luft zu kommen schien, hieß die Neuankömmlinge auf Läveress, der Welt des ewigen Lebens, willkommen. Ihre einzige Chance zu überleben, läge darin, binnen drei Tagen die Unsterblichkeit zu erlangen oder zumindest das MEGANOM zu erreichen. Mit sanfter Gewalt wurden die sechs Gefährten aus der Transmitterstation befördert. Sie fanden sich auf einer Welt aus Stahl wieder. Hinter ihnen hüllte sich die Station in Nebel, um anschließend spurlos zu verschwinden. (Atlan 818)

Welt aus Stahl

Als sie etwa eine Stunde mit den Gravo-Jets geflogen waren, nahm etwas wahr. Sie spürte etwas Lebendiges, ohne diesen Eindruck präzisieren zu können. An der von der Vigpanderin bezeichneten Stelle fand sich eine Struktur im Stahl, die entfernt an eine Stadt erinnerte. Kurz nachdem Atlan, Anima und Chipol gelandet waren, begann der Stahl sich zu bewegen. Schichtweise, Zentimeter für Zentimeter, verschwand der Boden. Chipol versuchte davonzufliegen, stürzte aber sofort wieder ab. Sie mussten klettern, doch immer wieder rutschten sie zurück. Irgendwann begann sich über ihnen eine Decke zu bilden, die Wände kamen immer näher. Als alles verloren schien, zogen sich die Wände plötzlich zurück, die Falle öffnete sich. Anima bemerkte einen Riss an Atlans Kombination, genau über dem Zellaktivator, als hätte der Stahl ihn daran als Unsterblichen – und damit anscheinend Unantastbaren – erkannt. (Atlan 818)

Tod auf der Aktivatorwelt

Neithadl-Off ging noch einmal in sich und spürte dem Leben nach, das sie zu fühlen glaubte. Sie behauptete anschließend, die Essenz von Millionen Lebewesen, oder mehr, steckte in dem Stahl des Planeten. Einige Stunden später flogen der Arkonide und seine Gefährten weiter. Nach einiger Zeit trafen sie auf eine Gruppe von fünf Fremden. Atlan kam ihnen nahe genug um zu erkennen, dass sie Zellaktivatoren um den Hals trugen. Als man ihn bemerkte, zogen die Fremden Waffen und eröffneten sofort das Feuer. Der Arkonide floh. Bei der Verfolgung gerieten die Unbekannten in eine Falle des Stahlplaneten, auch unter ihnen verschwand der Boden. Atlan und seine Begleiter konnten nur einem der Fremden helfen. Schwer verletzt brachten sie ihn aus der Gefahrenzone. Als sie später die Stelle untersuchten, war sie um etwa einen halben Zentimeter gewachsen und etwas wärmer als die Umgebung. Ansonsten gab es keine Spur von den Opfern. (Atlan 818)

Der Gerettete war ein Kerniktor und berichtete von einem Berg, auf dem es tausende und abertausende von Zellaktivatoren gab, aber nur einen pro Person. Kurz darauf erlag er seinen Verletzungen. Die Gruppe untersuchte den Zellaktivator des Toten und bemerkte eine belebende Wirkung. Für Atlan fühlte sich die Strahlung des fremden Aktivators anders an als gewohnt, irgendwie künstlich. In Ermangelung eines besseren Zieles beschlossen die sechs, den Berg zu suchen. (Atlan 818)

Testwelt

Die Frist von drei Tagen war fast abgelaufen, als die sechs Gefährten sich ihrem Ziel schließlich näherten. Eine kleine Streitmacht aus Kerniktors mit Fahrzeugen und Geschützen erwartete sie vor dem Berg. Plötzlich erklang wieder die bereits bekannte Stimme und teilte ihnen wiederum auf Krelquanisch mit, dass ihre Zeit abgelaufen wäre. Auch erfuhren sie, dass Läveress nur eine Testwelt war, die Zellaktivatoren verlören nach einiger Zeit ihre Wirkung. Sie hätten aber verabsäumt, in den Besitz solcher Geräte zu gelangen. Die Geräte hätten ihnen erlaubt, die echte Welt des ewigen Lebens aufzusuchen. Zu guter Letzt beschuldigte die Stimme sie, Frevler zu sein und Feinde des Guten, das sich gegen die finstere Herrschaft der Kosmokraten erhob. Das Urteil für diese Vergehen lautete auf Tod und würde umgehend vollstreckt. Ein Gong beendete die Ansprache, die Kerniktors griffen an. (Atlan 818)

