Antitemporales Gezeitenfeld

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Das Antitemporale-Gezeitenfeld (ATG-Feld) wird zur Zeitversetzung von Raumschiffen und ganzen Sonnensystemen verwendet.

Salopp wird es auch Zukunftsfeld genannt. (PR 1320)

Allgemeines

In seiner Wirkungsweise ähnelt es der Versetzung in die Zukunft durch das posbische Relativfeld. Im Gegensatz zu diesem beruht das ATG-Feld auf den Grundlagen der Paratrontechnologie und wurde von Prof. Geoffry Abel Waringer aus dem Zeitfeld der Uleb entwickelt.

Die Wirkung ist ähnlich wie bei dem später entwickeltem Grigoroff-Feld: Dem Objekt wird ein Mikro-Kontinuum zugewiesen, welches dann aus dem Standarduniversum entrückt wird.

Anmerkung: Das widerspricht etwas der Beschreibung der unbegrenzten Labilzone, in die das Ghost-System eingebettet war.

Diese Entrückung ist keine Zeitreise, sondern eher eine Dimensionsverschiebung entlang einer zeitlichen Achse in eine Labilzone. Man kann sie grob so beschreiben, dass sich das Objekt permanent in der relativen Zukunft befindet, von der Gegenwart nie erreicht wird und so für die Außenwelt unerreichbar ist.

Um das ATG-Feld dennoch zu durchdringen, benötigt man extrem hochentwickelte Technologie, wie zum Beispiel das Hetos der Sieben mit ihren Zeittauchern. Man kann aber auch in ein ATG-Feld eindringen, wenn man ein Raumschiff mit ATG mit einer Genauigkeit von 1 Mikrosekunde (Kamovsche Unschärfe) um denselben Zeitbetrag in die Zukunft versetzt. (PR 1243)

Ratber Tostan beschrieb die durch das Mini-ATG der TSUNAMIS gebildete Labilzone als »Vor-Gegenwart«. Es handele sich nicht um eine konkrete Zukunft, sondern nur um ein »Gefäß« für die noch nicht konkret ausgebildete Existenz mit variablen Konstanten. (PR 1383, S. 31)

Komponenten

Haupt-Gezeitenwandler

Der Hauptgezeitenwandler stand auf Merkur und stellte mithilfe der Hypertronzapfer die Energieversorgung des ATG-Feldes sicher. Die abgezapften Energien flossen in den Haupt-Gezeitenwandler. Dieser wandelte sie durch spezielle Anlagen mit ÜDK-Howalgonium in hyperenergetische Schwingungseinheiten um und leitete sie mittels der Para-Verbundleitung an alle Planeten des Solsystems und an die überall eingesetzten Gezeiten-Satelliten weiter.

Im Gespräch war dabei eine Menge von 2,5 Tonnen ÜDK-Howalgonium. (PR 1330)

Gezeiten-Satelliten

Diese Satelliten waren überall im Solsystem verteilt. Gemeinsam mit den planetaren Stationen besaßen sie Kraftanlagen, die in etwa mit Großfeldprojektoren zu vergleichen waren, die Antitemporalen Gleichrichtungskonverter. Die Gezeiten-Satelliten wurden vom Haupt-Gezeitenwandler mit Energie versorgt.

Risszeichnung: »Terranische Technik – Gezeiten-Satellit« (PR 1856) von Christoph Anczykowski

Antitemporale Gleichrichtungskonverter

Sie formten die empfangenen Energien noch einmal um und strahlten sie stern- oder kaskadenförmig ab. Auf diese Weise wurde die bestmögliche Streuung erzielt; es gab unzählige Berührungspunkte, die in ihrer Gesamtheit das Solsystem umschließen.

So entstand eine Art Schutzschirm, der aber nicht nur hyperenergetischer, sondern auch temporaler Natur war: das ATG-Feld.

Normzeit-Verteiler

Der Normzeit-Verteiler war ein riesiger Transmitter, der in unmittelbarer Nähe der Etappenschleuse dicht über der Oberfläche des Planeten Merkur stationiert war. Das Gerät war auf der 2000 Meter durchmessenden Plattform eines Flottentenders der DINOSAURIER-Klasse installiert. Bei Inbetriebnahme spannte sich der energetische hellrot leuchtende Torbogen bis in eine Höhe von 600 Metern. Die für den Transport der Güter über die Containerstraße von Olymp notwendige Energie wurde durch einen Zapfstrahl direkt der Sonne Sol entzogen. Die positronische Steuereinheit des Normzeit-Verteilers leitete die Container zu den auf den Welten des Solsystems befindlichen Transmitteranlagen weiter.

