Antigrav

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt die Technologie der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für die Technologie der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Antigrav (PR Neo).
Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem als Neutralisator bezeichneten Gerät. Für weitere Bedeutungen, siehe: Neutralisator (Begriffsklärung).

Ein Antigrav, auch Gravitations-Neutralisator genannt, ist ein Gerät, das in einem begrenzten Bereich die Schwerkraft verstärken, abschwächen, aufheben oder die Richtung ändern kann.

Bei dem betroffenen Objekt wird eine Gravitationsauftriebswirkung erzeugt, die vermutlich auf der Hypergravitation beruht. Je nach Leistung ergibt sich demnach ein Effekt, der von Gewichtsreduktion über das Schweben des Objekts bis zur Abstoßfunktion (als Antrieb) reicht.

Ein Antigrav wirkt nur auf die Projektormasse. Die Gesamtmasse des Fahrzeuges beziehungsweise dessen Trägheit (träge Masse) wird NICHT reduziert – dies wird durch den Einsatz von Andruckabsorbern erreicht.

Anmerkungen: Meistens wird bei einem Antigravantrieb (oder Antigravtriebwerk) vereinfachend von »dem Antigrav« gesprochen.
Als Metapher wird häufig das Bild von einem Antigravkissen oder Antigravpolster bemüht, obwohl die Technik der Antigravfelder nichts mit der Luftkissentechnik gemeinsam hat.
DB Antigrav small.png
Antigravaggregat der DIANA-Klasse
© Pabel-Moewig Verlag KG Rastatt und Gregor Paulmann

Funktionsweise

Technische Grundlage des Antigravs ist die gravoelektrische Feldtheorie/Gravoelektrik (so genannte Nicht-Newtonsche Gravitation), die auch als Manipulation des Gravitonen-Austausches beschrieben werden kann. Sie stellt einen Einstiegszweig zur Hyperphysik dar, weshalb die Grundstufe auch meist sehr früh, noch vor der eigentlichen Entdeckung der Hyperkristalle und ihren Anwendungen, entwickelt wurde.

Der Antigrav setzt sich aus einer Generatoreinheit und einer externen Projektormatrix zusammen. Umgangssprachlich wird daher oft der Begriff Antigravgenerator oder Antigravprojektor verwendet, wenn eigentlich das gesamte Aggregat gemeint ist.

In der Generatoreinheit befindet sich ein Transformator zur Umwandlung von konventionellem Strom in elektromagnetische (EM)-Felder sehr hoher Frequenz und Ladungsdichte für den Einsatz im Generator-Kern.

Hier werden diese Felder in einem mehrstufigen Flusskondensor eingespeist. Die Zusammenwirkung von starken EM-Feldern mit einer stehenden, kohärenten Materiewelle (rotierendes, elektrisch supraleitendes Material im Aggregatzustand eines Bose-Einstein-Kondensates) erzeugt die Vorstufe einer hyperphysikalischen Wirkung, die im Projektor umgesetzt wird. Diese Vorstufe wird auch gravoelektrischer Strukturstrom genannt.

Durch gezielte Dotierung des Dielektrikums mit Hyperkristallen kann diese Erzeugung wirkungsvoll verstärkt werden.

Der Strukturstrom wird nach erwünschter Phasentaktung im Phasenwandler oder Polung im Inverter über geeignete Feldröhrenleiter zum Projektor geleitet. Dieser Prozess zeichnet sich durch eine relative Robustheit aus, da der Einfluss der Hyperimpedanz gering ist.

In den externen Projektoren erzeugt der gravoelektrische Strukturstrom durch Induktion mit Hyperkristall schließlich ein gravomechanisches Feld, auch Antigravfeld genannt, dessen Wirkung und Richtung von der vorherigen Taktung und Polung abhängig ist. Ein solches gravomechanisches Feld kann sich im Einsteinraum nur durch Anlagerung der entsprechenden Hyperteilchen (siehe auch Impulskonverter der Impulstriebwerke) an einem Normalraum-»Anker« im Zentrum des Feldes, der so genannten »Wirkmasse«, manifestieren. Je höher die Materialdichte des Ankers, desto größer der Wirkungsgrad des Feldes. Die Größe der Kraftwirkung wird durch die induzierte Feldstärke bestimmt.