Atlan und seine Gefährten versuchten ihren Gegnern zu entkommen, sie hielten sich dicht am Berg, jede Deckung nutzend. Ihre Gravo-Jets hatten aufgehört zu funktionieren, sie mussten also klettern. Plötzlich tauchte ein Raumschiff am Himmel auf – es war die RANIKI. Sie gingen an Bord. Das Schiff wurde von den Viren, mit denen sie in der Zeitfestung infiziert worden waren, gereinigt und es ging weiter Richtung Nukleus. (Atlan 818)

Ausflug in die Vergangenheit

Ende Dezember 3820 wurde die STERNSCHNUPPE an die RANIKI angekoppelt. Das Beiboot der RA-perfekt ging dann in den Linearflug über. Das Ziel des Schiffsverbundes war ein Sektor im Nukleus, in der sich die HORNISSE zuletzt befunden hatte. Gerade als sie meinten, das gesuchte Schiff geortet zu haben, wurde die STERNSCHNUPPE einschließlich der RANIKI von einem unbekannten Einfluss in den Intern-Kosmos der Zeitfestung versetzt. Ein Kontakt mit der HORNISSE war nicht mehr zustande gekommen. (Atlan 823)

Ein Versuch Dartfurs, die Paddlerwerft RA-perfekt über Hyperfunk zu erreichen schlug fehl, die Plattform war offenbar verschwunden. Kurz darauf meldete die STERNSCHNUPPE, dass auch die rote Sonne im Mittelpunkt des Intern-Kosmos nicht vorhanden war. Messungen ergaben, dass sie noch nicht existierte. Die STERNSCHNUPPE und ihre Besatzung waren in einer fernen Vergangenheit gestrandet, vermutlich einige Jahrtausende vor ihrer Realzeit. (Atlan 823)

Atlan entschied, als nächstes Mystery anzufliegen. Der Planet wies eine deutlich höhere energetische Aktivität auf als in der Relativzukunft. Auch der Mond war ein anderer, jedoch war er genau wie später Temoau durch einen hyperenergetischen Schlauch mit Mystery verbunden. (Atlan 823)

Nachdem ein Kontaktversuch fehlgeschlagen war, ordnete Atlan trotz möglicher Gefahren an, auf einem Raumhafen zu landen. Die RANIKI folgte, gesteuert von Dartfur und mit Goman-Largo sowie Chipol an Bord. (Atlan 823)

Als sie sich im Landeanflug befanden, gerieten die beiden Raumschiffe unter Beschuss. Die STERNSCHNUPPE musste stark beschädigt auf einer metallenen Fläche hinter einem Wald notlanden. Mit Bordmitteln war an eine Reparatur nicht zu denken. Atlan und Anima verließen das Schiff und erkundeten die Umgebung mit ihren Flugaggregaten. Die beiden wurden bald von Robotern beschossen und in der Folge voneinander getrennt. Als Atlan Schutz zwischen zwei Gebäuden suchte, bemerkte er eine silbrig schimmernde Gestalt – Tengri Lethos, wie der Arkonide glaubte. Kurze Zeit später fand sich er sich allerdings auf ein anderes Energieniveau versetzt und wusste, dass er sich geirrt hatte. (Atlan 823)

Todeslabyrinth

Auf der Suche nach Goman-Largo erreichte die STERNSCHNUPPE einen Planeten. Auf Vorschlag von Neithadl-Off wurde er Nimroy genannt. Untersuchungen ergaben, dass zumindest die 34 Raumschiffe der Metagyrrus, denen der Modulmann gefolgt war, auf dieser Welt gelandet waren. Weitergehende Messungen ließen schließlich vermuten, dass die Kapsel des Tigganois von Tuschkans Sphäre aufgegriffen wurde. Wahrscheinlich hatten die beiden die Jagd nach den Zeitchirurgen dann gemeinsam fortgesetzt. (Atlan 825)

Die gesamte Oberfläche Nimroys war in eine wabenförmige Struktur unterteilt. Fünfdimensionale Schockfronten umliefen den Planeten in unregelmäßigen Abständen und ließen eine Landung mit der STERNSCHNUPPE zu riskant erscheinen, deshalb sprangen Atlan, Anima, Chipol sowie Neithadl-Off und Dartfur aus niedrigem Orbit ab und gingen mit ihren Gravojets langsam tiefer. (Atlan 825)