Geschichte

Enemy-System

Die Uleb versteckten sich im Enemy-System hinter einem Zeitschirm. Dabei wurde der Riesenplanet Atlas mit seinen 13 Monden durch das von der Sonne Enemy gespeiste Feld fünf Minuten in die Zukunft versetzt. Der Zugang erfolgte über einen Zeittransmitter, einen 100 km durchmessenden Energieball über der Korona von Enemy.

Im Jahr 2437 drang ein terranisches Einsatzkommando über den Planetoiden Sesam in das Innere des Zeitschirms vor. Durch die Sabotage der Energieversorgung stürzte Atlas mit seinen Monden in das Standarduniversum zurück.

Das Enemy-System wurde von den Uleb sofort in einen Paratronschirm gehüllt. Die Hyperschockwelle des Rücksturzes wurde jedoch von den Konstrukteuren des Zentrums angemessen, die ein Expeditionskorps aus M 87 entsandten. Das Enemy-System wurde durch die Novaexplosion von Enemy vernichtet.

Kommandos der Terraner im Enemy-System gelang es noch rechtzeitig, technische Unterlagen der Uleb zu bergen. Dazu gehörten unter anderem Pläne des Zeitschirms.

Solsystem

Bei der Entschlüsselung der erbeuteten Unterlagen über die ATG-Technik der Uleb wurden die Terraner von den Posbis unterstützt, die bereits Erfahrungen mit den Relativschirmen gemacht hatten.

Wichtigster Bestandteil des Falles Laurin war das Verstecken des Solsystems in einem ATG-Feld. Um ein Sonnensystem in ein ATG-Feld zu hüllen, benötigt man eine circa 200 km durchmessende Basisstation im Systemzentrum, sowie hunderte Relaissatelliten, die ein Feld dieser Größe stabilisieren. Die Basisstation, der Hauptgezeitenwandler, wurde zusammen mit dem Hypertronzapfer zur Anzapfung der Sonne auf Merkur errichtet.

Am 30. Oktober 3430 wurde das Solsystem im Verlauf des Falles Laurin mittels des ATG-Feldes um 5 Minuten in die Zukunft versetzt, um sich dem Angriff der Antiterranischen Koalition zu entziehen. Aus dem Solsystem wurde das Ghost-System. Mit der so genannten Temporalschleuse war es möglich, die Labilzone in der Zukunft zu verlassen und in die Realzeit zurückzukehren. Die Temporalschleuse ermöglichte auch das Betreiben der Containerstraße nach Olymp.

Am 16. Juli 3434 wurde das Antitemporale Gezeitenfeld durch die Nebeneffekte der Sprengung des Todessatelliten durch eine Sextagoniumbombe vernichtet, als die freigesetzte Energie mit dem Hypertronzapfstrahl des ATG reagierte. Durch die Explosion wurde der gesamte Nordpol des Merkurs verwüstet. (PR 449, S. 22) Gemäß des Planes LAURIN II wurde das Solsystem in einen Paratronschirm gehüllt.

Anmerkung: Warum der Paratronschirm während des Angriffs der Takerer mit den Sammlern der Urmutter nicht verfügbar war, ist unbekannt.

Während der Schwarmkrise war das ATG-System noch nicht wiederhergestellt, und als das Solsystem in den Schwarm aufgenommen wurde, musste man wieder auf den Paratronschirm zurückgreifen.

Zum zweiten Mal kam das ATG-Feld im Jahre 3459 zum Einsatz, um das Solsystem dem Zugriff der Laren zu entziehen. Diesmal wurde das Sonnensystem jedoch nicht konstant in der Zukunft gehalten, sondern wechselte durch den Zeitmodulator des Projekts Traumtänzer in der Zeit zwischen 0,00001 Sekunden und +5,168783 Minuten in der Zukunft hin und her, um es den technologisch hochstehenden Laren schwieriger zu machen, in die Zeitblase vorzudringen.

Als dies schließlich dennoch durch den Einsatz der Zeittaucher zu passieren schien, wurde die Flucht von Erde und Mond durch einen Sonnentransmitter vorbereitet, die jedoch nicht wie geplant verlief und die beiden Himmelskörper auf eine Odyssee in den Mahlstrom der Sterne schickte.