Dieses Feld beeinflusst den Austauschprozess von Gravitonen zwischen Projektor und Umgebung. Er wird entweder durch interferierende Gravitationswellen gezielt gestört (Gravo-Dämpfer-Modus) oder verstärkt (Gravo-Verstärker-Modus). Im Repulsor-Modus wird die Richtung der resultierenden Beschleunigung durch das künstliche gravomechanisches Feld gedreht. Sie wirkt nun dem Zentrum eines äußeren Gravitationsfeldes (künstlichen und natürlichen) entgegen. Es beschleunigt diese Wirkmasse entlang des Wirkungsvektors. Dadurch wird ein reaktionsfreies Antriebsprinzip (»Gravo-Auftrieb«) erzielt, wodurch dieser Antrieb in die Kategorie der Feldantriebe eingeordnet werden kann.

Die durchschnittliche Pulsdauer des gravomechanischen Feldes liegt bei = 10−25 s.

Die Projektoren sind in der Regel an statischen Tragpunkten des Fahrzeuges angebracht und dort mechanisch mit diesem verbunden. Aufgrund der hohen dynamischen Belastungen bestehen diese Verbindungen meist aus sehr hochwertigen Materialien, die zum Beispiel mit Kristallfeldintensivierung versehen sind. Auch Anlenkpunkte der adaptiven Statik befinden sich in der Regel in der Nähe. Die mechanische Verbindung der Projektoren zur Fahrzeugzelle überträgt die Auftriebswirkung der Feldblase auf das Fahrzeug selbst.

Die Formgebung der Wirkmasse im Projektor erzeugt die Form des gravomechanischen Feldes. Eine Kombination der Polungen über Inverter sorgt für eine gerichtete Abstrahlung und damit für die Steuerbarkeit des Antriebes.

Anmerkung: Mit der direkten Verwendung von Hyperenergie durch Zapfung und Konservierung entfiel der verlustreiche Umwandlungsprozess konventioneller Energie in Hyperformen. Bedingt durch die gestiegene Hyperimpedanz müssen die Generatoren nun aber wieder wie in der Prä-Hypertrop-Ära aufgebaut sein.

Der Wirkungsgrad oder Kennwert für das Leistungsvermögen des Antigravs ist die Kennzahl aus Leistungsaufwand pro Objektmasse und erzeugter Beschleunigung [W/kg/GRAVO].

Ortung

Die fünfdimensionale Streustrahlung eines Antigravs kann mühelos von Hyperortern angemessen werden. (PR 1311)

Einsatzgebiete

Anmerkung: Über Zweck und Funktionsweise dieser Einrichtung liegen keine Angaben vor.

Bis auf wenige Ausnahmen (Prototypen und Sonderkonstruktionen) wurde der Antigravitationsantrieb nie als primärer Raumantrieb für terranische Raumfahrzeuge eingesetzt, da die Leistungsaufnahme insbesondere eines Repulsors überproportional ansteigt und auch zu technischen Schwierigkeiten (Katalyse- und Dielektrikumsmaterial, Leiterabschirmung etc.) führte.

Geschichte

Erstmals hatten die Terraner mit Antigrav-Projektoren zu tun, als sie auf die Arkoniden trafen, die diese Technik schon lange beherrschten. Nach der Landung der STARDUST in der Wüste Gobi nutzte Perry Rhodan einen Projektor, um seinen Gegnern einen Schrecken einzujagen. So ließ er etwa drei Offiziere der AF schweben, als sie ihm drohten, die STARDUST zu annektieren. (PR 2)

Auch Reginald Bull leistete das Gerät mehrmals gute Dienste auf seiner Reise nach Australien und zurück, als er Frank M. Haggard in die Wüste Gobi holte. (PR 2)

Ferroplastics Limited bekam als Bezahlung für eine Lieferung Metallplastik einige Monate später einen Antigrav-Generator, da die Dritte Macht noch nicht über genügend Geldmittel verfügte. (PR 5)

Mithilfe von Antigrav-Projektoren wurde der COMP aus dem MODUL geborgen und an Bord der SOL gebracht. (PR 790)

Weblink

Quellen