Die fünf landeten innerhalb einer Wabe, die von einer Steinmauer umgeben war. Bei der Suche nach einer Öffnung in der Mauer, geriet Atlan in eine Falle, konnte diese jedoch entschärfen. Anschließend öffnete sich ein Durchgang, schloss sich allerdings wieder, sobald die Gruppe hindurch gegangen war. Als Atlan ein Relief berührte, löste er einen Transmittersprung aus. Er materialisierte in einer einfachen Hütte. Das primitive Gebäude gehörte zu einem kleinen Dorf, das von Reptilienwesen bewohnt wurde. Auch die Gefährten des Arkoniden waren in diesem Dorf gelandet, jeder in einer anderen Hütte. Die Echsenwesen, die sich Brxtl nannten, griffen die Neuankömmlinge zunächst an, mussten sich aber schnell geschlagen geben. Anschließend gelang eine friedliche Verständigung. Atlan und seine Gefährten erfuhren von einem Loch im Boden, das sich als Antigravschacht entpuppte. Als sie ihn benutzten, landeten sie in einem Gang. Der Weg endete vor einer Art Drehtür. Obwohl zu erwarten war, dass man sie trennen wollte, hatte die Gruppe keine Wahl, der Rückweg war durch ein Energiefeld versperrt. Atlan ging voran und geriet in ein System tödlicher Fallen, denen er nur dank seiner Erfahrung und der speziellen Fähigkeiten seines Extrasinns entrinnen konnte. Der Arkonide fand schließlich einen Kontrollraum, in dem er Kontakt zu einer Positronik aufnehmen konnte, die das Fallensystem steuerte. Er konnte sie überzeugen, seine Gefährten zu erlösen, die in unterschiedlichen aussichtslosen Lagen festsaßen. (Atlan 825)

Das Fallensystem diente ursprünglich einem mittlerweile verschwundenen Volk als Trainingsanlage, hatte sich jedoch im Verlauf der Jahrtausende verselbständigt. Atlan befahl der Positronik künftig zur Unterhaltung und Versorgung der Brxtl zu dienen und die tödlichen Fallen zu entschärfen. (Atlan 825)

Nach einer Ruhepause setzten der Arkonide und seine Begleiter ihre Suche nach Goman-Largo fort. Ein Roboter, der von der Positronik zur Verfügung gestellt wurde, zeigte ihnen einen Weg bis zum Ende des unterirdischen Reichs, wo er sich verabschiedete. (Atlan 825)

Der Umsetzer

Die Gruppe stand erneut vor einer Energiebarriere, es gelang Neithadl-Off jedoch diese zu umgehen. Stunde um Stunde setzten die fünf ihren Weg durch unterirdische Hohlräume fort, bis sie schließlich in einer Höhle auf eine Gestalt trafen. Es handelte sich um Posariu, eine der Erscheinungsformen Tuschkans. Dieser bot ihnen an, sie mittels des Umsetzers zu Goman-Largo zu bringen. Atlan willigte ein, obwohl ihm das Verhalten Posarius verdächtig erschien. Tuschkan/Posariu führte die Gruppe zu einer Umsetzer-Sektion, wie er sie nannte, wo es auch eine Landemöglichkeit für die STERNSCHNUPPE gab. Atlan und seine Gefährten gingen an Bord, Posariu folgte nachdem er sich noch an einigen Geräten zu schaffen gemacht hatte. Kurz darauf begann der Umsetzvorgang. (Atlan 825)

Im Dom

Die Reise endete nach einigen Minuten voller seltsamer Effekte in einem leeren Gewölbe. Posariu machte einen irritierten Eindruck, etwas schien schiefgegangen zu sein. Sie hatten offensichtlich nicht das angepeilte Ziel erreicht. Die Gruppe verließ das Raumschiff und erkundete die Umgebung. Atlan, der die Führung übernahm, fiel auf, dass das Gewölbe uralt sein musste, Millionen von Jahren. Nach einiger Zeit trafen die Gefährten auf einen angeketteten Roboter. Dieser bat Atlan um dessen Strahler und versuchte anschließend, damit Selbstmord zu begehen, scheiterte jedoch. (Atlan 825)

In einer weiteren Zelle saß ein Lebewesen ein, es kam zu einer Unterhaltung. Der Gefangene musste sich schon seit undenkbaren Zeiten hier befinden, konnte jedoch keine nützlichen Informationen liefern. Trotzdem bedankte sich Atlan, indem er ihm einen neuen Namen gab – Abbé Faria. Damit erhielt der Gefängnisinsasse etwas, worüber er nachdenken konnte. (Atlan 825)