Nach dem Ende von Monos kam es im Solsystem wieder zum Aufbau von Anlagen zur Erzeugung eines ATG-Feldes. Das 1288 NGZ fertiggestellte System versetzte den Raum bis inklusive der Neptun-Bahn um 6 Minuten, 22 Sekunden in die Zukunft. Während der Tolkanderkrise 1289 NGZ aktivierte der LFT-Kommissar Cistolo Khan das ATG-Feld um das Solsystem. Trotzdem befiel der Kritzelwahn auch die Bewohner des Solsystems. Da NATHAN sich weigerte, ohne Anweisung der auch vom Kritzelwahn befallenen Berechtigten das ATG-Feld zu deaktivieren, sprengte Atlan den Hauptgezeitenwandler auf Merkur.

Anscheinend wurden die Anlagen zur Erzeugung eines ATG-Feldes seitdem nicht mehr aufgebaut.

Durch die Zusammenarbeit mit den Posbis unter dem Einfluss von SEELENQUELL gelang es den Arkoniden im 14. Jahrhundert NGZ, die ATG-Spürer zu entwickeln. Dadurch wird der Nutzen von ATG-Feldern für das Solsystem, die Spezialflotte TSUNAMI oder Quinto-Center stark eingeschränkt.

Spezialflotte TSUNAMI

Hauptartikel: Spezialflotte TSUNAMI.

Die Liga Freier Terraner entwickelte die TSUNAMI-Einheiten. Dabei handelte es sich um Kugelraumer von 200 m Durchmesser; äußerlich Raumschiffe der STAR-Klasse, die immer paarweise operierten.

Jeweils ein Schiff war mit einem Gezeitenwandler in siganesischer Mikrotechnik (ATG-Gerät (PR 1343) oder Mini-ATG) ausgestattet, das es ihm erlaubte, sich um 1 bis 2 Sekunden in der Zukunft zu verstecken. Das Partnerschiff ohne Mini-ATG konnte über kurze Distanz – maximal 31,5 km – Funk- und Transmitterkontakt mit dem im ATG-Feld versteckten Schiff halten.

Der Labilraum erschien als diffuses rötliches Leuchten. Gelegentlich bildeten sich auch »Wolken«.

424 NGZ verfügte die LFT über 120 TSUNAMI-Schiffe: TSUNAMI-1 bis TSUNAMI-120. Dabei waren jeweils die Schiffe mit gerader Nummer mit einem Mini-ATG ausgestattet.

Im Jahr 447 NGZ kam mit der 500 m durchmessenden TS-CORDOBA ein erstes Schiff einer neuen Generation von TSUNAMI-Raumschiffen, die kein Partnerschiff in der Gegenwart benötigten, zum Einsatz. Die TS-CORDOBA wurde im Juli 1143 NGZ beim Versuch, den Chronopuls-Wall zu durchdringen, zerstört.

Quinto-Center

Die Neue USO verwendete ein ATG-Feld, um im Gefahrenfall ihr Hauptquartier Quinto-Center zu verstecken. Da das Ganze nur sehr spartanisch gebaut wurde und keine Sonne für die Energieversorgung zur Verfügung stand, konnte das Feld nur drei Tage aufrechterhalten werden. Die Zeitversetzung betrug 35 Sekunden. (PR 2012, S. 57–58)

Der bisher einzige bekannte Einsatz fand 1303 NGZ statt, als Quinto-Center nach Verrat der USO-Spezialistin Cory Varynne durch eine arkonidische Flotte von 15.000 Raumschiffen bedroht war, die sich aber kurz vor Ablauf der Drei-Tage-Frist zurückzog. (PR 2012, S. 55f.)

JULES VERNE

Der Hantelraumer JULES VERNE war mit einem Mini-ATG ausgerüstet, der nach dem Kontextsprung ins Jahr 20.059.813 v. Chr. »wieder« funktionierte. Nach der Rückkehr in das Jahr 1346 NGZ wurden von den Metaläufern Veränderungen am Mini-ATG vorgenommen. (PR 2479, S. 24, 26) Diese Modifikationen steigerten die Leistungsfähigkeit des Mini-ATG signifikant. (PR 2524, S. 45)

Anmerkung: In PR 2524, S. 45 ist von drei Mini-ATG an Bord der JULES VERNE die Rede.

Diese Mini-ATGs wurden im Jahr 1514 NGZ etwa im Konflikt mit einer Flotte der Onryonen genutzt, um sich im Tsunami-Modus (also zeitversetzt) anzuschleichen. (PR 2705)

Quellen

PR 449, PR 1243, PR 1320, PR 1330, PR 1383, PR 2012, PR 2479, PR 2524, PR 2705