Der Arkonide und seine Begleiter stießen auf ihrem weiteren Weg auf unzählige Gewölbe und ganze Hallen voller technischer Geräte, die scheinbar ziellos angehäuft worden waren. Schließlich gelangten sie zu einer Treppe, ebenfalls voll gestellt mit allerlei Gerätschaften. Der Aufstieg endete an einer Falltür. Sie fanden sich in einer großen domartigen und sehr beeindruckenden Halle wieder. Anima fühlte sich von der Umgebung eigentümlich berührt, irgendwie wurde sie an ihre Vergangenheit erinnert. Atlan stellte fest, dass Posariu verschwunden war. Kurz darauf tauchte der Vermisste wieder auf, er hatte die Maske abgelegt und die Gestalt Tuschkans angenommen. Atlan war sich jedoch mittlerweile sicher, dass es sich nicht um den echten Tuschkan handelte. Der angebliche Hathor trug eine Waffe und rief nach jemandem. Er forderte Terak Terakdschan auf, seinen Enkel zu begrüßen. (Atlan 825)

Eine mentale Stimme antwortete. Sie nannte den angeblichen Tuschkan einen Frevler, der den Dom Kesdschan entweihe, den Sitz der Ritter der Tiefe. Dann begann der Dom zu schwingen, psionische Wellen übten einen lähmenden Einfluss auf Atlan und seine Begleiter aus. Der falsche Tuschkan jedoch war immun, er hob seine Waffe und begann auf die Wandung des Doms zu feuern. Dunkelheit breitete sich aus, der angebliche Hathor verschwand. (Atlan 825)

Atlan konnte sich nur schwer von einer nahezu tödlich depressiven Stimmung befreien, die ihn plötzlich erfasste. Er schaffte es, seine Gefährten, denen jeder Lebenswille entzogen schien, zurück zur Falltür zu bringen. Als die fünf versuchten zur STERNSCHNUPPE zurückzugehen, mussten sie feststellen, dass sie sich verirrt hatten. Das Labyrinth von Gängen hatte sich völlig verändert, auch das fotografische Gedächtnis des Arkoniden bot in dieser Situation keine Hilfe. (Atlan 825)

Neithadl-Off meldete sich plötzlich zu Wort. Sie behauptete, dass sie sich in einem uralten Zeitgruft-Operator befinden würden. Dieser wäre jedoch dezentralisiert worden um ihn zu verstecken. In diesem Zustand wäre er nicht benutzbar, man hätte Goman-Largo und seine Module gebraucht, erklärte die Parazeit-Historikerin weiter. (Atlan 825)

Die Gruppe setzte ihre Suche nach der STERNSCHNUPPE fort, bis es erneut die Vigpanderin war, die eine Entdeckung machte. In einer Kammer mit monströsen Statuen erkannte sie einen verborgenen Ein-Mann-Transmitter. Sie untersuchte das Gerät und fand heraus, dass es auf das Zeitauge von Magadan justiert war. Während Neithadl-Off und Atlan diskutierten, wer den Transmitter benutzen sollte, bemerkte Dartfur eine Sprengladung an dem Gerät. Trotzdem ließ sich Atlan von dem von Neithadl-Off gesteuerten Gerät abstrahlen. Er spürte noch die Hitze der Explosion, dann sah er Goman-Largo vor sich – und Tuschkan. (Atlan 825)

Quellen

Atlan 675, Atlan 677, Atlan 679, Atlan 680, Atlan 681, Atlan 682, Atlan 683, Atlan 684, Atlan 685, Atlan 686, Atlan 687, Atlan 688, Atlan 689, Atlan 690, Atlan 691, Atlan 698, Atlan 699, Atlan 709, Atlan 710, Atlan 726, Atlan 727, Atlan 734, Atlan 735, Atlan 736, Atlan 747, Atlan 748, Atlan 749, Atlan 758, Atlan 759, Atlan 760, Atlan 766, Atlan 771, Atlan 772, Atlan 775, Atlan 776, Atlan 781, Atlan 782, Atlan 783, Atlan 784, Atlan 789, Atlan 794, Atlan 795, Atlan 796, Atlan 799, Atlan 801, Atlan 807, Atlan 809, Atlan 810, Atlan 812, Atlan 814, Atlan 815, Atlan 816, Atlan 817, Atlan 818, Atlan 823, Atlan 825